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Dein Umsatzhebel im Performance Marketing


Affiliate Marketing ist zwar kein neuer Kanal, wird strategisch aber oft unterschätzt. Während der Wettbewerbsdruck bei Google Ads und Paid Social zunimmt, rückt ein performancebasiertes Modell wieder stärker in den Fokus: Investiert wird vor allem bei messbarem Erfolg. Richtig aufgebaut kann Affiliate Marketing ein skalierbarer Umsatzhebel sein. Entscheidend ist jedoch die professionelle Umsetzung. In meinem Blogbeitrag zeige ich Dir, worauf Du achten musst und wie Du Affiliate Marketing für Dich als Umsatzhebel nutzt.

Affiliate Marketing Illustration mit Diagrammen, Münzen, Laptop, Zielscheibe und ROI-Symbolen für Performance und Umsatz. Dein Umsatzhebel im Performance Marketing

Affiliate Marketing kann, wenn strategisch und strukturell gut aufgesetzt, ein Umsatzhebel für Dein Performance Marketing sein.

Affiliate Marketing einfach erklärt

Affiliate Marketing bedeutet vereinfacht: Andere empfehlen Deine Produkte und Du zahlst nur, wenn daraus ein messbarer Erfolg entsteht.

Anstatt selbst Reichweite einzukaufen, arbeitest Du mit externen Partnern zusammen. Das können zum Beispiel Blogger, Vergleichsportale, Content-Plattformen oder Online-Magazine sein. Sie stellen Dein Angebot ihrer Zielgruppe vor und verlinken auf Deinen Shop oder Deine Website.

An diesem Modell sind drei Parteien beteiligt:

  • Merchant: Das bist Du als Unternehmen. Du bietest ein Produkt oder eine Dienstleistung an und stellst das Partnerprogramm zur Verfügung.
  • Affiliate (Publisher): Der*die Partner*in, der*die Dein Angebot auf seinen*ihren Kanälen bewirbt.
  • Kund*in: Die Person, die über diese Empfehlung auf Deine Website gelangt und dort kauft oder eine Anfrage stellt.

Kommt über die Empfehlung des Publishers ein Verkauf oder Lead zustande, erhält dieser eine im Voraus definierte Provision. Eine erfolgsabhängige Auszahlung kommt nur bei messbarem Erfolg zustande.

Damit das technisch sauber funktioniert, kommen individuelle Tracking-Links zum Einsatz. So lässt sich genau nachvollziehen, welche*r Partner*in welchen Umsatz vermittelt hat. Die Vergütung erfolgt in der Regel pro Sale (CPO), seltener pro Lead (CPL).

Unterschied zu PPC-Marketing wie Google Ads

Affiliate Marketing und klassische Pay-per-Click-Kanäle (PPC) wie Google Ads sind beide performanceorientiert. Dennoch unterscheiden sie sich in Struktur, Steuerung und Risikoverteilung.

Übersicht: Unterschied Google Ads und Affiliate Marketing

Beide Kanäle verfolgen unterschiedliche Ansätze. Mit Google Ads schöpfst Du bestehende Nachfrage ab. Nutzer*innen suchen aktiv nach einem Produkt, Du bietest darauf und bezahlst pro Klick – unabhängig davon, ob ein Kauf zustande kommt. Das funktioniert zwar gut, ist aber stark wettbewerbsgetrieben und budgetabhängig.

Im E-Commerce wirkt Affiliate Marketing anders. Publisher platzieren Deine Produkte in redaktionellen Artikeln, Rankings, Tests oder Deals und erreichen Nutzer*innen somit auch außerhalb der aktiven Produktsuche. So entstehen zusätzliche Touchpoints entlang der Customer Journey, beispielsweise über Produktempfehlungen, Vergleiche oder saisonale Inhalte. Damit erreicht Affiliate Marketing Werbeplätze, an denen Google keine Anzeigen ausspielt, zum Beispiel Idealo. Dort kannst Du völlig neue Zielgruppen erreichen, die hauptsächlich über diese Plattformen kaufen.

Das heißt: Während Google Ads vor allem vorhandene Nachfrage konvertiert, trägt ein gut aufgebautes Affiliate-Programm dazu bei, neue Zielgruppen zu erreichen, die Neukundenquote zu erhöhen und zusätzliche Umsätze zu generieren, ohne jeden einzelnen Klick vorzufinanzieren. Gleichzeitig verteilt sich der Umsatz auf mehrere Performance-Quellen, wodurch das Risiko einseitiger Abhängigkeiten reduziert wird.

Für wen eignet sich Affiliate Marketing besonders?

Affiliate Marketing funktioniert nicht automatisch für jedes Unternehmen. Ob sich ein Partnerprogramm lohnt, hängt stark vom Geschäftsmodell, den Margen und den strategischen Zielen ab.

Illustrative Darstellung eines Netzwerks mit Bezug zu Käufen und Usern in einzelnen Elementen. Illustrative Darstellung eines Netzwerks mit Bezug zu Käufen und Usern in einzelnen Elementen.

Affiliate Marketing eignet sich besonders in umsatzgetriebenen Umfeldern, in dem Warenkorbwerte und Margen nicht unter den anteilig an Publisher gezahlten Provisionen leiden.

1.   E-Commerce-Unternehmen

Affiliate Marketing ist besonders für E-Commerce-Unternehmen mit klar kalkulierbaren Deckungsbeiträgen geeignet. Wer genau weiß, wie viel ein Verkauf maximal kosten darf, kann ein provisionsbasiertes Modell sauber steuern und wirtschaftlich bewerten. Gerade bei etablierten Onlineshops mit skalierbaren Produktkategorien oder wiederkehrenden Käufen kann ein Affiliate-Programm zusätzliche Umsätze generieren, ohne dass jeder einzelne Klick vorab bezahlt werden muss. Voraussetzung dafür ist, dass das Tracking und die Conversion-Prozesse sauber aufgesetzt sind.

2.   B2B-Unternehmen

Auch für B2B-Unternehmen eignet sich Affiliate Marketing, der Aufwand ist jedoch deutlich höher. In der Regel muss die Corporate Identity (CI) eingehalten werden, was eine engere Abstimmung und Kontrolle erforderlich macht. Ein weiterer Unterschied ist das Provisionsmodell, das sich nicht am Warenkorbwert orientiert. Zum Beispiel kann dies über ein Subscription-Modell mit laufender Provision erfolgen.

3.   Unternehmen mit bereits hohen Investitionen in Google Ads oder Social Media

Gerade für Unternehmen, die bereits stark in Google Ads oder Social Media investieren, kann Affiliate Marketing eine sinnvolle Ergänzung sein. Vielleicht kennst Du die folgende Situation: Die Klickpreise steigen, der Wettbewerb wird größer und es wird zunehmend schwieriger, mit demselben Budget die gleichen Ergebnisse zu erzielen. Ein weiteres wichtiges Thema sind Retargeting und Remarketing. Bei Google Ads wird dies aufgrund der immer kleiner werdenden Datenbasis, insbesondere für KMUs, immer schwieriger. Diese Lücke kannst Du mit Affiliate-Partner*innen schließen, die sich auf genau dieses Thema spezialisiert haben – zum Beispiel mit Displaybannern oder Mailings.

Wann ist Affiliate Marketing nicht geeignet?

Der Kanal ist hingegen weniger geeignet, wenn die Margen sehr gering sind, kein sauberes Tracking vorhanden ist oder keine Ressourcen für die Betreuung eingeplant sind. Ohne eine klare Strategie und aktives Management bleibt das Potenzial häufig ungenutzt.

Erfolgsfaktoren für Dein profitables Affiliate-Programm

Ein Affiliate-Programm entsteht nicht allein dadurch, dass es in einem Netzwerk angelegt ist. Ob es sich nachhaltig entwickelt, hängt von mehreren Faktoren ab, die von Beginn an berücksichtigt werden sollten. Erfahrungsgemäß ist es weniger die einzelne Maßnahme als vielmehr das Zusammenspiel aus Strategie, Struktur und kontinuierlicher Betreuung, das über die Performance entscheidet.

Strategie & Zieldefinition

Zu Beginn solltest Du klar definieren, welche Rolle Affiliate Marketing im Gesamtmarketing einnehmen soll. Soll es zusätzliche Neukunden gewinnen? Oder bestimmte Produktkategorien stärker vermarkten? Oder soll ein ergänzender Vertriebskanal aufgebaut werden?

Ebenso wichtig ist die wirtschaftliche Einordnung. Welche Provision ist tragfähig? Welche Produkte eignen sich besonders für die Zusammenarbeit mit Publishern? Und wie soll der Kanal in die bestehenden Marketingaktivitäten eingebunden werden?

Eine klare Zieldefinition hilft dabei, Erwartungen realistisch zu halten und das Partnerprogramm strukturiert aufzubauen. Sie bildet die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.

Die Auswahl des Affiliate-Netzwerks

Affiliate-Programme werden in der Regel über ein Netzwerk oder eine eigene Tracking-Lösung gesteuert. Die Anbieter unterscheiden sich dabei hinsichtlich ihrer Kostenstruktur, ihres Branchenfokus, ihrer technischen Möglichkeiten und der vorhandenen Publisher-Struktur.

Große Netzwerke wie AWIN bieten etablierte Prozesse und Reichweite, verlangen jedoch häufig monatliche Gebühren. Andere Anbieter*innen, wie AdCell, arbeiten stärker guthaben- oder transaktionsbasiert.

Neben den Kosten spielen vor allem folgende Fragen eine Rolle:

  • Welche Publisher sind dort aktiv?
  • Passt das Umfeld zur eigenen Zielgruppe?
  • Welche Reporting- und Tracking-Funktionen stehen zur Verfügung?

Die Wahl des passenden Netzwerks hat Einfluss darauf, wie effizient ein Programm aufgebaut und weiterentwickelt werden kann. Unterschiedliche Lösungen bringen unterschiedliche Rahmenbedingungen mit sich. Wer diese frühzeitig prüft, schafft eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung.

Partnerakquise & Management

Ein Affiliate-Programm lebt von seinen Partner*innen. Die bloße Existenz eines Programms führt nicht automatisch zu Wachstum. Die Publisher müssen das Angebot kennen, verstehen und als attraktiv bewerten.

Zur professionellen Betreuung gehört deshalb auch die gezielte Ansprache geeigneter Partner*innen, ein strukturiertes Onboarding und eine klare Kommunikation der Rahmenbedingungen. Regelmäßiger Austausch und transparente Informationen tragen dazu bei, die Zusammenarbeit langfristig zu stabilisieren.

Zudem ist eine ausgewogene Partnerstruktur sinnvoll. Neben Gutschein- oder Cashback-Seiten können Content-Publisher, Vergleichsportale oder thematische Nischenplattformen zusätzliche Reichweite und unterschiedliche Zielgruppen erschließen. Ein breit aufgestelltes Publisher-Portfolio sorgt in der Regel für eine stabilere Entwicklung.

Tracking & KPIs

Damit Affiliate Marketing steuerbar bleibt, ist ein sauberes Tracking unerlässlich. Nur wenn nachvollziehbar ist, welche Umsätze oder Leads über welche Partner*innen erzielt werden, lassen sich fundierte Entscheidungen treffen.

Neben der reinen Umsatzbetrachtung spielen weitere Kennzahlen eine Rolle, etwa die Neukundenquote, der durchschnittliche Warenkorbwert oder – bei Lead-Modellen – die Qualität der Anfragen. Diese KPIs helfen dabei, das Programm nicht nur nach Volumen, sondern auch nach Wirtschaftlichkeit zu bewerten.

Zwar ist Affiliate Marketing erfolgsbasiert, dennoch ersetzt dies keine regelmäßige Analyse. Kontinuierliches Monitoring und gezielte Optimierungen tragen dazu bei, dass sich das Partnerprogramm langfristig stabil entwickelt.

Beispiel aus der Praxis: 18 % Umsatzanteil durch Affiliate Marketing

Ein*e E-Commerce-Kund*in aus einem hochpreisigen Marktsegment hat im Frühjahr 2024 sein Affiliate-Programm gestartet. Das Produktportfolio ist dabei nicht mit den Artikeln klassischer Niedrigpreis-Anbieter*innen vergleichbar – einzelne Warenkörbe liegen deutlich über dem Durchschnitt vieler Onlineshops.

Seit dem Start des Programms wurden über das Affiliate-Netzwerk Umsätze im mittleren einstelligen Millionenbereich generiert. Im gleichen Zeitraum lag der Gesamtumsatz des Shops bei rund 49 Mio. Euro. Damit ließen sich rund 18 % des Gesamtumsatzes dem Affiliate-Kanal zuordnen.

Screenshot aus dem Affiliate-Netzwerk AWIN mit tabellarischer Berichtsansicht für die Entwicklung der Umsatzzahlen. Screenshot aus dem Affiliate-Netzwerk AWIN mit tabellarischer Berichtsansicht für die Entwicklung der Umsatzzahlen.

In dieser Berichtsansicht aus AWIN siehst Du die Umsatzentwicklung seit Beginn des Affiliate-Programms. Wie Du siehst, startet der Umsatz zunächst langsam, steigt im Zeitverlauf jedoch deutlich an.

18.000 Abonnenten können sich nicht irren

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Dabei ist die Einordnung wichtig: Diese Ergebnisse wurden nicht innerhalb weniger Wochen erzielt. Das Programm wurde strukturiert aufgebaut, passende Publisher wurden identifiziert und aktiv betreut. Erst mit der Zeit entstand so ein stabiles Partnernetzwerk, das kontinuierlich Umsatz beisteuerte. Das ist im oben stehenden Screenshot aus der AWIN-Berichtsansicht deutlich erkennbar.

Zudem solltest Du berücksichtigen, dass Affiliates in der Customer Journey häufig mit anderen Kanälen interagieren. Einzelne Umsätze hätten auch über SEO oder SEA erzielt werden können. Dennoch zeigt der hohe Umsatzanteil deutlich, dass Affiliate Marketing in diesem Fall zu einem festen und relevanten Bestandteil des Performance-Mix geworden ist.

Das Beispiel macht zwei Dinge deutlich: Zum einen kann Affiliate Marketing – richtig umgesetzt – signifikant zum Gesamtumsatz beitragen. Zum anderen braucht dieser Kanal Zeit, eine klare Struktur und kontinuierliche Betreuung, um sein Potenzial zu entfalten.

Affiliate Marketing als Teil Deiner ganzheitlichen Online Marketing-Strategie

Affiliate Marketing entfaltet sein Potenzial besonders dann, wenn es klar in die bestehende Online Marketing-Strategie eingebunden ist.

In vielen Unternehmen sind bereits verschiedene Performance-Kanäle im Einsatz, beispielsweise Google Ads, SEO oder Paid Social. Jeder dieser Kanäle verfolgt bestimmte Ziele und wird anhand definierter Kennzahlen bewertet. Affiliate Marketing sollte sich in diese Struktur einfügen und auf dieselben übergeordneten Unternehmensziele einzahlen.

Konkret bedeutet das: Zielwerte wie Umsatz, Neukundenquote oder Profitabilität sollten kanalübergreifend gedacht werden. Ebenso sinnvoll ist es, saisonale Kampagnen, Produktschwerpunkte oder Promotions mit Affiliate-Partner*innen abzustimmen. So entsteht kein isolierter Kanal, sondern ein ergänzender Baustein der Gesamtstrategie.

Auch im Reporting ist eine gemeinsame Betrachtung hilfreich. Affiliate-Umsätze stehen selten losgelöst von anderen Marketingmaßnahmen, zum Beispiel Sonderaktionen. Eine transparente Auswertung ermöglicht eine realistische Einordnung des Beitrags des Kanals und fundierte Entscheidungen für die weitere Entwicklung.

Richtig integriert erweitert Affiliate Marketing das bestehende Performance-Setup um einen zusätzlichen steuerbaren Vertriebskanal, ohne andere Maßnahmen zu ersetzen.

Fazit: Affiliate Marketing als Umsatzhebel im Performance Marketing

Pflanze wächst aus Münzstapel als Symbol für nachhaltiges Umsatzwachstum und Performance-Marketing.Pflanze wächst aus Münzstapel als Symbol für nachhaltiges Umsatzwachstum und Performance-Marketing.

Affiliate Marketing als strategischer Performance-Kanal: messbar, budgetierbar und bei sauberem Setup ein nachhaltiger Umsatzhebel durch starke Partnerschaften.

Affiliate Marketing ist ein Performance-Kanal mit klarer Erfolgslogik. Die Vergütung ist an messbare Ergebnisse gekoppelt, Budgets lassen sich festlegen und die Wirtschaftlichkeit kann transparent bewertet werden. Genau deshalb kann Affiliate Marketing, wenn es strategisch integriert wird, zu einem relevanten Umsatzhebel im Performance Marketing werden.

Im Unterschied zu rein klickbasierten Modellen entsteht Umsatz hier über Partnerschaften, die aktiv Reichweite aufbauen und die Nachfrage mitgestalten. Das macht den Kanal nicht einfacher, aber strategisch wertvoll. Er ergänzt bestehende Maßnahmen um eine zusätzliche, erfolgsorientierte Umsatzquelle.

Wer Affiliate Marketing strukturiert entwickelt und kontinuierlich steuert, kann einen spürbaren Beitrag zum Gesamtumsatz erzielen. Entscheidend ist, dass der Kanal wirtschaftlich gedacht, sauber aufgesetzt und langfristig weiterentwickelt wird.

Du möchtest wissen, welches Umsatzpotenzial Affiliate Marketing für Dein Unternehmen realistisch bietet? Oder Dein bestehendes Partnerprogramm gezielt weiterentwickeln? Dann analysieren wir gemeinsam Deine Ausgangssituation und entwickeln eine Strategie, die zu Deinem Geschäftsmodell passt. Kontaktiere unsere Expert*innen unverbindlich.

 

 

Bildnachweis: Titelbild: generiert mit ChatGPT/seokratie.de; Bild 2: Yahya/stock.adobe.com; Bild 3: Screenshot aus AWIN/Seokratie; Bild 4: mattegg/stock.adobe.com



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Adobe und NVIDIA starten 3D-Twin-Lösung für Marketing Teams


Warum dieser Schritt relevant ist, zeigt der Blick auf den Markt. Laut einer McKinsey-Studie haben 2025 bereits fast zwei Drittel der Unternehmen weltweit mit agentischer KI experimentiert. Doch weniger als zehn Prozent schaffen bislang den Sprung in die Skalierung. Der Grund liegt selten in der Technologie selbst. Acht von zehn Unternehmen nennen unzureichende Daten als zentrale Hürde, weil agentische Systeme nur so gut funktionieren wie die Datenbasis, auf der sie aufbauen. Genau hier setzen Adobe und NVIDIA an. Sie wollen Unternehmen dabei unterstützen, agentische Systeme nicht nur zu testen, sondern erfolgreich zu skalieren. Mit strukturierten Daten, leistungsfähigen Rechenressourcen und kontrollierten Ausführungsumgebungen.


Adobe AI Forum München:
Die 5 wichtigsten KI-Trends im Marketing 2026

Großer Saal des Bergson Kunstkraftwerks in München mit roter und pinker Beleuchtung beim Adobe AI Forum 2026, Blick auf Bühne und Sitzreihen
© Adobe

Digital 3D Twins werden zur Content-Basis im Marketing

Ein zentraler Baustein in Adobes Ansatz ist die 3D-Digital-Twin-Lösung in Adobe Firefly Creative Production. Digitale Zwillinge sind mehr als klassische 3D-Modelle. Sie bilden Produkte vollständig digital ab und enthalten Geometrie, Materialien sowie alle Varianten strukturiert in einem System. Für Marketing und Creative Teams entsteht so eine wertvolle Content-Quelle, aus der sich Assets kanalübergreifend generieren lassen. Dazu gehören unter anderem Produktbilder, Kampagnen-Visuals, interaktive 3D-Erlebnisse oder virtuelle Anproben.

Adobe kombiniert diese strukturierte Produktdatenbasis der Digital Twins mit NVIDIA Omniverse und OpenUSD, um Content Workflows zu standardisieren und skalierbar zu machen. Der Chip-Konzern unter CEO Jensen Huang liefert die technische Grundlage dafür. Der entscheidende Shift liegt im Output. Statt einzelne Visuals zu produzieren, entsteht eine Produktionsumgebung, die Inhalte automatisiert in unterschiedlichen Formaten und Varianten ausspielt.

Kern der Lösung ist Adobe Firefly Creative Production, eine autonome, agentenbasierte KI für die Content-Produktion im Unternehmensmaßstab. Sie ermöglicht individuelle, multimodale Workflows, die über klassische Generierung hinausgehen. Der spezialisierte Agent liest Briefings, wählt passende Assets aus und produziert Kampagneninhalte über alle Kanäle hinweg. Die Inhalte sind direkt einsetzbar und führen Formate wie Bild, Video und 3D in einem durchgängigen Workflow zusammen.

Parallel baut Adobe das Partner:innenökosystem aus. Gemeinsam mit WPP entwickelt man ein KI-Toolkit, das agentische Workflows direkt in kreative Prozesse integriert. Über Firefly Foundry erhalten Unternehmen Zugriff auf angepasste Modelle, die sich an Markenanforderungen anpassen lassen. Ziel ist es, Produktionsprozesse zu beschleunigen und gleichzeitig Markenkonsistenz zu sichern.

In einem aktuellen LinkedIn Post zum Adobe Summit veranschaulicht Adobe die neuen 3D-Digital-Twin- und Agent-Ansätze und betont, dass man gemeinsam mit NVIDIA die Grenzen dessen verschiebe, was mit KI möglich ist, und Content-Produktion künftig nicht nur schneller, sondern intelligenter, personalisierter und skalierbar mache.

Agent-Orchestrierung trifft auf kontrollierte Infrastruktur

Mit dem CX Enterprise Coworker bringt das Adobe zudem ein vollständig agent-basiertes System auf den Markt, das Kund:innenerlebnisse orchestriert. Als Teil von Adobe CX Enterprise analysieren die Agents Signale, leiten daraus nächste Schritte ab und setzen Maßnahmen direkt um. Content wird damit nicht nur erstellt, sondern kontinuierlich entlang von Zieldefinitionen und Daten gesteuert. Kampagnen werden zu laufenden Systemen, die sich dynamisch an Daten und Ziele anpassen.

Technisch abgesichert wird die Ausführung und Steuerung der Agents durch NVIDIA OpenShell. Die Laufzeitumgebung sorgt dafür, dass Agents kontrolliert ausgeführt werden. Jeder Agent läuft isoliert in einer eigenen Umgebung und seine Aktionen lassen sich nachvollziehen. Gerade für Unternehmen in regulierten Branchen ist diese Form der Governance entscheidend, weil sie nachvollziehen und steuern müssen, wie Agents Entscheidungen treffen und Daten verarbeiten. Ergänzend integriert Adobe NVIDIA Nemotron, um zusätzliche Modellkapazitäten für komplexe Aufgaben bereitzustellen.





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Markenführung: Warum Tim Cook für Apple der richtige Mann zur richtigen Zeit war


Apple-Chef Tim Cook auf der WWDC 2019 in San Jose

Nach dem Tod von Steve Jobs 2011 trat sein Nachfolger Tim Cook ein schweres Erbe als Apple-CEO an. Jetzt, nach 15 Jahren, tritt der CEO ab. Markenexperte Michael Brandtner blickt in seiner Talking-Heads-Kolumne zurück auf die Ära von Cook und erläutert, warum er für Apple genau der richtige Mann zur richtigen Zeit war.

Niemand prägte als Person so sehr die Marke Apple wie Steve Jobs. Niemand personifizierte die Marke Apple so sehr wie Steve Jobs. Niemand wurde p

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Große Hoffnung, schon gehackt: EU-App zum Alters-Check ist da


Die Schwachstelle liegt laut Moore in der Identitätsprüfung. Ein Hacker könne die PIN-Datei verändern und so eine neue PIN-Nummer festlegen. Baptiste Robert, bekannter IT-Sicherheitsexperte, sieht ebenfalls viele Probleme, wie er Politico gegenüber erklärte. So könnten Hacker etwa die Authentifizierungsfunktionen der App umgehen. Der Kryptografieforscher Olivier Blazy bemängelt die Cybersicherheitsstandards und mahnt:

We were worried that the Commission would launch its app in a hurry, no matter its security issues, and now we can see it wants to launch something that is not technically ready. Such a rushed launch could undermine trust in future digital identity wallets.

Wie reagiert die EU-Kommission auf die Kritik?

Obwohl die kritischen Stimmen lauter werden, bleibt die EU-Kommission bei ihrer Alters-Check-App. Das Hacken sei bei einer älteren Version der App möglich gewesen und die Lücke sei mittlerweile geschlossen worden.

Die Expert:innen widersprechen jedoch, sie hätten mit der aktuellsten Version gearbeitet, die sie dank Open Source einsehen konnten. Der Digitalpolitiksprecher Thomas Regnier erklärte hierzu jedoch, dass es keine endgültige Version der App gebe, da sie stets überarbeitet werde.

Die Diskussion wird weiter laufen, da Politiker:innen Kinder und Jugendliche im Netz besser schützen wollen, während IT-Expert:innen immer wieder darauf hinweisen, dass solche Systeme bezüglich der Sicherheit noch nicht weit genug entwickelt sind.

Wird es ein Social-Media-Verbot für Minderjährige in Deutschland geben?

In Deutschland haben sich SPD und CDU ebenfalls für ein Verbot von Social Media unter 14 Jahren ausgesprochen. Doch der Koalitionspartner CSU ist dagegen, sodass noch unklar ist, ob und wann in Deutschland die Social-Media-Nutzung eingeschränkt wird. Auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke erklärte die Bundesregierung, dass der Meinungsbildungsprozess noch nicht abgeschlossen sei.

Bildungsministerin Prien lässt zurzeit Expert:innen die Regelung prüfen, da das Vorhaben umstritten ist. So kritisiert etwa der niedersächsische Landesjugendring, dass solche Verbote die Lebensrealität junger Menschen verkenne und stattdessen mehr Medienbildung und bessere Schutzkonzepte nötig seien. In einem Statement schreibt der Verband:

Junge Menschen müssten befähigt werden, digitale Räume selbstbestimmt und sicher zu nutzen. Sie haben ein Recht darauf, auch am digitalen Leben teilhaben zu können.

So sieht es in anderen Ländern aus

Als Vorreiter:in in puncto Altersbeschränkungen in den sozialen Medien gilt Australien. Hier wurden weltweit die ersten User unter 16 Jahren aus den sozialen Netzwerken ausgeschlossen. Eine repräsentative Umfrage von YouGov zeigte vor zwei Jahren, dass ein ähnliches Gesetz auch in Deutschland große Zustimmung gefunden hätte. Laut eines Berichts des Spiegels befürworteten damals 77 Prozent der Befragten ein solches Verbot.

Auch andere Länder folgten Australiens Beispiel: Spanien erarbeitet ebenfalls ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Griechenland will die Nutzung von sozialen Netzwerken unter 15 Jahren verbieten. In Dänemark gilt die gleiche Regelung wie in Griechenland –allerdings dürfen Eltern ihren Kindern ab 13 Jahren die Nutzung bestimmter Plattformen erlauben. In Frankreich und Großbritannien werden zurzeit ähnliche Gesetze ausgearbeitet.

Bist du für eine Altersbeschränkung in den sozialen Medien? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!


BBC-Studie:

Meta und TikTok pushten toxische Inhalte systematisch

Eine junge Frau mit Kopfhörern und Smartphone geht an einem U-Bahn-Plakat vorbei, auf dem in einfacher Schrift „Less social media.“ steht.
© Jon Tyson – Unsplash





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