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Künstliche Intelligenz

didacta 2026: Smartphonefrei, vollautomatisch, belastungssensibel?


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Während in den vergangenen Jahren der Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) an vielen Messeständen der deutschen Bildungsmessen prominent auf jeder Oberfläche prangte, ließen einige Aussteller auf der diesjährigen didacta in Köln die „smartphonefreie Schule“ besonders groß titeln – es ging dann häufig um Smartphone-Tresore und -Täschchen. Der werbliche Wind hat sich aber insoweit gedreht, dass KI in Bildungsangeboten jetzt als Selbstverständlichkeit angenommen und nicht mehr dutzendfach auf jeder kleinen Handreichung erwähnt werden muss, die kritische Haltung gegenüber Endgeräten und Nutzungsszenarien in der Digitalität nun aber deutlich unterstrichen wird. Ein vergesslicher „Fr3ddy“ machte zudem Hoffnung auf sichere Analysetools in Schulen.

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In den zahlreichen Panels ging es deshalb nicht selten um gesundheitliche Auswirkungen der digitalen Angebotslandschaft auf die heutige Jugend – auch angestoßen durch die Bemühungen der Bundesschülerkonferenz, der mentalen Gesundheit der jüngeren Generationen grundsätzlich mehr Beachtung zu schenken. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren mentale Gesundheit allerdings nicht nur im Kontext von Smartphone- und Social-Media-Verboten, sondern bezüglich Strukturen im Bildungssystem und gesamtgesellschaftlich. Den starken Fokus auf Smartphones und sogenannte soziale Medien setzen eher die politische Seite, Initiativen, verschiedene Institutionen und Stiftungen, die auch Untersuchungen zu Auswirkungen von Smartphone- und Social-Media-Nutzung initiieren oder auswerten. Nicht zuletzt ist hier auch ganz klar die Perspektive besorgter Eltern vertreten.

Gab es neue Erkenntnisse zu den anhaltenden Smartphone- und Social-Media-Verbotsdebatten auf der Messe? Nein. Zwischen den verschiedenen Lagern wurde das bisher sichtbare Verantwortungs-Ping-Pong erneut durchgespielt. Wer trägt die Verantwortung, wenn Jugendliche zu viel durch Social Media scrollen und sich negative Effekte zeigen? Die Plattformen, die Politik, die Eltern oder die jungen Nutzenden selbst? Und ist ein Verbot nun gut oder nicht? Die einen sagen so, die anderen sagen so. Deutlich waren indessen Aussagen der Politik vor Ort in Richtung der Plattformen: Diese gäben sich bisher kaum Mühe, die Nutzung für Minderjährige sicherer zu gestalten, und würden sich weiterhin mit Verweis auf ihre AGB zurücklehnen. Normalerweise wird so eine Kritik zurückhaltender und netter verpackt; in Köln wurde allerdings auch kein Plattformvertreter sichtbar.

Als es um konkrete Empfehlungen und Lösungen ging, blieb – wie nun üblich – nur der Verweis auf die eingesetzte Kommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Wenn sie in diesem Sommer Empfehlungen wie geplant vorlegen sollte, könne es demnach weitergehen. Bedenken müsse man aber auch die EU-Ebene.

In Bezug auf KI gab es eine weite Spannbreite zwischen genauen Prompting-Anleitungen – etwa für die Ausdifferenzierung von Lern- und Lehrmaterialien – und den Ein-Klick-Versprechen von Anbietern, die damit warben, dass für ausdifferenzierte Arbeitsblätter sogar gar kein Prompting nötig sei. Was sich als besser und anwendungsfreundlicher erweist, müssen umfangreiche Vergleichstests ermitteln. Anleitungen wie diese Handreichung von Westermann und der Universität zu Köln (PDF) könnten bei der Qualitätseinschätzung aber schon mal Hinweise liefern.

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Spannend war das Panel zur Lernprozessplattform lernlog mit der KI „Fr3ddy“. lernlog brüstet sich nicht mit Ein-Klick-Lösungen, sondern wirbt mit der Vergesslichkeit von Fr3ddy. Die KI will für ihren Einsatz Daten zu Schülerinnen und Schüler nicht maßlos sammeln, speichern und dann aggregieren, sondern diese nur in vordefinierten Grenzen erheben und für dezidierte Anfragen zusammenstellen, um sie dann wieder der Ablage P zuzuführen – also Learning-Analytics mit möglichst geringem Risiko. Ziel ist es nicht, dass Fr3ddy auflistet, wer das leistungsstärkste Kind ist und welches das schwächste. Stattdessen soll die KI Lehrkräften nötige Datenpunkte zusammenstellen, damit diese Kinder individuell darin unterstützen können, das Lernen besser zu lernen. Das Konzept soll also schrittweise die Selbststeuerung und Kompetenzentwicklung fördern. lernlog arbeitet für dieses Konzept mit der Firma onto digital, Datenschützern und Experten wie Prof. Dr. -Ing. Axel Wagenitz von der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg zusammen. Die Plattform ist eine Initiative der „Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft“ und wird nicht gewinnorientiert betrieben.


Die Vertreterinnen und Vertreter der Bundesschülerkonferenz diskutierten an vielen Orten mit und forderten eine gesündere Lebenswelt über Digitalisierungsfragen hinaus. (Bild:

kbe/heise medien

)

Die Firma Epic Education, eine gemeinnützige GmbH, will Lernen mittels „Geschichten“ unterstützen – sie bringt quasi „Das Schwarze Auge“ ins Klassenzimmer mit ein bisschen digitaler Unterstützung. Wer Dungeons & Dragons oder DSA kennt, wird das Konzept schnell verstehen. Lehrkräfte können auf vorgefertigte Abenteuer zurückgreifen, eigene entwickeln oder Referentinnen von Epic Education hinzuziehen und Schülerinnen und Schüler etwa ins Mittelalter schicken, damit sie dort als Spielcharaktere die Welt erleben und verstehen – und natürlich eine Quest abarbeiten. Die Abenteuer sollen nicht nur Geschichte durch „Geschichten“ näherbringen, sondern auch MINT-Fächer.

Roboter durften auf der Messe wieder die PR-Grätsche zwischen Modernitätsanstrich und Retrostil hinlegen. Sie tauchten immer wieder als drollige Maskottchen auf und einige wenige wurden auch durch die Messehallen geschickt – der Wow-Faktor von früheren Messen ist aber offensichtlich verblasst (ebenso wie der Popcorngeruch vergangener Jahre) und Nao musste nicht überall zur Stelle sein.

Roboter für den Selbstbau bewarb unter anderem HP. „Otto“ kann von Schülerinnen und Schülern gedruckt, gestylt und für verschiedene Aufgaben programmiert werden. Routinierte Maker unter den Lehrkräften können so etwas allerdings auch freestylen und zum gleichen Preis mehr Schülerinnen und Schüler zugänglich machen.

Ansonsten durften Roboter für den sportlichen Kick oder Rettungseinsätze in einer der Messehallen im Rahmen der RoboCup German Open residieren. Dort gab es aber erst im Verlauf der Messewoche mehr zu sehen.

Overhead-Projektoren sind auch deshalb noch in Betrieb, weil ihr Funktionieren nicht davon abhängig ist, dass es für sie weiterhin Sicherheits- und Funktionsupdates gibt. Wer deshalb smarten Tafeln aus dem Weg gehen will, konnte auf der Messe Keramik-Boards begutachten, die als abwischbare Schreibtafel und Projektionsfläche genutzt werden können.

Und erkennt man an, dass Schülerinnen und Schüler Smartphones in der Schule mit sich führen, können diese Geräte beispielsweise mit einer App wie phyphox der RWTH-Aachen ebenfalls für den MINT-Unterricht nutzbar gemacht und erst danach wieder in Täschchen, Tresore und Schränke gesteckt werden. Das ist auch trotz der am härtesten klingenden Smartphoneverbote der Bundesländer möglich, da auch diese noch die gezielte Nutzung der Schülergeräte zulassen.

Rund 75.000 Menschen besuchten die diesjährige didacta in Köln vom 10. bis zum 14. März – laut Veranstalter ein Besucherzuwachs von 20 Prozent gegenüber der didacta in Stuttgart im Vorjahr. Im kommenden Jahr wird Europas größte Bildungsmesse erstmals wieder in Hannover zu Gast sein.


(kbe)



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iX-Workshop: Schritt für Schritt – VMware zu Proxmox VE


Ehemals zufriedene VMware-Kunden müssen seit der Übernahme durch Broadcom auf eine andere Virtualisierungslösung umsteigen, weil sie die neuen Preise nicht mehr bezahlen können. Proxmox ist eine gut funktionierende und praxiserprobte Alternative. Wie der Umstieg von einer VMware-basierten Virtualisierungsinfrastruktur auf Proxmox VE mit geringem Aufwand gelingt, erfahren IT-Administratoren im Workshop Hands-on: Migration von VMware zu Proxmox.

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Sie lernen die Architektur von Proxmox VE kennen und verstehen die Unterschiede zu VMware vSphere. Ein zentraler Punkt ist die Planung eines Migrationsprojekts, um den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten. Dabei erhalten Sie wertvolle Ansatzpunkte und Strategien, um typische Fallstricke zu vermeiden. Sie erfahren auch, wie verschiedene Storage Backends wie ZFS, Ceph, iSCI oder NFS in Proxmox VE eingebunden werden.

In einer eingerichteten Laborumgebung führen Sie eine beispielhafte Migration durch. Dabei arbeiten Sie parallel zum Trainer und setzen folgende Schritte direkt um: Einrichten des Proxmox VE Hosts, Überprüfen von Quell- (VMware ESXi) und Zielsystem, Aufsetzen und Validieren einer Testmaschine, Anbinden der Systeme und das tatsächliche Durchführen der Migration.

Juni
24.06.2026
Online-Workshop, 09:00 – 16:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 28. Mai 2026
September
02.09.2026
Online-Workshop, 09:00 – 16:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 05. Aug. 2026
Dezember
02.12.2026
Online-Workshop, 09:00 – 16:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 04. Nov. 2026

Dieser Workshop richtet sich gezielt an erfahrene IT-Administratoren, deren aktuelle IT-Infrastruktur auf VMware-Virtualisierung basiert und die einen Umstieg auf Proxmox VE planen oder in Erwägung ziehen.

Ihr Trainer Frank Bartkewitz ist als zertifizierter Proxmox VE Trainer bei der croit GmbH tätig. Zu seinen Schwerpunkten zählen Systemadministration und Netzwerktechnik, insbesondere Virtualisierungslösungen wie Proxmox VE.


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Siehe auch:

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  • Proxmox VE: Download schnell und sicher von heise.de


(ilk)



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Tankrabatt greift, voller Umfang am Wochenende erwartet


Der Tankrabatt hat die Spritpreise in Deutschland am Freitagmorgen deutlich sinken lassen. Superbenzin der Sorte E10 fiel um 8.00 Uhr im bundesweiten Durchschnitt sogar unter die 2-Euro-Marke, wie der ADAC mitteilt. Konkret sank der Preis im Vergleich zum selben Zeitpunkt am Donnerstag um 10,7 Cent auf 1,976 Euro pro Liter. Auch Diesel verbilligte sich deutlich: um 10,4 Cent auf 2,063 Euro pro Liter.

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Die Rückgänge fallen damit allerdings deutlich geringer aus als der Steuerrabatt von 16,7 Cent pro Liter. „Die Senkung der Energiesteuer ist also bislang erst zum Teil an den Zapfsäulen angekommen“, sagt eine ADAC-Sprecherin. Ein Grund dafür dürfte sein, dass sich in den Tanks vieler Tankstellen derzeit noch Kraftstoff befindet, der nach den alten Steuersätzen abgerechnet wurde. Entscheidend für den Steuernachlass ist nämlich nicht der Verkauf an der Tankstelle, sondern der Moment, in dem der Kraftstoff das Tanklager beziehungsweise die Raffinerie verlassen hat.

Auch beim ersten Tankrabatt im Jahr 2022 waren die Spritpreise am ersten Tag nicht um den vollen Betrag der Steuererleichterung gefallen. Der ADAC fordert nun: „An diesem Wochenende muss die Steuersenkung vollständig weitergegeben werden.“

Die Preise waren laut ADAC nachts recht rasch um 7 bis 8 Cent gefallen, als am Morgen dann fast alle Tankstellen öffneten, sank der Preis dann weiter. „Dieser Trend sollte sich fortsetzen“, so die Sprecherin. Zudem sei angesichts des wieder rückläufigen Ölpreises auch über den Rabatt hinaus mit eher nachgebenden Preisen zu rechnen. Experten hatten bereits im Vorfeld erwartet, dass der Rabatt nur sukzessive an den Zapfsäulen ankommen wird. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie hat angekündigt, dass die volle Steuersenkung an die Kunden weitergegeben werden soll. Politik und Verbraucherschützer wollen dies genau im Auge behalten.

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(nie)



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Post zum Freitag: Weshalb Solaranlagen-Besitzer womöglich bald mehr bezahlen


Liebe Leser,

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da hat man sich guten Gewissens und mit einem leichten Pioniergefühl Solarmodule aufs Dach geschraubt, vielleicht noch einen Speicher dazu, und freut sich seitdem still über jede Kilowattstunde, die nicht aus dem Netz kommt. Knallt die Sonne voll auf die Module, wird schön hintereinander Wäsche gewaschen, getrocknet, die Spülmaschine aktiviert und vielleicht sogar noch ein schönes Sauerteig-Brot gebacken. Dazu noch ein Blick auf die App, die zu heimeliger Genugtuung führt.

Doch ausgerechnet jetzt könnten Wolken aufziehen – keine echten, nein, schlimmer, solche der Bundesnetzagentur. Diese arbeitet nämlich daran, die Netzentgelte neu zu gestalten und PV-Anlagenbesitzer stärker in die Pflicht zu nehmen. Warum? Weil sie sich durch ihren Eigenverbrauch weniger stark an den Kosten des Netzerhalts beteiligen würden. Deswegen wird überlegt, dass Besitzer von Solaranlagen mehr bezahlen müssen – etwa über höhere Grundpreise beim Netzentgelt oder über kapazitätsbasierte Entgelte.

Wir haben für alle Betroffenen zusammengeschrieben, was bislang geplant ist, was das für PV-Besitzer konkret bedeuten würde und wie Verbraucherschützer diese Pläne beurteilen.



Für die Bundesnetzagentur beteiligen sich PV-Haushalte nicht ausreichend an den Netzkosten.

(Bild: Andreas Wilkens / heise medien)

Während die Bundesnetzagentur PV-Besitzer womöglich schröpfen möchte, suchen viele Anleger zunehmend nach Wegen, ihr Vermögen passiv arbeiten zu lassen. Dividenden-ETFs sind da gerade groß im Gespräch. Mit diesen können Anleger neben Kursgewinnen regelmäßige Erträge erzielen – die höchste Ausschüttung ist aber selten die beste Strategie. Unser Ratgeber erklärt fundiert und nüchtern, weshalb Dividenden-ETFs für viele Anleger attraktiver sind als einzelne Dividendenaktien. Zudem vergleicht er die wichtigsten globalen Dividenden-ETFs und geht auch auf die Fragen der Ausschüttungsquoten und Qualität für Anleger ein.



Alte Kindle-Ebook-Reader werden ab dem 20. Mai 2026 nicht mehr unterstützt. Wir erklären, was Sie tun können.

(Bild: Alexander Spier / heise medien)

Womit wir bei Themen wären, die einen ärgern können, wenn man sich nicht rechtzeitig kümmert: Amazon klemmt alte Kindle am 20. Mai von seinem Store ab. Konkret heißt das: Man kann neue Bücher weder kaufen noch leihen, bereits gekaufte nicht mehr herunterladen oder sich aufs Gerät schicken lassen. Schon zurückgesetzte Geräte können Sie außerdem nicht mehr aktivieren. Das heißt: Jetzt müssen Sie handeln. Wir zeigen in unserem Ratgeber, was Sie tun können.

Zum Abschluss noch etwas Bastel-Futter fürs lange Wochenende. Erinnern Sie sich noch an die alten Wählscheibentelefone? Dieses behäbige „Drrr-Drrr“, das Klacken der Scheibe, das Gewicht des Hörers? Eines unserer Maker-Projekte haucht so einem Apparat mit Raspi-Hilfe neues Leben ein – und zwar mit einer KI auf der anderen Seite. Das Projekt lohnt sich – insbesondere, wenn Familie oder Freunde zu Besuch kommen und das KI-Telefon begeistert ausprobieren.



Hörer abnehmen und mit ChatGPT sprechen – ein lustiges Bastelprojekt zum Wochenende.

(Bild: heise medien)

Apropos KI: Hören Sie gern mal in die Aufzeichnung unseres heise+-Expertentalks zum Thema „Lokale KI“ rein – ich bin sicher, hier können Sie noch einige hilfreiche Infos und Tipps mitnehmen.

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Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

Ihr
Martin Fischer

Stellv. Chefredakteur heise medien


(mfi)



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