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EU hat Govsatcom gestartet: Sichere Satellitenkommunikation für Regierungen


Die Europäische Union hat Ende Januar ihr eigenes Satellitenkommunikationssystem Govsatcom in Betrieb genommen. Das System soll allen Mitgliedstaaten Zugang zu sicherer, verschlüsselter Satellitenkommunikation für Regierung und Militär gestatten. Derzeit stellen fünf EU-Länder (Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Luxemburg) acht Satelliten für den Betrieb bereit. Die Infrastruktur wird vollständig in Europa gebaut und betrieben, unter voller EU-Kontrolle.

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EU-Kommissarin Henna Virkkunen betonte auf der European Space Conference in Brüssel: „Unsere Sicherheit hängt davon ab, dass wir verbunden bleiben können, egal unter welchen Umständen. GovSatCom ist jetzt bereit, diese lebenswichtige Verbindung bereitzustellen.“ Indem die EU ihre eigenen sicheren Satellitendienste aufbaue, breche sie Abhängigkeiten auf und übernehme die volle Kontrolle über ihre digitale Sicherheit.

Deutschland spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau der europäischen Satellitensouveränität: In Köln-Porz entsteht auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt der zentrale Govsatcom-Hub. Nordrhein-Westfalen investiert 50 Millionen Euro in die Infrastruktur, die als zentrale Schnittstelle zum geplanten IRIS²-System dienen soll.

Das Govsatcom-Projekt ist in drei Phasen gegliedert. In der aktuellen ersten Phase nutzt das System die acht vorhandenen Satelliten der fünf beteiligten Mitgliedstaaten. EU-Raumfahrtkommissar Andrius Kubilius hat angekündigt, dass in Phase 2 ab 2027 Abdeckung und Bandbreite weltweit erweitert werden sollen. Dafür will die EU neue Kapazitäten von vertrauenswürdigen kommerziellen Anbietern akquirieren, die strenge Sicherheitsstandards erfüllen müssen.

Die dritte Phase sieht ab 2029 die Integration des EU-Satellitenprojekts IRIS² vor. Kubilius erklärte: „Govsatcom ist nur der Anfang. Damit bewegt sich Europa entschieden in Richtung souveräner, sicherer Satellitenkommunikation unter voller europäischer Kontrolle.“ Die militärischen Ka-Band-Frequenzen von IRIS² seien bereits in Betrieb gebracht worden, was die Bereitstellung staatlicher Dienste ermögliche.

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IRIS² ist als umfassende europäische Satellitenkonstellation konzipiert, die als Alternative zu SpaceX‘ Starlink dienen soll. Das System wird aus 282 Satelliten auf verschiedenen Umlaufbahnen bestehen und soll nicht nur militärische und behördliche Kommunikation, sondern auch kommerzielle Internetdienste bereitstellen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 11 Milliarden Euro, wovon 7 Milliarden von der EU und 4 Milliarden von privaten Partnern stammen.

Das SpaceRISE-Konsortium, bestehend aus SES, Eutelsat, Hispasat, Deutsche Telekom, Orange und OHB, ist für den Aufbau verantwortlich. Zusätzlich planen die Satellitenbetreiber Airbus, Leonardo und Thales eine weitreichende Fusion ihrer Raumfahrtsparten, um gemeinsam gegen US-Konkurrenten anzutreten. Die initiale Inbetriebnahme von IRIS² ist früher als ursprünglich geplant für 2029 vorgesehen.

Die EU sieht in Govsatcom und IRIS² zentrale Bausteine ihrer digitalen Souveränitätsstrategie. Besonders vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und der Abhängigkeit der Ukraine von Starlink während des Krieges will Europa eigene, unabhängige Kommunikationswege sicherstellen. Auch Drittstaaten wie Großbritannien, Norwegen und die Ukraine wurden bereits eingeladen, sich an IRIS² zu beteiligen.


(vza)



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Post zum Freitag: Digitale Ordnung leicht gemacht


Liebe Leserinnen und Leser,

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Hand aufs Herz: Die Lesezeichen-Liste im Browser ist kein Archiv, sondern ein digitaler Friedhof. Wir begraben dort Links zu diversen Wissens-Artikeln, DIY-Projekten oder anderen sinnvollen Tipps. Das klingt alles schön und gut. Bei mir sind die Links aber quer verteilt – mal in der Notiz-App, mal bei Instagram, YouTube oder als WhatsApp-Selbstgespräch. Morgen möchte ich wieder Pizza backen – und raten Sie mal, wer das wirklich legendäre (!) Pizzarezept dieser einen unbekannten italienischen Nonna nicht wiederfindet?

Ja, ich bin digitaler Messi. Meine Linksammlung ist riesig, aber bestimmte Websites finde ich darin nur noch mit viel Glück wieder. Ist das jetzt meine Faulheit oder sind einfach die Browser-Hersteller unfähig, mir ordentliches und intuitives Werkzeug zu bieten? Kollege Daniel Berger hat in seinem Artikel über Bookmark-Manager dezidierte Bookmark-Dienste wie Raindrop, Karakeep, Pinboard und Nextcloud vorgestellt, die helfen könnten. Wie halten Sie Ihr Wissen zusammen – oder lassen Sie das Chaos einfach regieren?

Passwortmanager sind das nächste Minenfeld. Wir brauchen für jeden Dienst ein eigenes Passwort – am besten kryptische Zeichenfolgen, die weder im Duden stehen noch irgendetwas mit unserem Geburtsort oder dem Namen des ersten Haustiers zu tun haben. Aber kein normaler Mensch kann sich hundert solcher Kombinationen merken. Deshalb führt kein Weg an einem Passwort-Manager vorbei.

Wer jetzt noch den wachsamen Augen der US-Geheimdienste entgehen will, steht nur noch vor einer recht überschaubaren Auswahl. Mein Kollege Jan Schüßler hat für einen Artikel fünf Open-Source-Passwortmanager verglichen. Das Testfeld ist erstaunlich breit aufgestellt – vom bewährten Urgestein KeePassXC bis hin zu modernen Alleskönnern für das eigene Hosting. Eine klare Leseempfehlung für alle, die ihre Sicherheit nicht dem Zufall (oder US-Servern) überlassen wollen.

Aber genug der Verwaltung, werden wir mal kreativ. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich kann schwarz/weiße Präsentationen, die nur aus überladenen PowerPoint-Folien bestehen, kaum noch ertragen. Es ist doch wirklich keine Arbeit mehr, sich eine flotte Präsi zusammenzuklicken und um ein paar Bulletpoints zu kürzen. Inzwischen sind sogar Erklärvideos super einfach zu erstellen – das übernimmt dann einfach eine KI. Und nein, ich rede hier nicht von seelenlosem „KI-Slop“. Denn wie „sloppy“ das Ergebnis wird, liegt in Ihrer Hand. Wir zeigen einen Workflow mit ChatGPT und Videogeneratoren. Schauen Sie doch mal rein.

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Damit all diese digitalen Inhalte auch flott bei Ihnen ankommen, braucht es nun eine ordentliche Leitung. Wer Glasfaser hat, reitet ganz oben auf der Welle mit. Doch welche Hardware braucht man dafür eigentlich? Muss es immer der teure Router vom Provider sein? Nicht unbedingt. Unser Ratgeber erklärt die wichtigsten Begriffe wie GPON oder XGS-PON und zeigt, wann schon ein günstiges Modem für den alten Router genügt und worauf man bei der Inbetriebnahme achten sollte, damit der Start ins Highspeed-Internet nicht zur Frustpartie wird.

Und was macht man mit einer schnellen Glasfaserleitung an einem regnerischen Wochenende am liebsten? Genau, in bester Qualität Serien und Filme streamen! Dafür braucht man natürlich nicht die neueste Flimmerkiste im Wohnzimmer – allerdings sollten die Bildqualität und der Ton (wahrscheinlich haben Sie dafür sowieso eine externe Quelle) stimmen. Pünktlich zur Vorstellung der 2026er-TV-Modelle stellt sich die ewige Frage: Lohnt sich der Aufpreis für den neuen Fernseher oder ist man auch mit dem günstigen Vorjahresmodell schlauer bedient? Wir haben uns die Preisentwicklung bei den großen Herstellern angesehen und wägen ab, wo Innovation auf der Strecke bleibt und reines Marketing-Voodoo anfängt.


(mig)



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Meta geht offenbar gegen VR-Piraterie vor: Raubkopierplattform geht offline


Die mit Abstand größte Plattform für VR-Piraterie hat den Betrieb eingestellt. Die unter dem Namen „VRPirates“ firmierende Gruppe hat auf ihrem Discord-Server das Ende ihrer Aktivitäten angekündigt.

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„VRP stellt wegen einer aktuellen DMCA-Löschanfrage seitens Meta den Betrieb ein. Infolgedessen nehmen wir keine Spenden mehr an, stellen keine gesponserten Download-Server mehr bereit und hosten keine Inhalte mehr öffentlich. Sämtliche damit verbundenen Aktivitäten werden mit sofortiger Wirkung eingestellt“, heißt es wörtlich.

Meta hat die DMCA-Löschanfrage bislang nicht offiziell bestätigt, weshalb heise online Meta um eine Stellungnahme gebeten hat.

Das Kernprojekt der Gruppe war „Rookie Sideloader“, ein PC-Programm, das es Nutzern ermöglichte, Tausende VR-Spiele mit nur einem Mausklick auf Quest-Headsets herunterzuladen. Die gut organisierte Gruppe war unter anderem für das Cracken, Aktualisieren und Bereitstellen der Spiele auf Servern verantwortlich.

Der Code hinter „Rookie Sideloader“ ist nach wie vor auf Github verfügbar, aber weitgehend nutzlos ohne Server-Infrastruktur und ein Team, das Inhalte regelmäßig hochlädt und pflegt. Das Wiki der Gruppe, das Nutzer an die Verwendung von „Rookie Sideloader“ heranführte, ist nicht mehr im Netz abrufbar. Weiterhin aktiv ist der Discord-Server, der in Zukunft als reiner „Community-Server“ dienen soll. Ein Torrent-Projekt der Gruppe wurde schon im Februar wegen geringer Nutzung eingestellt.

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In einer Ankündigung im Reddit-Subforum r/QuestPiracy nennt ein Vertreter der Gruppe weitere Einzelheiten zur DMCA-Forderung. Demnach soll das illegale Hosting des VR-Spiels „Beat Saber“ Auslöser der Löschanfrage gewesen sein. „Beat Saber“ gehört zu den erfolgreichsten VR-Spielen und wird von einem Studio entwickelt, das seit 2019 Meta gehört.

Durch die Ereignisse aufgeschreckt, warnt ein Moderator des Piraterie-Subreddits die mehr als 100.000 Mitglieder umfassende Gemeinschaft davor, Links zu alternativen Raubkopierplattformen zu posten und weist darauf hin, dass es derzeit keinen echten Ersatz für „Rookie Sideloader“ gebe. Offenbar erwägen auch die Moderatoren, ihre Aktivitäten einzustellen und das Subreddit zu schließen. „Wir haben noch keine endgültige Entscheidung getroffen, ob wir langfristig weitermachen oder VRP folgen. Vorerst bleiben wir mindestens bis zum 1. April bestehen“, schreibt der Moderator.

Das Ausmaß der Piraterie auf Meta Quest war erheblich: Einige VR-Entwickler, mit denen heise online im Januar gesprochen hat, schätzen, dass auf jede verkaufte Kopie bis zu vier illegale Downloads kommen. Die Schätzungen basieren auf Zahlen, die Meta selbst versehentlich veröffentlicht haben soll.

VR-Studios war „Rookie Sideloader“ schon seit Jahren ein Dorn im Auge, weil sich das Programm großer Beliebtheit erfreute und das Raubkopieren sehr einfach machte. Was die Frage aufwirft, warum Meta erst jetzt reagiert hat.

Der Grund könnte in Metas radikalem Strategiewechsel der vergangenen Monate liegen. Der Konzern hatte über Jahre hinweg mit unabhängigen VR-Studios konkurriert: zum einen über seine First-Party-Studios, die groß budgetierte Titel veröffentlichten, zum anderen über die eigene Metaverse-Plattform „Horizon Worlds“, die Spielen unabhängiger Entwickler durch aggressive Vermarktung und kostenlose Inhalte Aufmerksamkeit entzog.

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Beides ist inzwischen Geschichte: Meta schloss im Januar den Großteil seiner VR-Studios, während Horizon Worlds schon bald von der Quest-Plattform getrennt und künftig nur noch für Smartphones weiterentwickelt werden soll. Meta selbst äußerte mehrmals, dass der Fokus wieder auf der Stärkung des Entwickler-Ökosystems liege. Was einschließen dürfte, auch deren Inhalte konsequenter vor Piraterie zu schützen.

Meta setzt damit offenbar um, was die krisengebeutelte Entwicklergemeinschaft seit Langem fordert: sich von den Metaverse-Fantasien zu verabschieden und Meta Quest wieder stärker als Gaming-Konsole mit starkem Entwickler-Rückgrat zu positionieren.


(tobe)



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Wie Sie die passende Hardware für Ihren Glasfaseranschluss finden


Sie haben die Faser bestellt, der Provider hat sie schon bis ins Haus gelegt und bald soll auch die Anschlussdose an die Wohnzimmerwand geschraubt werden. Der Umstieg steht kurz bevor, doch braucht es für das neue Internet auch komplett neue Hardware? Nicht immer, denn mit etwas Glück genügt schon ein zusätzliches Gerätchen für 30 bis 40 Euro. Manchmal brauchen Sie aber auch einen neuen Router.

Wann was nötig wird, klären wir im Folgenden. Damit Sie sich bei der Hardware-Auswahl besser zurechtfinden, deuten wir wichtige Begriffe und gängige Abkürzungen, bevor es an die wünschenswerten Merkmale der verschiedenen Gerätetypen geht. Außerdem gibt es praktische Tipps für verschiedene Konstellationen.

  • Für Internet per Glasfaser brauchen Sie keine Vollausstattung vom Provider, manchmal genügt schon ein neues Modem für den alten Router.
  • Die neue Hardware muss zum Anschluss passen – es gibt mehrere zueinander inkompatible Standards.
  • Die Inbetriebnahme scheitert manchmal an Kleinigkeiten, mit etwas Umsicht lassen sich die Klippen umschiffen.

Wenn endlich Licht auf der Faser liegt, kann das Internet über eines von drei Übertragungsverfahren ankommen: Gigabit Passive Optical Network (GPON), 10 Gigabit Symmetric PON (XGS-PON) oder Active Optical Network (AON). GPON liefert das Internet mit maximal 2500 Megabit pro Sekunde oder 2,5 Gbit/s an, in Gegenrichtung gehts höchstens mit der Hälfte (1,25 Gbit/s). XGS-PON arbeitet mit 10 Gbit/s in beide Richtungen und damit zehnmal so schnell wie AON (1 Gbit/s).


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Sie die passende Hardware für Ihren Glasfaseranschluss finden“.
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