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Grenzüberschreitende Cloud-Zugriffe: E-Evidence-Gesetz tritt in Kraft


Die digitale Beweiskette in der EU und Deutschland wird deutlich gestrafft. Am 12. März wurde das Gesetz zur Umsetzung der E-Evidence-Richtlinie im Bundesgesetzblatt verkündet. Dahinter verbirgt sich das sogenannte Elektronische-Beweismittel-Umsetzungs-und-Durchführungsgesetz (EBewMG). Es soll die Art und Weise, wie Strafverfolgungsbehörden auf Daten in der Cloud zugreifen, grundlegend erneuern. Seit Freitag sind die ersten Teile bereits in Kraft getreten. Der restliche Normenkomplex wird zum 18. August 2026 voll wirksam. Damit endet eine Ära, in der langwierige Rechtshilfeersuchen oft die Ermittlungen gegen Cyberkriminalität ausbremsten.

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In der Vergangenheit standen Ermittler vor einem Dilemma: Straftaten werden zunehmend im digitalen Raum geplant und ausgeführt, doch die Beweismittel liegen oft auf Servern in anderen Mitgliedstaaten. Bisherige Rechtshilfeformate galten als schwerfällig und zeitintensiv. Nicht selten waren relevante Daten bereits gelöscht, bevor das offizielle Gesuch den zuständigen Provider im Ausland erreichte. Das neue E-Evidence-Paket setzt hier an und ermöglicht es Behörden, sich direkt an Diensteanbieter in anderen EU-Ländern zu wenden. Dieser direkte Zugriff soll sicherstellen, dass digitale Spuren gesichert werden, bevor sie im digitalen Äther verschwinden.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) betonte anlässlich des Inkrafttretens: Die Strafverfolgungsbehörden benötigten in einer hochvernetzten Welt Mittel, um schnell zu reagieren und Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen zu können. Das Gesetz sei ein entscheidender Baustein einer Strategie, die internetbasierte Kriminalität effektiver bekämpfen will. Damit würden rechtsstaatliche Standards und der Schutz sensibler Daten aber nicht geopfert.

Kritiker sahen dagegen bei der parlamentarischen Debatte die Balance zwischen effizienter Verfolgung und dem Absichern der Privatsphäre nicht gewahrt. Die Beschleunigung der Ermittlungen sorgte für heftigen Gegenwind bei der Opposition und Bürgerrechtlern. Die Missbilligung nährt sich vor allem durch die Befürchtung, dass rechtsstaatliche Standards auf dem Altar der europäischen Kooperation geopfert werden. Es bestehe die Gefahr, heißt es, dass autoritär agierende Regierungen wie etwa in Ungarn das System nutzen könnten, um gegen Journalisten, Oppositionelle oder Anwälte vorzugehen.

Die praktischen Auswirkungen für Diensteanbieter sind hoch. Das Regelwerk sieht vor, dass Provider auf eine Sicherungsanordnung unverzüglich reagieren müssen. Geht es um die tatsächliche Herausgabe von Daten, bleibt eine Frist von zehn Tagen. In definierten Notfällen verkürzt sich dieses Zeitfenster drastisch: Hier müssen die Informationen innerhalb von nur acht Stunden geliefert werden. Um diese Kommunikation sicherzustellen, sind die in der EU tätigen Diensteanbieter verpflichtet, offizielle Empfangsbevollmächtigte zu benennen. Diese sogenannten Adressaten fungieren als feste Ansprechpartner für die Justizbehörden.

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Als zentrale Überwachungsinstanz fungiert hierzulande das Bundesamt für Justiz (BfJ). Die Behörde kontrolliert, ob die Provider ihren neuen Pflichten nachkommen. Sollten Unternehmen die Anordnungen ignorieren oder die Zusammenarbeit verweigern, drohen empfindliche Konsequenzen, da solche Verstöße nun als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können. Die Geldbußen betragen bei schwerwiegenden Verstößen bis zu 500.000 Euro. Bei besonders großen Diensteanbietern mit einem Gesamtumsatz von mehr als 25 Millionen Euro kann die Strafe sogar bis zu zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes erreichen.

Technisch wird der Datenaustausch über eine von der EU und den Mitgliedstaaten etablierte Software abgewickelt. Diensteanbieter müssen sich dafür auf einer speziellen Plattform, der sogenannten Notification Platform, registrieren, um für die Ermittler überhaupt erreichbar zu sein. Bedenkenträgern sucht das BfJ durch spezifische Schutzmechanismen für besonders sensible Datenkategorien Rechnung zu tragen.

Dennoch markiert das EBewMG einen Paradigmenwechsel: Der physische Standort eines Servers verliert für die Strafverfolgung innerhalb Europas an Bedeutung. Ob die technischen Infrastrukturen der Anbieter und die personellen Ressourcen der Behörden dem neuen Tempo gewachsen sind, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.


(nen)



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#TGIQF: Das Fußball-Quiz | heise online


Die Fußball-WM 2026 ist im Gange. Das am 11. Juni gestartete Turnier wirtd von Mexiko, den USA und Kanada gemeinsam ausgetragen und läuft bis zum 19. Juli 2026.

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Zumindest, was die Anzahl der Spiele betrifft, wird es die größte WM aller Zeiten sein: Die Anzahl der Teilnehmer wuchs von 32 auf 48 und die Anzahl der Spiele von 64 im Jahr 2022 auf 104 in diesem Jahr.

Wer den Überblick behalten und wissen will, wo welches Spiel übertragen wird, der speichert sich den Link zum heise WM-Planer. Darin sind alle wichtigen Informationen zur Weltmeisterschaft 2026 aufgeführt.

Eine weitere Neuerung bilden die fest eingesetzten, dreiminütigen Trinkpausen in der 22. und 67. Minute. Unabhängig vom Wetter können die Spieler etwas trinken und der geneigte US-amerikanische Zuschauer dürfte sich bei durch Werbepausen unterbrochenen Partien an American Football erinnert fühlen.

Das Quiz wiederum läutet mit etwas Nerdwissen zu Weltmeisterschaft und natürlich zu Fußball-Computerspielen das Wochenende ein.

Die heiseshow fiel diese Woche aus, somit fiel das unterhaltsame Fragen-Spicken diese Woche weg. Anna Bicker stellt in der nächsten Woche wieder den beiden heiseshow-Gästen wieder drei Quizfragen vorab.

Sie können in Ruhe in 10 Fragen maximal 100 Punkte erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik sind wie immer gern gelesen.

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Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.

Und falls Sie Ideen für eigene Quizze haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster aka Herr der fiesen Fragen.


(mawi)





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IT-Dienstleister planen für die Zukunft mit weniger Personal


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Für die in Deutschland tätigen IT-Dienstleister sind die Geschäfte komplizierter geworden. Die in früheren Jahren oftmals von hohen Wachstumsraten verwöhnte Branche sieht sich angesichts des stotternden Konjunkturmotors mit einer schwachen Geschäftsentwicklung konfrontiert. Nach einem im historischen Vergleich schwachen Jahr 2024 brachte 2025 kaum Wachstumsimpulse. Im vergangenen Jahr erzielten die IT-Dienstleister hierzulande statt der erhofften 7,1 Prozent organisch ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,9 Prozent. Werden Mergers-&-Acquisitions-bedingte Einnahmen in die Betrachtung mit einbezogen, gestaltet sich das Plus mit 3,6 Prozent immerhin ein wenig freundlicher.

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Das sind erste Ergebnisse der diesjährigen Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ der Marktforschungsfirma Lünendonk & Hossenfelder, die Ende Juli veröffentlicht wird. Die hier analysierten 91 Firmen repräsentieren mit einem Inlandsumsatz von knapp 34 Milliarden Euro rund 65 Prozent am gesamten IT-Service-Markt Deutschlands.

Die Zahlen der umfangreichen Marktstudie, in die auch Ergebnisse einer Umfrage unter Anwendungsunternehmen eingeflossen sind, legen einige grundlegende Veränderungen des Marktumfeldes offen. Neben fehlenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsimpulsen verändert vor allem KI die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen grundlegend (Grafik 1). So sehen 83 Prozent der befragten IT-Anwenderunternehmen in der Softwareentwicklung in den kommenden Jahren hierin enorme Effizienzpotenziale.


Eine Infografik zur Umfrage unter CIOs, wo KI für Effizienz sorgen kann

Eine Infografik zur Umfrage unter CIOs, wo KI für Effizienz sorgen kann

(Bild: Lünendonk & Hossenfelder)

70 Prozent der IT-Entscheider erwarten darüber hinaus Identisches für den IT-Betrieb und 52 Prozent in der Anwendungsmodernisierung. All das wirkt sich unmittelbar auf Projektvolumina, Honorare und die Personalstruktur auf Anbieterseite aus. Dazu passt, dass 54 Prozent der befragten IT-Dienstleister bis 2028 mit einem rückläufigen Bedarf an Softwareentwicklern planen und 44 Prozent mit weniger Personal im Application Management und IT-Betrieb. Überhaupt beabsichtigen sie künftig vor allem in Technologie zu investieren statt wie bislang üblich ihr Personal aufzustocken.

Der stotternde Konjunkturmotor wirkt sich schon heute auf die Beschäftigung aus, wie ein 10-Jahresvergleich der Branche in der Studie zeigt. Die Mitarbeiterzahlen der in Deutschland aktiven Dienstleister entwickelten sich demnach in der Gesamtbetrachtung (einschließlich internationaler Aktivitäten) mit 0,6 Prozent erstmals rückläufig – trotz eines Umsatzwachstums um 3,3 Prozent.

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Eine Infografik, die Umsätze und Mitarbeiterzahl der IT-Dienstleister im 10-Jahres-Vergleich zeigt

Eine Infografik, die Umsätze und Mitarbeiterzahl der IT-Dienstleister im 10-Jahres-Vergleich zeigt

(Bild: Lünendonk & Hossenfelder)

Auffällig in der diesjährigen Erhebung ist außerdem, dass die 25 größten Anbieter in den beiden Marktsegmenten IT-Beratung & Systemintegration sowie IT-Services vergangenes Jahr die Geschäfte organisch mit 1,5 Prozent beziehungsweise 1,4 Prozent deutlich langsamer ausbauten als der Gesamtmarkt. Auch inklusive Übernahmen schnitten sie mit je 2,8 Prozent Zuwachs unterdurchschnittlich ab.

Die Geschäfts- und Mitarbeiterzahlentwicklung der führenden Dienstleister fällt allerdings äußerst heterogen aus. Während einige zweistellige Wachstumsraten erzielten, weisen andere deutliche Einbußen auf. Laut Lünendonk-Analyst Mario Zillmann war diese Entwicklung vor allem dem Branchen-Mix und weniger dem Service-Portfolio geschuldet. Grobe Daumenregel: Wer wie Porsche-Tochter MHP hauptsächlich in den gebeutelten Industriebranchen etwa Automotive oder Maschinenbau unterwegs ist, durfte kaum auf Wachstumsimpulse hoffen. Eine starke Nachfrage aus dem öffentlichen Sektor verhalf dagegen wiederum Unternehmen wie Materna zu ansehnlichem Zuwachs.

Ungeachtet dessen weisen die beiden Top 25-Listen in Bezug auf Rangfolge und Anbieter wenig Veränderungen gegenüber dem Vorjahres-Ranking auf. Die Liste der Unternehmen, die mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland mit Management- und IT-Beratung, Systemintegration, Softwareentwicklung und -einführung erzielten, führt weiterhin Accenture an mit einem geschätzten Deutschlandumsatz von 3,6 Milliarden Euro (2024: 3,4 Milliarden Euro). Auf Platz zwei folgt Capgemini mit 2,24 Milliarden Euro (2024: 2,25 Milliarden Euro), auf Rang 3 IBM mit 2,22 Milliarden Euro (2024: 2,2 Milliarden Euro).

Mit 1,23 Milliarden Euro (2024: 1,07 Milliarden Euro) behauptet adesso Platz vier vor msg systems mit 973,7 Millionen Euro Einnahmen (2024: 968,5 Millionen). Adesso weist mit einem Plus von 15,3 Prozent das zweitstärkste Umsatzwachstum 2025 auf. Den höchsten Zuwachs erzielte die auf Rang 15 geführte conet Holding mit 15,8 Prozent auf 287,1 Millionen Euro.

Die beiden vorderen Plätze im Ranking der IT-Dienstleister, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes mit IT-Operations-Services wie Hosting und Managed Services erwirtschafteten, werden wie im Vorjahr von T-Systems mit 2,95 Milliarden Euro (2024: 2,9 Milliarden Euro) und NTT Data mit 2,10 Milliarden Euro (2024: 2,30 Milliarden Euro) besetzt. Auf Rang 3 steht Neueinsteiger Infosys mit 1,30 Milliarden Euro (2024: 1,15 Milliarden Euro). Der Schwerpunkt der Aktivitäten des indischen Dienstleisters, der zuvor im IT-Beratung & Systemintegration-Ranking geführt wurde, machen im deutschen Markt inzwischen die IT-Operations aus. Atos, dessen Umsatz um 12,8 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro fiel, wurde auf Platz 5 durchgereicht. Vor dem französischen Dienstleister steht noch DXC mit 1,28 Milliarden Euro (2024: 1,32 Milliarden Euro).


(axk)



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Microsoft erwägt, Xbox auszugliedern | heise online


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Unter der Führung der neuen Xbox-Chefin Asha Sharma scheint es bei Microsoft hinter den Kulissen richtig rundzugehen: Bis hin zu einer möglichen Abspaltung sollen die Diskussionen reichen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht hervor, der sich um Restrukturierungen und die Stärkung von bekannten Spielemarken dreht.

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Von drei namentlich nicht genannten, aber bei den Meetings involvierten Personen, will „The Information“ erfahren haben, dass Microsoft auch über eine Ausgliederung von Xbox nachdenkt. Konkrete Pläne dafür gebe es noch nicht, schränkt das US-Medium ein. Aber Microsoft soll derzeit prüfen, ob eine nominal unabhängige Tochterfirma nicht besser für die Marke „Xbox“ ist. Schon lange versucht Microsoft mehr oder weniger erfolglos, sich von der Assoziation der Marke allein mit einer bestimmten Konsolengeneration zu lösen.

Erst kürzlich gab Asha Sharma zu bedenken, dass das technische Wettrüsten bei der Hardware durch gestiegene Kosten für Microsoft wohl zu einem Ende kommen müsste. Sharma will also offenbar Kosten sparen, und das ist häufig ein erster Schritt, um eine Abteilung eines Unternehmens zu verkaufen. Eine formale Ausgliederung könnte dazu ein weiterer Baustein sein.

Dazu passt auch, dass laut einem früheren Bericht im Juli eine neue Entlassungswelle bei Xbox droht. In jenem Monat beginnt auch das neue Geschäftsjahr, und in diesem soll nicht nur gespart werden. Wie The Information jetzt aktuell schreibt, will Microsoft vor allem seine größten Spielemarken stärken, darunter „Halo“, „Fallout“ und „Elder Scrolls“. In eine schnellere Entwicklung von neuen Titeln für diese Marken soll mehr investiert werden, und weniger bei kleineren Franchises. Ebenso sollen für diese großen Drei schneller neue Spiele erscheinen.

Wie viel Qualität bei dieser Beschleunigung bei den Spielern ankommt, dürfte sich schon Ende Juli zeigen: am 28. Juli 2026 erscheint „Halo: Campaign Evolved“ für Xbox, PC und Playstation 5. Dabei handelt es sich um ein inhaltlich erweitertes Remake des ersten „Halo“ von 2001, das als einer der Meilensteine des Shooter-Genres gilt und wesentlich zum Erfolg von Microsofts erster Xbox beitrug.

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