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Garmin Forerunner 570 im Test: Der neue Testsieger unter den Sportuhren


Die Garmin Forerunner 570 ist die günstigere, leicht abgespeckte Alternative zur Forerunner 970 – und bleibt damit eine Top-Wahl für Läufer und Triathleten.

Wer als Läufer oder Triathlet eine passende Sportuhr sucht, kommt an Garmins Forerunner-Serie kaum vorbei. Das aktuelle Topmodell Forerunner 970 ist allerdings hochpreisig. Deutlich günstiger, wenn auch mit leicht reduziertem Funktionsumfang, ist die Forerunner 570.

Wir haben die Sportuhr mit AMOLED-Display, GPS und umfangreichen Trainingsfunktionen getestet und zeigen, für welche Nutzergruppe die kleinere Schwester der Forerunner 970 eine empfehlenswerte Alternative ist.

Design und Bedienung

Optisch unterscheiden sich die Forerunner 970 und die Forerunner 570 auf den ersten Blick kaum. Beide Modelle wirken insgesamt etwas dezenter als Garmins Fenix-Serie, sind mit einer Gehäusedicke von 12,99 mm aber dennoch klar als Sportuhren erkennbar und keine unauffälligen Designer-Accessoires.

Anders als die Forerunner 970 bietet Garmin die Forerunner 570 jedoch in zwei Größen an: 42 mm und 47 mm. Entsprechend variiert die Display-Größe zwischen 1,2 und 1,4 Zoll. Das Gewicht liegt je nach Variante zwischen 42 g und 50 g, womit die Forerunner 570 grundsätzlich etwas leichter ist als die Forerunner 970 mit 53 g.

In puncto Verarbeitung steht die Forerunner 570 dem teureren Modell trotz des niedrigeren Preises in nichts nach. Garmin liefert die gewohnt hohe Qualität, auch wenn die Lünette hier nicht aus Titan, sondern aus Aluminium besteht. Beim Display zeigt sich der Sparkurs ebenfalls, statt Saphirglas kommt Gorilla Glass 3 zum Einsatz. Das erwies sich im Test jedoch als ausreichend robust. Stürze aus etwa anderthalb Metern Höhe auf Fliesenboden sowie Belastungen beim Training mit Kettlebells hinterließen weder Kratzer noch andere sichtbare Schäden.

Wie die Forerunner 970 ist auch die Forerunner 570 für ausgiebige Schwimmtrainings geeignet. Die Uhr ist bis 5 ATM wasserdicht und übersteht damit sowohl den Gang unter die Dusche als auch den Einsatz im Triathlon problemlos. Für tiefes Tauchen oder starken Wasserdruck durch direkte Strahleneinwirkung ist sie allerdings nicht ausgelegt.

Einrichtung und App

Wie von Garmin gewohnt koppeln wir die Forerunner 570 per Bluetooth mit der Garmin Connect App. Ein kurzes Tutorial macht mit der Bedienung der Uhr und den wichtigsten Funktionen vertraut, erfahrene Garmin-Nutzer finden sich jedoch auch ohne Einführung schnell zurecht. Ebenfalls typisch für Garmin ist, dass sich zusätzliche Funktionen wie Garmin Pay oder der Musikspeicher direkt bei der ersten Kopplung einrichten lassen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können, inklusive Erinnerungsfunktion.

Das etwas eigenwillige Design der Garmin Connect App erfordert zunächst etwas Eingewöhnung, vorrangig für Nutzer, die von anderen Smartwatch-Plattformen wechseln. Die App kombiniert ein Kachel-Prinzip mit scrollbaren Diagrammansichten. Die meisten Elemente der Startseite lassen sich individuell anpassen und neu anordnen, die Bedienung wirkt dabei jedoch stellenweise etwas umständlich, da sich gesuchte Funktionen nicht immer sofort finden lassen. Mit etwas Einarbeitungszeit gewöhnt man sich jedoch schnell an Struktur und Design. Ein klarer Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzlösungen ist die große Menge an erfassten und aufbereiteten Daten, die Garmin Connect bereitstellt.

Aktivität und Training

Schon das Trainings-Tracking zeigt, dass sich die Forerunner 570 – wie die Forerunner 970 – primär an Triathleten und Ausdauersportler richtet. Im Fokus stehen Trainingszustand und Trainingsbereitschaft, die auf Gesundheits- und Leistungsdaten basieren. „Running Dynamics“ analysiert unter anderem Schrittlänge, Schrittfrequenz und Bodenkontaktzeit. Ergänzend ermittelt „Running Power“ die Laufleistung unter Einbeziehung von Höhenmetern und Wind.

Zum Funktionsumfang zählen außerdem Herzfrequenzvariabilität, VO₂max, empfohlene Erholungszeiten und die bekannte Body Battery. Auch die Laufzeitprognosen für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon sind an Bord. Die Trainingsprofile decken zahlreiche Sportarten aus den Bereichen Ausdauer, Kraft, Winter-, Wasser- und Teamsport ab. Neben Klassikern wie Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Wandern gibt es auch Profile für Bogenschießen oder Discgolf. Auf dedizierte Profile für Functional Fitness oder Rucking verzichtet Garmin weiterhin.

Besonders stark ist die Forerunner 570 bei der Trainingsplanung. Über Garmin Connect lassen sich kostenlose Trainingspläne für Laufen, Radfahren, Triathlon und Krafttraining aktivieren. Diese werden direkt auf der Uhr angezeigt und passen sich automatisch an Leistungs- und Gesundheitsdaten an. Zusätzlich gibt die Uhr zu Beginn von Lauf- oder Radeinheiten tagesaktuelle Trainingsempfehlungen. Sowohl die Pläne als auch die dynamischen Hinweise erwiesen sich im Test als praxisnah und hilfreich.

Wie die Forerunner 970 bietet auch die Forerunner 570 umfangreiche Navigationsfunktionen mit Unterstützung für GPS, Glonass, Galileo, QZSS, Beidou und Navic. Routen lassen sich über Garmin Connect oder Drittanbieter wie Komoot importieren. Über die Connect-IQ-App zeigt die Uhr zudem Google-Maps-Abbiegehinweise an – allerdings nur in Verbindung mit Android-Smartphones.

Bei der Ortungsgenauigkeit liefert die Forerunner 570 die von Garmin gewohnte Qualität. Auch bei bewölktem Himmel oder im Wald ermittelt sie die Position zuverlässig. Nennenswerte Abweichungen von der tatsächlichen Route traten im Test nicht auf.

Schlaf und Gesundheit

Guter Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung, um ausgeruht ins Training zu starten. Entsprechend hat Garmin die Forerunner 570 mit einer Reihe von Funktionen zur Schlafaufzeichnung ausgestattet. Neben Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen und der nächtlichen Atmung erfasst die Smartwatch auch die Herzfrequenzvariabilität sowie die Hauttemperatur während der Nacht. Zudem weist sie auf Veränderungen der Atmung hin, etwa mögliche Atemaussetzer, die auf eine Schlafapnoe hindeuten könnten, und zeichnet tagsüber automatisch Nickerchen auf. Der sogenannte Sleepscore bewertet die Schlafqualität auf einer Skala von bis zu 100 Punkten.

Zur Unterstützung einer besseren Schlafhygiene steht auch bei der Forerunner 570 der Schlafcoach von Garmin zur Verfügung. Dieser liefert sowohl in der Connect-App als auch direkt auf der Uhr Hinweise zur Schlafoptimierung. Zusätzlich empfiehlt der Schlafcoach auf Basis des bisherigen Schlafs und der aktuellen Trainingsbelastung eine passende Schlafdauer für die folgende Nacht. Im Test funktionierten sowohl das Schlaftracking als auch der Schlafcoach zuverlässig und entsprachen weitgehend unserem subjektiven Empfinden.

Als weitere Gesundheitsfunktion bietet die Forerunner 570 ein separates Modul für Frauengesundheit. Neben der Zykluserfassung lässt sich hier auch eine bestehende Schwangerschaft begleiten. Die Uhr berechnet die Zyklusdauer anhand der eingetragenen Periodendaten und ermöglicht das Protokollieren verschiedener Symptome. Eine Funktion zur kontinuierlichen Aufzeichnung der Körpertemperatur fehlt allerdings. Für Schwangere stehen zusätzliche Eingabemöglichkeiten zur Verfügung, darunter das Festhalten von Blutzuckerwerten und Kindsbewegungen.

Weitere Funktionen

Bei den Zusatzfunktionen liegt die Forerunner 570 weitgehend auf dem Niveau der Forerunner 970. Auf ein integriertes EKG verzichtet Garmin beim kleineren Modell allerdings. Zur Ausstattung zählen ein interner Musikspeicher mit App-Unterstützung für Streamingdienste wie Spotify oder Deezer sowie Garmin Pay für kontaktloses Bezahlen.

Ein integriertes Mikrofon und ein Lautsprecher ermöglichen es, eingehende Anrufe direkt über die Smartwatch anzunehmen und Sprachassistenten zu nutzen. Ebenso unterstützt die Forerunner 570 Google Maps, sodass sich auch Navigationshinweise direkt auf der Uhr anzeigen lassen.

Akku

Das AMOLED-Display wirkt sich auch bei der Forerunner 570 spürbar auf die Akkulaufzeit aus. Ähnlich wie bei der Forerunner 970 fällt diese im Vergleich zu älteren Modellen geringer aus. Garmin gibt für den Smartwatch-Modus eine Laufzeit von bis zu elf Tagen an, was vier Tage unter dem Wert der Forerunner 970 liegt.

Im Test lässt sich diese Angabe weitgehend bestätigen: Bei drei rund anderthalbstündigen Trainingseinheiten pro Woche und aktivierten Benachrichtigungen musste die Forerunner 570 nach gut zehn Tagen wieder ans Ladekabel, das zum Lieferumfang gehört. Die Akkulaufzeit ist damit solide, stellt im Vergleich zu anderen Garmin-Modellen jedoch kein herausragendes Kaufargument dar.

Preis

Die Forerunner 570 kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung unabhängig von der Displaygröße rund 550 Euro. Zum Testzeitpunkt liegt der Straßenpreis bei etwa 475 Euro. Damit positioniert sich die Smartwatch im mittleren Preissegment der Garmin-Modelle und stellt eine vergleichsweise günstige Option für Sportler dar, die auf eine EKG-Funktion verzichten können und die im Vergleich zur Forerunner 970 etwas kürzere Akkulaufzeit akzeptieren. Preislich liegen die Varianten mit 42 und 47 mm gleich auf.

Fazit

Mit der Forerunner 570 richtet sich Garmin an sportlich ambitionierte Nutzer, die auf einzelne Extras der Forerunner 970 verzichten können. Dazu zählen etwa ein EKG oder die integrierte LED-Taschenlampe. Dafür fällt der Preis deutlich niedriger aus. Gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung liegt der Abstand bei rund 200 Euro, beim Straßenpreis in ähnlicher Größenordnung.

Auf den ersten Blick bietet die Forerunner 570 damit das attraktivere Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gilt umso mehr, da wir die Forerunner 970 im Test als vergleichsweise teuer eingestuft hatten. Eine zentrale Schwäche teilt sich das günstigere Modell allerdings mit dem größeren Schwestermodell: die durch das AMOLED-Display begrenzte Akkulaufzeit. Zwar hält die Uhr auch bei intensiver Nutzung länger als eine Woche durch. Für einige Nutzer lohnt sich dennoch der Blick auf andere Garmin-Modelle mit längerer Laufzeit.

Abseits davon überzeugt die Forerunner 570 als leistungsfähige Sportuhr. Sie bietet umfangreiche Trainingsfunktionen, eine zuverlässige Navigation und eine gelungene Integration von Alltags- und Smartwatch-Features. Für Sportler, die genau diesen Funktionsmix suchen, ist sie eine empfehlenswerte Option.



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Was Wi-Fi 7 kann | c’t uplink


Der Funkstandard Wi-Fi 7 ist inzwischen breit verfügbar – zumindest Notebooks und Smartphones ab dem mittleren Preissegment sprechen den schnelleren Standard, der auch unter dem Namen 802.11be bekannt ist. Und auch bei Routern und Access Points steigt die Verbreitung langsam aber sicher an.

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Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …

Doch warum genau ist Wi-Fi 7 eigentlich besser als der Vorgängerstandard 6E? Was bringt die Nutzung von 320 MHz breiten Kanälen? Was ist der Vorteil von MLMR? Und warum wird der 2,4-GHz-Band auf absehbare Zeit unersetzlich bleiben? Das und mehr besprechen wir in dieser Folge des c’t uplink.

Zu Gast im Studio: Ernst Ahlers, Andrijan Möcker
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer

► Unsere Artikel zu Wi-Fi 7 sind bei heise+ erschienen (€)

► sowie in c’t 25/2025 (€).

In unserem WhatsApp-Kanal sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.

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(jss)





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Neue Macs im Anflug: Apple lädt zur „Apple Experience“ nach Los Angeles


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Hinweise darauf, dass Apple noch in diesem Monat frische Macs vorstellen wird, verdichten sich. Nach ersten Spekulationen, dass der Konzern die Rechner zusammen mit dem neuen Creator-Studio-Abopaket präsentieren könnte, sowie schlechter Verfügbarkeiten der alten Modelle im Apple Online Store kommt nun eine dritte Information hinzu. Denn Apple hat zu einem speziellen Event geladen: YouTuber, TikToker und andere „Creators“ aus dem Influencer-Segment sollen vom 27. bis 29. Januar nach Los Angeles kommen. Worum es bei der Veranstaltung geht, die der Konzern schlicht als „Apple Experience“ tituliert, ist unklar. Auch deutsche Vlogger sind wohl unter den Eingeladenen. Ob klassische Medien dabei sein werden, blieb zunächst unklar.

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Interessant an der Veranstaltung ist die Länge: An den drei Tagen könnte Apple nicht nur sein Creator Studio und neue Hardware vorstellen, sondern auch Seminare und Kurse zum direkten Ausprobieren der Produkte abhalten. Neu ist dieser Ansatz, bei dem „Creators“ als Erstes gebrieft werden, nicht: Der Konzern agierte bereits im vorvergangenen Jahr bei seinen M4-Maschinen ähnlich. Damals gab es zusätzlich aber auch Keynote-Videos, die die Rechner vorstellten. Ob das dieses Mal so sein wird, bleibt unklar.

Mit dem Creator Studio vermarktet Apple seine macOS-Programme Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro sowie Tools wie Motion oder MainStage erstmals in einem Abo-Paket (12,90 Euro im Monat oder 129 Euro im Jahr), das um zusätzliche „Premium-Inhalte“ für iWork-Programme ergänzt wird. Es wäre ungewöhnlich, einem solchen Produkt ein dreitägiges Kreativen-Event zu gönnen – entsprechend wahrscheinlich ist neue Hardware.

Aktuell geht die Gerüchteküche von mindestens zwei neuen MacBook-Pro-Baureihen aus, die vorgestellt werden könnten. Nachdem nur das Midrange-Modell MacBook Pro M5 mit 14 Zoll im Herbst präsentiert wurde, stehen noch MacBook Pro M5 Pro und MacBook Pro M5 Max aus – jeweils mit 14 und 16 Zoll. Weitere Rechner mit M5-Chip könnten ebenfalls kommen, wobei diese – etwa MacBook Air M5 und Mac Mini M5 und M5 Pro – aktuell eher Richtung Jahresmitte erwartet werden. Schließlich steht Beobachtern zufolge auch noch ein neues Kompakt-MacBook mit iPhone-Chip aus, doch davon hat man seit längerem nichts mehr gehört.

Die neuen Macs sollen etwa lokale Sprachmodelle (noch) schneller ausführen können. Momentan gibt es nur die einfachen M5-Chips. Diese stecken neben dem erwähnten MacBook Pro M5 auch im iPad Pro M5 sowie der Vision Pro M5.

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(bsc)





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iPhone-Daten an Apple trotz Opt-Out: Richter verwirft Teile von Sammelklage


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Schon seit fast vier Jahren läuft der Versuch, Apple per Sammelklage dazu zu bewegen, weniger iPhone-Daten zu sammeln – oder zumindest eine Entschädigung an die Nutzer zu zahlen, falls dies nachweislich getan wurde. Doch nun hat der zuständige US-Richter zumindest Teile des Klage abgewiesen. Apple hatte stets mitgeteilt, dass die Annahme der Kläger „völlig falsch“ sei. Dem schloss sich der US District Court for the Northern District of California laut einem Bericht des Justizfachdienstes Bloomberg Law nun teilweise an.

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Bei der Klage geht es unter anderem um die Frage, ob Apple sich an Opt-In/Opt-Out-Regeln hält. Die deutsch-kanadischen Sicherheitsforscher der Gruppe Mysk hatten im Herbst 2022 herausgefunden, dass Apple Analysedaten aus seinem App Store auch dann zu erfassen scheint, wenn Nutzer diesem widersprochen hatten. Dazu gibt es in iOS (und Apples anderen Betriebssystemen) einen zentralen Schalter, der Analytics durch den Konzern aktivieren oder unterbinden soll.

Dass die App-Store-Anwendung auf Apples Server zugreifen muss, liegt schon in der Natur der Sache – diese liefern schließlich deren Inhalte. Allerdings gingen die Requests laut der Mysk-Analyse, die den Datenverkehr entschlüsselt hatte, in beide Richtungen. Es gab demnach Session-IDs, die mit einem Profil verknüpft seien. Es würden Geräteinformationen übertragen, darunter Spracheinstellungen der Tastatur und vorhandener Speicherplatz. Apple speichere zudem, welche App wann und wie lange betrachtet wurde. Ungewöhnliche Analytics-Daten sind das keineswegs, doch sie wurden offenbar eben auch dann erfasst, wenn das Tracking eigentlich abgedreht sein sollte.

Richter Edward J. Davila entschied laut Bloomberg Law nun am Dienstag, Teile der Sammelklage wegen einer möglichen Verletzung der Privatsphäre abzuweisen. Die Kläger hatten unter anderem Verstöße gegen das kalifornische Gesetz zum Schutz der Privatsphäre, die kalifornische Verfassung und das Gesetz des US-Bundesstaates gegen unlauteren Wettbewerb gestützt. Auch gegen ein Gesetz des US-Bundesstaates Pennsylvania, das elektronische Überwachungsmaßnahmen einschränkt, sollte Apple verstoßen haben.

„Es gibt ernsthafte Zweifel daran, ob die Kläger ihre abgewiesenen Ansprüche angesichts der in diesem Beschluss angesprochenen Mängel ausreichend geltend machen können“, so Davila. Gänzlich gegessen ist das Verfahren für Apple aber dennoch nicht. Er handele lieber übervorsichtig, so der Richter, und erlaube den Sammelklägern, ihre Klage „ein letztes Mal“ abzuändern und neu einzureichen. Die Sammelkläger repräsentieren allesamt Nutzer, die die Analytics-Funktion auf iPhone und iPad abgeschaltet hatten. Die Klage wirft Apple unter anderem vor, Nutzer in die Irre geführt zu haben, indem es ihnen vorgaukelte, dass durch die Deaktivierung verhindert wird, dass Apple Daten aus den eigenen Apps sammelt. Erwähnt werden neben dem App Store auch Apple Music, Apple TV, die Bücher-App und die Aktien-App.

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(bsc)



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