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Instagram ersetzt Follows mit Friends


Auf Instagram sehen einige Creator einen Friends Count anstelle eines Follow Counts. Dabei werden Friends neu definiert und sogar als Content Label im Feed genutzt.

Wenn Instagram zur Veränderung ansetzt, dann horcht die Creator-Gemeinde auf. Gerade, wenn es um eine Kernmetrik geht. Die Meta-Tochter mit über drei Milliarden monatlich aktiven Usern hat sich den Status erarbeitet, der für Furore bei großen Veränderungen sorgt – wie zuletzt beim offiziell verkündeten Hashtag Limit oder vor einiger Zeit der Einführung von Views als übergeordnete Kernmetrik. Jetzt, kurz nach der Vorstellung von Instagrams Agenda für 2026, kommt die nächste große Veränderung auf Creator zu. Die Plattform experimentiert mit einem Friends Count im Profil. Dieser ersetzt dort die Follows-Angabe und setzt sich auch anders zusammen. Diese Entwicklung hat nicht zuletzt mit KI zu tun. Zugleich dürfen einige Creator neue Like Icons einsetzen – und das, während viele User von einem regelrechten Like Crash berichten.


„Der Hochglanz-Feed ist tot“:
Instagrams Kurs für 2026

Mehrere Instagram App-Logos auf Smartphone
© Damien Roué – Unsplash

Instagrams Friends Count in der Übersicht: Was die Metrik bedeutet

Einige Instagram Creator sehen sie schon, die neue Metrik im Profil. Neben Followern und Beiträgen sehen sie einen Friends Count, wo normalerweise der Follow Count zu finden ist. Letzterer gibt an, wie vielen Accounts der User folgt. Der Friends Count aber zeigt an, wie vielen Freund:innen ein User folgt. Und das ist nicht das gleiche, wie Business Insider berichtet. Denn als Friends werden Accounts eingestuft, die einem User auch zurückfolgen; man fühlt sich beinahe an alte Follow-for-Follow-Zeiten erinnert. Daher dürfte der Friends Count meist eine niedrigere Zahl anzeigen als der Follow Count. So sehen manche Creator aber ebenso, welcher der gefolgten Accounts eigentlich zurückfolgt. Ein Mitglied von Metas Presse-Team bestätigte den Test, den wir noch nicht sehen können, und erklärte:

Friends are central to the Instagram experience, so we’re exploring ways to make these connections more visible and meaningful. We’re running a small test to highlight Friends throughout Instagram.

Tatsächlich ist dieses Experiment zuerst nur für einige wenige Creator zu sehen. Instagram möchte damit mehr Wert auf echte menschliche Verbindungen legen. Zum einen geht das mit der eigenen Entwicklungslogik für die Plattform einher. Der Austausch der Creator in der Community soll im Fokus stehen. Darauf zahlen diverse Features ein, zum Beispiel die 2025 eingeführte Friends Map à la Snapchat oder das Teilen öffentlicher Instagram Stories ohne Markierung. Zum anderen möchte die Plattform mit dem Fokus auf Friends eine klare Abgrenzung zu KI-Inhalten und KI-Kommunikation schaffen. Plattformchef Adam Mosseri warnte zuletzt schon:

Everything that made creators matter – the ability to be real, to connect, to have a voice that couldn’t be faked – is now suddenly accessible to anyone with the right tools.

Originalität soll besser gerankt werden und Mosseri ergänzt:

We need to surface credibility signals about who’s posting so people can decide who to trust.

Daher markiert Instagram im Rahmen des Tests sogar im Feed einige Inhalte mit dem Label Friends, das anstelle von Posts oder Following steht. Ob aber diese Anpassung umfassend ausgerollt wird und dann auch bald in Deutschland auftaucht, ist noch unklar.

Neue und einzigartige Likes: Top Creator fallen auf

Parallel zum Friends Count-Test können manche Creator auf Instagram einzigartige Herz-Icons als Like-Symbol einsetzen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Test, sondern um ein Sonder-Feature für die 25 Sieger:innen von Instagrams Rings Awards. Mit den Rings Awards werden erstmals 25 Creator für ihren Mut und ihre Kreativität ausgezeichnet. In der Jury dafür saßen unter anderem  Regisseur Spike Lee, Designer Marc Jacobs, YouTuber Marques Brownlee, Schauspielerin Yara Shahidi und Make-up-Artistin Pat McGrath. Die Sieger:innen erhalten jetzt je ein unikales Like-Herz. Das kann dann aussehen wie ein DJ-Pult, wie ein Gänseblümchen oder wie ein zerknülltes Papier. IM Jahr 2026 können diese Creator die besonderen Like Icons für ihre Likes einstellen.

Alle anderen Creator müssen sich indes mit dem klassischen roten Herzen begnügen. Dabei werden Likes derzeit mehr und mehr zur Vanity-Metrik. Viele Creator berichten von immer weniger Likes, was nicht zuletzt mit Instagrams Fokus auf DMs, Stories und insbesondere Reels zusammenhängt. Laut Daten von SensorTower, die CNBC vorliegen, stieg der Anteil der auf Instagram verbrachten Zeit in Bezug auf Reels in den USA von 37 Prozent im Mahr 2024 auf 46 Prozent im Jahr 2025. Relevanz auf Instagram entsteht in der menschlichen Interaktion, langfristig vor allem aber auch im Kurzvideokontext.


Like-Verlust auf Instagram:

„100 Likes sind die neuen 1.000“

Mehrere nach unten zeigende Daumen-Icons im Instagram-Farbverlauf symbolisieren den Rückgang von Likes auf der Plattform.
erstellt via Canva





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Deutsche Bank, Commerzbank, Klarna & Co: Das sind die wertvollsten und stärksten Bankmarken in Deutschland


Welche Bank überragt beim Markenwert?

In Frankfurt wachsen die Bankentürme in den Himmel, aber wie sieht es eigentlich mit dem Markenwert und der Markenstärke der Finanzdienstleister aus? Antworten liefert das aktuelle Brand-Finance-Ranking der wertvollsten und stärksten Bankmarken in Deutschland, das HORIZONT exklusiv präsentiert.

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Rebranding: Warum das neue Aral-Logo nicht an Tankstellen zum Einsatz kommt


Auf 3D folgt 2D: Das alte (links) und neue Aral-Logo im Vergleich

Rund 20 Jahre ist es her, dass sich Aral ein dreidimensionales Logo verpasste. Doch die 3D-Zeiten sind jetzt vorbei – zumindest zum Teil. Heimlich, still und leise hat die Marke des BP-Konzerns ein neues Logo eingeführt. Bemerkenswert: An den Tankstellen soll das neue Signet gar nicht zum Einsatz kommen.

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OpenAI verschiebt Erotik-Feature erneut | OnlineMarketing.de


UPDATE (12. Dezember 2025)

Mit GPT-5.2 veröffentlichte OpenAI jüngst das bislang leistungsstärkste Modell für den professionellen Einsatz. Die Nutzung der ChatGPT App dürfte damit nochmal angekurbelt werden; in den USA ist sie zur am meisten heruntergeladenen iPhone App des Jahres aufgestiegen und liegt damit vor Instagram, TikTok und Google.

Zusätzlichen Schub könnte der angekündigte Adult Mode bringen. Laut dem OpenAI Management soll er im ersten Quartal 2026 starten, wie unter anderem The Verge berichtet. Erwachsene Nutzer:innen sollen damit freier, persönlicher und auch erotischer mit ChatGPT interagieren können. OpenAI verweist dabei ausdrücklich auf Age Gating sowie klar getrennte Nutzungserfahrungen für Minderjährige und Erwachsene.

Adult Mode: Wie hoch ist das Risiko?

Genau hier setzt jedoch die Kritik an. Zweifel gibt es vor allem daran, ob Altersverifikation im Alltag zuverlässig genug funktioniert, insbesondere dann, wenn sich der Adult Mode perspektivisch nicht nur auf Text, sondern auch auf Bild- und Videogenerierung ausdehnt. Beispiele aus dem KI-Umfeld zeigen bereits heute, wie schnell sexualisierte oder erotische Inhalte entstehen können, die rechtliche und ethische Grauzonen berühren: von realistisch wirkenden Darstellungen über problematische Rollenmuster bis hin zu Inhalten, die Abhängigkeits- oder Objektifizierungsdynamiken verstärken. Für OpenAI wird der Umgang damit zur Gratwanderung.

OpenAIs CEO Sam Altman hatte bereits mehrfach betont, ChatGPT solle sich stärker an den Wünschen der Nutzer:innen orientieren dürfen, etwa als freundschaftliche Gesprächspartner:innen oder mit individuell geprägter Tonalität. Erotik bezeichnete er dabei ausdrücklich als legitime Option für Erwachsene, nicht als voreingestellten Standard.

Gleichzeitig reagiert OpenAI mit dem Adult Mode auch auf den Wettbewerbsdruck. Andere KI-Angebote wie der Spicy Mode von Grok erlauben bereits explizite Inhalte. Offen bleibt jedoch, wie belastbar die Schutzmechanismen in der Praxis sind – und wie OpenAI mit dem Risiko umgeht, dass Nutzer:innen emotionale oder intime Bindungen zu KI-Systemen aufbauen. Denn die gesellschaftlichen, ethischen und regulatorischen Konsequenzen sind noch längst nicht abschließend verhandelt.

Es bleibt trotz der Maßnahmen kritisch, Nutzer:innen durch Features und und Modes zu ermutigen, emotionale Bindungen zu einer künstlichen Intelligenz aufzubauen. Eine zu Jahresbeginn im Journal of Social and Personal Relationships veröffentlichte Studie, auf die Gizmodo im Rahmen der Berichterstattung hinweist, zeigt, dass Erwachsene mit engen emotionalen Beziehungen zu KI-Chatbots signifikant häufiger über psychische Belastungen berichten als Personen ohne solche Bindungen. Weitere Untersuchungen deuten darauf hin, dass insbesondere Menschen mit wenigen stabilen sozialen Kontakten dazu neigen, KI-Chatbots als Vertrauenspersonen zu nutzen. Auch OpenAI hat in der Vergangenheit eingeräumt, dass einzelne Nutzer:innen ein Risiko für emotionale Abhängigkeiten entwickeln können.

Dieser Beitrag erschien erstmals am 15. Oktober 2025.


Wenn der AI Chatbot als Sparrings-Partner:in für sexuelle Fantasien herhält, dann ist das einerseits ein Zeichen der Zeit, andererseits ein Einfallstor für Kritik am Geschäftsmodell. OpenAI möchte ChatGPT derart optimieren, dass User wieder mehr unterhaltsame Konversationen mit der KI führen können, die menschlicher und mehr wie Freund:innen daherkommen soll – egal ob mit personalisiertem Emoji-Sprech oder erotischen Botschaften. Denn im Rahmen des Age Gating soll auch Erotika für Erwachsene ermöglicht werden. Während CEO Sam Altman Usage Maxxing dementiert, könnten diese angekündigten Veränderungen genau das bewirken: ein Wachstum der User-Basis, die bereits bei über 800 Millionen pro Woche liegt. Gleichzeitig eröffnen sich mit weniger Restriktionen für den Chatbot große Problemfelder.


Bald schon Werbung in ChatGPT:

OpenAI bricht offenbar mit dem eigenen Prinzip


ChatGPT wie mit GPT-4o: Darum minimiert OpenAI die Restriktionen

In einem ausführlichen X Post erklärt Sam Altman, dass OpenAI eine Reihe von Restriktionen für den Chatbot ChatGPT zurückziehen wird. Diese wurden im Rahmen von Sicherheitsvorkehrungen im Mental-Health-Kontext integriert. Als Auslöser für diese Restriktionen können mehrere Momente gelten. Im Frühjahr reagierte das Unternehmen darauf, dass das Modell GPT-4o sich als geradezu speichelleckerisch erwies und Usern auf sehr persönlicher Ebene begegnete. Im Sommer 2025 wurde OpenAI zudem von den Eltern eines Jugendlichen verklagt, der sich im Anschluss an eine sehr enge Beziehung zu ChatGPT das Leben nahm. Er sprach mit dem AI Bot über seine Suizidpläne, erhielt aber nicht die nötige Hilfe, es seien keine relevanten Warnungen ausgegeben worden.

Inzwischen geht aber Sam Altman davon aus, dass das Unternehmen die gröbsten Mental-Health-Probleme so weit gemindert hat, dass man einige Restriktionen wieder aufheben kann. Dazu kommt, dass OpenAI kürzlich umfassende Elternkontrollen gelauncht und ein Expert Council on Well-Being and AI integriert hat. Auch ein Global Physician Network soll das Modellverhalten optimieren, gerade in Bezug auf psychische Probleme. Deshalb erlaubt OpenAI in den kommenden Wochen wieder eine überaus persönliche Kommunikation mit ChatGPT. Altman schreibt, dass das Tool dann wieder mehr wie das beliebte Modell GPT-4o agieren soll. Dieses wurde im Sommer von GPT-5 als Default abgelöst. Doch User waren zunächst enttäuscht und forderten – mit Erfolg – GPT-4o als Option zurück, weil sie zuweilen die persönliche Ansprache bei ChatGPT in diesem Modell vermissten. Altman erklärt:

[…] If you want your ChatGPT to respond in a very human-like way, or use a ton of emoji, or act like a friend, ChatGPT should do it (but only if you want it, not because we are usage-maxxing) […].

Ab Dezember setzt das Unternehmen überdies das Age Gating im großen Stil um. Damit sollen Minderjährige besser geschützt werden, aber Erwachsene eher „wie Erwachsene“ behandelt werden. Darum können sie dann auch auf erotische Konversationen mit ChatGPT bauen.

Chancen Probleme mit AI-Erotik: User-Interesse und Verletzlichkeit

Sofern ChatGPT erotische Chats erlaubt, könnte das das Interesse vieler User fördern und sogar zu einem User-Gewinn führen. Dass Sexualität sowie Erotik und digitale Rezeption eng zusammenhängen können, zeigt ein Blick auf die meistgenutzten Websites der Welt, diverse Trend-Podcasts und nicht zuletzt populäre Serienformate oder Hit Songs. Auch im Kontext von generativer KI sind sexualisierte Funktionen längst angekommen. X beispielsweise erlaubt Pornographie auf der Plattform und lässt User über den KI Bot Grok mit Grok Imagine sogar NSFW Content erstellen.


Grok Imagine mit Spicy Mode jetzt for free

Grok Image
Grok, © xAI via Canva

Die Meta AI erlaubte zuletzt ebenso sexuell aufgeladene Konversationen und wurde scharf dafür kritisiert, dass auch Kinder solchen Chats ausgesetzt worden waren. Bei vielen Bild- und Videogeneratoren mit KI-Support gibt es zwar Einschränkungen, doch die lassen sich zum Teil sogar aushebeln. Dass OpenAI nun ebenfalls Erotika als Option für erwachsene User ermöglichen möchte, ist nicht per se problematisch, stellt der Bereich doch nur einen weiteren Nutzungskontext dar. Zum Problem könnte der Aspekte jedoch werden, wenn Kinder und Jugendliche die Altersschranken überwinden oder durch Bugs die sexualisierten Chats nutzen könnten. Des Weiteren läuft das Unternehmen Gefahr, daran teilzuhaben, wenn mehr und mehr Menschen enge erotische Beziehungen zu KI-Bots aufbauen. Dafür gibt es schon jetzt viele Beispiele. Amelia Gentleman schrieb zudem kürzlich für The Guardian über den Aufstieg von AI Girlfriends, die für manche Unternehmen oder Creator längst zum Geschäftsmodell avanciert sind.

KI-Beziehungen können das Bild von zwischenmenschlichen Beziehungen stark beeinträchtigen und unüberlegte Entscheidungen fördern. All das sind nur potentielle Probleme für OpenAI; noch ist nicht klar, in welchem Ausmaß das Unternehmen erotische Konversationen ermöglichen wird. Doch die Ankündigung untermauert, wie sehr sich ChatGPT und ähnliche KI-Bots, von Claude bis Gemini, als Raum für zahlreiche Interaktionen im Alltag etablieren: von der Suche über das Shopping bis hin zur Lehre und Erotik. Das ist Teil einer neuen Realität im KI-Zeitalter, aber einer, die viele Fallstricke mit sich bringt, die wir womöglich erst einige Zeit später im vollen Ausmaß sehen können. Der Aufstieg hochleistungsfähiger KI-Videomodelle und die Entwicklung der Speech-to-Speech-Modelle dürften indes dafür sorgen, dass KI-Erotik schon bald ein neues Level erreicht.


Trotz invite-only:

Sora App fast so erfolgreich wie ChatGPT zum Start

Blaues Sora App Icon mit Wolkenform und funkelnden Augen auf violett-blauem Farbverlaufshintergrund, Symbolbild für OpenAIs neue Video-App.
© Sora App Icon via Canva





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