Künstliche Intelligenz
Dienstag: SpaceX übernimmt xAI, Grok-Skandal möglichweise aus Kalkül
Elon Musk fusioniert zwei seiner Firmen. Das Raumfahrtunternehmen SpaceX übernimmt xAI samt dem KI-Chatbot Grok und dem sozialen Netzwerk X. Die angekündigten Pläne sind selbst für Musk hochtrabend. Der Skandal um mit dem KI-Chatbot Grok von xAI erstellte sexualisierte Deepfakes beschäftigt derweil weiter die Öffentlichkeit. Dokumente und Aussagen von mehreren früheren Mitarbeitern des Unternehmens nähren den Verdacht, die entsprechende Bildbearbeitungsfunktion könnte bewusst in Kauf genommen worden sein, um das soziale Netzwerk X interessanter zu machen. Das berichtet die Washington Post. Und Google scannt Telefonate seines US-Mobilfunkdienstes Fi Wireless mit einer KI, hält sich bei Einzelheiten aber bedeckt – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Fast konstante Sonnenenergie soll in Zukunft Elon Musks Künstliche Intelligenz Grok antreiben – mit anfangs einer Million Satelliten. Damit begründete Musk die am Montag erfolgte Übernahme seiner Firma xAI durch das ebenfalls ihm gehörende Raumfahrtunternehmen SpaceX. Zugleich verkündet der Konzernchef ambitionierte Pläne. Ob die sich umsetzen lassen, wird sich zeigen müssen. Sie könnten aber den geplanten Börsengang von SpaceX beflügeln. Elon Musk fusioniert SpaceX mit xAI: KI aus dem Weltall mit Sonnenkraft
Nach antisemitischen Ausfällen im Sommer vergangenen Jahres sorgte der KI-Chatbot Grok von Elon Musks sozialem Netzwerk X zuletzt mit der Erstellung und Verbreitung sexualisierter KI-Bilder und -Videos für Aufregung. Die US-Tageszeitung Washington Post hat mit einem halben Dutzend ehemaliger Mitarbeiter gesprochen und interne Dokumente eingesehen. Demnach unterscheidet sich die Funktionsweise von Grok von der anderer KI-Bildbearbeitungsdienste – und das wohl keineswegs zufällig. Ziel könnte gewesen sein, bewusst die Popularität von Grok zu steigern. Medienbericht: Sexualisierte Deepfakes von Grok möglicherweise aus Kalkül
Seit bald elf Jahren betreibt Google den Mobilfunkdienst Fi Wireless (vormals Google Fi, ehemals Project Fi). Telefonate routet der Konzern über eigene Server. Dort wiederum greift eine Künstliche Intelligenz (KI) ein, mit dem Ziel, Hintergrundgeräusche zu unterdrücken und gesprochenes Wort zu verstärken. Viele Fragen, vor allem zum Datenschutz, aber sind offen, darunter, ob auch internationale Verbindungen bearbeitet werden, wie lange die Daten gespeichert bleiben und was Google sonst damit macht. Mobilfunk von Google: KI lauscht mit und verbessert den Ton
Das EU-Satellitenprojekt IRIS² ist als umfassende europäische Satellitenkonstellation konzipiert. Sie soll einmal als Alternative zu Starlink von SpaceX dienen. Das System wird aus 282 Satelliten auf verschiedenen Umlaufbahnen bestehen und soll neben militärischer und behördlicher Kommunikation auch kommerzielle Internetdienste bereitstellen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund elf Milliarden Euro. In einigen Jahren soll das EU-eigene Satellitenkommunikationssystem Govsatcom in IRIS² integriert werden. Ende Januar wurde es in Betrieb genommen. Acht Satelliten aus fünf Ländern sollen verschlüsselte Verbindungen sichern. EU hat Govsatcom gestartet: Sichere Satellitenkommunikation für Regierungen
Luminar Technologies ist pleite. Der US-amerikanische Hersteller von Lidar-Sensoren schuldet über eine halbe Milliarde US-Dollar, wesentlich beeinflusst durch eine fehlgeschlagene Kooperation mit dem Autokonzern Volvo. Nun wird das Unternehmen abgewickelt. Eine Versteigerung brachte jedoch nur einen Bruchteil der Schulden. Als das Insolvenzgericht die zuvor durchgeführte Versteigerung der Vermögenswerte Luminars bestätigen sollte, trat jedoch plötzlich ein neuer Bieter mit einer deutlich höheren Summe auf. Überbot gescheitert: Luminar-Vermögen geht zum Bankrottpreis an Microvision
Auch noch wichtig:
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- Clawd alias MoltBolt alias OpenClaw ist derzeit das wohl heißeste KI-Projekt. Entwickler Peter Steinberger hat es spezifisch an den Mac angepasst. OpenClaw: KI-Client steuert Mac fern
(akn)
Künstliche Intelligenz
Wie Sie die passende Hardware für Ihren Glasfaseranschluss finden
Sie haben die Faser bestellt, der Provider hat sie schon bis ins Haus gelegt und bald soll auch die Anschlussdose an die Wohnzimmerwand geschraubt werden. Der Umstieg steht kurz bevor, doch braucht es für das neue Internet auch komplett neue Hardware? Nicht immer, denn mit etwas Glück genügt schon ein zusätzliches Gerätchen für 30 bis 40 Euro. Manchmal brauchen Sie aber auch einen neuen Router.
Wann was nötig wird, klären wir im Folgenden. Damit Sie sich bei der Hardware-Auswahl besser zurechtfinden, deuten wir wichtige Begriffe und gängige Abkürzungen, bevor es an die wünschenswerten Merkmale der verschiedenen Gerätetypen geht. Außerdem gibt es praktische Tipps für verschiedene Konstellationen.
- Für Internet per Glasfaser brauchen Sie keine Vollausstattung vom Provider, manchmal genügt schon ein neues Modem für den alten Router.
- Die neue Hardware muss zum Anschluss passen – es gibt mehrere zueinander inkompatible Standards.
- Die Inbetriebnahme scheitert manchmal an Kleinigkeiten, mit etwas Umsicht lassen sich die Klippen umschiffen.
Wenn endlich Licht auf der Faser liegt, kann das Internet über eines von drei Übertragungsverfahren ankommen: Gigabit Passive Optical Network (GPON), 10 Gigabit Symmetric PON (XGS-PON) oder Active Optical Network (AON). GPON liefert das Internet mit maximal 2500 Megabit pro Sekunde oder 2,5 Gbit/s an, in Gegenrichtung gehts höchstens mit der Hälfte (1,25 Gbit/s). XGS-PON arbeitet mit 10 Gbit/s in beide Richtungen und damit zehnmal so schnell wie AON (1 Gbit/s).
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Sie die passende Hardware für Ihren Glasfaseranschluss finden“.
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Künstliche Intelligenz
IBM QRadar SIEM: SSH-Sessions kompromittierbar
IBMs IT-Sicherheitslösung wird aufgrund von mehreren Softwareschwachstellen zur Gefahr für PCs und Netzwerke. Auf App Connect Enterprise sind ebenfalls Attacken möglich.
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Verschiedene Gefahren
Nutzen Angreifer mehrere Sicherheitslücken in QRadar SIEM aus, können sie einer Warnmeldung zufolge unter anderem Konfigurationsdateien einsehen (CVE-2025-36051 „mittel“). In einem weiteren Beitrag warnen die Entwickler noch vor Schwachstellen in mehreren Komponenten, die die Sicherheitslösung einsetzt.
Nutzen Angreifer diese Lücken erfolgreich aus, kann es etwa im Kontext des Linux-Kernels zu Speicherfehlern kommen. Darauf folgen in der Regel Abstürze. Oft kann dabei aber auch Schadcode auf Systeme gelangen und sie kompromittieren (etwa CVE-2025-40135 „hoch“).
Attackieren Angreifer eine Lücke (CVE-2025-5372 „hoch“) in OpenSSL, können sie die Kontrolle über SSH-Sessions erlangen. In den Warnmeldungen gibt es keine Hinweise, dass Angreifer die Schwachstellen bereits ausnutzen. Das kann sich aber schnell ändern und Admins sollten sicherstellen, dass die gegen die geschilderten Angriffe geschützte Version IBM QRadar SIEM 7.5.0 UP15 installiert ist.
App Connect Enterprise ist den Angaben einer Warnmeldung zufolge über insgesamt drei Schwachstellen angreifbar. Eine Lücke davon gilt als „kritisch“ (CVE-2026-25896). Darüber können Angreifer im Kontext der XML-Verarbeitung eine XSS-Attacke ausführen. Auch hier gibt es bislang keine Hinweise auf bereits laufende Attacken.
Die Entwickler versichern, die Sicherheitsprobleme in IBM App Connect Enterprise v13- Fix Pack Release 13.0.6.2 und v12- Fix Pack Release 12.0.12.24 gelöst zu haben.
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(des)
Künstliche Intelligenz
China überholt EU bei Autoexporten
Die Ausfuhren von Autos und Autoteilen aus der EU nach China sind vergangenes Jahr um 34 Prozent auf 16 Milliarden Euro gesunken. Seit 2022 hätten sich die Exporte damit mehr als halbiert. Zugleich stiegen die Importe aus China in dem Bereich um acht Prozent auf 22 Milliarden Euro. Aus einem Exportüberschuss in zweistelliger Milliardenhöhe ist damit innerhalb weniger Jahre ein Defizit geworden. Das geht aus einer Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor.
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Auch für Deutschland zeigt sich diese Entwicklung: China war 2025 nur noch das sechstwichtigste Exportland für deutsche Hersteller. Zwar lagen die Exporte noch über den Importen. Der Abstand schrumpft aber. Seit dem Rekordjahr 2022 haben sich die Ausfuhren in die Volksrepublik mehr als halbiert: von rund 30 Milliarden auf 13,6 Milliarden. Im selben Zeitraum sind die Kfz-Einfuhren aus China um zwei Drittel auf 7,4 Milliarden Euro gestiegen. „Bei einer Fortschreibung der jeweiligen Kurven könnten sich 2026 Importe und Exporte die Waage halten“, heißt es in der Analyse.
Experte: Wettbewerb wird sich weiter verschärfen
Chinesische Autohersteller haben nach Angaben von EY-Experte Constantin Gall zurzeit einen schweren Stand in Deutschland. Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW und deren Marken hätten ihre Marktanteile bislang erfolgreich gegen sie verteidigt. Auf anderen europäischen Märkten hingegen verzeichneten die Chinesen inzwischen bemerkenswerte Erfolge „2026 werden wir eine weitere Intensivierung des Wettbewerbs sehen. Der Druck auf den Autostandort Deutschland wird daher weiter steigen“, prognostiziert Gall.
Zur Einordnung wichtig ist: Zu den Kfz-Teilen gehören EY zufolge auch E-Auto-Batterien. Diesen Markt dominieren Anbieter aus China. Außerdem haben deutsche Autohersteller und Zulieferer auch Werke in der Volksrepublik. Sie produzieren dort für den lokalen Markt, exportieren aber auch Fahrzeuge und Teile nach Europa. Das gilt beispielsweise für Modelle der BMW-Marke Mini oder das SUV Cupra Tavascan aus dem Volkswagen-Konzern. Auch Mercedes-Benz baut Fahrzeuge der Marke Smart zusammen mit seinem Großaktionär Geely vollständig im chinesischen Xi’an und exportiert sie dann.
Zehntausende Jobs fallen weg
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Die Krise in der Branche und die zunehmende Konkurrenz hatte sich bereits im vergangenen Jahr auf die Geschäfte ausgewirkt. Der Umsatz der deutschen Automobilindustrie sank demnach 2025 um 1,6 Prozent auf fast 528 Milliarden Euro. Hersteller und Zulieferer meldeten teils deutliche Gewinneinbrüche. Für die Studie ausgewertet wurden nach EY-Angaben Daten des Statistischen Bundesamts, der Agentur für Arbeit und der EU-Statistikbehörde Eurostat.
Die Beschäftigung ging ebenfalls deutlich zurück: Die Zahl der Jobs schrumpfte um 6,2 Prozent oder knapp 50.000 auf rund 725.000 – der niedrigste Stand seit 14 Jahren. In der Autoindustrie gibt es eine Reihe von Jobabbauprogrammen, die noch über eine längere Zeit laufen. Stellen werden unter anderem bei Mercedes-Benz, im Volkswagen-Konzern und den dazugehörigen Marken sowie bei Zulieferern wie Bosch, Aumovio, ZF Friedrichshafen und Mahle abgebaut.
Zulieferer besonders stark unter Druck
Gerade die Zulieferindustrie gerät im Vergleich zu den Herstellern zunehmend in Bedrängnis. Der Umsatz sank 2025 um vier Prozent, die Beschäftigung sogar um gut ein Zehntel. Seit 2019 sei damit fast jede vierte Stelle in diesem Bereich weggefallen – insgesamt rund 73.000 Jobs. Gall sieht einen beschleunigten Strukturwandel. Der Abwärtstrend habe sich zuletzt noch verstärkt, erklärte er.
Die Ursachen für die angespannte Lage sind EY zufolge vielfältig. Neben dem wachsenden Wettbewerbsdruck aus China und schwächelnden Exportmärkten belasten vor allem die schwache Konjunktur, geopolitische Krisen und hohe Neuwagenpreise die Nachfrage. Gleichzeitig sorgt der nur langsame Anstieg beim Verkauf von E-Autos für weitere Probleme: Viele Unternehmen hätten hohe Investitionen getätigt, ohne dass sich bislang die erwarteten Absatzzahlen eingestellt hätten. Hinzu kämen Nachteile des Standorts Deutschland wie hohe Kosten und Bürokratie.
Mehr zum Pkw-Markt
(mfz)
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