Connect with us

Social Media

Feed und Fudder Podcast 75 – AI Content: Slop oder nicht Slop? (Jan Firsching)


Künstliche Intelligenz macht Content-Produktion schneller, günstiger und skalierbarer als je zuvor. Gleichzeitig wächst die Sorge vor sogenanntem „AI Content Slop“ – massenhaft produziertem, austauschbarem KI-Content ohne Mehrwert.
In dieser Podcast-Folge spricht Nicola Kiermeier mit Jan Firsching darüber, wie Unternehmen, Marken und Creator KI sinnvoll einsetzen können, wo klare Grenzen verlaufen und warum Strategie, Kreativität und menschlicher Kontext wichtiger werden denn je.

In der aktuellen Folge von Feed und Fudder sprechen Nicola Kiermeier und Jan Firsching darüber, wie KI Content besser machen oder ihn komplett entwerten kann. Wo verläuft die Grenze zwischen Effizienz und Austauschbarkeit? Und warum könnte ausgerechnet echter, menschlicher Content die große Gewinnerin der KI-Welle sein?

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Inhalt entsperren“. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Mehr zum Thema:


Abstract: Feed und Fudder Podcast Folge 75 – AI Content: Slop oder nicht Slop? (Jan Firsching)

Künstliche Intelligenz ist längst im Social-Media-Alltag angekommen. Was vor wenigen Jahren noch Experimentierfeld für einzelne Nerds war, ist heute fester Bestandteil von Content-Strategien in Unternehmen, Agenturen und Redaktionen. Tools für Text, Bild, Video und Übersetzung versprechen Effizienz, Geschwindigkeit und Skalierung. Doch mit der zunehmenden Verbreitung wächst auch ein neues Phänomen: AI Content Slop. Das sind Inhalte, die zwar technisch sauber produziert sind, aber weder Idee, Individualität noch Relevanz besitzen.

Was ist „AI Content Slop“ überhaupt?

Slop ist nicht gleich KI-Content. Problematisch wird es dort, wo KI nicht als Werkzeug, sondern als Ersatz für Strategie, Kreativität und Kontext eingesetzt wird. Kurz gesagt: Inhalte, die niemand vermissen würde, wenn sie verschwinden.

Typische Merkmale:

  • Austauschbare Bild- und Videoformate
  • Wiederholte Trends ohne eigene Idee
  • KI-generierte Avatare oder Animationen ohne Story
  • Masse statt Mehrwert

Im Gespräch mit Social Media-Experte Jan Firsching wird deutlich: KI funktioniert besonders gut unterstützend, nicht ersetzend. Bewährte Use Cases:

  • Lokalisierung & Übersetzung für internationale Märkte
  • Adaptionen bestehender Inhalte
  • Longform-zu-Shortform-Content
  • Variantenproduktion für Performance-Marketing

In all diesen Fällen stammt die inhaltliche Substanz weiterhin von Menschen und KI übernimmt die operative Umsetzung. Das eigentliche Risiko: Strategie-Losigkeit. Das größte Problem ist nicht KI, sondern fehlende Einordnung. Wer Künstliche Intelligenz einsetzt, ohne zu wissen welche Ziele verfolgt werden, welche Zielgruppe erreicht werden soll, wofür die eigene Marke steht, produziert schnell Content, der zwar sichtbar ist, aber keine Wirkung entfaltet.

Gerade Plattformen wie LinkedIn oder Instagram zeigen aktuell ein Spannungsfeld: Einerseits wird KI-Content kritisch bewertet, andererseits werden KI-Funktionen aktiv integriert. Die Regeln sind noch nicht klar, umso wichtiger ist eine eigene Haltung.

Warum menschlicher Content wieder wichtiger wird

Ein zentrales Learning aus dem Gespräch: Je mehr KI-Content den Feed flutet, desto wertvoller wird echter, menschlicher Content. Nutzer*innen wollen sich nicht ständig fragen müssen: Ist das echt? Ist das KI? Wurde das überhaupt erlebt?

Authentizität reduziert kognitive Reibung und genau das wird künftig ein Wettbewerbsvorteil. KI wird nicht verschwinden, aber der Hype wird sich normalisieren. Wer jetzt lernt, KI strategisch, bewusst und qualitativ einzusetzen, verschafft sich einen Vorsprung. Nicht die Menge entscheidet, sondern die Idee, der Kontext, die kreative Fallhöhe und eine klare Strategie. Anders gesagt: KI kann skalieren, Relevanz nicht.


Transkript Feed und Fudder Podcast 75 – AI Content: Slop oder nicht Slop? (Jan Firsching)

Du bist grad irgendwo, wo es still sein muss, schmöckerst lieber in Texten oder möchtest unsere Folge barrierefrei mit deinem Screenreader lesen? Kein Problem!

Hier gibt es das Transkript zu Folge 75 – AI Content: Slop oder nicht Slop? (Jan Firsching)

Transkript

Nicola:

Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed und Fudder. Heute mit einem Gast. Wir sprechen mit Jan Firsching. Und was kann man sagen: seit 15 Jahren im Business, ewiger Social-Media-Mensch. Oder warst du jemals nicht Social-Media-Mensch?

Jan:

Alles was beruflich war, gibt es kein Leben davor. Das ist krass.

Nicola:

Die Frage habe ich mir nämlich tatsächlich gestellt, als, wir kennen uns ja auch schon sehr viele Jahre, ich habe gedacht, gab es ein Leben vor Social Media?

Und man muss dazu sagen, du bist ja jetzt nicht die Generation, die jetzt seit zwei, drei Jahren dabei ist, also sondern, ich weiß nicht, hast, seit wann bist du Facebook? Seit Gründung?

Jan:

Ich weiß noch, in meinem Praktikum im Studium habe ich einen Twitter-Account aufgesetzt und das war damals so, krass, wir sind auch jetzt schon auf Twitter, wir sind vorne dabei. So lange schon.

Nicola:

Und dann sieht man auch, wie lange es diese Plattform überhaupt gibt. Ich habe gelesen bei Felix Beilharz, dass X inzwischen Twitter, also Twitter X, immer noch wächst. Und daran sieht man wer die Opas und Omas in diesem Business sind. Aber nicht weniger relevant. Ganz kurz, ich glaube, wer lange, lange schon dabei ist, weiß, dass du es seit vielen, vielen Jahren oder hast viele, viele Jahre, ich glaube 13 Jahre, einen Blog gehabt, einen sehr bekannten Social Media Blog und viele, viele Jahre Trends analysiert.

Jetzt machst du das für Strato in der Beratung oder erzähl mal ganz kurz, was machst du eigentlich?

Jan:

Was mache ich? Ich hab eigentlich in einem Startup Social Media angefangen, dann in der Agentur lange gewesen und dort den Blog Futurebiz gemacht. Dann irgendwann von Agentur die Schnauze voll gehabt und bin in die Industrie gegangen. Bei Strato kümmere ich mich um Social Media. Da muss man vielleicht ein bisschen ausholen. Strato ist ein Teil der IONOS-Gruppe. Das heißt, ich mache jetzt nicht nur Strato-Themen, sondern auch für IONOS oder andere Marken innerhalb der Gruppe.

Es ist ein Web-Hosting-Unternehmen, Domains verkaufen, Website-Bilder, Hosting für WordPress und auch immer mehr KI-Lösungen für unsere Kunden.

Nicola:

Unser Thema ist AI-Content-Slop oder nicht-Slop. Also Slop, ich glaube, die meisten wissen, was das heißt. Also Dreck, Schmutz, AI, Schund. Künstliche Intelligenz-Content-Schund quasi.

Das beschäftigt uns tatsächlich und euch wahrscheinlich auch, alle, die Social Media machen und Content machen, dieses Jahr extrem. Also beziehungsweise 2025 hat es uns extrem beschäftigt, weil, vielleicht kannst du mal aus deiner Sicht die Lage beschreiben, also was hat sich eigentlich geändert?

Jan:

Was sich geändert hat, ist, dass, gehen wir mal zwei, drei Jahre davor, da Leute, die sich intensiv mit Content-Produktion beschäftigt haben, mit Social-Media-Content beschäftigt haben, haben experimentiert, was kann ich denn mit verschiedenen KI-Tools machen?

dann sind OpenAI immer stärker gewachsen, immer bekannter geworden und natürlich auch in Unternehmen immer bekannter geworden.

Und dann kommt natürlich die Frage irgendwann auf, wieso nutzen wir denn keine KI?

Was können wir denn mit KI machen?

Wie können wir denn effizienter werden?

Wie können wir besser werden?

Wie können wir schneller werden?

Und das ist natürlich dann auch innerhalb der Unternehmen wichtig,

wird es immer stärker getrieben, der Einsatz.

Nicht nur, okay, ich bin der Nerd, ich probiere mal aus, was es da alles gibt, ich bastle mir meine Chatbots zusammen, sondern es ist in den Unternehmen angekommen und wird so ein bisschen vorausgesetzt, dass man diese Tools nutzt und mit ihnen arbeitet.

Okay.

Nicola:

Ich finde das auch ein interessanter Punkt.

Ich habe diverse Social-Media-Manager, Managerinnen in unserem Umfeld gesehen oder sehe, die jetzt so auf KI-Berater switchen.

Also irgendwie liegt es total nah und es überrascht nicht.

Aber vielleicht kommt es auch genau daher, dass man sich sehr früh schon mit den Tools befasst hat und vielleicht irgendwie schon 2023 irgendwie damit angefangen hat.

Jan:

Ja.

Ja, ist alles und nichts.

Nicola:

Und dann, also wo einfach viel so in den Kinderschuhen gesteckt hat und die Entwicklung ist mega schnell.

Und jetzt ist ja, wenn wir über AI-Content oder KI-Content reden, das ist ja ein Sammelbegriff.

Also im Prinzip,

Alles und nichts.

Da kann minderwertiger Content sein, der komplett iterated ist.

Es kann aber auch ein total hochwertiger Kinofilm theoretisch sein.

Ich habe ein Interview von Roland Emmerich gesehen, der gesagt hat, der arbeitet gerade an einem

völlig KI-generierten Film zum Beispiel, oder Videoclips oder Werbung oder whatever.

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

Also das ist ja alles drin.

Es kann massenhaft produziert sein, es kann aber auch sehr, sehr individuell auf einen gewissen Fall sein.

Wie wuscheln wir uns da durch?

Also am Ende…

Also, weil ich glaube, das ist die Frage der Orientierung.

Ich höre immer das Schlagwort, ja, KI und Content, aber das ist ja so, keine Ahnung, also wie ordnest du das ein?

Jan:

Ja, ich kann, ich ordne es mal ein oder mal so ein bisschen auch, wie wir das hier intern sehen und für was wir das nutzen oder wo wir planen, das zu nutzen.

Für uns ist immer ein Thema, verschiedene Marken, verschiedene Märkte, verschiedene Sprachen, ist Lokalisierung ein Thema.

Und damit hat das ja auch so ein bisschen angefangen.

Nicola:

Vielen Dank.

Jan:

Und dafür ist es auch super hilfreich, Sprachadaptionen zu machen, Übersetzungen zu machen, die dann natürlich nochmal von einem echten Menschen gecheckt werden.

Aber da ist dann KI eher das Tool zur Lokalisierung, die

aber nicht für die Erstellung des Contents.

Das war, sagen wir mal, so der erste Schritt.

Dann war der zweite Schritt, wie können wir denn, das war auch ein Use Case, den man viel gesehen hat, aus Long-Form-Content mehrere Micro-Contents machen.

Auch KI super hilfreich.

Packt die Highlights raus von einem langen Video zum Beispiel.

Er stellt dir Kurzvideos.

Aber auch hier wieder der Basis war kein KI-Content.

Und dann ist irgendwann das Thema mit…

Gen-AI viel größer geworden, KI-Bilderstellung, KI-Avatare, wo es dann wirklich reiner KI-Content ist.

Also KI wird dann nicht mehr zum Tool zur Übersetzung, zum Schneiden von Content.

Nicola:

Vielen Dank.

Jan:

Das ist es immer noch.

Aber jetzt sind wir in einer Phase, wo auch getrieben von einem Meta, von einem Open-AI, wo wirklich…

hier nutz das Tool und erstelle deine Videos, deine Bilder und das so viele du willst.

Veröffentliche sie, wo du willst.

Und das wird dann irgendwann zur Challenge.

Nicola:

Genau, in dem Punkt stehen wir eigentlich jetzt.

Beziehungsweise, wenn wir uns das nächste Jahr anschauen, die nächsten Monate, bin ich mir sehr, sehr sicher, dass diese Frage des Slop sehr, sehr dringend wird.

Also es heißt, die Grenze zwischen effizient erzeugtem KI-Content und qualitativ minderwertigem Content

Jan:

Das ist, wie ich sage, must have, das brauchst du mittlerweile.

Der Slop geht dann für mich los.

Nicola:

Kann man da eine Grenze schon ziehen oder ist es, also weil ich glaube, KI-Tools oder Tools, die KI-Features haben, weiß ich, ich brauche mal darüber diskutieren, ich glaube, das ist okay, also damit kommen wir ja klar zu.

Jan:

Ich weiß nicht, wer alles schon mal diesen Meta-AI-Feed gesehen hat.

Das ist ein super Beispiel.

Für mich ist Slop das tausendste Video von irgendeinem Affen in einem Anzug, der irgendwas erzählt.

So, es ist vielleicht beim ersten Mal, guckst du hin, er ist ganz gut gemacht.

Animation sieht ganz schick aus.

Was er sagt, ist auch lustig.

Brauche ich das aber hundertmal zu sehen, dass der…

Ich reproduziere ja Sachen, die eigentlich andere schon gemacht haben.

Passt die vielleicht so ein bisschen an, dann hat er vielleicht kein Smoking an, sondern Boxhandschuhe, aber es ist, die Story fehlt, es ist, die Individualität fehlt und das ist dann für mich der Slop, den wir eigentlich nicht brauchen und der speziell, glaube ich, auf Social-

ab einem gewissen Level auch nicht im Interesse der Netzwerke sein kann.

Das sieht man ja auch schon jetzt.

Es gibt verschiedene Beispiele.

Ich will jetzt keinen in die Pfanne hauen, aber wenn bei einem Influencer oder Influencerin, Creator rauskommt, okay, die posten jetzt AI-Bilder, dann schau einfach mal in die Kommentare rein, was dann passiert.

Also, dass da ein Kommentar drin ist, oh, cool gemacht, selten, was passiert ist,

Nicola:

Passiert nicht so.

Ich glaube, das ist sowieso nochmal ein spannender Punkt.

Das wäre, glaube ich, auch eine eigene Folge, inwiefern auch menschlicher Content wieder wichtiger wird.

Also ich glaube, das ist ja eh auch eine Chance für echten menschlichen Content.

Aber die Frage, die sich schon aufträgt, ist ja aber auch, inwiefern die Algorithmen natürlich so eine Verbreitung brutal fördern.

Jan:

Ja.

Nicola:

Also ich glaube, das eine ist ja so dieses Thema, sind die Plattformen selber schuld?

Weil man könnte ja auch das einschränken, wenn das zehnte Mal das gleiche Bild ist oder der gleiche Text oder das gleiche, also so schlau sind die Plattformen ja auch, das zu erkennen.

Aber ich habe zumindest aktuell schon den Verdacht, dass es ja so ein schmaler Grad zwischen den Trends, das ist ein Trend, alle springen auf und machen das Gleiche und es ist halt Müll.

Jan:

Ja, ich glaube, die Plattform wissen es selber noch nicht so genau.

Also einer sagt, nehmen wir mal, LinkedIn sagt ja selber von sich, ja, KI-Content finden wir eigentlich nicht so cool, gerade wenn die ganzen Texte aus Chatt-GPT-Komm kopiert werden, ist nicht förderlich für deine Reichweite, schreib es lieber selber, ist besser.

gleichzeitig bieten sie aber ein Feature an für KI-Kommentare zum Beispiel.

Dann frage ich mich so, du willst es eigentlich nicht?

Erzählst auch immer, ja, Kommentare, Keep the Discussions engaging, ist super wichtig.

Und dann bieten sie KI-Kommentare an.

Also für mich ist das so ein bisschen, die haben selber noch nicht so genau den Plan, was oder wie weit können sie gehen, bis der Punkt erreicht ist, wo die Leute sagen, da habe ich keinen Bock mehr drauf.

Ein bisschen vergleichbar früher mit Meta, die immer gesagt haben, ja, Clickbaiting und Engagementbaiting wollen wir nicht.

Aber es läuft ja immer noch.

Nicola:

Absolut.

Zu dem Thema Engagement ist das Gleiche.

Dieses Engagement-basierte Ranking von Content, was ich ja prinzipiell gut finde, also ich finde prinzipiell gut, wenn Interaktion irgendwie die Währung ist, führt ja aber dann auch teilweise eben zu diesen Massenproduktionen.

Also die Frage ist ja auch so, ist es so ein…

in sich erhaltenes System, weil auch dieses Kommentarthema oder das Engagementthema teilweise ja auch AI-generated ist.

Und also das Worst-Case-Szenario ist ja, AI reagiert auf AI.

Jan:

Ja.

Nicola:

Und da ist gar kein Mensch mehr.

Das wäre ja so das absolute Worst-Case.

Das kann ja keine Plattform wollen, oder?

Jan:

Das kann keine Plattform wollen und das kann ich eigentlich auch nicht als LinkedIn-Nutzerin wollen.

Zumindest kommt darauf an, wie ich LinkedIn nutze.

Wenn ich da ab und zu mal reinschaue, gucke, was Leute posten,

Nicola:

Vielen Dank.

Jan:

das vielleicht für mich weniger relevant, aber wenn ich da selber Personal Branding, Thought Leadership und solche Dinge betreibe, dann kann das nicht in meinem Sinne sein, nur auf KI zu basieren.

Also wenn mein Thought Leadership daraus besteht, in ChatGPT einen mittelmäßigen Prompt einzugeben, den zu nehmen und auf LinkedIn zu posten, nicht im Sinn von mir und nicht im Sinn von LinkedIn und deswegen

sprechen, bieten sie die Funktionen an, wenn man sie reden hört oder was sie für Empfehlungen geben, hört sich das ja eigentlich aber anders an.

Und was dann oft dann passiert, ja okay, für Personal Branding oder auch aus Unternehmenssicht für Branding, ist es noch ein

wieder das Tool, wo ich meine eigenen selbst erstellten Inhalte Varianten erstellen kann, lokalisieren kann.

Dafür ist es gut, aber ja, mach keinen AI-Spot für deine Brand.

Oder das ist eher ein Thema für Performance.

Und so sehe ich es im Moment auch.

Für Performance kann man sich, glaube ich, ein bisschen…

mehr auf KI verlassen, vielleicht auch ein paar andere Sachen in Kauf nehmen, die ich für meine Personal Brand oder für mein Branding, die ich nicht machen möchte oder nicht sehen möchte.

Nicola:

Genau, also so aus deiner Erfahrung jetzt einmal aus Agentursicht natürlich, aber jetzt auch aus Unternehmenssicht.

Was denkst du oder was wären deine Empfehlungen zu sagen, wie ist ein Rezept, womit man gut umgehen kann?

Weil einerseits ist ja KI-Content durchaus sinnvoll manchmal, wie du sagst, bei so Performance-Geschichten.

Sind wir ehrlich, dieser Content-Druck, der ja über die letzten Jahre entstanden ist, ist ja auch sinnvoll.

Jan:

Ja.

Ja.

Ja.

Nicola:

Also auch das ist extrem.

Warum muss ich so viel Content produzieren und warum muss ich das rausschleudern?

Und am Ende des Tages, auch das kann man ja hinterfragen, ob der Algorithmus, ob das so sinnhaft ist für Plattformen, so viel Content zu haben, der aber auch irrelevant ist.

Wie geht man als Unternehmen damit um?

Also muss man da mitspielen und dann halt tatsächlich hilft die KI in dem Fall?

Oder wie macht ihr das?

Also habt ihr da so einen Weg, wo ihr sagt, damit fahrt ihr gut?

Jan:

Man muss es auf jeden Fall ausprobieren.

Also es ist, glaube ich, nicht die richtige Einstellung, wenn man sagt, nee, KI nutzen wir gar nicht für Content.

Das ist alles, das sieht alles gleich aus, das funktioniert nicht.

Erstens wissen wir, wie schnell sich die Modelle entwickeln.

Also ich kann jetzt zum Beispiel gar nicht sagen, wie sieht denn KI-Content in anderthalb Jahren aus?

Ist es nochmal besser geworden?

Merke ich überhaupt keinen Unterschied mehr?

Habe ich ganz andere Möglichkeiten, das zu erstellen?

Ist jetzt schon der Peak erreicht?

Glaube ich nicht.

Und deswegen sowohl als Agentur oder als Unternehmen, du musst dich damit beschäftigen.

Wie wir das nutzen, es ist die Beispiele, die ich schon sagte, Lokalisierung.

Man kann auch mehr Personen in das Thema Content-Erstellung reinholen oder schneller reinholen, als es davor der Fall war.

Ja.

Und ja, so wie man ein bisschen sagt, die Juniorenstellen werden durch KI ersetzt.

Das ist zum Teil so.

Und so nutzen das Unternehmen auch.

Es geht eher darum,

Anpassungen einfacher zu machen, schneller zu machen, vielleicht auch von Meta gefordert.

Du brauchst unglaublich viele Creatives für deine Ad-Kampagnen.

Das kann ich damit natürlich viel effizienter machen.

Und dafür ist es auch eine gute Sache.

Und dafür sollte ein Unternehmen oder auch eine Agentur auch nutzen.

Was dann spannend wird, ist, wenn man als Unternehmen mit einer Agentur zusammenarbeitet,

Will man denn dann auch von der Agentur, dass die AI für einen nutzt?

Oder will man dann wirklich von der Human-Brain-Creativity?

Nicola:

Mhm.

Jan:

Ich glaube, es ist vielleicht für Agenturen oder es ist, glaube ich, mehr eine Challenge als für Unternehmen.

Ja, genau.

Nicola:

Ich glaube, Unternehmen haben mehr Spielraum bekommen, würde ich jetzt mal so grob einschätzen.

Ich habe das Gefühl, es wird mehr, also in Unternehmen mehr generell die Content-Produktion mitgedacht und Inhouse gemacht.

Für Agenturen ist es schon eine große Challenge, weil ich weiß selber, wie es ist, wie viele Retainer wurden bezahlt, einfach weil Postings erstellt wurden, weil dein Grafiker saß und so.

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

Also das, glaube ich, ist nicht mehr das Business-Modell, das halt in Zukunft funktionieren wird.

Aber das ist ja die Frage, die wir uns ja auch stellen in der Branche allgemein.

Wie wichtig ist denn eben die Strategie?

Wie wichtig ist die Kreativität?

Und vielleicht ist ja auch, wenn man es mal positiv sieht, schön, dass es wieder mehr auch in die Richtung geht.

Also es ist nicht nur stupide

Content Pieces rausgehauen wird, sondern dass man, wenn man wirklich qualitativ mitspielen möchte, musst du halt eine Strategie haben, oder?

Jan:

Du musst eine Strategie haben und du musst wissen, wie kann ich von KI profitieren?

Nicola:

Wie sieht so das

Jan:

Es gibt natürlich tausend Sachen.

Wenn wir mal bei Content bleiben, wie kann ich KI nutzen, um

mein Content anzupassen an unterschiedliche Zielgruppen?

Wie kann ich ihn ausrollen auf unterschiedlichen Märkten?

Wie kann ich eine höhere Anzahl von Varianten erstellen?

Und dann funktioniert es auch in der Umsetzung.

Wenn man jetzt aber sagt, okay, Geschäftsführer Gerd Müller, ich habe gehört, ich kann jetzt mit OpenAI coole Bilder erstellen, mach doch mal ein paar.

dann ist das keine Strategie, dann ist das ja nur ein Ausprobieren und kann, glaube ich, auch schnell zum Frustrierenden ausprobieren werden.

Nicola:

Wird schwierig.

Jan:

Also, wie es eigentlich immer so ist, was ist denn der erste Use Case, der dir einfällt, wo kann ich es sinnvoll nutzen, den geht man an, den setzt man um und

Sobald du das umsetzt, kommst du ja dann auch schon auf weitere Ideen.

Okay, wir haben jetzt angepasst, dann lass uns jetzt doch mal Varianten machen.

Jetzt haben wir die Varianten, jetzt lass uns doch die Varianten nochmal mit zehn unterschiedlichen USPs für Produkte zum Beispiel machen.

Und so baust du dir dann dein KI-Set, Playbook, was es alles gibt.

Nicola:

Framework.

Genau.

Es gibt ja durchaus…

Auch Risiken.

Also wenn ich jetzt als Marke ohne richtige Qualitätskontrolle, sage ich mal, publiziere und wie du sagst, komm, wir machen mal irgendwie schöne Grafiken und das geht ja so einfach.

Jan:

Die Gefahr besteht auch, was die

Nicola:

Wie siehst du es aus Unternehmenssicht?

Also wie kann man, muss ich sagen, ein bisschen, also strategisch, du bist ja im Unternehmen der Social-Media-Experte, quasi, wie kann man

Was kann man tun, um nicht die Gefahr zu laufen, so als Slop-Produzent am Ende wahrgenommen zu werden?

Weil die Gefahr besteht ja schon auch, wie Sie wissen gerade.

Jan:

Was, glaube ich, aber oft auch ein Hindernis ist, ist die eigene Denkweise.

Und das ist ja, ich könnte jetzt sagen, leider so, was für uns vielleicht beides slop ist,

könnte ja sein, dass ganz viele von Kunden sagen, ach, das ist ja lustig, das finde ich gut.

Nicola:

Ja, das stimmt.

Jan:

Oder das ist ja gut gemacht, man hat oft seine eigene Brille auf, die haben aber nicht, oder jeder hat eine unterschiedliche auf.

Nicola:

Da vergisst man das manchmal, dass…

Jan:

Und deswegen muss man es ausprobieren, dann ist natürlich On Brand, eins meiner Lieblingswörter, das ist dann natürlich eine Challenge.

Wenn du da wirklich

zu 100% darauf achten willst, dann wird es super schwierig für dich.

Und da muss man dann eben so ein bisschen das Mittelmaß inzwischen ausprobieren, was finde ich vielleicht doof, aber Zielgruppe eventuell gut und wie weit bin ich bereit, vielleicht auch ein bisschen mal, zumindest bei einem Test, meine Brand außen vor zu lassen.

Dauerhaft kann man das sicherlich nicht machen.

Also wenn man nur mit ungebrandetem AI-Content arbeitet, dann ist die Marke auch irgendwann weg, beziehungsweise welche Marke ist es dann, weil es sehr eng ist.

Nicola:

Es wird halt belanglos.

Jan:

Genau.

Ja, es gibt sehr viele…

Nicola:

Wobei das sind ja Grundregeln unabhängig von AI-Content.

Also kann man AI streichen?

Content.

Also hat man eine gute Strategie, hat man eine gewisse Brand-Sichtbarkeit.

Was ist generell?

Was will man erzählen?

Also was ist der Mehrwert?

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

Und letztlich, ich glaube, da sind wir Social-Menschen ja tendenziell auch offener,

sind wir nie so ganz so streng mit der CI eigentlich, weil die Plattformen ja auch gewisse Looks haben oder schon gewisse Farbwelten vorgeben.

Also deswegen, ich glaube, das ist ja eher so immer die Diskussion mit dem Marketing oder mit den Hütern der CI, wie weit kann man gehen und wie weit nicht, bei welchem Thema kann man das machen, vielleicht bei welchem aber auch nicht.

Ja.

Und am Sprich aber, was ich jetzt so rausgehört habe, ist ja grundsätzlich eine Welt ohne KI-Content, weiß ich nicht, will es das nochmal geben?

Jan:

Ich glaube es ehrlich gesagt nicht.

Ich glaube, was interessant sein wird, ist, ob es, wird ja oft auch, seit Social Media ist tot, ist es aber eigentlich auch schon ewig, aus den unterschiedlichsten Gründen.

An diese AI-Feeds glaube ich nicht.

Ich glaube eher, es kommt noch mal irgendwas ganz anderes.

Vielleicht ist es dann auch eine Kombination aus,

AI, Gaming, VR, wo es, glaube ich, ganz wilde Sachen noch geben könnte.

Ich glaube, dass es erstmal nicht weggeht.

Aber das ist, was sich in den letzten zwei Jahren bei dem Thema getan hat.

Viele probieren Sachen aus, sind dann fertig mit den Ergebnissen.

Okay, neues Modell, neues Tool.

Das muss man sich auch bewusst sein, dann fängst du eben nochmal wieder von vorne an oder das, was du dir erarbeitet hast, ist dann zwar ein Learning für dich, aber es ist eigentlich schon wieder veraltet und das wird, glaube ich, für alle super challenging.

Ich glaube, keiner weiß ganz genau, was da passiert.

Nicola:

Auch die Plattformen ja nicht, die sind ja auch noch relativ, ja, also wie immer, also es ist keine Neuigkeit bei Facebook oder Meta, irgendwie viele Jahre verfolgt, ist ja so, die versuchen ja immer irgendwie mitzuschwimmen und gucken dann, was funktioniert, was nicht so gut funktioniert.

Was ich aus Industrie-Sicht spannend finde, wenn man die AI-Entwicklung anguckt, ist ja, dass viele im Mittelstand zum Beispiel eher dahin gehen, zu sagen, okay, wir haben KI-Modelle nur für uns, also die nicht offen sind, sondern die nur für dieses Unternehmen funktionieren, für einen gewissen Use Case.

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

Also ich glaube, in die Richtung wird sich auch einiges noch tun, dass es nicht so generalistische

Lösungen vielleicht gibt, sondern eher dann fallspezifisch.

Das wäre ja auch auf Content-Sicht natürlich spannend.

Wie du sagst, für euch ist das Language-Thema irgendwie spannender für manche Unternehmen, aber es ist gar kein Thema, weil, keine Ahnung, die haben diese Herausforderung gar nicht.

Also das, glaube ich, nochmal so ein Ding.

Jan:

Eigene Modelle oder vor allem auch Datenschutz, digitale Souveränität ist ein ganz wichtiges Thema für auch Unternehmen.

Will ich meine Daten rausgeben?

Später, wenn ich dann auch mit vielen Kundendaten arbeite, abhängig davon, wer ich bin, darf ich das überhaupt?

Bin ich eine große Anwaltskanzlei?

Will ich…

Daten von aktuellen Mandantenfällen in der KI geben.

Klar gibt es da auch schon wieder eigene Lösungen mit auch den richtigen Datenschutzlösungen, aber das ganze Legal-Thema rund um AI ist super wichtig.

Was passiert mit den Daten von Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen, die die KI nutzen?

Das ist wiederum dann aber ein, wie das heißt, den Vorteil bei Agenturen, weil die sowas natürlich schneller mal ausprobieren können.

Was kann dieses Tool, was kann das Tool?

Das ist ein großer Vorteil, den du in deinem Unternehmen umso größer es wird, umso schwieriger, vielleicht auch umso unnötiger, sondern eher dann von Erfahrung schon profitieren.

Nicola:

Das war schwieriger natürlich, ja.

Jan:

Und da ist, glaube ich, dann die Beraterrolle bei solchen Tools, also der KPI-Berater für Tools für Unternehmen, der ist, glaube ich, nicht unwichtig.

Nicola:

Ja, also unabhängig von KI war das eh schon so ein Thema.

Ich hatte länger oder immer mal wieder auch mit Kollegen, Kolleginnen von Behörden zum Beispiel gesprochen, die auch sagen, ob es KI-Tools sind oder nicht.

Wenn die einen Pitch ausschreiben, müssten die theoretisch alle Tools testen, weil aus Fairnessgründen, viel Spaß, die Tool-Welt ist sehr groß geworden.

Und da ist es zum Beispiel so, dass sie dann teilweise wirklich den Umweg gehen und sagen, okay, wir arbeiten mit einer Agentur zusammen und können so den Umweg gehen.

Also ich glaube auch als Agentur musst du dir halt den Markt echt genau angucken und schauen, wo sind die Bedürfnisse und wo hast du vielleicht dann die Lösung in diesem Wirrwarr oder in dieser Vielfalt,

Und das mit dem Datenschutz ist ein ganz großes Thema.

Aber nicht nur Datenschutz, auch Urheberschutz.

Also wir haben das Thema, Shoutout hier an den Carsten Ulbricht, Stand jetzt, laut ihm ist es so, nach deutschem Recht, das wird sich aber auch nochmal, da wird sich auch viel tun in den nächsten Jahren, also das ist auch sehr dynamisch, dass wenn ein Werk 100% KI generiert ist, dann ist es nicht geschützt.

Dann kann ich das benutzen.

Und das muss ich als Brand natürlich auch mitdenken.

Möchte ich das?

Wenn man sagt, ja, von mir aus, also keine Ahnung, ich finde das nicht schlimm.

Aber wenn ich zum Beispiel einen sehr, sehr hochwertigen Film gedreht habe oder eine Serie oder keine Ahnung und ich es nicht schützen kann,

weil es 100% KI generiert ist, dann muss ich das zumindest mitgedacht haben.

Also das sind so ein paar Dinge, glaube ich, aus Brandsicht, die man nochmal so einfach im Hinterkopf behalten sollte, gerade im Social-Media-Content, wo es sehr schnell produziert wird.

Und ich bin mir ehrlich, bei so Performance-Themen und Werbung und Slots,

Keine Ahnung, ich glaube, da wird auch niemand klauen, glaube ich.

Aber bei zum Beispiel sehr hochwertigen Werbeclips, wo viel Arbeit drin steckt, da muss man sich das, glaube ich, schon mal angucken, wie sehr will man das schützen auch.

Jan:

Ja, ich finde aber richtig, dass es nicht geschützt ist.

Weil, ja, ich prompte das, ich habe mir vielleicht die Idee überlegt, aber die kreative Umsetzung macht die KI und nicht die Personen dahinter.

Deswegen finde ich das in diesem Fall schon richtig, aber es ist natürlich klar, das kann passieren.

Das kann ein Unternehmen nicht wollen, speziell wenn es Brand-Kampagnen sind.

Wenn das jetzt so austauschbare Prospekt-Spots sind, da sehen die alle jetzt schon gleich aus.

Nicola:

Ja, ich glaube, da ist es nicht so dramatisch, ne?

Jan:

Da brauchst du auch nicht kreativ groß was zu klauen.

Obwohl Agenturen ja auch schon längere Zeit nicht schlecht darin sind, Ideen zu klauen und zu adaptieren.

Nicola:

Gut adaptiert, nennt man das dann.

Jan:

Ja.

Nicola:

Ja, genau.

Jan:

Clever geklaut.

Nicola:

Also clever geklaut, ja, genau.

Ja, aber das wird schon nochmal ein Thema sein.

Also ich glaube auch aus CI-Sicht und aus Brandsicht einfach, wie weit kann man da gehen?

Und da wird sich auch einiges tun.

Grundsätzlich vielleicht nochmal aus deiner Sicht, wenn wir jetzt zu dem Slop-Thema nochmal schauen,

vielleicht auch so final aus Usersicht, wie schätzt du das ein?

Denkst du, die Leute werden überdrüssig oder akzeptiert man das?

Weil das ist ja auch so eine Glaskugel und auch ein schmaler Grat.

Jan:

Also, persönlicher Case, was mich nervt, ist, wenn ich sowas geschickt bekomme.

Nicola:

Nervt es?

Wie weit muss es gehen, dass die Leute keinen Bock mehr auf die Plattform haben?

Oh Gott, ja, ich hasse das auch.

Jan:

So, und dann, das hast du vor anderthalb Jahren nicht gehabt und jetzt ist es so, du kriegst irgendwas oder siehst irgendwas, ist das jetzt echt oder nicht?

Nicola:

im Feed landet und man will es nicht.

Ja.

Jan:

Und dann geht es schon los, will ich mir überhaupt Gedanken darüber machen müssen, ob das jetzt was Echtes ist oder nicht?

Wird es mir irgendwann egal sein, ob das echt ist oder nicht?

Persönlich würde ich sagen, wenn das nicht echt ist, dann verliert es 80 Prozent mindestens von seinem Reiz.

Es gibt ja verschiedene Beispiele, gerade bei Tiervideos, Bären laufen, fünf Bären laufen auf den Hinterpfoten die Straße lang.

Wenn es echt wäre, würde ich sagen, lustig, krass.

Wenn es KI ist, witzlos.

Und…

Ich glaube, Leute wollen nicht überlegen, ob das echt ist oder nicht.

Und dann wird sich entscheiden, ob es die Leute interessiert, ob es echt ist oder nicht.

Und da es dann so eine breite Masse ist, ich glaube, es wird an Reiz und an Wirkung sowas verlieren.

Das ist vielleicht jetzt am Anfang lustig.

Tob dich aus, mach bescheuerte Sachen.

Da gibt es ja…

Papa Platte gleich am Anfang sein Profil zur Verfügung gestellt für Sora und gesagt habe, hier, mach damit quasi, was ihr wollt.

Dann kommen natürlich bescheuerte, lustige Videos raus, aber die will ich dann auch nach zwei Wochen, okay, ich habe es jetzt gesehen.

Was kommt jetzt?

Nicola:

Also es geht schon um Unterhaltung auch, ne?

Also dass man unterhalten bleibt, oder?

Jan:

Ja, das würde ich sagen, darum sind ja, die Leute auf Social Media lassen sich berieseln, wollen sich unterhalten lassen.

Information, es gibt dann auch diese Infovideos, die mit KI gemacht sind, finde ich dann fast noch eher okay.

Da geht es dann wieder darum, sind denn die Infos korrekt, die ich da übermittelt bekomme.

Aber diese Videos, die so echt aussehen sollen, es dann aber nicht sind.

Warum?

Nicola:

Also ich finde, wie gesagt, ich glaube, am Ende ist ja auch die Idee und die kreative Fallhöhe irgendwie entscheidend.

Jan:

Ich habe es nicht so gut.

Nicola:

Also wenn es 100% KI generiert ist, aber die Grundstory oder die Grundidee ist gut und erhält mich, habe ich halt weniger Probleme, glaube ich, damit.

Schwierig wird es, wie du sagst, mit so…

Ja, austauschbaren Sachen.

Und mir geht es ähnlich.

Ich bin zu faul.

Ich habe keinen Bock, drüber nachdenken zu müssen, ob das Video echt ist oder nicht.

Ich habe da gar keine Lust zu.

Weil ich muss in meinem internen Hirn, ich muss im Hirn intern den Filter immer drüber laufen lassen.

Und das finde ich super anstrengend.

Jan:

Es.

Nicola:

Deswegen, keine Ahnung, auch wenn es gekennzeichnet ist oder nicht, weiß ich nicht, finde ich auch nervig.

Und jetzt mal kurz.

Also meine Einschätzung nach ist deswegen auch der echte Content bis zu einem gewissen Grad wieder relevanter, weil ich da nicht nachdenken muss, weißt du?

Wenn ich jetzt zum Beispiel, ich komme aus dem Sport, Bundesliga-Highlights sehe und ich weiß, das sind die Bundesliga-Highlights, fertig.

Also das wird spannend, dieses Spannungsfeld wird spannend, ob dieser AI-Slob auch dazu führt, dass du es dir wieder einfacher machen kannst bis zu diesem Grad, indem du total einfach echten Content machst, der vielleicht auch gar nicht so teuer ist und gar nicht so aufwendig, aber weil die Leute dann nicht mehr drüber nachdenken müssen, ob das jetzt, wie soll ich das einordnen?

Jan:

Wie soll ich das einordnen und Kennzeichnungsplicht?

Das meiste ist ja nicht gekennzeichnet.

Nicola:

Ja eben, sowieso nicht, ja, ja.

Jan:

Also es ist ja eher so, die versuchen ja, also gibt es ja auch welche, die dann Tausende von Videos raushauen in der Woche.

die nutzen dann ja wiederum KI, um es so aussehen zu lassen, als wäre es nicht mit KI erstellt.

Dann gibt es ja so Indikatoren, okay, das ist ein Indikator davor, die nutzen dann wiederum KI, um dass es nicht so offensichtlich ist.

Nicola:

Was ein Riesenaufwand ist, was ja auch wieder voll der Quatsch ist, wenn du überlegst.

Jan:

Also man will ja, dass es nicht nach KI aussieht, aber

Aber ist es dann wirklich notwendig?

Oder ist es dann der Sinn dahinter?…………………

Nicola:

Also letztlich ist ja immer die Frage erstmal, also Aufwand und Ertrag, also ich bin halt super pragmatisch, wenn ich halt viel, viel, viel, viel mehr Aufwand habe, als würde ich einfach das Handy in die Hand nehmen und das Video schnell drehen, dann habe ich schon gar keinen Bock mehr.

Das ist, glaube ich, das eine, als Unternehmen musst du auch überlegen, wie viel Zeit investierst du da.

Als Test und so und wenn du es in ein Framework bekommst, dass es irgendwie schneller funktioniert, finde ich, macht es voll Sinn, aber letztlich unterm Strich musst du auch gucken, Aufwand und Ertrag.

Dann, glaube ich, immer und dann auch strategisch, es gibt Branchen, wo das total Sinn macht.

Also zum Beispiel, wenn ich jetzt in einem Pharma-Bereich arbeite oder in irgendwelchen sehr spezialisierten Bereichen, wo ich vielleicht nicht mit Menschen arbeiten kann.

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

dann macht es vielleicht Sinn, Lösungen zu finden, wo man Sachen generiert, wie du sagst, wir hatten das Thema Infografien, aber auch vielleicht Avatare, die Dinge erklären können, wo du auch Menschen schützen kannst.

Ich finde, das macht auch total Sinn.

Und ich glaube, das ist so ein großes, großes Spielfeld, wo jeder, alle, die auch zuhören, wäre mal spannend, in welchen

Also wo tut es weh?

Also wo ist vielleicht eine Grenze, wo ich was nicht machen kann?

Und sich dann vielleicht auch zu überlegen, gibt es da eine KI-Lösung?

Jan:

Es wird noch viel schlimmer und dann wird es sich, glaube ich, bereinigen, verändern.

Nicola:

Also abschließend, AI-Slope oder nicht, wird es schlimmer, weniger schlimm?

Was wäre das Abschließt?

Fazit, Tipp?

Ich finde, es hört sich doch gut an, also nach dem Sturm, eigentlich wie immer, oder?

In den letzten fünf Jahren immer so gewesen, oder?

Ja, es wird schlimmer und dann haben die Leute genug und dann wird es wieder normalisiert.

Jan:

Und so wird es auch sein.

Das ist eigentlich dieser Hype-Cycle und der hat sich ja oft schon als ein Pferd ausgesucht.

Nicola:

Bewahrheitet.

In dem Sinne, vielen, vielen Dank für deine Zeit.

Wir werden uns bestimmt nochmal hören vielleicht auch in diesem Jahr und das Thema auch weiterhin beobachten.

Ich bin gespannt.

Weg kommen wir von dem Thema nicht, aber wie wir damit umgehen.

Also ich glaube, das bleibt eine Diskussion, gerade im Social-Bereich.

Und in dem Sinne, vielen, vielen Dank, Jan, für deine Zeit.

Jan:

Dankeschön, hat Spaß gemacht.

Happy Slopping.

Tschüss.

Nicola:

Ciao, wir hören uns.



Source link

Social Media

Organische Reichweite im Sinkflug – was Community Management jetzt bedeutet


Gastbeitrag von Tanja Laub

Die Strategie steht. Der Content ist gut. Du postest regelmäßig. Und trotzdem: Die Zahlen sinken. Stetig.

Wenn du in den letzten zwei Jahren das Gefühl hattest, du läufst gegen unsichtbare Wände – du bist nicht allein. 

Nein, es liegt nicht an deinem Content. Die Spielregeln haben sich geändert.

Noch mehr Tipps für dein Community Management gibt es jede Woche im AllSocial Newsletter: Hier abonnieren!

Ist organische Reichweite noch möglich?

Organische Reichweite ist nicht mehr das, was sie mal war. Sie ist de facto tot. Oder zumindest auf der Intensivstation. Instagram erreicht im Durchschnitt nur noch 3,5 % deiner Follower*innen pro Post (Quelle: Social Insider). Mit einem Rückgang von 12 % Jahr für Jahr. Facebook schafft es gerade mal auf 1,65 %. Selbst TikTok, lange der Hoffnungsträger für organisches Wachstum, zeigt mit etwa 14 % organischer Reichweite: Der Algorithmus ist längst kein Garant mehr für Sichtbarkeit (Quelle: Business Punk).

Warum drosseln Plattformen organische Reichweite so massiv?

Die Antwort liegt in den Business-Modellen: Facebook, Instagram, TikTok, LinkedIn – sie alle verdienen ihr Geld damit, dass Unternehmen für Sichtbarkeit bezahlen. Je weniger organisch funktioniert, desto mehr fließt ins Werbebudget.

Ganze Industrien sind rund um Paid Social entstanden und ständig kommen neue Möglichkeiten hinzu. Die neuste Werbemöglichkeit: Auf LinkedIn können nun auch private Profile Posts boosten. Was jahrelang nur Unternehmensseiten vorbehalten war, ist jetzt für alle da. Die Botschaft ist klar: Wer gesehen werden will, zahlt.

Hinzu kommt: Die Timeline ist voll. Milliarden Posts täglich konkurrieren um Aufmerksamkeit. Und es wird nicht besser. Im Gegenteil. 

Mit KI-Tools kann jede*r in Minuten Content in Massen produzieren. Die Timeline wird nicht leerer, sondern voller. Mit mehr Posts, die um weniger Aufmerksamkeit konkurrieren. Die Plattformen müssen filtern – und sie filtern nach zwei Kriterien: Was hält User*innen auf der Plattform? Und was bringt Geld?

In der Praxis bedeutet das: Selbst guter Content verschwindet, wenn er nicht sofort zündet oder einen Werbe-Euro im Rücken hat. Die reflexartige Reaktion vieler Unternehmen? „Dann posten wir halt mehr!” oder „Wir posten zu einer anderen Uhrzeit.” oder „Die Produktion muss aufwändiger werden.”

Spoiler: Das funktioniert nicht. Mehr Content bei weniger Reichweite bedeutet nur mehr Arbeit für die gleichen (oder schlechteren) Ergebnisse. Die Frage ist nicht: „Wie bekommen wir mehr Reichweite?” Sondern: „Wie schaffen wir mehr Impact?”

Während die Reichweite sinkt, verschiebt sich der Fokus: Qualität der Interaktion statt Quantität der Impressionen. Community Management war schon immer da – lange vor den sozialen Netzwerken. Jetzt wird es vom vernachlässigten Randbereich zur absoluten Notwendigkeit.

Community Management: Schon immer da, jetzt unverzichtbar

Community Management ist die drittwichtigste Aufgabe in Social-Media-Teams. Doch es werden nur 10 Stunden pro Woche drauf verwendet. Im Vergleich: Über 30 Stunden fließen in die Content-Erstellung (Quelle: Social Hub Studie State of Social Media 2026).

Social Media Manager*innen investieren dreimal so viel Zeit in das Produzieren von Content, der immer weniger Menschen erreicht – statt in den Dialog mit denen, die sie erreichen.

Ja, Content Produktion ist aufwändig. Gerade in Zeiten von Video und Reels. Doch Community Management wird oft nur als das Schreiben von Kommentaren gesehen. Dabei hört Community Management in den Kommentarspalten nicht auf, es fängt dort erst an.

Community Management gab es schon vor Social Media

Die Disziplin ist nicht neu. Foren, Newsgroups, Mailinglisten: Überall dort, wo Menschen online zusammenkamen, gab es Community Manager*innen. Sie moderierten, pflegten Beziehungen, sorgten dafür, dass Gespräche funktionieren.

Dann kamen Facebook, Instagram und Co. Plötzlich wurde Community Management zum Anhängsel. Content-Produktion war sexy. Virale Posts brachten schnell Zahlen. Reichweite war billig zu haben. Wer braucht da schon geduldige Beziehungsarbeit?

Die Rechnung ging auf. Solange organische Reichweite funktionierte.

2026 ist diese Rechnung obsolet

Wenn deine Posts nur noch 3,5% deiner Follower*innen erreichen, kannst du nicht mehr nur senden und warten. Dann geht es darum, mit den Menschen zu interagieren, die du erreichst. Präsent zu sein, zu reagieren, Beziehungen aufzubauen.

Genau dafür ist Community Management schon immer da. Es wurde nur vernachlässigt, weil Reichweite einfacher skaliert als Beziehungen.

Community Building vs. Follower-Management

Let’s face it: Die meisten Marken haben keine Community. Sie haben Follower. Eine Audience. Eine Zielgruppe. Und das ist völlig okay.

Auf öffentlichen Plattformen wie Instagram oder TikTok ist echtes Community Building extrem schwierig. Die Infrastruktur ist nicht dafür gebaut. User folgen dir, sehen deine Posts (vielleicht), liken (vielleicht) – aber sie haben keine Verbindung zueinander. Das ist keine Community. Das ist eine Ansammlung individueller Beziehungen zu deiner Marke.

Follower-Management vs. Community Management

Follower-Management bedeutet: Du sammelst Nutzer*innen ein. Du optimierst auf Zahlen. 100.000 Follower sehen besser aus als 10.000. Das Ziel ist Wachstum. Mehr Reichweite. Mehr potenzielle Impressionen.

Community Management bedeutet: Du investierst in die Menschen, die da sind. Du reagierst, du moderierst, du baust Verbindungen auf. Du erinnerst dich an wiederkehrende User*innen. Du schaffst Raum für Dialog. Nicht aus Selbstzweck, sondern weil es langfristig trägt.

Vanity Metrics vs. echte Verbindung

Follower-Zahlen sind das, was man Vanity Metrics nennt: Zahlen, die schmeicheln, aber nicht wirklich zählen. Sie sehen gut aus in Präsentationen. Sie fühlen sich nach Erfolg an. Aber sie sagen nichts darüber aus, ob Menschen sich für dich interessieren.

Community Management als strategische Disziplin

Viele denken bei Community Management an Kommentare beantworten. An Hasskommentare löschen. An Standard-Antworten unter Posts. An hier und da einen Smiley setzen. Das ist wichtig. Aber das allein ist kein Community Management.

Community Management ist aktive Beziehungsarbeit. Du initiierst Gespräche. Du stellst Rückfragen. Du bringst User dazu, sich untereinander auszutauschen. Du erinnerst dich an wiederkehrende User. Du machst die Kommentarspalte zu einem Ort, an dem Menschen gerne Zeit verbringen und sich wohlfühlen.

Du löschst Hasskommentare – nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern weil gute Diskussionen eine sichere Atmosphäre brauchen. Aber mindestens genauso wichtig: Du verstärkst die guten Kommentare. Du pickst konstruktive Beiträge raus, stellst Anschlussfragen, gibst ihnen Raum. Du schaffst einen Ton, der andere einlädt mitzumachen.

Warum das funktioniert? Weil es genau das ist, was Plattformen messen: Verweildauer. Posts, die Diskussionen auslösen, signalisieren: Hier passiert etwas. Hier bleiben Menschen. Das wird belohnt.

Und Community Management geht noch einen Schritt weiter: Du trägst die Diskussionen zurück ins Unternehmen. Was beschäftigt die User wirklich? Welche Probleme tauchen immer wieder auf? Welche Ideen entstehen in den Kommentaren? Diese Insights fließen in Produktentwicklung, Service-Verbesserungen, Content-Strategie. Und wenn eine Idee aus der Community umgesetzt wird? Kommunizierst du das zurück. Du schließt den Kreis.

Community Management wird als „nett sein” verkauft. Als wäre es Kundenservice mit Herzchen-Emojis. Doch Community Management ist Performance-Marketing für organische Reichweite.

Was du kaufen kannst und was nicht

Wenn organische Reichweite sinkt, ist die Versuchung groß: Mehr Budget. Mehr Posts. Mehr Reichweiten-Hacks. 

Paid Social ist eine Option. Budget rein, Reichweite raus. Sofort messbar, sofort skalierbar. Oder: Die Content-Produktion hochfahren. Statt drei Posts pro Woche fünf. Statt Carousels jetzt Reels. Wenn ein Format nicht zieht, probieren wir das nächste. Oder: Die Suche nach dem viralen Moment. Der eine Post, der durchbricht. Der Trend, den wir erwischen.

Das alles funktioniert. Kurzfristig.

Wenn das Budget stoppt, stoppt die Reichweite. Wenn der Trend vorbei ist, ist die Aufmerksamkeit weg. Wenn du aufhörst zu posten, verschwindest du. Du kaufst Sichtbarkeit. Du kaufst Clicks. Du kaufst Impressionen. Was du nicht kaufen kannst: Vertrauen. Loyalität. Community.

Vertrauen entsteht nicht durch ein größeres Werbebudget oder zehn Posts mehr pro Woche. Es entsteht durch Präsenz, Konsistenz, echte Gespräche. Loyalität kaufst du nicht und postest du nicht herbei – du verdienst sie, Kommentar für Kommentar, Antwort für Antwort. Communities entstehen nicht, weil du viral gegangen bist. Sie entstehen, weil Menschen sich gesehen fühlen.

Schnelle Lösungen bringen sofort Zahlen. Community Management bringt langfristig Wirkung. Beides hat seinen Platz.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation.



Source link

Weiterlesen

Social Media

Metas Traum vom Metaverse ist geplatzt


Während uns die geopolitischen Nachrichten derzeit stark beschäftigen, ist eine andere Entwicklung beinahe untergegangen. Dabei markiert sie einen tiefen Einschnitt für die Tech-Branche: Meta beendet das Metaverse in seiner bisherigen Form durch eine Reihe gezielter Entscheidungen innerhalb weniger Tage.

Ein kurzer Schritt zurück: Mit der Umbenennung von Facebook zu Meta machte Mark Zuckerberg im Jahr 2021 unmissverständlich klar, wohin die Reise gehen sollte. Das Metaverse wurde als Nachfolger des Internets positioniert. Webseiten sollten durch immersive 3D-Welten ersetzt werden, Menschen ihre Freizeit ebenso wie ihre Arbeit dort verbringen. Mit Meta Horizon für soziale Erlebnisse und Workrooms für den Arbeitsalltag wollte Meta gleich mehrere Lebensbereiche in diese neue Plattform überführen. Selbst Unternehmen wie Microsoft stellten damals passende Anwendungen in Aussicht.

Strategisch war das Metaverse für Meta eine Wette auf das nächste große Plattform-Paradigma, jenseits der in vielerlei Hinsicht gesättigten Social Networks.

Zentrales Element dieser Vision war ein VR-Headset: Bildschirme direkt vor den Augen, räumlicher Sound, gesteuert über Handgesten. Ein neues „Betriebssystem des Internets“.

Fehlender Product-Market-Fit

Ja, es gibt Nischen, in denen VR funktioniert. Im Gaming- und Sportbereich etwa, wo immersive Erlebnisse tatsächlich einen Mehrwert schaffen, den klassische Bildschirme nicht leisten können. Auch in spezialisierten industriellen oder kollaborativen Szenarien kann VR sinnvoll sein.

Für den Büro-Alltag jedoch nicht. Dort existieren mit geteilten Dokumenten, Messengern wie Slack und etablierten Videokonferenz-Tools längst Lösungen, die einfacher, günstiger und funktional ausreichend sind. Das Metaverse bot hier vor allem eines: zusätzliche Komplexität ohne klaren Nutzen.

Jetzt also der strategische Shift

Seit dem Jahreswechsel zieht Meta nun selbst die Konsequenzen. Nach Berichten von The Verge wurden innerhalb weniger Tage zwischen 1.000 und 1.500 Mitarbeitende im Bereich Reality Labs entlassen – jener Einheit, die für VR- und AR-Entwicklung zuständig war.

Gleichzeitig stellt Meta Horizon Workrooms Mitte Februar ein. Alle Nutzerdaten werden gelöscht. Kurz darauf endet auch der Verkauf von Meta-Quest-Headsets an Unternehmen. Damit verabschiedet sich Meta faktisch aus dem Metaverse-Arbeitskontext, einem der zentralen Anwendungsfälle der ursprünglichen Vision.

Auch mehrere VR-Spiele-Studios, die Meta in den letzten Jahren gekauft hat, wurden in den letzten Tagen geschlossen. Eine Weiterentwicklung in diesen Bereichen ist damit auch nicht mehr wahrscheinlich.

Diese Entscheidungen senden ein klares Signal: Meta glaubt nicht mehr an das Metaverse als eigenständige Plattform.

Wie es weitergeht

Für Meta scheint der Weg im Moment erst einmal klar. Statt auf VR will man sich in Kalifornien lieber auf AR- (Augmented Reality) und AI-Lösungen fokussieren. Auch in diesem Segment ist Meta mit eigenen Produkten seit wenigen Jahren aktiv.

Statt den Nutzer in eine VKunstwelt einzuschließen, möchte man ihm nun lieber dabei helfen, mit KI-Assistenten im Blickfeld einer AR-Brille, seine täglichen Aufgaben zu bewältigen.

Ob sich daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell ergibt, ist offen. Denn auch AR-Brillen bieten Stand heute für viele Anwendungsfälle keinen klaren Mehrwert gegenüber dem Smartphone. Der Unterschied: Die Eintrittshürden sind niedriger, die Nutzung scheinbar näher an bestehenden Gewohnheiten. Und genau das scheint Meta aus den letzten Jahren gelernt zu haben.



Source link

Weiterlesen

Social Media

Instagram Feature-Update 2026


Was gibt’s 2026 Neues? In diesem Instagram Feature-Updates erfährst du alles über die neuesten Instagram Funktionen: Egal ob es um Reels, die Videoschnitt-App Edits oder Bildergrößen geht, hier wirdst du fündig.


+++

15.01.2026

Edits App mit Statistik-Funktionen und Links in Reels

Den „Neue Funktionen“-Auftakt im Instagram-Kosmos macht dieses Jahr die Edits-App, Metas eigenes Video-Schnitt-Programm und Konkurrenz zu CapCut.

Um sich von Letzterem abzugrenzen, integriert Meta bei Edits jetzt immer mehr Funktionen, die stark im Instagram-Kosmos verwurzelt sind. Inklusiver einer echten Neuheit:

Zum einen gibt es ab sofort die Möglichkeit, auf die Analytics-Kernfunktion auch in Edits zuzugreifen. Das bedeutet, ihr könnt in Edits sehen, welche eurer Reels gut performt haben. Wie die Interaktionsraten waren und auch wie sich euer Account entwickelt. Das soll zwei Nutzungsmotive abdecken: So könnt ihr einerseits anhand der Zahlen entscheiden, zu welchem Thema oder mit welchem Hook ihr besonders erfolgreich seid, um dann mehr in diese Richtung zu machen. Darüber hinaus könnt ihr diese Insights aber auch genau von dort aus (zum Beispiel als PDF) exportieren, um sie dann mit Werbepartnern zu teilen.

Zum anderen könnt ihr jetzt über Edits in Reels Links hinzufügen! Aber bevor ihr euch zu sehr freut: Die Links können nur entweder zu einem anderen (eigenen oder fremden) Reel verlinken oder aber zu einem Instagram-Account. Ein Link raus ins Web ist nicht möglich.

Trotzdem bieten die Links gerade eine Möglichkeit, einzelne Episoden oder Geschichten miteinander zu verbinden. Auch ein Reaction-Reel wird damit deutlich einfacher. Oder ihr könnt einfach einen Link zum eigenen Account oder Fremdaccount setzen. Bei Reels ist es so, dass das verlinkte Video in einer kleinen Vorschau innerhalb des Haupt-Reels angezeigt wird.

Screenshot – Profil-Link
Screenshot – Reel-Link

Beide Funktionen (Insights und Links) sind nach unseren Tests auch schon in Deutschland nutzbar.

+++

Instagram Feature-Update: Es gibt Neues über Instagram. Die Meta-Plattform launcht regelmäßig neue Funktionen und Verbesserungen. Damit du immer aktuell bist, sammeln wir in diesem Artikel eine Auswahl an interessanten Neuerungen. Schreib uns gerne direkt oder hier in die Kommentare, wenn du zu einzelnen Themen mehr erfahren willst!



Source link

Weiterlesen

Beliebt