Künstliche Intelligenz
Figma: KI-Werkzeuge für Design, Code und Zusammenarbeit
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Das US-Unternehmen Figma will seine gleichnamige Web-App stärker auf einen ganzheitlichen Entwicklungsprozess digitaler Produkte ausrichten. Auf der Hauskonferenz Config 2026 in San Francisco hat das Unternehmen Werkzeuge vorgestellt, die Design, Programmierung, Animation und künstliche Intelligenz enger als zuvor miteinander verbinden sollen. Figma will sie in den kommenden Wochen schrittweise veröffentlichen.
Statt beispielsweise eine Webseite in Photoshop zu entwerfen und später in Code nachbauen zu lassen, sollen Teams beim Bau von Apps und Seiten möglichst viele Arbeitsschritte innerhalb einer gemeinsamen Arbeitsfläche erledigen.
Die Figma Canvas steht dabei im Mittelpunkt, eine Arbeitsumgebung, in der man Apps, Websites und andere digitale Produkte entwirft. Figma integriert neben klassischen Designfunktionen auch solche für Programmierung, Animationen, visuelle Effekte und KI-Dienste.
Programmcode auf der Designfläche bearbeiten
Eine der wichtigsten Neuerungen: Programmcode lässt sich direkt auf der Designfläche bearbeiten. Entwickler können Quellcode aus bestehenden Projekten übernehmen, ihn ändern und wieder mit dem ursprünglichen Codebestand synchronisieren. Ein integrierter KI-Agent soll dabei alternative Lösungswege vorschlagen oder Abläufe in bearbeitbare Designelemente überführen.
Effekte, Animation und 3D-Szenen
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Mit „Figma Motion“ führt das Unternehmen ein Werkzeug für Animationen und dreidimensionale Szenen ein. Animationen entstehen entweder klassisch über eine Zeitleiste oder per Prompt über künstliche Intelligenz. Die erstellten Inhalte bleiben mit den verwendeten Designsystemen verknüpft und sollen sich einfacher in die spätere Entwicklung übernehmen lassen.

Animationen lassen sich nicht nur über KI-Prompts, sondern auch manuell in einer Zeitleiste entwerfen.
(Bild: Figma)
Auch bei visuellen Effekten setzt Figma auf künstliche Intelligenz. Über sogenannte Shader lassen sich Oberflächen, Farbverläufe und Effekte wie Pixelierung, Dithering oder Unschärfe per Texteingabe erzeugen.

Über Shader lassen sich Farbverläufe und Effekte per Texteingabe erzeugen.
(Bild: Figma)
KI-Werkzeuge: Figma Agent und Figma Weave
Nutzer können über die Arbeitsfläche auf den Figma Agent zugreifen. Der KI-Assistent beantwortet Fragen, erstellt Designs und erledigt wiederkehrende Aufgaben. Arbeitsabläufe lassen sich künftig als „Agent Skills“ speichern und innerhalb eines Teams verwenden. Mit dem KI-Agenten lassen sich außerdem eigene Plugins erstellen.
Der Figma-Agent erhält Zugriff auf Informationsquellen wie Websuchen, Dateianhänge und Schnittstellen zu externen Diensten. Dadurch soll die KI bei ihren Vorschlägen mehr Kontext berücksichtigen können.

Wiederkehrende Aufgaben speichert der KI-Assistent von Figma auf Wunsch als Agent Skills.
(Bild: Figma)
Außerdem soll er auf weitere Produkte des Unternehmens ausgeweitet werden. In FigJam unterstützt er bei der Strukturierung, Analyse und Visualisierung von Ideen. In Figma Slides hilft er beim Erstellen und Überarbeiten von Präsentationen sowie beim Zusammenfassen von Rückmeldungen.
Hinzu kommen die „Figma Weave Workflows“, eine Sammlung von gut 20 KI-Werkzeugen. Dazu gehören das Entwickeln eines Designstils aus Referenzbildern, das automatische Anpassen von Motiven an verschiedene Formate, das Freistellen von Bildern, das Umwandeln von Bildern in kurze Videos sowie das Erstellen von 3D-Modellen und mehrstufigen Bildkompositionen.
(akr)
Künstliche Intelligenz
Neu in .NET 10.0 [29]: IP-Adressen prüfen mit IPAddress.IsValid()
Zur Prüfung von IP-Adressen gibt es in der Klasse System.Net.IPAddress schon seit .NET Framework 2.0 die statische Methode TryParse(), die eine IP-Adresse aus einer Zeichenkette extrahiert.
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Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.
Seit .NET Core 2.1 ist die Extraktion auch aus dem Typ ReadOnlySpan möglich. Der Rückgabewert ist ein bool-Wert und die extrahierte IP-Adresse wird in Form einer Instanz der Klasse IPAddress als out-Parameter geliefert. Wenn man nur prüfen will, ob die IP-Adresse stimmt, schreibt man IPAddress.TryParse(eingabe, out _).
In .NET 10.0 bietet Microsoft nun in der statischen Methode IsValid() eine weitere Prüfungsvariante mit weniger internem Aufwand. Folgender Code vergleicht IsValid() mit TryParse():
///
/// IsValid mit ReadOnlySpan oder ReadOnlySpan als Alternative zu IPAddress.TryParse(span, out _)
///
public void Run()
{
CUI.Demo("IPAddress.IsValid()");
string IP1 = "192.168.1.0"; // gültige IPv4-Adresse
CUI.H2(IP1);
// --- Alt
var valid1 = IPAddress.TryParse(IP1, out _);
Console.WriteLine("TryParse: " + valid1); // true
// --- Neu
System.Console.WriteLine("IsValid: " + System.Net.IPAddress.IsValid(IP1)); // true
string IP2 = "192.168.256.1"; // ungültige IPv4-Adresse
CUI.H2(IP2);
// --- Alt
var valid2 = IPAddress.TryParse(IP2, out _);
Console.WriteLine("TryParse: " + valid2); // false
// --- Neu
System.Console.WriteLine("IsValid: " + System.Net.IPAddress.IsValid(IP2)); // false
}

Der Code nutzt die alte und die neue Methode, um IP-Adressen auf Gültigkeit zu prüfen (Abb. 1).
Dafür kehrt Microsoft nun einfach eine bisher interne Methode TargetHostNameHelper.IsValidAddress() nach außen, wie sich dem Issue auf GitHub entnehmen lässt.
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IsValid() ist performanter als TryParse() und benötigt keinen Speicher (Abb. 2).
(Bild: Microsoft)
(Bild: King / stock.adobe.com)

Das ist neu in .NET 11.0: Dr. Holger Schwichtenberg und weitere Experten präsentieren am 17. November 2026 auf der Online-Konferenz betterCode() .NET 11.0 die Änderungen für Entwicklerinnen und Entwickler. Bis zur Veröffentlichung des Programms sind vergünstigte Blind-Bird-Tickets verfügbar.
(rme)
Künstliche Intelligenz
Pro Microsoft 365 – der Kommentar: Nicht alternativlos, aber meist erste Wahl
Der Weg in die Cloud ist für viele Unternehmen längst entschieden – und für die meisten führt er zu Microsoft 365. Das zeigt sich nicht nur in Statistiken, sondern in der gelebten Praxis.
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(Bild: NextSkills GmbH )
Alexander Eggers ist Gesellschafter der ke Group und geschäftsführender Gesellschafter der Nextvideo GmbH und NextSkills GmbH. Zudem ist er Microsoft MVP für M365 und als Speaker auf Konferenzen aktiv.
In den vergangenen Jahren habe ich mit Dutzenden IT-Teams im deutschsprachigen Raum gesprochen, die genau diesen Weg gegangen sind: raus aus dem eigenen Serverraum, hinein in Microsoft 365 und Azure. Der Trend ist längst messbar. Laut Bitkom nutzen 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland bereits Cloud-Anwendungen, nach 81 Prozent im Vorjahr. Diese Zahl allein verrät allerdings noch nichts über Microsoft.
Doch bei den Produktivitäts- und Kollaborations-Suiten teilen sich faktisch nur zwei Produkte den Markt: Microsoft 365 und Google Workspace. Mit dem Ende des Supports für Exchange Server 2016 und 2019 trennen sich viele Unternehmen von einer lokalen Exchange-Instanz. Für sie ist Microsoft 365 der naheliegende Hafen – und der Weg dorthin kürzer als jeder andere. Selbstverständlich gibt es neben M365 und Google Workspace auch weitere Optionen: einen europäischen Hoster, einen Hybrid-Betrieb mit verbleibender On-Prem-Komponente oder eine private Cloud. Jede dieser Optionen hat im richtigen Kontext ihre Berechtigung.
Der operative Befreiungsschlag
Der offensichtlichste Vorteil ist: Microsoft betreibt nicht nur Exchange Online, sondern auch SharePoint Online, MS Teams und so viel mehr für mich. Patch-Management, Storage-Erweiterung, Datenbankreparaturen, kumulative Updates – all das verschwindet aus meinem Arbeitsalltag. Was bleibt, ist Konfiguration und Governance. Also das, was wirklich Wirkung hat.

Unser iX-Workshop zeigt die technischen und organisatorischen Voraussetzungen, um Microsoft 365 im Unternehmen einzuführen. Dazu lernen IT-Administratoren und -Sicherheitsverantwortliche praxisnah, wie sie M365 konfigurieren, um Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance entsprechen.
Hinzu kommt die Sicherheit: Microsoft hat 20 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre für Cybersecurity zugesagt, und die Secure Future Initiative bündelt seit 2023 die Governance bis hinauf ins CEO-Office. Defender XDR, Entra Conditional Access, Purview, Sentinel – ein Stack, den selbst gut aufgestellte Mittelständler in Eigenregie nie stemmen könnten.
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Geteilte Verantwortung
Doch Cloud heißt nicht automatisch „sicher“. Das Shared-Responsibility-Modell verlangt, dass Identitäten, Geräte und Daten weiterhin vom Kunden geschützt werden. Conditional Access, erzwungene MFA, Privileged Identity Management: Das ist Pflichtprogramm, nicht Beigabe. Microsoft liefert den Stack. Scharf schalten muss ihn der Administrator.
Warum also ausgerechnet Microsoft – und nicht Google Workspace oder ein Hybrid-Modell? Ehrlich gesagt: Für manche Konstellationen sind genau diese die bessere Wahl. Google Workspace spielt im reinen Web-Betrieb und in Echtzeit-Kollaborationen seine Stärken aus und lässt sich schlank administrieren. Europäische Anbieter und souveräne Clouds liegen dort vorn, wo Datenresidenz und Unabhängigkeit vom US-Recht das oberste Kriterium sind. Und ein Hybrid-Betrieb bleibt sinnvoll, solange einzelne Workloads oder Compliance-Vorgaben den Betrieb auf eigener Hardware verlangen.
Plattformtiefe entscheidet
Microsoft ist also nicht alternativlos. Aber in den meisten Fällen ist Microsoft 365 die erste Wahl – immer dann, wenn Plattformtiefe zählt: Identität, Collaboration, Security und Compliance greifen hier in einem einzigen Stack ineinander. Gerade für Mittelstand und gehobenes Enterprise ist das der pragmatischste Weg: weniger Schnittstellen, weniger Reibung, mehr Kontrolle.
Spielen auch Sie mit dem Gedanken, Microsoft 365 aus Ihrem Unternehmen zu verbannen? Einiges spricht dafür – und auch einiges dagegen. Die neue iX zeigt, was die Alternativen besser können und wo Microsoft 365 der Primus bleibt. Erhältlich ist das Juli-Heft ab sofort im heise shop.
(sfe)
Künstliche Intelligenz
Nach Auf und Ab der SpaceX-Aktie: OpenAI könnte Börsengang verschieben
Angesichts der durchwachsenen Performance der Aktien von SpaceX mehren sich bei OpenAI die Stimmen, die dafür plädieren, den eigenen Börsengang auf das kommende Jahr zu verschieben. Das berichtet zumindest die New York Times und beruft sich dabei auf drei ungenannte Personen, die an den Überlegungen bei dem ChatGPT-Unternehmen beteiligt sind. Die sich andeutende Kehrtwende mache „die ungewisse Zukunft der schnell aufstrebenden KI-Giganten deutlich“, schreibt die US-Zeitung weiter. Verantwortlich für die aufkommende Skepsis sind demnach aber auch die Aktienmärkte insgesamt, an denen es zuletzt wegen Unsicherheiten über die Aussichten der KI-Branche stärker auf- und abgegangen war.
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Sorge vor geringem Interesse
OpenAI hat die Unterlagen für den geplanten Börsengang erst Anfang des Monats eingereicht, wichtige Details dazu sind aber unter Verschluss geblieben. Auf einen Zeitplan hat sich das Unternehmen dabei öffentlich nicht festgelegt, angepeilt wurde aber offenbar ein Börsengang im dritten oder vierten Quartal. Ziel ist für Firmenchef Sam Altman eine Bewertung in Höhe von einer Billion US-Dollar; bei der jüngsten Finanzierungsrunde wurde OpenAI auf 730 Milliarden US-Dollar taxiert, berichtet die New York Times. Intern hat es dem Bericht zufolge jetzt Warnungen gegeben, dass Anteile an OpenAI bei Privatanlegerinnen und Privatanlegern auf ein zu geringes Interesse stoßen könnten.
Als Begründung für die Skepsis verweisen die anonymen Quellen der New York Times auf die Berg- und Talfahrt der SpaceX-Aktien. In den zwei Wochen seit Handelsbeginn sind die anfangs rasch von 161 US-Dollar auf 225 US-Dollar gestiegen und seitdem auf 153 US-Dollar gefallen. Das sind enorme Unterschiede, die dafür gesorgt haben, dass der Marktwert von SpaceX vorübergehend den von TSMC, Amazon und Microsoft überholt hat, inzwischen liegen die wieder vorn. Hinzu kommen Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der KI-Branche, die den Nasdaq zuletzt deutlich ins Minus gedrückt haben. Sollte OpenAI den Börsengang tatsächlich verschieben, dürfte das die Skepsis jedenfalls nicht vertreiben.
(mho)
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