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»God is a Pickle« › PAGE online


Vergesst die Chefs, die in Designer-Kochschürze und mit japanischem Messer in der Hand das Fermentieren zelebrieren. Viel mitreißender ist es, mit diesem lebendigen und ostig-charmanten Kochbuch nach Tschechien zu reisen, wo das Einmachen eine ganz eigene Tradition hat.

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Eingelegte Gurken, gepickelter Kohl oder pinkes Sauerkraut werden schon seit Jahren so gehypt, dass sie sich – in schicken Gläsern und mit fantasievollen Namen – in ein Lifestyle-Produkt verwandelt haben.

Den real Deal allerdings gibt es in Tschechien, der Heimat der Food-Autorin Šárka Otevřel Camrdová, wo schon immer gepickelt wurde, sich aber zu beispiellos leidenschaftlichen Höhen während der vier Jahrzehnte unter einem kommunistischen Regime hinaufschwang.

Als Totalitarismus und eine Mangelwirtschaft herrschten und das Land von Importen aus dem Westen abgeschnitten war, wurde eingekocht, fermentiert und eingemacht, was das Zeug hielt. Das Handwerk wurde perfektioniert und zu einer Art Ersatzreligion, wie es von Camrdová heißt. Deswegen auch der herrliche Titel.

Šárka Otevřel Camrdová: God is a Pickle. Rezepte und Geschichten vom Einmachen und Weiterkochen – eine kulinarische Reise durch Tschechien: Tisch voller Einmachgläser vor blühender Sommerlandschaft

Schönstes Tschechien

Von dem allen erzählt Camrdová, die in Prag geboren wurde und heute in New York lebt und sich an die Sommer in den Wochenendhäuschen auf dem Land erinnert, an Speisekammern voller hausgemachter Marmeladen, Kompotte, eingelegter Pilze und Gewürzgurken. An das Schweineschlachten, zudem man wie zu einem Fest zusammenkam und an die Buchteln und Strudel, die Hefezöpfe und köstlichen Obstkuchen.

Begleitet wird das alles von der Fotografie von Marek Bartoš, Founder von Snacks & Friends und eng mit der Foodszene in Prag verbunden, und durch dessen Fotografien in »God is a Pickle« der Sommer weht, Gärten blühen und Schatten tanzen.

Sie führen ins Feld hinaus und in den Wald, auf Blumenwiesen und in Plattenbauen. Dazu leuchtet der Sanddorn und reich bestickte Tischdecken, schlummert ein Hund auf dem bunt gefliesten Boden oder schaut man unter einem Sonnenschirm mit Gänseblümchen hervor.

Šárka Otevřel Camrdová: God is a Pickle. Rezepte und Geschichten vom Einmachen und Weiterkochen – eine kulinarische Reise durch Tschechien: Tomaten und Gurken zum Wässern in Badewanne und Inhaltverzeichnis

Widerstandsgeist im Glas

Durch die Jahreszeiten hindurch und in diesen Szenerien werden die eingelegten, eingemachten und fermentierten Köstlichkeiten und alles, was man daraus zaubern kann präsentiert: süßsauer eingelegte Rote Bete, Zucchinikraut und Salzgurken, Fichtenspitzensirup und eingelegter Dill, Sülze, fermentierte Möhren oder die Sauerteigsuppe Żurek.

Aber auch süßsauer eingelegte Radieschen mit Koriander, eingemachte Erbsen mit Minze oder fermentierter Spargel mit rosa Pfeffer gehören dazu, Salzzitronen und Himbeeressig und auch der Birkensaft, der mit Sicherheit bald auch die westlichen Ökomärkte erobert.

Camrdová möchte in diesem verspielten und herrlich anderem Kochbuch zeigen, dass Tschechien noch anderes als gutes Bier zu bieten hat.

Und vor allem möchte sie den Widerstandsgeist ihrer Landleute feiern und deren Kraft, einen Mangel in eine Stärke zu verwandeln. Und in was für eine köstliche und nachhaltige, die den Sommer in Einmachgläser packt und sich in den Kellern und Speisekammern aufreiht!

Šárka Otevřel Camrdová: God is a Pickle. Rezepte und Geschichten vom Einmachen und Weiterkochen – eine kulinarische Reise durch Tschechien; 272 Seiten, Fotografien von Marek Bartoš, Herausgeber: gestalten, Deutsch, 40 Euro, ISBN: 978-3-96704-210-8

Kochbuchautorin Šárka Otevřel Camrdová und Fotograf Marek Bartoš vor orangefarbenem Küchenschrank in offenem Holzverschlag
Kochbuchautorin Šárka Otevřel Camrdová und Fotograf Marek Bartoš

Konservierungsofen vor rosafarben gemusterten Kacheln und mit eingekochenden Tomaten in der Flasche Einmachgläser mit Pfirsichen auf Marmortisch und silbernem Tablett Einmachgläser in Badezimmer mit üppigem Bohnenkraut daneben Cover des Buches: God is a Pickle. Rezepte und Geschichten vom Einmachen und Weiterkochen mit rosanem Kachelhintergrund und Gurkenglas davor

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Samuel L. Jackson checkt für Adidas in ein besonderes Hotel ein › PAGE online


Der King of Cool ist zurück. Nicht in einem neuen Tarantino-Film, sondern erneut für Adidas, wo der Superstar viele andere Superstars trifft und das aus Sport, Musik und Mode.

Samuel L. Jackson checkt für Adidas in ein besonderes Hotel ein › PAGE online

Zuletzt hatte Samuel L. Jackson mit einem Spot für Vattenfall Furore gemacht, in dem er Meeresalgen-Chips knabberte und sich für Windenergie starkmachte. Ein zusätzlicher Dreh: er hat selbst Meeresbiologie studiert.

Jetzt ist er erneut für Adidas unterwegs – und checkt in ein besonderes Hotel ein.

In das Hotel Superstar, dem Hot-Spot, in dem sich trifft, was gerade einen popkulturellen Rage und Namen hat: Model Kendall Jenner gehört ebenso dazu wie das spanische Fußballwunder Lamine Yamal, NBA-Superstar James Harden oder die Skateboard-Legende Tyshawn Jones.

Surrealer Twist

Barfuß schlendert Samuel L. Jackson durch den scheinbar endlosen Hotel-Gang und wundert sich in seinem coolen und unnachahmlichen Singsang über die Dinge, die dort vorgehen. Über die Decken, die sich wie von Geisterhand aufrollen, die Türen, die klappern, die berstenden Fenster und Adidas Sneaker, die ein Eigenleben führen.

Entwickelt hat den 1.33 Minüter die New Yorker Kreativagentur Johannes Leonardo, inszeniert hat ihn Thibaud Grevet von Division, der schon den vorherigen Adidas Superstar Spot drehte und selbst eine Art Superstar der Branche ist: mit Arbeiten für A$AP Rocky, Hermès, Nike und Chanel, Loewe oder Mercedes x Moncler.

Die neue Superstar-Kampagne wird in diesem Frühjahr weltweit gelauncht und von verschiedenen Markenaktivierungen begleitet.

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Florian Meissner › PAGE online


PAGE gefällt …: Illustrationen von Florian Meissner aus Leipzig, der in satten Farben und in visuellen Metaphern in Innenwelten abtaucht, Gefühle sichtbar macht, Zeit und Vergänglichkeit – und das für The New York Times, The Atlantic und viele mehr.

Florian Meissner › PAGE onlineBild: Flo Meissner

Name Florian Meissner

Location Leipzig

Web flomeissner.com

Start Ich habe Kommunikationsdesign in Konstanz studiert. Zwischen Ausbildung und Studium wurde ich in einem Zeichenkurs von einer Lehrerin ermutigt, Illustration zu verfolgen – das war der Moment, in dem es Klick gemacht hat. Im Studium habe ich mich dann voll darauf fokussiert und praktisch jeden Tag gezeichnet, auch abseits von Pflichtveranstaltungen. Die Auseinandersetzung mit anderen Disziplinen im Grafikdesign hat mir im Rückblick viel Klarheit für die Arbeit als Illustrator gebracht – gerade was Konzeption angeht. Nach dem Studium bin ich direkt in die Selbstständigkeit gesprungen– das mache ich
seit 2022.

Stil Ich würde meinen Stil als farbenfroh und surreal beschreiben, wobei mir die Idee hinter einem Bild genauso wichtig ist wie die Umsetzung. Ich arbeite viel mit visuellen Metaphern, um abstrakte Themen greifbar zu machen – Zeit, Vergänglichkeit, innere Zustände. Stilistisch bewege ich mich zwischen grafischer Klarheit und malerischen, atmosphärischen Momenten. In letzter Zeit experimentiere ich wieder verstärkt mit analogen Techniken, was auch meine digitale Arbeit präziser und detaillierter werden lässt. Neben statischen Illustrationen entstehen auch Frame-by-Frame-Animationen.

Lieblingsmotive Menschen, Natur, Uhren – und wie diese Elemente zusammenspielen. Mich interessieren innere Zustände und abstrakte Themen wie Zeit und Vergänglichkeit, die ich in meinen freien Arbeiten greifbar machen will.

Technik Digitale Zeichnung mit Procreate auf dem iPad. Für mich stand bisher immer die Idee im Vordergrund – das Digitale bietet die Schnelligkeit, Konzepte direkt umzusetzen, schnell zu iterieren und auf Kundenprojekte zu reagieren. Jetzt, wo ich stilistisch und konzeptionell gefestigter bin, merke ich aber auch, wie viel das Analoge als eigene Ebene kommunizieren kann – das ist gerade ein Prozess, in dem ich mich befinde. Animationen entstehen Frame-by-Frame in Procreate Dreams.

Inspiration Vieles– und oft unbewusst. Ich glaube, weil sich mein Stil und meine Themen über die Jahre gefestigt haben, sehe ich die Welt inzwischen durch eine bestimmte Linse, und dadurch können Alltagsmomente genauso Inspiration sein wie Ausstellungen oder Kunstbücher. Ich gehe viel in Galerien und Museen, höre klassische Musik, lese mich quer durch verschiedene Themen. Mich interessiert generell, wie die Welt funktioniert– Geschichte, Mythologie, wie Menschen über Jahrhunderte gedacht und geschaffen haben. Die Renaissance hat mich besonders geprägt, auch durch Zeit, die ich in Florenz verbracht habe.

Kunden The New York Times, The Atlantic, Noema Magazin, Bandcamp, WeTransfer, unter anderem …

Agent:in Nicht aktiv auf der Suche, aber definitiv interessiert.

Hier geht es zum »Behind the Cover«, da eine Arbeit von Florian Meissner auf der PAGE 01.2026 zu sehen ist, die am 11. März erscheint.

Ein schwarzes Pferd galoppiert über grünen Boden. Über ihm schwebt eine ovale Uhr, die wie ein Ballon an einer Schnur mit dem Tier verbunden ist.Bild: Flo Meissner Mehrere deformierte, schwebende Uhrenformen mit roten Zeigern türmen sich ineinander. Eine kleine weiße Figur steht am Boden und blickt auf das fragile Geflecht.Bild: Flo Meissner Rosa Hinterkopf mit einer großen Öffnung, durch die man eine weite Wasserlandschaft mit verstreuten grünen Inseln sieht. Eine kleine Figur steht im Inneren des Kopfes auf einer schmalen Fläche.Bild: Flo Meissner Minimalistische, blaue Illustration eines Vogels mit ausgebreiteten Flügeln vor hellem Hintergrund. Die reduzierte Linienführung vermittelt Ruhe und Weite.Bild: Flo Meissner

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Schriften finden mit KI › PAGE online


AI Search, ein neues, von Monotype entwickeltes Tool, hilft bei der Suche nach passenden Fonts.

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Der Künstler Max Trutt fand mit Hilfe von AI Search die Schrift FF Bokka.

Für ein Branding-Projekt, eine Buchgestaltung oder auch ein Plakat die richtige Schrift zu finden kann ganz schön mühsam sein. Nicht weil es zu wenige gibt, im Gegenteil: unter den zigtausenden zur Verfügung stehenden Fonts etwas Passendes auszusuchen macht zwar Spaß, kostet aber viel Zeit und oft auch Nerven.

Monotype hat schon vor einiger Zeit damit begonnen, KI für die Schriftauswahl einzusetzen. 2023 erschien der Font Pairing Generator, der passende Paarungen von Serifenschriften mit Serifenlosen erzeugt.

Das jetzt erschienene KI-gestützte Tool AI Search verfolgt einen anderen Ansatz, denn es arbeitet mit Prompts: Kreative können ihre gestalterischen Ideen in natürlicher Sprache formulieren – und erhalten darauf basierend Font-Empfehlungen.

Auf einem aufgeklappten Laptop sieht man einen Screenshot des Tools AI Search zur Schriftwahl.

Statt mit Filtern, Tags und Kategorien zu arbeiten, beschreiben Anwenderinnen und Anwender in Textform ihre visuellen Konzepte – zum Beispiel Stimmungen, Markenwerte, Einsatzbereiche oder gestalterische Vorstellungen. Auf Basis dieser sprachlichen Eingaben übersetzt die KI die Ideen in kuratierte Vorschläge aus der Monotype-Bibliothek und verkürzt so den Weg von der Vision zur konkreten typografischen Lösung.

Hier zeigt sich ein Wermutstropfen von AI Search. Logisch, dass das Tool ausschließlich Schriften der Monotype-Bibliothek – und ihrer rund 4500 Foundry-Partner berücksichtigt, aber außerhalb dieses Uiversums gibt es natürlich auch noch sehr viele andere tolle Fonts, die AI Search nicht in Betracht zieht.

»Die Suche nach der richtigen Schrift sollte sich nicht wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen anfühlen«, sagt Mike Matteo, Chief Typography Officer bei Monotype. »Mit AI Search haben wir ein System entwickelt, das versteht, wie Kreative denken – in Emotionen, Absichten und Bildern.«

Sinnvoll ist AI Search auf jeden Fall. Eine Untersuchung von Monotype ergab, dass 82 Prozent der Kreativen Typografie zu den drei wichtigsten Entscheidungsfaktoren zählen, während 85 Prozent die Wahl einer unverwechselbaren Schrift als entscheidend für die Markenidentität ansehen.

AI Search fungiert dabei als virtueller Typografieberater. Zu seinen Funktionen zählen KI-basierte, kuratierte Schriftempfehlungen aus der gesamten globalen Monotype-Bibliothek, sofortige Vorschauen zur schnellen Bewertung, verständliche Erklärungen zur Eignung einer Schrift sowie verfügbarkeitsgeprüfte Ergebnisse.

»Unsere Suche geht über Genres und Schlagworte hinaus«, erklärt Terrance Weinzierl, Executive Creative Director bei Monotype. »Designer können nach Stimmungen und Emotionen suchen und bleiben im kreativen Flow. Vage Ideen werden so zu präzisen Entscheidungen.«

Der in Wien lebende Künstler Max Trutt nutzte AI Search bereits für ein Buch, das Text und Acrylillustrationen verbindet. Er verzichtete auf starre, technische Filter und beschrieb stattdessen seine Ideen in eigenen Worten. So fand er mit FF Bokka eine Schrift, die Verspieltheit mit historischer Resonanz verbindet und sich schön mit seinen Bildern kombinieren ließ, sowie mit Brother 1816 eine klare, zurückhaltende Schrift für die reine Textseite des Buches. »Ich konnte mit AI Search meine künstlerische Intuition direkt in Sprache übersetzen und meiner Idee eine stimmige typografische Form geben«, sagt Trutt. Das Projekt mündete in eine 14-teilige Werkserie sowie in ein kommendes, limitiertes Künstlerbuch mit dem Titel »Look, No Humans (Animal’s March)«. Die digitale und typografische Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Peter Trudolubovs.

AI Search ist ab sofort auf MyFonts in den USA und Großbritannien sowie auf der Plattform Monotype Fonts verfügbar – in Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch. 

Um das Tool nutzen zu können braucht man das Monotype Fonts Abonnement. Mehr Infos zu AI Search gibt es hier.

Auf hellem Hintergrund sieht man ein abstraktes Bild des Künstlers Max Trutt. Die dazugehörige Textzeile »No humans animal's march« ist in der schrift FF Bokka gesetzt. Auf hellem Hintergrund sieht man ein abstraktes Bild des Künstlers Max Trutt. Die dazugehörige Textzeile »We are moving slow and fast« ist in der schrift FF Bokka gesetzt. Auf hellem Hintergrund steht ein Text des Künstlers Max Trutt in schwarzer Farbe und der Schrift Brother 1816

AI Search schlug für die reine Textseite des Buches mit Brother 1816 eine klare, zurückhaltende Schrift vor.



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