Künstliche Intelligenz
Creator Studio ist da: Apple vermietet Kreativpaket für 12,99 Euro im Monat
Da wäre die Sammlung also: Apple hat soeben damit begonnen, die einzelnen Teile seines neuen Creator-Studio-Abopakets im App Store zu platzieren. Verfügbar sind Logic Pro und Final Cut Pro in Version 12.0 (Digital Audio Workstation, Filmschnitt, Mac; iPad in Version 3.0), die erste echte Apple-Version von Pixelmator Pro (4.0, Bildeditor; Mac und iPad) sowie Updates für Motion (6.0, Animation), Compressor (5.0, Mastering) plus MainStage (4.0, Live-Auftritte, alle Mac). Alle Apps für alle Plattformen kosten nun happige 12,99 Euro im Monat oder 130 Euro im Jahr.
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Verwirrung um doppelte Apps
Pixelmator Pro 4 benötigt macOS 26, die anderen Apps laufen auch auf macOS 15. Die iPad-Varianten von Logic Pro, Final Cut Pro und Pixelmator Pro setzen iPadOS 26 voraus. Auch Updates von Pages, Numbers, Keynote und iMovie wurden veröffentlicht, die Teile des iWork-Pakets sind zwar weiter kostenlos, Creator-Studio-Abonnenten bekommen aber Extras in Form von Premium-Inhalten wie Templates. Was genau das ist, konnten wir zunächst noch nicht erkennen. Später kommen auch noch Premium-Inhalte für Freeform hinzu, das ebenfalls grundsätzlich gratis bleibt. Verwirrend: Apple stellt jetzt zwei Varianten von Pages, Numbers und Keynote bereit.
Aktualisiert über den App Store wird auf Version 14.5, startete man diese, wird mitgeteilt, dass es künftig keine Updates dafür mehr gäbe und man eine neue Variante herunterladen soll. Der Link führt in den App Store, wo man Version 15.1 der Apps erhält. Diese werden parallel zu Version 14.5 installiert, man hat also jeweils zwei Varianten auf dem Rechner. Dabei werden auch keine Daten übernommen, was viele verwirren dürfte. Auch die Profi-Apps sind nun doppelt: Wer sie zuvor bezahlt hat, bekommt die Updates ganz normal und die Icons ändern sich nicht, parallel dazu stehen im App Store über obige Links aber auch reine Creator-Studio-Varianten zur Verfügung, die sich nur abonnieren und nicht kaufen lassen. Beide Varianten sollte man am besten nicht gleichzeitig auf dem Mac betreiben, da sich sonst gegebenenfalls die falsche Variante öffnet.
Studi-Preise und Einzelkauf
Nutzer, die zum Beispiel als Studenten und Lehrkräfte für den Bildungsrabatt berechtigt sind, erhalten das Paket deutlich günstiger für 2,99 Euro pro Monat bzw. 29 Euro pro Jahr. Per Familienfreigabe kann das Abo mit bis zu sechs Personen geteilt werden.
Einmal-Käufe gibt es glücklicherweise auch. Die Preise haben sich nicht verändert: Final Cut Pro (349,99 Euro), Logic Pro (229,99 Euro), Pixelmator Pro (59,99 Euro), Motion (59,99 Euro), Compressor (59,99 Euro) und MainStage (34,99 Euro). Mit Creator Studio schlägt Apple seinen Kurs Richtung Abo für Profi- und Kreativ-Apps weiter fort. Final Cut Pro und Logic Pro fürs iPad hatte es stets nur zur Miete gegeben.
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KI-Features zum Teil nur auf Englisch
Die Apps wurden optisch stärker an Liquid Glass angepasst, die Icons sind teils stark verändert worden bis gewöhnungsbedürftig. Die neuen Funktionen betreffen unter anderem den Bereich KI, es fehlen aber Anpassungen an die deutsche Sprache. Das gilt etwa für die automatische Untertitelung in Final Cut Pro. Auf Englisch kann man Inhalte direkt per Texteingabe durchforsten und sogar Objekte finden. Eine KI-gestützte Beat-Erkennung schneidet nach Musik. Hochformat-Videos auf dem iPad gehen nun automatisiert. Logic Pro hat eine KI-Akkorderkennung, einen neuen Synth Player und auf dem iPad einen Browser für Sounds, der jetzt mit natürlicher Sprache durchforstet werden kann. Pixelmator Pro erreicht erstmals das iPad, nutzt den Apple Pencil und bringt die Super Resolution aufs Tablet.
Apple verspricht Abonnenten einen Monat lang kostenlosen Zugang zum Creator Studio. Danach wird bezahlt. Unklar bleibt, ob die iWork-Programme und Freeform mehr und mehr eingeschränkt werden und neben den Premium-Inhalten künftig auch Funktionen ins Mietangebot wandern. Pages, Numbers und Keynote kann man seit Jahren nicht mehr käuflich erwerben, sie waren gratis gestellt worden, wenn man Mac, iPhone oder iPad erwirbt.
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Reform des Sozialstaats setzt auf BundID und EUID-Wallet
Bund und Länder wollen den deutschen Sozialstaat einer Großreform unterziehen. Eine Kommission aus Vertretern von Bundesregierung, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden hat dafür am Montag ein Konzept für einen „modernen und digitalen Sozialstaat“ vorgelegt. Ziel ist, die ausufernde Bürokratie abzubauen und Sozialleistungen effizienter zu vergeben.
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„Konsequente Digitalisierung“
Die „konsequente Digitalisierung“ der deutschen Sozialbürokratie ist als zentraler Hebel vorgesehen. In Zukunft sollen alle Leistungen „über ein Sozialportal zugänglich sein“, erklärte Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD). Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine Kommission zur Reform des Sozialstaats einzusetzen.
Um Sozialleistungen online zu beantragen, wird nach dem Vorschlag der Kommission eine BundID sowie die EUDI-Wallet Voraussetzung sein. „Alle Interaktionen zwischen der Sozialverwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern sollen grundsätzlich über das Portal erfolgen können“, heißt es in dem
Abschlussbericht
der Kommission.
Alle müssen mitziehen
„Der Sozialstaat von morgen wird einfacher, gerechter und digitaler sein“, verspricht die Ministerin und SPD-Chefin. Die ersten schnell umsetzbaren Maßnahmen könnten schon bis Mitte 2027 abgeschlossen werden. „Wenn alle mitziehen, dann wird uns das auch gelingen“, sagte Bas.
Für darüber hinausgehende grundlegende Strukturreformen sollten Bund und Länder bis dahin ein Konzept erstellen und nötige Gesetzesänderungen in die Wege leiten, empfiehlt die Kommission. „Auch das, will ich sagen, ist sehr sportlich, aber wenn alle Ebenen zusammenarbeiten, dann ist das machbar“, sagte Bas.
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(vbr)
Künstliche Intelligenz
Kotlin-Entwicklung: JetBrains veröffentlicht Exposed 1.0 und Ktor 3.4
JetBrains hat Exposed 1.0 veröffentlicht, eine SQL-Bibliothek für die Programmiersprache Kotlin, die vom selben Hersteller stammt. Sie lässt sich mit dem Kotlin-Webframework Ktor nutzen, das in einer neuen Minor-Version erschienen ist.
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Exposed 1.0 erlaubt die Wahl zwischen JDBC und R2DBC
Die leichtgewichtige SQL-Library basiert auf einem Java-Database-Connectivity-(JDBC-)Treiber für Kotlin. Exposed 1.0 markiert das erste stabile Release und kann neben JDBC- auch mit R2DBC-Treibern (Reactive Relational Database Connectivity) umgehen. Der R2DBC-Support war laut JetBrains ein von der Community häufig gewünschtes Feature und erlaubt es Entwicklerinnen und Entwicklern, zwischen traditionellen und reaktiven Datenbankzugriffsmodellen zu wählen.
(Bild: cobobayangno/123rf)

Die Online-Konferenz betterCode() Kotlin zeigt am 24. und 25. Februar Neuerungen für die Programmiersprache und bringt Deep Dives. Der erste Tag konzentriert sich auf die mobile und die Cross-Plattform-Entwicklung. Der zweite Tag zeigt neue Features der Programmiersprache und gibt Einblick in das Koog-Framework für KI-Agenten.
Exposed bietet Datenbankzugriff via Domain-Specific-Language-(DSL-)API ebenso wie Data-Access-Object-(DAO-)API. Erstere enthält eine Kotlin-basierte Abstraktion für das Interagieren mit Datenbanken, während die DAO-API einen objektorientierten Ansatz verfolgt und damit ORM-Frameworks wie Hibernate ähnelt.
Zu den weiteren Updates in v1.0 zählen eine verbesserte Performance und Bugfixes. Die derzeit unterstützten Datenbanken sind H2 (in Version 2.x), MariaDB, MySQL, Oracle, PostgreSQL (auch bei Verwendung des JDBC-Treibers pgjdbc-ng), Microsoft SQL Server und SQLite. Weitere Informationen zum neuen Release bieten der JetBrains-Blog und die Exposed-Dokumentation.
Beispiele für den Einsatz von Exposed 1.0 stehen für die Webframeworks Ktor und Spring Boot auf GitHub bereit.
Ktor 3.4 erlaubt OpenAPI-Generation per Code
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Ktor hat ebenfalls eine neue Version erreicht: Das Release mit der Versionsnummer 3.4 ermöglicht OpenAPI-Dokumentenerstellung aus dem Code heraus mithilfe einer experimentellen describe-API, die dem dynamischen Dokumentieren von Endpunkten dient. Die API funktioniert zusammen mit einem neuen Compiler-Plug-in.
Details zu diesen und weiteren Neuerungen in Ktor 3.4 sind ebenfalls im JetBrains-Blog zu finden.
(mai)
Künstliche Intelligenz
So viel verdient der Weltmarktführer an der Speicherkrise
Der erste von drei weltweiten Speicherriesen veröffentlicht seine Geschäftszahlen für das Jahresende 2025. Sie offenbaren, wie stark SK Hynix von der laufenden Speicherkrise, insbesondere bei DRAM für Arbeitsspeicher, profitiert: Im vierten Quartal 2025 steigt der Umsatz gegenüber dem vierten Quartal 2024 um 66 Prozent auf gut 32,8 Billionen Won (KRW). Das entspricht nach aktuellem Umrechnungskurs 19,2 Milliarden Euro.
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Das Ausmaß der aktuellen Liefersituation zeigt sich insbesondere beim Gewinn und der Marge: Der Quartalsbetriebsgewinn steigt im Jahresvergleich um 137 Prozent auf umgerechnet 11,2 Milliarden Euro, die Betriebsmarge um enorme 17 Prozentpunkte auf 58 Prozent.
Für Speicher ist das ein hoher Wert; normalerweise machen solche Bausteine nur wenig Gewinn. Er erscheint vor allem hoch, weil NAND-Flash für SSDs keine so starke Preisrallye hingelegt hat wie DRAM. High-Bandwidth Memory (HBM), DDR5-Bausteine und GDDR7 für Grafikkarten ziehen die Marge hoch. Der Quartalsnettogewinn steigt derweil um 90 Prozent auf umgerechnet 8,9 Milliarden Euro.
Rekordzahlen
Nach allen Metriken handelt es sich um SK Hynix’ erfolgreichstes Quartal. Das vierte Quartal war so erfolgreich, dass es dem Hersteller auch ein Rekordjahr beschert. Umgerechnet 56,8 Milliarden Euro hat SK Hynix 2025 umgesetzt, ein Plus von 47 Prozent gegenüber 2024. Der Betriebsgewinn verdoppelt sich auf 27,6 Milliarden Euro, was eine Betriebsmarge von 49 statt 35 Prozent ergibt. Der Nettogewinn steigt um 117 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro.
SK Hynix leitet erste Maßnahmen ein, um die eigene Produktion zu erhöhen. Im südkoreanischen Cheongju will der Hersteller die Produktion früher als geplant maximieren. Zudem beginnt der Bau eines ersten von mehreren Halbleiterwerken in Yongin. SK Hynix will dort aber offenbar nicht mehrere Halbleiterwerke gleichzeitig bauen. In Südkorea und den USA entstehen Packaging-Werke zur Weiterverarbeitung von Speicherbausteinen.
Mehr Geld für Anleger
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Grund zur Freude haben primär Anleger. SK Hynix verdoppelt beinahe die Jahresdividende auf 2,1 Billionen KRW, also gut 1,2 Milliarden Euro. Zusätzlich zieht das Unternehmen 15,3 Millionen der eigenen Aktien ein, verzichtet damit also auf 2,1 Prozent der insgesamt ausgegebenen Aktien, um damit den eigenen Börsenwert zu steigern. Die eingezogenen Aktien haben derzeit einen Gegenwert von rund 7,8 Milliarden Euro.
10 Milliarden US-Dollar (8,4 Milliarden Euro) investiert SK Hynix in ein neues Tochterunternehmen, das sich auf KI-Lösungen spezialisieren soll. Die Firma soll neben der von Intel übernommenen NAND-Flash-Tochter Solidigm in Kalifornien entstehen. SK Hynix will über die neue Tochter in KI-Firmen investieren und Partnerschaften aufbauen.
Einen Ausblick auf das laufende Quartal oder das gesamte Jahr 2026 gibt SK Hynix nicht. Da sich die Speicherkrise seit Dezember weiter verschärft hat und kein Ende in Sicht ist, könnten Umsatz und Gewinn noch weiter steigen. Die Aktie ist seit Bekanntgabe der Geschäftszahlen um etwa acht Prozent gestiegen.
(mma)
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