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Huawei GT Runner 2 Laufuhr im Test
Die Huawei Watch GT Runner 2 zielt auf Läufer und soll Garmin und Coros angreifen. Helfen soll dabei neben speziellen Software-Features fürs Laufen auch technisches Know-How etwa beim GPS, indem die Lünette als ungeerdete, zweite Antenne fungiert. Und mit Curve Pay kann man auch endlich richtig kontaktlos bezahlen. Der Test.
Mit der Watch GT Runner 2 bringt Huawei nach fünf Jahren Entwicklung eine neue Laufuhr auf den Markt. Sowohl die Hard- als auch Software der neuen Smartwatch sei komplett um das Lauferlebnis herum entwickelt worden, um sich von normalen Smartwatches abzusetzen. Bei einer normalen Laufuhr seien die summierten Abweichungen sowohl der Distanz als auch der Pace bei längeren Läufen zu groß. Etwa bei einem Marathon könne die erfasste Laufstrecke von der tatsächlich zurückgelegten Distanz um mehrere Kilometer abweichen. Man habe sich für Laufen als universellste aller Sportarten entschieden, da Laufen sowohl von Einsteigern als auch Profis betrieben werden kann.
Die Huawei Watch GT Runner 2 richtet sich laut Huawei sowohl an Freizeitläufer als auch an fortgeschrittene Läufer und soll diese sowohl beim Training als auch bei den Wettkämpfen selbst begleiten und mit Daten und Analysen unterstützen. Als globaler Markenbotschafter der Huawei Watch GT Runner 2 trat der zweimalige Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge auf dem Event in Madrid auf.
Die Huawei Watch GT Runner 2 ist ab heute in Deutschland erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 399 Euro. Bis zum 13. Mai erhalten Käufer bei Huawei 30 Euro Rabatt. Als Farben stehen Dusk Blue, Dawn Orange und Midnight Black zur Wahl. Neben einem gewebten Armband, das atmungsaktiv ist und Schweißansammlung unter dem Band verhindert, legt Huawei der GT Runner 2 ein zusätzliches Silikon-Armband bei.
Technik aufs Laufen ausgelegt
Bei der Technik der Smartwatch hat Huawei einige Anpassungen vorgenommen, um die Smartwatch fürs Laufen zu optimieren. Dies beginnt damit, dass die GT Runner 2 mit einem Gewicht von 34,5 g ohne Armband (43,5 g mit Band) und einer Größe von 43,5 x 43,5 x 10,7 mm am Handgelenk kleiner und leichter ausfällt als viele andere Smartwatches. Eine Garmin Forerunner 970 misst 47 × 47 × 12,9 mm (38 Gramm), eine Coros Pace Pro 46 × 46 × 12,25 mm und die Coros Pace 4 ähnlich wie die GT Runner 2 43,4 × 43,4 × 11,8 mm bei 40 Gramm.
Allein auf den Akku entfallen von den 34,5 Gramm schon 8,5 Gramm. Das Display wiegt knapp 3 Gramm und das Glas 1,5 Gramm. Das PCB kommt auf 3,1 Gramm. Huawei hat hier bei jedem Bauteil versucht, möglichst viel Gewicht einzusparen, so dass die GT Runner 2 die leichteste Smartwatch des Unternehmens geworden ist. Am Handgelenk beim Laufen merkt man das im Vergleich zu einer klassischen Smartwatch sofort, die GT Runner 2 ist merklich und angenehm leicht. Dennoch sind dank Mikrofon und Lautsprecher auch Bluetooth-Anrufe über die Smartwatch möglich. Als Bluetooth-Standard dient hier schon Version 6.0.
Zum Schutz des Displays wird deshalb auch bewusst auf Kunlun Glass statt Saphirglas gesetzt, da dies leichter ist. Das sich nunmehr auch bei Laufuhren durchsetzende AMOLED-Display der GT Runner 2 leuchtet bis zu 3.000 cd/m² hell und bietet auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine problemlose Ablesbarkeit. Die Helligkeit des Displays passt sich automatisch dem Umgebungslicht an. Mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln bei einer Größe von 1,32 Zoll bietet die GT Runner 2 ein scharfes Bild mit 352 ppi, das im Alltag keine Wünsche offen lässt.
Neue Antenne für deutlich besseres GPS
Die Titan-Lünette und das Titan-Gehäuse sollen hingegen nicht nur robust sein, sondern haben jeweils auch einen praktischen Nutzen. Denn das Metall-Gehäuse kann selbst als GPS-Antenne fungieren, weshalb sich im Gehäuse seitlich kleine Trennstreifen finden, wie man sie von Smartphones kennt, die die Antenne trennen. Als Standards zur Positionsbestimmung werden übrigens GPS, GLONASS, Galileo, Beidou und QZSS unterstützt.
Doch das ist nicht die einzige Neuerung im Bereich GPS, mit der Huawei die Genauigkeit im Vergleich zum Vorgänger von 2021 deutlich erhöht hat. Die GT Runner 2 nutzt eine „3D-Floating-Antennenarchitektur“. Dabei isoliert der farbige Ring unter der Lünette diese vom Gehäuse, so dass die Lünette selbst wiederum als nicht-geerdete Antenne dienen kann, während das Gehäuse als geerdete, normale Antenne genutzt wird.
Die zusätzliche nicht-geerdete Antenne sorgt für einen besseren Empfang des GPS. So wird selbst in anspruchsvollen Umgebungen wie Tunneln, zwischen Gebäuden oder in Wäldern eine zuverlässige Positionsbestimmung möglich. Darüber hinaus kann durch den Einsatz zweier Antennen der Zeitversatz vom GPS-Signal bestimmt werden, so dass zirkular-polarisierte Signale gemessen werden können. Durch diese aufwendige Antennenkonstruktion bietet die kleinere GT Runner 2 auch ein besseres GPS-Signal als beispielsweise die Huawei Watch GT 6 (Test), obwohl diese größer ist.
Für einen optimalen GPS-Empfang können die Satelliten-Informationen in den Einstellungen des Workouts manuell vor dem Lauf aktualisiert werden. Grundsätzlich sollte vor dem Starten eines Laufs kurz darauf gewartet werden, bis die Positionsbestimmung abgeschlossen ist, was unter normalen Bedingungen umgehend erledigt ist.
In Berlin zeigt sich das GPS der GT Runner 2 im Test zwar von einer guten, aber auch nicht von einer gänzlich fehlerfreien Seite. Im Vergleich mit einer Apple Watch 11 fällt das Ergebnis quasi identisch gut aus. Das Signal ist stabil und es kommt nur zu kleineren Abweichungen im Detail, die interessanterweise bei der Apple Watch und der GT Runner 2 an denselben Stellen sehr ähnlich aufgetreten sind. Dort, wo die Apple Watch etwas daneben lag, lag im Test also auch die GT Runner 2 leicht daneben. Die absolute Abweichung ist dabei gering, festzustellen ist jedoch, dass sich die GT Runner 2 hier eben nicht klar absetzen kann.
Bei der zurückgelegten Distanz stehen 7,79 km bei Apple 7,65 km bei Huawei gegenüber. Eine Abweichung ist somit durchaus vorhanden, wer am Ende richtiger liegt, ließ sich im Test aber nicht zweifelsfrei ermitteln.
Allerdings gab es im Test ebenso auch Aufzeichnungen, in denen die Route sehr akkurat und völlig ohne Abweichungen oder Sprünge aufgezeichnet wurde.
Trainingsziel Marathon
Ein spezieller Marathonmodus soll die Läufer beim Training für diesen, beim Marathon selbst und nach dem Lauf mit maßgeschneiderten Trainingsplänen, Laufdaten und einer detaillierten Auswertung begleiten. Im Marathon-Modus ist die Pace als wichtigste Anzeige beim Laufen die Standardanzeige auf dem Display, während sonst die Herzfrequenz immer im Vordergrund steht. Die Pace sei für Marathon-Läufer aber im Rennverlauf viel entscheidender. Im normalen Laufmodus der GT Runner 2 steht hingegen die Herzfrequenz weiterhin im Fokus.
Zudem wird im Marathon-Modus der Fortschritt zum Ziel angezeigt und es lassen sich Ziele für die Pace und die Herzfrequenz setzen, die dann kontinuierlich abgeglichen werden. Der Modus zeigt auch an, in welchen Bereichen sich Pace und Herzfrequenz bewegen sollten, so dass man versuchen kann, diese während des Laufs einzuhalten.
Teil des Marathonmodus sind neben der Echtzeit-Anzeige zur Pace auch eine Laufleistungsmessung und Erinnerungen zur Energiezufuhr auf dem Handgelenk.
Über die App auf dem Smartphone können auch Events herausgesucht werden, an denen man teilnehmen möchte und diese mit einer Zeitvorgabe als Trainingsziel festlegen. Basierend darauf wird dann ein entsprechender Trainingsplan entworfen, der nicht immer nur Laufen beinhaltet, sondern auch Krafttraining vorgeben kann. An welchen Tagen trainiert werden soll, kann man dabei auch vorab festlegen, damit dies berücksichtigt wird. Vor einem Lauf gibt der virtuelle Coach Tipps, wie stark man sich heute verausgaben sollte. Nach einem Lauf wird die eigene Leistung auch ins Verhältnis zu anderen Läufern gesetzt, etwa ob man schneller oder langsamer ist als der Durchschnitt.
Läufe können im FIT/TCX-Format importiert und exportiert werden, um sie mit anderen Apps zu synchronisieren. Dieser Web-basierte Im- und Export wird allerdings erst nach dem Verkaufsstart zur Verfügung stehen.
Laktatschwellenmessung für Ausdauertraining
Die GT Runner 2 bietet zudem einen nicht-invasiven Algorithmus zur Laktatschwellen-Erkennung. Die Laktatschwelle (meist die anaerobe Schwelle) ist die Belastungsintensität, bei der sich Laktatbildung und -abbau im Gleichgewicht befinden. Sie stellt somit die Grenze zwischen aerober und anaerober Energiebereitstellung dar. Wird sie überschritten, kann man zu schnell ermüden. Ziel ist es deshalb, an dieser Schwelle zu trainieren, um die Ausdauer zu verbessern. Die Laktatschwelle wird von Huawei anhand der erhobenen Daten in der Cloud berechnet und automatisch aktualisiert. Sie fließt wiederum in die individuellen Trainingspläne ein.
Running Power und Recovery Time
Um mehr und bessere Schlüsse aus den Laufergebnissen ziehen zu können, hat Huawei auch an anderen Stellen Veränderungen vorgenommen und Neuerungen eingeführt.
Das Erfassen der Running Power ist bei der Watch GT Runner 2 zum ersten Mal dabei. Es wird festgehalten, wie viel Kraft fürs Laufen aufgewendet wird, wobei Steigung, Geschwindigkeit und Herzfrequenz berücksichtigt werden. Im Laufe der Zeit wird ein historischer Trend erstellt, um die persönliche, bestenfalls optimale Running Power einsehen zu können.
Darüber hinaus wurde die Funktion der Recovery Time verbessert. Die Dauer der optimalen Erholung wird nun nicht einmalig festgelegt und dann nicht mehr verändert, sondern auch Faktoren wie Schlaf und Stress fließen nun in die Betrachtung mit ein, so dass sich die Recovery Time bis zum nächsten Training auch verlängern kann, wenn man beispielsweise schlecht geschlafen hat. Der Countdown ist nun also keine fixe Größe mehr.
Auch das UI zum Training im aeroben und anaeroben Bereich hat ein Update erfahren, um dieses einfacher erkennbar zu machen.
Auch für andere Sportarten und tiefes Tauchen
Auch abseits des Laufens kann die GT Runner 2 für andere Sportarten genutzt werden. Trotz des neuen Gehäusedesigns wird so beispielsweise nun auch das Freitauchen bis zu einer Tiefe von 40 Metern unterstützt. Um das Untertauchen der Uhr beim normalen Schwimmen muss man sich also keine Sorgen machen. Offiziell ist die GT Runner 2 mit einer IP69- und 5-ATM-Zertifizierung versehen.
Akkulaufzeit der GT Runner 2
Huawei nennt für die GT Runner 2 eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen. Beim Laufen mit kontinuierlich aktivem GPS sollen bis zu 32 Stunden am Stück möglich sein – bei der Huawei Watch GT 6 sind es 25 Stunden. Damit liegt Huawei in diesem Bereich leicht vor der Konkurrenz, die bis zu 31 Stunden (Coros Pace Pro und 4) oder 21 Stunden (Garmin Forerunner 970) erreicht. Im Test ist die Akkulaufzeit stark von der Art der Nutzung abhängig. Aktiviertes GPS und Tracking reduziert sie deutlich. Nach 2,5 Stunden verliert die Huawei Watch GT Runner 2 beim Laufen rund 15 Prozent Akku. Bestenfalls sind so rund 17 Stunden kontinuierliches Tracking möglich.
Wird die GT Runner 2 hingegen nur als normale Smartwatch genutzt, werden bei aktiviertem Always-on-Display, Schlaftracking und kontinuierlich aufgezeichneten Vitalwerten rund 15 Prozent Akku innerhalb von 24 Stunden verbraucht. Daraus ergibt sich eine Akkulaufzeit von 6 bis 7 Tagen. Das ist zwar immer noch überdurchschnittlich, an 14 Tage kommt man jedoch nur heran, wenn man das Always-on-Display deaktiviert und die Messungen reduziert.
Geladen wird der 540-mAh-Akku wie bei anderen aktuellen Huawei-Smartwatches kabellos mit einem kleinen Ladepad, das der Uhr beiliegt. Die leere Uhr vollständig aufzuladen dauert rund 1:20 Stunden.
Curve Pay: Neue NFC-Zahlung bei Huawei
Parallel zur Watch GT Runner 2 wird in ausgewählten Märkten auch die Bezahlfunktion Curve Pay auf den Smartwatches von Huawei eingeführt – nachdem dem bisher genutzten Quicko die Lizenz entzogen und der Dienst eingestellt wurde. Auch in Deutschland kann Curve Pay via NFC auf der GT Runner 2 genutzt werden, um mit der Smartwatch von Huawei über das Handgelenk zu bezahlen, auch wenn das eigene Smartphone gerade nicht in der Nähe ist. Voraussetzung ist, dass man Curve nutzt und dieses über die App mit der Smartwatch verknüpft. Curve steht somit nicht mehr nur auf den Smartphones von Huawei zur Verfügung. Viele Nutzer werden den Wechsel von Quicko zu Curve begrüßen, da Curve sehr viel verbreiteter und eine international anerkannte Zahlungsmethode ist, in die man deutlich mehr Vertrauen hat als in Quicko, bei dem man Geld hinterlegen musste.
Um Curve Pay auf der GT Runner 2 zu nutzen, muss die App über die Huawei AppGallery auf der Smartwatch installiert werden. Vorinstalliert ist die neue und einzige Option zum kontaktlosen Zahlen nicht. Dann geht man auf der Smartwatch in den Einstellungen auf „Weitere Verbindungen“ und wählt „NFC“ aus. Dort stellt man anstelle der vorausgewählten Standardbezahlmethode Wallet nun Curve Pay ein.
Nun kann man in den Einstellungen der Smartwatch noch konfigurieren, dass über den unteren Button beim Doppelklick Curve Pay gestartet wird. Damit man Curve Pay dann auch nutzen kann, muss die App auf dem verbundenen Smartphone installiert und konfiguriert sein. Im Launchpad unter Wearables muss dafür einfach Curve Pay für die GT Runner 2 aktiviert werden. Die in Curve Pay hinterlegte Karte wird dann auch auf der Smartwatch hinterlegt. Curve Pay ausschließlich über die GT Runner 2 einzurichten, ist also nicht möglich.
Kontrolle vieler Gesundheitswerte nicht nur beim Laufen
Mit dem TruSense-Sensor an der Unterseite der GT Runner 2 zeichnet die Smartwatch aber nicht nur beim Laufen oder anderen Sportarten die Herzfrequenz auf, sondern erlaubt auch eine EKG-Messung sowie das Tracking der Herzfrequenzvariabilität, der Blutsauerstoffsättigung und der arteriellen Steifigkeit. Auch Herzrhythmusstörungen über eine Pulswellenanalyse können erkannt werden. Zudem lässt sich der Schlaf, die Hauttemperatur, der Stress und die Atmung über die Sensorik der Uhr auswerten. Den x-Tap-Sensor, den Huawei mit der Watch 5 (Test) eingeführt hat, um einige Messwerte zusätzlich auch über die Fingerspitze erfassen zu können, bietet die GT Runner 2 jedoch nicht.
Beim Schlaftracking mit der GT Runner 2 ist im Test erneut aufgefallen, dass sie kurze Wachphasen insbesondere am Morgen nicht so gut erkennt wie beispielsweise die Apple Watch. Selbst mehrmalige kurze Wachphasen, bei denen man auf den Wecker geguckt und sich umgedreht hat, wurden im Test nicht als solche erkannt, während die Apple Watch sie korrekt als solche abgebildet hat.
Bei der Messung der Herzfrequenz liegen Huawei Watch GT Runner 2 und Apple Watch Series 11 (Test) hingegen immer fast exakt gleichauf, meist mit maximal einem Herzschlag Abweichung.
Fazit
Zunächst muss festgehalten werden, dass sich die Huawei Watch GT Runner 2 hervorragend trägt. Größe, Gewicht, Design, Verarbeitung und das Stoffarmband überzeugen im Alltag ebenso wie das helle, scharfe und kontrastreiche Display und machen einen spürbaren Unterschied, wenn man vorher eine größere, normale Smartwatch getragen hat. Die GT Runner 2 ist n icht nur jederzeit beim Laufen leicht abzulesen, sondern trägt sich dabei auch sehr angenehm leicht. Die Akkulaufzeit liegt im Alltag als Smartwatch bei 6 bis 7 Tagen, wenn man alle Funktionen und das Always-on-Display aktiviert. Kontinuierliches GPS-Tracking reduziert die Akkulaufzeit deutlich, aber beim Training muss trotzdem niemand besorgt sein, dass die Uhr vor dem Träger aufgibt.
Beim GPS liefert die GT Runner 2 zwar eine sehr gute Positionsbestimmung, erweist sich im Test aber trotz der enormen technischen Anstrengungen von Huawei zunächst nicht genauer als die Konkurrenz. Stattdessen zeigten sich im Vergleich mit einer Apple Watch 11 an genau denselben Orten leichte Abweichungen von der tatsächlichen Route, die im Normalfall aber für die allermeisten Nutzer keinerlei Bedeutung haben. Angesichts der betriebenen Bemühungen in diesem Bereich ist es aber erwähnenswert. Nicht berücksichtigt werden konnten im Test zudem Gebiete mit einer deutlich schlechteren Abdeckung als Berlin und Umgebung. Die während des Trainings erfassten Daten sind erneut genau und insbesondere auch die Herzfrequenz wird ohne große Abweichungen erfasst.
Im Vergleich mit Garmin scheinen die Funktionen der GT Runner 2 etwas leichter zugänglich und intuitiver, während Garmin für all jene, die wirklich selbst tief in ihre erfassten Daten einsteigen möchten, etwas mehr bietet. Eingefleischte Garmin-Nutzer zu einem Wechsel zu bewegen, dürfte aber ohnehin schwer und weniger das Ziel sein, als neue Käufer zu gewinnen, die den Fokus aufs Laufen legen, die Smartwatch-Funktionalitäten aber nicht hintenanstellen möchten.
Künftig nicht auf die GT Runner 2 beschränkt, ist der Wechsel zu Curve Pay für kontaktloses NFC-Bezahlen über die Smartwatch eine echte Bereicherung für die Huawei-Smartwatches. Quicko ist glücklicherweise passé und Curve Pay als etabliertes Verfahren die deutlich seriösere Lösung, die nun hoffentlich Bestand hat.
Trotz der speziell aufs Laufen ausgerichteten Funktionen eignet sich die Huawei Watch GT Runner 2 auch als leichte Smartwatch für andere Sportarten. Und auch bei der Erfassung der Gesundheitsdaten hat Huawei keine wichtige Funktion weggelassen. Neben der Herzfrequenz, ihrer Variabilität, der Blutsauerstoffsättigung und der Hauttemperatur sind deshalb auch Funktionen wie ein EKG, arterielle Steifigkeit, eine Pulswellenarrhythmieerkennung, Stress, Schlafanalyse mit Atmungsanalyse integriert. Auch eine Sturzerkennung und Notfall-SOS werden geboten.
Preislich ordnet sich die Huawei GT Runner 2 mit einer UVP von 399 Euro zwischen Coros (günstiger) und Garmin (teurer) ein.
Anders als Apple und Samsung koppelt Huawei keine Funktion speziell an die eigenen Smartphones. Die Huawei Watch GT Runner 2 ist sowohl mit Android als auch iOS kompatibel.
- Umfangreiche Lauf-Features
- Curve Pay für kontaktloses Bezahlen
- Leicht und angenehm zu tragen
- Hervorragendes OLED-Display
- Präzises GPS
- Lange Akkulaufzeit
- Sturzerkennung
- EKG, Herzfrequenz, HRV, SpO2, arterielle Steifigkeit, Temperatursensor, Schlafanalyse
- Genaue Gesundheitswerte
- Hervorragende Verarbeitungsqualität
- Armband auswechselbar (22 mm)
- Bluetooth-Telefonie
- Flüssige Bedienung
- Gute App
- GPS kann sich nicht von Konkurrenz absetzen
- Wenig Drittanbieter-Apps
ComputerBase hat die Watch GT Runner 2 leihweise unter NDA von Huawei zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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E-Mail: Google erlaubt Änderung der Gmail-Adresse in Deutschland

In den Vereinigten Staaten erlaubt Google bereits die Änderung der eigenen Gmail-Adresse. Jetzt hat das US-amerikanische Unternehmen mit der Einführung dieser Funktion in Deutschland begonnen. Allerdings wird die Möglichkeit zur Anpassung der E‑Mail-Adresse nach und nach freigeschaltet.
Endlich können auch Nutzer aus Deutschland ihre Gmail-Adresse ändern, wie aus einem neuen Google-Supportdokument hervorgeht. Eine Änderung des Teils, der vor @gmail.com erscheint, war bislang nur durch Eröffnung eines neuen Google-Kontos möglich. Doch jetzt geht die Anpassung über die Accountverwaltung, wobei die ursprüngliche E-Mail-Adresse weiterhin erhalten bleibt.
So funktioniert die Änderung der Gmail-Adresse
Die Änderung der eigenen Gmail-Adresse erfolgt über myaccount.google.com/google-account-email, wofür gegebenenfalls eine erneute Anmeldung beim Google-Konto notwendig ist. Nun muss auf „Persönliche Daten“ geklickt werden, das sich links oben im Browserfenster findet. Anschließend ist die Option „E-Mail“ zu wählen und anschließend muss auf „E-Mail-Adresse für das Google-Konto ändern“ geklickt werden. Hier gibt es jetzt den Eintrag „E-Mail-Adresse für das Google-Konto ändern“.
Es sei darauf hingewiesen, dass Google die Option zum Ändern der eigenen Gmail-Adresse schrittweise in Deutschland ausrollt. Wer also noch keine Möglichkeit dazu in seinem Konto findet, muss sich somit noch gedulden, bis Google die Funktion für den eigenen Account freischaltet. Die Änderung der Gmail-Adresse hat zudem keine Auswirkung auf die Daten des eigenen Kontos. Trotzdem empfiehlt Google, zuvor ein Backup der eigenen Daten zu erstellen.
Diese Einschränkungen gibt es
Eine Anpassung der Gmail-Adresse ist jedoch nur einmal pro Jahr möglich. Theoretisch können Anwender dabei insgesamt vier E-Mail-Adressen für das Google-Konto einrichten, also eine Haupt-E-Mail-Adresse und drei zusätzliche E-Mail-Adressen. Für das Hinzufügen zusätzlicher Alternativ-Adressen ist aber entsprechend ein zeitlicher Abstand von jeweils 12 Monaten nötig.
Aber: Einmal registrierte E-Mail-Adressen bei Gmail können nicht mehr erneut verwendet werden, auch bei einer Löschung des eigenen Google-Kontos. So wird sichergestellt, dass keine anderen Personen eine bestimmte Gmail-Adresse zu einem späteren Zeitpunkt registrieren können.
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CB-Funk-Podcast #175: FSR 4.1 auf RX 7000, die Steam Machine und Arc G3 Extreme

FSR 4.1 für RX 7000 mit RDNA 3? Kommt im Juli!? Falsch! Schon jetzt ist es so weit, Jan und Fabian blicken im CB-Funk direkt auf Wolfgangs Test zu Bildqualität und Leistung. Möglich ist das jetzt auf Radeon RX 7000, nicht aber der Steam Machine, die zu allem Überfluss auch erschienen ist – mit einer Lotterie und ohne FSR 4?!
CB-Funk: Die einhundertfünfundsiebzigste Episode
Seit Montag ist AMDs zeitgemäßes KI-Upsampling FSR 4.1 endlich auch auf RDNA-3-Grafikkarten der Serie Radeon RX 7000 verfügbar. Wolfgang hat sich das bereits in einigen unterstützten Spielen angesehen, die Bildqualität gegenüber der „nativen“ Fassung auf RDNA 4 analysiert und auch die Leistung verglichen. Ein zur aktuellen Wetterlage passendes heißes Thema, mit dem Fabian und Jan in den Podcast starten.
Im Anschluss geht es um die Steam Machine. Schon wieder? Ja, denn der „Launch“ ist ebenfalls am Montag erfolgt – ohne FSR 4. Bitte? Ja! Alle Infos zu diesem Thema und was man aktuell noch wissen sollte, sind ebenfalls Thema in Episode 175. Das Themen-Trio komplettiert der Test des Intel-Arc-G3-Extreme-Handheld-SoC im MSI Claw 8 EX AI+ inklusive Blick hinter die Kulissen. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören und freuen uns auf eure Kommentare!
Wir beantworten eure Fragen
Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder zu unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!
CB-Funk bei Spotify, Apple, Amazon und Deezer
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Übersicht zu den bisherigen Episoden
Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.
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Retro-Handheld: Retroid nennt endlich technische Details zum Pocket Nova

Retroid hat weitere technische Details zum Pocket Nova veröffentlicht und bestätigt damit, dass das Handheld deutlich leistungsstärker wird als erwartet. Die Ausrichtung ist damit klar: Statt eines günstigen Einstiegsgeräts plant der Hersteller ein leistungsstarkes 4:3-Handheld für anspruchsvolles Retro- und Android-Gaming.
CPU von Qualcomm
Retroid hat in den vergangenen Wochen nahezu täglich neue Informationen zum geplanten Pocket Nova veröffentlicht, konkrete technische Details blieben dabei jedoch meist aus. Nun hat der chinesische Retro-Spezialist zahlreiche bislang offene Fragen beantwortet. Als Prozessor wird nun ein QCS8550 von Qualcomm aus der Dragonwing-Serie angegeben, der üblicherweise eher in IoT-Anwendungen und Edge-KI-Szenarien verwendet wird. Technologisch basiert der Chip auf dem Snapdragon 8 Gen 2, verzichtet im Gegensatz zu diesem jedoch unter anderem auf ein Mobilfunkmodem. Die insgesamt acht Kerne verteilen sich auf drei Cluster: einen Kryo-Prime-Kern mit bis zu 3,2 GHz, vier Kryo-Gold-Kerne mit maximal 2,8 GHz sowie drei Kryo-Silver-Kerne mit bis zu 2,0 GHz. Als Grafikeinheit kommt eine Adreno 740 zum Einsatz. Bei den drahtlosen Schnittstellen unterstützt das Handheld Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.3.
Display Dual-Screen-fähig
Auch beim Display hielt sich Retroid lange bedeckt. Inzwischen ist bekannt, dass der Hersteller auf ein 4,5 Zoll großes AMOLED-Panel setzt, das mit 1.280 × 960 Pixeln bei 120 Hz auflöst und damit das klassische 4:3-Format bietet. Für viele Nutzer dürfte zudem interessant sein, dass das Handheld mit dem bereits beim Pocket 5 und Pocket 6 vielfach genutzten Dual-Screen-Aufsatz kompatibel sein wird. Damit kann auch das Pocket Nova Nintendo-DS-Titel wie das Original auf zwei Bildschirmen darstellen, die Leistung des SoC sollte dafür ausreichend sein. Für den Aufsatz werden allerdings zusätzlich 69 US-Dollar fällig.
Zur Steuerung stehen ein D-Pad, ABXY-Tasten sowie symmetrische Thumbsticks mit RGB-Ringen zur Verfügung. Zwei nach vorne gerichtete Lautsprecher sollen darüber hinaus für die akustische Untermalung sorgen.
Marktstart und Preis weiterhin unbekannt
Angaben zum Preis sowie zum Veröffentlichungszeitpunkt hat Retroid bislang noch nicht gemacht. Auf seinem Reddit-Account hat der Hersteller allerdings bereits die Farbvarianten vorgestellt, in denen das Pocket Nova erscheinen soll: Black, 16-Bit, GC, Watermelon, Clear Purple und Ice Blue.
Wir danken Foren-Teilnehmer Suspektan für den Hinweis!
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