Apps & Mobile Entwicklung
Intel Core Ultra 200S Plus: Frischzellenkur bei Mainboards von MSI und Gigabyte

Zum Start der Intel Core Ultra 200S Plus am 26. März wollen einige Mainboardhersteller nicht mit Support für alle bisherigen Boards punkten, sondern auch zusätzliche neue Lösungen anbieten. Firmen wie MSI und Gigabyte haben zwar bereits Dutzende Platinen für LGA 1851 am Start, aber mehr geht immer.
Gigabytes Pressemitteilung quillt bei den Buzzwords inklusive „Ultra Turbo Mode“ und tollsten Errungenschaften beim Speicher-Overclocking beinahe über, doch echte Produkte kündigt das Unternehmen letztlich fast gar nicht wirklich an. Erst im vorletzten Satz heißt es dann „The Z890 PLUS Series, including Elite, EAGLE, FORCE, and Duo X models will be soon available in succession in the market“. Es sind demnach also mindestens vier neue Mainboards geplant, ein erstes konnte ComputerBase bereits zur CES 2026 in Augenschein nehmen. In den Handel sollen sie hierzulande ab Q2 kommen, erklärte Gigabyte gegenüber ComputerBase.
Zudem wird es wohl zwei Spezial-Boards geben, Elite Duo X und Force Duo X, die mit dem neuen CQDIMM – alternativ auch “Quad Rank CUDIMM” aka “CQDIMM” oder “4R CUDIMM” – umgehen können. Reguläre Platinen sind wohl nicht dafür geeignet, die Platine muss dafür entsprechend hinsichtlich der Speicherslots geroutet sein. Auch dieses Thema mit entsprechenden 128-GByte-Speichermodulen gab es bereits auf der letzten Messe.
Auch MSI stellt eine neue Generation von Mainboards vor, die speziell auf die aktuellen Prozessoren der 200S-Plus-Serie abgestimmt sind. Dabei greift das Unternehmen aber auf alle wichtigen Desktop-Chipsätze zurück, neben dem Z890 ist das insbesondere der B860. Hier geht das B860M GAMING PLUS WIFI6E an den Start, darüber werden das PRO Z890-S WIFI6E W und das MAG Z890 TOMAHAWK WIFI II positioniert.
Vor allem vom Tomahawk verspricht sich MSI viel, die Serie gehört zu den beliebtesten des Herstellers, nun entsprechend ganz aktuell ausgerüstet mit Thunderbolt, 5-Gbit-LAN und Wi-Fi 7.
Im Teaser-Bild stellt MSI zudem weitere Z890-Boards aus, im Kleingedruckten der Pressemitteilung wird dann auch deutlich, dass noch weitere Lösungen kommen werden: „There will be more models to come for the preparation of the new Intel Core Ultra Plus Processors“. Da dieses Jahr (bis eventuell in den letzten Tagen vor Jahresende) keine neue Intel-Plattform vorgestellt werden dürfte, müssen die Hersteller jeden Strohhalm greifen.
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Chuwi CoreBook X/Plus: Skandal um falsche Notebook-CPUs weitet sich aus
Der chinesische Mini-PC- und Notebook-Hersteller Chuwi kommt in Erklärungsnot: Nachdem Notebookcheck vor einer Woche nachweisen konnte, dass in einem Notebook des Herstellers nicht die versprochene CPU, sondern eine schwächere sitzt, gibt es nun einen zweiten bestätigten Fall – in einer anderen Serie von Chuwi.
Fall 1: Was war geschehen?
Erste Berichte zu Unstimmigkeiten im CoreBook X mit 7430U gab es schon zum Jahreswechsel. Vor einer Woche hatte Notebookcheck davon berichtet, dass in dem im Sommer 2025 getesteten Chuwi CoreBook X kein Ryzen 5 7430U, sondern ein Ryzen 5 5500U saß.
Das prekäre daran: Nicht auf der Produktseite, nicht auf dem Datenblatt, ja nicht einmal unter Windows oder im BIOS war das beim Blick auf den Produktnamen ersichtlich, denn die CPU gab sich auch als Ryzen 5 7430U aus – erst ein genauerer Blick auf die Angaben in Windows und in das Notebook auf die CPU beziehungsweise deren Produktnummer lüftete das Geheimnis.
Aufgefallen war das Notebookcheck im initialen Test nicht, wofür sich die Publikation entschuldigt. Denn auch wenn sich beide Prozessoren nahe stehen, gibt es Unterschiede und die waren über Windows-Tools und auch in Windows selbst sichtbar: Codename (in CPU-Z), L3-Cache (im Taskmanager) und Taktraten (Basistakt im Taskmanager). Diese Angaben entsprachen dem Original.
Chuwis erste Reaktion
Chuwi hatte daraufhin erklärt, der Ursache auf den Grund zu gehen, aber vorerst keinen Fehler eingestanden. Inzwischen berichtet Notebookcheck allerdings auch von der Androhung rechtlicher Konsequenzen, sollte der ursprüngliche Bericht nicht offline genommen werden.
Chuwi hat tatsächlich geantwortet, jedoch nicht explizit einen Fehler eingestanden. Stattdessen wird auf verschiedene Produktionschargen, genauer gesagt noch im Umlauf befindliche Restbestände verwiesen. Auf diese Geräte habe man keinen direkten Einfluss mehr. Weiterhin räumt der Hersteller ein, dass dieses Thema sehr ernst genommen wird und eine interne Prüfung in die Wege geleitet wurde, um die genaue Ursache zu klären.
Chuwis 1. Antwort laut Notebookcheck
Fall 2: Noch eine falsche CPU
Das ist bisher nicht passiert. Stattdessen gibt es jetzt einen zweiten Bericht, denn Notebookcheck hat nach eigenen Aussagen in der letzten Woche ein Notebook der Serie Chuwi CoreBook Plus im deutschen Handel erworben, das ebenfalls mit Ryzen 5 7430U beworben wird – und diese CPU auch wieder im BIOS und unter Windows so ausweist. Beim Blick auf AMDs Tray-Produkt-ID auf dem CPU-Package kommt jedoch auch in diesem Fall eine Ryzen 5 5500U zum Vorschein.
Chuwi hat sich bis dato noch nicht zu dem zweiten Fund dieser Art, der rein theoretisch auch auf einen Betrug in der Zulieferkette zurückzuführen sein könnte, geäußert.
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Firmware-Update für Monitore: Nvidia behebt Probleme mit G-Sync Pulsar bei unter 90 Hz

Für die neuen Monitore mit G-Sync Pulsar hat Nvidia ein Firmware-Update veröffentlicht. Dieses soll unter anderem Probleme bei Bildraten von unter 90 FPS beheben. Ferner wird ein 60-Hz-Strobing-Mode für Spiele mit festen 60 FPS eingeführt.
Im Januar wurde der Startschuss für die ersten Monitore mit G-Sync Pulsar gegeben und allmählich erreichen sie auch den hiesigen Handel. Ganz rund läuft die Technik allerdings nicht, sodass es jetzt ein Firmware-Update gibt.
Wie Nvidia angibt, enthält das Update nicht näher erläuterte Optimierungen und soll das Auftreten von „scharfen Doppelbildern“ bei einer Bildwiederholrate unter 90 FPS beheben. Ebenso gab es Probleme bei der Anzeige der Bildwiederholrate im Monitor bei weniger als 90 FPS, weshalb auch dieses Problem angegangen wurde. Für Spiele, die ohnehin auf 60 FPS begrenzt sind, werde mit der neuen Firmware ein „fester 60-Hz-Stroboskopmodus“ eingeführt.
Das Update auf Firmware-Version 1.1.4 erscheint für die nachfolgend aufgelisteten Monitore, die bisher auch die einzigen mit G-Sync Pulsar sind:
Für das Aufspielen des Updates wird ein Micro-B-USB-Kabel an den Monitor angeschlossen und mit einem Computer verbunden, mit dem auf die Internetseite für das Update zugegriffen werden kann. Laut Nvidia werden die Betriebssysteme Android, ChromeOS, Linux, macOS und Windows unterstützt – iOS zählt nicht dazu. Auf Seiten des unterstützten Browsers nennt Nvidia Google Chrome ab Version 61, Microsoft Edge ab Version 79 und Opera ab Version 48 – Firefox wird nicht erwähnt.
Das Update soll etwa 5 bis 10 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Weitere Informationen zum Update-Vorgang stehen bei Nvidia.
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Trotz enormer KI-Investitionen: Metas neues Avocado-Modell verpasst den Anschluss

Mit den Rekordgehältern für den Aufbau der neuen Superintelligence-Abteilung und den Milliarden-Investitionen in die Infrastruktur sind Metas KI-Pläne ausgesprochen ambitioniert. Der Haken: Bei der Modell-Entwicklung hinkt man weiterhin hinterher. Der Start einer neuen Generation verzögert sich, berichtet die New York Times.
Die neuen Modelle werden intern unter dem Codenamen Avocado entwickelt. Wie die New York Times unter Berufung auf drei Personen berichtet, die mit den Vorgängen vertraut sind, verfehlt Meta mit dem Modell aber den Anschluss an die aktuelle Top-Generation. So kann Avocado laut den internen Tests zumindest die hauseigenen Vorgänger in Bereichen wie logischem Schlussfolgern, Coding oder Schreiben übertreffen. Mit OpenAIs, Googles und Anthropics Spitzenmodellen kann man aber nicht mithalten.
Demnach schneidet Avocado etwa besser ab als Gemini 2.5. Für Gemini 3.0, das Google im November vorgestellt hatte, reicht es aber nicht. Mittlerweile ist sogar Gemini 3.1 verfügbar.
Eine der Konsequenzen ist, dass Meta den Start verschiebt. Ursprünglich sollte Avocado noch diesen Monat erscheinen, nun ist die Veröffentlichung im Mai geplant.
Meta diskutiert intern die Lizenzierung von Gemini-Modellen
Den Quellen der New York Times zufolge ist man bei Meta so unzufrieden, dass die Führungskräfte der KI-Abteilung diskutiert haben, Googles Gemini-Modelle zeitweise zu lizenzieren. Diese sollen verwendet werden, um KI-Produkte des Konzerns – also etwa Chatbots in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram – anzutreiben.
Im Kern würde Meta damit zumindest vorübergehend dem Weg von Apple folgen, hätte aber deutlich mehr in die KI-Entwicklung investiert.
Meta investiert auf Rekordniveau
Bis zu 135 Milliarden US-Dollar will Meta in diesem Jahr in die Infrastruktur stecken, was die Summe von 72 Milliarden US-Dollar aus 2025 praktisch verdoppelt. Große Chip-Abkommen wurden zudem mit Nvidia, AMD und Google abgeschlossen.
Eigentlich hatte Meta die Rekordsummen in die Hand genommen, um bei der KI-Entwicklung die Lücke zu den Top-Firmen OpenAI, Anthropic und Google zu schließen. Die Llama-4-Modelle blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Im Juli 2025 verkündete Mark Zuckerberg, möglichst in diesem Jahr sollten die hauseigenen KI-Modelle die Leistungsgrenzen verschieben.
So schnell klappt es wohl nicht. KI-Experten gehen laut dem Bericht der New York Times immer noch davon aus, dass Meta im KI-Wettrüsten aufholen kann. Zuckerberg selbst hatte zudem schon bei dem Investoren-Call im Januar die Erwartungen gedämpft. Die ersten Modelle würden demnach gut sein, sollten aber vor allem zeigen, wie das Entwicklungstempo bei Meta angezogen hat. Ein Sprecher wiederholte diese Botschaft nun auf Anfrage der New York Times.
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