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Isar Aerospace: Fischerboot in der Sperrzone verhinderte Raketenstart


Ein norwegisches Fischerboot hat in der vergangenen Woche den zweiten Raketenstart des deutschen Raumfahrtunternehmens Isar Aerospace verhindert. Der Countdown wurde abgebrochen. Ein technisches Problem verhinderte schließlich den Start der Spectrum.

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Es seien mehrere Boote in der Sicherheitszone gewesen, als Isar Aerospace mit dem Test habe starten wollen, sagte der Skipper Olafur Einarsson der norwegischen Fischereizeitung Kyst og Fjord. „Wir hatten etwas früher fertig sein sollen, aber wir hatten Probleme mit der Strömung und das Leinen war im Wasser verheddert.“ Deshalb seien er und seine Crew „eine Stunde später als geplant“ gewesen.

Wegen des Fischereifahrzeugs sei der Countdown gestoppt und für 15 Minuten ausgesetzt worden, teilte Isar Aerospace über den Kurznachrichtendienst X mit. Um 21:18 Uhr sei die Freigabe gekommen, den Countdown neu zu starten.

Allerdings kam es infolge der Unterbrechung zu einem Anstieg der Treibstofftemperatur im Triebwerk. Das Problem habe innerhalb des verkürzten Countdowns nicht behoben werden können, schreibt Isar Aerospace. Deshalb habe der Start abgebrochen werden müssen. Von einem neuen Starttermin ist in der Mitteilung keine Rede.

Nach dem Bericht störte Einarsson im Herbst vergangenen Jahres einen Bombenabwurf. Dieses Mal sei es jedoch ein Versehen gewesen, betonte er. „Ich kenne niemanden, der Sabotage geplant hätte.“

Für den Fischer und seine Kollegen geht es um ihr Auskommen: Die Sperrzone um den Startplatz auf der Insel Andøya vor der norwegischen Küste ragt in das Fanggebiet der Fischer. „Für uns Fischer ist das unser Arbeitsplatz, und sie kommen hierher und wollen dasselbe Gebiet nutzen. Man könnte sagen, wir haben einen schlechten Nachbarn bekommen“, sagte Einarsson.

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Andere Nationen kämen nach Andøya, um ihre Raketen zu starten, ohne dass eine Vereinbarung mit den Fischern getroffen worden sei, kritisierte Einarsson. „Alle haben Recht, aber wir glauben, ein größeres Recht zu haben als sie.“

Der zweite Start der Spectrum war ursprünglich im Januar angesetzt. Er musste jedoch wegen eines defekten Ventils verschoben werden. Bei ihrer zweiten Mission mit der Bezeichnung „Onward and Upward“ soll die Rakete als Nutzlast fünf Cubesats sowie ein Experiment mitnehmen. Ziel der Mission ist, die wichtigen Systeme der Trägerrakete unter Betriebsbedingungen zu validieren, wie das Unternehmen Anfang des Jahres mitteilte. Bei dem Flug soll Spectrum als Nutzlast fünf Cubesats sowie ein Experiment mitnehmen.

Isar Aerospace ist eine Ausgründung der TU München und eines von drei deutschen Unternehmen, die eigene Raketen entwickeln. Die anderen sind die Rocket Factory Augsburg (RFA), eine Tochter des Satellitenherstellers OHB, und Hyimpulse Technologies, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Erstmals flog die Spectrum Ende März vergangenen Jahres. Der Flug dauerte nur etwa 30 Sekunden. Dennoch wertete das Unternehmen ihn als Erfolg: „Wir hatten einen sauberen Start, 30 Sekunden Flugzeit und konnten sogar unser Flugabbruchsystem validieren“, sagte Daniel Metzler, Chef und einer der Gründer von Isar Aerospace, damals.

Die dritte Spectrum ist weitgehend fertig, weitere Raketen sind im Bau. Für dieses Jahr plant Isar Aerospace noch mindestens einen weiteren Start. Künftig will das Unternehmen aus Ottobrunn bei München Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) bringen.


(wpl)



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Nach „Destiny 2“-Aus: Massenentlassung beim Studio Bungie


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Sony streicht beim Entwicklerstudio Bungie eine erhebliche Zahl an Stellen und trennt sich dabei vom Großteil des „Destiny“-Teams. Das teilte Sony-Manager Hermen Hulst am Donnerstag in einer Mail an die Belegschaft mit.

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Betroffen sind neben dem „Destiny“-Team auch einzelne Mitarbeiter des „Marathon“-Teams sowie Beschäftigte bei Sony Interactive Entertainment, die Bungie zuarbeiten. Laut einer WARN-Meldung beim Arbeitsmarktamt des US-Bundesstaates Washington fallen am Bungie-Standort in Bellevue 292 Stellen weg, wie aus Hulsts auf dem SIE-Blog veröffentlichter Mail hervorgeht. Die WARN-Meldung deckt nur den Bellevue-Standort ab und schließt die ebenfalls betroffenen SIE-Beschäftigten nicht ein.

Bungie selbst spricht in einem Post auf X von einer Reduzierung der Belegschaft. Das Studio räumte dabei ungewöhnlich offen eigene Versäumnisse ein. „Als die Verantwortlichen von Bungie, in Vergangenheit und Gegenwart, erkennen wir an, dass ‚Destiny 2‘ in den vergangenen Jahren hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist“, schreibt das Studio.

Nach dem letzten Content-Update für „Destiny 2“ und mit den künftigen Projekten noch in einer frühen Phase könne man nicht in der bisherigen Größe weiterarbeiten, hieß es weiter. Mehr zur Zukunft des Studios will Bungie zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen.

Die Entlassungen folgen auf das Ende von „Destiny 2“: Der Online-Shooter erhielt am 9. Juni mit „Monument of Triumph“ sein letztes großes Update, das die seit 2017 laufende Geschichte abschließt. Bloomberg-Journalist Jason Schreier hatte die Stellenstreichungen bereits im Mai vorhergesagt. Schon rund um das angekündigte Ende von „Destiny 2“ berichtete Schreier, dass das „Destiny“-Team nach dem Update kein neues Projekt habe, auf das es wechseln könne. Der Studiobetrieb sei für Sony ausgesprochen teuer, weil dort viele langjährige Angestellte in hohen Gehaltsstufen arbeiteten.

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Auch einen unmittelbaren Nachfolger soll es nicht geben. „Destiny 3“ stehe laut Schreier nicht in Planung, entsprechende Projektvorschläge aus dem Team habe Sony bislang nicht genehmigt. Für Sony ist Bungie zu einem verlustreichen Investment geworden. Das Unternehmen hatte das Studio 2022 für 3,6 Milliarden US-Dollar gekauft, um seine Live-Service-Sparte zu stärken. Im Geschäftsjahr bis Ende März 2026 verbuchte Sony eine Wertberichtigung von 765 Millionen US-Dollar auf Bungie, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

Die Abschreibung verteilte sich auf zwei Quartale. Rund 200 Millionen US-Dollar entfielen auf die schwache Entwicklung von „Destiny 2“, weitere 565 Millionen US-Dollar fielen im Quartal des „Marathon“-Starts an. Sony warnte zugleich, dass im laufenden Geschäftsjahr weitere Abschreibungen folgen könnten.

Der Online-Shooter „Marathon“ war erst im März für PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S zum Preis von 40 Euro erschienen. Erste Tests von „Marathon“ fielen durchwachsen aus, und kommerziell blieb der Shooter hinter den Erwartungen zurück. Hulst bezeichnete „Marathon“ dennoch als wichtigen Teil des Portfolios und kündigte an, das Team weiter zu unterstützen.

Die entlassenen Mitarbeiter sollen Unterstützung beim Übergang erhalten, zudem will Sony prüfen, ob sich für sie Stellen an anderer Stelle im Unternehmen oder bei weiteren Studios finden. Für Bungie ist es bereits die dritte Entlassungsrunde seit der Übernahme durch Sony. Im Oktober 2023 verlor das Studio rund 100 Stellen, im Juli 2024 folgten 220 weitere, hinzu kam der Wechsel von etwa 155 Mitarbeitern zu Sony Interactive Entertainment. Insgesamt hat Bungie seit der Akquisition damit über 600 Stellen gestrichen.


(dahe)



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iX-Workshop: Mehr Tempo beim Coding – mit KI-Assistenten effizient programmieren


KI-Modelle erzeugen auf Grundlage natürlicher Sprache eigenständig Programmcode und beschleunigen so die Softwareentwicklung. Auch bei der Fehlersuche und Code-Analyse unterstützen KI-Assistenten und sind inzwischen fester Bestandteil zahlreicher Entwicklungsumgebungen. Sie interagieren mit externen Tools und bieten zunehmend eine agentische Arbeitsweise, die über bloßes Autocomplete hinausgeht.

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Im Workshop Produktiver programmieren mit KI-Assistenz: GitHub Copilot & Alternativen erhalten Sie einen Einblick in gängige KI-Programmierassistenten. Am Beispiel von GitHub Copilot trainieren Sie unter Anleitung des Trainers selbstständig den Umgang mit derartigen Tools und üben gezielte Prompting-Techniken, um Code-Vorschläge und -Änderungen effektiv zu steuern und zu verbessern.

Danach überführen Sie mit Spec-Driven Development kurze Markdown-Spezifikationen in fertigen Programmcode und planen mehrstufige Aufgaben mit Agentic Coding. Zudem grenzen Sie beide Arbeitsweisen von Vibe Coding ab. Abschließend erfahren Sie, wie das Model Context Protocol externe Tools an die KI-Assistenten anbindet und sich mit Retrieval Augmented Generation eigene Daten integrieren lassen.

An zwei Tagen Live-Coding lernen Sie, wie Sie GitHub Copilot produktiv einsetzen können – vom ersten Setup bis hin zur produktiven Arbeit. Mit KI-Assistenz entwickeln Sie Schritt für Schritt eine lauffähige Anwendung. Der Workshop bietet zudem einen Einblick in die Architektur, Funktionen und Preismodelle von Alternativen wie Cursor, Claude Code, OpenAI Codex oder Kilocode. Somit erhalten Sie das Know-how, um zu entscheiden, welcher KI-Assistent zu den Anforderungen Ihrer Projekte passt.

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Dieser praxisnahe Workshop ist auf Softwareentwickler zugeschnitten, die KI-Assistenten ausprobieren oder den Funktionsumfang bereits genutzter Tools noch stärker ausreizen möchten. Ebenso eignet er sich für technische Führungskräfte, die den Einsatz von KI-gestützter Softwareentwicklung bewerten und fundierte Entscheidungen für ihre Teams treffen wollen.


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(ilk)



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Quantenverschlüsselung: ARD und Vodafone testen abhörsichere TV-Übertragung


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Quantencomputer gelten als das nächste große Ding in der IT – zumindest für einige Bereiche wie dem KI-Modelltraining oder in Wissenschaft und Forschung. Aber sie bringen auch neue Risiken mit sich: Mit ihnen wird das Brechen bestehender Verschlüsselungen zum Kinderspiel. Das wirkt sich auf viele Lebensbereiche aus: auch auf Fernsehübertragungen. Die ARD, Vodafone und die Duale Hochschule Baden-Württemberg haben jetzt eine Quantenverschlüsselung getestet. Und sie kann noch mehr als bestehende Absicherungen: Durch sie wird nämlich sogar ersichtlich, dass ein Abhörversuch stattfindet.

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Der Test über eine Glasfaserleitung fand nach Angaben von Vodafone zwischen dem ARD-Standort in Frankfurt am Main und dem Funkhaus des SWR in Mainz statt, der das Experiment federführend begleitete. Die Verschlüsselung der Übertragungen soll laut den drei Partnern sicherstellen, dass Übertragungen nicht manipuliert oder gekapert werden können. Angreifer könnten etwa verfälschte Inhalte einspeisen und ein Millionenpublikum erreichen, etwa bei Fußballübertragungen.

Das Absichern von Verschlüsselungsmethoden gegen Quantencomputer ist vielerorts ein Thema. Mehrere Messenger-Apps unterstützen zum Beispiel bereits Postquanten-Verschlüsselung. Gegen die besondere Rechenleistung von Quantencomputern will sich auch der Medienbereich absichern. Forscher, Telekommunikationsanbieter und Rundfunkanstalt setzten in dem Versuch auf Quantum Key Distribution (QKD), einen hardwaregestützten Ansatz der Quantenverschlüsselung. Zudem gibt es mit Post Quantum Cryptography (PQC) einen softwarebasierten Ansatz, der neue Algorithmen zur Absicherung von IT-Systemen vorsieht.

Für den Praxistest rüsteten die Partner beide TV-Standorte mit entsprechender Quantentechnologie aus und verbanden sie über eine dedizierte Glasfaserleitung – den sogenannten Quantenkanal. Darüber lassen sich Photonen in definierten Quantenzuständen übertragen, aus denen an beiden Enden Schlüssel generiert werden.

Die Besonderheit: Wer versucht, diesen Kanal abzuhören, verändert dabei unweigerlich die Quantenzustände – und verrät sich damit sofort. Der Schlüssel wird in diesem Fall automatisch erneuert, ohne dass die Sicherheit der übertragenen Daten leidet. Vodafone-Netz- und Technikchef Fabrizio Rocchio sieht den Test als Beleg dafür, dass sich sensible Daten künftig über noch sicherere Kommunikationswege schützen lassen. Offen bleibt allerdings, wann die Technologie den Sprung in den regulären Sendebetrieb schaffen soll – dazu machten die Partner keine Angaben.


Infografik, die zeigt, was beim Praxistest erprobt wurde

Infografik, die zeigt, was beim Praxistest erprobt wurde

Infografik von Vodafone, die den Praxistest erläutert.

(Bild: Vodafone)

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Der Test von Vodafone, ARD und der Dualen Hochschule BW ist nicht der erste seiner Art. Bereits im Jahr 2010 demonstrierte das Tokyo QKD Network eine quantenverschlüsselte Videokonferenz über eine Distanz von bis zu 135 Kilometern, inklusive simuliertem Abhörangriff, der vom System innerhalb von Sekunden erkannt wurde. Was den deutschen Test jedoch von diesem und anderen unterscheidet: Er fand in einer realen Rundfunkinfrastruktur statt.

Die Hardware für direkte Glasfaser-Verbindungen, die für die Quantenschlüssel-Verteilung benötigt wird, ist laut Vodafone bereits marktreif. Es gebe aber auch noch Herausforderungen, etwa wenn Distanzen von mehr als 100 Kilometern zu überbrücken sind. Dies liegt daran, dass für den Quantenkanal eine eigene Faser benötigt wird. Deshalb werde beispielsweise auch auf Satellitenverbindungen geschaut. Konkrete Zeitpläne für die Produkteinführung gibt es aktuell noch nicht.


(mki)



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