Apps & Mobile Entwicklung
Was macht DLSS 5?: Nvidias Antwort in einem Satz ist „die KI weiß, was sie tut“

Wie genau funktioniert DLSS 5? Welche Informationen nimmt die Technologie vom Spiel entgegen und welche Techniken kommen zum Einsatz um das finale Bild zu rendern? Jetzt hat Nvidia bestätigt, dass am Ende doch „nur“ das fertige 2D-Bild der Engine und Motion Vectors die Basis sind. Für Nvidia gibt es dieses „nur“ jedoch nicht.
Welchen Input liefert die Engine an DLSS 5?
Wie DLSS 5 im Detail funktioniert, war öffentlichen Informationen bisher nicht zu entnehmen. Nvidia hat allerdings gesagt, dass DLSS 5:
- Farb- und Bewegungsvektoren des Spiels für jedes Frame berücksichtigt, weshalb die Ausgabe im ursprünglichen 3D-Inhalt verankert bleibt („3D Guided Neural Rendering“).
- Die von der Engine vorgegebene Geometrie dabei nicht angepasst wird.
- Entwicklern detaillierte Steuerungsmöglichkeiten wie Intensität und Farbkorrektur zur Verfügung stellt. Künstler können damit Mischung (Blending), Kontrast, Sättigung und Gamma anpassen und festlegen, wo und wie Verbesserungen angewendet werden, um die einzigartige Ästhetik des Spiels zu erhalten.
Deshalb soll DLSS 5 auch nicht das Artdesign verändern, der zentrale Vorwurf der letzten Tage.
Doch wie genau berücksichtigt DLSS 5 den Inhalt eines Frames? Erhält DLSS 5 zu diesem Zweck auch Informationen zum zugrundeliegenden 3D-Modell inklusive Tiefeninformationen direkt aus der Engine oder nicht? Explizit gesagt hat das Nvidia bisher nicht, doch die Aussage, dass „die Geometrie“ nicht verändert wird, klang für viele danach.
Die Basis: Ein 2D-Bild und Bewegungsvektoren
Allem Anschein nach war diese Schlussfolgerung falsch. Denn wie Daniel Owen auf Nachfrage bei Nvidia von Jacob Freeman erfahren hat, ist die Basis von DLSS 5 das fertig gerenderte 2D-Bild der Engine zuzüglich Bewegungsvektoren („Motion Vectors“) um zu verstehen, wie sich Objekte von Bild zu Bild bewegen.
3D- und Tiefeninformationen oder Informationen zu den vom Designer gewählten Oberflächen (Physical Based Rendering Properties) bekommt DLSS 5 also nicht direkt von der Engine übergeben. DLSS 5 sieht „nur“ den fertig gerenderten Frame und wie sich Objekte von Frame zu Frame bewegen.
Für die KI ist das mehr als genug!?
Das „nur“ ist in der Bewertung dieses Ansatzes allerdings entscheidend. Für Nvidia gibt es allem Anschein nach kein „nur“. Denn die KI, die hinter DLSS 5 steckt, braucht in Nvidias Kosmos keine weiteren Informationen aus der Engine, im fertig gerenderten 2D-Bild ist unter Zuhilfenahme der Bewegungsvektoren schließlich all das enthalten:
- Die Geometrie
- Die Tiefeninformationen
- Informationen über Farben, Kontraste, Licht und Schatten
- Informationen zu den Oberflächenbeschaffenheiten
Nvidias Ansatz ist im Endeffekt „Die KI ist perfekt“. Die eigene KI versteht, was auf dem 2D-Bild zu sehen ist – ohne zu wissen, wie die Engine zu diesem Ergebnis gekommen ist. Denn das fertige Bild enthält ja alle Informationen. Das ist sicher nicht der Ansatz, den viele Spieler erwartet haben.
Am Kernproblem ändert sich auch dadurch aber eigentlich nichts: Egal wie DLSS 5 funktioniert, es kommt darauf an, was dann daraus gemacht wird. Bedenken, dass das nicht funktionieren wird, werden die neuen Erkenntnisse über die technischen Hintergründe mit einer allgemein wachsenden Skepsis gegenüber KI aber nicht ausräumen – im Gegenteil.
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Neues SSD-Gehäuse: Asus bringt ROG Strix Aiolos mit schnellerem USB

Mit dem ROG Strix Aiolos stellt Asus ein neues SSD-Gehäuse vor. Es verfügt über USB mit 20 Gb/s und unterstützt M.2-SSDs mit NVMe und SATA, die werkzeuglos eingebaut werden können. Neben einer Kühlfunktion und Schutz vor Staub gibt es einen Anhänger und RGB-Leuchteffekte.
Mehr Durchsatz dank USB 20 Gbit/s
Mit dem ROG Strix Arion betrat Asus vor über 6 Jahren den Markt der SSD-Gehäuse für den externen Einsatz. Während das Arion noch mit USB 10 Gbit/s arbeitet, erlaubt der Nachfolger Aiolos den doppelten Durchsatz dank USB 20 Gbit/s. Damit sind Transferraten im Bereich von 2.000 MB/s machbar, sofern die verbaute SSD dafür schnell genug ist.
In dem 115,5 × 46 × 15,12 mm (L×B×H) messenden Gehäuse findet eine M.2-SSD der Formate 2280, 2260 oder 2242 Platz. Das 3 cm kurze M.2-2230-Format bleibt damit außen vor. Der nicht näher beschriebene Bridge-Chip übersetzt von NVMe oder SATA in das USB-Protokoll. Um die Leistung auszureizen, muss mindestens eine SSD mit PCIe 3.0 verbaut werden.
Für den Einbau wird, wie schon beim Vorgänger, kein Werkzeug benötigt, allerdings verzichtet Asus auf eine Rändelschraube und setzt nun auf einen Schiebemechanismus (Push-to-Open) an den Flanken, über den die Gehäuseschalen entriegelt und aufgeklappt werden können.
Wärmeleitpad und Hitzeschutz
Im Inneren sorgt ein Wärmeleitpad für die Hitzeübertragung von der SSD auf das Aluminium-Gehäuse, das es auf immerhin 139 Gramm Gewicht bringt. Damit es beim Anfassen nicht zu warm wird, setzt Asus eine Beschichtung aus Silikonkautschuk ein. Diese sorgt zum einen dafür, „dass sich die SSD auch bei der Benutzung kühl anfühlt“, zum anderen wird damit Staub ferngehalten, so Asus. Eine IP-Zertifizierung liegt allerdings nicht vor bzw. wird von Asus nicht erwähnt.
Über ein Schlüsselband mit Metallhaken kann die externe SSD zum Beispiel an einem Rucksack befestigt werden. Der Haken soll deutlich stabiler als beim Vorgänger ausfallen: „Der neue Haken bietet die fünffache Zugfestigkeit gegenüber dem im ROG Strix Arion verwendeten Haken“, wirbt Asus. Ein Dieb dürfte mit einer geeigneten Schere aber dennoch leichtes Spiel haben, um den Stoffanhänger zu durchtrennen. Den Datenträger so offen zur Schau zu tragen, wie auf manchen Pressebildern, ist je nach Einsatzort vielleicht ohnehin nicht die beste Idee.
Angeschlossen wird das Gehäuse über das mitgelieferte USB-C-Kabel mit Stoffummantelung. Am Computer kann mit der Asus-Software ROG SSD Dashboard der Zustand der verbauten SSD überwacht werden. Die integrierte RGB-Beleuchtung lässt sich wiederum über die App Aura Creator regulieren.
Preis und Verfügbarkeit
Asus gibt heute die sofortige Verfügbarkeit des ROG Strix Aiolos bekannt. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 69,90 Euro. Im Online-Handel starten die Preise aktuell bei knapp 65 Euro. Das ältere ROG Strix Arion kostet rund 50 Euro.
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Google-Smartphones: Pixel 11 mit RGB-Anzeige, 2-nm-SoC und MediaTek-Modem

Mitte August dürfte Google die aus vier Smartphones bestehende Pixel-11-Serie vorstellen. Ein umfangreicher Leak gibt vorab Einblick in die technische Ausstattung der Google-Smartphones. Dazu gehört mit dem Tensor G6 auch ein neuer 2-nm-Chip von Google. Die Serie soll außerdem neue Kamerasensoren und eine RGB-Anzeige erhalten.
Der aktuelle Leak stammt von Mystic Leaks auf Telegram und knüpft an einen früheren Beitrag desselben Nutzers an, der Wallpaper des Pixel 11 Pro Fold zeigte.
Tensor G6 aus 2-nm-Fertigung von TSMC
Dem aktuellen Beitrag zufolge plant Google für den Spätsommer die Ankündigung von vier Smartphones: Pixel 11 („Cubs“), Pixel 11 Pro („Grizzly“), Pixel 11 Pro XL („Kodiak“) und Pixel 11 Pro Fold („Yogi“). Allen vier Modellen gemein sei der Tensor G6, den Google bei TSMC in N2 fertigen lasse. Der letztjährige Tensor G5 war nach zwei Generationen in 4 nm der erste 3-nm-Chip von Google.
MediaTek M90 statt Samsung-Modem
Der Chip setze auf die aktuellen C1-CPU-Kerne von Arm, genauer gesagt einen C1-Ultra mit 4,11 GHz, vier C1-Pro mit 3,38 GHz und zwei C1-Pro mit 2,65 GHz. Genannt werden in dem Leak außerdem der neue Sicherheitschip Titan M3 („Epic“), die IMG PowerVR CXTP-48-1536 als GPU, eine neue TPU („Santafe“), ein neuer GXP-Bildsignalprozessor („Metis“) und nach fünf Generationen mit Samsung-Exynos-Modem auch das MediaTek M90 als neues Mobilfunkmodem.
Project Toscana noch nicht einsatzbereit
Der neue Chipsatz soll in allen vier Smartphones zum Einsatz kommen. Nicht in die Geräte geschafft habe es „Project Toscana“, die neue, auf Infrarot basierende Face-Unlock-Technologie von Google. Wird auf das Entsperren per Fingerabdruck verzichtet, kommt für die Gesichtsentsperrung weiterhin eine klassische Kamera zum Einsatz.
RGB-LED-Anzeige statt Thermometer
Nicht länger anzutreffen sei zudem das bislang bei den Pro-Modellen in der Kameraleiste integrierte Thermometer. Stattdessen werde Google eine RGB-LED-Anzeige verbauen, die in gewissem Maße Ähnlichkeiten zum Nothing Glyph Interface aufweise, jedoch kleiner ausfalle. Bei welchen Apps die Anzeige zum Einsatz kommt oder welche Statusinformationen darüber angezeigt werden können, ist noch nicht bekannt.
Neue Sensoren und Linsen für Kameras
Aufgeführt werden in dem Beitrag auch neue Kameras. Das Pixel 11 soll einen 50-MP-Sensor („chemosh“) und eine neue Linse („vesta“) erhalten. Dem Pixel 11 Pro wird ebenfalls ein neuer Sensor („bastet“) und eine neue Linse („vesta“) für die Hauptkamera nachgesagt, aber auch ein Upgrade von Sensor („barghest“) und Linse („chonky“) des Teleobjektivs stehe an – gleiches gilt für das Pixel 11 Pro XL.
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HyperX Clutch Talon: Gamepad kann mit Zubehör und 3D-Druck angepasst werden

HPs Gaming-Sparte Hyper X sucht beim High-End-Controller Clutch Talon eine Nische in universeller Nutzung. Das Gamepad kann am PC, Xbox-Konsolen und an Android-Smartphones für Eingaben genutzt werden. Dabei helfen eine Halterung und modulare Bestandteile mit Kompatibilität zu 3D-Druckern.
Der Clutch Talon folgt dem Xbox-Layout mit diagonal angeordneten Thumbsticks. Für sie sowie die Trigger nutzt das Gamepad Hall-Effekt-, aber noch keine TMR-Technik, die etwas akkurater, flotter und stromsparender zu Werke gehen soll. Stick Drift als Problem eliminieren aber auch diese Sticks. Zusatztasten gibt es nur zwei Stück in Form von Paddles an der Unterseite, ansonsten hält sich HyperX an das Regellayout. Da über die Tastentechnik kein Wort verloren wird, dürften Rubberdome-Switches zum Einsatz kommen.
Modularität und 3D-Druck
Modularität ist HyperX wichtiger. Trigger, Sticks, Back Paddles, D-Pad, und Abdeckplatten auf Ober- und Unterseite können ausgetauscht werden. Die Abdeckplatten können zudem dank Dateien auf der HyperX-Unterseite auf Printables im 3D-Drucker selbst gefertigt werden. Wie das Zubehör aussehen kann und welche exakte Form es im Lieferumfang hat, lässt sich mangels Bildmaterials allenfalls abschätzen.
Tasten können mit der HyperX-Software „Engenuity“ („Ingenuity“, dt. Erfindergeist) in vier Profilen neu belegt werden. Einstellen lassen sich außerdem Auslösepunkte der Trigger und Totzonen der Sticks.
Daten werden per Bluetooth, Kabel oder einem 2,4-GHz-„Hochgeschwindigkeits-Dongle“ übertragen. Von 8.000 Hz Abfragerate schreibt HyperX jedoch nichts. Da „Hochgeschwindigkeit“ kein fest definierter, sondern nur suggestiver Begriff ist, muss von 1.000 Hz ausgegangen werden.
Ein integrierter 1.000-mAh-Akku soll eine Laufzeit von maximal 30 Stunden gewährleisten. Auf das Gewicht wirkt sich das kaum aus: Mit 275 Gramm wiegt der Clutch Talon marginal weniger als das Xbox-Gamepad. Dennoch soll er mobil genutzt werden. Ein ansteckbarer Clip ermöglicht die Befestigung von Smartphones, um unterwegs spielen zu können. Neben Android-Geräten stehen Xbox Series X|S und der PC auf der Kompatibilitätsliste.
Preis und Verfügbarkeit
Im Handel soll das Clutch Talon ab Juni verfügbar sein, die Preisempfehlung beziffert HyperX auf rund 160 Euro.
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