Künstliche Intelligenz
Dienstag: Chinas fährt Chipfertigung hoch, „Freiwillige Chatkontrolle“ endet
China holt bei der Chipherstellung weiter auf und baut offenbar die Produktionskapazität seiner modernsten Chip-Generation aus. Die Chipfertigungssparte der Hua-Hong-Gruppe kann inzwischen angeblich Chips der 7-Nanometer-Klasse herstellen. Für 2026 ist allerdings noch keine hohe Fertigungskapazität zu erwarten. Bislang dürfen Messenger Chats durchsuchen, um Kindesmissbrauch zu bekämpfen. Die dafür nötige Ausnahme von EU-Recht aber endet jetzt, nachdem ein Kompromiss scheiterte. Und die Online-Enzyklopädie Britannica wirft dem ChatGPT-Entwickler OpenAI Urheberrechts- und Markenverletzungen vor – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Der weltweit größte Chiphersteller, TSMC aus Taiwan, belichtet insgesamt rund 1,3 Millionen Wafer pro Monat und ist aktuell in der Lage, 2-Nanometer-Chips herzustellen. Doch China holt langsam aber sicher auf. Während die Vereinigten Staaten versuchen, das Land von modernster westlicher Chiptechnologie abzuschneiden, baut Peking die Produktionskapazitäten der heimischen Halbleiterindustrie massiv aus. Laut einem Medienbericht kann die Chipfertigungssparte der Hua-Hong-Gruppe inzwischen angeblich Chips der 7-Nanometer-Klasse herstellen. Bis zum Jahresende soll die Produktion hochfahren, wenn auch in einem niedrigen Maßstab. Chinas zweitgrößter Chipfertiger startet angeblich 7-Nanometer-Produktion
Bislang erlaubt es eine befristete Ausnahme von den europäischen Datenschutzregeln den Messengerdiensten, Nachrichtenverläufe zu scannen, um Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch aufzuspüren. Das verstößt eigentlich gegen die EU-Richtlinie zum Schutz der Privatsphäre. Deshalb hat die EU vor einigen Jahren eilig eine Ausnahmeregelung geschaffen. Diese bisher geltende Regelung, die auch als „freiwillige Chatkontrolle“ bekannt ist, läuft am 3. April aus. Eine Verlängerung der freiwilligen Kontrolle von privater Kommunikation im Internet durch Online-Plattformen in der EU ist nun gescheitert. Unterhändler der EU-Staaten und des Parlaments konnten sich nicht auf einen Kompromiss einigen. EU-Einigung scheitert: „Freiwillige Chatkontrolle“ endet
Immer wieder ziehen Medienunternehmen und Autoren gegen Techkonzerne vor Gericht, weil diese ihr Material ohne Genehmigung für das Training ihrer KI-Modelle verwenden. Vor allem OpenAI sieht sich immer wieder Vorwürfen wegen Urheberrechtsverletzungen gegenüber. Die New York Times, das Medienhaus Ziff Davis, mehrere große indische Medien und eine Koalition wichtiger kanadischer Medienhäuser haben Klagen gegen das Unternehmen angestrengt. Nun zieht auch die Online-Enzyklopädie Encyclopaedia Britannica gegen OpenAI vor Gericht. Der Vorwurf auch hier: Urheberrechts- und Markenverletzung. Urheberrecht: Encyclopaedia Britannica verklagt OpenAI wegen KI-Training
Nvidia denkt das Spiele-Rendering neu. Auf der GTC-Konferenz hat das Unternehmen DLSS 5 (Deep Learning Super Sampling) vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein KI-Modell, das aus Farben und Bewegungsvektoren eines Videospiels annähernd fotorealistische Grafiken baut. Die KI soll tiefer in die Spiele integriert sein als vorherige DLSS-Versionen, heißt es. Nvidia-CEO Jensen Huang spricht von einer „Neuerfindung der Spielegrafik“. Neural Rendering: Nvidia DLSS 5 soll Videospiele fotorealistisch machen
Mehrere US-Bundesstaaten, darunter Colorado und Kalifornien, haben kürzlich Gesetze erlassen, wonach „Anbieter von Betriebssystemen“ künftig einen Mechanismus zur Altersverifikation anbieten müssen. Dieser greift, sobald jemand einen Account auf dem jeweiligen Computer anlegt. Kalifornien verlangt zusätzlich, dass das System die eingegebenen Daten bei der Registrierung mit öffentlichen Datenbanken abgleicht. Anbieter wie Microsoft, Apple und Google (für Android) lassen sich einigermaßen leicht zwingen, solche Abfragen in ihre Betriebssysteme einzubauen. In der Linux-Welt aber sieht es anders aus: Denn wer ist da ein „Operating System Provider“, wie es im kalifornischen Gesetz heißt? Linux soll Ausweise prüfen: Wie die Community sich dagegen wehrt
Auch noch wichtig:
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(akn)
Künstliche Intelligenz
#TGIQF: Das Quiz rund um Spam-E-Mails
Am 3. Mai ist ein zweifelhaftes Jubiläum. An diesem Tag wurden im Arpanet, einem wissenschaftlichen Rechnernetzwerk, welches als Vorläufer des Internets gilt, die ersten SPAM-Nachrichten des IT-Zeitalters abgeschickt.
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„Thank God It’s Quiz Friday!“ Jeden Freitag gibts ein neues Quiz aus den Themenbereichen IT, Technik, Entertainment oder Nerd-Wissen:
Der Marketing-Manager Gary Thuerk kam auf die Idee, das wissenschaftliche Netzwerk für IT-Werbung zu nutzen. Er besorgte sich einen entsprechenden Zugang und versendete die erste Spam-Mail. War es damals nur eine nervige, aber abgesehen vom Zeitaufwand ansonsten harmlose unerwünschte Werbung, ist Spam mit kriminellen Inhalten mittlerweile zu einem wirtschaftlichen Problem geworden.
Sei es das Millionenerbe, das nach Zahlung einer Bearbeitungsgebühr überwiesen werden soll, die große Liebe, die nur eine Zahlung für das Flugticket entfernt ist, oder der vermeintliche Geheimtipp im Kryptomarkt: Kaum ist das Geld weg, oder man kommt dem Täter auf die Schliche, ist der Kontakt urplötzlich vorbei.
Spam-Mails werden immer raffinierter und die Schäden steigen. Spam ist auch bei der Onlinekriminalität gegenüber deutschen Unternehmen ein wichtiges Element: Laut einer Umfrage sollen der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 insgesamt Schäden von rund 179 Milliarden Euro durch Cybercrime entstanden sein.
Mit einem kleinen Nerdquiz rund um Spam läuten wir das Wochenende ein. In der heiseshow stellte Moderatorin Anna Bicker heise online-Chef Dr. Volker Zota und Redakteur Malte Kirchner drei Fragen vorab. Wie ein guter Spamfilter, sortierten sie 2⁄3 der falschen Antworten aus.
Sie können in Ruhe in 10 Fragen maximal 100 Punkte erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik sind wie immer gern gelesen.
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Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.
Und falls Sie Ideen für eigene Quizze haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster, aka Herr der fiesen Fragen.
(mawi)
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Harry Potter-Spiel kostenlos sichern | heise online
Das lange Wochenende können sich Harry-Potter-Fans mit einem Schnapper versüßen: Epic Games bietet in seinem Games Store Hogwarts Legacy kostenlos zum Download an. Der Ansturm auf die Downloadserver dürfte entsprechend groß sein.
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Das 2023 erschienene Open-World-Spiel kann man sich im Epic Games Store kostenlos in die Bibliothek seines Epic-Games-Accounts holen. Einmal heruntergeladen, kann man es von hier dauerhaft spielen, einzige Voraussetzung dafür ist ein Epic-Games-Account. Wer das machen will, sollte aber damit rechnen, dass es mehrere Anläufe brauchen und mit dem Download auch etwas dauern könnte. Im Dezember hatte Epic Games dasselbe Angebot schon mal, die Server waren zeitweise überlastet. Dieses Mal geht die Aktion laut Shop-Seite bis zum 3. Mai um 17 Uhr, solange kann das Spiel kostenlos heruntergeladen werden.
Solche kostenlosen Downloads bietet Epic Games regelmäßig an, um den eigenen Store attraktiv zu machen. Dass derart prominente Spiele wie „Hogwarts Legacy“ nur wenige Jahre nach dem Marktstart gratis angeboten werden, ist aber eine Seltenheit. Das „Harry Potter“-Spiel wurde mehr als 34 Millionen Mal verkauft und gehört damit zu den erfolgreichsten Videospielen der vergangenen Jahre. Regulär kostet „Hogwarts Legacy“ 60 Euro, im Sale wurde es aber schon ab 9 Euro angeboten.
25 bis 70 Stunden Spielzeit
Qualitativ ist „Hogwarts Legacy“ solide: Es verbindet typische Open-World-Fleißaufgaben mit linearen Missionen, die eine neue Geschichte lange vor den „Harry Potter“-Filmen erzählen. Zwischendurch muss man Gegenstände sammeln, Rätsel lösen und die offene Spielwelt erkunden. Wer nur die Story spielt, kann laut HowLongToBeat.com etwa 26 Stunden einplanen. Alle Sammelaufgaben und Nebenmissionen dauern zusammen mit der Hauptstory etwa 70 Stunden.
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(nen)
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c’t-Webinar: Tschüss Windows, hallo Linux!
Bei Linux denken viele noch an schwarze Bildschirme, blinkende Cursor und Befehle, die aussehen wie versehentlich auf die Tastatur gefallen. Die Realität sieht heute anders aus: aufgeräumte Desktops, grafische Installationsassistenten und Software-Center, die an App-Stores erinnern.
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Das c’t-Webinar nimmt Ein- und Umsteiger mit auf eine Tour durch das heutige Linux. Keywan Tonekaboni, Redakteur im Ressort Betriebssysteme und Sicherheit, zeigt praxisnah, was zwischen erstem Desktop-Eindruck, Installation und dem Umzug der eigenen Daten von Windows alles passiert – und wo es sich lohnt, genauer hinzuschauen.
Hübsche Desktops und gefahrloses Ausprobieren
Zu Beginn lernen Sie verschiedene Desktop-Oberflächen wie KDE Plasma, Gnome und Cinnamon kennen – denn bei Linux darf man sich aussuchen, wie der eigene Schreibtisch aussehen soll. Anschließend zeigt der Referent, wie Sie ein Linux-Live-System auf einem USB-Stick vorbereiten und starten. Mit so einem Live-System können Sie Linux in aller Ruhe testen, ohne auch nur eine einzige Datei auf Ihrer Festplatte anzurühren. Ganz nebenbei prüfen Sie, ob Ihre Hardware mitspielt. Typische Stolperfallen bei Dual-Boot-Konfigurationen mit Windows – etwa das gern querschießende BitLocker – kommen ebenso zur Sprache wie die eigentliche Erstinstallation.
Terminal-Angst überwinden
Am Beispiel von Linux Mint demonstriert Keywan Tonekaboni, wie Sie Software über die grafische Softwareverwaltung installieren, welche Alternativen es zu gewohnten Windows-Programmen für Office-Arbeit und Bildbearbeitung gibt und wie Treiber und Updates funktionieren. Auch erste Schritte im Terminal stehen auf dem Programm – aber keine Sorge: Die Konsole beißt nicht. Spätestens nach dem Webinar werden Sie feststellen, dass ein paar eingetippte Zeilen manchmal sogar schneller zum Ziel führen als jedes Klick-Menü. Darüber hinaus erfahren Sie, wie Sie eine Datenmigration von Windows sauber vorbereiten, damit beim Umzug nichts verloren geht.
Nach dem Webinar wissen Sie, welche Distributionen sich für den Einstieg eignen, wo Linux seine Software herbekommt, wie Paketquellen und Flatpak zusammenspielen und worauf Sie beim Hardware-Kauf achten sollten.
Für Neugierige, Wechselwillige und Rückkehrer
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Das Webinar richtet sich an Windows-Nutzer mit Wechselgedanken, Linux-Neugierige ohne tiefe Vorkenntnisse und alle, die Linux vor vielen Jahren mal ausprobiert und damals vielleicht entnervt aufgegeben haben. Vorkenntnisse brauchen Sie keine – alle Schritte werden erklärt und eingeordnet.
Während der Veranstaltung können Sie über einen Online-Chat Fragen stellen. Zur Teilnahme genügt ein aktueller Webbrowser. Im Nachgang erhalten Sie Zugriff auf die Aufzeichnung und können das Gezeigte in Ihrem eigenen Tempo nachvollziehen. Alle Informationen zur Veranstaltung sowie Details zur Anmeldung finden Sie auf der Website zum Webinar.
- Termin: 19. Mai 2026
- Uhrzeit: 15:00 bis 18:00 Uhr
- Preis: 69,00 Euro
(abr)
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