Digital Business & Startups
Elon Musks KI-Startup xAI ist ein Geldgrab
Wie viel Geld verdient Elon Musk mit seinen Firmen? Belastbare Zahlen gibt es nur von Tesla. Und nun beendet er die Produktion zweier Modelle.
Tesla stellt die Produktion des Model S und des Model X ein. Offiziell benötigt Tesla den Platz in der Fabrik für Optimus, den humanoiden Roboter. Inoffiziell sagt dieser Schritt etwas anderes: Die alten Geschichten tragen nicht mehr und Musk gehen die Ideen im Autosegment aus.
Zwar ist Tesla mit dem Model 3 und Y längst Massenhersteller, doch die dringend benötigten neuen Modelle sind nicht in Sicht. Für die Börse aber braucht es mehr als solide Autos. Es braucht Visionen. Und genau die sollen jetzt Roboter und Autonomie liefern.
Doch diese Visionen funktionieren bislang vor allem als Erzählung und nicht in der Realität. Elon Musk musste zuletzt selbst einräumen, dass der Optimus-Roboter in Teslas Fabriken noch keine „nützliche Arbeit“ verrichtet.
Das ist bemerkenswert, weil der Roboter seit Monaten als nächste industrielle Revolution verkauft wird. Früher konnte Musk auf reale Produkte verweisen, heute spricht er über Roboter, die noch nicht arbeiten.
Das alte Geschäftsmodell ist Vergangenheit
Das ist mehr als ein Entwicklungsproblem. Es ist ein Rollenwechsel. Tesla wird nicht mehr als Autobauer geführt, sondern als Zukunftswette. Die Produktion von Fahrzeugen wird geopfert, um Raum für neue Narrative zu schaffen. Autonomie statt Absatz. Roboter statt Rendite. Wer das kritisch sieht, bekommt schnell den alten Musk-Reflex zu hören: Man müsse nur Geduld haben. Doch Geduld ist kein Geschäftsmodell.
Noch deutlicher wird das bei xAI, Musks KI-Firma. Sie ist das klassische Versprechen unserer Zeit: künstliche Intelligenz als neue universelle Infrastruktur. Nur: xAI veröffentlicht keine regulären Jahresberichte, ist nicht börsennotiert und lebt von Finanzierungsrunden und Visionen. Medienberichte sprechen von hohen Verlusten und einem enormen Cashburn von bis zu 1 Milliarde Dollar pro Monat. Das klingt nach viel, liegt aber im Rahmen dessen, was andere AI-Unternehmen an Geld verbrennen.
Das Problem von xAI ist bisher allerdings, dass es wenig genutzt wird und höchstens von sich reden macht, wenn User sexualisierte Bilder von Prominenten erstellen. xAI wirkt daher weniger als ein Unternehmen und mehr wie eine Wette mit sehr hohem Einsatz. Und das in einem äußerst kompetitiven Umfeld, in dem Investoren langsam nervös werden und Ergebnisse verlangen.
xAI ist ein Geldgrab
Dass xAI nun unter SpaceX gezogen wird, ist deshalb kein strategischer Geniestreich, sondern ein Schutzmechanismus. Das Imperium wächst nicht mehr durch Produkte, sondern durch Zusammenlegung. Wenn sich einzelne Teile nicht selbst tragen, werden sie in größere Konstrukte integriert. Nicht Marktlogik stabilisiert das System, sondern eine Neustrukturierung, die Investoren beruhigen soll.
So verändert sich auch Musks Rolle. Er war erfolgreich, solange seine Firmen sichtbar Dinge bauten: Autos, Raketen oder Batterien. Heute verkauft er Versprechungen. Tesla wird zur Plattform für Autonomie, auch wenn die Technik der Autos noch längst nicht so weit ist. Optimus wird zur Projektionsfläche für industrielle Fantasien und xAI zum passenden AI-Begleiter, der viel verspricht, aber nichts kann.
Das ist der gefährliche Moment für jeden Unternehmer mit Mythos: Wenn Produkte nicht mehr im Zentrum stehen, sondern Erzählungen. Wenn Bilanz durch Vision ersetzt wird. Wenn Stilllegung als Zukunft verkauft wird. Das Imperium von Elon Musk bröckelt nicht, weil es scheitert, sondern weil es nur noch um die Verwaltung von Krediten geht.
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Sein Vater Steve Jobs starb an Krebs, er will die Krankheit besiegen
Reed Jobs holt erneut über 200 Millionen Dollar für seinen Anti-Krebs-Fonds – und kombiniert Spenden mit klassischem VC-Kapital.
Sein Vater gründete Apple, er will den Krebs besiegen: Reed Jobs, Sohn von Steve Jobs, hat mit seinem Anti-Krebs-Fonds Yosemite über 200 Millionen Dollar eingesammelt – zum zweiten Mal.
„Krebs soll nicht mehr tödlich sein“, erklärt Jobs im Interview mit Forbes. Stattdessen wolle er Krebs zu einer behandelbaren chronischen Krankheit machen. Er war elf Jahre alt, als sein Vater die Krebs-Diagnose erhielt. Dessen Tod im Jahr 2011 habe ihn dann motiviert, gegen Krebs zu kämpfen.
Yosemite – Ein VC-Fonds, der Philanthropie und Forschung verbindet
Yosemite funktioniert anders als klassische VC-Fonds: Jobs verteilt gleichzeitig philanthropisches Geld für besonders riskante Forschung und investiert parallel im klassischen VC-Stil. Das Geld, das dabei an Wissenschaftler geht, ist an keine Auflagen gebunden. Wenn die Forschung dann bereit zur Kommerzialisierung ist, ist Jobs der erste Ansprechpartner.
Von Stanford bis Emerson Collective: Der Weg zur Gründung von Yosemite
Der 34-Jährige absolvierte bereits mit 15 ein Praktikum in der Stanford-Krebsforschung. Zunächst wollte er Medizin studieren. Er wechselte aber später zu Geschichte und landete schließlich bei der Familienstiftung seiner Mutter, dem Emerson Collective. Dort arbeitete er zuletzt als Health-Director und war für die Gesundheitsstrategie mit Schwerpunkt auf die Krebsforschung verantwortlich.
Sein Ziel: Das sogenannte „Tal des Todes“ zwischen früher Forschung und finaler Finanzierung durch Investoren. 2023 folgte dann die Gründung von Yosemite. Den Fonds hat er nach dem Nationalpark benannt, in dem seine Eltern geheiratet haben.
200 Millionen Dollar für neue Anti-Krebs-Innovationen
Für diese bereits zweite 200-Millionen-Runde setzt Yosemite auf Investoren wie den Biotech-Konzern Amgen, das renommierte Krebsforschungszentrum Memorial Sloan Kettering Cancer Center, den bekannten Silicon-Valley-Investor John Doerr sowie seine Mutter Laurene Powell Jobs persönlich. Reed Jobs bringt als General Partner eigenes Kapital ein und plant rund 25 Investments in Early-Stage-Startups.
Das Portfolio umfasst inzwischen rund 20 Firmen. Drei Beispiele:
Chai Discovery, 2024 in San Francisco gegründet, nutzt KI, um Proteine gegen bisher schwer behandelbare Krebsarten zu entwickeln. Die Series-A brachte 130 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 1,3 Milliarden – plus eine Partnerschaft mit Eli Lilly.
Tune Therapeutics entwickelt neue Therapien gegen Leberkrebs, der durch Hepatitis B ausgelöst wird, und hat bereits 175 Millionen Dollar eingesammelt.
Azalea Therapeutics, ein Spin-off der UC Berkeley, arbeitet an Gentherapien, bei denen Gene direkt im Körper verändert werden – ohne aufwendige Entnahme und Bearbeitung von Zellen im Labor. Yosemite gab zunächst einen risikofreien Förderzuschuss, später folgte ein größeres Investment. Laurene Powell Jobs sitzt inzwischen im Aufsichtsrat.
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KI-Startup Anthropic jetzt 380 Milliarden wert – auch Peter Thiel investiert
Das US-KI-Unternehmen Anthropic hat eine neue Finanzierungsrunde über 30 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.
Das US-KI-Unternehmen Anthropic hat eine neue Finanzierungsrunde über 30 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Das Startup ist jetzt 380 Milliarden Dollar wert, gehört damit zu den wertvollsten privaten Techfirmen weltweit.
Was Anthropic ist
Anthropic wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet und große KI-Modelle sowie den Chatbot Claude. Das Unternehmen positioniert sich vor allem im Enterprise-Segment und im Bereich KI-gestütztes Programmieren. Kunden sind sowohl Startups als auch Großkonzerne – laut Firma nutzen inzwischen acht der zehn größten Fortune-500-Unternehmen die Technologie.
Wer investiert hat
Die Runde wurde angeführt von den Investmentfirmen GIC und Coatue. Zu den Co-Leads zählen: D. E. Shaw Ventures, Dragoneer, Peter Thiels Founders Fund, ICONIQ und MGX.
Insgesamt beteiligte sich eine regelrechte Crème de la Crème der globalen Investorenlandschaft, darunter: General Catalyst, Lightspeed und Accel. Zudem enthält die Runde Anteile aus bereits angekündigten Investments von Microsoft und Nvidia.
Zentrale Umsatz- und Wachstumszahlen
Anthropic hat erst vor weniger als drei Jahren die ersten Umsätze erzielt. Seitdem wächst das Geschäft extrem schnell:
- 14 Milliarden Dollar Umsatz auf Run-Rate-Basis
- mehr als 10-faches Wachstum pro Jahr in den vergangenen drei Jahren
- Zahl der Kunden mit über 100.000 Dollar Jahresumsatz: in einem Jahr um das 7-Fache gestiegen
- Kunden mit über 1 Million Dollar Jahresumsatz: von etwa einem Dutzend auf über 500 gestiegen
Besonders dynamisch wächst das Programmier-Produkt Claude Code:
- 2,5 Milliarden Dollar Run-Rate-Umsatz
- Umsatz hat sich seit Anfang 2026 mehr als verdoppelt
- Wöchentliche Nutzerzahlen ebenfalls verdoppelt
- Rund 4 Prozent aller öffentlichen GitHub-Commits sollen inzwischen von Claude Code stammen
Mit den neuen Milliarden will Anthropic vor allem:
- Forschung an neuen KI-Modellen vorantreiben
- Enterprise-Produkte ausbauen
- Infrastruktur und Rechenleistung erweitern
Claude läuft bereits auf allen drei großen Cloud-Plattformen: AWS, Google Cloud und Microsoft Azure.
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Der Krankenwagen von morgen fliegt – und das vielleicht schneller als gedacht

Das Startup Erc System baut an Fluggeräten, die senkrecht starten und landen können – ähnlich wie Lilium und Volocopter. 2031 plant es eine Zulassung.
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