Apps & Mobile Entwicklung
devolo bringt neues Mesh-System auf den Markt
Mehr Tempo, mehr Reichweite, mehr Kontrolle: Ein neues Mesh-System will den Router vom Internetanbieter ersetzen. Der Fokus liegt auf WiFi 7, Glasfaser und einfacher Einrichtung. Ganz ohne Haken kommt der Start aber nicht.
Viele Haushalte nutzen noch immer den Router, den der Anbieter mitliefert. Das reicht oft für kleinere Wohnungen. In größeren Wohnungen, Häusern oder bei vielen parallel aktiven Geräten stößt diese Lösung aber schnell an Grenzen. Genau dort setzen neue Mesh-Systeme an, die Router und WLAN-Ausbau in einem Paket bündeln.
WiFi 7 soll vor allem bei Tempo und Reaktionszeit zulegen
Mit dem WiFi 7 BE6500-Router bringt devolo jetzt genau so ein System auf den Markt. Es lässt sich als einzelner Ethernet-Router, als Access Point oder als Mesh-Kit nutzen. Angeboten werden ein Einzelgerät, ein 2er-Paket, ein 3er-Paket und eine Erweiterung für bestehende Setups. Laut Hersteller richtet sich das System vor allem an Haushalte mit schnellem Glasfaseranschluss.
Technisch setzt das neue System auf WiFi 7 mit Unterstützung für 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz. Dazu kommen Funktionen wie 4K-QAM, Multi-Link Operation und Multi-RU Puncturing. Die maximale Datenrate gibt devolo mit bis zu 6.500 Mbit/s an. Ihr kennt die Einschränkung: Das ist die Brutto-Datenrate. In der Praxis nutzbar ist etwa die Hälfte. Außerdem sollen mehr Geräte gleichzeitig stabil versorgt werden.
Spannend ist aber ein Detail in den technischen Daten: Trotz Unterstützung für drei Frequenzbereiche arbeitet das System laut Datenblatt als Dualband-Lösung. Genannt werden 2,4 plus 5 GHz oder 2,4 plus 6 GHz. Ein echtes Tri-Band-Modell folgt laut Hersteller erst in einigen Wochen mit dem WiFi 7 BE9300. Wer also schon jetzt auf das neue System setzt, bekommt zwar WiFi 7, aber noch nicht die größere Ausbaustufe.
Für den Alltag wichtig sind auch die Anschlüsse. An Bord sind ein Port mit 2,5 Gbit/s, der als WAN oder LAN dienen kann, sowie drei weitere LAN-Ports mit je 1 Gbit/s. Damit eignet sich das Gerät vor allem für Nutzer, die bereits ein ONT oder Modem haben. Ein klassischer All-in-One-Router für DSL oder Kabel ist das also nicht, weil das Modem fehlt. Natürlich lässt sich der Router auch hinter einem DSL- oder Kabelmodem betreiben.
Marktdaten
| Anschluss-Art | jede Anschlussart (kein Modem eingebaut) |
| Besonderheiten | Frequenzbänder: 2,4GHz + 5GHz Dual Band oder 2,4GHz + 6GHz Dual Band |
Daten
| LAN-Anschlüsse (10 Gigabit/s) | nein |
| LAN-Anschlüsse (2,5 Gigabit/s) | 1 |
| LAN-Anschlüsse (Gigabit/s) | 3 |
| Frequenz | |
| WLAN-Standard |
|
| WLAN-Datenrate (brutto) | 6.500 Mbit |
Router-Ersatz mit Mesh-Ausbau und noch offenen Funktionen
devolo liefert die 2er- und 3er-Kits bereits vorkonfiguriert aus. Die Einrichtung soll per App oder Weboberfläche schnell erledigt sein. Zum Funktionsumfang gehören außerdem Firewall, Blacklist, QoS und ein Gäste-WLAN. Einige Funktionen fehlen zum Marktstart aber noch. Laut Hersteller sollen VPN, WLAN-Zeitsteuerung, Parental Control und Whitelist erst per späterem Update nachgereicht werden. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte. Denn gerade Kindersicherung und Zeitprofile gehören für viele inzwischen zur Grundausstattung. Und eigentlich gilt – egal bei welchem Anbieter – die Grundregel: Verlasst Euch nicht auf Features, die für die Zukunft versprochen sind.
Preislich startet der WiFi 7 BE6500-Router bei 149,90 Euro. Das 2er-Mesh-Paket kostet 279,90 Euro, das 3er-Paket 399,90 Euro. Eine einzelne Erweiterung liegt ebenfalls bei 149,90 Euro. Alle Produkte sind ab sofort erhältlich. Drei Jahre Garantie gibt es laut devolo obendrauf.
Das neue System zielt klar auf Haushalte, die den Standard-Router ersetzen und ihr Heimnetz flexibler aufbauen wollen. Interessant ist vor allem die Kombination aus Ethernet-Router, Mesh-Funktion und WiFi 7. Gleichzeitig zeigt der Blick ins Datenblatt: Nicht alles, was modern klingt, ist schon die größte Ausbaustufe. Mehr dazu werden wir in einigen Wochen erfahren.
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Suchmaschinen-Ergebnisse: Google soll mittels KI Schlagzeilen ersetzen
Google soll damit begonnen haben, mittels künstlicher Intelligenz Überschriften in seinen Suchergebnissen zu verändern, die so nicht von den Verfassern vorgesehen waren. Hinweise darauf gibt Google allerdings nicht, sodass Leser nicht erkennen können, ob die angezeigte Schlagzeile überhaupt vom Autor stammt.
Zahlreiche Fälle registriert
Über diese Vorkommnisse berichtet The Verge, die in den letzten Wochen auf zahlreiche Fälle gestoßen sind, in denen Google die Überschriften der in den Suchergebnissen angezeigten Artikel eigenmächtig geändert hatte, ohne die Plattform davon in Kenntnis zu setzen. The Verge versichert dabei, niemals eine Freigabe für die teilweise stark gekürzten Schlagzeilen erteilt zu haben. Darüber hinaus würden die neuen Versionen in keiner Weise den eigenen redaktionellen Ansprüchen entsprechen, wie der Artikel weiter berichtet. Im Gegenteil: Die Änderungen würden in den meisten Fällen dem entsprechen, was gemeinhin als „Clickbaiting“ verstanden wird.
Verhalten nicht neu
Bereits im Dezember des letzten Jahres hatte Google damit begonnen, ein gleiches Verhalten bei in Google Discover angezeigten Artikeln an den Tag zu legen. Hier hat The Verge frühzeitig interveniert, was Google aber nicht davon abgehalten hatte, mit den eigenmächtigen Änderungen fortzufahren und nicht selten komplett falsche Titel zu setzen. Für die Plattform war Googles Verhalten damals schon damit vergleichbar, als „würde eine Buchhandlung die Einbände der ausgestellten Bücher abreißen und deren Titel ändern“. Jetzt scheint das Unternehmen die Änderungen auch auf die Suchergebnisse seiner Internetsuche anzuwenden. Für The Verge stellt dies einen unverhältnismäßigen Einschnitt in die eigene redaktionelle Arbeit dar. „Wir verbringen viel Zeit damit, Schlagzeilen zu verfassen, die wahr, interessant, unterhaltsam und der Aufmerksamkeit würdig sind, ohne auf Clickbait zurückzugreifen“, heißt es in dem Artikel.
Dabei wurden Überschriften teilweise so stark verändert, dass sie den eigentlichen Gedanken überhaupt nicht mehr widerspiegeln würden. So hatte Google die Überschrift eines Artikels von „I used the ‘cheat on everything’ AI tool and it didn’t help me cheat on anything“ auf die lediglich fünf Wörter „Cheat on everything’ AI tool“ gekürzt.
Für Google lediglich ein „kleines“ Experiment
Die Änderungen in den Überschriften sollen dem Artikel zufolge zwar noch nicht allzu häufig vorkommen, dennoch konnte die Redaktion in den vergangenen Monaten zahlreiche Beispiele finden, die das aktuelle Vorgehen seitens des Suchmaschinenbetreibers bestätigen. Auf Nachfrage erklärt Google, dass es sich bei den Änderungen in den Überschriften um ein „kleines“ Experiment handele, das noch nicht für eine umfassendere Einführung freigegeben sei. Darüber, wie „klein“ diese Testreihe tatsächlich ist, wollten die Unternehmenssprecher allerdings keine Angaben machen. Auch bedeutet dies nicht, dass Google das Experiment nicht bald in größerem Umfang einsetzen könnte. Dafür spricht, dass die eigenmächtig generierten KI-Schlagzeilen laut dem Unternehmen eine Funktion seien, die „gute Ergebnisse bei der Nutzerzufriedenheit erziele“.
Überschriften sollen Suchanfragen der Nutzer entsprechen
Die Grundidee bei den Änderungen soll darin bestehen, „Inhalte auf einer Seite zu identifizieren, die einen nützlichen und relevanten Titel für die Suchanfrage eines Nutzers darstellen würden“. Das Ziel sei es dabei, etwaige Titel besser auf die Suchanfragen der Nutzer abzustimmen und die Interaktion mit Webinhalten zu erleichtern. Die vorgenommenen Änderungen bei Nachrichten könnten zudem erst ein Anfang sein, denn die Funktion könnte später auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden – dies legt zumindest die Aussage von Google nahe, wonach der laufende Test „nicht spezifisch für Nachrichtenpublikationen sei, sondern untersucht, wie wir Titel generell verbessern können“. Widersprüchlich zu den jetzigen Vorkommnissen erscheint die Aussage eines Unternehmenssprechers, dass, würde das Unternehmen tatsächlich Neuerungen auf Basis des jetzigen Experiments einführen wollen, dafür kein generatives Modell verwendet werden würde. The Verge stellt hierbei die berechtigte Frage, wie Google diese Überschriften ohne generative KI ersetzen wolle.
Für die Redaktion geht es um Vertrauensverlust
Für die News-Plattform ist allerdings eines jetzt schon klar: Das Verändern von Überschriften und vor allem die damit einhergehende Verschiebung ihrer Bedeutung fügt dem Journalismus Schaden zu, indem es dessen Vertrauenswürdigkeit schwächt – „und das in einer Zeit, in der mächtige Institutionen versuchen, ihn zu diskreditieren und in der viele Nachrichtenorganisationen ums Überleben kämpfen würden“.
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Defender Of The Crown: Retro-Klassiker soll noch 2026 überarbeitet erscheinen
Vor 40 Jahren erschuf Cinemaware ein Video-Spiel, das seitdem wie kaum ein anderes stellvertretend für die Ära des Amiga 500 und des C64 steht und die Art der Präsentation von Computer-Spielen nachhaltig geprägt hat. Noch in diesem Jahr soll der Retro-Klassiker mit neuer Grafik als Remaster erscheinen.
Ein Klassiker der Video-Spielgeschichte
Allein der Schriftzug von „Defender of the Crown“ dürfte bei den meisten Retro-Fans älteren Semesters bereits einen nostalgischen Schauer auslösen und Erinnerungen an zahlreiche durchgespielte Nächte mit Chips und Cola wecken. Ursprünglich für den Amiga 500 erschienen, leitete der Titel mit seinem Erscheinen 1986 bedeutende Veränderungen in der Erzählstruktur von Video-Spielen ein. Auch wenn das, was damals als Höhepunkt des Detailreichtums in dem Bereich gefeiert wurde, heute für viele Spieler vergleichsweise pixelig wirkt, zählte Defender of the Crown zu den ersten cineastisch inszenierten Spielen überhaupt. Obwohl das Spiel im Kern aus einer Sammlung von Minispielen bestand, in denen Gegner in Turnieren besiegt, Burgen erobert und Jungfrauen befreit werden mussten, schalteten viele Spieler den Rechner erst dann ruhigen Gewissens aus, wenn ganz Britannien virtuell erobert war.
Zahlreiche Umsetzungen
Im Laufe der Zeit erschien das Spiel für eine Vielzahl von Plattformen, darunter kurz darauf auch für den Commodore C64. Dort mussten Spieler aufgrund der 8-Bit-Architektur zwar mit einer gröberen Darstellung vorliebnehmen, zugleich profitierte diese Version jedoch vom späteren Release, sodass Cinemaware mehrere an der Amiga-Version kritisierte Steuerungsprobleme beheben konnte. Dies betraf unter anderem die Schwertkämpfe, die um Mechaniken wie Blocken, Zurückdrängen und eine Anzeige der Lebensenergie erweitert wurden. Auch bei Belagerungen kamen mit griechischem Feuer und Krankheitsraketen zusätzliche strategische Optionen hinzu, die es aufgrund von Zeitdruck letztlich nicht mehr in die Amiga-Version geschafft hatten. Zufallsereignisse traten zudem in der Version häufiger auf und der Kauf einer Armee kostete auf dem C64 eine Spielrunde, was den Schwierigkeitsgrad erhöhte. Nicht vergessen werden darf ebenso die „Kleid fällt auf den Boden“-Szene, die ebenso der C64-Version vorbehalten blieb.
Dennoch setzte Defender of the Crown mit seinem Erscheinen eine neue grafische Referenz, an der sich nachfolgende Spiele für den Amiga 500 messen lassen mussten. Im weiteren Verlauf erschien der Klassiker für zahlreiche Systeme, darunter Atari ST, Apple II, PC (DOS), NES, Amstrad CPC (hierzulande Schneider CPC) sowie den ZX Spectrum. Auch PlayStation 2, Xbox und Game Boy Advance zählen zu den Plattformen, auf denen der Titel, wenn auch häufig in abgewandelter Form, spielbar war. Für iOS erschien 2011 ebenfalls eine Version, der jedoch kein großer Erfolg beschieden war.
Die Legende lebt!
Vor wenigen Tagen kündigte das Entwicklerstudio Black Tower Basement anlässlich des 40-jährigen Jubiläums eine grafisch modernisierte Version an. Inzwischen ist auch ein erstes Teaser-Video veröffentlicht worden. Mit „Defender of the Crown: The Legend Returns“ sollen sowohl Retro-Fans als auch Spieler moderner Titel angesprochen werden. Dafür wurde das Remaster nicht nur inhaltlich überarbeitet, sondern die Geschichte wurde stellenweise erweitert und vertieft. Ergänzend dazu wurden Anpassungen an die Spielbarkeit vorgenommen, die sich insbesondere aus dem Wechsel von der damaligen Joystick- beziehungsweise Maussteuerung hin zu aktuellen Gamepads ergeben dürften.
Die Neuauflage wird dabei aus drei Modi bestehen, die für zusätzliche Abwechslung sorgen sollen. Der Retro-Modus entspricht im Wesentlichen dem ursprünglichen Amiga-Spiel und übernimmt sowohl Grafik als auch Gameplay bis auf kleinere Verbesserungen nahezu unverändert. Der Klassik-Modus kombiniert das klassische Spielprinzip mit überarbeiteter Grafik und einem flüssigeren Ablauf. Der Modus Königreich hingegen soll ein vollständig neues Spiel bieten, das unter anderem prozedural generierte Karten, neue Würfelmechaniken, im Spielverlauf freischaltbare Fähigkeiten sowie einen anpassbaren Schwierigkeitsgrad umfasst.
Remaster soll noch 2026 veröffentlicht werden
„Defender of the Crown: The Legend Returns“ soll laut den Entwicklern noch in diesem Jahr für PC, PlayStation 5, Nintendo Switch und Xbox Series X/S erscheinen. Ein Preis wurde bislang nicht genannt, eine Wunschliste auf Steam ist bereits verfügbar.
Wir danken dem ComputerBase-Leser Chismon für die Einsendung dieser News.
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Xiaomi 17 Ultra: Das Kamera-Smartphone im Test
Das Xiaomi 17 Ultra ist DAS Kamera-Smartphone auf dem Markt. Doch kann auch der Rest des Smartphones im Test überzeugen? Ich durfte das Smartphone zwei Wochen lang ausführlich testen und zeige Euch hier meine Eindrücke.
Das Xiaomi 17 Ultra ist das 2026er-Flaggschiff des chinesischen Herstellers. Das Gerät setzt auf einen stabilen Aluminiumrahmen und eine flache Rückseite aus Glas, wirkt hochwertig und liegt angenehm in der Hand. Auf der Rückseite dominiert das riesige Kameramodul, das gemeinsam mit Leica entwickelt wurde.
Xiaomi 17 Ultra: Hardware ohne Kompromisse
Die technischen Daten lesen sich wie ein Wunschzettel für Power‑User: Snapdragon 8 Elite Gen 5, 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Speicherplatz bereits in der Basis-Ausstattung. Mit dieser Ausstattung liefert das Xiaomi 17 Ultra in meinem Test genug Leistung für anspruchsvolle Apps, Multitasking und Gaming.
Auch die restliche Ausstattung ist erstklassig: Ein Ultraschall‑Fingerabdrucksensor entsperrt das Gerät blitzschnell, selbst mit feuchten Fingern, und Stereo‑Lautsprecher sorgen für einen kräftigen, klaren Klang.

Der 6.000‑mAh‑Akku hält im Benchmark 24 Stunden und 22 Minuten durch und liegt damit leicht über dem Durchschnitt. Geladen wird mit bis zu 90 Watt. Mit einem Standard‑USB‑C‑Ladegerät dauert eine volle Ladung rund 65 Minuten. Mit Xiaomis eigenem Netzteil soll es laut Hersteller deutlich schneller gehen. Dieses liegt jedoch nicht bei und müsste separat erworben werden.
Das 6,9‑Zoll‑OLED-Panel gehört zu den besten Displays, die aktuell in einem Smartphone stecken. Es ist extrem hell, sodass Inhalte selbst unter intensiver Sonneneinstrahlung problemlos erkennbar bleiben. Die automatische Helligkeitsregelung arbeitet hervorragend und trifft fast immer die passende Einstellung. Farben, Kontraste und Blickwinkelstabilität bewegen sich auf dem Niveau, das man 2026 von einem Top-Smartphone erwarten darf.
Software: Schön anzusehen, aber mit einem großen Haken
Auf dem Xiaomi 17 Ultra läuft Android 16 mit HyperOS 3. Die Oberfläche wirkt modern, flüssig und bietet zahlreiche Extras sowie hübsche Animationen. Besonders die vielen Personalisierungsoptionen machen Spaß.
Doch ein Punkt trübt den Eindruck massiv: Werbung. Nicht nur in den System-Apps tauchen immer wieder Werbebanner auf, sondern auch auf dem Lockscreen findet sich unerwünschter Text. Für ein Smartphone, das weit über 1.000 Euro kostet, ist das schlicht unpassend. Zusätzlich installiert Xiaomi zahlreiche Drittanbieter‑Apps vor, die man zwar schnell entfernen kann, die aber trotzdem bei einem High-End-Smartphone störend wirken.

Gerüchten zufolge soll HyperOS 4 deutlich aufgeräumter werden. Wünschenswert wäre vor allem, dass Xiaomi in dieser Preisklasse komplett auf Werbung verzichtet. Stichwort Updates: Hier liefert Xiaomi 7 Jahre lang neue Android-Versionen sowie Sicherheitspatches. Damit liegt Xiaomi auf Augenhöhe mit den besten Update‑Versprechen der Branche. Bei dem Verteilen der Updates lässt man sich jedoch erfahrungsgemäß mehr Zeit als die Konkurrenz.
Kamera des Xiaomi 17 Ultra im Test
Das Xiaomi 17 Ultra ist mit drei Kameras auf der Rückseite ausgestattet: einer 50-Megapixel-Hauptkamera, einer 200-Megapixel-Telefotokamera mit verstellbarem, 3,2- bis 4,3-fachem optischen Zoom sowie einer 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Bei allen drei Kameras hat Xiaomi mit Leica zusammengearbeitet. Die Kooperation betrifft dabei sowohl die Hardware als auch die Software. Einige Linsen stammen direkt von Leica, und auch bei der Bildverarbeitung hat der deutsche Hersteller mitgewirkt. Nutzer können zwischen zwei Bildstilen wählen:
- Leica Vibrant (kräftige, lebendige Farben)
- Leica Authentic (neutraler, natürlicher Look)
Im Test liefert das Xiaomi 17 Ultra beeindruckende Ergebnisse – egal ob Tageslicht, Nachtaufnahmen, Portraits oder Architektur. Alle drei Kameras erzeugen gestochen scharfe Fotos. Durch die hohe Auflösung der Telekamera sind Zoom‑Aufnahmen bis 8,6‑fach per Sensor‑Crop möglich. Digital geht es bis 120‑fach, wobei die Qualität natürlich früh abnimmt. Die KI versucht, Details nachzurechnen – mit je nach Motiv sehr unterschiedlichen Ergebnissen. In der Galerie mit meinen Testfotos könnt Ihr Euch selbst einen Eindruck von der Kamera verschaffen.
Testfazit
Für mich ist das Xiaomi 17 Ultra schon jetzt das Kamera‑Smartphone des Jahres. Kein anderes Gerät hat mir beim Fotografieren so viel Freude bereitet. Vor allem Portraits und Personenaufnahmen sehen fantastisch aus und begeistern jedes Mal aufs Neue. Doch auch abseits der Kamera liefert das Smartphone eine starke Vorstellung: hervorragende Performance, ein Top‑Display und eine solide Akkulaufzeit. Die größte Schwäche bleibt die Software. Insbesondere die Werbung im System und die vielen vorinstallierten Drittanbieter-Apps trüben hier das ansonsten hochwertige Auftreten des Smartphones.
Mit einem Preis von 1.500 Euro liegt das Gerät auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Positiv: Schon die Basisversion bietet großzügige 512 GB Speicher. Wer 1 Terabyte möchte, zahlt 300 Euro Aufpreis.
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