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Heisse Technik, coole Bilder: Die Foto-News der Woche 8/26


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Stellen Sie sich einen Süßwarenladen vor. Aber statt Gummibärchen und Schokolade liegen in den Regalen Objektive, die so viel kosten wie ein Kleinwagen, und Kameragehäuse, die schneller sind als ein startender Jet. Willkommen im Service-Raum von Canon Professional Services (CPS) in Mailand, einem von vier Standorten, die der Kamera-Gigant für die Spiele eingerichtet hat. Der Fotograf Jeff Cable hat uns einen seltenen Einblick gewährt, und es ist, gelinde gesagt, atemberaubend.

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Hier lagern Kameras und Objektive im Wert von mehreren Millionen Dollar, bereit, an akkreditierte Fotografen verliehen zu werden. Wir reden hier von Exoten wie dem Canon RF 800mm f/5.6 L, für das man andernorts fast 20.000 Euro auf den Tisch legt. Daneben stapeln sich die beliebten RF 100-300mm f/2.8 Zooms und Dutzende Profi-Kameragehäuse. Es ist zwar ein logistischer Albtraum, aber für uns Fotografen ist es der Himmel auf Erden. Besonders charmant: Canon hält sogar noch einige alte DSLR-Ausrüstung bereit. Ein netter Service für die Traditionalisten, auch wenn Cable anmerkt, dass er kaum noch jemanden ohne spiegellose Kamera gesehen hat. Es ist quasi ein Museum, aus dem man sich noch etwas für die Arbeit ausleihen kann.


Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

In einer Zeit, in der jedes allzu perfekte Foto unter Generalverdacht steht, von einer künstlichen Intelligenz erschaffen worden zu sein, scheinen die Sportfotografen bei Olympia eine klare Botschaft zu senden: Seht her, das ist echt – und es ist Kunst. Selten habe ich eine solche Welle an kreativen Techniken bei einem Großereignis gesehen. Von abstrakten Meisterwerken, die durch Bewegungsunschärfe entstehen, bis zu Mehrfachbelichtungen, die die Dynamik eines Sprungs in einem einzigen Bild einfrieren.

Besonders zwei Ansätze stechen heraus. Zum einen der Einsatz von Wärmebildkameras. Was sonst eher bei der Gebäudedämmung oder im Militär zum Einsatz kommt, liefert hier faszinierende Einblicke. Man sieht die Hitze, die von den Athleten nach einem Rennen ausstrahlt – eine visuelle Darstellung der unglaublichen körperlichen Anstrengung. Das ist nicht nur ein cooler Effekt, sondern erzählt eine ganz neue Geschichte.

Am anderen Ende des Technologiespektrums steht ein Fotograf, der mit einer alten Graflex-Kamera arbeitet – jenem Kameratyp, der wahrscheinlich schon bei den letzten Spielen in Cortina 1956 im Einsatz war. Der Clou: Die Kamera wurde so modifiziert, dass die Bilder direkt auf einem Smartphone aufgezeichnet und geteilt werden können. Eine wunderbare Verbeugung vor der Geschichte und ein herrlicher Kontrapunkt zum Hightech-Wettrüsten.

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Während die einen auf ein – Technik-Arsenal von Millionenwert setzen, beweist ein Mann, dass es manchmal nur ein Paar Schlittschuhe, eine ruhige Hand und einen maßgeschneiderten weißen Smoking braucht. Die Rede ist von Jordan Cowan, dem ersten Kameramann in der olympischen Geschichte, der sich für die Übertragung mit den Eiskunstläufern auf dem Eis bewegt.

Cowan ist kein gewöhnlicher Kameramann; er ist ein ehemaliger Wettkampf-Eiskunstläufer. Diese Expertise erlaubt es ihm, rückwärts über das Eis zu gleiten, während er mit einem selbst entwickelten Gimbal-Rig die Athleten filmt. Sein Ziel? Dem Publikum zu Hause das Gefühl zu vermitteln, selbst auf dem Eis zu stehen. Er fängt die intimen Momente ein – den Jubel nach einer perfekten Kür ebenso wie die Enttäuschung nach einem Sturz. Das größte Kompliment für ihn sei, wenn die Athleten sagen, sie hätten ihn gar nicht bemerkt. Ein Kameramann als unsichtbarer, eleganter Geist auf Kufen – das ist Poesie in Bewegung.

Diese Woche zeigt uns Olympia eindrücklich, dass die Fotografie lebendiger ist als je zuvor. Zwischen gigantischen Materialschlachten und der stillen Kreativität einzelner Künstler findet jeder seine Nische, um unvergessliche Momente zu schaffen.

Zum Abschluss dieser Kolumne möchte ich Ihnen eine besonders lohnende Ergänzung ans Herz legen: die aktuelle Folge des Podcasts CLICK BOOM FLASH – Geschichten aus der Fotowelt.

In Folge #56 „Sportfotografie bei Olympia“ spricht Judy Hohmann mit Matthias Hangst, Director of Sports Photography bei Getty Images. Gerade jetzt, während die Wettkämpfe in Mailand-Cortina laufen, gewährt Hangst authentische Einblicke in die gigantische Logistik hinter den Bildern, die täglich in die Welt gehen. 89 Fotografen und Mitarbeiter allein bei Getty liefern rund 10.000 editierte Aufnahmen pro Tag – ausgewählt aus Millionen von Bildern. Die Herausforderungen reichen von extremen Wetterbedingungen über bis zu 40 Kilo Equipment auf Skiern bis zu Robotik-Kameras für unmögliche Perspektiven und der peniblen Sorgfalt bei Metadaten, die trotz des Tempos (manche Bilder erreichen den Kunden in unter 30 Sekunden) makellos sein müssen.

Hangst erläutert anschaulich, warum bestimmte Sportarten fotografisch unterschätzt werden, wie die Logistik über weit auseinanderliegende Austragungsorte funktioniert und welche kreativen Techniken – darunter Infrarot- und Thermalkameras – die Spiele visuell bereichern. Es ist ein Gespräch ohne Umschweife, praxisnah und voller Respekt vor der handwerklichen und journalistischen Leistung, die hinter jedem Olympia-Bild.

Die Folge ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar, etwa über podigee, Apple Podcasts oder direkt hier.

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(tho)



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Ehemaliger Postminister Schwarz-Schilling gestorben | heise online


Der frühere Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling (CDU) ist tot. Der 95-Jährige sei am Ostermontag im Kreise seiner Familie im hessischen Büdingen gestorben, teilte der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand mit, ein langjähriger Freund Schwarz-Schillings. Als internationaler Vermittler bemühte sich der Ex-Minister von 1995 bis 2007 um die Beilegung der Spannungen in Bosnien-Herzegowina.

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Schwarz-Schilling wurde am 19. November 1930 in Innsbruck als Sohn eines Komponisten und einer Pianistin geboren. Selbst an Klavier und Orgel versiert, studierte er nach dem Abitur in Berlin Geschichte und Sinologie, begann dann eine Banklehre und heiratete in eine Unternehmerfamilie im hessischen Büdingen ein. Mit 30 Jahren trat er der CDU bei und profilierte sich im konservativen hessischen Landesverband als liberales Gegengewicht sowie als Fachmann für neue Medien.

Seinen Kampf für die Durchsetzung des privaten Rundfunks führte Schwarz-Schilling von 1976 an als Bundestagsabgeordneter und nach dem Ende der sozial-liberalen Koalition im Jahr 1982 als Minister für Post und Fernmeldewesen. In einem jahrelangen Reformprozess stellte er die Weichen für die Privatisierung von Post und Telekom, was ihm auch viel Kritik und den Vorwurf der Verquickung privater und dienstlicher Interessen eintrug. In seine Amtszeit fielen die Einführung des Kabelfernsehens und der Start des GSM-Mobilfunks in Deutschland.

Schwarz-Schilling sah deshalb seinen Rückhalt beim damaligen Kanzler Helmut Kohl (CDU) schwinden. Gleichzeitig erbitterte ihn, was er als Tatenlosigkeit der deutschen Politik angesichts des Bürgerkriegs im zerfallenden Jugoslawien empfand und provozierte so Ende 1992 seine Entlassung.

Im Bundestag verlegte sich der Ex-Minister dann auf Auswärtige Angelegenheiten, Menschenrechte und humanitäre Hilfe und erwarb sich auf häufigen Balkan-Reisen internationalen Respekt. Im April 1995 wurde er offiziell zum Streitschlichter für Bosnien-Herzegowina berufen. Auf diesem Posten regelte er insbesondere die Rückkehr von Bürgerkriegsflüchtlingen. Als Krönung seines Einsatzes im früheren Jugoslawien wurde er Ende 2005 zum Hohen Repräsentanten der Vereinten Nationen in Bosnien-Herzegowina ernannt. Wenig später wurde er zudem Bosnien-Beauftragter der EU.

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Die CDU erinnerte auf X an ihr langjähriges Mitglied. „Mit ihm verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit und einen Politiker mit Weitsicht, Prinzipientreue und einem unermüdlichen Einsatz für wirtschaftlichen Wohlstand und internationale Verständigung.“ Schwarz-Schilling habe über Jahrzehnte die deutsche und europäische Politik geprägt und sei wegen seiner Integrität und seines Mutes weit über Parteigrenzen hinweg geschätzt worden, schrieb die Bundespartei.


(vbr)



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Intel Foundry: Elon Musks Firmen könnten die ersten langersehnten Kunden werden


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Intel steigt beim Projekt Terafab ein: „Intel ist stolz darauf, sich gemeinsam mit SpaceX, xAI und Tesla am Terafab-Projekt zu beteiligen, um die Halbleiterfertigungstechnologie neu zu gestalten“, schreibt die Firma auf X. Intel-Chef Lip-Bu Tan und Elon Musk sprachen am Wochenende über die Pläne.

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Musk will einen riesigen Halbleiterkomplex bauen, der die meisten Schritte der Chipproduktion übernimmt. Die komplexesten Bestandteile sind ein Halbleiterwerk und die anschließende Verarbeitung (Packaging). Das Ganze soll KI-Beschleuniger produzieren können, die pro Jahr eine Rechenkapazität von einem Terawatt erreichen. Analysten schätzen die notwendigen Kosten auf fünf Billionen US-Dollar.

Da SpaceX, xAI und Tesla ohne jahrelange und teure Entwicklung keine moderne Fertigungstechnik aus dem Boden stampfen können, sind Partner notwendig. Bei der modernsten Fertigungstechnik für Logikchips sind nur noch TSMC, Samsung und die Intel Foundry im Rennen. Sie alle haben auch einiges an Packaging-Know-how, etwa beim Zusammensetzen mehrerer Chiplets auf einem gemeinsamen Träger.

So übertrieben das Vorhaben klingt, dürfte Intel unter den drei Herstellern am meisten an einer Beteiligung interessiert sein. Die Foundry-Sparte sucht seit Jahren händeringend nach Großkunden für die eigenen Halbleiterwerke. Selbst wenn aus dem Bau nichts wird, könnte Intel die Musk-Firmen künftig als Kunden willkommen heißen. Das wäre ein potenzieller Rettungsanker für die Intel Foundry. Sollten auch mit der nächsten Prozessgeneration 14A externe Kunden ausbleiben, denkt Intel über ein Ende der Foundry-Sparte nach.

Elon Musk will in der Terafab aber auch Speicher herstellen lassen. DRAM und Logikchips werden unterschiedlich hergestellt. Für eine Speicherkooperation kämen nur die Weltmarktführer Samsung, SK Hynix oder Micron infrage. Diese baden allerdings aufgrund der Speicherkrise in Geld – fraglich, wie viel Interesse sie an dem Terafab-Projekt haben.

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(mma)



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Meta: Neue KI-Modelle sollen teils Open-Source werden


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Meta will Teile seiner kommenden KI-Modelle unter Open-Source-Lizenzen veröffentlichen. Das Unternehmen wolle einen wesentlichen Teil des Quellcodes neuer Modelle frei zugänglich machen, berichtet die US-Nachrichtenplattform Axios. Allerdings werde Meta einige Komponenten des Codes aus Sicherheitsgründen proprietär halten.

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Einige der neuen KI-Modelle von Meta könnten damit über die Open-Weight-Architektur bisheriger Modelle hinausgehen. Mit „Open-Weight“ werden teiloffene KI-Modelle bezeichnet, deren trainierte Parameter („Weights“) frei verfügbar sind, nicht aber der Code und die Trainingsdaten. Meta setzt bei seinen KI-Modellen schon lange auf solche teiloffenen Modelle.

Axios zufolge plant Meta insgesamt aber eine hybride KI-Strategie: Die leistungsstärksten der kommenden Modelle sollen mutmaßlich als geschlossene Modelle veröffentlicht werden, andere hingegen quelloffen. Das könnte dazu dienen, KI-Entwickler anzulocken und gleichzeitig mögliche Wettbewerbsvorteile der größten Modelle abzusichern, schreibt Axios.

Die neuen KI-Modelle wären die ersten, die unter der Leitung von Alexandr Wang entwickelt wurden. Die neue Open-Source-Strategie im Bereich der KI-Entwicklung soll maßgeblich von ihm geprägt sein. Wang will Metas KI-Technologien weiter öffnen und dadurch attraktiver für Entwickler machen. Zudem will man sich bei Meta vermehrt auch auf Endverbraucher fokussieren – insbesondere weil die Konkurrenz, allen voran Anthropic und OpenAI, sich zunehmend auf das Geschäft mit Großkonzernen und Regierungen konzentriert.

Wang wurde erst Mitte vergangenen Jahres zu Metas Chief AI Officer ernannt. Der 29-Jährige ist Co-Gründer und ehemaliger CEO von Scale AI, einem Unternehmen, das annotierte Trainingsdaten für KI-Anwendungen vertreibt. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Meta 49 Prozent von Scale AI für rund 14 Milliarden US-Dollar übernommen, woraufhin Wang zu Meta wechselte.

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Die Übernahme der Unternehmensanteile von Scale AI ist Teil einer seit 2025 laufenden milliardenschweren KI-Offensive, mit der Meta gezielt hoch qualifizierte KI-Fachkräfte anwirbt. Ziel ist es, im Wettbewerb um fortschrittliche KI-Modelle bis hin zur Superintelligenz eine führende Rolle einzunehmen. Zentraler Baustein dieser Strategie ist die im Sommer 2025 gegründete Einheit Meta Superintelligence Labs (MSL), deren Leiter Alexandr Wang seit seinem Wechsel zu Meta ist.

Bislang blieben die KI-Modelle von Meta aber weit hinter der Leistungsfähigkeit der konkurrierenden Modellfamilien von Anthropic oder OpenAI zurück. Erhebliche Probleme machte vor allem das Top-Modell Llama 4. Die Veröffentlichung wurde mehrfach verschoben, das Unternehmen manipulierte Benchmarks und Entwickler zeigten sich enttäuscht von der Leistung. Meta begann daraufhin die Anwerbeoffensive und baute seine KI-Abteilung um.


(rah)



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