Künstliche Intelligenz
Intel macht weniger Minus als erwartet
Umsatz am oberen Ende der selbstgesteckten Erwartungen, aber weniger Nettoverlust als befürchtet: Intel liefert im Rahmen der eigenen Möglichkeiten einen passablen Jahresabschluss ab. Knapp 13,7 Milliarden US-Dollar hat das Unternehmen im vierten Quartal 2025 umgesetzt. Das sind vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Unterm Strich stehen 591 Millionen Dollar Nettoverlust und damit etwa 14 Prozent weniger Miese als erwartet.
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Über das komplette Jahr hat Intel knapp 52,9 Milliarden Dollar umgesetzt und damit fast genauso viel wie 2024. Auf dem Papier sinkt der Jahresverlust von 18,8 Milliarden auf 267 Millionen Dollar. Die Differenz ist allerdings nur so groß, weil Intel 2024 hohe Milliardensummen abschreiben musste. Das betriebliche Jahresergebnis schießt von -11,7 Milliarden auf -2,2 Millionen Dollar hoch, weil Intel insgesamt über fünf Milliarden Dollar bei Forschung, Entwicklung, Marketing und Administrativem spart und längst nicht mehr so viele Kosten für die Umstrukturierung anfallen. Sie sinken von knapp sieben Milliarden auf 2,2 Milliarden Dollar. Der betriebliche Jahres-Cashflow hat sich von 8,3 Milliarden auf 9,7 Milliarden Dollar verbessert.
Operativ bleibt zumindest für das vierte Quartal 2025 sogar ein Plus von 580 Millionen Dollar stehen, ein Wachstum von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor Steuern bleiben davon 338 Millionen Dollar übrig; die 671 Millionen Dollar Steuern schießen Intel dann ins Minus.
Chipfertigung über 10 Milliarden Dollar im Minus
Das Sorgenkind bleibt die eigene Chipfertigung (Intel Foundry), die über das komplette Jahr 10,3 Milliarden Dollar Verlust gemacht hat. Das sind immerhin drei Milliarden weniger Minus als noch 2024.
Das Defizit ist so hoch, seitdem Intel die Foundry als eigenständigen Chipauftragsfertiger betrachtet, bei dem die Prozessorsparten zu branchenüblichen Preisen CPUs produzieren lassen. Die Umsätze reichen bislang nicht, um die Sparte nachhaltig über Wasser zu halten.
Es gibt allerdings einen allerersten, wenn auch kleinen Lichtblick: Die Intel Foundry hat im vierten Quartal 2025 offenbar 170 Millionen Dollar Umsatz mit externen Kunden gemacht. Das entspricht einem Anteil von 3,8 Prozent der insgesamt 4,5 Milliarden Dollar Umsatz. Ein Jahr zuvor waren es noch 27 Millionen Dollar externer Umsatz von gut 4,3 Milliarden Dollar.
Zu den Kundeneinnahmen der Foundry äußert sich Intel wie branchenüblich nicht. Aufgrund früherer Ankündigung wäre denkbar, dass Amazon (AWS) oder Microsoft KI-Chips mit Intels Fertigungstechnik testen oder in Kleinserie fertigen lassen.
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Prozessoren bleiben stark
Intels unangefochtenes Zugpferd bleibt die sogenannte Client Computing Group rund um Core-Prozessoren für Notebooks und Desktop-PCs. 32,2 Milliarden Dollar hat sie 2025 umgesetzt, gut drei Prozent weniger als 2024. Sie macht 9,3 Milliarden Dollar Operativgewinn.

Intel
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Serverprodukte sind mit 16,9 Milliarden Dollar Jahresumsatz weit abgeschlagen. Trotz des KI-Booms und der irrsinnigen Investitionen von Hyperscalern in Rechenzentren wächst Intels Serversparte nur um knapp fünf Prozent.
Intel hat weiterhin keine KI-Beschleuniger, die gut bei Hyperscalern ankommen. CEO Lip-Bu Tan sagt deswegen: „Unsere Überzeugung, dass CPUs in der KI-Ära eine wesentliche Rolle spielen, wächst weiter.“
Alle anderen Geschäftsbereiche haben knapp 3,6 Milliarden Dollar umgesetzt. Dazu zählen maßgeblich die Automotive-Sparte Mobileye und bis zum dritten Quartal der FPGA-Hersteller Altera, den Intel da mehrteilig verkauft hat.
Trüber Ausblick betrübt Börse
Im angelaufenen ersten Quartal 2026 erwartet Intel 11,7 Milliarden bis 12,7 Milliarden Dollar Umsatz und damit im besten Fall Stillstand gegenüber Anfang 2025. Die Bruttomarge soll von aktuell 36,1 auf nur noch 32,3 Prozent fallen. Der Nettoverlust soll Richtung zwei Milliarden Dollar steigen.
Gerade der letzte Punkt dürfte die Börse abgeschreckt haben: Im nachbörslichen Handel fiel Intels Aktie um etwa sechs Prozent. Damit steht das Wertpapier allerdings immer noch besser da als in den zwei Jahren zuvor.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Teslas Robotaxis fahren in Texas autonom, Musk verspricht weiten US-Ausbau 2026
Elon Musk hat auf dem derzeit abgehaltenen Weltwirtschaftsforum in Davos versprochen, dass Tesla in den Vereinigten Staaten bis Ende dieses Jahres ein breites Netz fahrerloser Robotaxis anbieten wird. „Tesla hat seinen Robotaxi-Service in einigen Städten eingeführt und wird bis Ende dieses Jahres in den USA sehr, sehr weit verbreitet sein“, sagte der Tesla-CEO. Teslas Robotaxis sind im Raum San Francisco und im texanischen Austin verfügbar, doch bislang nur mit Begleitperson. In der Hauptstadt von Texas hat Tesla aber jetzt den Betrieb vollautonom fahrender Taxis aufgenommen.
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Im Juni 2025 hatte Tesla den Robotaxi-Dienst mit Einschränkungen in Austin begonnen, aber das Angebot war zunächst auf einen überschaubaren Teil der Innenstadt der texanischen Hauptstadt und zum Start auf nur 10 bis 20 Fahrzeuge begrenzt. Aus Sicherheitsgründen musste zudem ein Aufpasser im Beifahrersitz mitfahren, der notfalls eingreifen kann. Doch zu Beginn zeigten sich mutmaßliche Verstöße gegen die Verkehrsregeln. Teslas Robotaxis waren zu schnell oder auf der falschen Spur, sodass US-Behörden die Fälle untersucht haben.
Tesla-Robotaxis vollautonom in Texas
Doch jetzt verkündete Elon Musk bei X, dass Tesla den Robotaxi-Dienst mit vollautonomen Fahrzeugen ohne Begleitperson in Austin aufgenommen hat. Dies ist derzeit allerdings auf eine begrenzte Zahl von Autos beschränkt, wie Teslas KI-Chef und Robotik-Ingenieur Ashok Elluswamy bei X hinzufügt. Demnach „werden zunächst einige wenige unbeaufsichtigte Fahrzeuge in die größere Robotaxi-Flotte mit Sicherheitspersonen integriert, wobei das Verhältnis mit der Zeit zunehmen wird“.
Im kalifornischen San Francisco müssen Tesla-Taxis dagegen weiterhin mit Begleitperson fahren, denn das Unternehmen hat laut CNBC bislang keine Lizenz, um Autos ohne Fahrer am Steuer auf öffentlichen Straßen zu testen oder zu betreiben. Es gibt Zweifel, wie zuverlässig die Robotaxis fahren können, denn anders als etwa die autonomen Taxis von Waymo orientieren sich die von Tesla lediglich mit Kameras in ihrer Umgebung. An Bord gibt es keine teureren Laser-Radare. Sollte Teslas Vorhaben aber aufgehen, hätte der Konzern einen erheblichen Kostenvorteil gegenüber Waymo und anderen Anbietern.
Waymo-Robotaxis jetzt auch in Miami
Derweil baut die Konkurrenz die Reichweite weiter aus. Am Donnerstag hat Waymo den öffentlichen Robotaxi-Dienst in Miami aufgenommen, wie die Google-Tochter verkündet. Miami wird zunächst zwar nur zum Teil bedient, der Flughafen gehört bislang nicht dazu, aber die Großstadt in Florida ist nach San Francisco, Los Angeles, Phoenix, Austin und Atlanta die sechste Stadt, in der Waymo-Robotaxis fahren.
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Zudem erfreut sich das Angebot großer Beliebtheit. Anfang 2025 erklärte Google, dass Waymo die Zahl der Robotaxi-Fahrten innerhalb von nur einem Jahr verdoppelt hat. Demnach fahren die Robotaxis von Waymo mittlerweile 200.000-mal in der Woche, wobei die Flotte laut Bloomberg inzwischen rund 2500 Fahrzeuge umfasst. Die Google-Tochter plant nach eigenen Angaben, bald elf weitere Städte in den USA zu bedienen. International soll das Angebot der Robotaxis langfristig auf London und Tokio erweitert werden.
(fds)
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Helgoland probte den Blackout | heise online
Helgoland hat in der Nacht zum Donnerstag einen umfangreichen Blackout geprobt und den Ausfall des Seekabels simuliert. Erfolgreich, wie der Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Helgoland GmbH, Kay Martens, sagte. Um 23.00 Uhr wurde die einzige Stromleitung vom Festland schlagartig und bis 4.00 Uhr morgens abgeschaltet.
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2009 wurde Helgoland über das Kabel an das Stromnetz angeschlossen. Zuvor haben Dieselgeneratoren vollumfänglich die Versorgung der Insel gewährleistet, wie Martens sagte. Diese dienen nun als Notstromaggregate.
Da diese inzwischen in die Jahre gekommen seien, seien zusätzlich modernere Aggregate angeschafft worden. „Die konnten wir natürlich auch vorher testen, aber niemals in einem solchen Lastzustand. Das heißt, in dem Fall, wo das Kabel plötzlich weg ist“, sagte Martens.
Jahreszeit bot sich für Test an
„Das kann ja immer mal passieren. Es muss ja nicht mal mutwillig sein, es können auch Unfälle sein“, sagte Martens. In so einem Fall sei nirgends auf der Insel Strom, auch im Kraftwerk nicht. „Und dann müssen wir gucken, wie kommen wir wieder auf die Füße, wie können wir die Motoren hochfahren, die Last wieder übernehmen, wie kommunizieren wir mit dem Netzbetreiber“, beschreibt Martens die Situation. „All das haben wir jetzt mal live getestet.“ Die Jahreszeit mit wenig Urlaubsgästen habe sich dazu angeboten.
Martens zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Und er glaubt auch, dass die Helgoländer dankbar für den Test seien. Denn nun wissen sie, „wenn wirklich mal der Ernstfall eintrifft, dann dauert das nicht lange und dann sind wir sofort wieder da“. Bei einem Kabelausfall sei man in der Lage, die Stromversorgung binnen Minuten wiederherzustellen und die Insel lange Zeit mit Strom zu versorgen. „Das ist ein gutes Gefühl.“
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(mho)
Künstliche Intelligenz
Stilvolle Kameragurte: 16 Modelle im ausführlichen Vergleich
Von klassischem Leder bis hin zu bunten Kletterseilen – Kameragurte überzeugen nicht nur funktional, sondern auch optisch und haptisch. Unterschiedliche Materialien und Tragevarianten können den Tragekomfort und das Fotografiervergnügen steigern. In der Welt individueller Manufakturen werden hochwertige Kameragurte mit Liebe zum Detail und handwerklichem Geschick gefertigt. Sie runden das Gesamtbild Ihrer Kamera perfekt ab. Hier finden Sie den passenden Gurt für Ihr Budget und Ihren persönlichen Stil.

Fotograf Michael Jordan hat ein besonderes Auge für Zubehör mit smarten Details, das den Fotografenalltag erleichtert.
Funktion
Der klassische Gurt wird entweder um den Hals oder über der Schulter getragen. Ist er lang genug, können Sie ihn auch diagonal über Brust und Rücken tragen. Schmale Gurte eignen sich dafür besser als breite. Wem ein langer Gurt zu umfangreich ist, der greift besser zu einer Handschlaufe. Mit dieser tragen Sie die Kamera wie eine Herrenhandtasche, die in den 1970er-Jahren der neueste Schrei war. Breite Schlaufen entlasten das Handgelenk und sind besonders bequem.
Material
Wenn Sie statt der etablierten Nylongurte, die in erster Linie funktional sind, nach einem haptischen Genuss suchen, werden Sie bei dieser Gurtauswahl sicher fündig. Das Spektrum der Materialien ist reichhaltig und vielseitig. Bei den Ledergurten können Sie zwischen Rinds-, Büffel- und Elchleder wählen. Die hier gezeigten Modelle sind natürlich gegerbt. Besonders exklusiv ist der aus Naturseide gefertigte Gurt von Artisan&Artist. Wenn Sie es sportlich und bunt mögen, sollten Sie Modelle aus Kletterseil in Betracht ziehen. Möchten Sie dies mit einem Umweltaspekt kombinieren, dann sind die Gurte von Soulseil aus recyceltem Kletterseil genau das Richtige.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Stilvolle Kameragurte: 16 Modelle im ausführlichen Vergleich“.
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