Entwicklung & Code
Next.js 16.2 bringt Updates für die Nutzung von KI-Agenten
Das Next.js-Team beim Hersteller Vercel hat Version 16.2 des React-Frameworks fertiggestellt. Next.js soll nun deutlich schneller sein, was die Time-to-URL während der Entwicklung und das Rendering in Anwendungen betrifft. Auch an der Performance des Bundlers Turbopack wurde geschraubt und für die KI-gestützte Softwareentwicklung hat Next.js ebenfalls Updates zu bieten.
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(Bild: Stone Story / stock.adobe.com)

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Support für die KI-gestützte Entwicklung
In Next.js 16.2 ist in create-next-app standardmäßig eine AGENTS.md-Datei enthalten. Durch diese erhalten KI-Agenten Zugriff auf die Next.js-Dokumentation für die genutzte Version bereits zu Beginn eines Projekts. Das soll das Problem umgehen, dass KI-Agenten mit veralteten Daten trainiert werden und aktuelle APIs nicht kennen, woraus inkorrekter Code resultieren kann.
Als experimentelles CLI steht next-browser bereit. Es erlaubt KI-Agenten, eine laufende Next.js-Anwendung zu inspizieren. Zu den Daten, die next-browser den Agenten zugänglich macht, zählen solche auf dem Browser-Level wie Screenshots oder Netzwerkanfragen, ebenso wie Framework-spezifische Insights aus den React DevTools und dem Next.js Dev Overlay, darunter Props, Hooks, Partial Prerendering (PPR) Shells und Fehlermeldungen.
Um next-browser zu verwenden, installieren Entwicklerinnen und Entwickler es als Skill:
npx skills add vercel-labs/next-browser
Dann geben sie /next-browser in ihrem KI-Agenten ein, der mit Skills umgehen kann, beispielsweise Claude Code oder Cursor.
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Weiterführende Hinweise zum Einsatz von next-browser sind im GitHub-Repository zu finden.
Turbopack-Updates für Performance und Security
Seit Version 16 nutzt Next.js den Bundler Turbopack als Standard. Das aktuelle Release bringt für Turbopack zahlreiche Performanceverbesserungen, Bugfixes und Kompatibilitäts-Updates – insgesamt sind über 200 Änderungen eingeflossen.
Eines der neuen Performance-Features betrifft das Neuladen von serverseitigem Code während der Entwicklung. Bisher wurde require.cache für ein geändertes Modul geleert, ebenso wie für alle anderen Module in seiner Import-Kette. Dadurch wurde oft mehr Code als notwendig neu geladen, beispielsweise unveränderte node_modules. In Next.js 16.2 wird nur noch der tatsächlich geänderte Code erneut geladen, was durch Turbopacks Kenntnis über den Module Graph ermöglicht wird. Das soll die Effizienz des serverseitigen Hot Reloading deutlich verbessern.
Das Next.js-Entwicklungsteam untermauert das mit Zahlen, die es in Echtzeitanwendungen beobachtet hat: 67 bis 100 Prozent schnelleres Anwendungs-Refresh und 400 bis 900 Prozent schnellere Kompilierungszeit in Next.js seien möglich.
Ein weiteres Update dreht sich um Security. Der Sicherheitsstandard Content Security Policy (CSP) dient dazu, Angriffe auf Webseiten wie das Cross-Site Scripting (XSS) zu verhindern. Die gängige nonce-basierte Methode erfordert, dass alle Webseiten dynamisch gerendert werden. Da dies die Performance einschränken kann, setzt das Next.js-Team auf die Alternative Subresource Integrity (SRI). Diese berechnet im Vorfeld einen Hash für jedes Skript und erlaubt dem Browser nur das Ausführen von Skripten mit genehmigten Hashes. In Next.js 16.2 besitzt Turbopack experimentellen Support für SRI.
Weitere Informationen zu den Updates in Next.js 16.2 sowie speziell in den Bereichen künstliche Intelligenz und Turbopack lassen sich dem Next.js-Blog entnehmen.
(mai)
Entwicklung & Code
Databricks Genie One: KI-Agent soll Antworten aus Unternehmensdaten ableiten
Databricks erweitert seine KI-Plattform um Genie One, einen agentischen Assistenten für Fachabteilungen. Grundlage ist die neue Kontextschicht Genie Ontology, die strukturierte und unstrukturierte Unternehmensdaten zusammenführt und für KI-Agenten nutzbar machen soll.
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Genie One richtet sich an Anwender aus Marketing, Vertrieb, Finanzen und weiteren Geschäftsbereichen. Der Assistent verbindet Datenquellen innerhalb und außerhalb von Databricks, beantwortet Fragen in natürlicher Sprache und erstellt daraus Berichte, Dokumente oder Diagramme. Darüber hinaus kann er Monitoring-Aufgaben übernehmen und über angebundene Systeme Aktionen auslösen.
Nach Darstellung von Databricks soll sich Genie One von klassischen KI-Assistenten dadurch unterscheiden, dass Antworten aus SQL-Abfragen auf kuratierten Unternehmensdaten abgeleitet werden. Die erste Genie-Generation beschränkte sich auf Konversationsanalysen über in Databricks gespeicherte Daten. Genie One bindet nun nach Herstellerangaben mehr als 50 Anwendungen und Datensysteme an, darunter Google Drive, Slack, Jira, Confluence und SharePoint. Anwender können Benachrichtigungen für laufendes Monitoring einrichten, Aufgaben planen und über das Model Context Protocol (MCP) Aktionen in angebundenen Systemen auslösen.
Ontology soll Unternehmenswissen als Kontext bereitstellen
Technische Grundlage ist die neue Genie Ontology. Dabei handelt es sich um einen Wissensgraphen, der den Geschäftskontext eines Unternehmens aus Datenbanken, Dateien, Tickets, Chats und Meetings erfassen und laufend aktualisieren soll. Die Ontology baut auf der semantischen Schicht des Unity Catalog auf und übernimmt bestehende Zugriffsrechte.
Databricks begründet den Ansatz mit einem grundlegenden Problem vieler Unternehmens-KI-Systeme: Geschäftsrelevante Informationen liegen verteilt über Datenbanken, Dokumente, Tickets, Chats und andere Systeme vor. Die Modelle selbst seien inzwischen leistungsfähig genug, scheiterten im Unternehmensalltag jedoch häufig daran, den notwendigen Kontext zuverlässig zusammenzuführen.
Anders als viele agentische Systeme, die Informationen erst während einer Anfrage zusammensuchen, erstellt Databricks den Wissensgraphen im Hintergrund. Ein Ranking-Verfahren namens OntoRank bewertet dabei die Relevanz und Autorität von Informationsquellen. Databricks vergleicht den Ansatz mit Googles PageRank für Unternehmensdaten.
Nach internen Messungen des Herstellers soll die Antwortqualität dadurch rund 30 Prozentpunkte über jener generischer Coding-Agenten liegen, bei etwa halber Laufzeit. In der Keynote des Data + AI Summit 2026 sprach Ali Ghodsi, CEO von Databricks, zudem von Einsparungen bei Zeit- und Rechenkosten von bis zu 80 Prozent. Unabhängige Benchmarks oder Kundendaten zur Überprüfung dieser Angaben präsentierte das Unternehmen nicht.
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Weitere Agenten und Entwicklungswerkzeuge
Neben Genie One erweitert Databricks die Produktfamilie um mehrere Werkzeuge. Mit Genie Agents lassen sich bestehende Konversationen als wiederverwendbare Agenten speichern, die Quellen, Anweisungen und Verhalten übernehmen. Das Werkzeug ist bereits allgemein verfügbar.
Genie Code richtet sich an Datenteams und soll Aufgaben in den Bereichen Data Engineering, maschinelles Lernen und Analytik unterstützen. Ebenfalls neu ist Genie App Builder, eine verwaltete Entwicklungsumgebung für interne Geschäftsanwendungen, die per natürlicher Sprache beschrieben werden können. Die Software geht ebenso wie der Hintergrundagent Genie ZeroOps kurz nach dem Summit in eine Private Preview.
ZeroOps überwacht Daten- und KI-Assets wie Pipelines, Tabellen oder Modelle, untersucht Auffälligkeiten selbstständig und schlägt Korrekturmaßnahmen vor. Nach Angaben des Unternehmens bleibt dabei standardmäßig ein Mensch in der Freigabeschleife.
Governance und Kostenkontrolle
Für Verwaltung und Kostenkontrolle integriert Databricks die neuen Funktionen in den Unity Catalog sowie in das neue Unity AI Gateway. Unternehmen sollen darüber Zugriffe, Audits und Budgets zentral verwalten können. Die Plattform erlaubt es, Nutzungslimits bis auf Nutzerebene festzulegen und Warnungen auszulösen.
Mit dem Gateway will Databricks die zuletzt stark steigenden Token-Kosten beim Betrieb von KI-Agenten begrenzen. Statt jede Anfrage an ein großes Modell zu leiten, ordnet das Gateway einfache Aufgaben günstigeren oder quelloffenen Modellen zu und reserviert leistungsstärkere Modelle für komplexe Fragen. CEO Ali Ghodsi bezeichnete steigende KI-Kosten als zunehmend auf Vorstandsebene diskutiertes Thema.
Databricks verzichtet bei Genie auf eine nutzerbasierte Lizenzierung. Die Abrechnung erfolgt stattdessen nach tatsächlich genutzter Rechenleistung beziehungsweise Token-Verbrauch. Unternehmen erhalten monatlich ein Freikontingent von etwa 10,50 US-Dollar pro Nutzer.
Wettbewerb um den Unternehmenskontext
Mit Genie One positioniert Databricks seine Plattform stärker als Infrastruktur für KI-Agenten in Unternehmen. Im Zentrum steht dabei die These, dass sich Unternehmenswissen als Kontextschicht künftig zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für KI-Systeme entwickelt.
Die Ankündigungen zeigen zugleich, wie sich der Wettbewerb im Markt für Unternehmens-KI verschiebt. Nachdem viele Anbieter in den vergangenen Jahren vor allem auf immer leistungsfähigere Sprachmodelle gesetzt haben, rückt nun die Frage in den Vordergrund, wie Unternehmenswissen als Kontext für KI-Systeme verfügbar gemacht werden kann. Databricks baut dafür auf die neue Ontology und einen zentral verwalteten Wissensgraphen.
Ob dieser Ansatz in der Praxis einen messbaren Vorteil gegenüber konkurrierenden Architekturen bietet, lässt sich derzeit allerdings kaum beurteilen. Die auf dem Summit präsentierten Leistungswerte stammen ausschließlich vom Hersteller. Unabhängige Vergleiche oder belastbare Erfahrungen aus größeren Produktivumgebungen legte Databricks bislang nicht vor.
(axk)
Entwicklung & Code
software-architektur.tv: KI-Einsatz im Alltag – zwischen KI-Hype und KI-Vampir
GenAI erledigt Tasks in atemberaubendem Tempo – und trotzdem sind wir als Softwareentwicklerinnen und -entwickler abends erschöpft und leer. Steve Yegge nennt es den „AI Vampire“: Wir bauen mehr denn je, aber FOMO („Fear of Missing Out“), Dopamin-Loops beim Prompten, Review-Müdigkeit und die schleichende Erosion des eigenen Verständnisses – Forscher nennen das „Cognitive Debt“ – saugen uns aus. Und manch einer fragt sich leise: Macht Coden eigentlich noch Spaß?
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Martin Lippert (Spring Tools Lead, Broadcom) und Ralf D. Müller sprechen offen darüber, was sie selbst erleben, wie sich ihre tägliche Arbeit verändert hat, und was der Einsatz von KI mit ihnen und ihrer Arbeit macht.
Eine Folge über den täglichen Einsatz von KI in der Softwareentwicklung – ohne Verteufelung, ohne Hype.
Livestream am 19. Juni
Die Ausstrahlung findet am Freitag, 19. Juni 2026, live ab 13:00 Uhr statt. Die Folge steht im Anschluss als Aufzeichnung bereit. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite einbringen.
software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, iX-Blogger und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer (Socreatory) und Ralf D. Müller (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal solo mit Wolff, Schäfer oder Müller. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren berichtet iX (heise Developer) über die Episoden.
(map)
Entwicklung & Code
software-architektur.tv: Macht KI Software billiger – und Projekte einfacher?
In dieser Paneldiskussion live vom TechRiders Summit 2026 beleuchten CTOs und Tech-Leads gemeinsam mit Eberhard Wolff, wie Unternehmen die Kosten- und Komplexität in der KI-gestützten Softwareentwicklung wahrnehmen – von dem Versprechen einer „billigen“ Umsetzung bis zu den verborgenen Risiken.
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Die Diskussion behandelt zentrale Fragen:
- „Billiger“ vs. „einfacher“: Was steckt hinter diesen Begriffen? „Einfacher“ ist nicht gleichbedeutend mit schneller oder wartungsfreundlich – vielmehr entstehen neue Abhängigkeiten von Drittanbieter-APIs, die die Wartung komplexer machen.
- Versteckte Kosten der KI: Die Illusion einer kostengünstigen KI-Lösung ignoriert oft unsichtbare Aufwände – etwa für Modell-Training, Monitoring, Compliance (z. B. DSGVO), QA und Lizenzabhängigkeit von Anbietern.
- Team & Kompetenzen: KI verändert die Rollen von Architektinnen und Architekten – weg von reiner Code-Optimierung hin zu KI-Management und ethischer Bewertung. Während Junior-Entwicklerinnen und -Entwickler vermeintlich durch KI-Assistenten profitieren, droht der Wissenstransfer zu erodieren, wenn KI „Black Boxes“ für Entscheidungen nutzt.
- Strategische Grenzen: Lohnt sich KI aus architekturhistorischer Sicht? Welche Prinzipien (z. B. Modularität, Observability) bleiben unverändert, um Systeme auch im KI-Zeitalter kontrollierbar und skalierbar zu halten?
Gäste aus dem Speaker Line-up des TechRiders Summit sind Daniel Gebler, Sebastian Kleinschmager und Axel Schulz.
Wer beim Tech Riders Summit dabei sein möchte: mit dem Code ARCH-TECHRIDER-2026 ist die Teilnahme für Endbenutzer sowie Anwenderinnen und Anwender kostenlos.
Livestream am 18. Juni
Die Ausstrahlung findet am Donnerstag, 18. Juni 2026, live ab 14:45 Uhr statt. Die Folge steht im Anschluss als Aufzeichnung bereit. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite einbringen.
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software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, iX-Blogger und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer (Socreatory) und Ralf D. Müller (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff, Schäfer oder Müller solo. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren berichtet iX (heise Developer) über die Episoden.
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