Entwicklung & Code
Databricks legt Genie Code vor: Ein KI-Agent soll Datenteams die Arbeit abnehmen
Databricks hat mit Genie Code einen KI-Agenten vorgestellt, der die Arbeit von Datenteams grundlegend verändern soll. Statt Entwicklern lediglich beim Schreiben von Code zu assistieren, übernimmt der Agent der Ankündigung zufolge eigenständig komplexe Aufgaben: den Aufbau von Datenpipelines, die Fehlerbehebung in Produktionssystemen, die Erstellung von Dashboards und die Wartung laufender Systeme. Laut Ali Ghodsi, Mitbegründer und CEO von Databricks, weist Genie Code den Weg hin zu „agentenbasierter Datenarbeit“.
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Am 7. und 8. Oktober 2026 lädt die data2day Data Scientists, Data Engineers und Data Teams zur mittlerweile 13. Auflage der Konferenz ein. Bis zum 15. April können Expertinnen und Experten beim Call for Proposals noch ihre Vorschläge für Talks und Workshops einreichen.
Was Genie Code leisten soll
Genie Code ergänzt laut Ankündigung im Databricks-Blog die bestehende Genie-Produktfamilie, mit der Nutzer bereits per Chat-Interface auf ihre Unternehmensdaten zugreifen können. Im Vergleich mit herkömmlichen Coding-Agenten soll sich Genie Code vor allem durch seine tiefe Integration in die unternehmenseigene Dateninfrastruktur auszeichnen. Über den Unity Catalog von Databricks greift der Agent auf Metadaten, Datenherkunft, Nutzungsmuster und Governance-Richtlinien zu. Herkömmliche Coding-Agenten scheitern laut Databricks häufig an Datenaufgaben, weil ihnen genau dieser Kontext fehlt.
Genie Code ist dabei kein einzelnes Sprachmodell, sondern ein agentenbasiertes System, das Aufgaben über mehrere Modelle und Werkzeuge hinweg verteilt. Je nach Anforderung wählt das System der Ankündigung zufolge automatisch das passende Modell aus – ob proprietäres Frontier-Modell, Open-Source-Modell oder ein auf Databricks gehostetes Custom-Modell.
Die Funktionen erstrecken sich über den gesamten Daten- und ML-Lebenszyklus: Der Agent soll vollständige Machine-Learning-Workflows abwickeln können – vom Feature-Engineering über das Training und den Vergleich mehrerer Modelltypen bis hin zum Deployment auf Databricks Model Serving. Experimente werden dabei in MLflow protokolliert. Im Bereich Data Engineering erstellt Genie Code laut Hersteller produktionsreife Spark-Pipelines, berücksichtigt Unterschiede zwischen Staging- und Produktionsumgebungen und wendet automatisch Datenqualitätsprüfungen an. Darüber hinaus soll der Agent Dashboards mit wiederverwendbaren semantischen Definitionen generieren und mehrstufige Aufgaben autonom planen und ausführen können.

Genie Code soll Visualisierungen erstellen, Filter konfigurieren und Dashboard-Layouts organisieren – mit wiederverwendbaren semantischen Definitionen.
(Bild: Databricks)
Ein weiterer Aspekt ist die proaktive Überwachung: Genie Code soll Lakeflow-Pipelines und KI-Modelle im Hintergrund überwachen, Fehler triagieren und Anomalien untersuchen, bevor ein Mensch eingreifen muss. Sogenannte „Background Agents“ Agents“, die diese Überwachung dauerhaft im Hintergrund übernehmen, sind laut Databricks allerdings noch nicht verfügbar – sollen aber bald nachgereicht werden.
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Der Agent verfügt über einen persistenten Speicher, der interne Anweisungen auf Basis vergangener Interaktionen und Coding-Präferenzen automatisch aktualisiert. So soll er mit der Zeit „besser werden“.
Übernahme von Quotient AI
Parallel zur Vorstellung von Genie Code gab Databricks die Übernahme von Quotient AI bekannt. Das Unternehmen ist auf die Bewertung und das verstärkende Lernen für KI-Agenten spezialisiert und war zuvor bereits an der Qualitätsverbesserung für GitHub Copilot beteiligt. Durch die Integration soll eine kontinuierliche Leistungsüberwachung direkt in Genie Code eingebettet werden: Quotient misst laut Databricks die Antwortqualität, erkennt Regressionen frühzeitig und lokalisiert Fehler – und speist diese Erkenntnisse in einen Verbesserungsprozess ein.
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Verfügbarkeit und Erweiterbarkeit
Genie Code ist laut Databricks ab sofort allgemein verfügbar und direkt in Databricks-Workspaces integriert – in Notebooks, im SQL-Editor und im Lakeflow-Pipelines-Editor. Eine aufwendige Konfiguration sei nicht erforderlich.
Der Agent lässt sich über drei Wege erweitern: Über das Model Context Protocol (MCP) kann Genie Code mit externen Tools wie Jira, Confluence oder GitHub interagieren. Über sogenannte Agent Skills lassen sich domänenspezifische Fähigkeiten definieren, etwa für den Umgang mit personenbezogenen Daten oder unternehmensspezifische Validierungsframeworks. Und über den persistenten Speicher lernt der Agent aus vergangenen Interaktionen und passt sich an die Arbeitsweise des jeweiligen Teams an.
Die neuen Funktionen von Databricks reihen sich in einen branchenweiten Trend ein. Nahezu alle großen Anbieter setzen inzwischen auf agentenbasierte KI-Systeme, die komplexe Aufgaben autonom lösen sollen. Doch wie weit die tatsächlichen Fähigkeiten reichen, ist umstritten – insbesondere auch im Hinblick auf nicht-funktionale Anforderungen.
(map)
Entwicklung & Code
Neu in .NET 10.0 [14]: Starten einzelner C#-Dateien unter Linux und macOS
In meinem vorangegangenen Beitrag in dieser Serie zu .NET 10 habe ich beschrieben, wie man eine C#-Datei als File-based App unter Windows startet. Das geht auch unter Linux und macOS – sogar ohne dotnet voranstellen zu müssen.
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Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.
Dazu verwendet man eine sogenannte Hash-Bang-Zeile oder Shebang-Zeile am Anfang der C#-Datei:
#!/usr/bin/env dotnet
Folgender Kommandozeilenbefehl sorgt dafür, dass die Datei ausführbar ist:
chmod +x Dateiname.cs
Ein Start ist dann ohne Erwähnung von „dotnet“ möglich:
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./Dateiname.cs
Es ist unter Linux und macOS nicht einmal notwendig, dass die Datei auf .cs endet:

Unter Linux lässt sich eine C#-Datei ohne Erwähnung von dotnet starten (Abb. 1).
Ein solch direkter Start einer einzelnen C#-Datei, ohne „dotnet“ davor zu schreiben, ist unter Windows jedoch nicht möglich.
(rme)
Entwicklung & Code
Eclipse IDE 2026-03: Mehr Refactoring und individuelles Syntax-Highlighting
Eclipse, die Open-Source-IDE für Java, C/C++ und andere Programmiersprachen, ist in der Version 2026-03 erschienen. Sie ist nicht nur als eigenständige Entwicklungsumgebung verfügbar, sondern ihre Komponenten stecken auch in anderen Entwicklungswerkzeugen. So basieren etwa die Java-Sprachunterstützung in Visual Studio Code und dessen Forks wie Cursor auf Eclipse. Neben kleineren Verbesserungen bei der Bedienung gibt es eine neue Java-Refactoring-Funktion, um eine Klasse mit unveränderlichen Daten in einen Datentyp record umzuwandeln. Neu sind außerdem benutzerdefinierte Vorlagen für das Syntax-Highlighting, die die Eclipse IDE für gut 40 Programmiersprachen bietet.
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Java-Tooling
Das Release bietet noch keine Unterstützung für Java 26, das am 17. März erscheinen soll. Eine Vorabversion wird voraussichtlich zum offiziellen Start der kommenden Java-Version über den Eclipse-Marketplace verfügbar sein.
Neu ist die Java-Refactoring-Funktion „Convert Class to Record“. Sie lässt sich über das Haupt- oder Kontextmenü unter Refactor aufrufen und ist zudem als Quick-Assist-Vorschlag verfügbar Strg+1. Ebenfalls neu sind die beiden Quick-Assist-Vorschläge zum Deaktivieren und erneuten Aktivieren von JUnit-Testmethoden. Beim Debuggen gibt es zwei kleinere Verbesserungen, die die Bedienung betreffen. Hält der Debugger an einem der im vorherigen Release eingeführten Lambda Entry Breakpoints, markiert der Editor nun den Lambda-Ausdruck statt wie bisher die ganze Zeile. So lässt sich erkennen, an welchem Lambda-Ausdruck der Debugger gestoppt hat, wenn es mehrere verkettete Lambda-Ausdrücke in einer Zeile gibt. Neu ist zudem, dass man Variablen und Ausdrücke aus den Ansichten „Variables“ und „Expressions“ per Drag & Drop in die Debug Shell ziehen kann.
Plattform- und Git-Verbesserungen
In den Einstellungen lassen sich unter TextMate | Templates individuelle Vorlagen für das Syntax Highlighting erstellen. Anschließend sind sie bei der Codevervollständigung mit Strg+Leertaste verfügbar. Das Icon der Konsolenansicht ändert sich je nach aktuell aktiver Konsole. Das ist insbesondere hilfreich, wenn mehrere Konsolenansichten geöffnet sind.
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Da Tags bei Git üblicherweise für die Versionierung dienen und höhere Versionen meist interessanter sind, listet die IDE sie neuerdings absteigend statt aufsteigend auf. Für die Fetch-Operation gibt es eine neue Option, die das Ergebnis per Benachrichtigung statt per Dialog anzeigt.
Upgrade oder Download
Für Windows, Linux und macOS bietet die Eclipse Foundation jeweils zehn erweiterbare Basispakete der Entwicklungsumgebung für unterschiedliche Einsatzzwecke an. Die Pakete enthalten alles, was zum Ausführen von Eclipse und zum Entwickeln erforderlich ist: Java 21 und Git, sowie in den Java-IDE-Paketen zusätzlich Maven und Gradle. Die Eclipse-IDE-Pakete sind als Eclipse Installer und als ZIP-Dateien verfügbar.
Eine bestehende Eclipse IDE lässt sich über Help | Check for Updates aktualisieren. Weitere Informationen und die Neuerungen von den am Release beteiligten Eclipse-Projekten finden sich auf der Webseite zur Eclipse-IDE.
(rme)
Entwicklung & Code
Google will Android durch Optimierungen am Kernel schneller machen
Google führt einen neuen Optimierungstrick ein, um den Linux-Kernel von Android schneller laufen zu lassen. Dazu analysiert das System, wie Smartphone und Apps im Alltag genutzt werden und organisiert dann den Code von Android neu. Damit sollen die am häufigsten verwendeten Komponenten effizienter laufen. Dafür wird das Android LLVM-Toolchain-Team (LLVM stand ehemals für Low Level Virtual Machine) die automatische feedback-gesteuerte Optimierung (AutoFDO) in den Kernel integrieren.
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Optimierungen am Herzstück
Das LLVM-Toolchain-Team erklärt in einem Blogbeitrag im Android-Developers-Blog, dass der LLVM-Compiler bei einer Standard-Softwareerstellung Tausende kleiner Entscheidungen treffe, „beispielsweise ob eine Funktion inline ausgeführt werden soll und welcher Zweig einer Bedingung wahrscheinlich genommen wird, basierend auf statischen Codehinweisen“. Diese Heuristiken seien zwar nützlich, so die Entwickler, „sie sagen jedoch nicht immer die Codeausführung während der tatsächlichen Nutzung des Telefons genau voraus“.
AutoFDO verwende dafür hingegen reale Ausführungsmuster, um den Compiler zu steuern. Laut Google stellen die Muster „die häufigsten Befehlsausführungspfade dar, die der Code während der tatsächlichen Nutzung nimmt, und werden durch Aufzeichnung der Verzweigungshistorie der CPU erfasst“. Weiter heißt es, dass diese Daten zwar von Flottengeräten gesammelt werden können, Google synthetisiere diese bei der Entwicklung für den Kernel in einer Laborumgebung unter Verwendung repräsentativer Workloads, wie etwa der Ausführung der 100 beliebtesten Apps.
Dabei verwende das LLVM-Toolchain-Team einen Sampling-Profiler, um diese Daten zu erfassen und zu identifizieren, welche Teile des Codes häufig und welche weniger oft genutzt werden. „Wenn wir den Kernel mit diesen Profilen neu erstellen, kann der Compiler viel intelligentere Optimierungsentscheidungen treffen, die auf die tatsächlichen Android-Workloads zugeschnitten sind“, so Google.
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Google verfolge bei der Technik eine „standardmäßig konservative“ Strategie, womit der Hersteller sicherstellen möchte, dass AutoFDO die Geschwindigkeit verbessere, ohne dabei Kompromisse in anderen Bereichen wie der Zuverlässigkeit einzugehen.
Vorteile
Die Vorteile des Verfahrens sind laut Google klar messbar: Interne Tests auf Pixel-Geräten zeigten eine Reduktion der Bootzeit des Betriebssystems um ein Prozent und eine Verbesserung beim Kaltstart von Apps um rund vier Prozent. Diese Änderungen führen in der Praxis zu einer „flüssigeren Benutzeroberfläche, schnellerem App-Wechsel, längerer Akkulaufzeit und insgesamt zu einem reaktionsschnelleren Gerät für den Endbenutzer“, führt Google aus.

AutoFDO soll das Android-System beschleunigen.
(Bild: Google)
Der Android-Kernel ist einer der wichtigsten Bestandteile von Googles mobilem Betriebssystem. Er bildet gewissermaßen das Herzstück von Android und steuert die Kommunikation zwischen CPU, Apps und der Hardware. Google zufolge macht der Kernel etwa 40 Prozent der CPU-Rechenzeit auf Android-Geräten aus. Entsprechend können schon kleinere Optimierungen einen Einfluss auf die Leistung eines Smartphones haben.
AutoFDO wird derzeit über das Generic-Kernel-Image in den Kernel-Zweigen android16-6.12 (Linux-Kernel 6.12 für Android 16) und android15-6.6 bereitgestellt. Die Unterstützung soll auch auf neuere GKI-Versionen ausgeweitet werden, wie beispielsweise die kommende Version android17-6.18. Google ist außerdem daran interessiert, AutoFDO auf Herstellermodule auszuweiten, die mit dem Driver Development Kit (DDK) erstellt wurden. Das „Generic Kernel Image“ wurde mit Android 11 eingeführt und soll die Kernel-Fragmentierung beheben.
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(afl)
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