Apps & Mobile Entwicklung
Huawei GT Runner 2 Laufuhr im Test
Die Huawei Watch GT Runner 2 zielt auf Läufer und soll Garmin und Coros angreifen. Helfen soll dabei neben speziellen Software-Features fürs Laufen auch technisches Know-How etwa beim GPS, indem die Lünette als ungeerdete, zweite Antenne fungiert. Und mit Curve Pay kann man auch endlich richtig kontaktlos bezahlen. Der Test.
Mit der Watch GT Runner 2 bringt Huawei nach fünf Jahren Entwicklung eine neue Laufuhr auf den Markt. Sowohl die Hard- als auch Software der neuen Smartwatch sei komplett um das Lauferlebnis herum entwickelt worden, um sich von normalen Smartwatches abzusetzen. Bei einer normalen Laufuhr seien die summierten Abweichungen sowohl der Distanz als auch der Pace bei längeren Läufen zu groß. Etwa bei einem Marathon könne die erfasste Laufstrecke von der tatsächlich zurückgelegten Distanz um mehrere Kilometer abweichen. Man habe sich für Laufen als universellste aller Sportarten entschieden, da Laufen sowohl von Einsteigern als auch Profis betrieben werden kann.
Die Huawei Watch GT Runner 2 richtet sich laut Huawei sowohl an Freizeitläufer als auch an fortgeschrittene Läufer und soll diese sowohl beim Training als auch bei den Wettkämpfen selbst begleiten und mit Daten und Analysen unterstützen. Als globaler Markenbotschafter der Huawei Watch GT Runner 2 trat der zweimalige Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge auf dem Event in Madrid auf.
Die Huawei Watch GT Runner 2 ist ab heute in Deutschland erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 399 Euro. Bis zum 13. Mai erhalten Käufer bei Huawei 30 Euro Rabatt. Als Farben stehen Dusk Blue, Dawn Orange und Midnight Black zur Wahl. Neben einem gewebten Armband, das atmungsaktiv ist und Schweißansammlung unter dem Band verhindert, legt Huawei der GT Runner 2 ein zusätzliches Silikon-Armband bei.
Technik aufs Laufen ausgelegt
Bei der Technik der Smartwatch hat Huawei einige Anpassungen vorgenommen, um die Smartwatch fürs Laufen zu optimieren. Dies beginnt damit, dass die GT Runner 2 mit einem Gewicht von 34,5 g ohne Armband (43,5 g mit Band) und einer Größe von 43,5 x 43,5 x 10,7 mm am Handgelenk kleiner und leichter ausfällt als viele andere Smartwatches. Eine Garmin Forerunner 970 misst 47 × 47 × 12,9 mm (38 Gramm), eine Coros Pace Pro 46 × 46 × 12,25 mm und die Coros Pace 4 ähnlich wie die GT Runner 2 43,4 × 43,4 × 11,8 mm bei 40 Gramm.
Allein auf den Akku entfallen von den 34,5 Gramm schon 8,5 Gramm. Das Display wiegt knapp 3 Gramm und das Glas 1,5 Gramm. Das PCB kommt auf 3,1 Gramm. Huawei hat hier bei jedem Bauteil versucht, möglichst viel Gewicht einzusparen, so dass die GT Runner 2 die leichteste Smartwatch des Unternehmens geworden ist. Am Handgelenk beim Laufen merkt man das im Vergleich zu einer klassischen Smartwatch sofort, die GT Runner 2 ist merklich und angenehm leicht. Dennoch sind dank Mikrofon und Lautsprecher auch Bluetooth-Anrufe über die Smartwatch möglich. Als Bluetooth-Standard dient hier schon Version 6.0.
Zum Schutz des Displays wird deshalb auch bewusst auf Kunlun Glass statt Saphirglas gesetzt, da dies leichter ist. Das sich nunmehr auch bei Laufuhren durchsetzende AMOLED-Display der GT Runner 2 leuchtet bis zu 3.000 cd/m² hell und bietet auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine problemlose Ablesbarkeit. Die Helligkeit des Displays passt sich automatisch dem Umgebungslicht an. Mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln bei einer Größe von 1,32 Zoll bietet die GT Runner 2 ein scharfes Bild mit 352 ppi, das im Alltag keine Wünsche offen lässt.
Neue Antenne für deutlich besseres GPS
Die Titan-Lünette und das Titan-Gehäuse sollen hingegen nicht nur robust sein, sondern haben jeweils auch einen praktischen Nutzen. Denn das Metall-Gehäuse kann selbst als GPS-Antenne fungieren, weshalb sich im Gehäuse seitlich kleine Trennstreifen finden, wie man sie von Smartphones kennt, die die Antenne trennen. Als Standards zur Positionsbestimmung werden übrigens GPS, GLONASS, Galileo, Beidou und QZSS unterstützt.
Doch das ist nicht die einzige Neuerung im Bereich GPS, mit der Huawei die Genauigkeit im Vergleich zum Vorgänger von 2021 deutlich erhöht hat. Die GT Runner 2 nutzt eine „3D-Floating-Antennenarchitektur“. Dabei isoliert der farbige Ring unter der Lünette diese vom Gehäuse, so dass die Lünette selbst wiederum als nicht-geerdete Antenne dienen kann, während das Gehäuse als geerdete, normale Antenne genutzt wird.
Die zusätzliche nicht-geerdete Antenne sorgt für einen besseren Empfang des GPS. So wird selbst in anspruchsvollen Umgebungen wie Tunneln, zwischen Gebäuden oder in Wäldern eine zuverlässige Positionsbestimmung möglich. Darüber hinaus kann durch den Einsatz zweier Antennen der Zeitversatz vom GPS-Signal bestimmt werden, so dass zirkular-polarisierte Signale gemessen werden können. Durch diese aufwendige Antennenkonstruktion bietet die kleinere GT Runner 2 auch ein besseres GPS-Signal als beispielsweise die Huawei Watch GT 6 (Test), obwohl diese größer ist.
Für einen optimalen GPS-Empfang können die Satelliten-Informationen in den Einstellungen des Workouts manuell vor dem Lauf aktualisiert werden. Grundsätzlich sollte vor dem Starten eines Laufs kurz darauf gewartet werden, bis die Positionsbestimmung abgeschlossen ist, was unter normalen Bedingungen umgehend erledigt ist.
In Berlin zeigt sich das GPS der GT Runner 2 im Test zwar von einer guten, aber auch nicht von einer gänzlich fehlerfreien Seite. Im Vergleich mit einer Apple Watch 11 fällt das Ergebnis quasi identisch gut aus. Das Signal ist stabil und es kommt nur zu kleineren Abweichungen im Detail, die interessanterweise bei der Apple Watch und der GT Runner 2 an denselben Stellen sehr ähnlich aufgetreten sind. Dort, wo die Apple Watch etwas daneben lag, lag im Test also auch die GT Runner 2 leicht daneben. Die absolute Abweichung ist dabei gering, festzustellen ist jedoch, dass sich die GT Runner 2 hier eben nicht klar absetzen kann.
Bei der zurückgelegten Distanz stehen 7,79 km bei Apple 7,65 km bei Huawei gegenüber. Eine Abweichung ist somit durchaus vorhanden, wer am Ende richtiger liegt, ließ sich im Test aber nicht zweifelsfrei ermitteln.
Allerdings gab es im Test ebenso auch Aufzeichnungen, in denen die Route sehr akkurat und völlig ohne Abweichungen oder Sprünge aufgezeichnet wurde.
Trainingsziel Marathon
Ein spezieller Marathonmodus soll die Läufer beim Training für diesen, beim Marathon selbst und nach dem Lauf mit maßgeschneiderten Trainingsplänen, Laufdaten und einer detaillierten Auswertung begleiten. Im Marathon-Modus ist die Pace als wichtigste Anzeige beim Laufen die Standardanzeige auf dem Display, während sonst die Herzfrequenz immer im Vordergrund steht. Die Pace sei für Marathon-Läufer aber im Rennverlauf viel entscheidender. Im normalen Laufmodus der GT Runner 2 steht hingegen die Herzfrequenz weiterhin im Fokus.
Zudem wird im Marathon-Modus der Fortschritt zum Ziel angezeigt und es lassen sich Ziele für die Pace und die Herzfrequenz setzen, die dann kontinuierlich abgeglichen werden. Der Modus zeigt auch an, in welchen Bereichen sich Pace und Herzfrequenz bewegen sollten, so dass man versuchen kann, diese während des Laufs einzuhalten.
Teil des Marathonmodus sind neben der Echtzeit-Anzeige zur Pace auch eine Laufleistungsmessung und Erinnerungen zur Energiezufuhr auf dem Handgelenk.
Über die App auf dem Smartphone können auch Events herausgesucht werden, an denen man teilnehmen möchte und diese mit einer Zeitvorgabe als Trainingsziel festlegen. Basierend darauf wird dann ein entsprechender Trainingsplan entworfen, der nicht immer nur Laufen beinhaltet, sondern auch Krafttraining vorgeben kann. An welchen Tagen trainiert werden soll, kann man dabei auch vorab festlegen, damit dies berücksichtigt wird. Vor einem Lauf gibt der virtuelle Coach Tipps, wie stark man sich heute verausgaben sollte. Nach einem Lauf wird die eigene Leistung auch ins Verhältnis zu anderen Läufern gesetzt, etwa ob man schneller oder langsamer ist als der Durchschnitt.
Läufe können im FIT/TCX-Format importiert und exportiert werden, um sie mit anderen Apps zu synchronisieren. Dieser Web-basierte Im- und Export wird allerdings erst nach dem Verkaufsstart zur Verfügung stehen.
Laktatschwellenmessung für Ausdauertraining
Die GT Runner 2 bietet zudem einen nicht-invasiven Algorithmus zur Laktatschwellen-Erkennung. Die Laktatschwelle (meist die anaerobe Schwelle) ist die Belastungsintensität, bei der sich Laktatbildung und -abbau im Gleichgewicht befinden. Sie stellt somit die Grenze zwischen aerober und anaerober Energiebereitstellung dar. Wird sie überschritten, kann man zu schnell ermüden. Ziel ist es deshalb, an dieser Schwelle zu trainieren, um die Ausdauer zu verbessern. Die Laktatschwelle wird von Huawei anhand der erhobenen Daten in der Cloud berechnet und automatisch aktualisiert. Sie fließt wiederum in die individuellen Trainingspläne ein.
Running Power und Recovery Time
Um mehr und bessere Schlüsse aus den Laufergebnissen ziehen zu können, hat Huawei auch an anderen Stellen Veränderungen vorgenommen und Neuerungen eingeführt.
Das Erfassen der Running Power ist bei der Watch GT Runner 2 zum ersten Mal dabei. Es wird festgehalten, wie viel Kraft fürs Laufen aufgewendet wird, wobei Steigung, Geschwindigkeit und Herzfrequenz berücksichtigt werden. Im Laufe der Zeit wird ein historischer Trend erstellt, um die persönliche, bestenfalls optimale Running Power einsehen zu können.
Darüber hinaus wurde die Funktion der Recovery Time verbessert. Die Dauer der optimalen Erholung wird nun nicht einmalig festgelegt und dann nicht mehr verändert, sondern auch Faktoren wie Schlaf und Stress fließen nun in die Betrachtung mit ein, so dass sich die Recovery Time bis zum nächsten Training auch verlängern kann, wenn man beispielsweise schlecht geschlafen hat. Der Countdown ist nun also keine fixe Größe mehr.
Auch das UI zum Training im aeroben und anaeroben Bereich hat ein Update erfahren, um dieses einfacher erkennbar zu machen.
Auch für andere Sportarten und tiefes Tauchen
Auch abseits des Laufens kann die GT Runner 2 für andere Sportarten genutzt werden. Trotz des neuen Gehäusedesigns wird so beispielsweise nun auch das Freitauchen bis zu einer Tiefe von 40 Metern unterstützt. Um das Untertauchen der Uhr beim normalen Schwimmen muss man sich also keine Sorgen machen. Offiziell ist die GT Runner 2 mit einer IP69- und 5-ATM-Zertifizierung versehen.
Akkulaufzeit der GT Runner 2
Huawei nennt für die GT Runner 2 eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen. Beim Laufen mit kontinuierlich aktivem GPS sollen bis zu 32 Stunden am Stück möglich sein – bei der Huawei Watch GT 6 sind es 25 Stunden. Damit liegt Huawei in diesem Bereich leicht vor der Konkurrenz, die bis zu 31 Stunden (Coros Pace Pro und 4) oder 21 Stunden (Garmin Forerunner 970) erreicht. Im Test ist die Akkulaufzeit stark von der Art der Nutzung abhängig. Aktiviertes GPS und Tracking reduziert sie deutlich. Nach 2,5 Stunden verliert die Huawei Watch GT Runner 2 beim Laufen rund 15 Prozent Akku. Bestenfalls sind so rund 17 Stunden kontinuierliches Tracking möglich.
Wird die GT Runner 2 hingegen nur als normale Smartwatch genutzt, werden bei aktiviertem Always-on-Display, Schlaftracking und kontinuierlich aufgezeichneten Vitalwerten rund 15 Prozent Akku innerhalb von 24 Stunden verbraucht. Daraus ergibt sich eine Akkulaufzeit von 6 bis 7 Tagen. Das ist zwar immer noch überdurchschnittlich, an 14 Tage kommt man jedoch nur heran, wenn man das Always-on-Display deaktiviert und die Messungen reduziert.
Geladen wird der 540-mAh-Akku wie bei anderen aktuellen Huawei-Smartwatches kabellos mit einem kleinen Ladepad, das der Uhr beiliegt. Die leere Uhr vollständig aufzuladen dauert rund 1:20 Stunden.
Curve Pay: Neue NFC-Zahlung bei Huawei
Parallel zur Watch GT Runner 2 wird in ausgewählten Märkten auch die Bezahlfunktion Curve Pay auf den Smartwatches von Huawei eingeführt – nachdem dem bisher genutzten Quicko die Lizenz entzogen und der Dienst eingestellt wurde. Auch in Deutschland kann Curve Pay via NFC auf der GT Runner 2 genutzt werden, um mit der Smartwatch von Huawei über das Handgelenk zu bezahlen, auch wenn das eigene Smartphone gerade nicht in der Nähe ist. Voraussetzung ist, dass man Curve nutzt und dieses über die App mit der Smartwatch verknüpft. Curve steht somit nicht mehr nur auf den Smartphones von Huawei zur Verfügung. Viele Nutzer werden den Wechsel von Quicko zu Curve begrüßen, da Curve sehr viel verbreiteter und eine international anerkannte Zahlungsmethode ist, in die man deutlich mehr Vertrauen hat als in Quicko, bei dem man Geld hinterlegen musste.
Um Curve Pay auf der GT Runner 2 zu nutzen, muss die App über die Huawei AppGallery auf der Smartwatch installiert werden. Vorinstalliert ist die neue und einzige Option zum kontaktlosen Zahlen nicht. Dann geht man auf der Smartwatch in den Einstellungen auf „Weitere Verbindungen“ und wählt „NFC“ aus. Dort stellt man anstelle der vorausgewählten Standardbezahlmethode Wallet nun Curve Pay ein.
Nun kann man in den Einstellungen der Smartwatch noch konfigurieren, dass über den unteren Button beim Doppelklick Curve Pay gestartet wird. Damit man Curve Pay dann auch nutzen kann, muss die App auf dem verbundenen Smartphone installiert und konfiguriert sein. Im Launchpad unter Wearables muss dafür einfach Curve Pay für die GT Runner 2 aktiviert werden. Die in Curve Pay hinterlegte Karte wird dann auch auf der Smartwatch hinterlegt. Curve Pay ausschließlich über die GT Runner 2 einzurichten, ist also nicht möglich.
Kontrolle vieler Gesundheitswerte nicht nur beim Laufen
Mit dem TruSense-Sensor an der Unterseite der GT Runner 2 zeichnet die Smartwatch aber nicht nur beim Laufen oder anderen Sportarten die Herzfrequenz auf, sondern erlaubt auch eine EKG-Messung sowie das Tracking der Herzfrequenzvariabilität, der Blutsauerstoffsättigung und der arteriellen Steifigkeit. Auch Herzrhythmusstörungen über eine Pulswellenanalyse können erkannt werden. Zudem lässt sich der Schlaf, die Hauttemperatur, der Stress und die Atmung über die Sensorik der Uhr auswerten. Den x-Tap-Sensor, den Huawei mit der Watch 5 (Test) eingeführt hat, um einige Messwerte zusätzlich auch über die Fingerspitze erfassen zu können, bietet die GT Runner 2 jedoch nicht.
Beim Schlaftracking mit der GT Runner 2 ist im Test erneut aufgefallen, dass sie kurze Wachphasen insbesondere am Morgen nicht so gut erkennt wie beispielsweise die Apple Watch. Selbst mehrmalige kurze Wachphasen, bei denen man auf den Wecker geguckt und sich umgedreht hat, wurden im Test nicht als solche erkannt, während die Apple Watch sie korrekt als solche abgebildet hat.
Bei der Messung der Herzfrequenz liegen Huawei Watch GT Runner 2 und Apple Watch Series 11 (Test) hingegen immer fast exakt gleichauf, meist mit maximal einem Herzschlag Abweichung.
Fazit
Zunächst muss festgehalten werden, dass sich die Huawei Watch GT Runner 2 hervorragend trägt. Größe, Gewicht, Design, Verarbeitung und das Stoffarmband überzeugen im Alltag ebenso wie das helle, scharfe und kontrastreiche Display und machen einen spürbaren Unterschied, wenn man vorher eine größere, normale Smartwatch getragen hat. Die GT Runner 2 ist n icht nur jederzeit beim Laufen leicht abzulesen, sondern trägt sich dabei auch sehr angenehm leicht. Die Akkulaufzeit liegt im Alltag als Smartwatch bei 6 bis 7 Tagen, wenn man alle Funktionen und das Always-on-Display aktiviert. Kontinuierliches GPS-Tracking reduziert die Akkulaufzeit deutlich, aber beim Training muss trotzdem niemand besorgt sein, dass die Uhr vor dem Träger aufgibt.
Beim GPS liefert die GT Runner 2 zwar eine sehr gute Positionsbestimmung, erweist sich im Test aber trotz der enormen technischen Anstrengungen von Huawei zunächst nicht genauer als die Konkurrenz. Stattdessen zeigten sich im Vergleich mit einer Apple Watch 11 an genau denselben Orten leichte Abweichungen von der tatsächlichen Route, die im Normalfall aber für die allermeisten Nutzer keinerlei Bedeutung haben. Angesichts der betriebenen Bemühungen in diesem Bereich ist es aber erwähnenswert. Nicht berücksichtigt werden konnten im Test zudem Gebiete mit einer deutlich schlechteren Abdeckung als Berlin und Umgebung. Die während des Trainings erfassten Daten sind erneut genau und insbesondere auch die Herzfrequenz wird ohne große Abweichungen erfasst.
Im Vergleich mit Garmin scheinen die Funktionen der GT Runner 2 etwas leichter zugänglich und intuitiver, während Garmin für all jene, die wirklich selbst tief in ihre erfassten Daten einsteigen möchten, etwas mehr bietet. Eingefleischte Garmin-Nutzer zu einem Wechsel zu bewegen, dürfte aber ohnehin schwer und weniger das Ziel sein, als neue Käufer zu gewinnen, die den Fokus aufs Laufen legen, die Smartwatch-Funktionalitäten aber nicht hintenanstellen möchten.
Künftig nicht auf die GT Runner 2 beschränkt, ist der Wechsel zu Curve Pay für kontaktloses NFC-Bezahlen über die Smartwatch eine echte Bereicherung für die Huawei-Smartwatches. Quicko ist glücklicherweise passé und Curve Pay als etabliertes Verfahren die deutlich seriösere Lösung, die nun hoffentlich Bestand hat.
Trotz der speziell aufs Laufen ausgerichteten Funktionen eignet sich die Huawei Watch GT Runner 2 auch als leichte Smartwatch für andere Sportarten. Und auch bei der Erfassung der Gesundheitsdaten hat Huawei keine wichtige Funktion weggelassen. Neben der Herzfrequenz, ihrer Variabilität, der Blutsauerstoffsättigung und der Hauttemperatur sind deshalb auch Funktionen wie ein EKG, arterielle Steifigkeit, eine Pulswellenarrhythmieerkennung, Stress, Schlafanalyse mit Atmungsanalyse integriert. Auch eine Sturzerkennung und Notfall-SOS werden geboten.
Preislich ordnet sich die Huawei GT Runner 2 mit einer UVP von 399 Euro zwischen Coros (günstiger) und Garmin (teurer) ein.
Anders als Apple und Samsung koppelt Huawei keine Funktion speziell an die eigenen Smartphones. Die Huawei Watch GT Runner 2 ist sowohl mit Android als auch iOS kompatibel.
- Umfangreiche Lauf-Features
- Curve Pay für kontaktloses Bezahlen
- Leicht und angenehm zu tragen
- Hervorragendes OLED-Display
- Präzises GPS
- Lange Akkulaufzeit
- Sturzerkennung
- EKG, Herzfrequenz, HRV, SpO2, arterielle Steifigkeit, Temperatursensor, Schlafanalyse
- Genaue Gesundheitswerte
- Hervorragende Verarbeitungsqualität
- Armband auswechselbar (22 mm)
- Bluetooth-Telefonie
- Flüssige Bedienung
- Gute App
- GPS kann sich nicht von Konkurrenz absetzen
- Wenig Drittanbieter-Apps
ComputerBase hat die Watch GT Runner 2 leihweise unter NDA von Huawei zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Blind-Shooter Blindfire: „Lights Out“ spielt im Dunkeln und lässt die Lichter an

Im Dunkeln spielen, das steckt hinter dem Multiplayer-Shooter Blindfire. Der wurde zwar eingestellt, ist mit dem jüngsten und letzten Update dafür aber kostenlos geworden und bleibt spielbar. Die „Lights Out“-Version lässt die Lichter an.
Ein wenig erinnert die Idee von Blindfire an Superhot, wo die Zeit läuft nur, wenn man sich selbst bewegt. Bei diesem Multiplayer-Titel bleiben die Karten allerdings dunkel. Lichtfallen beleuchten das Geschehen nur kurz, ansonsten gilt es, sich auf Mündungsfeuer und die Akustik zu verlassen, um andere Spieler zu orten. Die Spielgeschwindigkeit ist deshalb recht langsam, die Magazine klein. Beides legt bewusstes Vorgehen nahe.
Laut Entwicklern, die sich dabei auf Spieler berufen, eignet sich Blindfire damit tatsächlich auch für Spieler ohne Sehvermögen. Sie bekommen mit dem letzten Update akustische Hinweise zur Orientierung in Levels und als Zielhilfe, der „Audio Aim Assist“. Zusätzlich gibt es zwei neue Waffen, neue Skins – für ein Spiel, in dem man andere Spieler kaum sieht – und Achievements.
So spielt sich Blindfire
Mit diesem Konzept steckt hinter Blindfire eine definitiv ungewöhnliche Idee. Wie spielt sich das? Der Titel ist sicherlich nicht der nächste Megahit, aber durchaus frisch. Für ein paar Partien unterhält das Konzept durch seinen Neuigkeitswert – auch ohne sich groß darauf einzulassen. So hell wie auf dem Teaser-Bild ist Blindfire eigentlich nur in der MVP-Sequenz am Ende eines Matches, ansonsten bleibt es stockdüster.
Für ein paar Runden lohnt es sich einmal hineinzuschauen, zumal der Titel wirklich kostenlos und nicht bloß Free to Play angeboten wird. Die Mühe ist gering: Systemanforderungen sind extrem niedrig, die Downloadgröße mit 3 Gigabyte überschaubar.
Spiele sollen leben
Grund für die kostenlose Veröffentlichung ist laut den Entwicklern der Wunsch, das Spiel zu erhalten. Geplant sei, die Server ohne zeitliche Begrenzung am Laufen zu halten. „Wir weigern uns, unser Werk zu begraben, nur weil die Dinge nicht perfekt gelaufen sind“, schreiben die Entwickler, „wir halten es am Leben, weil wir stolz darauf sind“.
Blindfire was a flash in the dark. It was weird, loud and ours. It is staying online for anyone who wants to play it today, tomorrow or years from now. Thanks for being part of the journey.
Double Eleven
Spiele seien „Kunst und sie verdienen es bewahrt zu werden“. Damit knüpfen sie an die Stop-Killing-Games-Initiative an, hinter der der selbe Grundgedanke steckt. Und das ist alles: Werbung oder Marketing-Kampagnen für Blindfire werde es nicht geben, die „Lights Out“-Version verstehe sich als „ein Geschenk für alle, die sehen wollen, was wir erschaffen haben“. Und das ist verdammt cool.
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Samsung Odyssey OLED G8: Neue 4K-UHD-Monitore im Doppelpack mit 27″ und 32″

Samsung bringt weitere Gaming-Monitore mit QD-OLED. Die neuen Modelle der Reihe Odyssey OLED G8 G80SH liefern 4K UHD auf rund 27 Zoll (S27HG802S) und 32 Zoll (S32HG802S). Beide arbeiten mit 240 Hz und besitzen einen DisplayPort 2.1 mit voller Geschwindigkeit (UHBR20) sowie USB-C mit 98 Watt.
Mit Anti-Reflexion, doch ohne QuantumBlack?
Die neuen Samsung-Monitore verwenden das gleiche Design mit besonders flachem Standfuß und silbergrauem Gehäuse samt RGB-Leuchtring auf der Rückseite. Die „Anti-Reflexions-Folie“ soll besser als herkömmliche Folien arbeiten. Von „QuantumBlack“ steht hier allerdings nichts. Dabei hatte Samsungs Display-Tochter im März noch erklärt, dass diese Folie „für alle neuen Produkte des Jahres 2026 geplant“ sei.
DP2.1 UHBR20, HDMI 2.1 und USB-C mit 98 W
Auch bei den Anschlüssen herrscht Einigkeit, sodass sowohl der S27HG802S als auch der S32HG802S über einen DisplayPort 2.1 mit vollen 80 Gbit/s sowie zweimal HDMI 2.1 verfügen. Der einzelne USB-C-Upstream-Port liefert bis zu 98 Watt und unterstützt den DP-Alt-Modus. Von den beiden USB-A-Buchsen diene eine lediglich für „Service“, berichtet die Website DisplaySpecifications, der augenscheinlich noch detailliertere Datenblätter vorliegen. Eine KVM-Funktion wird nicht geboten.
Panels der 3. und 4. Generation
Da die 32″-Zoll-Variante mit einer höheren „typischen“ Helligkeit von 300 cd/m² sowie der Zertifizierung nach DisplayHDR True Black 500 beschrieben wird, ist von einem QD-OLED-Panel der 4. Generation auszugehen. Beim S27HG802S weisen 250 cd/m² und True Black 400 in Richtung der 3. Generation. Weitere Eckdaten verraten die nachfolgende Tabelle sowie Samsungs Produktseiten*.
Preise und Verfügbarkeit
Der kleinere S27HG802S wird für 1.029 Euro zur Vorbestellung angeboten, der Versand soll voraussichtlich ab dem 19.06.2026 erfolgen. Für den größeren S27HG802S werden 1.099 Euro fällig. Dieser soll voraussichtlich bereits ab dem 05.06.2026 ausgeliefert werden.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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chromax.black: Schwarze Noctua NF-A12x25 G2 PWM sind zum Greifen nahe

Noctuas G2-Lüfter gibt es bis dato nur als 140 mm messende NF-A14x25 G2 PWM auch in Schwarz („chromax.black“). Jetzt steht die Veröffentlichung der schwarzen Variante des NF-A12x25 G2 PWM mit 120 mm aber offensichtlich kurz bevor.
„Wir sind so nahe…“
Darauf deuten von Noctua auf Social-Media-Plattformen veröffentlichte Bilder hin, die schwarze Lüfter zeigen.
Die
schwarzen NF-A14x25(r) G2 chromax.black waren den typisch braunen im November 2025 mit über einem Jahr Abstand gefolgt. Parallel erschien auch eine schwarze Version des Noctua NH-D15 G2.
Sofern die schwarzen 120-mm-Lüfter wirklich in Kürze den Markt erreichen, hätte es beim NF-A12x25 G2 damit nicht ganz so lange gedauert, denn sie wurden in Braun erst zur Computex 2025 vor knapp einem Jahr präsentiert.
Darum braucht chromax.black immer so lange
Warum die schwarzen Varianten immer mit deutlichem Zeitversatz erscheinen, hatte Noctua in der Vergangenheit bereits wiederholt erklärt, zuletzt im April per Blog-Post noch einmal über die eigene Webseite.
Zusammengefasst: Die schwarzen Farbpigmente im flüssigen Kunststoff verhalten sich in der Produktion gänzlich anders als die braunen, was die Viskosität, Wärmeleitfähigkeit und Kristallisation des Kunststoffs beeinflusst. Um den Lüftern 1:1 dieselben Eigenschaften wie den braunen Varianten zu verpassen, muss also auch Entwicklungsarbeit geleistet, statt nur schwarze Farbpigmente zugegeben werden.
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