Künstliche Intelligenz
„Doom“ läuft jetzt auch auf Meta Ray-Ban Smart Glasses
Sieben Monate nach Erscheinen der Meta Ray-Ban Display können Entwickler jetzt erste Apps für Metas erste Smart Glasses mit integriertem Display bauen. Der Entwickler Timur Abdrakhimov (Linkedin) demonstriert die neuen Möglichkeiten mit einer Portierung des Ego-Shooters „Doom“.
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Das Spiel erscheint auf dem Wellenleiter-Display der smarten Brille, das über ein diagonales Sichtfeld von 20 Grad verfügt. Gesteuert wird es über Fingerbewegungen, die das Meta Neural Band in Computerbefehle übersetzt. Die Anzeige der Meta Ray-Ban Display ist nur für das rechte Auge sichtbar, wodurch sich die Brille nur bedingt für längere Spielesessions eignet. Als Machbarkeitsnachweis ist das Experiment dennoch interessant, zumal „Doom“ zuvor bereits auf Taschenrechnern, Rasenmähern und sogar elektrischen Zahnbürsten zum Laufen gebracht wurde.
Die Meta Ray-Ban Display ist derzeit wegen Lieferengpässen nur in den USA erhältlich. In der EU erschweren zudem Vorgaben zu Batterien und KI die Markteinführung. Einem Bericht zufolge plant Meta noch für dieses Jahr eine zweite Generation der Smart Glasses. Möglicherweise hebt sich Meta die weltweite Einführung für dieses Nachfolgemodell auf.
Zwei Wege zu Apps für die Meta Ray-Ban Display
Entwicklern stehen zwei Ansätze für die Entwicklung von Apps für die Meta Ray-Ban Display offen. Einer davon ist das Meta Wearables Device Access Toolkit, ein SDK für iOS und Android, das Meta seit Ende des letzten Jahres für seine displaylosen Brillen anbietet und nun um Display-Funktionen erweitert hat. Entwickler können damit erstmals bestehende Smartphone-Apps auf das Brillendisplay ausweiten und dort Elemente wie Text, Bilder oder Videowiedergabe darstellen. Entwickelt wird mit Swift für iOS und Kotlin für Android.
Eine zweite Möglichkeit sind die neuen „Web Apps“. Entwickler können diese eigenständigen Anwendungen mit HTML, CSS und JavaScript im Browser entwickeln und testen und anschließend per URL auf der Brille starten. Dabei haben sie Zugriff auf Bewegungs- und Orientierungsdaten, GPS-Daten des Smartphones, Eingaben des Meta Neural Band sowie lokalen Speicher. Meta sieht Web Apps vor allem für schnelles Prototyping und schlanke Anwendungen. Auch Abdrakhimovs „Doom“-Portierung basiert auf diesem Ansatz. In einem eigens von Meta eingerichteten Subreddit finden sich weitere frühe Experimente mit den Entwicklerwerkzeugen.
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Beide Entwicklungswege sind zunächst nur als Developer Preview verfügbar, was heißt, dass Entwickler ihre Anwendungen zwar bauen und testen, aber noch nicht regulär an Endnutzer verteilen können. Weitere Informationen finden sich auf Metas Entwicklerseite für Wearables.
Meta positioniert sich vor neuer Smart-Glasses-Konkurrenz
Meta kündigte außerdem an, dass die im Januar zunächst für Tester eingeführte Fingerschrift nun für alle Nutzer verfügbar gemacht wird. Sie funktioniert unter anderem in Instagram, WhatsApp, Messenger sowie in nativen Nachrichten-Apps unter Android und iOS. Ebenfalls breiter verfügbar wird die im März angekündigte Aufnahmefunktion, die das Display- und Kamerabild in einem Video kombiniert. Die visuelle Fußgängernavigation wird zudem auf die gesamten USA ausgeweitet und soll auch in internationalen Großstädten wie London, Paris oder Rom funktionieren. Live-Untertitel, die gesprochene Sprache bei Gesprächen oder Telefonaten transkribieren, kommen zudem für WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram Direct. Metas neues KI-Modell Muse Spark soll diesen Sommer für Meta Ray-Ban Display erscheinen.
Der Zeitpunkt der Entwicklerankündigungen dürfte kein Zufall sein. Google könnte bereits kommende Woche auf der Entwicklerkonferenz Google I/O erste Smart Glasses auf Basis von Android XR ankündigen. Apple verfolgt ebenfalls Smart-Glasses-Pläne und könnte auf der WWDC im Juni erste Hinweise darauf geben. Zudem wird erwartet, dass Snap noch in diesem Jahr eine erste AR-Brille für Konsumenten präsentiert, deren Vorstellung wohl nicht mehr lange auf sich warten lässt.
Mit der zunehmenden Verbreitung smarter Brillen wachsen auch die Kontroversen rund um die Geräte. Meta geriet zuletzt mehrfach in die Kritik, etwa wegen angeblicher Pläne zu Gesichtserkennung und wegen intimer Brillenvideos, die zur Datenannotation bei Clickworkern landeten. Hinzu kommt die Sorge, dass Smart Glasses heimliche Aufnahmen im öffentlichen Raum erleichtern.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Makey:Lab: Technik verstehen statt nur über Bildschirme zu wischen
Smartphones bedienen, durch Feeds wischen, Apps installieren: Digitale Geräte bestimmen für viele Jugendliche den Alltag. Doch die meisten erleben Technik dabei vor allem passiv: als fertiges Produkt, nicht als etwas, das sich verstehen, verändern oder selbst gestalten lässt.
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Dafür gibt es jetzt Makey:Lab: ein Experimentierlabor für alles, was blinkt, misst, piept, reagiert und Daten verarbeitet. Im Mittelpunkt steht die Freude daran, selbst zu experimentieren, Dinge auszuprobieren und eigene Ideen umzusetzen – ganz gleich, ob Jugendliche bereits löten und programmieren oder bisher kaum Berührung mit Mikrocontrollern, Sensoren oder eigener Elektronik hatten.
Die Hardware bringt dafür Sensoren, Display, Mikrofon, Lautsprecher und RGB-LEDs direkt mit. Zusätzliche Module und Erweiterungen lassen sich unkompliziert anschließen. Das erleichtert den Einstieg enorm. Denn gerade erste Experimente sollen neugierig machen – und nicht an Kabeln oder Konfigurationen scheitern.
Dieselbe Idee steckt auch hinter der Software. Statt auf Programmiersyntax, Bibliotheken oder komplizierte Konfigurationen zu setzen, arbeitet die grafische Entwicklungsumgebung „IoT-Werkstatt“ mit vorbereiteten Programmierblöcken, die viele Funktionen bereits mitbringen. Sensorwerte anzeigen, LEDs steuern oder Daten ans Smartphone senden lässt sich dadurch direkt ausprobieren, ohne sich zuerst durch Datenblätter oder Beispielcode arbeiten zu müssen. Ziel sind schnelle Erfolgserlebnisse, die neugierig auf mehr machen.

Die IoT-Werkstatt ist die grafische Programmierumgebung von Makey:Lab. Aus Blöcken entstehen hier echte Projekte – ganz ohne komplizierte Syntax.
Aus ersten Experimenten sollen möglichst schnell eigene Ideen entstehen. Deshalb begleitet ein Playbook mit praxisnahen Experimenten den Einstieg in Sensorik, Mikrocontroller und IoT. Statt abstrakter Übungen entstehen daraus kleine Wetterstationen, Umweltmesssysteme oder vernetzte Alltagshelfer. Fehler machen gehört dabei ausdrücklich dazu, ebenso wie das Weiterentwickeln und Verändern eigener Ideen.
Die Wurzeln dafür liegen in realen IoT- und Nachhaltigkeitsprojekten am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. Dort entstanden in den vergangenen Jahren unter anderem LoRaWAN-Pegelmesser für Flüsse, KI-gestützte Analysewerkzeuge und eine „künstliche Nase“ zur Unterscheidung von Gerüchen. Zusammen mit der Make-Redaktion entwickelte sich daraus die Idee, moderne Sensorik und Mikrocontrollertechnik wieder greifbarer, experimenteller und alltagstauglicher zu machen.
Genau darin sieht auch Prof. Dr. Klaus-Uwe Gollmer vom Umwelt-Campus Birkenfeld einen entscheidenden Punkt: „Uns ging es nie darum, Sensoren einfach auszulesen oder Technik vorzuführen. Im Mittelpunkt steht die niederschwellige Motivation, eigene Ideen umzusetzen. Denn spannend wird Digitalisierung erst dann, wenn daraus persönliche Projekte entstehen und Dinge aus der eigenen Lebenswelt neu gestaltet werden können.“
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Dahinter steckt der Geist der frühen Heimcomputerjahre: Technik durch Ausprobieren entdecken, Fehler machen, experimentieren und eigene Projekte entwickeln. Nicht nur konsumieren, sondern verstehen, verändern und selbst gestalten.
Makey:Lab ist für 119,90 Euro im heise shop erhältlich. Weitere Playbooks und Erweiterungen sind bereits geplant. Für Bildungseinrichtungen und Makerspaces sind außerdem Mehrfach- und Klassensets möglich.
(pan)
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SpaceX-Börsengang: 80 Milliarden US-Dollar Kapitalerhöhung geplant
Elon Musks Weltraumfirma SpaceX will laut Medienberichten ihren Rekord-Börsengang am 12. Juni über die Bühne bringen. Dabei wolle SpaceX bis zu 80 Milliarden US-Dollar (rund 69 Mrd. Euro) bei Investoren einsammeln, schrieb das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf informierte Personen. Damit wäre es der mit Abstand größte Börsengang. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg strebt SpaceX bei der Aktienplatzierung eine Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar an.
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Das WSJ geht davon aus, dass SpaceX die Papiere für den Börsengang in der kommenden Woche veröffentlichen wird. SpaceX wird wohl unter dem Aktiensymbol „SPCX“ firmieren, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus informierten Kreisen. Dieses stand bis vor Kurzem für den „SPAC and New Issue ETF“ von Tuttle Capital, im April wechselte dieser aber zum Symbol „SPCK“. Die Prüfung des Börsengangs durch die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) sei laut den Reuters-Informationen deutlich schneller abgeschlossen worden als erwartet. Die SEC wollte sich dazu nicht äußern.
Musk-Firma unerlässlich für US-Raumfahrt
SpaceX spielt mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das amerikanische Raumfahrtprogramm. Das Unternehmen betreibt zudem den Satelliten-Internetdienst Starlink. Musk brachte in SpaceX auch seine KI-Firma xAI samt der Online-Plattform X ein. Der Konzern wurde bei dieser Fusion laut Medienberichten insgesamt mit 1,25 Billionen Dollar bewertet.
Jüngst gab Musk bekannt, dass xAI kein eigenständiges Unternehmen mehr sei, sondern seine KI-Produkte wie den Chatbot Grok unter der Marke SpaceXAI vermarkten werde. Der Multimilliardär stellt für die Zukunft KI-Rechenzentren im All in Aussicht. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann und die Kühlung im All einfacher ist. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne.
Musk, der unter anderem auch den Elektroauto-Hersteller Tesla führt, ist Chef und Großaktionär von SpaceX. Vom Chefposten kann er sich nach einem Börsengang lediglich selbst feuern, der Vorstand ist dazu nicht mehr befugt. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters im April unter Berufung auf Dokumente, die SpaceX potenziellen Investoren habe zukommen lassen. Darin heißt es demnach, dass es zwei verschiedene Arten von Aktien geben wird und nur mit einer Mehrheit jener der Klasse B könne der CEO von seinem Posten entfernt werden. Von denen werde er aber nach der Ausgabe eine Mehrheit halten und solange er die nicht verkauft, könne er effektiv nicht entlassen werden.
Drei Riesen-Börsengänge 2026?
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Der Börsengang von SpaceX könnte die erste von drei Mega-Aktienplatzierungen in diesem Jahr werden. Berichten zufolge planen auch der ChatGPT-Entwickler OpenAI und sein Konkurrent Anthropic Börsengänge mit extrem hohen Erlösen.
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(nen)
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Sony-Tempo, Canon ohne Sucher, Nikon rot – die Fotonews der Woche 20/2026
Wenn man meint, die Kamerahersteller hätten alle Register gezogen, legen sie noch eine Schippe drauf. Sony präsentiert mit der Alpha 7R VI eine Kamera, die endlich das schafft, was viele für unmöglich hielten: 67 Megapixel bei 30 Bildern pro Sekunde. Das ist, als würde man einen Elefanten zum Sprinten bringen – technisch beeindruckend, aber man fragt sich: Wer braucht das eigentlich? Vermutlich Sportfotografen, die ihre Motive nicht nur einfangen, sondern in forensischer Detailtiefe sezieren wollen.
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(Bild: heise )
Sonys Sensor-Wunder mit Tempo
Die Alpha 7R VI vereint erstmals Auflösung und Geschwindigkeit. Mit einem rückseitig belichteten, vollständig gestapelten Sensor werden 66,8 Megapixel etwa 5,6-mal schneller ausgelesen als beim Vorgänger. Das Ergebnis: 30 Bilder pro Sekunde mit elektronischem Verschluss, zehn mit mechanischem – genau wie bei Sonys Flaggschiff Alpha 1 II. Der Dynamikumfang soll 16 Blendenstufen erreichen, die Bildstabilisierung 8,5 Stufen in der Bildmitte.
Auch beim Video legt Sony nach: 8K mit 30p, 4K mit 120p und ein effektives Wärmemanagement, das 120 Minuten ununterbrochene 8K-Aufnahmen ermöglicht. Neu ist zudem ein Dual-Gain-Modus, der Rauschen reduziert, ohne Details in den Schatten zu verlieren – eine Premiere in der Alpha-Serie. Der OLED-Sucher leuchtet dreimal heller als üblich und deckt den DCI-P3-Farbraum ab.
Allerdings hat die Sache einen Haken: Sony wechselt auf den neuen Akku NP-SA100, der nicht mehr zu bisherigen Alpha-7-Modellen kompatibel ist. Wer also eine Sammlung von NP-FZ100-Akkus besitzt, muss neu investieren. Die Alpha 7R VI erscheint im Juni für rund 5100 Euro – und wer sich fragt, ob das nicht langsam zu viel wird: Doch, ist es. Aber Sony weiß, dass es genug Profis gibt, die das Geld ausgeben.
Zeitgleich stellt Sony das FE 100–400 mm F4.5 GM OSS vor, ein Super-Telezoom mit konstanter Lichtstärke und einem Autofokus, der dreimal schneller sein soll als beim Vorgänger. Mit 1840 Gramm ist es ein Leichtgewicht und für ein Tele dieser Klasse durchaus handlich. Der Preis: 5000 Euro. Zusammen mit der Alpha 7R VI ergibt das ein System für über 10.000 Euro – da überlegt man sich zweimal, ob man nicht doch lieber ein gebrauchtes Auto kauft.
Canon setzt auf Lüfter statt Sucher
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Canon geht einen anderen Weg und präsentiert die EOS R6 V, eine Kamera, die sich klar an Videografen richtet. Das V steht für Video, und das merkt man: Statt eines elektronischen Suchers gibt es nur ein Display, dafür aber einen internen Lüfter, der beliebig lange Aufnahmezeiten ermöglicht. 4K mit 60p läuft zwei Stunden durch, 7K Open Gate so lange, wie der Akku hält. Das ist ein echter Vorteil gegenüber der EOS R6 Mark III, die ohne Lüfter nach 33 Minuten schlapp macht.
Die EOS R6 V nutzt den gleichen 32,5-Megapixel-Sensor wie die R6 Mark III und die Cinema-Kamera C50. Sie bietet 7K RAW mit 60p, oversampeltes 4K bis 60p und 4K 120p ohne Crop. Auch der Autofokus ist identisch zur R6 Mark III, was bedeutet: schnell, präzise und mit intelligenter Motiverkennung.
Für Fotografen ist die R6 V weniger interessant, da sie nur einen elektronischen Verschluss besitzt und damit in puncto Dynamikumfang gegenüber der R6 Mark III mit mechanischem Verschluss das Nachsehen hat. Aber für Content Creator, die hauptsächlich Videos drehen, ist sie eine kompakte, flexible Lösung. Der Preis: 2500 Euro, also 400 Euro günstiger als die R6 Mark III. Wer also auf den Sucher verzichten kann, spart Geld und bekommt längere Aufnahmezeiten.
Passend dazu stellt Canon das RF 20–50 mm F4 L IS USM PZ vor, ein Standardzoom mit konstanter Lichtstärke und Motorzoom. Es wiegt nur 420 Gramm, bietet einen Bildstabilisator mit bis zu acht Blendenstufen und kostet 1500 Euro. Im Kit mit der R6 V sind es 3700 Euro – ein faires Angebot für Videografen, die ein kompaktes System suchen.
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Nikon schreibt Rekordverluste – aber Kameras laufen gut
Während Sony und Canon neue Geräte vorstellen, kämpft Nikon mit den Zahlen [PDF]. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2025/26 einen Rekordverlust von 86 Milliarden Yen (rund 470 Millionen Euro) eingefahren. Das klingt dramatisch, ist aber nur die halbe Wahrheit. Der Großteil der Verluste geht auf eine einmalige Abschreibung von 91,3 Milliarden Yen zurück, die mit der Übernahme von Nikon SLM Solutions zusammenhängt, einem Hersteller für metallischen 3D-Druck. Die Firma läuft nicht so gut wie erhofft, also wurden die Bücher angepasst – kein frisches Geld fließt ab, aber die Zahlen sehen trotzdem furchtbar aus.
Die Imaging-Sparte von Nikon hat ihre Umsatzziele erreicht und liegt nur 1,8 Prozent unter dem Vorjahr. Der operative Gewinn ist zwar um 59,5 Prozent gesunken, aber das liegt vor allem am Verkauf von MRMC, Nikons Roboterkamera-Unternehmen, und an Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Die Kameras selbst laufen solide, vor allem die Z5 II, Z50 II und ZR haben sich gut verkauft.
Für das kommende Jahr erwartet Nikon weniger Kamera-, aber stabile Objektivverkäufe. Der Gesamtmarkt soll schrumpfen, was die Sache nicht einfacher macht. In der Vergangenheit hat Nikon jedoch immer wieder gezeigt, dass man sich auch aus schwierigen Situationen herausarbeiten kann. Die Produkte stimmen, die Zahlen müssen folgen.
Shutterstock zahlt 35 Millionen Dollar wegen unfairer Abo-Praktiken
Während die Kamerahersteller mit Technik und Zahlen kämpfen, hat Shutterstock ein anderes Problem: Die US-Handelskommission FTC hat dem Stockfoto-Anbieter vorgeworfen, Kunden mit unfairen Abo-Praktiken abgezockt zu haben. Shutterstock soll wichtige Infos zu automatischen Verlängerungen und Kündigungsgebühren versteckt haben, Kunden ohne ausdrückliche Zustimmung belastet und Kündigungen absichtlich erschwert haben.
Das Unternehmen zahlt nun 35 Millionen Dollar, um die Sache aus der Welt zu schaffen. Das Geld geht direkt an die betroffenen Kunden. Shutterstock muss zudem seine Abo-Praktiken ändern: klare Offenlegung der Bedingungen, ausdrückliche Zustimmung vor Abbuchungen und einfache Kündigungsmöglichkeiten. Gut so, denn versteckte Gebühren und komplizierte Kündigungen sind ein Ärgernis, das niemand braucht.
Rene Matić gewinnt den Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2026
In der Kunstwelt hat Rene Matić den Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2026 gewonnen. Die Ausstellung „AS OPPOSED TO THE TRUTH“ im CCA Berlin überzeugte die Jury mit ihrer Auseinandersetzung mit Identität, Zugehörigkeit und politischen Zwängen. Matić ist erst 29 Jahre alt und damit eine der jüngsten Preisträgerinnen in der Geschichte des Awards. Der Preis ist mit 30.000 Pfund dotiert, die anderen Nominierten erhalten jeweils 5.000 Pfund.
Die Ausstellung in der Photographers‘ Gallery in London läuft noch bis zum 7. Juni und zeigt, wie vielschichtig Fotografie sein kann – von dokumentarischer Arbeit über experimentelle Konzepte bis zu Installationen mit Sound. Matić selbst sagt, dass es nicht nur um Repräsentation geht, sondern darum, wie wir repräsentiert werden wollen: „Ich will als jemand dargestellt werden, um den man sich kümmert.“
Empfehlung zum Wochenende: Technologie trifft Kreativität
Unsere Empfehlung für einen Long Read zum Wochenende: Die Interviews und Hintergründe zu den nominierten Fotografen des Deutsche Börse Photography Foundation Prize. Die Arbeiten von Jane Evelyn Atwood über Frauengefängnisse, Weronika Gęsickas humorvolle Fake-Enzyklopädie und Amak Mahmoodians Reflexionen über Exil und Erinnerung zeigen, wie vielfältig und relevant Fotografie heute ist. Und wer sich für die technische Seite interessiert, findet in den Datenblättern zur Sony Alpha 7R VI und zur Canon EOS R6 V genug Stoff zum Staunen – oder Kopfschütteln über die Preise.
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