Connect with us

Künstliche Intelligenz

Der Ozean als Standort für KI-Rechenzentren


Der KI-Boom befeuert weltweit die Nachfrage nach Rechenleistung. Zugleich sind die Serverfarmen aber gewaltige Strom- und Ressourcenfresser. Entwickler haben zunehmend Schwierigkeiten, Bauland, Energie und Wasser für den Bau und Betrieb großer Rechenzentren zu beschaffen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das kalifornische Start-up Aikido Technologies, ein Anbieter von Offshore-Infrastruktur, glaubt, dass der Umzug aufs Meer einige der Herausforderungen lösen könnte. Das Unternehmen hat in dieser Woche eine neuartige schwimmende Offshore-Windplattform vorgestellt, die Rechenleistung für KI-Anwendungen mit schwimmender Windenergieerzeugung und integriertem Batteriespeicher kombiniert.

Laut Aikido soll die Anlage 10 bis 12 Megawatt (MW) KI-Rechenleistung sowie eine 15 bis 18 MW starke Turbine und einen integrierten Batteriespeicher beherbergen. „Die Technologie, die für Rechenzentren mit einer IT-Last von 30 MW bis über 1 GW konzipiert ist, ermöglicht den Aufbau einer autarken KI-Infrastruktur im Gigawatt-Bereich direkt an der Quelle erneuerbarer Energien und trägt so dem rasanten Wachstum der Nachfrage nach hochdichter KI-Infrastruktur Rechnung“, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Laut der vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) herausgegebenen Zeitschrift IEEE Spectrum plant Aikido, bis Ende des Jahres einen 100-Kilowatt-Prototyp vor der Küste Norwegens zu testen. Das Rechenzentrum wird demnach in den Unterwassertanks einer schwimmenden Offshore-Windkraftanlage untergebracht sein. Das erste kommerzielle Projekt ist für 2028 vor der Küste Großbritanniens geplant. Ein Standort wurde bereits identifiziert, und detaillierte technische und kommerzielle Gespräche liefen, teilte Aikido mit.

Das kalifornische Unternehmen hält das Meer für einen guten Standort für KI-Rechenzentren. Offshore seien Energie, Kühlung und Platz im Überfluss vorhanden, heißt es vonseiten Aikidos. Neben der Windkraft zur Energieerzeugung dient das Meerwasser zur Kühlung der Anlage. Weltweit könnten Gebiete, die für schwimmende Windkraftanlagen vorgesehen sind, sofort für Rechenzentren genutzt werden. „Bevor wir uns auf die Erde begeben, sollten wir uns auf die Offshore-Welt begeben“, so Sam Kanner, CEO von Aikido Technologies. „Die Pioniere der Öl- und Gasindustrie haben vor über 40 Jahren Tiefseeressourcen genutzt und enorme Vorteile erzielt. Aikido ist bestens aufgestellt, um bewährte Offshore-Komponenten mit gängigen Rechenzentrumsbautechniken zu integrieren und so KI-Fabriken im Gigawatt-Maßstab schneller, sauberer, kostengünstiger und effizienter als mit herkömmlichen Methoden zu errichten.“

Vor- und Nachteile

Weiterlesen nach der Anzeige

Aikidos Offshore-Ansatz bietet zwar einige auf der Hand liegende Vorteile, habe aber auch Nachteile, gibt das Tech-Portal Gizmodo zu bedenken. „Eine Herausforderung ist der aktuelle Zustand des schwimmenden Offshore-Windsektors, der mit erheblichen Entwicklungsverzögerungen, steigenden Kosten und höheren Zinsen aufgrund auslaufender staatlicher Subventionen zu kämpfen hat.“ Darüber hinaus gibt es auch technische Herausforderungen. Daniel King, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Foundation for American Innovation, erwähnte gegenüber IEEE Spectrum den Salzgehalt des Meeres und die Verschmutzung durch Meeresabfälle, die die Infrastruktur beschädigen können. Auch könnte es zusätzliche regulatorische Hürden zum Schutz der Meereslebewesen vor Wärmeabstrahlung geben.

Aikido ist nicht das erste Unternehmen, das vorschlägt, Rechenzentren offshore im Meerwasser zu bauen. China nahm im vergangenen Jahr ein windkraftbetriebenes Unterwasser-Rechenzentrum in Betrieb. Es gilt als weltweit erste kommerziell betriebene Anlage. Zudem habe die WestfalenWind-Gruppe in Deutschland mit ihrem Projekt windCORES die operative Entwicklungsphase erreicht, schreibt Gizmodo. Dabei werden Onshore-Turbinen mit in die Türme integrierten Rechenzentren eingesetzt.


(akn)



Source link

Künstliche Intelligenz

Wenn Netzrecherche die Existenz vernichtet: Fataler Klick beim Verfassungsschutz


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an Ihrem Schreibtisch in einer Berliner Hochschule, erledigen Ihre Arbeit und werden kurz vor Feierabend in einen Konferenzraum gerufen. Dort eröffnen Ihnen Ihre Vorgesetzten nicht etwa eine Gehaltserhöhung, sondern die fristlose Kündigung. Die Begründung klingt wie aus einem schlechten Spionagefilm: Sie seien die Betreiberin eines rassistischen und antisemitischen Dating-Portals für Rechtsextreme. Was wie ein absurdes Missverständnis wirkt, wurde für die Berlinerin Liv Heide zu einer existenzbedrohenden Realität. Auslöser: eklatantes Versagen deutscher Sicherheitsbehörden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) habe die heute 59-jährige Frau über zwei Jahre lang fälschlicherweise als radikale Rechtsextremistin im Visier gehabt, berichtet die Zeit. Die Ermittler des Referats für Internetbeschaffung stießen demnach 2022 auf ihren Namen auf der Website der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in der Hauptstadt und zogen einen fatalen Schluss: Sie müsse identisch sein mit jener „Liv Heide“, die im Netz das Portal „WhiteDate.net“ betrieb und von dort aus per E-Mail kommunizierte. Diese Plattform diente als „Parship für Nazis“, auf der sich Nationalsozialisten und Faschisten zur Zeugung „weißer Kinder“ vernetzten.

Dabei war das fragwürdige Dating-Portal längst in das Visier ganz anderer Akteure geraten. Während des 39. Chaos Communication Congress (39C3) in Hamburg Ende Dezember hackte eine Aktivistin mit dem Pseudonym Martha Root die Plattform live. Mit einer Art digitalem Kahlschlag legte sie nicht nur die Funktionen der Seite lahm, sondern löschte auch die Daten von rund 8000 Mitgliedern. Unter den Nutzern, die nun anderswo nach Gleichgesinnten suchen müssen, befand sich laut den Leaks unter anderem ein Hamburger AfD-Bürgerschaftsabgeordneter.

Gegründet worden war das Portal bereits 2017 von Christiane H. Die in der Nähe von Kiel lebende Frau verfolgte damit das Ziel, die „exklusive weiße Gemeinschaft wieder aufleben“ zu lassen, wie die Zeit schreibt. In rechtsextremen Medienportalen habe sie sich keinen Illusionen über ihre Radikalität hingegeben und bereits offen von einem bevorstehenden „Rassenkrieg“ schwadroniert. Dass die Agenten ausgerechnet diese Person mit der unbescholtenen Berliner Hochschulmitarbeiterin verwechselten, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Online-Recherchequalität des Inlandsgeheimdiensts. Beide stammen laut dem Artikel aber aus derselben Gemeinde, sind fast gleich alt und nach Berlin gezogen.

Die echte Liv Heide, eine ehemalige Schauspielerin und angehende Romanautorin, hatte sogar präventiv in ihrer Vita auf die Wichtigkeit von Vielfalt und Respekt hingewiesen, um eben nicht mit der angeblichen Namensvetterin verwechselt zu werden. Doch die BfV-Schlapphüte ignorierten diesen Aspekt. In einem Sachstandsvermerk behauptete die Behörde stattdessen, die Frau sei „klar identifiziert“. Diese ungeprüfte Information reichte das darüber informierte Berliner Landesamt für Verfassungsschutz schließlich mit behördlichem Siegel an die Hochschule weiter.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die Konsequenz war die sofortige Entlassung im Juli 2024, ohne dass die Hochschulleitung die Betroffene zuvor anhörte. In der Welt der Geheimdienste wurde aus einem vagen Verdacht durch bloße Datenübermittlung eine scheinbare Gewissheit, die eine bürgerliche Existenz zertrümmerte. Liv Heide stand plötzlich als gebrandmarkte Neonazi da, verlor ihr Einkommen und ihren Glauben an den Rechtsstaat. Erst nach massivem juristischem Druck und einem Widerspruch lenkte das Berliner Landesamt im Oktober 2024 ein. Es räumte ein, dass sich mittlerweile der Verdacht zur „Gewissheit erhärtet“ habe, dass eine dritte Person unter diesem Namen aufgetreten sei.

Das half Heide allerdings wenig, denn ihre ehemalige Arbeitsstelle war bereits neu besetzt. Das Opfer des Behördenirrtums arbeitet heute in einem Einrichtungsgeschäft und versucht, das eigene Leben wieder zusammenzusetzen. Die echte Rechtsextremistin lebt derweil weiter unbehelligt in Norddeutschland.


Update

05.03.2026,

18:07

Uhr

Weitere Gemeinsamkeiten der beiden Frauen ergänzt.


(cku)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Enttäuschung für die Forschung: Asteroid 2024 YR₄ wird den Mond klar verfehlen


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der erdnahe Asteroid 2024 YR4 wird kurz vor Weihnachten 2032 auch den Mond verfehlen und stellt damit auch über diesen Umweg keine Gefahr mehr für die Erde dar. Das haben zwei Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop James Webb ergeben, die im Februar viel früher möglich wurden als erwartet, hat die Europäische Weltraumagentur ESA jetzt publik gemacht. Eigentlich hatte es geheißen, dass der Himmelskörper erst in mehreren Jahren wieder beobachtet und Gewissheit über dessen Bahn im Jahr 2032 erlangt werden könnte. Im Februar habe es aber nun eine unerwartete Gelegenheit gegeben, seine Bahn genauer zu ermitteln. Die Messungen haben demnach ergeben, dass der Asteroid den Mond um mehr als 20.000 km Entfernung verfehlen wird.

Weiterlesen nach der Anzeige

Wie die ESA erläutert, ist 2024 YR4 im Februar aus der Perspektive des modernsten Weltraumteleskops vor Sternen vorbeigeflogen, deren Position dank des Weltraumteleskops Gaia sehr präzise bekannt war. Trotz der Daten sei es aber eine enorme Herausforderung gewesen, einen der lichtschwächsten Asteroiden wiederzufinden. Gelungen ist das mit der Nahinfrarotkamera (NIRCam). „Jahrzehnte an Ingenieursarbeit, internationaler Zusammenarbeit und Innovationen in der Wissenschaft, Technik und bei planetarer Verteidigung gipfelten in der Nutzung des leistungsstärksten robotergesteuerten Weltraumteleskops der Menschheit, das von vielen Nationen gebaut wurde, um einen entfernten Staubfleck in der Leere zu entdecken und eine Frage von universeller Bedeutung für alle Bewohner unseres Planeten zu beantworten“, fasst die ESA jetzt zusammen.

2024 YR4 hat Anfang 2025 wochenlang für Aufsehen gesorgt, nachdem der Asteroid am 27. Dezember 2024 kurz nach seinem jüngsten Rendezvous mit der Erde entdeckt wurde. Folgebeobachtungen haben dann ergeben, dass ein Einschlag des Asteroiden bei seinem übernächsten Rendezvous mit unserem Heimatplaneten nicht ausgeschlossen werden konnte. Mehrere Wochen und damit ungewöhnlich lange stand der Asteroid deshalb an der Spitze der Listen von ESA und NASA mit den aktuell gefährlichsten Himmelskörpern. Erst vor einem Jahr haben die Beobachtungsdaten dann ergeben, dass der Erde keine Gefahr durch den etwa 60 Meter großen Himmelskörper droht.

Nachdem eine Gefahr für die Erde ausgeschlossen werden konnte, rückte aber in den Fokus, dass der Asteroid immer noch den Mond treffen könnte. Auch da galt es aber immer noch als deutlich wahrscheinlicher, dass beide Objekte sich verfehlen. Nachdem der Asteroid aber vorerst nicht mehr mit unseren Instrumenten beobachtet werden konnte, lag die ermittelte Wahrscheinlichkeit einer Kollision bei 4,3 Prozent. In der Forschung wurden trotz dieser sehr geringen Wahrscheinlichkeit fleißig die Daumen gedrückt, denn solch ein Einschlag mit derart viel Vorlaufzeit wäre eine einzigartige Gelegenheit für die Wissenschaft gewesen. Jetzt ist es klar, dass das nicht passieren wird.


(mho)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Project Helix spielt PC-Spiele: Microsoft teast neue Konsolengeneration


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die neue Xbox-Generation entsteht unter dem Codenamen „Project Helix“: Die neue Xbox-CEO Asha Sharma beginnt ihre neue Amtszeit mit einer großen Ankündigung. Die neue Konsole soll neben Xbox-Spielen auch PC-Titel spielen, bestätigte Sharma. Entsprechende Hinweise gibt es schon seit Monaten.

Weiterlesen nach der Anzeige

Sharmas X-Post ist eher ein Teaser als eine volle Ankündigung der Next-Gen-Konsole von Microsoft. Es ist zumindest eine Bestätigung, dass überhaupt noch eine neue Xbox auf den Markt kommt – Microsoft hat mit der Series X/S eine durchwachsene Konsolengeneration durchlebt und sich zuletzt mehr dem Spiele-Publishing als den Hardware-Verkäufen verschrieben. Entsprechend hatten einige Fans die Befürchtung, dass es gar keine neue Xbox mehr geben wird.

Wahrscheinlicher war aber jederzeit das Konzept, das Sharma nun bestätigt: Eine Xbox, die gewissermaßen auch ein richtiger PC ist. Die aktuelle Xbox läuft zwar streng genommen bereits mit einem Windows-Betriebssystem, kann aber lediglich Xbox-Spiele nativ abspielen. Project Helix kann also sowohl Spieleauswahl als auch Einsatzszenarien im Vergleich zur aktuellen Xbox massiv erweitern – und hätte einen klaren Mehrwert gegenüber der Playstation. Zusätzlich würde die Xbox mit Gaming-PCs und der Steam Machine konkurrieren.

Der Nachteil für Microsoft: Man verliert ein wenig die Kontrolle über das Xbox-Ökosystem, zumal voraussichtlich auch unabhängige PC-Stores wie Steam, GOG oder Epic Games unterstützt werden dürften. Kaufen Spieler über diese Stores ihre Spiele, bekäme Microsoft im Gegensatz zum Xbox Store keine direkte Provision.

Noch hat Sharma nicht bestätigt, dass die kommende Xbox tatsächlich auch für anderen PC-Stores offen sein wird. Es gilt aber als wahrscheinlich, weil Microsoft bereits für seinen Handheld-PC Xbox Ally mit den Betreibern alternativer Stores zusammenarbeitet. Und wenn die nächste Xbox tatsächlich mit vollwertigem Windows-Betriebssystem auf den Markt kommen sollte, dann würden Bastler wohl ohnehin einen Weg finden, mögliche Schranken zu umgehen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Ansonsten ist über die kommende Xbox noch nicht viel bekannt. Klar ist immerhin, dass der Chip wieder von AMD stammen wird: Beide Firmen haben im vergangenen Sommer ihre Partnerschaft verlängert. Kürzlich sagte AMD-Chefin Lisa Su, AMD sei bereit, die Chips für einen möglichen Next-Gen-Release der Xbox 2027 zu stellen. Ob die nächste Microsoft-Konsole aber wirklich im kommenden Jahr erscheint, ist unklar – die Speicherkrise macht es derzeit enorm schwer, Komponenten für Spiele-Hardware zu vertretbaren Preisen einzukaufen.

Interessant ist Sharmas Ankündigung auch im Hinblick auf einen Strategiewechsel von Sony: Der Playstation-Hersteller hat sich kürzlich laut einem Bloomberg-Bericht entschieden, seine Eigenproduktionen nicht mehr auf dem PC zu veröffentlichen. Möglicherweise möchten die Japaner so verhindern, dass künftige Eigenproduktionen wie „Wolverine“ und der nächste „God of War“-Ableger künftig auf einer Xbox spielbar werden.


(dahe)



Source link

Weiterlesen

Beliebt