Künstliche Intelligenz
Fotojahr 2025: Wie sich die Fotografie weiterentwickelt – ohne radikalen Umbruch
Das Jahr 2025 war keines der großen Umbrüche. Es war ein Jahr der feinen Justierungen. Kameras wurden besser, schneller und vielseitiger. Oft geschah dies ohne großes Tamtam, doch der spürbare Mehrwert im Alltag war deutlich. Die Hersteller pflegten ihre Bestseller, KI hielt flächendeckend Einzug in den Autofokus und die Videofunktionen wurden ausgereifter.
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Gleichzeitig feierte die Kompaktkamera ein überraschendes Comeback – von der Edelkompaktkamera bis zum Luxusmodell. Hinzu kamen mutige Kamerakonzepte, extreme Objektive, hitzige Leica-Debatten sowie wichtige Fragen rund um Software, Authentizität und Preise. Und es gab Abschiede von großen Fotografen, die die Bildsprache ganzer Generationen geprägt haben.
Ein Rückblick auf ein Fotojahr, das weniger laut war, aber viel erzählt hat – über Technik, Haltung und die Zukunft der Fotografie.
Künstliche Intelligenz
Meta Quest wagt Neuanfang mit „Horizon OS 2“
Meta hat Horizon OS 2 angekündigt und eine Betaversion von Horizon OS 2.1 wird seit Kurzem für Teilnehmer von Metas Testkanal verfügbar gemacht.
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Im Zentrum von Horizon OS 2 steht die verbesserte Bedienoberfläche „Navigator“, schreibt Meta. Diese wird allerdings schon seit Mai 2025 mit Nutzern getestet, und es ist unklar, wann sie offiziell erscheint. Das Interface ist vom Homescreen der Apple Vision Pro inspiriert, rückt Apps anstelle des Metaverse in den Vordergrund und soll die UI-Navigation übersichtlicher gestalten.
Metas Metaverse-Plattform Horizon Worlds steht künftig nicht mehr im Mittelpunkt: Das entsprechende Icon werde aus der Systemleiste entfernt und der Horizon Feed „schrittweise“ entfernt, heißt es. Die Startseite diente lange Zeit dazu, Nutzern Inhalte aus Horizon Worlds zu empfehlen und verzögerte den Systemstart. Künftig startet Meta Quest direkt in den Navigator. Ferner gibt es eine Reihe weiterer Verbesserungen. Eine vollständige Übersicht folgt, sobald das neue System-Update die Testphase verlässt und offiziell erscheint.
Mit Horizon OS 2 kommt auch eine neue Versionierung: System-Updates sollen künftig Bezeichnungen wie OS 2.1 und 2.2 tragen, wodurch sich große Updates von inkrementellen Verbesserungen unterscheiden lassen, anders als bei der bisherigen durchgehenden Nummerierung. Die aktuelle System-Version hat die Nummer 85.
Horizon OS 2 leitet Kurswechsel bei Meta ein
Der Versionssprung auf Horizon OS 2 lässt sich als Versuch lesen, einen neuen Weg für die Plattform einzuschlagen: Die Metaverse-Bemühungen um Horizon Worlds werden auf der VR-Brille zurückgefahren und auf mobile Ökosysteme verlagert.
Horizon Worlds hätte die zentrale soziale Plattform für Virtual Reality werden sollen: ein Ort, an dem sich Millionen Menschen per VR-Brille treffen, gemeinsam spielen, virtuelle Events besuchen oder nutzergenerierte Welten erkunden. Meta schwebte ein Metaverse nach dem Vorbild von Roblox, Fortnite oder Minecraft vor, aber in Virtual Reality. Mit der Idee eines Metaversums verband der Konzern die Aussicht auf eine von Apple und Google unabhängige Computerplattform, eine virtuelle Ökonomie sowie perspektivisch nahezu unbegrenzte Werbeflächen.
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Dass diese Vision vorläufig gescheitert ist, hat vor allem zwei Gründe: Zum einen war die Zahl der VR-Nutzer zu gering, um wirklich Relevanz zu entwickeln, zum anderen zeigte sich, dass viele der bestehenden VR-Nutzer gar kein Interesse an Horizon Worlds hatten. Meta ließ sich davon nicht beirren und verankerte Horizon Worlds so tief im Betriebssystem, dass ein Ausweichen kaum noch möglich war: Sowohl in VR als auch in der Begleit-App auf dem Smartphone wurden Nutzer regelmäßig dazu angehalten, Horizon Worlds zu nutzen.
Durch diese Strategie trat Meta als Plattformbetreiber zunehmend in Wettbewerb mit unabhängigen Entwicklern und verprellte alteingesessene VR-Nutzer. Auch das Betriebssystem litt unter dem Ballast, den die Integration von Horizon Worlds auf Systemebene mit sich brachte. Horizon OS 2 dürfte in diesem Kontext eine Kurskorrektur signalisieren.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Chrome ausreizen: Datenschutz verbessern, an Vorlieben anpassen
Die meisten Nutzer machen sich nur wenig Gedanken über ihren Webbrowser und nutzen einfach Google Chrome. Der ist schon seit Jahren unangefochtener Marktführer, gefolgt von Microsoft Edge und Safari von Apple. Nerds kennen natürlich die besseren Alternativen, sei es Firefox, Opera, Vivaldi oder Brave.
- Google Chrome ist der weltweit beliebteste Browser.
- Er ist sicher, schnell und angenehm minimalistisch.
- Allerdings sammelt er viele Daten und liefert sie an Google.
- Nutzer können den Browser datensparsamer einstellen und sich vor Tracking schützen.
- Viele neue Komfortfunktionen erleichtern die Web-Recherche und bändigen das Tab-Chaos.
Doch Menschen sind Gewohnheitstiere. Und Chrome ist technisch gesehen kein schlechter Browser: Er ist schnell, sicher und eher minimalistisch gestaltet. Nichts nervt, das Nötigste ist an Bord. Viele Tracking-Funktionen lassen sich zwar abschalten, doch die Grundeinstellungen sind weniger datensparsam, sondern bequem. Heißt aber auch, dass Google viel über die Chrome-Nutzer erfährt.
Nun hat Google in der Vergangenheit einige praktische Funktionen nachgerüstet, die das tägliche Surfen erleichtern. Dieser Ratgeber stellt sie vor und erklärt, wie Sie den Browser an persönliche Vorlieben anpassen und absichern. Außerdem soll es darum gehen, wie Sie sich besser vor Tracking schützen. Der Artikel fokussiert sich auf die Desktop-Version von Chrome, die es für Windows, macOS und Linux gibt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Chrome ausreizen: Datenschutz verbessern, an Vorlieben anpassen“.
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Künstliche Intelligenz
Google erbarmt sich: YouTube bekommt Vision-Pro-App
Überraschung am Donnerstag: Google hat seine allererste offizielle App für die Vision Pro publiziert – und es ist ausgerechnet YouTube. Die App war praktisch seit Einführung der Apple-Brille erhofft und erwartet worden, doch der Suchriese ließ sich viel Zeit. Ein unabhängiger und eigentlich sehr schöner Third-Party-Client namens Juno war von Google vertrieben worden; der Konzern ließ die App durch Apple entfernen, wie deren Entwickler bereits im Herbst 2024 mitteilte. Google hatte nach Ankündigung der Vision Pro im Sommer 2023 unterschiedliche Signale gesendet. Anfangs neigte das Unternehmen in Richtung „dagegen“, dann hieß es, man arbeite doch daran. Doch das brauchte augenscheinlich seine Zeit. Ob Google sich auch durch die neue Gemini-KI-Partnerschaft mit Apple überreden ließ, ist bislang nicht durchgesickert.
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Was der Client so alles kann
Zunächst: YouTube für visionOS ist eine native App. Man bekommt also nicht einfach die iPadOS-Version vorgesetzt, die Google bislang für die Vision Pro gesperrt hatte. Gleich zu Anfang bewirbt die Anwendung passend dazu auch Spatial-Videos bei dem Dienst, für die es ein eigenes Tab gibt. Wobei diese oftmals recht pixelig – weil eher für Quest & Co. gemacht – ausfallen, denn 8K-Aufnahmen findet man bei YouTube quasi nicht. Eventuell ändert sich dies durch die Vision-Pro-Anwendung nun aber.
Die Oberfläche ist einfach gestaltet und hält sich relativ weitgehend an visionOS-Standards. Man navigiert durch besagte Tabs, zu denen auch der Zugriff auf das eigene Profil gehört, bei Wiedergabe erscheint das Video im Großbild, das man auch entsprechend aufziehen kann. Bei Spatial-Videos schaltet YouTube in den Spatial Mode, ist also komplett immersiv. Den Bildausschnitt kann man per Zwickgeste anpassen. Der Player für 2D-Videos scheint hingegen keine Gesten zu unterstützen, für Pause, Scrubbing und Vor- und Zurückspulen um 15 Sekunden nutzt man die übliche Augensteuerung, was Google hätte besser machen können. Störend ist, dass sich die Größe der Untertitel nicht anpassen lässt. Darüber hinaus lassen sich über Kontextmenüs Tonspuren und Untertitelsprache sowie auch Auflösung anpassen. Über ein Kontextmenü kann man Videos auch in Wiedergabelisten schicken, nervige fehlende Menüs bei eingeblendeten Videovorschlägen während des Pausierens wie unter tvOS – die dortige App ist völlig anders gestaltet – gibt es nicht.
Meditatives YouTube-Schauen
Der Client wirkt insgesamt sehr zurückgenommen. So kann man sich bei 2D-Videos voll aufs Anschauen konzentrieren, was durchaus angenehm ist. Erst wenn man auf die Titelzeile eines laufenden Videos klickt, kommen weitere Infos wie Description, der Einblick in die Kommentare sowie Videovorschläge. Letztere füllen auch nicht den Bildschirm, wenn man ein Video anhält oder es fertig abgespielt wurde. Eine Autoplay-Funktion für die automatische Wiedergabe des nächsten Clips existiert aber.
Im Spatial Mode verteilt YouTube die Kommentare und die Beschreibung sowie weitere Videovorschläge in separaten Schwebefenstern, genauso wie die Wiedergabesteuerung. Environments, also 3D-Umgebungen, hat Google nicht extra angefertigt, stattdessen sieht man jene, die man für die Vision-Pro-Oberfläche ausgewählt hat. Alles in allem können sich Vision-Pro-Besitzer freuen: Im ersten Kurztest wirkte die YouTube-App stabil. Was nun noch fehlt, um Käufer des 3700-Euro-Headsets (Einstiegspreis) glücklich zu machen, wäre eine offizielle Netflix-App. Diese wird nach wie vor nicht angeboten, stattdessen muss man per Browser oder über Web-App-Werkzeuge gucken.
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(bsc)
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