Connect with us

Digital Business & Startups

Diese 13 KI-Gründerinnen solltet ihr kennen


Der Anteil von Frauen in Sachen Startup-Gründungen liegt in Deutschland seit Jahren bei unter 20 %, wie etwa der Female Founders Monitor zeigt.

In der Hoffnung, dass Vorbilder positiv wirken, stellen wir hier im Rahmen des Internationalen Frauentags am 8. März gemeinsam mit der KI-Initiative AI NATION einige Gründerinnen von angesagten oder aufstrebenden KI-Startups vor, die ihr kennen solltet (alphabetisch nach den Namen der Startups).

Fuzhan Rahmanian, Co-Gründerin und CEO, AccelionTech

Fuzhan Rahmanian ist Co-Gründerin und CEO von AccelionTech. AccelionTech, in München gegründet, entwickelt eine KI-gestützte Orchestrierungsschicht für die Batterieherstellung, die Echtzeit-Rückverfolgbarkeit und Prozessoptimierung ermöglicht. Die Plattform vereint Fertigungsdaten, um Ausschuss zu reduzieren, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die vorgelagerte Produktion mit der nachgelagerten Leistung zu verknüpfen.

Barbara Bachus, Co-Gründerin, ExoMatter

Barbara Bachus ist Co-Gründerin von ExoMatter, einer Plattform für Materialforschung und -entwicklung. ExoMatter greift auf Materialdaten aus zahlreichen wissenschaftlichen Quellen – und/oder eigenen Daten – zurück und nutzt KI, um die Daten anzureichern. So können eine Vielzahl multidimensionaler physikalischer, chemischer und ingenieurtechnischer Kriterien sowie Nachhaltigkeitseigenschaften und die voraussichtlichen Kosten berücksichtigt werden.

Nina Germanus, Co-Gründerin und Co-CEO, Green Fusion

Nina Germanus ist Co-Gründerin und CEO von Green Fusion. Das Startup hat einen „Energiespar-Pilot“ entwickelt, mit dem Heizungskeller digitalisiert werden. Außerdem sorgt die Lösung für die Automatisierung und Optimierung des gesamten Betriebs für maximale Effizienz und Nachhaltigkeit in der Wohnungswirtschaft. Die bekannten Investoren HV Capital, XAnge, BitStone Capital, Übermorgen Ventures, kopa ventures, Vireo Ventures und Brandenburg Kapital investierten zuletzt 12 Millionen Euro in Green Fusion. 

Emily Sheridan, Co-Gründerin und CTO, Level Nine

Emily Sheridan ist Mitgründerin und CTO von Level Nine. Level Nine hat einen neuartigen industriellen Katalysator entwickelt, mit dem lokal reichlich vorhandene biobasierte Rohstoffe unter milderen Bedingungen und mit deutlich geringerem Energiebedarf in chemische Zwischenprodukte umgewandelt werden können. Das Herzstück dieser bahnbrechenden Entwicklung ist eine KI-gestützte Plattform zur Entdeckung von Katalysatoren, die kostengünstigere und leistungsfähigere chemische Prozesse ermöglicht und damit zu einer höheren Effizienz und Widerstandsfähigkeit der chemischen Industrie beiträgt.

Marta Vitalis, Co-Gründerin und CEO, Mastory

Marta Vitalis ist Co-Gründerin und CEO bei Mastory. Das EdTech entwickelt eine KI-gestützte Plattform für den Mathematikunterricht, die die Art und Weise, wie Lehrkräfte ansprechende Lernerfahrungen gestalten und vermitteln, grundlegend verändern soll. Mastory kombiniert Prinzipien des aktiven Lernens mit spielbasierten Methoden, um die intrinsische Motivation der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Claudia Ehmke, Co-Gründerin und CPO, Oska Health

Claudia Ehmke ist Co-Gründerin und CPO beim Healthtech-Startup Oska Health, das im Zusammenspiel von Coaches und KI chronisch Erkrankten beim Ändern von Verhaltensweisen hin zu einem gesünderen Lebensstil unterstützt. Der belgische Investor Capricorn Partners, SwissHealth Ventures, Revent, Calm Storm, BMH, LBBW Venture Capital, GoHub Ventures und Aurum Impact investierten zuletzt 11 Millionen Euro in Oska. Hessen Kapital sowie Business Angels wie Marc Griefahn, Thorsten Richter und Björn Englund investierten zuvor bereits 2,5 Millionen in das Unternehmen. 

Jelena Ivanovska, Co-Gründerin und Chief Scientific Officer, provolut

Jelena Ivanovska ist Co-Gründerin und Chief Scientific Officer bei provolut. Das Biotech-Startup befähigt mit seiner KI-basierten Lösung Biotech-Innovatoren, ihre Protein-Engineering-Kampagnen zu optimieren und so bahnbrechende Möglichkeiten für das Gesundheitswesen, die Nachhaltigkeit und die industrielle Transformation zu erschließen. Durch die Integration modernster KI, Bioinformatik und proprietärer Methoden ermöglicht Exazyme nach eigenen Angaben die Entdeckung überlegener Proteine mit beispielloser Leistungsfähigkeit.

Theresa Schuhmann, Co-Gründerin, ReCircle Impact

Theresa Schuhmann ist Co-Gründerin von ReCircle Impact, einem Startup im Bereich Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, mit ungenutzten Gegenstände in den Lagern der Wirtschaft und den Kellern von Privathaushalten Wert zu schöpfen und Materialkreisläufe zu schließen.

Julia-Sophie Fuchs, Co-Gründerin und CEO, rhome

Julia-Sophie Fuchs ist Gründerin und CEO von rhome und zeigt, dass KI im B2B-Bereich am wirkungsvollsten dort ist, wo man sie am wenigsten erwartet: in der Compliance. rhome automatisiert das steuerliche und rechtliche Risikomanagement für grenzüberschreitendes Arbeiten – Geschäftsreisen, Workations, Entsendungen. Was Unternehmen bisher manuell, fehleranfällig oder gar nicht gemacht haben, übernimmt jetzt Software.

Ina Remmers, Co-Gründerin und Geschäftsführerin, Rulemapping Group

Ina Remmers ist Mitgründerin und Geschäftsführerin der Rulemapping Group. Als Sozialunternehmerin leistet sie seit über 20 Jahren Pionierarbeit für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit der Rulemapping Group verfolgt sie das Ziel, durch eine funktionierende Bürokratie das Vertrauen in staatliches Handeln zu sichern. 

Marie-Elisabeth Makohl, Co-Gründerin und CEO, SEAL Robotics

Marie-Elisabeth Makohl ist Co-Gründerin und CEO von SEAL Robotics. SEAL Robotics baut modulare Roboter, die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Rückverfolgbarkeit bei der Schiffahrtslogistik gewährleisten sollen. Der englische Uni-Investor Creator Fund, Auxxo Female Catalyst Fund, January Ventures, Marvelous und Stefan Tietze investierten zuletzt 2,1 Millionen US-Dollar in SEAL Robotics. 

Lena-Marie Pätzmann, Co-Gründerin und CEO, Sitegeist

Lena-Marie Pätzmann ist Co-Gründerin und CEO von Sitegeist, einem Startup, das einen autonomen und modularen Bauroboter entwickelt hat, der in der Lage ist, dem Fachkräftemangel in der Bauindustrie entgegenzuwirken. Der Schweizer Early-Stage-Investor b2venture, der Frühphasen-Geldgeber OpenOcean (Helsinki) sowie Business Angels wie Verena Pausder, Lea-Sophie Cramer und Alexander Schwörer investierten zuletzt 4 Millionen Euro in Sitegeist. 

Anna Franziska Michel, Co-Gründerin und CEO, yoona.ai

Anna Franziska Michel ist Co-Gründerin und CEO von yoona.ai, einer KI-nativen Enterprise Intelligence Platform, die agentenbasierte KI-Architekturen, Datenorchestrierung auf Unternehmensebene und generative Modellierung kombiniert, um operative Enterprise Twins entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erstellen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): KI



Source link

Digital Business & Startups

+++ amberra +++ Sdui Group +++ Seven Education +++ Berlin +++ YouLend +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ STARTUPLAND: Treffen der TV-Pitch-Giganten (Die Höhle der Löwen & 2 Minuten – 2 Millionen) +++ amberra schließt ersten Fonds (100 Millionen) +++ Sdui Group heißt nun Seven Education +++ Berlin möchte auf die Eins +++ YouLend setzt auf Berlin +++

+++ amberra +++ Sdui Group +++ Seven Education +++ Berlin +++ YouLend +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 6. März).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

Live im STARTUPLAND: Ruth Cremer und Florian Kandler

+++ Ruth Cremer prüft seit 2017 die Kandidat:innen für die deutsche TV-Show „Die Höhle der Löwen“ vorab und berät sie zu Zahlen sowie zu Verhandlungen mit Investor:innen. Florian Kandler unterstützt seit sieben Jahren Gründer:innen dabei, ihre Pitches für die österreichische Version („2 Minuten – 2 Millionen“) der Sendung zu perfektionieren. Gemeinsam haben sie Tausende von Gründer:innen gecoacht – und im Gegensatz zu den meisten Pitch-Coaches konnten sie direkt miterleben, was danach passiert: wie Investor:innen im Raum reagieren, was ein „Ja“ auslöst und was den Schwung eines Pitches sofort zerstört. Im STARTUPLAND teilen sie ihre wichtigsten Erkenntnisse aus der Welt der Startup-Pitches: worauf Investor:innen wirklich achten, welche Fehler Gründer:innen am häufigsten machen und wie man aus einem guten Pitch einen großartigen macht. Ihr Thema: Pitch secrets from 16 years on TV

#STARTUPTICKER

amberra
+++ 100 Millionen für junge Startups! Der Berliner Geldgeber amberra, das Corporate Venturing Studio der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, verkündet das Final Closing seines ersten Fonds (100 Millionen Euro). „Beteiligt haben sich rund 180 Genossenschaftsbanken und Unternehmen der Gruppe, die gemeinsam mehr als die Hälfte der konsolidierten Bilanzsumme der FinanzGruppe repräsentieren“, heißt es in einer Presseaussendung. In den vergangenen Jahren investierte das amberra-Team bereits in aufstrebende Unternehmen wie Impleco, Gardia, LillianCare, ubiMaster und nuuEnergy. In den kommenden Jahren möchte das Team nun ein Portfolio „aus bis zu 20 banknahen und bankfernen Lösungen“ aufbauen. Mehr über amberra

Sdui Group – Seven Education
+++ Ein neues Dach! Das umtriebige EdTech Sdui bzw. die Sdui Group firmiert ab sofort unter dem Namen Seven Education. Zur Gruppe gehören unter anderem die Marken KidsFox, SchoolFox, Additio App, educa Notenverwaltung, educa AI, Educamos, Konecto und PUPIL. Das Koblenzer Unternehmen, 2018 von Daniel Zacharias und Jan Micha Kroll gegründet, sammelte zuletzt 95 Millionen Euro ein – unter anderem von Bain Capital, HV Capital und dem High-Tech Gründerfonds (HTGF). Wobei dabei auf 32,6 Millionen auf sogenannte Secondaries entfielen – sprich Altinvestoren verkauften ihre Anteile an Bain Capital. Der prominente Geldgeber hält nun rund 43 % an Seven Education. 300 Mitarbeitende arbeiten derzeit für die EdTech-Gruppe. Mehr über Seven Education

Berlin auf die Eins
+++ Lesenswert! Das Handelsblatt berichtet unter der Überschrift „Berlin will München als Gründer-Hauptstadt ablösen“ über die Berliner Startup-Initiative „Berlin auf die Eins“, die unter anderem vom Wefox-Gründer Julian Teicke vorangetrieben wird. Und darum geht es: „Die Stadt erklärt ihre Identitätskrise für beendet. Und will sich bald mit dem Pariser Gründerzentrum Station F messen lassen“. (Handelsblatt) Mehr über Berlin

YouLend
+++ Lesenswert! Der britische Kreditvermittler YouLend baut seine Berliner Niederlassung zum EU-Hub aus. „Bis zum Jahresende soll der Standort auf rund 70 Köpfe wachsen“ – berichtet Finance Forward. Das FinTech, 2015 gegründet, vermittelt Firmenkredite. In Deutschland ist YouLend seit 2024 unterwegs. (Finance Forward)

M&A
Nach einer Phase der Anpassung steuert der M&A-Markt auf ein entscheidendes Jahr zu. Hohe Liquidität auf Käuferseite trifft auf ein begrenztes Angebot an überzeugenden Targets. Mehr Gastbeitrag von Klaus Wagner und Thorsten Hackspiel (ox8 Corporate Finance)

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Neura Robotics sammelt wohl 1 Milliarde ein +++ Enpulsion erhält 22,5 Millionen +++ Diligent bekommt 2,1 Millionen +++ Divtax streicht 1 Million ein +++ Finanzspritze für Emproof +++ Bill Kaulitz investiert in Glitter Spritz. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

26-Jährige kündigt sicheren Job für Instagram: Jetzt ist sie „Fahrradmaus“


26-Jährige kündigt sicheren Job für Instagram: Jetzt ist sie „Fahrradmaus“

Marcel Heinrich entdeckte den Instagram-Account von Paula Enzweiler als sie 15.000 Follower hatte.
Leon Meyer/Fyndafit

„Hi, ich bin Paula und ich laufe im April meinen ersten Halbmarathon und ab heute beginnt mein Training“: Mit diesen Worten lädt Paula Enzweiler im Januar 2024 ein Reel auf Instagram hoch. Darin bindet sie ihre blonden Haare zum Zopf, zieht dicke Handschuhe an und läuft los. Ihr erstes Ziel: fünf Kilometer. Mit dabei: ihr Smartphone. Enzweiler filmt sich während des Runs, kommentiert ihren Lauf, zählt die Kilometer.

Rückblickend ist dieses Video nicht nur der Startschuss für ihr Halbmarathon-Training, sondern auch für einen neuen Karrierepfad: als Creatorin. Heute ist Enzweiler 26 Jahre alt und hat mehr als 570.000 Follower auf Instagram. Auf Tiktok folgen ihr mehr als 118.000 Menschen (Stand: März 2026). „Hi, ich bin Paula“ ist zu ihrem Signature-Satz geworden. Darüber hinaus ist sie Gründerin der Marke Fahrradmaus – und sie arbeitet an einer Sport-App namens Enduco.

Einer von den ersten 15.000 Followern

Mit dem Laufen angefangen hat Enzweiler, weil ihr Fitnessstudio 2024 wegen Umbauarbeiten geschlossen hatte, sagt sie. Außerdem habe sie mal Leichtathletik gemacht, 400-Meter-Hürden-Lauf, aber das sei schon lange her. Videos von ihrem Training hochgeladen habe sie, um Freunde und Familie über ihren Fortschritt auf dem Laufenden zu halten – wortwörtlich. Zu dem Zeitpunkt hatte Enzweiler aber auch schon knapp 4.000 Follower, wie sie sagt. Nicht wenig für einen privaten Account, auf dem sie eigentlich nur Urlaubsfotos und erste Sportvideos teilte.

Mein Business ist, Leute zum Sport zu motivieren.

Für ihren ersten Halbmarathon trainierte Enzweiler dann mit einem 12-Wochen-Programm aus dem Internet. Fast jeden Tag machte sie davon ein Reel. Aus den 4.000 Followern seien in nur wenigen Wochen 15.000 geworden. Unter diesen 15.000 Followern war auch Marcel Heinrich. Er ist Gründer der Creator- und Athlete-Agentur Fyndafit und heute der Manager von Enzweiler. „Ich hab Paula auf Instagram gesehen, fand die Videos catchy und hatte sofort das Gefühl, dass da viel Potenzial ist“, sagt er.

Vor dem Halbmarathon 2024 trafen sich Paula Enzweile und Marcel Heinrich mit Kai Pflaume.

Vor dem Halbmarathon 2024 trafen sich Paula Enzweile und Marcel Heinrich mit Kai Pflaume.
Leon Meyer/Fyndafit

Was Heinrich damit meint: Enzweiler nimmt ihre Videos als One-Take auf. Sie spricht aus, was ihr in dem Moment durch den Kopf geht. Die Videos wirken nicht gestellt, sondern nahbar. Enzweiler beschönigt ihr Training nicht. Anstrengung? Zeigt sie. Spaß? Ebenso. Verschiedene Szenen verbindet Enzweiler mit schnellen Schnitten. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, ans Ziel zu kommen. Egal wie. Einfach anfangen. Einfach machen. Einfach loslaufen.

Von Vodafone zur Vollzeit-Creatorin

Diese Authentizität war es, die Heinrich damals dazu brachte, Enzweiler eine Nachricht zu schreiben. Da arbeitete sie noch Vollzeit als Projektmanagerin bei Vodafone. „Als ich die Nachricht von Marcel gelesen habe, wusste ich nicht, was ein Manager von mir will”, sagt Enzweiler. „Das fand ich irgendwie merkwürdig, aber die Nachricht war sehr motivierend und nett und dann habe ich mir angehört, was er zu sagen hat.“

Wie die Nachricht geschrieben war? „Persönlich“, sagt Heinrich. Von Ur-Berliner zur Ur-Berlinerin. Kein Standard-Text à la „Du passt so gut ins Team“, erzählt er.

Lest auch

Urban Sports Club: Fitnessanbieter wurde an US-Wettbewerber verkauft

Was Heinrich zu sagen hatte? „Marcel hat im ersten Call mehr an mich geglaubt als ich selbst“, sagt Enzweiler. „Er meinte, ich könne in ein paar Monaten kündigen und davon leben. Sollte das nicht der Fall sein, dann könnte ich bei Fyndafit arbeiten und erhalte exakt das gleiche Gehalt, um mich Vollzeit auf das Creator-Dasein zu konzentrieren und durchstarten zu können.“ Jobangebot statt Versprechungen zu Followerzahlen. Das sei für Enzweiler ausschlaggebend gewesen.

„Ich habe im ersten Call auch nicht direkt versucht, den Deal zu closen“, sagt Heinrich. „Das finde ich in dem Business auch unangebracht.“

Wer jeden Monat 20 verschiedene Rabatt-Codes hat, ist nach anderthalb Jahren in der Branche verbrannt.

Der Plan ging auf: Enzweiler arbeitete noch eine Woche in Teilzeit – und kündigte dann ihren Job bei Vodafone, um Vollzeit als Creatorin zu arbeiten. Und das, obwohl sie eigentlich immer dachte, sie würde mal in einem Unternehmen Karriere machen. „Ich wollte eigentlich immer eine Corporate-Maus sein”, sagt Enzweiler.

Stattdessen: Videos, in denen sich Enzweiler immer wieder neuen Herausforderungen stellt – 400 Meter eine Skischanze hoch, 24 Kilometer durchs Wattenmeer, Training mit Olympioniken und dazwischen Radrennen, Marathon-Läufe, Teilnahmen am Triathlon und ein bisschen Privates, etwa Videos über ihre Verlobung oder wie sie die Wohnung von einem ihrer Brüder einrichtete. Auf neue Ideen zu kommen, sei für Enzweiler kein Problem. „Mir wird schnell langweilig“, sagt sie. „Deswegen fällt es mir superleicht, immer neue Challenges zu finden und es einfach zu machen.“

Von einer Strategie hinter Enzweilers Social-Erfolg will Heinrich nicht sprechen. Aber natürlich setzt er auf eine bestimmte Herangehensweise. Zum Beispiel auf Live-Events in Form von Community-Runs. Beim ersten Run seien 50 Leute gekommen, mittlerweile seien es 500 bis 1000 Menschen, die kommen. Straßen müssten dafür gesperrt, die Organisation müsse gemeinsam mit dem Ordnungsamt durchgeführt werden, sagt Heinrich.

Ein weiteres Prinzip, das Heinrich und Enzweiler in ihrem Creator-Business verfolgen: wenige, ausgewählte Werbepartner – die aber langfristig. Und auch hier gelte: Enzweiler macht ihr Ding. Sie liest keine Werbeskripte vor und die Videos sind ein One-Take, sagt Heinrich. „Wer jeden Monat 20 verschiedene Rabatt-Codes hat, ist nach anderthalb Jahren in der Branche verbrannt.“ Die Langfristigkeit habe neben dem Faktor Image, noch einen weiteren Vorteil: finanzielle Planungssicherheit für Enzweiler.

Doch nicht nur ihr Content ist abwechslungsreich, sondern auch die anderen Standbeine, die sich Enzweiler mit aufbaut. „Mein Business ist, Leute zum Sport zu motivieren“, sagt sie. Dafür hat sie sich neben dem Dasein als Creatorin zwei weitere Säulen aufgebaut:

„Fahrradmaus“ statt „Corporate-Maus“

Die erste ist die Modemarke „Fahrradmaus“. Während des Trainings für den Halbmarathon hat Enzweiler angefangen, durch Radsport ihre Ausdauer zu trainieren und dabei die Gelenke zu schonen, wie sie sagt. „Deswegen habe ich in einem Video mal gesagt: ‚Hi, ich bin Paula und möchte eine Fahrradmaus werden‘. Ich habe über das Wort gar nicht nachgedacht.“

Lest auch

Weil alle Plätze ausgebucht waren: 26-Jähriger baut sich einfach seine eigene Padel-Halle

Das Wort wurde aber zum Trend, sagt Enzweiler. „Es gab Menschen, die damit Merch rausgebracht haben.“ Enzweiler und Heinrich ließen deswegen das Wort „Fahrradmaus“ als Marke schützen, um daraus selbst eine Modemarke zu machen. Im Onlineshop findet man Fahrradsocken, T-Shirts und Trinkflaschen. Hierfür arbeitet sie mit einem Supplier zusammen. Mit der Marke will Enzweiler vor allem auch zeigen, dass der Radrennsport für alle ist, sagt sie. Die Rennrad-Bubble sei sehr judgy – vor allem Anfängern gegenüber.

Eine App von Null an zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, würde zu lange dauern.

Langfristig würde Paula aus der Marke „Fahrradmaus“ gerne ein Familienunternehmen machen, das von ihrem Verlobten Dorian geleitet wird. Ihren Vater könne sich Enzweiler im Backoffice vorstellen, sagt sie. Dafür brauche die Marke aber auch mehr Produkte. „Wenn wir produzieren, sind wir sofort out of stock“, sagt Enzweiler. „Wir können noch nicht einschätzen, wie viele Leute die Produkte wirklich wollen. Ich will, dass wir in Zukunft mindestens acht Produkte im Shop haben, die immer verfügbar sind.” Lager und Logistik sollen mal so aufgestellt sein, dass die Ware in drei bis vier Tagen bei den Kunden ankommt. Laut Enzweiler sei „Fahrradmaus“ aber schon jetzt profitabel.

Trainingspläne mit Enduco

Mit dem Merch von „Fahrradmaus“ will Enzweiler, dass die Community sich untereinander erkennt. Denn die steht im Fokus. So hat sich auch die andere Säule von Enzweiler ergeben: die Sport-App Enduco. „Ich wurde immer wieder nach Trainingsplänen gefragt“, sagt Enzweiler. „Aber eine App von Null an zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, würde zu lange dauern.“

Also suchte Heinrich nach Sport-Apps, die technologisch gut sind, aber noch nicht ihren Product-Market-Fit hatten, sagt er. So ist er auf das Startup Enduco gestoßen, mit dem sie jetzt zusammenarbeiten. „Die Basis stand. Wir haben die App dann nach unseren Vorstellungen weiterentwickelt“, sagt Enzweiler. Im Juli 2025 gab es einen Relaunch der App mit Enzweiler als Kooperationspartnerin und einer weiteren Sport-Creatorin, Maren Schiller, die ebenfalls bei Fyndafit unter Vertrag ist. Mittels KI werden die Trainingspläne in der App von Enduco individuell angepasst.

Und auch für Enduco hat Enzweiler Ziele: „Wenn ich es schaffe, dass bis Juni insgesamt 10.000 Leute sich dazu entschieden haben, einen Halbmarathon zu laufen und dafür mit Enduco zu trainieren, das wäre geil.“

Zwei Awards in einem Jahr

Auch wenn das Motto von Enzweiler „einfach machen“ ist, sei ein entscheidender Faktor für Erfolg „dranbleiben“, sagt sie – und sich eine Nische suchen. 2025 bekam Enzweiler gleich zwei Awards für ihre Arbeit als Content-Creatorin. Im September setzte sie Forbes auf die Liste der Top-Creator als„Rising Star“ und im November 2025 gewann sie den Tiktok-Award in der Kategorie „Sports Creator of the Year“.

Das alles durch ein Lauf-Video, das anfing mit den Worten „Hi, ich bin Paula“. Mittlerweile steht in der Bio von Enzweiler auf Instagram übrigens: „Ich bin Paula und ich BIN eine Triathletin, CEO of Fahrradmaus.“

Paula Enzweiler und Marcel Heinrich bei den Tiktok-Awards 2025, mit dem Preis in der Kategorie „Sports Creator of the Year“.“

Paula Enzweiler und Marcel Heinrich bei den Tiktok-Awards 2025, mit dem Preis in der Kategorie „Sports Creator of the Year“.“
Leon Meyer/Fyndafit

Lest auch

Lea-Sophie Cramer gründet wieder – dieses Mal im Sport-Bereich





Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

Hansegrün Shots bei DHDL: Das wurde nach der Show aus dem Deal


Der DHDL-Deal für Hansegrün ist geplatzt – die Gründer Jordan und Soll gehen nach der Show getrennte Wege mit den Investoren. Gründerszene hat nachgefragt.

Freundschaft, Pulver und 350.000 Euro: Lukas Jordan (links) und Till Soll (rechts) mit ihrem Startup Hansegrün vor dem Löwenkäfig.

Freundschaft, Pulver und 350.000 Euro: Lukas Jordan (links) und Till Soll (rechts) mit ihrem Startup Hansegrün vor dem Löwenkäfig.
RTL / Stefan Gregorowius

Während andere Gründer vor ihrem DHDL-Pitch noch einmal ihre Zahlen durchgehen, gehen Lukas Jordan (34) und Till Soll (31) vor ihrem Auftritt in die Liegestütz-Position. Hinter der Bühne machen sie Planks und pushen einander. So gehypt treten die Freunde mit ihrem Startup Hansegrün vor die Investorinnen und Investoren bei DHDL – und gewinnen gleich zwei Löwen für sich. Nach der Show kam es dann jedoch anders, wie Gründerszene erfahren hat.

Das steckt hinter Hansegrün

Das Gründer-Duo hat ihr Startup 2021 in Hamburg gegründet: Hansegrün vertreibt seitdem Nahrungsergänzung im Shot-Format zum Anrühren – auf Pulverbasis aus überwiegend gefriergetrockneten Bio-Obst- und Gemüse-Sorten wie beispielsweise Ingwer, Zitrone oder Acerola. Das Prinzip: Pulver ins Glas geben, Wasser hinzufügen und umrühren.

Eine Packung ihres Produkts könne nach Angaben der Gründer bis zu 60 abgefüllte Shots ersetzen. „Wir wollten gesunde Shots neu denken – nachhaltiger, günstiger und individuell dosierbar“, sagt Jordan.

Lest auch

An diesem Tag startet die neue Staffel „Die Höhle der Löwen“

1,7 Millionen Euro Umsatz

Nach eigenen Angaben haben Jordan und Soll innerhalb eines Jahres 1,7 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das Unternehmen arbeite profitabel, sagen sie in der Höhle. Die Bewertung liege bei 3,5 Millionen Euro. Jordan und Soll fordern in ihrem Pitch 350.000 Euro für zehn Prozent der Anteile an Hansegrün.

Auf Begeisterung stößt ihr Produkt nicht bei allen Löwen: Carsten Maschmeyer äußert Zweifel am Innovationsgrad des Produkts. Er sagt: „Ihr habt weder einen Inhaltsstoff erfunden, noch die Kombination. Also so ganz revolutionär ist das für mich nicht“.

Drei Löwen-Angebote und ein Deal – vorerst

Aber: Frank Thelen ist begeistert. „Wir brauchen wieder mehr Identifikation mit meiner Heimat. Eine Hamburger Seele deutschlandweit und weltweit zu verkaufen, ist absolut möglich. Ich finde das super. Produkt passt. Ich hätte echt Spaß, das Produkt mit euch weiter aufzubauen.“ Er bietet den Gründern 350.000 Euro – aber für 20 Prozent der Anteile.

Auch Judith Williams ist interessiert. Sie fordert allerdings 350.000 Euro für 25 Prozent und begründet ihr Angebot mit den Worten: „Wenn du Leute findest, wo du merkst, das sind so grundehrliche kernige Typen, die zu allem stehen, was sie sind: authentisch. Das spüre ich bei euch. Ich mache euch ein Angebot.“

Wenn es um Bewertung geht, wird Thelen präzise.

Wenn es um Bewertung geht, wird Thelen präzise.
RTL / Stefan Gregorowius

Und auch Ralf Dümmel bietet 350.000 Euro für 20 Prozent. Er sagt: „Das Produkt hat mir fantastisch geschmeckt und mich beeindrucken die Zahlen. Logischerweise mache ich euch ein Angebot“.

Lest auch

DHDL-Gründer begeistert Frank Thelen mit Zucker-Alternative aus Peru

Judith Williams und Frank Thelen entscheiden sich dafür, sich zusammenzuschließen und den beiden Hansegrün-Gründern ein gemeinsames Angebot zu machen: Zunächst 350.000 Euro für 25 Prozent, dann erhöhen sie auf 400.000 Euro für 25 Prozent. Es wird verhandelt, aber sie einigen sich mit Jordan und Soll dann doch auf 350.000 Euro für 20 Prozent.

Jordan und Soll nehmen das gemeinsame Angebot von Thelen und Williams an.

Jordan und Soll nehmen das gemeinsame Angebot von Thelen und Williams an.
RTL / Stefan Gregorowius

Aber ist der Deal tatsächlich zustande gekommen? Gründerszene hat nachgefragt.

Deshalb ist der Deal geplatzt

Nach der Ausstrahlung ist die Zusammenarbeit jedoch nicht zustande gekommen. Auf Nachfrage von Gründerszene teilt die Sprecherin der Hamburger Gründer mit: „Im Rahmen der Due Diligence haben sich unterschiedliche Vorstellungen bei der strategischen Ausrichtung ergeben. Der Investitionsprozess wurde daher nach intensiven Gesprächen auf Wunsch der Gründer Till und Lukas schweren Herzens nicht weiterverfolgt.“ Der in der Sendung vereinbarte Deal ist damit geplatzt.





Source link

Weiterlesen

Beliebt