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Künstliche Intelligenz

Funktion übernommen: Camo-Entwickler verklagt Apple wegen „Sherlocking“


Das britische Unternehmen Reincubate, Hersteller der bekannten Webcam-App Camo, mit der man unter anderem iPhones als Kamera für den Mac verwenden kann, hat Klage gegen Apple eingereicht. Der Grund: Reincubate sieht sich durch die Apple-Funktion Integrationskamera (englischer Begriff: Continuity Camera) übertölpelt – über das sogenannte Sherlocking, bei dem Apple Funktionen von Softwareherstellern in sein System übernimmt. Das beim United States District Court für die District of New Jersey eingereichte Verfahren, über das unter anderem der Softwarepatentexperte Florian Mueller berichtet, dreht sich um zwei Punkte: Erstens sieht Reincubate eine Patentverletzung durch Apple, zweitens eine Verletzung des Wettbewerbsrechts.

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Reincubate bestätigte die Klage in einem Blogeintrag. Genaue Details zu den Hintergründen, die eine „erstaunliche Geschichte“ darstellten, so Reincubate-CEO Aidan Fitzpatrick, wollte das Unternehmen allerdings nicht geben. Erwähnt werden allerdings dennoch einige Seitenhiebe gegen den Konzern. So ist zu lesen, wie Fitzpatrick 2022 an der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC teilnahm, nur um dort die Features von Camo im Rahmen der Integrationskamera zu sehen. Gezeigt worden sei die Funktion von einem Team, das ihm selbst per Privatnachricht mitgeteilt habe, dass sie „Camo jeden Tag auf der Arbeit“ nutzten.

Es sei faszinierend gewesen, Apples „Playbook“ nach der Vorstellung der Funktion zuzusehen. Er habe unter anderem Botschaften aus Apples oberem Management erhalten und man habe ihm gesagt, man nehme die Sache ernst und werde sie adressieren. Allerdings habe sich Apple nie auf etwas Schriftliches festgelegt. Apple habe ihm auch mitgeteilt, dass der Konzern nicht vorhabe, Reincubate zu kaufen – dies habe er aber auch nie angeboten. Die Sache soll mehrere Jahre gedauert haben, ohne dass sich etwas tat. Reincubate entschied sich schließlich zu klagen.

Reincubate ist laut Liste der Sunday Times eines der 100 am schnellsten wachsenden Unternehmen in Großbritannien. Die Firma wirft Apple in der Klage unter anderem eine unrechtmäßige Ausnutzung einer Monopolstellung vor und fordert mehr Interoperabilität. Das Unternehmen beschuldigt Apple direkt, zwei seiner US-Patente verletzt zu haben. In der Klage wird unter anderem demonstriert, wie Apple und Reincubate zunächst als Partner agierten.

Softwarepatentexperte Mueller glaubt, dass Apple das von Reincubate geführte Jury-Verfahren unbedingt vermeiden will. Er erwartet, dass Apple versuchen wird, den wettbewerbsrechtlichen Teil des Verfahrens als unzulässig aus der Klage zu werfen. Reincubates Patente könnten für Apple jedoch gefährlich werden. Reincubate fürchtet nun, dass Apple ihm seine iOS-Entwicklerlizenz streicht, die für Camo von großer Wichtigkeit ist. In einem Antrag heißt es deshalb, dass dies Apple untersagt werden solle. Stellungnahmen des Konzerns liegen bislang nicht vor.

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(bsc)



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Künstliche Intelligenz

Atommülltransport: Mögliche Castor-Route per Drohnenverbot verraten


Die Routen von Atommüll-Transporten in Castor-Behältern sind von Behörden eigentlich als „Verschlusssache“ eingestuft, also geheim. Die hoch umstrittenen Transporte per LKW oder Bahn gelten als Anschlagsziele oder als Anlass für Demonstrationen, welche die Aktionen in der Vergangenheit verzögerten und damit verteuerten.

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Wie zuerst der WDR berichtete, kam es dabei nun aber offenbar zu einer Panne. Auf der „Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt“ (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums war eine genau um Autobahnen in Nordrhein-Westfalen eingezeichnete Flugverbotszone für Drohnen zu sehen. Diese erstreckte sich von Jülich nach Ahaus, wo der nächste Castor-Transport nach jahrelangen Klagen stattfinden soll. Damit soll Brennelemente aus einem 1988 stillgelegten Versuchsreaktor zum Zwischenlager in Ahaus gebracht werden.

Eine aktualisierte Veröffentlichung ist bei Dipul.de noch immer zu sehen, wegen eines „polizeilichen Einsatzes bei Ahaus“ gilt sie vom 20. bis zum 27. März 2026. Die Grafiken und ein PDF zum Download zeigen zum Zeitpunkt dieser Meldung aber nur noch einen Kreis, nicht mehr die möglicherweise vorgesehenen Autobahnen, wie sie noch beim WDR zu sehen sind. Überraschend ist die rund 170 Kilometer lange Route indes nicht, wie auch der Sender schreibt: Es handelt sich um die kürzeste Verbindung über die Autobahnen von Süd nach Nord durch NRW.

Laut WDR waren die genauen Routen vom Abend des vergangenen Mittwochs bis zum Donnerstag noch öffentlich. Der Sender berichtet auch, dass eine Anfrage beim Verkehrsministerium nicht beantwortet, die erste Veröffentlichung aber gelöscht wurde. Damit bleibt unklar, wie es zu dem Fehler kommen konnte.

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(nie)



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Künstliche Intelligenz

Digitalminister Wildberger warnt vor dramatischen Jobverlusten durch KI


Deutschland muss sich nach Ansicht von Digitalminister Karsten Wildberger auf dramatische Jobverluste wegen des Vormarschs der Künstlichen Intelligenz einstellen. „Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende“, sagte Wildberger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen; an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten.“

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Durch KI entstünden aber auch neue Arbeitsplätze, dies gelte es zu nutzen, sagte der CDU-Politiker. „Die schlimmste aller Antworten wäre es, zu sagen: Wir lehnen KI ab. Aufhalten können wir das nämlich nicht. Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren.“

„Wenn wir in Deutschland die KI-Technologie führend anwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu deutlich überproportionalem Wachstum führt, sehr hoch“, sagte Wildberger. „Das wäre eine Grundvoraussetzung, um diesen Wandel überhaupt gestalten zu können.“ Es brauche deutlich höhere Steuereinnahmen, um mit dem Geld den Jobmarkt umbauen zu können. „Wenn die KI den Informatikern, Mathematikern und vielen anderen ihre Jobs wegnimmt, dann brauchen diese Menschen eine andere sinnvolle Betätigung.“

Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne Teil einer Lösung sein, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen, sagte der Minister. „Wir Menschen brauchen eine sinnstiftende Tätigkeit. Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden.“


(nen)



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Amazon will sich offenbar wieder an einem Smartphone versuchen


Amazon will sich offenbar wieder im Smartphone-Markt versuchen. Eine besonders einfache Nutzung der Amazon-Dienste soll das Gerät in die Lage versetzen, mit Apple, Samsung und Co zu konkurrieren. Es wäre nicht Amazons erster Versuch dieser Art: 2014 ging das Unternehmen bereits mit dem Amazon Fire Phone an den Start – und floppte gewaltig.

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Über die neuen Pläne berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach soll das Projekt unter dem Namen Transformer laufen. Wie sich das Gerät von anderen Smartphones abheben soll, darüber ist bisher wenig bekannt. Es soll sich unterwegs mit Amazons Home Assistant Alexa synchronisieren lassen können. Zudem soll die Nutzung von Amazon-Diensten wie Prime Video, Prime Music oder Partnerdiensten wie Grubhub, einem US-Lieferdienst für Essen, besonders einfach sein – zudem soll der Fokus auf KI-Funktionen liegen. Details zum Verkaufspreis, Ausstattung, Erscheinungstermin oder Amazons angesetztes Entwicklungsbudget sind nicht bekannt. Noch befinde sich das Gerät in der Entwicklung.

Exklusive Cloud- und KI-Funktionalitäten wären durchaus ein Weg für Amazon, sich von der Smartphone-Konkurrenz abzusetzen. Den Reuters-Quellen zufolge wird Amazon Alexa nach seiner KI-freundlichen Überarbeitung intern als große Zukunftshoffnung gesehen. Das geplante Smartphone sei nun ein weiterer Versuch, Kunden zu mehr KI-Nutzung zu bewegen.

Amazons Debüt am Smartphone-Markt liegt schon über eine Dekade zurück und verlief alles andere als rosig: Im Juli 2014 startete der Verkauf des Fire Phones in den USA, im September auch in Deutschland. Zu seinen besonderen Funktonen gehörten unter anderem ein 3D-Display. Doch das Fire Phone hatte mit geringen Verkaufszahlen, unzufriedenen Kunden und schlechten Kritiken zu kämpfen. Schon ein Jahr später endete der Verkauf in den USA, in Deutschland sogar früher. Amazon gestand damals auch selbst ein, dass das Produkt ein Flop war.

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(nen)



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