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Digitaler „Omnibus”: Europa-Parlament bremst Kommissionspläne für Daten und KI


Die EU-Kommission hat am Montag im EU-Parlament für ihre Gesetzesvorstöße zu Digitalisierung und KI-Regulierung geworben – mit mäßigem Erfolg. Fast alle Fraktionen kritisieren die im Dezember 2025 vorgelegten Vorschläge und warnten davor, hart erkämpfte Schutzstandards zugunsten von „Big Tech“-Unternehmen aufzuweichen.

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Die Kommission will mit einem digitalen Omnibusgesetz die Regeln im Digitalbereich vereinfachen und vier verschiedene Normenkomplexe unter ein Dach bringen: Die Verordnung für den freien Verkehr nicht-personenbezogener Daten, die Open-Data-Richtlinie, den Data Governance Act und den Data Act. Auch die in verschiedenen Digitalgesetzen verstreuten Meldepflichten bei Datenverlust sollen zusammengefasst werden, sodass Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle dafür bekommen.

Das sei eine echte Verbesserung für Unternehmen, betonte Renate Nikolay, stellvertretende Generaldirektorin der DG Connect der EU-Kommission. Die Vereinfachung europäischer Normen und mehr Wettbewerbsfähigkeit für europäische Unternehmen seien die zentralen Ziele des Pakets.

Im Innenausschuss des Parlaments war hingegen von einer „Deregulierungsinitiative“ der Kommission die Rede. Vereinfachte Regulierung und mehr Wettbewerbsfähigkeit klängen gut, sagt der irische Berichterstatter zum KI-Akt, Michael McNamara (Renew), und nennt es erstaunlich, wenn die Kommissionsentwürfe „Artikel für Artikel Vorschläge der großen Big-Tech-Firmen wiedergeben“.

Abgeordnete von Piraten/Grünen und Sozialdemokraten warnten bei dieser ersten Erörterung des Pakets vor allem vor einer Neudefinition persönlicher Daten. Pseudonymisierte Daten etwa können künftig an Dritte weitergegeben werden, wenn sie von diesen nicht mehr re-identifiziert werden können. Welche Art von Pseudonymisierung dabei „sicher“ ist, will die Kommission selbst in Implementierungsbeschlüssen festlegen.

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Birgit Sippel (S&D) kritisierte die Möglichkeit für KI Firmen, sich selbst als „High Risk“ einzustufen oder eben nicht. Ihre Parteikollegin und stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses, Marina Kaljurand, stellte das geplante Privileg für KI-Firmen infrage, das ihnen die Nutzung sensibler Daten erlaubt: „Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten in KI Modellen automatisch sicherer als die Verarbeitung durch andere Anwendungen?“

Axel Voss (EVP) anerkannte, dass die Kommission die DSGVO und den AI Act zusammenführen wolle. Ob die Neumischung im Sinne von Rechtssicherheit und Klarheit gelänge, sei bei dem vorgelegten Entwurf noch unklar. Voss mahnte, sich nicht wegen der laufenden Umsetzung des AI Acts unter Zeitdruck zu setzen. Die Ausschusssitzung war die erste zu dem Paket, aber, wie Kaljurand unterstrich, nicht die letzte.


(vbr)



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Kommentar: Beim MacBook Neo muss man erstaunlich wenig Kompromisse machen


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English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Ein portabler Mac für 700 Euro – und das in Zeiten der Inflation: Das hatten wohl die wenigsten Beobachter des IT-Marktes auf dem Zettel. Während es in der PC-Welt zu massiven Aufschlägen für RAM und SSDs kommt, gar die ganze Kategorie des Einsteiger-Notebooks vor dem Aus zu stehen scheint, kommt Apple einfach mal so mit einem MacBook Neo um die Ecke, bei dem Käufer erstaunlich wenige Kompromisse machen müssen. Im Gegenteil: Man hätte kaum erwartet, dass eine derartige Maschine zu diesem Preis denkbar ist – gerade bei Apple, wo man stets wie ein Luchs auf eine hohe Marge achtet.

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Der Umkehrschluss ist wohl richtig: Nur Apple kann ein Gerät wie das MacBook Neo in dieser Qualität und mit diesen Features massenhaft bauen, die anderen können es einfach nicht, weil die Skaleneffekte fehlen. Der Konzern aus Cupertino hat etwa (nur für ihn dank Massenproduktion!) günstige iPhone-Chips in der Supply Chain, die viele x86-PCs locker toppen – und große Teile der ARM-Konkurrenz auch. Die werden dann eben im Neo verbaut und alle sind glücklich. Es ist denkbar, dass der Konzern auch so noch erstaunlich gut an dem Gerät verdient – und sei es vor allem indirekt durch bezahlte Dienste oder die Tatsache, dass Nutzer eine neue Einstiegsdroge ins Ökosystem bekommen.

Meine ersten Erfahrungen mit dem Neo sind sehr einfach auf den Punkt zu bringen: Das ist ein richtiger Mac, mit einer Hardwarestabilität, Geschwindigkeit und Nutzungsbequemlichkeit, wie man sie vor Jahren noch zum doppelten Preis (wenn nicht mehr) bekommen hätte. Einschränkungen gibt es genau an den Stellen, die die Zielgruppe – Mac-Neulinge – vermutlich eh nicht juckt: Bei den Ports (nur ein schneller USB-3-Anschluss, sonst USB 2.0), beim Trackpad (mechanisch statt rein haptisch, aber das macht überhaupt nichts, keiner baut bessere physische Trackpads als Apple) und beim Bildschirm (Features wie Farbtemperaturanpassung und Helligkeitssensor weggelassen).

Was mich hingegen nach den ersten Nutzungstagen überhaupt nicht stört, ist der geringe RAM-Ausbau von nur 8 GByte oder die vergleichsweise lahme SSD. Letztere merkt man fast nicht, weil sie eben nur im Vergleich zu den besseren Geräten langsam ist, bei normaler Nutzung für Alltagsarbeiten und Medienkonsum (und sogar kleinere bis mittelgroße Videoschnittprojekte) stört es nicht. Selbst bei vielen offenen Apps fällt das notwendige Swapping kaum auf.

Das MacBook Neo ist also eine komplett ausreichende Maschine für Otto Normalnutzer. Hinzu kommt die Apple-typische Bauqualität. Da ruckelt nichts, das Alugehäuse in wirklich hübschen Farben (ich empfehle „Zitrus“) wirkt bombensicher, es gibt keine Spaltmaße und das Öffnen und Schließen des Displays ist äußerst befriedigend. Man kann das Neo wie jeden Mac auch mal kurz aufs Sofa werfen, es stört nicht. Auch die Tastatur ist gut (also nicht schlechter als bei einem Air oder gar Pro) und das Trackpad lässt sich oben wie unten beliebig klicken.

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Ein Kommentar von Ben Schwan

Ein Kommentar von Ben Schwan

Mac & i-Redakteur Ben Schwan schreibt seit 1994 über Technikthemen und richtet sein Augenmerk mittlerweile insbesondere auf Apple-Geräte. Er mag das Design von Mac, iPhone und iPad und glaubt, dass Apple nicht selten die benutzerfreundlicheren Produkte abliefert. Immer perfekt ist die Hard- und Software-Welt aus Cupertino für ihn aber nicht.

Am auffälligsten ist am MacBook Neo, wie unauffällig es ist: Man nutzt es eben wie einen Mac, minus der Tatsache, dass es keinen Arm und kein Bein gekostet hat. (Und wer wirklich etwas mehr will, kauft eben für noch unter 1000 Euro ein MacBook Air M4 (ab 968,99 €), das gerade im Abverkauf ist.)

Heute kam dann noch bei ersten Teardowns heraus, dass Apple es geschafft hat, beim Neo auch die Reparatur deutlich zu vereinfachen. Es gibt keinerlei Vernagelung durch Kleber und Pull-Tabs, nur Schrauben, plus die Möglichkeit, selbst kleine Komponenten wie Ports oder Lautsprecher in wenigen Minuten zu tauschen. Das Neo ist also günstig, aber trotzdem kein Wegwerfgerät. Das ist doch mal eine schöne Kombination.


(bsc)



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#TGIQF: Das Nerdquiz um den Ig-Nobelpreis


Eine Schlagzeile der Woche: Der IG-Nobelpreis zieht aus den USA in die Schweiz. Der Preis, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt und dessen Verleihung „erst zum Lachen, dann zum Andenken anregen soll“, findet aufgrund der politischen Situation in den Vereinigten Staaten am 3. September 2026 in Zürich und erstmals außerhalb der USA statt.

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Doch was ist der Ig-Nobelpreis? Seit 1991 werden die Preise alljährlich auf einer bunten Veranstaltung verliehen, in ähnlichen Kategorien wie die echten Nobelpreise. Mal legen die Veranstalter einen satirischen Fokus auf skurrile Forschungen, mal schwingt bei den Preisverleihungen auch Sarkasmus mit. Dennoch wird der Preis in der Wissenschafts-Community geschätzt: Die Preisübergabe erfolgt oftmals durch echte Nobelpreisträger.


#TGIQF: Das heise-online-Quiz

#TGIQF: Das heise-online-Quiz

„Thank God It’s Quiz Friday!“ Jeden Freitag gibts ein neues Quiz aus den Themenbereichen IT, Technik, Entertainment oder Nerd-Wissen:

In den vergangenen 35 Jahren fanden die Verleihungen stets in Massachusetts statt: Sie wechselten zwischen Harvard University und dem MIT (The Massachusetts Institute of Technology). In diesem Jahr findet die Verleihung in Zusammenarbeit der Eidgenössischen Technischen Hochschulen und der Universität Zürich statt, wie die Veranstalter mitteilten. In Boston findet stattdessen wenige Wochen danach eine Ig-Nobelpreis-Veranstaltung statt.

Als kleine Instanz für Klugscheißerwissen wollen wir den etwas anderen Wissenschaftspreis mit einem Freitagsquiz ehren.

In der heiseshow stellte Moderatorin Anna Bicker der Stammbesatzung Dr. Volker Zota und Malte Kirchner drei Fragen vorab: Nicht jede Herleitung war angesichts der schwierigen Fragen nobelpreisverdächtig, aber sie fanden sich gut durch.

Sie können in Ruhe in 10 Fragen maximal 100 Punkte erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik sind wie immer gern gelesen.

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Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.

Und falls Sie Ideen für eigene Quizze haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster aka Herr der fiesen Fragen.


(mawi)





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Post zum Freitag: Apple bringt Neo, Schnäppchenfallen, Filmtipp fürs Wochenende


In dieser Woche gab es gleich mehrere Ankündigungen von Apple. Ich muss zugeben, dass ich die Keynotes zu den Produktvorstellungen vermisse, hauptsächlich diejenigen, die nicht perfekt durchinszeniert waren. Aber nun zu den Produkten: Zum einen hat Apple mit dem MacBook Neo ein Einsteigernotebook ab 700 Euro vorgestellt, das den Markt gehörig aufmischen dürfte. Erstmals seit dem Kunststoff-MacBook von 2009 gibt es wieder ein Apple-Notebook, das gezielt unter die 1000-Euro-Marke zielt – eine echte Kampfansage an die Windows-Konkurrenz, die dieses Segment 15 Jahre lang für sich hatte. Um den Preis zu drücken, hat Apple allerdings den Rotstift angesetzt: Keine Tastaturbeleuchtung, kein Thunderbolt, kein MagSafe, und statt eines M-Prozessors steckt ein iPhone-Chip im Inneren – ein Novum für die MacBook-Reihe. Ob der Spagat zwischen Sparsamkeit und Schnelligkeit gelingt, hat mein Kollege Holger Zelder im ausführlichen Test des MacBook Neo untersucht.

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Am anderen Ende der Apple-Preisskala stehen die neuen MacBook Pros mit M5 Pro und M5 Max, die gerade in den Handel gekommen sind. Die neue Fusion-Architektur kombiniert erstmals zwei Dies zu einem SoC, das SSD-Tempo hat sich verdoppelt, und die Leistung ist beeindruckend. Allerdings produzieren die Max-Chips unter Dauerlast ordentlich Wärme und damit Lüfterlärm. Und die Preise? Nun ja, ich sage es mal so: Das Neo am anderen Ende der Skala hat durchaus seine Daseinsberechtigung.

Apropos teure Hardware: Wer gerade eine neue Grafikkarte braucht, hat es nicht leicht. Die Preise sind durch den KI-bedingten Speicherhunger der Industrie massiv gestiegen, und wer nach vermeintlichen Schnäppchen bei Grafikkarten mit viel RAM sucht, tappt schnell in die Falle. Ob ausgenudelte Gebrauchtkarten von Auktionsplattformen oder Uraltmodelle mit beeindruckenden Speicherzahlen – die Kollegen erklären, worauf Sie achten müssen, und haben einige alte wie neue Karten mit aktuellen Treibern erneut auf den Prüfstand gestellt.

Deutlich günstiger als Grafikkarten sind Klemmbausteine. Mit „Smart Play“ macht Lego einen gewagten Schritt: Der neue Smart Brick bringt Licht, Sound und Bewegungssensorik in die Klemmbausteinwelt – und zwar, ohne dass man dafür ein Smartphone benötigt. Die ersten Sets sind Star-Wars-Modelle, X-Wing und TIE Fighter. Alexander Spier hat sie ausgiebig getestet. Ich fand besonders spannend, wie viel Technik Lego in einen einzelnen Stein gepackt hat: Sensoren, Akku, Bluetooth – alles geschützt durch zahlreiche Patente. Das Spielerlebnis bleibt dabei erfreulich analog, die App wird nur für Firmware-Updates benötigt.


Legos erste "Smart Play"-Sets: ein X-Wing und ein TIE Fighter

Legos erste "Smart Play"-Sets: ein X-Wing und ein TIE Fighter

Lego startet seine „Smart Play“-Serie mit Sets aus der Star-Wars-Reihe.

(Bild: Alexander Spier / heise medien)

Ob Legos Smart Play ein richtiger Schritt in die Zukunft ist, muss sich ebenso zeigen wie beim digitalen Euro. Die Europäische Zentralbank zielt darauf ab, ihn im Jahr 2029 einzuführen. Klingt noch weit weg, aber die Vorbereitungsphase läuft bereits, Rahmenabkommen für zentrale Komponenten sind geschlossen, und die Diskussionen über die Architektur – zentral oder Blockchain-basiert – werden intensiver. Gleichzeitig wächst die Kritik, die längst über reine Kostenfragen hinausgeht. Ich habe den aktuellen Stand in einem Hintergrundartikel zusammengetragen.

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Kennen Sie das? Man hat sich gemütlich eingerichtet – die Notizen in der Cloud, alles synchron, alles bequem – und dann kommt dieser nagende Gedanke: Was passiert eigentlich, wenn der Dienst mal nicht erreichbar ist? Oder schlimmer: wenn er mich aussperrt? Genau dieses Unbehagen hat Liane Dubowy zum Anlass genommen, den Umzug der eigenen Wissensdatenbank von Notion zu Obsidian durchzuspielen. Obsidian speichert alles lokal in Markdown-Dateien, die sich jederzeit sichern und sogar ohne die App bearbeiten lassen. Wer also sein „zweites Gehirn“ lieber auf der eigenen Festplatte wissen möchte, findet in dem Artikel eine praxiserprobte Anleitung – inklusive Lösungen für die Stolpersteine, die beim Import unweigerlich auftauchen.

Zum Schluss habe ich noch einen Filmtipp fürs Wochenende, der nichts mit Technik im engeren Sinne zu tun hat – und doch alles: „Der Astronaut – Project Hail Mary“ ist die beste Science-Fiction seit „Interstellar“, findet meine Kollegin Sabrina Patsch. Die Verfilmung von Andy Weirs Roman verzichtet auf die üblichen Katastrophenfilm-Klischees und erzählt stattdessen eine intime Geschichte über einen Mann, der zwölf Lichtjahre von der Erde entfernt aufwacht, ohne Erinnerung, ohne Kontakt zur Heimat – und trotzdem Hoffnung findet. Ryan Gosling spielt die Hauptrolle, und wer „Der Marsianer“ mochte, wird diesen Film lieben.

In dem Sinne: Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und eine gute Lese- und Filmzeit!

Ihr
Volker Zota
(Chefredakteur heise medien)


(vza)



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