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Co-Kreation und KI: BECC öffnet den ISARWINKEL – und lädt die Zukunft zum Frühstück ein › PAGE online


»Wenn ich eines in all den Jahren Kreation gelernt habe, dann das: Bedeutendes entsteht nicht in repräsentativen Sälen und auf dekorativen Bühnen, sondern in den Räumen, in denen die Ärmel hochgekrempelt werden,« ist sich Leif Geuder, Mitinhaber- und Geschäftsführer der BECC Agency sicher.

Co-Kreation und KI: BECC öffnet den ISARWINKEL – und lädt die Zukunft zum Frühstück ein › PAGE onlineBild: BECC Agency & ISARWINKELAm 20. April war ein solcher Raum der ISARWINKEL in Thalkirchen – die ehemalige Triebwagenhalle der Münchner Isartalbahn, heute Creative Space der Markenagentur BECC. Zwanzig Kreative. Ein Briefing. Künstliche Intelligenz als Werkzeug. Und die stille, aber sehr bestimmte Überzeugung der Gastgeber, dass gute Arbeit entsteht, wenn man aufhört zu reden – und anfängt zu gestalten.

Die Münchner Brandagency BECC feiert in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Bestehen. Die vierköpfige Geschäftsführung um Katharina und Sabine Kraus, Metin Seyrek und Leif Geuder, hat zwei Jahrzehnte lang eine Haltung kultiviert, die in der Branche eher selten zu finden ist: Neugier ohne Vorbehalte. Offenheit ohne Naivität. Und die Bereitschaft, das Unbequeme nicht zu meiden, sondern einzuladen.

Das Format »Co-Creation Design Camp by BECC x PAGE« war genau das – eine Einladung. Keine Bühne. Keine Keynotes. Stattdessen: Yoga, Frühstück, Briefing, Arbeit. Vier Teams entwickelten innerhalb eines einzigen Tages vollständige Kampagnenkonzepte für das Jubiläum »40 Jahre PAGE« – gemeinsam, unter Zeitdruck, mit KI als Werkzeug und menschlichem Urteilsvermögen als Maßstab.

Sechs Personen sitzen an einem langen Tisch in einem hellen, modernen Workshopraum mit Dachfenstern und sichtbaren Stahlträgern. Sie arbeiten konzentriert an Laptops und Notizen, während auf einem großen Bildschirm im Hintergrund eine Präsentation mit dem PAGE-Logo zu sehen ist. Auf dem Tisch stehen Wasserflaschen, Taschen und Arbeitsmaterialien; die Atmosphäre wirkt kollaborativ und kreativ.Bild: BECC Agency & ISARWINKEL
Eine Person steht im Vordergrund mit dem Rücken zur Kamera und trägt ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „PAGE – Design. Business. Community.“. Vor ihr sitzt eine größere Gruppe von Menschen an einem langen Tisch in einem hellen, modernen Raum mit großen Fenstern und Galerieebene. Die Teilnehmenden sind im Gespräch, essen und arbeiten gemeinsam; die Atmosphäre wirkt offen, kommunikativ und gemeinschaftlich.Bild: BECC Agency & ISARWINKEL

Das Ergebnis war bemerkenswert. Nicht weil AI die Arbeit stellvertretend erledigt hat, sondern weil sie zeigte, was sie sein kann: ein sehr schneller und fleißiger Assistent, der jedoch ohne den Menschen am Steuer keine Wirkung entfaltet.

Jenseits der Furcht vor Künstlicher Intelligent oder ihrer Vergötterung, wird sie bei BECC einfach genutzt, und zwar mit Verstand und Stil sowie all den Kompetenzen, die uns als Kreative ausmachen.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, sollte sich hier einen Platz sichern

Am 6. Mai 2025 um 16.30 Uhr lädt BECC im Rahmen der Munich Creative Business Week zum Open House in den ISARWINKEL ein – unter dem Motto »Play Bold. Act Smart. Lead Change. Creative Responsibility in Action.«

Der Nachmittag gibt Einblick in die Arbeitsprozesse des Camps, zeigt die entstandenen Kampagnenkonzepte und stellt die Menschen, die dahinterstehen, nach vorne. Die Gewinnerkampagne wird von den Gästen live vor Ort gevotet und im Anschluss an diesem ganz besonderen Ort, der den Unterschied macht, ordentlich gefeiert. Denn unsere Zeit ist jetzt.

Über die BECC Agency

BECC ist eine Münchner Markenagentur mit zwanzigjähriger Geschichte und dem festen Glauben, dass gute Gestaltung Haltung braucht. Der ISARWINKEL in Thalkirchen ist ihr Creative Space – und gelegentlich, wie sich gezeigt hat, ein sehr produktiver Ort für die Zukunft der Kreativbranche.

Eine größere Gruppe von Menschen sitzt gestaffelt auf breiten Holzstufen in einem modernen Innenraum mit hohen Decken, Stahlträgern und Oberlichtern. Die Teilnehmenden blicken nach vorn, einige lächeln, als würden sie für ein Gruppenfoto posieren. Pflanzen und eine minimalistische Architektur prägen die Umgebung; die Atmosphäre wirkt offen, kreativ und gemeinschaftlich.Bild: BECC Agency & ISARWINKEL

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Vertikaler Fußball: Spektakulärer »Team Forest«-Spot für den WWF › PAGE online


KI? Wie langweilig! In dem verblüffenden »Team Forest«-Spot, den Studio Birthplace für den WWF drehte, verwandeln Stuntteams, Fußballtalente und aufwendige Seilkonstruktionen die Baumwipfel eines Regenwalds in ein vertikales Fußballfeld.

Vertikaler Fußball: Spektakulärer »Team Forest«-Spot für den WWF › PAGE online

Studio Birthplace kann es einfach: Engagierte Kampagnen in Hollywood-Manier zu drehen.

Schließlich haben Jorik Dozy und Sil van der Woerd genau dort gelernt, eine Karriere bei Star Wars und Co. aber an den Nagel gehängt, um sich mit ihrem Können für das zu engagieren, was ihnen wichtig ist.

Ob für Greenpeace und gegen Oillympics, für Artenschutz und gegen Plastikmüll und und und … Themen gibt es ja leider genug.

Einen besonders spektakulären Spot hat Studio Birthplace (hier im großen Porträt), das in den Niederlanden und in Indonesien zu Hause ist, jetzt für den WWF gedreht.

Dafür hat es das Blätterdach eines indonesischen Regenwaldes in ein Spielfeld verwandelt und zeigt Fußball in der Vertikalen.

Echte Stunts statt KI

Grün füllt das gesamte Blickfeld aus, Stämme ragen in luftige Höhen und bald sieht man Fußballspieler:innen über den Waldboden und dann die Stämme heraufrasen, immer dem Ball hinterher, nebeneinander, miteinander, gegeneinander. Bis sie irgendwann das Blätterdach des Regenwaldes durchbrechen und es in ein riesiges Spielfeld verwandeln.

Dort spielt das Team Forest, das aus professionellen Fußballer:innen und Stunt-Performer:innen besteht und dazu aufruft, mit den Regenwäldern eines der wichtigsten Ökosysteme der Welt zu schützen und ihre Wiederherstellung zu unterstützen.

Dabei setzt Studio Birthplace ganz auf den menschlichen Faktor. Denn wie langweilig – und gefühlt so weit von und weg – ist es, das alles einfach mit KI zu prompten.

Viel aufregender ist natürlich, wenn der Mensch selbst ins Spiel kommt, das Können und die Zusammenarbeit und der gemeinsame Einsatz dafür, was zum Erhalt unseres Planeten so wichtig ist.

Spektakuläres Teamplay

So wurden zwischen den schwindelerregend hohen Baumwipfeln verschiedene Seil- und Rigging-Systeme installiert, um ein Spiel zu ermöglichen, das sowohl spektakulär als auch sicher für alle Spielenden ist.

Stuntteams testeten es immer wieder, schließlich kickten die Fußballer:innen den Ball. Jede Sequenz ist bis ins letzte Detail durchchoreografiert und zwischen Fußballer:innen, Rigging-Operator:innen und Kamerateams abgestimmt.

Genauso wichtig aber war es, wie es von Studio Birthplace heißt, den Wald während der Dreharbeiten selbst nicht zu beschädigen. So wurden über der Vegetation spezielle Gerüstkonstruktionen errichtet, die die Natur schützen und Eingriffe so gering wie möglich hielten.

Das ist ein Prinzip, das die gesamte Arbeit von Studio Birthplace durchzieht, das immer wieder auch Spenden- oder andere Hilfsprojekte an Orten, an denen es arbeitet, initiiert.

Das »Team Forest«, das im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft für ein anderes Fairplay und für eine Teamarbeit zum Erhalt der Wälder plädiert, entstand in der Verbindung von den Live-Action-Aufnahmen mit visuellen Effekten und zeigt, dass nur durch gemeinsames Handeln die bedrohten und tropischen Wälder zu retten sind.

Kraft und Bedeutung der Wälder

»Ein Großteil der Umweltkommunikation basiert auf Verlust und Dringlichkeit. Diese Aspekte sind wichtig, doch wir wollten einen anderen Weg gehen – einen positiven«, sagen Sil van der Woerd und Jorik Dozy. »Team Forest soll Menschen einladen, statt sie zu konfrontieren. Indem wir die Schönheit, Kraft und Faszination der Wälder durch die universelle Sprache des Fußballs zeigen, möchten wir eine Verbindung schaffen zu dem, was wir schützen wollen.«

Deswegen entstand über den Spot hinaus zudem eine Plattform, die das gemeinsame Engagement sichtbar macht und Menschen aus aller Welt vereint, die sich für Wälder, Ökosysteme und Wildtiere einsetzen.

Die Unterstützung wird sichtbar, Fortschritte auch.

Dafür können Interessierte einen Avatar erstellen und damit Teil des Team Forest werden. Gleichzeitig klärt die Plattform über die Bedeutung von Waldökosystemen auf, die Sauerstoff produzieren, Kohlenstoff speichern und zahlreiche Wirkstoffe für Medikamente liefern.

Und die nicht nur der Lebensraum von mehr als der Hälfte aller an Land lebenden Arten sind, sondern auch von mehr als 1,6 Milliarden Menschen, die in oder nahe von Wäldern leben. Und von denen viele auf das angewiesen sind, was diese bieten.

Deshalb plädieren Studio Birthplace und der WWF dafür, Mitglied von Team Forest zu werden.

 



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„Das ist groß.“ – Niedersachsen lanciert Standortkampagne. Welcher Effekt geht eigentlich von derlei Standortkampagnen aus? – Design Tagebuch


Mit dem Claim „Niedersachsen. Das ist groß.“ startet die niedersächsische Landesregierung am 8. Juni 2026 eine umfassende Standortkampagne. Sie löst den bisherigen Slogan „Niedersachsen. Klar.“ ab und soll das Bundesland als Wohn-, Arbeits- und Investitionsstandort neu positionieren.

In den letzten Jahren wurde von verschiedenen Wirtschaftsakteuren, Verbänden und landesnahen Institutionen die Forderung erhoben, das Land Niedersachsen benötige eine stärkere/bessere Profilierung. Eine vom Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall in Auftrag gegebene, Anfang des Jahres veröffentlichte Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass Niedersachsen bundesweit zwar als attraktives Urlaubsland mit schöner Landschaft wahrgenommen wird, als Wirtschafts- und Industriestandort jedoch kaum Profil besitzt, weshalb Fachkräfte und Investoren nur unzureichend angesprochen werden und eine neue Standortkampagne als notwendig angesehen wird.

Die nun vorgestellte Kampagne umfasst zunächst vier Motive zu den Themen Landwirtschaft, Automobilindustrie, Erneuerbare Energien und Familie, die sich an die eigene Bevölkerung richten. Im Herbst 2026 folgt eine Wirtschaftskampagne, die Investoren und Fachkräfte adressiert. Bespielt werden Außenwerbeflächen, Social Media, Tageszeitungen, Radio und TV. Unter der Domain dasistgross.de wurde die zentrale Kampagnen-Website gelauncht – (ausschließlich in deutscher Sprache verfügbar).

Auszug der Pressemeldung

„Niedersachsen ist nicht nur ein großes Land, sondern seine Menschen haben in der Vergangenheit Großes geleistet und tun das bis heute. Das belegen wir mit der neuen Standortkampagne – ebenso wie das Potenzial, das unser Land für die Bevölkerung, Fachkräfte und Investor*innen bietet. Wenn wir auf unsere Stärken vertrauen und sie offensiv bewerben, können wir den Herausforderungen unserer Zeit begegnen. Wir haben mit Niedersachsen.next unsere Wirtschaftsagentur neu aufgestellt und präsentieren uns jetzt mit dem Claim sehr selbstbewusst. Als Nächstes werden wir die Ansiedlung auf neue Füße stellen und steigen mit der sich anschließenden Wirtschaftskampagne sehr umfänglich in die Standortvermarktung ein, um Niedersachsen weiter zukunftsfest zu machen.“ – Olaf Lies, Niedersächsischer Ministerpräsident –

Niedersachsen. Das ist groß. Standortkampagne – Motiv Baby, Quelle: Landesregierung Niedersachsen

Das Pfeifen zu Beginn des Songs „Wind of Change“ der Rockgruppe Scorpions dient im Rahmen der Kampagne als akustische Klammer und Soundlogo. Für die Abmischung zeichnet Grammy-Preisträger Hans-Martin Buff verantwortlich, der Sound Engineer der Scorpions. Als Kampagnenbotschafter wurde Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder aus Braunschweig gewonnen. Sein Auftritt im Imagefilm wurde mithilfe von KI-Produktion realisiert.

Mit Start der neuen Standortkampagne verschwindet der im Jahr 2016 eingeführte, hier im dt vorgestellte Claim „Niedersachsen. Klar“. Im Webauftritt des Landes unter niedersachsen.de wurde der bisherige Claim bereits durch das neue Kampagnenlogo respektive den neuen Claim ausgetauscht.

Niedersachsen Claim – vorher und nachher, Bildquelle: Landesregierung Niedersachsen, Bildmontage: dt
Niedersachsen Claim – vorher und nachher, Bildquelle: Landesregierung Niedersachsen, Bildmontage: dt

Den Kreativauftrag gewann die Berliner Agentur Scholz & Friends nach einer europaweiten Ausschreibung (siehe Pressemeldung vom 22.01.2026). Koordinierende Stelle auf Auftraggeberseite ist die Wirtschafts- und Innovationsagentur des Landes Niedersachsen.next.

Das Budget ist auf bis zu zehn Millionen Euro für 2026 und 2027 ausgelegt. Die Kampagne läuft zunächst bis Ende 2027.

Wirksamkeit von Claims und Standortkampagnen – Beispiel Baden-Württemberg

Die Wirksamkeit von Claims und Standortkampagnen ist empirisch schwer zu belegen. Im Rahmen wissenschaftlicher Evaluation lassen sich zwar Akzeptanz und Beliebtheit von Claims / Slogans ermitteln, wie im Jahr 2017 von der Universität Hohenheim in einer bundesweiten Studie untersucht, konkrete Aussagen in Bezug darauf, ob die damit verbundene Werbung/Kampagne zu mehr Investitionen, mehr Fachkräftezuzug, zu einer höheren Bekanntheit des Landes und messbaren Imageverbesserungen beiträgt, können auf Basis derlei Studien jedoch nicht getroffen werden.

Die genannten Effekte sind bei Standortkampagnen auch deshalb generell schwer messbar, weil viele Faktoren gleichzeitig wirken (Arbeitsmarkt, Gehälter, Konjunktur, Steuerpolitik, Infrastruktur usw.).

In der genannten Studie der Uni Hohenheim landete „Niedersachsen. Klar.“ übrigends auf dem letzten Platz. Am positivsten bewertet wurde seinerzeit der Claim „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“, mit dem Baden-Württemberg bis vor einigen Jahren für sich geworben hatte.

Seit 2021 positioniert sich Baden-Württemberg als „The Länd“. Das Budget dieser Kampagne lag in den ersten beiden Jahren bei 21 Millionen Euro – damit doppelt so hoch wie in Niedersachsen. Aus Marketing-Sicht war „The Länd“ wahrscheinlich eine der erfolgreichsten deutschen Standortkampagnen der letzten Jahre, wenn man nach Bekanntheit, Medienresonanz und Wiedererkennung bewertet. Die Landesregierung Baden-Württembergs verwies auf hohe Verkaufszahlen von Merchandise-Produkten und 550 Millionen Impressionen im deutschsprachigen Raum. Da eines der zentralen Kampagnenziele allerdings darin besteht, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, sind diese Zahlen kein Beleg für die Wirksamkeit der Kampagne dahingehend.

Belastbare Nachweise, dass die Kampagne die mit ihr verbundenen zentralen Ziele erreicht hat, fehlen bis heute. Zwar verzeichnet Baden-Württemberg im Jahr 2026 einen quantitativ höheren Zuzug von Fachkräften aus Drittstaaten als noch vor zehn Jahren, allerdings ist die Steigerung primär auf die Erleichterungen des Bundesrechts (FEG) sowie die strukturellen Beschleunigungen durch die Landesagentur LZF zurückzuführen. Inwieweit die Steigerung in Zusammenhang mit der Kampagne steht, bleibt völlig offen. Kritiker bemängeln bis heute, dass die Landesregierung in Baden-Württemberg zwar Reichweiten und Aufmerksamkeit hervorhebt, doch keine harten Kennzahlen zu wirtschaftlichen Ergebnissen veröffentlicht habe.

Auch die Landesregierung in Niedersachsen dürfte sich in den kommenden Jahren mit ähnlichen Forderungen seitens Verbänden und Wirtschaftsakteuren konfrontiert sehen. Menschen, die ein Interesse an der langfristigen Entwicklung des Landes haben, möchten natürlich wissen, ob die mit einer kostspieligen Kampagne verbundenen Ziele tatsächlich auch erreicht werden, zumal hierbei Steuermittel aufgewendet werden, was generell ein sensibles Thema im Kontext Werbung/Außendarstellung ist.

Mediale Resonanz kann Aufmerksamkeit erzeugen und ein Land/Bundesland respektive eine Stadt/Region temporär auf die Landkarte von Investoren oder Fachkräften setzen. Die finale Entscheidung für eine Investition oder eine Arbeitsaufnahme wird jedoch auf Basis von harten Kennzahlen getroffen: Verfügbarkeit von Wohnraum, Geschwindigkeit der Behörden, Qualität der Schulen, steuerliche Belastung und digitale Anbindung. Neben den harten ökonomischen und infrastrukturellen Bedingungen sind auch und insbesondere soziokulturelle und gesellschaftliche Faktoren entscheidend, ob eine Fachkraft ein Land als attraktiven Lebensmittelpunkt auswählt und dort auch langfristig bleibt. Eine Standortkampagne kann all diese Bedingungen und Faktoren nicht beeinflussen, es kann lediglich die Wahrnehmung lenken. Und zwar im Positiven wie im Negativen.

Wie sieht es mit der medialen Resonanz und den Reaktionen aus der Designbranche aus? Hier ein Stimmungsbild zur Kampagne „Niedersachsen. Das ist groß“.

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Mediengalerie

Weiterführende Links

 

Hintergrundinfo: Liste der 16 deutschen Bundesländer, sortiert nach ihrer Flächengröße (gerundete Werte).

Bundesland Fläche (ca. in km²)
1 Bayern 70.542
2 Niedersachsen 47.710
3 Baden-Württemberg 35.748
4 Nordrhein-Westfalen 34.112
5 Brandenburg 29.654
6 Mecklenburg-Vorpommern 23.295
7 Hessen 21.115
8 Sachsen-Anhalt 20.454
9 Rheinland-Pfalz 19.858
10 Sachsen 18.450
11 Thüringen 16.202
12 Schleswig-Holstein 15.804
13 Saarland 2.571
14 Berlin 891
15 Hamburg 755
16 Bremen 420



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Ersetzen KI-Tools den kreativen Nachwuchs? › PAGE online


Das sollten sie natürlich keinesfalls, aber die Einbindung von Junior:innen für Strategiearbeit in Agenturen ist laut GWA-Umfrage gesunken. Benjamin Pleißner fragt berechtigterweise: »Wenn wir heute keinen Nachwuchs ausbilden, wo sollen dann morgen die klugen Talente herkommen?«.

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Benjamin Pleißner, Head of Strategy HeimatTBWA & Forensprecher The Strategy Collective GWA

Spricht man mit erfahrenen Designer:innen und Programmierer:innen über die Themen KI-Tools und wie sich die Arbeit dadurch verändert hat, fällt Folgendes auf: Die meisten sagen, dass KI die einfachen Aufgaben stark übernommen hat.

Führt das dazu, dass der Nachwuchs immer mehr unter Druck gerät – egal in welcher Disziplin? Dieser Überlegung ist die GWA Umfrage »The Strategy Collective« auf den Grund gegangen.

Die Ergebnisse geben leider eine deutliche Antwort. Ja, die Einbindung von Junior:innen für Strategiearbeit in Agenturen ist weniger geworden. Das gaben knapp die Hälfte der befragten Personen an.

Eine bislang unveränderte Situation sehen 38 % und nur je 1,5 % meinten, dass es eine veränderte Rolle gibt (»weniger Werkbank«) und die Einbindung hoch geblieben ist.

KI darf den Nachwuchs nicht hemmen!

Das sollte die Designszene aufhorchen lassen, denn je seltener Agenturen den Nachwuchs einsetzen und fördern, desto weniger Kreativtalente wird es zukünftig geben. KI darf an dieser Stelle nicht hemmen. Sie »muss Sparringpartner sein«, so Benjamin Pleißner (Sprecher The Strategy Collective im GWA und Head of Strategy HeimatTBWA). Und weiter: »Wenn wir heute keinen Nachwuchs ausbilden, wo sollen dann morgen die klugen Strategie-Talente herkommen?«.

Wer die jungen Talente mit KI ersetzt, spart in jedem Fall an der ganz falschen Stelle.

Das bestätigt auch ein Eindruck aus Gesprächen mit Codern. Erfahrene Programmierer:innen, die mittlerweile einfache Aufgaben an ihre KI-Agenten und Tools vergeben, müssen ja trotzdem bei fehlerhaftem Output wissen, was zu tun ist.

»Ich bin froh, dass ich das fundierte Know-how über die Jahre angesammelt habe, auch wenn ich heute viele Aufgaben von früher KI machen lasse.« (Designer & Programmierer)

Diese Erfahrungswerte und das fundierte Know-how lassen sich natürlich nur sammeln, wenn auch die Chancen dazu bestehen. Und die muss es zu Beginn einer kreativen Karriere geben, denn wo soll der Nachwuchs denn sonst einen Einstieg ins Design-Business finden?

Praxis fehlt: Gap zwischen Unis und Agenturen

Das führt zu einem weiteren Punkt der Befragung. Denn eine andere Hürde ist die nicht ausreichende Praxisnähe während der Ausbildungszeit von jungen Kreativen. Dies meinten 36 % der Befragten. Es gebe einen Gap zwischen den Universitäten und den Unternehmen sowie Agenturen, meint Benjamin Pleißner.

»Viele Hochschulen lehren Theorie, doch Agenturen erwarten sofort Praxis. Wer ist wofür verantwortlich? Beide Seiten haben einen Beitrag zu leisten. Im Austausch liegt die Magie.« (Benjamin Pleißner)

Und 32 % gaben an, dass es an ausreichend qualifizierten Strategie-Talent:innen mangelt. 17 % sahen das anders und empfinden in diesem Punkt keine Hürde.

Um also dem Nachwuchs wieder bessere Chancen zu geben, braucht es laut der Umfrage zwei Dinge: mehr Praxisnähe in den Ausbildungswegen und mehr Einbindung von Junior:innen in die Strategie-Teams von Agenturen und Unternehmen.

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