Künstliche Intelligenz
Für fast eine halbe Milliarde US-Dollar: Teradata lässt Klage gegen SAP fallen
SAP hat einen jahrelangen Rechtsstreit mit dem Datenbank- und Analytics-Spezialisten Teradata aus den USA außergerichtlich beilegen können. Wie aus einer Mitteilung Teradatas an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, haben sich die Unternehmen auf einen Vergleich geeinigt, für den SAP 480 Millionen US-Dollar zahlt. Nach Abzug aller Gebühren und Aufwendungen für die seit 2018 währende Auseinandersetzung sollen davon vor Steuern zwischen 355 Millionen und 362 Millionen US-Dollar übrig bleiben, schätzt Teradata.
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Der nun beigelegte Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen geht ursprünglich auf eine Teradata-Klage aus dem Juni 2018 zurück, auf die weitere beiderseitige Klagen folgten. Teradata warf SAP vor, über Jahrzehnte geistiges Eigentum gestohlen und seine Marktmacht ausgenutzt zu haben. Den Anschuldigungen zufolge habe der deutsche Softwarekonzern ein 2006 gemeinsam gegründetes Joint-Venture dazu genutzt, Zugriff auf das geistige Eigentum von Teradata zu erhalten. SAPs Bündelung der HANA-Datenbank mit dem ERP-System S/4HANA sei zudem eine Benachteiligung anderer Anbieter und verstoße damit gegen US-Wettbewerbsrecht.
SAP hatte laut Gerichtsdokumenten 2019 mit einer Patentklage in den USA zurückgeschlagen. Teradata legte darauf 2020 mit einer zweiten Klage in den USA nach und SAP 2021 mit weiteren Patentverletzungsvorwürfen. Der Streit lief durch verschiedenen Instanzen, zuletzt scheitertete SAP am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten mit dem Antrag, Teradatas Klage wegen Verstoß gegen das US-Kartellrecht abzuweisen. Ein erneutes Gerichtsverfahren in der Sache war für April 2026 angesetzt.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Bericht: OpenAI arbeitet an einer Alternative zu GitHub
OpenAI arbeitet an einer GitHub-Alternative, berichtet The Information unter Berufung auf einen Insider. Nach mehreren Ausfällen des Portals von Microsoft hätten Entwicklerinnen und Entwickler von OpenAI die Arbeit an einem hauseigenen Code-Repository als Alternative begonnen.
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Das Projekt befindet sich demnach noch in einem frühen Stadium der Entwicklung und wird innerhalb der nächsten Monate nicht erscheinen. Auch die Option, die Plattform nach vollendeter Entwicklung zu verkaufen, werde diskutiert, so The Information weiter. Als Alternative stünde zudem im Raum, das Tool ausschließlich intern zu nutzen. OpenAI hätte sich nicht dazu geäußert.
OpenAI ist nicht die einzige Firma
The Information erinnert noch daran, dass auch andere Tech-Unternehmen intern bereits eigene Code-Repositories verwenden. Darin können Entwicklerinnen und Entwickler Codes ablegen und gemeinsam bearbeiten. Bekannte Beispiele seien etwa Metas Sapling und Googles Piper.
Konkurrenz an vielen Stellen
Auch in anderen Bereichen baut OpenAI Druck auf die Konkurrenz auf. Erst im vergangenen Jahr hat die Firma ihren KI-Chatbot ChatGPT um ChatGPT mit einem Instant-Checkout-Feature ausgestattet sowie das Agentic Commerce entwickelt. Nutzerinnen und Nutzer können damit direkt in ChatGPT Produkte finden und kaufen.
Mit ChatGPT Translate, einem KI-basierten Übersetzungsdienst für mehr als 50 verschiedene Sprachen sowie dem Chrome-Konkurrenten Atlas hat OpenAI in der Vergangenheit obendrein verschiedenen Google-Angeboten Konkurrenz gemacht.
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(mho)
Künstliche Intelligenz
Hyperschallflugzeug von Hermeus absolviert Erstflug im Unterschallbereich
Das US-Luft- und Raumfahrt-Start-up Hermeus hat den Prototyp seines unbemannten Hyperschallflugzeuges Quarterhose Mk 2.1 erstmals in einem Erstflug getestet – zunächst nur im Unterschallflug. Das teilte Hermeus am Dienstag mit. Im Gegensatz zum Vorgängerprototyp Mk 1, der bereits Anfang Juni 2025 seinen Erstflug absolviert hatte, ist die neue Version deutlich größer und schwerer.
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Hermeus hat den Mk-2.1-Prototypen knapp dreimal größer und etwa viermal so schwer wie die Mk 1 konstruiert. Damit liegt das unbemannte Hyperschallflugzeug in der Größenordnung einer Lockheed Martin F-16 . Ausgestattet ist Quarterhose mit einem F100-PW-229-Triebwerk des Herstellers Pratt & Whitney, das für das Flugzeug speziell modifiziert wurde. Ein ähnliches Triebwerk kommt auch in einer F-16 Fighting Falcon zum Einsatz.
Die Quarterhose Mk 2.1 hob am 02. März 2026 vom Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico zu einem Erstflug ab. Das Flugzeug wurde dabei von einer Bodencrew ferngesteuert. Der Flug erfolgte durchgehend in Unterschallgeschwindigkeit.
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Das Video zeigt Eindrücke vom Erstflug.
Die Ingenieure evaluierten zunächst die kritischen Systeme des unbemannten Hyperschallflugzeugs. Darunter fallen etwa die Antriebskomponenten, die Flugsteuerung und die Aerodynamik. Hinzu kommen Tests zur strukturellen Belastung und der Steuerung des Luftstroms, um später einen sicheren Übergang vom Unterschall- zum Transschall- hin zum Überschallflug sicher zu erreichen. Erst wenn diese Tests positiv ausgefallen sind, wird schrittweise die Leistung des Flugzeugs erhöht, um so auch das Flugverhalten bei höheren Geschwindigkeiten feststellen zu können.
Iterationen bis zum Hyperschallflug
Hermeus geht bei der Entwicklung seines Hyperschallflugzeuges so vor, dass mehrere Prototypen entwickelt werden, um an ihnen jeweils spezifische Eigenschaften zu testen, anstatt langwierig an einem Prototypen bis zur endgültigen Flugzeugversion zu entwickeln. Frühe Versionen werden zur Durchführung von Bodentests, etwa zur Validierung des Rollverhaltens, verwendet, spätere Prototypen sollen dagegen die Flugfähigkeit bis hin zum Überschallflug validieren. Diese Vorgehensweise ermögliche es, schneller Flugzeuge für Flüge im Hyperschallbereich zu entwickeln.
Die Quarterhose Mk 2.1 ist bereits dafür ausgelegt, sämtliche Grundsysteme in einem höheren Geschwindigkeitsbereich testen zu können. Schrittweise Erweiterungen sollen sie dann in die nächste Version Mk 2.2 überführen. Vermutlich wird dann auch das variable Lufteinlasssystem zur Aufrechterhaltung eines stabilen Luftstroms bei ansteigenden Geschwindigkeiten in dem Deltaflügler mit variablen Flügeln zum Einsatz kommen. Erst mit dieser Version werde dann auch ein Überschallflugversuch durchgeführt.
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Geplant ist, das Triebwerk später durch einen Chimera-Antrieb zu ersetzen, der ein Staustrahltriebwerk mit einem herkömmlichen Turbofan verbindet. Mit dieser TBCC-Technik (Turbine Based Combined Cycle) sei es dann möglich, Geschwindigkeiten bis zu etwa Mach 4 zu erreichen. Dieser Schritt ist jedoch erst für die Folgeversion Quarterhose Mk 3 geplant.
Hermeus ist gedanklich allerdings noch einen Schritt weiter: Mit Darkhose arbeitet das Luft- und Raumfahrt-Start-up bereits an der Entwicklung einer wiederverwendbaren Hyperschallplattform für die Luftfahrt, die für militärische Missionen eingesetzt werden kann.
(olb)
Künstliche Intelligenz
IT-Sicherheitstag Mainz: Risiken in digitalen Lieferketten im Blick
Unternehmen sind heute stärker denn je in digitale Lieferketten eingebunden. Software, Cloud-Dienste, externe Dienstleister oder Logistikpartner greifen ineinander und eröffnen damit auch neue Angriffsflächen. Genau hier setzt der IT-Sicherheitstag Mainz am 6. Mai an. Die Konferenz wird gemeinsam von heise und der Hochschule Mainz ausgerichtet und widmet sich in diesem Jahr dem Leitthema „Supply Chain Security – Sicherheit in vernetzten Wertschöpfungsketten“.
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Angriffe auf Lieferketten gehören seit einigen Jahren zu den besonders kritischen Bedrohungsszenarien in der IT-Sicherheit. Kompromittierte Software-Updates, manipulierte Komponenten oder unzureichend gesicherte Dienstleister können weitreichende Auswirkungen haben – oft über viele Organisationen hinweg. Entsprechend rücken auch regulatorische Anforderungen und neue Sicherheitsstrategien stärker in den Fokus.
Der IT-Sicherheitstag Mainz greift diese Entwicklungen auf und bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Expertinnen und Experten diskutieren, wie Unternehmen Risiken entlang der Lieferkette besser erkennen, bewerten und kontrollieren können. Das detaillierte Programm der eintägigen Konferenz wird derzeit vorbereitet und soll in Kürze veröffentlicht werden.
Blind-Bird-Ticket ab sofort hier verfügbar.
Tickets für den IT-Sicherheitstag sind bereits erhältlich. Aktuell gibt es ein vergünstigtes Blind-Bird-Ticket für 180 Euro (inkl. 19 % MwSt.), der reguläre Preis beträgt 279 Euro. Eine Tagesverpflegung ist im Ticketpreis enthalten.
Die Veranstaltung findet am 6. Mai 2026 auf dem Campus der Hochschule Mainz statt und bietet neben dem Fachprogramm Gelegenheit zum Austausch mit Referierenden, Partnern und anderen IT-Sicherheitsverantwortlichen.
(kaku)
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