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Happy Birthday .eu: Europa feiert 20 Jahre digitale Identität


Es war ein historischer Moment für das europäische Internet, als am 7. April 2006 der offizielle Startschuss für die Endung .eu fiel. Der Andrang glich einem digitalen Goldrausch: Innerhalb von nur 24 Stunden wurden über eine Million Adressen registriert. Das Versprechen war groß: Eine gemeinsame Identität für einen digitalen Binnenmarkt und ein Ende des nationalen Flickenteppichs für Unternehmen, die über Grenzen hinweg agieren wollen. Heute, genau zwanzig Jahre später, blickt die Registerstelle EURid auf eine Geschichte zurück, die von technischer Stabilität und dem Bemühen um europäische Werte geprägt ist.

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EURid-Manager Peter Janssen stellt zum Jubiläum auf die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur ab. Laut der EU-Kommission weisen die Systeme seit zwei Jahrzehnten keine Millisekunde Ausfallzeit auf. In einer Ära von Cyberangriffen spricht diese schier hundertprozentige Verfügbarkeit für die europäische Technik. Doch hinter der Fassade stellt sich die Frage, wie schwer das Label im globalen Vergleich wiegt. Mit über 3,8 Millionen aktiven Registrierungen hat sich .eu etabliert. In Europa belegt die Endung so den vierten Platz, weltweit reicht es für Rang neun.

Zugleich steht .eu im Schatten nationaler Schwergewichte. Die deutsche Endung .de knackte schon 2021 die Marke von 17 Millionen Registrierungen. Global gesehen wirkt die europäische Domäne zwergenhaft gegenüber dem Urgestein .com, das über 150 Millionen Adressen zählt. Selbst die britische Endung .uk liegt mit rund 10 Millionen Registrierungen deutlich vor der EU-Domain. Dass die Zahlen nicht höher liegen, dürfte neben dem Brexit auch daran liegen, dass .eu eher institutionell wirkt.

Die Top-Level-Domain (TLD) hat dennoch ihre Nische gefunden. Die Ausweitung auf kyrillische (.ею) und griechische (.ευ) Schriftzeichen sowie die Einbeziehung von EU-Bürgern in Drittstaaten trugen dazu bei, dass sie als integratives Projekt wahrgenommen wird. Zudem nimmt .eu eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit ein: Als erste europäische TLD wurde die Registry bereits 2012 nach dem EU-Öko-Audit EMAS zertifiziert.

Der Jahrestag wird auch mit einer Konferenz am 26. und 27. Mai begangen. Unter dem Titel „European Voices for the Future of the Internet“ soll in Brüssel diskutiert werden, wie europäische Werte das nächste Jahrzehnt der Netzregulierung prägen können. Die Keynote hält Henna Virkkunen, Kommissionsvizepräsidentin für Tech-Souveränität. Für die Nutzer wird es spielerisch: Bei dem Game .eu Rail Connect können sie Interrail-Pässe gewinnen. Die Geste soll den grenzüberschreitenden Geist der Domain unterstreichen.

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(fds)



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Donnerstag: Milliardenverluste durch Cybercrime, Metas brandneues KI-Modell


In den USA haben dem FBI gemeldete Cybercrime-Fälle und -Schäden 2025 neue Rekordhöhen erreicht. Dabei handelte es sich vorwiegend um Phishing-Angriffe, Erpressung und Anlagebetrug. Die größten Verluste erlitten Krypto-Investoren und US-Amerikaner über 60 Jahre. Die Schäden dieser Altersgruppe machten mehr als ein Drittel aller Verluste aus. Derweil versucht der Meta-Konzern, nach Milliardeninvestitionen in seine Superintelligence Labs mit seinem neuen KI-Modell den Rückstand zur Konkurrenz aufzuholen. „Muse Spark“ ist mit einer multimodalen Wahrnehmung ausgestattet, um auch sehen zu können, was Nutzer betrachten. In Europa zelebriert die europäische Top-Level-Domain ihr 20. Jubiläum. Nach Ansicht der EU hat sich .eu vom Goldrausch zum stabilen Anker für eine digitale Identität entwickelt. Sie muss sich im harten Wettbewerb der Netz-Giganten behaupten. Immerhin verzeichnete die TLD in 20 Jahren auch in der aktuellen Ära von Cyberangriffen keine Ausfälle – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Das FBI zählte im vergangenen Jahr einen erneuten Anstieg von Cybercrime-Fällen in den USA, wobei der Schaden für US-Amerikaner auf eine neue Rekordhöhe von zusammen genommen 20,877 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Das sind knapp 26 Prozent mehr als 2024, als die US-Polizeibehörde 16,6 Milliarden Dollar Verlust durch Online-Kriminalität errechnet hatte. Gleichzeitig stieg die Zahl der 2025 dem FBI gemeldeten Fälle gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent und übersprang erstmals die Millionenmarke. Die Höhe der Verluste steigt mit dem Alter der Opfer. US-Amerikaner über 60 beklagten 2025 Schäden von insgesamt 7,75 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie Menschen zwischen 50 und 60 Jahren (3,68 Milliarden Dollar): US-Amerikaner verlieren 2025 fast 21 Milliarden US-Dollar durch Cybercrime.

Der US-Konzern Meta Platforms hat am Mittwoch sein neues Flaggschiff-KI-Modell Muse Spark präsentiert. Es ist das erste Modell der neu aufgebauten KI-Abteilung Meta Superintelligence Labs und gleichzeitig das erste Modell von Metas neuer Muse-Serie. Aktuell treibt das neue KI-Modell bereits die Meta-KI-App und -Website an, die zugleich ein Upgrade und ein neues Design erhalten. In den kommenden Wochen wird Muse Spark zudem für WhatsApp, Instagram, Facebook, Messenger und KI-Brillen eingeführt. Dieses erste KI-Modell sei, so Meta, bewusst klein und schnell, aber dennoch leistungsfähig genug, um komplexe Fragestellungen in Wissenschaft, Mathematik und Gesundheit zu lösen. Doch „die nächste Generation ist bereits in Entwicklung“: Meta präsentiert neues KI-Modell Muse Spark.

Es war ein historischer Moment für das europäische Internet, als am 7. April 2006 der offizielle Startschuss für die Endung .eu fiel. Der Andrang glich einem digitalen Goldrausch: Innerhalb von nur 24 Stunden wurden über eine Million Adressen registriert. Das Versprechen war groß: Eine gemeinsame Identität für einen digitalen Binnenmarkt und ein Ende des nationalen Flickenteppichs für Unternehmen, die über Grenzen hinweg agieren wollen. Heute, genau zwanzig Jahre später, blickt die Registerstelle EURid auf eine Geschichte zurück, die von technischer Stabilität und dem Bemühen um europäische Werte geprägt ist. Denn laut der EU-Kommission weisen die Systeme seit zwei Jahrzehnten keine Millisekunde Ausfallzeit auf, bemerkenswert in einer Ära von Cyberangriffen. Nun feiert Europa 20 Jahre digitale Identität: Happy Birthday .eu!

Auf älteren Kindle-Geräten von Amazon kann man bald keine E-Books mehr herunterladen. Darüber informiert Amazon seine Kunden per E-Mail. Auf einigen der betroffenen Geräte wurde der Zugang zum Kindle Store bereits vor mehreren Jahren gekappt. Seitdem kann man damit zwar keine neuen Inhalte mehr kaufen, der Download bereits gekaufter E-Books war aber weiterhin möglich. Das ändert sich zum Stichtag am 20. Mai: Dann könne man keine neuen Inhalte mehr kaufen, ausleihen oder herunterladen, bestätigte ein Amazon-Sprecher. Zudem ist die Liste der betroffenen Kindles gewachsen. Betroffen sind neben Kindle-Readern auch Kindle-Tablets, die 2012 oder früher erschienen sind. Immerhin können bereits gespeicherte E-Books weiterhin gelesen werden: Ältere Kindles von Amazon dürfen keine E-Books mehr herunterladen.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir unter anderem die zentrale „Deutschland-App“, die SAP und Deutsche Telekom im Auftrag der Bundesregierung bauen. Kann so ein ambitioniertes E-Government-Projekt in Deutschland tatsächlich gelingen? Zudem diskutieren wir Anthropics Mythos und einen Claude-Code-Fehler. Während Mythos ausschließlich IT-Sicherheitsunternehmen zur Verfügung stehen wird, sorgte ein Fehler rund um das KI-Coding-Tool Claude Code für Aufsehen. Wie gravierend war der Vorfall? In Deutschland sollte die neue 12-Uhr-Tankregel Spritpreise im Zaum halten, doch Diesel hat an Ostern erstmals die Marke von 2,50 Euro geknackt, auch E10 nähert sich dem Allzeithoch. Welche Maßnahmen könnten kurzfristig tatsächlich helfen? Darum geht es heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Schland-App, Anthropic Mythos, Spritpreise.

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(fds)



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VW-Tochter Moia und Uber testen autonome ID. Buzz in Los Angeles


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Die VW-Tochter Moia plant zusammen mit Uber erste Testfahrten mit eigens entwickelten autonomen Kleinbussen auf Basis des VW ID. Buzz im Straßenverkehr von Los Angeles durchführen. Der Test markiere „die nächste Phase der im vergangenen Jahr eingegangenen strategischen Partnerschaft“, teilten die Unternehmen mit.

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Moia erklärt in der gemeinsamen Mitteilung, seine autonome Fahrzeugflotte im Laufe der Testphase auf mehr als 100 autonome ID. Buzz zu vergrößern. An Bord der Fahrzeuge soll sich ähnlich wie bei Teslas Robotaxis jeweils ein Sicherheitsfahrer mitfahren. Die autonomen Fahrzeuge von Alphabet-Tochter Waymo chauffieren Kundinnen und Kunden derweil komplett fahrerlos durch LA. Ab Ende 2026 sollen Uber-Kunden erste Fahrten auf der Plattform buchen können, so das Unternehmen.

„Dieser nächste Schritt von Moia America und Uber zeigt, wie viel Dynamik hinter der Strategie steckt, autonome Mobilität in den realen Betrieb zu bringen“, sagte Sascha Meyer, Chief Commercial Officer Volkswagen Autonomous Mobility und Geschäftsführer Moia GmbH. „Durch die Kombination der Moia Turnkey-Solution mit dem globalen Netzwerk von Uber schafft Moia America einen skalierbaren Weg hin zu fahrerlosen Ride-Hailing Diensten, zunächst in Los Angeles und in kommenden Jahren in weiteren Städten“.

Bei den 100 Fahrzeugen während der Testphase soll es nicht bleiben: Moia America und Uber planen den Aufbau einer Flotte von mehreren tausend autonomen ID. Buzz-Fahrzeugen, um fahrerlose Ride-Hailing-Dienste in mehreren US-Märkten anzubieten. Langfristig planen die beiden, autonome Fahrdienste weltweit anzubieten.

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Moia ist zudem nicht gleich Moia: Denn Anfang 2026 wurde das VW-Unternehmen „Volkswagen ADMT“ in Moia America umbenannt. Der neue Name der US-Tochter soll an Moias Präsenz in Europa anknüpfen. In Europa plant Moia autonome Fahrdienste in Städten wie Hamburg, Berlin, München und Oslo voranzutreiben. In Oslo arbeitet Moia mit der Verkehrsgesellschaft Ruter und Holo zusammen, einem auf den Betrieb autonomer Fahrzeuge spezialisierten Unternehmen. Moia plant, bis 2027 eine Typgenehmigung für den ID. Buzz AD in der Europäischen Union zu erhalten.

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Um autonomes Fahren voranzubringen, setzt Uber nicht nur auf einen Partner: Neben VW-Tochter Moia hatte das Unternehmen erst jüngst eine Kooperation mit dem Tesla-Rivalen Rivian angekündigt. Uber will zusammen mit Rivian in den nächsten Jahren bis zu 50.000 vollautonome Robotaxis auf den Markt bringen. Im Zuge der Vereinbarung will Uber 1,25 Milliarden US-Dollar bis 2031 in den Tesla-Rivalen und Volkswagen-Partner Rivian investieren, sofern der Autobauer bestimmte Vorgaben im Bereich des autonomen Fahrens erreicht. Im Juli 2025 hatte Uber einen ähnlichen Vertrag mit Lucid für autonome Fahrzeuge geschlossen, einschließlich einer Anfangsinvestition in Höhe von 300 Millionen US-Dollar.

Überdies hat Uber Amazons Robotaxi-Tochter Zoox eine Partnerschaft mit Uber geschlossen. Die Amazon-Tochter feierte zuletzt mit einer großen Serviceerweiterung in US-Metropolen einen wichtigen Meilenstein. Über Uber soll man sich in einigen US-Städten bald fahrerlose Robotaxis der Amazon-Firma Zoox bestellen können. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen soll zunächst in Las Vegas starten und im kommenden Jahr auf Los Angeles ausgeweitet werden. Außerdem kann man sich mit der Uber-App in Austin, Atlanta und Phoenix auch fahrerlose Wagen der Google-Schwesterfirma Waymo bestellen.

In Kroatien soll man sich bald über die Uber-App ein autonomes Taxi bestellen können. Hierfür arbeitet die Mobilitätsplattform mit dem chinesischen Robotaxiunternehmen Pony.ai und dem kroatischen Start-up Verne zusammen. Ab Ende 2026 soll man Robotaxis von Waymo in London ordern können.


(afl)



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Nach 20 Jahren: Wikinews wird zum 4. Mai in Lese-Modus versetzt


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Die 31 Sprachversionen des Wikipedia-Schwesterprojekts „Wikinews“ werden nach mehr als zwei Jahrzehnten geschlossen. Nach einem Beschluss des Stiftungskuratoriums der Wikimedia Foundation soll das Projekt zum 4. Mai in einen reinen Lese-Modus versetzt werden, da es die Erwartungen der Stiftung nicht erfüllt habe. Die Inhalte seien zudem redundant im Vergleich zu den oft in Echtzeit aktualisierten Informationen in Wikipedia-Artikeln.

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Der Schritt folgt auf eine längere Phase interner Diskussionen: Eine Task Force der Stiftung hatte bereits 2025 empfohlen, alle Wikinews-Ausgaben zu schließen. Als Gründe nannte sie unter anderem eine geringe Nutzung durch Leser, große Lücken in der thematischen Abdeckung und Zweifel an der langfristigen Relevanz. Die Empfehlung löste eine Debatte in der Community aus, ob das Wikinews-Projekt eventuell mit strukturellen Änderungen weitergeführt werden könne.

Wikimedia hatte Wikinews 2004 gestartet, um eine offene Plattform für sogenannten Graswurzeljournalismus unter Creative-Commons-Lizenzen zu schaffen. Trotz anfänglicher Aufmerksamkeit konnte das Wikinews-Projekt nicht an die Nutzungszahlen der anderen Wikimedia-Projekte anknüpfen. Bereits 2018 äußerte die damalige Wikimedia-Geschäftsführerin Katherine Maher im im Interview mit heise online Zweifel an der Idee, mehr Ressourcen in die Plattform zu investieren. Der Wikipedia-Mitgründer Jimmy Wales widmete sich damals bereits anderen journalistischen Projekten.

Zuletzt belief sich die Zahl der aktiven Autorinnen und Autoren in allen Wikinews-Sprachversionen auf etwas über 700. Die deutsche Sprachversion von Wikinews enthält heute über 14.000 Artikel und gehörte im internationalen Vergleich zu den aktivsten Ausgaben. Die weiterhin verfügbaren Artikel mit einer Gesamtgröße von knapp 120 MByte können auch gebündelt heruntergeladen werden.


(hag)



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