Künstliche Intelligenz
Donnerstag: Milliardenverluste durch Cybercrime, Metas brandneues KI-Modell
In den USA haben dem FBI gemeldete Cybercrime-Fälle und -Schäden 2025 neue Rekordhöhen erreicht. Dabei handelte es sich vorwiegend um Phishing-Angriffe, Erpressung und Anlagebetrug. Die größten Verluste erlitten Krypto-Investoren und US-Amerikaner über 60 Jahre. Die Schäden dieser Altersgruppe machten mehr als ein Drittel aller Verluste aus. Derweil versucht der Meta-Konzern, nach Milliardeninvestitionen in seine Superintelligence Labs mit seinem neuen KI-Modell den Rückstand zur Konkurrenz aufzuholen. „Muse Spark“ ist mit einer multimodalen Wahrnehmung ausgestattet, um auch sehen zu können, was Nutzer betrachten. In Europa zelebriert die europäische Top-Level-Domain ihr 20. Jubiläum. Nach Ansicht der EU hat sich .eu vom Goldrausch zum stabilen Anker für eine digitale Identität entwickelt. Sie muss sich im harten Wettbewerb der Netz-Giganten behaupten. Immerhin verzeichnete die TLD in 20 Jahren auch in der aktuellen Ära von Cyberangriffen keine Ausfälle – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Das FBI zählte im vergangenen Jahr einen erneuten Anstieg von Cybercrime-Fällen in den USA, wobei der Schaden für US-Amerikaner auf eine neue Rekordhöhe von zusammen genommen 20,877 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Das sind knapp 26 Prozent mehr als 2024, als die US-Polizeibehörde 16,6 Milliarden Dollar Verlust durch Online-Kriminalität errechnet hatte. Gleichzeitig stieg die Zahl der 2025 dem FBI gemeldeten Fälle gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent und übersprang erstmals die Millionenmarke. Die Höhe der Verluste steigt mit dem Alter der Opfer. US-Amerikaner über 60 beklagten 2025 Schäden von insgesamt 7,75 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie Menschen zwischen 50 und 60 Jahren (3,68 Milliarden Dollar): US-Amerikaner verlieren 2025 fast 21 Milliarden US-Dollar durch Cybercrime.
Der US-Konzern Meta Platforms hat am Mittwoch sein neues Flaggschiff-KI-Modell Muse Spark präsentiert. Es ist das erste Modell der neu aufgebauten KI-Abteilung Meta Superintelligence Labs und gleichzeitig das erste Modell von Metas neuer Muse-Serie. Aktuell treibt das neue KI-Modell bereits die Meta-KI-App und -Website an, die zugleich ein Upgrade und ein neues Design erhalten. In den kommenden Wochen wird Muse Spark zudem für WhatsApp, Instagram, Facebook, Messenger und KI-Brillen eingeführt. Dieses erste KI-Modell sei, so Meta, bewusst klein und schnell, aber dennoch leistungsfähig genug, um komplexe Fragestellungen in Wissenschaft, Mathematik und Gesundheit zu lösen. Doch „die nächste Generation ist bereits in Entwicklung“: Meta präsentiert neues KI-Modell Muse Spark.
Es war ein historischer Moment für das europäische Internet, als am 7. April 2006 der offizielle Startschuss für die Endung .eu fiel. Der Andrang glich einem digitalen Goldrausch: Innerhalb von nur 24 Stunden wurden über eine Million Adressen registriert. Das Versprechen war groß: Eine gemeinsame Identität für einen digitalen Binnenmarkt und ein Ende des nationalen Flickenteppichs für Unternehmen, die über Grenzen hinweg agieren wollen. Heute, genau zwanzig Jahre später, blickt die Registerstelle EURid auf eine Geschichte zurück, die von technischer Stabilität und dem Bemühen um europäische Werte geprägt ist. Denn laut der EU-Kommission weisen die Systeme seit zwei Jahrzehnten keine Millisekunde Ausfallzeit auf, bemerkenswert in einer Ära von Cyberangriffen. Nun feiert Europa 20 Jahre digitale Identität: Happy Birthday .eu!
Auf älteren Kindle-Geräten von Amazon kann man bald keine E-Books mehr herunterladen. Darüber informiert Amazon seine Kunden per E-Mail. Auf einigen der betroffenen Geräte wurde der Zugang zum Kindle Store bereits vor mehreren Jahren gekappt. Seitdem kann man damit zwar keine neuen Inhalte mehr kaufen, der Download bereits gekaufter E-Books war aber weiterhin möglich. Das ändert sich zum Stichtag am 20. Mai: Dann könne man keine neuen Inhalte mehr kaufen, ausleihen oder herunterladen, bestätigte ein Amazon-Sprecher. Zudem ist die Liste der betroffenen Kindles gewachsen. Betroffen sind neben Kindle-Readern auch Kindle-Tablets, die 2012 oder früher erschienen sind. Immerhin können bereits gespeicherte E-Books weiterhin gelesen werden: Ältere Kindles von Amazon dürfen keine E-Books mehr herunterladen.
In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir unter anderem die zentrale „Deutschland-App“, die SAP und Deutsche Telekom im Auftrag der Bundesregierung bauen. Kann so ein ambitioniertes E-Government-Projekt in Deutschland tatsächlich gelingen? Zudem diskutieren wir Anthropics Mythos und einen Claude-Code-Fehler. Während Mythos ausschließlich IT-Sicherheitsunternehmen zur Verfügung stehen wird, sorgte ein Fehler rund um das KI-Coding-Tool Claude Code für Aufsehen. Wie gravierend war der Vorfall? In Deutschland sollte die neue 12-Uhr-Tankregel Spritpreise im Zaum halten, doch Diesel hat an Ostern erstmals die Marke von 2,50 Euro geknackt, auch E10 nähert sich dem Allzeithoch. Welche Maßnahmen könnten kurzfristig tatsächlich helfen? Darum geht es heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Schland-App, Anthropic Mythos, Spritpreise.
Auch noch wichtig:
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(fds)
Künstliche Intelligenz
heise meets … „Diskutiere nie etwas Unsichtbares“ beim Modellieren
Wer Software erfolgreich entwickeln will, muss zuerst die Menschen verstehen, die sie nutzen sollen. Stefan Priebsch, Software-Success-Consultant, begleitet Unternehmen dabei, Software vom Kostenfaktor zum Erfolgsfaktor zu machen.
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Im „heise meets …“-Podcast erklärt er, warum technische Fachbegriffe und Bullshit-Bingo bei der Anforderungsanalyse mehr schaden als nützen – und wie ein einfaches Rollenspiel Teams in kürzester Zeit zu tragfähigen Lösungen führt.
Priebsch arbeitet nach den Prinzipien des Domain Driven Design, das Eric Evans 2003 prägte. Im Kern steht eine fachlichkeitsgetriebene Entwicklung statt einer technologiegetriebenen. Alle Beteiligten brauchen ein gemeinsames Verständnis: „Diskutiere nie etwas Unsichtbares“, lautet seine Grundregel. Was nur in den Köpfen der Teilnehmer existiert, muss durch Modelle, Zettel oder Rollen sichtbar werden, sonst entstehen zwangsläufig Reibungsverluste.

heise meets…. Der Entscheider-Talk – von Entscheidern für Entscheider – immer aktuell und nah am Geschehen.
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Rollenspiel deckt Lücken auf
Im Workshop lässt Priebsch Teilnehmer Prozesse durchspielen – etwa den Ablauf in einem Restaurant. Wer ist Kellner, wer Koch, wer Gast? Schon nach wenigen Minuten tauchen Fragen auf, die in theoretischen Diskussionen oft übersehen werden: Gibt es einen Empfang? Woher kommt die Speisenkarte? Was passiert, wenn ein Teller zerbricht? Jede entdeckte Rolle und jedes Artefakt landet auf einem Zettel. So entsteht binnen einer halben Stunde eine erste Dokumentation der Domäne – inklusive eines Backlogs offener Fragen.
Der Vorteil gegenüber abstrakteren Methoden: Entwickler bauen ein emotionales Verständnis für den Prozess auf. „Wenn ich als Softwareentwickler einen Prozess gespielt und erlebt habe, habe ich einfach eine innere Verbindung“, sagt Priebsch. Zugleich aktiviert das Format auch zurückhaltende Teilnehmer, da Rollen wie Dokumentar oder Analyst zur Verfügung stehen.
Je nach Situation und Teamdynamik bieten sich unterschiedliche Formate für die Arbeit in der Gruppe an: Rollenspiel für schnelle Domain Discovery, Event Storming für die Visualisierung fachlicher Ereignisse oder Domain Storytelling, wenn Fachanwender ihre Prozesse erzählen. Priebsch empfiehlt einen Mix aus aktivierenden und dokumentierenden Verfahren – abgestimmt auf die jeweilige Ausgangssituation und Fragestellung.
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KI ergänzt fehlende Experten
Als Moderator hält Priebsch Teams vom typischen Abtauchen in technische Sonderfälle ab und lenkt den Fokus auf den Happy Path – also den Standardablauf, der Wertschöpfung erzeugt.
Auch Technologiediskussionen blockt er früh ab. Statt selbst die komplette Software zu entwickeln, sollten die Teilnehmer so besser prüfen, wo die eigentliche Kerndomäne des Unternehmens liegt und welche generischen Bereiche wie die Buchhaltung sich besser durch fertige Lösungen abdecken lassen.
Eine wachsende Rolle spielt dabei künstliche Intelligenz. Fehlt ein Fachexperte in der Modellierungssitzung, lässt sich eine KI in dessen Rolle versetzen und befragen. Deren Antworten sind nicht immer korrekt, aber besser als nichts und liefern Inspiration. Priebsch erwartet, dass KI künftig als gleichberechtigter Gesprächspartner an Modellierungssitzungen teilnimmt.
Das Ergebnis jedes Workshops ist ein Modell – eine vereinfachte Abbildung der Realität, die iterativ weiterentwickelt wird. So lässt sich die Feedback-Schleife drastisch verkürzen und vermeiden, dass Teams wochenlang die falsche Software bauen.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
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Ein vollständiges Transkript der aktuellen Podcast-Episode von heise meets gibt es unter den Shownotes bei Podigee zu lesen.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Foxit-Entwickler schließen Schwachstellen in PDF Reader und Editor
Für Windows und macOS stehen neue Versionen von Foxits PDF Reader und PDF Editor bereit. Die darin geschlossenen Lücken wurden mit Bedrohungseinstufungen von „moderate“ bis „important“ bedacht.
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Kritisch ist keine, und auch über aktive Exploits ist bislang nichts bekannt. Die große Zahl der in Foxits Sicherheitshinweisen genannten Schwachstellen sowie vielfältige Möglichkeiten für Angreifer, etwa unter ganz bestimmten Bedingungen schädlichen Code im Kontext präparierter PDFs auszuführen, machen ein zeitnahes Update dennoch ratsam.
Programmabstürze, Codeausführung und Datenzugriff
Laut Beschreibungen könnten Angreifer die Sicherheitslücken unter anderem missbrauchen, um mit schädlichem JavaScript-Code in PDF-Dokumenten Programmabstürze provozieren. In der Folge könnten sie vertrauliche Informationen abgreifen oder Code aus der Ferne ausführen („Potential Arbitrary Code Execution“).
Auch die lokale Ausweitung von Zugriffsrechten („Local Privilege Escalation“) ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Für all diese Szenarien wäre allerdings erst einmal eine Nutzerinteraktion mit der Software beziehungsweise mit entsprechend präparierten PDF-Dokumenten notwendig.
Abgesicherte Versionen & Updates
Die Versionen Foxit PDF Reader/Editor 2026.1.2 sowie PDF Editor 13.25 und 14.0.5 für Windows und macOS sind gegen die Bedrohungen abgesichert. Von welchen Sicherheitslücken die jeweiligen Versionen und Betriebssysteme im Einzelnen betroffen waren, ist den Sicherheitshinweisen zu entnehmen.
Das Update selbst kann man direkt über den Menüpunkt „Hilfe“ in der Software (Unterpunkt „Nach Updates suchen“) erledigen.
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(ovw)
Künstliche Intelligenz
Höhenverstellbarer Eckschreibtisch Vernal Core 3 im Test: groß, stabil, 750 Euro
Der Vernal Core 3 ist ein höhenverstellbarer, L-förmiger Eckschreibtisch mit richtig viel Platz und 180 kg Tragkraft. Er überzeugt – doch nicht alles ist perfekt.
Zugegeben: Am Namen darf der Hersteller noch feilen. Denn die offizielle Bezeichnung „Vernal Core3 L-förmige Höhenverstellbarer Eckschreibtisch“ ist nicht nur grammatikalisch falsch, sondern auch viel zu sperrig. Der Tisch selbst überzeugt aber, zumindest auf dem Papier: Er bietet eine sehr große Arbeitsfläche, drei Motoren, drei Tischbeine und eine hohe angegebene Traglast von 180 kg. Damit wird er für Homeoffice, Gaming, Videoschnitt und andere umfangreiche Technik-Setups richtig interessant. Und wie schlägt er sich in der Praxis?
Design und Verarbeitung
Den Eckschreibtisch Vernal Core 3 gibt es in mehreren Größen. Die kleinste Variante misst 150 x 150 cm für 649 Euro (Code: Heise6P), die größte stolze 200 x 180 cm für 752 Euro (Code: Heise6P). Die Hauptarbeitsfläche ist bei jeder Größe 75 cm tief, der Seitenschenkel kommt auf 70 cm – enorm viel Platz. Die Tischplatte besteht aus beschichteter Spanplatte. Zur Auswahl stehen dunkelbraunes Walnuss-Imitat, helles Walnussholzdekor und Weiß. Ecken und Kanten sind abgerundet. Wichtig: Die Ausrichtung des Seitenschenkels steht schon vor dem Kauf fest, denn linker und rechter Schenkel lassen sich nicht ohne Weiteres nachträglich tauschen.
Beim Gestell bietet Vernal Schwarz und Weiß an. Es besteht aus Stahl und ist in verstärkten Bereichen bis zu 2 mm stark. Zusätzliche Verstärkungswinkel sorgen trotz der großen Maße für gute Stabilität. Vernal schickt den Schreibtisch in vier Paketen, die Tischplatte besteht aus drei Teilen. Die Übergänge zwischen den Segmenten bleiben sichtbar, stören dank ordentlicher Passgenauigkeit aber nicht.
Die Verarbeitung überzeugt grundsätzlich. Trotzdem fallen bei unserem Testmodell zwei Dinge auf: Die Verbindungsplatte zwischen den beiden Arbeitsflächen-Schenkeln wurde an einer Stelle offenbar mit farblich passendem Reparaturwachs ausgebessert. So etwas passt nicht zu einem Schreibtisch für mehrere hundert Euro. Außerdem hängt die vordere Hauptplatte „leicht durch“ – was aufgrund des liegenden Zusammenbaus eigentlich kein Anwendungsfehler sein kann. Auch am Gewicht liegt es nicht, denn der Höhenunterschied von bis zu einem Zentimeter zwischen äußerem und mittigem Messpunkt blieb zwischen leerem und voll beladenem Zustand gleich.
Aufbau
Den Aufbau war schon bei der rechteckigen Variante Vernal Core 3 (Testbericht) umfangreich, die L-förmigen Version setzt hier nochmal einen drauf. Größe und Gewicht machen zwei Personen empfehlenswert – spätestens, wenn das Monstrum nach dem Zusammenbau von der liegenden in die stehende Position wandert. Ansonsten läuft der Aufbau problemlos: Bauteile und Verpackungen sind überwiegend gut beschriftet. Etwas seltsam: Im Lieferumfang stecken selbstschneidende Schrauben, die wir überhaupt nicht brauchten. Alle Schrauben wandern entweder in Metallstücke und deren Gewinde oder in Muttern, die in der Tischplatte sitzen. Wegen der Menge empfiehlt sich ein Akkuschrauber mit reduzierbarem Drehmoment. Die Aufbauzeit liegt bei 1,5 bis 2 h. Grundsätzlich klappt der Zusammenbau auch allein.
Bedienung und Ergonomie
Den elektrisch höhenverstellbaren Eckschreibtisch steuert ein Bedienelement mit LED-Anzeige. Es bietet physische Auf- und Ab-Tasten sowie drei Drücker für speicherbare Höhenpositionen. Dazu kommen Kindersicherung, Kollisionsschutz, eine einstellbare obere und untere Höhenbegrenzung sowie ein Timer, der an den Wechsel von Sitz- zu Stehposition und umgekehrt erinnert.
Die niedrigste Höhe (Oberkante Tischplatte) liegt bei gemessenen 63 cm, die maximale bei etwa 128 cm. Damit passt der Tisch für kleine Menschen im Sitzen ebenso wie für größere im Stehen.
Stabilität und Motoren
Der Vernal Core 3 nutzt drei Elektromotoren – jedes Tischbein hat einen eigenen. Dazu kommen dreiteilige Hubsäulen. Die angegebene Hubgeschwindigkeit liegt bei 40 mm/s. Das ist flott genug, damit der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen nicht nervt. Der Geräuschpegel erreicht laut Hersteller maximal 50 dB, klingt dabei aber weder unangenehm noch störend. Die Traglast von 180 kg bietet genug Spielraum für ausladende Setups.
Bei normaler Sitzhöhe steht der Tisch sehr stabil und wackelt so gut wie gar nicht. Auch in Stehhöhe hält sich die Stabilität ordentlich, naturgemäß tritt auf maximaler Höhe allerdings leichtes Wackeln auf. Insgesamt bleibt die Stabilität dennoch hoch.
Nutzung im Alltag
Im Alltag ist die große Arbeitsfläche der größte Vorteil des Vernal Core 3. Die Hauptplatte mit 75 cm Tiefe erlaubt einen guten Monitorabstand – besonders angenehm bei großen Monitoren oder mehreren Displays. Wer Videos schneidet, streamt, spielt oder regelmäßig mit wechselnden Testgeräten arbeitet, bekommt hier deutlich mehr Raum als an einem Standard-Schreibtisch.
Für Technik-Setups helfen die drei Kabeldurchführungen an den äußeren Ecken der Tischplatte. Einfache Ordnungshilfen wie Kabelbinder liegen bei und auch die Kabelwanne ist bereits integriert, kann aber beim Bestellvorgang gestrichen werden, das spart 40 Euro. Wir empfehlen, die Wanne im Warenkorb zu behalten.
Optionales Zubehör
Vernal bietet erstaunlich viel optionales Zubehör: eine Schublade unter der Hauptarbeitsfläche, Schreibtischablage, PC-Halterung, Kabelmanagement, Rollcontainer, Bücherregal, Aktenschrank, Monitorarme und mehr. Damit lässt sich auf Wunsch gleich das ganze Büro optisch einheitlich ausstatten.
Kundenservice und Garantie
Vernal gibt 15 Jahre Garantie auf das Tischgestell. Auf Tischplatte, Motoren und elektrische Komponenten gibt es 5 Jahre. Dazu kommt laut Hersteller ein 30-tägiges Rückgaberecht – Rechnung und Kaufnachweis sollte man dafür unbedingt aufbewahren.
Preis
Der Preis hängt von Größe, Plattenfarbe und Ausrichtung des Seitenschenkels ab. Das getestete Modell mit hellem Walnussholz-Imitat, weißem Gestell, linkem Seitenschenkel und der großen Ausführung mit 200 x 180 cm kostet zum Testzeitpunkt 752 Euro (Code: Heise6P) inklusive Kabelwanne und Versand. Für die Variante mit 150 x 150 cm fallen 649 Euro (Code: Heise6P) an.
Fazit
Die größte Stärke des Vernal Core 3 ist seine enorme Arbeitsfläche. Die Kombination aus Hauptarbeitsbereich und Seitenschenkel macht ihn deutlich vielseitiger als einen klassischen rechteckigen Schreibtisch. Drei Motoren, drei Tischbeine mit dreiteiligen Hubsäulen, 40 mm/s Hubgeschwindigkeit und 180 kg Traglast schaffen stabile Voraussetzungen für schwere Monitor- und Technik-Setups. Die Bedienung über die Steuereinheit gelingt einfach und praktisch.
Drei Punkte störten uns: die ausgebesserte Schadstelle an der Tischplatte, die leicht „durchhängende“ vordere Platte und der Aufpreis für sinnvolles Zubehör. Die Schadstelle dürfte ein Einzelfall bleiben. Auch der vergleichsweise hohe Preis fällt negativ ins Gewicht.
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