Apps & Mobile Entwicklung
Googlebook: Googles neue Notebook-Kategorie mit Android Tech Stack
Google erweitert das Feld der Chromebooks um eine neue Kategorie, die sie mit Android verschmelzen und Gemini Intelligence ins Zentrum rücken: Googlebooks. Entsprechende Notebooks sind zum Start von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo geplant. Google selbst steigt bei den Googlebooks nicht wieder mit eigenen Geräten ein.
Googlebooks nutzen den Android Tech Stack
Google verfolgt das Ziel, ChromeOS und Android technisch zu einer gemeinsamen Plattform zusammenzuführen. Dabei werden immer mehr Android-Komponenten in ChromeOS integriert – etwa App-Frameworks, KI-Funktionen, Fensterverwaltung und Systemdienste –, sodass Smartphones, Tablets und Laptops langfristig auf derselben Basis laufen können. Die neuen Googlebooks vollziehen in diesem Punkt eine weitere Annäherung und nutzen den „Android Tech Stack“, wie Google auf Nachfrage bestätigte.
Googlebooks are a new category of laptops built on the Android tech stack, bringing the best Google software, premium hardware and Gemini together.
Google
Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo bringen Googlebooks
Chromebooks gibt es seit mittlerweile über 15 Jahren, und von Anfang an mussten Notebook-Hersteller gewisse Zertifizierungshürden von Google meistern, um Notebooks mit ChromeOS dann auch als Chromebook vermarkten zu dürfen. Seit dem Herbst letzten Jahres gibt es mit den Chromebook Plus eine zusätzliche Kategorie für Premium-Chromebooks mit höheren Anforderungen. Was jetzt bei den Googlebooks ein Googlebook sein darf, schreibt Google ebenfalls vor.
Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo erfüllen diese Anforderungen und sind für die neue Kategorie die Launch-Partner, die „premium craftsmanship and materials“ versprechen. Noch sind die einzelnen Notebook-Modelle nicht im Detail vorgestellt worden, sie sollen Google zufolge aber „in allen Formen und Größen“ auf den Markt kommen.
Googlebooks bekommen wieder eine Glowbar
Erkennen können soll man Googlebooks stets ein einem verpflichtenden Merkmal: der Glowbar, die jedes Googlebook haben muss, um diesen Namen tragen zu dürfen. Die Glowbar hatte anno 2013 schon das Chromebook Pixel, spätere Pixelbooks dann aber nicht mehr. Ein Revival eigener Pixel-Googlebooks ist vorerst aber nicht geplant, wie Google auf Nachfrage erklärte. Das letzte Notebook von Google bleibt damit das Pixelbook Go.
We are working with partners like Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo. We don’t have anything to share at the moment on 1st party hardware.
Google
Gemini Intelligence im Zentrum der Plattform
Googlebooks nutzen neben der Glowbar zudem immer den Android-Tech-Stack. Im Zentrum der neuen Plattform steht dabei stets Gemini Intelligence, ein neuer Oberbegriff von Google für Smartphones und Notebooks, der die tiefe Integration des KI-Assistenten und verschiedener Dienste in das Betriebssystem signalisiert.
Der Cursor wird zum Magic Pointer
Auf einem Googlebook zeigt sich Gemini Intelligence bereits anhand des Cursors. Auf einem Googlebook heißt der Cursor „Magic Pointer“, da er mit kurzem Wackeln kontextbezogene KI-Funktionen zur Verfügung stellen kann. Das Wackeln über einem Datum einer E-Mail ermöglicht das Erstellen eines Termins. Bei zwei geöffneten Bildern kann der Magic Pointer diese mittels KI zu einer neuen Aufnahme verschmelzen.
Widgets mit Gemini-Prompt erstellen
Analog zur Einführung der Funktion für Android bieten auch Googlebooks fortan „Create your Widget“, um aus einem Gemini-Prompt ein eigenes Desktop-Widget erstellen zu können. Gemini soll für den Anwender auch das Internet sowie Apps wie Gmail und den Kalender durchsuchen können, um ein personalisiertes Dashboard zu erstellen. Gemini kann sich für den Nutzer auch um Flüge, Hotels, Restaurants und mehr kümmern.
Googlebooks haben Smartphone-Zugriff
Das Betriebssystem kann zudem Android-Apps ausführen, es erlaubt auch die Nutzung von Smartphone-Apps auf dem Notebook. Die direkte Verknüpfung von Googlebook und Android-Smartphone erlaubt die Bedienung über den Laptop. Mittels „Quick Access“ soll sich auch auf alle Dateien des Smartphones zugreifen lassen. Fraglich ist in diesem Punkt, ob Google ähnliche Hürden in der EU wie Apple bevorstehen, weshalb Apple die iPhone-Bedienung über den Mac derzeit nicht in Europa anbietet.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Google unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
Apps & Mobile Entwicklung
Google im Auto: Android Auto erhält immersive Navigation und Video-Support
Google nimmt sich zur Android Show im Vorfeld der I/O auch Android Auto und dem vollintegrierten „Google built-in“ an. Die letztes Jahr eingeführte Designsprache Material 3 Expressive hält jetzt auch bei Android Auto Einzug. Neu sind außerdem die immersive Navigation, Gemini Intelligence und Full-HD-Video-Unterstützung.
Material 3 Expressive für Android Auto
Nach der Einführung von Material 3 Expressive auf Smartphones und Smartwatches im letzten Jahr hält Googles aktuelle Designsprache auch Einzug auf Android Auto. Sie setzt auf kräftige Farben, flexible Formen, größere Typografie und fließende Animationen, um die Benutzeroberfläche persönlicher, lebendiger und intuitiver wirken zu lassen.
Android Auto unterstützt mehr Displayformate
Android Auto lässt sich mit dem Update zudem besser auf unterschiedlich geformten Bildschirmen nutzen. Neben rechteckigen Displays unterstützt die Projektion vom Smartphone fortan flexible Formate wie das runde Display im aktuellen Mini, den trapezförmigen Bildschirm des BMW iX3 oder die langgezogene Ultrabreitbild-Anzeige von Lucid, wie Google beispielhaft mit der Bebilderung hervorhebt. Anpassen lässt sich die Android-Auto-Benutzeroberfläche jetzt auch mit Widgets, wie sie seit iOS 26 auch von Apple in CarPlay geboten werden.
Immersive Navigation in Google Maps
Zur neuen Benutzeroberfläche explizit von Google Maps gehört die immersive Navigation, eine Routenführung mit 3D-Darstellung für Fahrstreifen, Gebäude, Überführungen und Gelände. Dabei werden kritische Informationen wie Spuren, Ampeln und Stoppschilder hervorgehoben, um die Navigation zu vereinfachen. Google erklärt die neue Navigation zum größten Update in Google Maps seit über einer Dekade.
Full-HD-Video mit 60 FPS und neue Musik-Apps
Steht das Auto hingegen, lassen sich via Android Auto jetzt auch Full-HD-Videos mit bis zu 60 FPS wiedergeben – zum Start unter anderem mit YouTube. Das Feature soll laut Google „später im Jahr“ zuerst bei BMW, Ford, Genesis, Hyundai, Kia, Mahindra, Mercedes-Benz, Renault, Škoda, Tata und Volvo angeboten werden. Sobald gefahren wird, wechselt Android Auto von der Video- zu einer reinen Audio-Wiedergabe.
Apropos Audio: Dolby Atmos via Android Auto kommt zuerst bei BMW, Genesis, Mahindra, Mercedes-Benz, Renault, Škoda, Tata und Volvo. YouTube Music und Spotify erhalten Updates der Benutzeroberfläche, um die Bedienung im Auto zu vereinfachen.
Gemini Intelligence kommt ins Auto
Darüber hinaus führt Google unter dem neuen Oberbegriff „Gemini Intelligence“ eine Reihe von KI-gestützten Gemini-Funktionen jetzt auch für Android Auto ein. Google hatte die Integration von Gemini in Android Auto bereits zur letztjährigen I/O in Aussicht gestellt. Erst jetzt sei Gemini aber „widely available in Android Auto“, wie Google erklärt. „Gemini Intelligence“ soll „später im Jahr“ Einzug halten, sofern auch das verbundene Android-Smartphone bereits „Gemini Intelligence“ unterstützt.
Bei Nachrichten kann Gemini mittels „Magic Cue“ den Kontext der Frage verstehen und eine Antwort auf Basis der Informationen der Textnachrichten, E-Mails oder Kalender des Nutzers formulieren. Das Problem? Magic Cue gibt es selbst auf dem Smartphone nach wie vor nicht in Deutschland. Gemini wird den Nutzer während der Fahrt künftig auch mit DoorDash-Bestellungen unterstützten können. In Deutschland ist DoorDash über die Anbieter Flink und Wolt präsent.
Upgrades für Fahrzeuge mit „Google built-in“
Upgrades erfährt neben Android Auto auch das native „Google built-in“, das native Android-Betriebssystem für Infotainmentsysteme (und mehr). Auch für diese Plattform sind die neuen Musik-Apps von YouTube und Spotify sowie der nahtlose Übergang von der Video- zur Audio-Wiedergabe geplant. Darüber hinaus sind erstmals Meeting-Apps wie Zoom vorgesehen.
In der nativen Umsetzung kann Gemini zusätzlich Fragen rund um das Auto beantworten, etwa zu Schaltern und Kontrollleuchten im Cockpit sowie zu physischen Eigenschaften des Fahrzeugs. Gemini könne dem Nutzer zum Beispiel beantworten, ob der neu erworbene Fernseher auch tatsächlich in den Kofferraum passt.
Die immersive Navigation erhält bei „Google built-in“ zudem eine Echtzeit-Spurführung per Zugriff auf die Frontkamera des Fahrzeugs. Das System kann darüber erkennen, auf welcher Spur sich das Auto tatsächlich befindet und die Routenführung entsprechend anpassen. Die Neuerungen sollen schrittweise über das Jahr eingeführt werden.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Google unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Gemini Intelligence: Google macht Android 17 zum Agenten-Betriebssystem
Google treibt mit Gemini Intelligence die Automatisierung voran und macht Android 17 damit zu einem Agenten-Betriebssystem, das teils eigenständig agieren und den Nutzer bei alltäglichen Aufgaben unterstützen kann. Gemini Intelligence kommt zuerst auf Pixel- und Samsung-Galaxy-Smartphones. Android 17 bietet aber noch mehr Neues.
Mit Slogans wie „AI is the new UI“ wird im aktuellen KI-Zeitalter von einigen der Big-Tech-Player darauf hingearbeitet, dass Anwender mehr mit einer Künstlichen Intelligenz interagieren, die dann die jeweiligen Aufgaben (automatisiert) ausführt, anstatt Apps selbst zu starten und innerhalb dieser in sich geschlossenen „Silos“ zu arbeiten.
Was ist ein Agent?
In diesem Zusammenhang ist bei KI auch von Agenten die Rede. Ein KI-Agent ist ein Programm mit künstlicher Intelligenz, das selbstständig Aufgaben ausführen kann. Anders als ein normaler Chatbot reagiert ein KI-Agent nicht nur auf einzelne Fragen, sondern kann Ziele verfolgen, Informationen sammeln, Entscheidungen treffen und Aktionen ausführen – zum Beispiel Termine planen, E-Mails beantworten oder Daten analysieren. Dabei nutzt er oft Sprachmodelle, Werkzeuge und Zugriff auf andere Programme, um Probleme möglichst eigenständig zu lösen. Er wird „Agent“ genannt, weil er ähnlich wie ein menschlicher Assistent eigenständig handelt: Er nimmt Informationen wahr, verfolgt ein Ziel und führt passende Aktionen aus, statt nur auf einzelne Befehle zu reagieren.
Gemini Intelligence kann Aufgaben übernehmen
Unter dem Oberbegriff „Gemini Intelligence“ führt Google neue KI-Funktionen ein, die im Verlauf des Sommer zuerst auf Endgeräten von Google selbst und Samsung Einzug halten sollen. Sie sollen aber generell auf Android-Endgeräten zur Verfügung stehen, also auch Smartwatches, Smart Glasses, im Auto und auf den neuen Googlebooks.
Gemini Intelligence soll in Android in erster Linie für einen gewissen Grad der Automatisierung sorgen, demnach als Agent eigenständig ausgewählte Aufgaben ausführen. In den USA und in Südkorea führt Gemini bereits seit Februar mehrstufige Anfragen automatisiert im Hintergrund aus. Die neue App-Automatisierung umfasst zum Beispiel das Buchen von Sportkursen in unterstützten Apps oder das Heraussuchen eines Lehrplans in Gmail und die dazu passende Online-Bestellung von Büchern. Gemini sei für die Logistik verantwortlich, während der Nutzer sich um andere Dinge kümmern kann, erklärt Google.
Gemini kann nach Opt-in den Bildschirm auslesen
Mehr Kontext soll Gemini über den Zugriff auf den Bildschirm oder den Upload eines Bildes erhalten. Eine Einkaufsliste aus der Notizen-App kann Gemini auslesen und daraufhin eigenständig den Warenkorb füllen und eine Bestellung ausführen. Eine interessante Reisebroschüre in der Hotellobby entdeckt? Die Lösung: Ein Foto für Gemini knipsen und nach einer passenden Tour für sechs Personen auf Expedia fragen. Der Agent kann daraufhin alle weiteren Schritte der Buchung selbst vornehmen, aber wartet im letzten Schritt noch auf eine manuelle Bestätigung durch den Anwender.
Gemini only acts on your command and stops the moment the task is complete. All
that’s left for you is the final confirmation.
Google
Android kann mehr Formulare ausfüllen
Das Betriebssystem soll Anwender auch beim Ausfüllen von Formularen besser unterstützen. Dafür wird „Autofill with Google“ mit Gemini und Personal Intelligence verknüpft – aber nur dann, wenn vom Nutzer per Opt-in bestätigt. Selbst komplexe Formulare mit sehr vielen Textfeldern soll das Betriebssystem dann eigenständig ausfüllen können. Die benötigten Informationen kann sich Gemini nach dem Opt-in selbst aus dem Datenbestand des Endgerätes zusammensuchen. Das funktioniert in unterschiedlichsten Apps, darunter auch der Browser, den Google mit Gemini ebenfalls intelligenter machen und zu einer agentischen App wandeln will.
Gboard versteht das Diktieren in natürlicher Sprache
Das Gboard, Googles Tastatur, erfährt mit „Rambler“ ein Upgrade, um aus natürlicher Sprache bessere Textnachrichten zu erstellen, die gewisse Füllwörter wie „ums“ und „ahs“ oder die im Englischen beliebten „likes“ beim Diktieren herausfiltern. Rambler ist Teil von Google Intelligence und soll dafür sorgen, dass Anwender beim Diktieren nicht mehr über jedes einzelne Wort nachdenken müssen, sondern vollständig natürliche Sprache mit geläufigen Denkpausen und Füllwörtern nutzen können.
Neue Widgets per Prompt erstellen
Der generative Aspekt von Gemini zeigt sich in Android 17 mit den per Prompt erstellbaren Widgets. Mit „Create My Widget“ können Anwender per Gemini-Prompt ihre eigenen Android-Widgets erstellen, die dann spezifische Aufgaben ausführen oder Anzeigen bereitstellen können. Ein Koch-Widget kann dem Anwender zum Beispiel fortlaufend proteinreiche Rezepte erstellen oder ein angepasstes Wetter-Widget nur Informationen zur Windgeschwindigkeit und Niederschlag ausgeben. „Create My Widget“ soll neben Smartphones auch auf Wear OS kommen.
Gemini Intelligence kommt dabei auf allen Google-Plattformen im neuen Design von Material 3 Expressive. Googles letztes Jahr erstmals eingeführte Designsprache setzt auf kräftige Farben, flexible Formen, größere Typografie und fließende Animationen, um die Benutzeroberfläche persönlicher, lebendiger und intuitiver wirken zu lassen.
Android 17 erhält mehrere Upgrades
Abseits der agentischen Fähigkeiten spendiert Google dem Betriebssystem weitere Features wie die neuen Screen Reactions, mit deren Hilfe Anwender den Bildschirm und parallel sich selbst als Overlay filmen und dabei auf den Bildschirminhalt reagieren können, ohne dafür einen Greenscreen zu benötigen. Das Feature soll im Sommer zuerst auf Pixel-Smartphones kommen.
Upload-Pipeline für Instagram in höherer Qualität
Google verändert zudem die Upload-Pipeline für Social Media, damit Uploads auf Instagram dieselbe oder sogar eine höhere Qualität aufweisen als unter iOS. Auch unter Android werden jetzt Ultra-HDR-Uploads, die Videostabilisierung und die Nachtsicht unterstützt. Exklusiv für Android sind das KI-Upscaling von Fotos und Videos sowie das Trennen der Tonspur vom Video, um daran Veränderungen in der Edits-App von Instagram vorzunehmen. Und nach der nativen iPad-Unterstützung gibt es Instagram jetzt auch unter Android in einer Tablet-Version.
Adobe Premiere für Android
Für professionelle Anwender kommt Adobe Premiere nach dem Apple-Ökosystem „diesen Sommer“ auch auf Android und bietet dort auch Vorlagen und Effekte speziell für YouTube Shorts. Auch den von Samsung mitentwickelten und von Qualcomm unterstützten APV-Codec (Advanced Professional Video) will Google vermehrt fördern.
Apps können Pausen empfehlen
Den Bereich „Digitales Wohlbefinden“ erweitert Google in Android 17 über die Bildschirmzeit hinaus um den neuen „Pause Point“, um Anwender bei langer monotoner App-Nutzung zu mehr Auszeiten zu bewegen. Pause Point kann Nutzer in „ablenkenden Apps“ zu kleinen Pausen von zum Beispiel 10 Sekunden motivieren oder zu einem Wechsel zu einer anderen App anregen. Pause Point lässt sich dabei auch so einstellen, dass es sich erst nach einem Neustart des Smartphones wieder deaktivieren lässt.
3D-Emoji erscheinen plastischer und realistischer
Neue Emoji halten – angefangen mit Pixel – ebenfalls Einzug, dieses Mal in neuer 3D-Ausführung, womit die Emoji plastischer und realistischer erscheinen sollen.
Einfacher von iOS zu Android umziehen
Den Umzug auf die Android-Plattform will Google vereinfachen, indem gemeinsam mit Apple ein neuer Transferprozess entwickelt wurde, der Passwörter, Fotos, Nachrichten, Apps, Kontakte und Homescreen-Layouts umfasst. Im weiteren Verlauf des Jahres soll der drahtlose Transferprozess auch eSIM-Profile umfassen.
Das Teilen von Dateien auf unterschiedlichen Plattformen wird ebenfalls erweitert. Das zu AirDrop von Apple kompatible Quick Share ist nach der Verfügbarkeit für Google und Samsung im weiteren Verlauf des Jahres auch für Smartphones von Honor, OnePlus, Oppo und Xiaomi vorgesehen. Quick Share kann zum Teilen von inkompatiblen Smartphones auch einen QR-Code für iOS-Geräte generieren. Außerdem soll Quick Share in Apps wie unter anderem WhatsApp integriert werden.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Google unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Szenarien für DSL-Abschaltung: Selbst im Idealfall liegt Glasfaser erst ab 2031 vorn
Knapp 90 Prozent der Haushalte und Unternehmen in Deutschland haben mittlerweile einen Zugang zu einem Anschluss, der Gigabit-fähig ist. Das ist eine der Erkenntnisse aus der TK-Marktanalyse des Provider-Verbands VATM. Bis Glasfaser zur führenden Anschlusstechnologie wird, dauert es aber noch.
Die TK-Marktanalyse wurde von dem Beratungsinstitut Dialog Consult im Auftrag des VATM erstellt.
DSL-Abschaltung kann im Idealfall noch in den 2020er Jahren beginnen
Der Analyse zufolge gelingt es im Idealfall bis Ende 2031, rund 97 Prozent der privaten Haushalte und Unternehmen in Deutschland auf Homes-Passed-Niveau mit Glasfaser abzudecken. Bei dieser Anschlussart liegt das Glasfaserkabel am Gebäude, theoretisch lässt sich ein Anschluss also in kurzer Zeit aktivieren. Bei diesem Szenario würde Glasfaser im Jahr 2031 DSL als meistgenutzte Anschluss-Technologie ablösen.
In einem pessimistischen Szenario, in dem viele Netzbetreiber etwa parallel einzelne Regionen ausbauen, kommt man Ende 2031 nicht auf 44,9 Millionen Homes-Passed-Anschlüsse, sondern nur auf 40 Millionen. DSL-Abschaltungen sind in diesem Szenario Ereignisse, die erst in den 2030er Jahren beginnen.
Die Branche bewertet den Umstieg von der Kupfer- auf die Glasfaser-Infrastruktur aber als bedeutend. Dieser entscheide, wie sich der Glasfaserausbau in den kommenden Jahren finanzieren lasse.
Glasfaserausbau kommt voran
Der Stand beim Glasfaserausbau zeigt, dass es vorangeht. Laut der Prognose in der TK-Marktanalyse verfügen bis Ende 2026 32 Millionen Haushalte und Unternehmen über einen Homes-Passed-Zugang. 2025 waren es noch 26,6 Millionen Homes-Passed-Anschlüsse.
Direkt mit dem Glasfasernetz verbunden sein sollen bis zum Jahresende 12,5 Millionen Haushalte und Unternehmen – das ist ein Plus von 2 Millionen Anschlüsse gegenüber dem Vorjahr. Und es bedeutet: Knapp 40 Prozent der potenziellen Glasfaseranschlüsse sind angebunden. Der Weg von der Straße zur Hauswand ist also noch eine Herausforderung.
Einen Glasfaseranschluss nutzen sollen bis zum Jahresende 7,8 Millionen Haushalte und Unternehmen. Das ist zwar auch ein Sprung gegenüber den 6,4 Millionen Anschlüssen von Ende 2025, die Take-up-Rate von 24,4 Prozent bleibt aber ein Problem in der Branche.
Kabel- und Glasfaser sorgen für hohe Gigabit-Abdeckung
Nimmt man nun die 32 Millionen Homes-Passed-Anschlüsse und kombiniert diese mit den Kabelanschlüssen, ergibt sich – abzüglich der Überschneidung – ein Wert von 41,1 Millionen Haushalten und Unternehmen, die schätzungsweise bis Ende 2026 einen Gigabit-fähigen Anschluss buchen können.
So kommt die Marktabdeckung von 88,6 Prozent der privaten Haushalte und Unternehmen mit einem Gigabit-fähigen Anschluss zustande. Insgesamt gibt es rund 46,4 Millionen Anschlüsse in Deutschland.
Wettbewerb gegen die Marktmacht der Telekom
Wie der VATM betont, sind es aber vor allem die Wettbewerber, die investieren. Die kommen der Prognose zufolge in diesem Jahr auf 9,3 Milliarden Euro, bei der Telekom sind es 5,5 Milliarden Euro. Das entspricht den Werten des Vorjahres.
Bei dem Marktanteil bleibt die Telekom aber führend, der Konzern verbucht 40,1 Prozent der Anschlüsse für sich, während die drei größten Wettbewerber zusammen auf 43,2 Prozent kommen. „Die Marktdominanz der Deutschen Telekom nimmt von Jahr zu Jahr zu“, sagt der Studienautor Andreas Walter von Dialog Consult. Sichtbar sei das bei dem Endkunden-Marktanteil bei den Breitbandanschlüssen und bei den Umsätzen im Festnetzmarkt. „Im wichtigen Geschäftskunden-Marktsegment werden knapp 70 Prozent der Anschlüsse auf Telekom-Anschlussnetzen realisiert“, so Walter.
Er spricht daher von Verzerrungen im Markt. Denn beim Glasfaserausbau liege die Telekom weiter hinter den Wettbewerbern. Das gelte sowohl für die Anzahl der Anschlüsse als auch die Anzahl der Glasfaserkunden.
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