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Irische Datenschützer ermitteln gegen Shein wegen Datenübertragung nach China


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Der Fast-Fashion-Gigant Shein gerät in Europa zunehmend unter regulatorischen Druck. Die irische Data Protection Commission (DPC), die als federführende Behörde für viele in Irland ansässige Tech-Konzerne fungiert, hat offiziell eine Untersuchung gegen den Sitz des Unternehmens auf der Insel eingeleitet. Es geht um den Verdacht, dass Shein personenbezogene Daten europäischer Kunden nach China übermittelt hat, ohne die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einzuhalten.

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Die Ermittlungen der DPC stützen sich auf das irische Datenschutzgesetz und stellen vor allem die Einhaltung der Grundprinzipien zur Datenverarbeitung sowie der Transparenzpflichten ins Zentrum. Unternehmen müssen Nutzer klar darüber informieren, wie und wo ihre Daten verarbeitet werden. Diese Anforderung ist bei Exporten in Länder ohne vergleichbares Schutzniveau besonders kritisch.

Bereits im Januar 2025 reichte die Organisation Noyb eine Beschwerde gegen Shein ein. Dass Datentransfers nach China unter besonderer Beobachtung stehen, zeigte auch das Verfahren gegen TikTok. Dort stufte die DPC den Fernzugriff chinesischer Mitarbeiter auf europäische Daten als illegalen Transfer ein. Laut DPC-Vizechef Graham Doyle haben Beschwerden und jüngste regulatorische Schritte China-Transfers zu einer strategischen Priorität gemacht.

Da zwischen der EU und China kein Angemessenheitsbeschluss existiert, liegt die Verantwortung für den Datenschutz bei den Firmen. Sie müssen durch zusätzliche Maßnahmen wie Standardvertragsklauseln garantieren, dass europäische Daten im Ausland denselben Schutz genießen wie innerhalb der Gemeinschaft.

Ein Shein-Sprecher erklärte, das Unternehmen nehme Datenschutzverpflichtungen ernst und stehe bereits seit Monaten im Austausch mit der DPC. Der Konzern werde im Rahmen des Verfahrens neue Initiativen zur Datenhandhabe vorstellen, um die Einhaltung der europäischen Standards zu belegen.

Sollten die Aufseher trotzdem feststellen, dass die Vorkehrungen unzureichend waren, drohen Shein empfindliche Bußgelder oder sogar ein Verbot der Datenübermittlung. Ein Geschäftsmodell, das auf der Auswertung von Nutzerpräferenzen und der engen Verzahnung mit chinesischen Produktionsketten basiert, stünde damit auf dem Spiel.

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(wpl)



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Besuch in der SSD-Fabrik: Vom Chip-Wafer zum fertigen Speichermedium


Es gibt nur eine Handvoll Produzenten von NAND-Flash-Speicherchips auf der Welt; sie alle fertigen auch selbst SSDs. Aber es gibt auch Firmen, die komplette Wafer von diesen Chipherstellern kaufen und sie selbst zu Flash-Speichermedien weiterverarbeiten. Eine dieser Firmen ist Lexar. In deren Werk im chinesischen Suzhou konnten wir uns anschauen, welcher Aufwand sich dahinter verbirgt.

Grob gesagt schneidet Lexar die einzelnen Flash-Chip-Rohlinge, die sogenannten Dies, aus dem zugekauften Wafer, testet sie, packt sie in Gehäuse und lötet sie auf Platinen. Das hört sich zunächst simpel an, doch der Aufwand steckt im Detail. Beispielsweise bestehen manche Chips und vor allem Speicherkarten aus mehreren übereinadergestapelten Dies. Und viele Arbeitsschritte finden in staubfreien Reinräumen statt.

  • Flash-Speicher wird in Form von Wafern produziert, die Hunderte einzelner Speicherbausteine – sogenannte Dies – enthalten.
  • Für einen Flash-Chip kombiniert man bis zu 32 Dies zu einem Stapel und gießt sie in ein Gehäuse.
  • Die Fertigung ist Präzisionsarbeit; viele Arbeiten finden im Reinraum statt.




Lexar erledigt also viele Schritte selbst, die andere SSD-Hersteller anderen überlassen. Im einfachsten Fall kaufen solche Unternehmen fertige Chips sowie SSD-Controller und passende Platinen und produzieren damit eigene SSDs oder lassen diese von einem Dritten bauen – solche SSD-Hersteller nennt man „fabless“.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Besuch in der SSD-Fabrik: Vom Chip-Wafer zum fertigen Speichermedium“.
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Neue VR-Spiele im „Creature Feature 2026“: Von Hotdog-Shootern bis Sockenpuppen


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Das unabhängige VR-Label Creature hat nach dem letztjährigen „VR Forever Fest“ erneut ein Online-Event für besonders vielfältige Indie-Projekte veranstaltet. Dieses Jahr lief die Produktion in Kooperation mit Future Friends Games und dem VR Games Showcase. Insgesamt hatte das „Creature Feature 2026“ dreizehn Ankündigungen im Gepäck, darunter Fortsetzungen bekannter VR-Spiele, experimentelle Konzepte und konkrete Starttermine für bereits bekannte Projekte auf Meta Quest 3, PS VR2 und SteamVR.

Wer schon immer mal als ballerndes Würstchen durch die Welt laufen wollte, hat bald Gelegenheit dazu. Als eines der Highlights markierte das Event die Fortsetzung des Physik-Shooters „Hot Dogs, Horseshoes & Hand Grenades“. Entwickler Rust Ltd. bestätigte während der Präsentation, dass Teil zwei für Quest 3 und PC-VR erscheint. Spielende werden zu einem bewaffneten Hotdog und bewegen sich durch prozedural erzeugte Areale. Laut dem Studio umfasst das Spiel Kampagnenmissionen, kompetitive Modi sowie tägliche Herausforderungen mit Ranglisten.

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Hot Dogs, Horseshoes & Hand Grenades 2 Announcement Trailer

Ebenfalls neu ist das Kreativspiel „Wordbound“ von Kettle Games. Das Rätselspiel basiert auf der Idee, dass Objekte aus Buchstaben bestehen. Spielende zerlegen Gegenstände in ihre Bestandteile, kombinieren Zeichen neu und erzeugen daraus komplett neue Dinge. Studioleiter Andy Bacon erklärte, nach ersten Reaktionen habe man das Projekt erweitert und plane nun zusätzlich eine klassische PC‑Version.

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Wordbound – PC Gameplay Teaser – Coming Soon To Steam

Mit „Janet’s Planets“ stellte Really Interactive ein Spiel vor, das vor allem mit einer emotionalen Erzählung glänzen will. Darin werden durch Veränderungen an Klima, Vegetation und Umweltbedingungen fremde Welten neu gestaltet. Laut Entwickler reagiert jede Spezies unterschiedlich auf Eingriffe, was ein experimentelles Vorgehen erfordern soll. Neben einer Kampagne sind tägliche Aufgaben und ein freier Bau-Modus vorgesehen.

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Neben neuen Titeln gab es gleich mehrere Update-Ankündigungen für bestehende Spiele. So erhält das Mixed-Reality-Spiel „Laser Dance“ zusätzliche Level, die sich dynamisch an die Bewegungen der Spielenden anpassen, „Deadly Delivery“ wurde um Gegner, Ereignisse und kosmetische Inhalte erweitert und „Sweet Surrender“ bekommt neue Ausrüstungselemente und Erweiterungen für das Fortschrittssystem.

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Ein neuer Blick auf das VR-Kuriosum „Sock Puppet Superstar“ zeigte dessen spezielles Konzept: Per Handtracking bewegen Spielende eine singende Sockenfigur. Auch das vielversprechende Agentenabenteuer „Spymaster“, das kreative Beat ‚em up „Crêpe Master“, der Taktik-Shooter „Forefront 1.0“, das Rhythmus-Spiel „Beat the Beats“ und das nordisch angehauchte Soulslike „Crossings“ zeigten neue Einblicke in Story und Gameplay.

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Sock Puppet Superstar – Teaser Trailer

Einen konkreten Veröffentlichungstermin nannte zudem das kanadische Studio Trebuchet für das bereits beim VR Games Showcase im März angekündigte „Compass“. Das Open-World-Abenteuer lässt VR-Fans ab dem 28. Mai 2026 mit einem aufrüstbaren Luftfahrzeug über schwebende Landschaften gleiten.


(joe)



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BfDI: Neue Sicherheitsbefugnisse „nicht zulässig“


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Nach weniger als zwei Jahren wird Louisa Specht-Riemenschneider aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) scheiden, sobald die Nachfolge geregelt ist. Noch ist sie aber Chefin von 386 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im vergangenen Jahr allerhand zu tun hatten. Das geht aus dem

Tätigkeitsbericht für 2025

hervor, den Specht-Riemenschneider am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat.

Demnach sind im vergangenen Jahr 11.824 Beschwerden und Anfragen bei der BfDI eingegangen – ein Drittel mehr als im Jahr 2024 und damit Rekordniveau: Nur 2018, als die DSGVO wirksam wurde, lag das Beschwerdeniveau höher. Auch die Zahl der nach Artikel 33 DSGVO von Verursachern gemeldeten Datenschutzverstöße war mit 9110 ebenfalls auf weiterhin hohem Niveau.

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Die BfDI, die neben den Bundesbehörden auch für Post- und Telekommunikationsdienste zuständig ist, hat eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr 80 Vor-Ort-Kontrollen sowie 40 schriftliche Kontrollverfahren durchgeführt. Die Behörde spricht von insgesamt 129 „aufsichtsrechtlichen Maßnahmen“. Eine davon war das Verfahren gegen Vodafone, das zu Bußgeldern von insgesamt 45 Millionen Euro geführt hat.

Einen weiteren Schwerpunkt hat die Behörde 2025 auf Gesundheitsdaten gelegt. Die elektronische Patientenakte (ePA) habe Potenzial für bessere Versorgung und Forschung, wenn Datenschutz, Datensicherheit und Nutzerfreundlichkeit zusammengedacht werden. Viele Bürgerinnen und Bürger stünden der ePA offen gegenüber, zugleich bestehe noch Informationsbedarf. Auch mit dem ReguLab setzt die BfDI im Gesundheitsbereich an.

Zum Abschied übte Specht-Riemenschneider massive Kritik an der Politik und zeigte sich besorgt angesichts der Vielzahl neuer Gesetze zur inneren Sicherheit. „Die Breite und Intensität der Sicherheitsbefugnisse nimmt zu“, mahnte Specht-Riemenschneider. Zugleich werde die Kontrolle der Sicherheitsbehörden eingeschränkt. „Ich kann nicht verstehen, dass das so kommt, wie es kommt“, sagte die Datenschützerin. „Das ist eine Intensität, die ich in diesem Land nicht für zulässig halte.“

Specht-Riemenschneider warnte vor der geplanten dritten Auflage der Vorratsdatenspeicherung. Sie könne bei dem Gesetzentwurf nicht „frenetisch klatschen“, sagte die Datenschutzbeauftragte. Der Korridor sei weiterhin sehr schmal, auch die Hadopi-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes habe IP-Verbindungsdatenspeicherung „nur für den absolut erforderlichen Zeitraum“ für zulässig erachtet. Die Evidenz für die Notwendigkeit dreimonatiger Speicherung sei die Bundesregierung bislang jedoch schuldig geblieben.

Dass nachrichtendienstliche Befugnisse ausgeweitet und zugleich der datenschutzrechtlichen Kontrolle entzogen werden sollen, bezeichnete die scheidende Datenschutzbeauftragte als „großen Quatsch“. Grundrechtseingriffe seien nur mit funktionierender und wirksamer Kontrolle überhaupt zu rechtfertigen. Specht-Riemenschneider hält es für ausgeschlossen, dass die Aufsicht etwa die Arbeit eines Bundesnachrichtendienstes beeinträchtigt. „Der BND beschäftigt derzeit 6500 Mitarbeiter“, rechnete sie vor. „Wir kommen mit drei.“

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Auf EU-Ebene sieht Specht-Riemenschneider Handlungsbedarf hinsichtlich des massenhaften Handels mit Daten und der veralteten E-Privacy-Richtlinie. Aber davon sehe sie derzeit nichts: „Mir geht das alles in die falsche Richtung“, kritisierte die Datenschutzbeauftragte. „Alles, was im Datenschutzrecht wichtig wäre, steht nicht im Omnibusgesetz.“

Über den Tisch gezogen werde der Datenschutz dennoch nicht. Ministerien hörten sehr genau zu, wenn es um die deutsche Version der digitalen Brieftasche EUDI-Wallet gehe. Bei der Verwaltungsdigitalisierung von vornherein den Datenschutz mitzudenken und sie datenschutzkonform zu gestalten, sei keine Unmöglichkeit. Eine Voraussetzung dafür sei Transparenz: Bürgerinnen und Bürger müssten wissen, wo ihre Daten genutzt werden, um Rechte geltend machen zu können.

Eine Wallet, die eine Altersverifikation ohne Übermittlung des Geburtsdatums erlaube, sei ihr deutlich lieber als eine „Gesichtsverifikation“ auf biometrischer Basis, betonte Specht-Riemenschneider. Gleichzeitig müsse aber sichergestellt werden, dass hier kein Datenabfluss, auch nicht durch Aggregation unterschiedlicher, über die EUDI-Wallet verifizierter Daten geschehen dürfe.

Specht-Riemenschneider betonte, sie sehe derzeit darin noch keine vollständige Abbildung des Personalausweises auf Wallet-Basis. Es gebe Daten, die vielleicht besser in den Registern gespeichert bleiben sollten, in denen sie heute seien – sieben Monate vor dem angekündigten Start der deutschen Wallet-Implementation liege ihr aber noch kein Konzept für die technische Ausgestaltung vor, was diese dann tatsächlich beinhalten solle.

Die Bilanz, die die vor zwei Jahren als Nachfolgerin Ulrich Kelbers angetretene Specht-Riemenschneider zieht, klingt weniger optimistisch als früher. An manchen Stellen fehle ihr schlicht die Möglichkeit, Recht durchzusetzen. Wenn etwa Rechtshilfeabkommen in die USA fehlten oder nicht angewandt würden, dann bliebe ihr derzeit nur zu sagen: „Das finden wir nicht gut.“

Konsequent ist daher, dass die BfDI eine andere Entwicklung begrüßt: dass immer häufiger auch der Weg der Schadenersatzklage eingeschlagen werde. Wie in vielen anderen Rechtsbereichen sei das Nebeneinander privatrechtlicher und behördlicher Durchsetzung richtig, meint Specht-Riemenschneider. Ob Schadenersatzansprüche auch gegenüber Bundesbehörden eine sinnvolle Möglichkeit wären, den Datenschutz zu stärken? Angesichts der ineffektiven Kontrollbefugnis, die ihr derzeit gegenüber den Nachrichtendiensten zur Verfügung stehe, müsse sie über solche Ideen noch einmal nachdenken, sagt die scheidende Bundesdatenschutzbeauftragte.


(vbr)



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