Künstliche Intelligenz
iFlytek AI Note 2: E-Ink-Tablet mit Android, GPT-5 und Transkription im Test
Tablets mit Eingabestift sind ein guter Ersatz für die klassische Schreibkladde. Letztere hat zwar durchaus ihren Charme, das digitale Pendant bietet aber deutlich mehr Komfort. Texte und Skizzen lassen sich blitzschnell durchsuchen, verändern und wiederverwenden. Im Falle des iFlytek AI Note 2 mit E-Ink-Display kommt ein weiterer Punkt hinzu. Denn auf dem Android-basierten Gerät können Sie zahlreiche Apps installieren und den Einsatzbereich deutlich erweitern – etwa mit Google-Diensten oder Office-Anwendungen.
Denn neben der Möglichkeit Notizen zu erstellen, transkribiert das Gerät auf Wunsch Gespräche – etwas, das etwa dem Remarkable 2 (Test) fehlt. Dabei setzt iFlytek auf eine eigene KI, um die Texterkennung zu verbessern und Geschriebenes und Gesprochenes in Echtzeit zu übersetzen. Hinzu kommt die Integration von GPT-5 und Gemini 3.1 Pro, um bei der Bedienung zu helfen und Fragen zu beantworten.
- iFlytek nutzt für mehrere Funktionen die Unterstützung von KI, setzt aber auf mehrere verschiedene Sprachmodelle.
- Das AI Note 2 fällt dünner und leichter als die meisten E-Ink-Tablets der 10-Zoll-Klasse aus.
- Notizen lassen sich mit wenigen Klicks um Mindmaps erweitern. Ein entsprechender Assistent erstellt die gewünschte Struktur.
Wir haben die Funktionen des Tablets im privaten sowie beruflichen Umfeld getestet. Im Mittelpunkt standen dabei die Sprach- und Schrifteingabe – auch unter erschwerten Bedingungen – sowie Kommunikationsfreudigkeit des AI Note 2. Denn der chinesische Hersteller verweist darauf, dass die Daten geschützt auf Servern der Amazon-Tochter AWS innerhalb der EU liegen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „iFlytek AI Note 2: E-Ink-Tablet mit Android, GPT-5 und Transkription im Test“.
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Künstliche Intelligenz
Spotify: Tantiemen steigen, Kritik an Verteilung bleibt
515 Millionen Euro hat der Musikstreaming-Marktführer Spotify im vergangenen Jahr an Rechteinhaber in Deutschland ausgeschüttet. Das geht aus dem jährlichen Transparenzbericht des Unternehmens hervor und entspricht einem Anstieg von 7 Prozent zum Vorjahr. Das eigene Geschäft sei damit etwa drei Mal stärker gewachsen als der deutsche Gesamtmarkt für Musik. Rund 40 Prozent der Erlöse gingen zudem auf Hörer außerhalb Deutschlands zurück.
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Von den Einnahmen aus den rund 183 Milliarden Streams des Jahres entfielen nach Angaben des Unternehmens, wie im Vorjahr, mehr als die Hälfte auf unabhängige Künstler und Labels. „Die Zahl der Künstler*innen aus Deutschland, die über Spotify mehr als 50.000 Euro erzielen“, sei ebenfalls um 7 Prozent zum Vorjahr gestiegen, schreibt Spotify. Absolute Angaben nennt das Unternehmen jedoch nicht.
Politischer Druck auf Streaming-Markt
Spotifys Publikation der Rekordzahlen erfolgt vor dem Hintergrund einer verschärften politischen Debatte um die Vergütungsmodelle von Streaming-Diensten. Erst Mitte März hatte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer für den Frühsommer einen branchenweiten runden Tisch zur „Streaming-Fairness“ angekündigt. Zuvor hatte er sich unter anderem mit Künstlern, Vertretern von Labels und den Plattformbetreibern getroffen.
Bereits eine im Februar vergangenen Jahres veröffentlichte Studie im Auftrag der Bundesregierung hatte dem Musikstreaming-Markt Informationsasymmetrien und strukturelle Ungleichheit attestiert. Auch das Europaparlament hatte die EU-Kommission 2024 dazu aufgefordert, die Geschäftspraktiken auf dem Musikstreaming-Markt zu überprüfen.
Pro-Rata, 1.000-Streams-Hürde und Discovery Mode
In der Kritik steht vor allem der Verteilungsmechanismus von Spotify. Angaben zu den von Musikern kritisierten algorithmischen und ökonomischen Verteilungsmechanismen der Plattform führt Spotifys Bericht allerdings nicht auf.
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Die Einnahmen werden bei Spotify weiterhin nach dem sogenannten Pro-Rata-Modell ausgeschüttet: Die Abogebühren der Nutzerschaft fließen in einen zentralen Topf und werden nach nationalen Marktanteilen der Streams verteilt – unabhängig davon, welche Künstler ein einzelner zahlender Nutzer tatsächlich gehört hat. Von diesem Modell profitieren vor allem globale Megastars und Major-Labels, während unabhängige Künstler und Nischengenres laut aktuellen Branchenstudien systematisch benachteiligt werden.
Ebenfalls unerwähnt bleibt die seit Anfang 2024 geltende Mindestgrenze für Auszahlungen. Demnach generieren Songs mit u. a. weniger als 1.000 Streams in den vorausgegangenen zwölf Monaten keine Tantiemen mehr. Die von diesen Titeln erwirtschafteten Kleinstbeträge verbleiben im Pro-Rata-Topf und werden anteilig an die übrigen, über dieser Schwelle liegenden Acts ausgeschüttet.
Wie viele Künstler unter dieser Schwelle liegen oder nur ganz geringe Beträge erwirtschaften, ist damit nicht nachvollziehbar. Nach einer Studie des Forschungsnetzwerks Digitale Kultur erzielten etwa im Jahr 2023 68 Prozent der Künstler weniger als 1 Euro Umsatz.
Zudem klammert der Bericht den „Discovery Mode“ aus. Über dieses Instrument können Rechteinhaber einer 30-prozentigen Kommission auf Tantiemen aus Discovery-Mode-Streams zustimmen, um im Gegenzug eine höhere algorithmische Gewichtung in den Autoplay- und Radio-Funktionen der App zu erhalten. Branchenvertreter und Kritiker bezeichnen diese Mechanik regelmäßig als eine Form von digitalem Pay-to-Play, bei der finanzstarke Akteure systematisch bevorzugt würden.
Rechteinhaber statt Künstlerkonten
Die im Bericht von Spotify ausgewiesenen 515 Millionen Euro sowie die Einnahmen jener Künstler, die „über 50.000 Euro erzielen“, fließen nicht direkt an die Interpreten. Spotify überweist diese Summen als Brutto-Ausschüttungen an die jeweiligen Rechteinhaber. Dazu gehören in erster Linie Musiklabels, Vertriebe und Verwertungsgesellschaften wie die GEMA.
Je nach vertraglicher Konstellation verbleibt ein erheblicher Teil dieser Tantiemen bei den Labels. Die von Spotify angeführte Statistik, wonach mehr als die Hälfte der Zahlungen auf den „Independent“-Sektor entfalle, umfasst in der Zählweise der Musikindustrie nicht nur unabhängige Musiker, die ihre Werke selbst hochladen. Unter diesen Begriff fallen auch kapitalstarke B2B-Digitalvertriebe und größere Indie-Labels, die als Zwischenhändler fungieren.
Gespräche am runden Tisch
Die Fronten zwischen dem Plattformbetreiber und den Künstlern sind also verhärtet. Sollten die Gespräche der Branchenvertreter zu keinem Ergebnis führen, stellte der Kulturstaatsminister gesetzliche Eingriffe in das Geschäftsmodell in Aussicht. Gegenüber heise online hatte Spotify mitgeteilt, dass es etwa durch die jüngsten Preiserhöhungen bereits darauf hinwirke, die Auszahlungen zu erhöhen.
Jährliche Berichte unter dem Titel „Loud & Clear“ hatte Spotify 2021 nach Protesten der Gewerkschaft Union of Musicians and Allied Workers (UMAW) eingeführt. Länderspezifische Aufschlüsselungen für den deutschen Markt publiziert Spotify erst seit 2023. Detaillierte Zahlen, wie etwa die durchschnittliche Netto-Vergütung pro Stream im direkten Vergleich zu Konkurrenten wie Apple Music, werden dabei nicht ausgewiesen.
(hag)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: Grundlagen und Prinzipien eines modernen IT-Managements
Mit fortschreitender Digitalisierung nimmt die IT eine immer wichtigere Rolle als Innovationstreiber und Wettbewerbsfaktor für Unternehmen ein. Um dieser Rolle gerecht zu werden, benötigen CIOs moderne Managementstrukturen und eine IT, die von der Strategie bis zum operativen Betrieb stark am Business ausgerichtet ist.
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Im zweitägigen Online-Workshop Strategisches IT-Management: Von der Vision zur Wertschöpfung erhalten Sie einen fundierten Einblick in die Grundlagen des strategischen IT- und Technologie-Managements. Sie erwerben fundiertes Wissen und lernen Methoden und Techniken kennen, um eine IT-Strategie in Ihrem Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Themen sind unter anderem Vision und Ausrichtung, Führung und Kommunikation, Erfolgskontrolle, Technologietrends, Change Management und Business Value. Darüber hinaus erfahren Sie, wie Sie Ihre IT-Strategie mit der Unternehmensstrategie verknüpfen und in die Gesamtorganisation implementieren. Diese Schulung ist anwendungsorientiert – anhand von Best-Practice-Beispielen vertiefen und festigen Sie Ihr erworbenes Wissen.
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Juni 08.06. – 09.06.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 11. Mai 2026 |
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September 29.09. – 30.09.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 01. Sep. 2026 |
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November 02.11. – 03.11.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 05. Okt. 2026 |
Der Workshop richtet sich an Führungskräfte mit einem starken Fokus auf IT und Digitalisierung. Er hat Vortragscharakter, bietet aber explizit auch die Möglichkeit zum Austausch untereinander. Referent Adrian Peloso ist Geschäftsführer der Rewion Schweiz AG und Experte für IT-Strategie und Governance. In seiner Tätigkeit unterstützt er Unternehmen dabei, ihre IT-Organisation messbar und erfolgreich für die Zukunft auszurichten.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
NRWs Polizei modernisiert Datenanalyse: Wer außer Palantir erfüllt Kriterien?
Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) Nordrhein-Westfalen hat die Neuvergabe seines Systems zur „Datenbankübergreifenden Analyse und Recherche“ (DAR II) gestartet. Vorgesehen sind ein Produktiv-, Test- und Entwicklungssystem sowie optional eine zentrale Datenintegrationsplattform. Ziel ist ein skalierbares System für eine „nicht beschränkte Anzahl von Anwendern“, das wachsende Datenmengen performant verarbeiten kann.
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Mit der 8. Novelle des Polizeigesetzes NRW ist der Einsatz von KI und Datamining ausdrücklich erlaubt und soll eine zentrale Rolle spielen. Die Plattform soll große, heterogene Datenbestände auswerten und unterschiedliche Quellen zusammenführen. „Der Auftraggeber behält sich vertraglich vor, die Bereitstellung von Auswertungs- und Analysefunktionalitäten, basierend auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz zu beauftragen“, heißt es vom LZPD. Gleichzeitig bleibt das Verfahren in Teilen intransparent: Der Auftraggeber kann den Namen des erfolgreichen Bieters aus Sicherheitsgründen nach § 134 GWB geheim halten.
Die Teilnahmebedingungen dürften den Kreis potenzieller Anbieter stark einschränken. Gefordert sind unter anderem belastbare Referenzprojekte, bei denen Datenanalysesysteme mehrere Datenquellen integrieren, große Datenmengen verarbeiten und über Jahre hinweg produktiv eingesetzt wurden. KI-Funktionalitäten sind kein Muss, werden aber positiv bewertet. Nach der Eignungsprüfung sollen höchstens fünf Bewerber zur Angebotsabgabe eingeladen werden.
In der Praxis dürfte es für viele Anbieter schwierig sein, diese Anforderungen kurzfristig zu erfüllen. Palantir, dessen Software bereits heute hinter dem bestehenden DAR-System steht, könnte vermutlich weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Die Hürden bei Referenzen, Skalierung und operativem Einsatz sprechen eher für etablierte Anbieter als für neue Marktteilnehmer.
Datenschützer sehen in der jüngsten Reform des Polizeigesetzes erhebliche Risiken für Grundrechte und Verhältnismäßigkeit. Die Landesdatenschutzbeauftragte Bettina Gayk kritisierte kürzlich im Interview mit heise online die gesetzlichen Regelungen als zu unbestimmt und warnt: „Das ist alles sehr global galaktisch geregelt.“ Konkret fehle es an klaren Vorgaben, welche Daten unter welchen Voraussetzungen für KI-Training genutzt werden dürfen und wie Betroffene geschützt werden sollen.
KI-Training für die Polizei & Co.
Auch grundsätzlich bleibt der Einsatz solcher Systeme umstritten. Bereits zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht hohe Anforderungen an datengetriebene Polizeianalysen formuliert. Kritiker sehen weiterhin erhebliche verfassungsrechtliche Unsicherheiten. In der Vergangenheit hatte die Gesellschaft für Freiheitsrechte mehrfach erfolgreich gegen derartige Gesetze in verschiedenen Bundesländern geklagt.
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Palantir ist nicht nur technologischer Marktführer im Bereich polizeilicher Datenanalyse, sondern positioniert sich immer mehr politisch. Mit seiner jüngsten Veröffentlichung zu seinem Manifest fordert Palantir eine stärkere Rolle von Technologie für staatliche Sicherheitsinteressen und beschreibt Software als zentralen Machtfaktor moderner Staaten. Kritiker sehen darin den Versuch, politische Debatten aktiv zu beeinflussen.
Gerade in Deutschland ist die Frage, ob Sicherheitsbehörden auf Software eines US-Konzerns mit eigener politischer Agenda setzen sollten, hoch umstritten. Neben Datenschutzbedenken geht es auch um digitale Souveränität und die Kontrolle über sensible Datenbestände.
Die Kombination aus hohen technischen Anforderungen, strengen Referenzkriterien und Geheimhaltungsaspekten könnte den Wettbewerb im Verfahren deutlich einschränken. Gleichzeitig wächst der politische Druck, Alternativen zu etablieren. Ob sich tatsächlich neue Anbieter durchsetzen können oder ob am Ende erneut ein etablierter Player zum Zug kommt, dürfte maßgeblich prägen, wie KI künftig in der Polizeiarbeit in Nordrhein-Westfalen eingesetzt wird.
(mack)
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