Apps & Mobile Entwicklung
Kein Schnickschnack: Sharkoons AiO-Kühler S40, S50 & S60 kühlen schlicht

Sharkoons S40, S50 und S60 sind Wasserkühler, die sich auf andere Art abheben. Während Hersteller immer teurere Modelle mit wilderen Displays und KI-Features herausbringen, gibt es hier nichts davon. Die Modelle bleiben relativ schlicht und dafür in bezahlbaren Regionen. Sie können kühlen und allenfalls leuchten.
Basis der neuen S-Modelle ist die S40. Sie verfügt nicht über den kleinsten, sondern einen 360-mm-Radiator aus Aluminium. Eingespart wird die Beleuchtung. Weder Lüfter noch Pumpeneinheit (2.100 – 2.700 U/min) verfügen über RGB-LEDs.
Die drei 120-mm-Lüfter können allerdings per PWM-Signal zwischen 500 und 2.000 U/Min geregelt sowie über Daisy-Chain-Stecker hintereinander geschaltet werden. Der Luftdurchsatz erreicht rund 142 m³/h, der statische Druck 2,18 mm H₂O. Wärme wird an eine Kupfer-Coldplate über 400 Millimeter lange Schläuche abtransportiert. Damit bietet es die gleichen Eckdaten wie die teureren Modelle.
Luxus heißt LEDs
Das mittlere Modell der Serie, die S50, verfügt über einen 240-mm-Radiator. Die beiden Lüfter sowie das Logo auf dem Pumpenmodul sind hier mit ARGB-LEDs versehen. Der Stecker wechselt hier jedoch auf ein „7-Pin“-Modell, das 4- und 3-Pin-Stecker für Lüfter und Beleuchtung kombiniert. Drehzahlen und Leistungsdaten bleiben ansonsten zu den Lüftern der S40 identisch. Das ist auch beim Spitzenmodell S60 so. Hierbei handelt es sich um die S50 mit 360-mm-Wärmetauscher. Zusätzlich wird sie auch in Weiß angeboten.
Alle Modelle der Serie können auf den Intel-Sockeln LGA 1700 und 1851 sowie AMDs AM4 und AM5 befestigt werden.
Preise und Verfügbarkeit
Preislich macht das Mehr an Ausstattung keinen großen Unterschied aus. Die S40 startet im Handel bereits ab rund 60 Euro, den gleichen Preis rufen Händler für die S50 auf. Wer beides, also den großen Radiator und RGB-LEDs möchte, zahlt einen Aufpreis von gut 10 Euro für die S60 in Weiß oder Schwarz. Alle Modelle sind bereits ab Lager verfügbar und unterbieten ähnlich ausgestattete Kühler von Arctic, Deepcool oder Cooler Master aktuell um gut 10 Euro. Günstiger sind in der Breite nur vereinzelt Modelle von Thermalright zu haben.
Apps & Mobile Entwicklung
Versorgungssicherheit bis 2030: Micron tütet für Speicher 16 Drei/Fünf-Jahresverträge ein

Neben dem Rekordgewinn war ein Detail in Microns Quartalsbericht interessant. Viele unkündbare Langzeitverträge sorgen für Sicherheit. Diese sogenannten strategic customer agreements (SCAs) sind dabei nicht das typische LTA (Long-Term Agreement) inklusive Ausstiegsklausel, sondern deutlich strikter geregelt.
Ein SCA ist kein LTA
Micron beschreibt die neuen SCAs ganz klar als sichere Planung für die Zukunft. Doch während LTAs in der Regel auch problemlos gegen vielleicht 30 Prozent Strafzahlung des gesamten Volumens gekündigt werden können, scheint das hier nicht der Fall zu sein. Vier Branchenriesen und drei mittelgroße Unternehmen hätten diese Bedingungen jedoch problemlos akzeptiert, erklärt Micron; hinzu kommen einige kleinere Kunden aus dem Automobilbereich, wobei Micron sich hier strategisch für die Zukunft positioniert und diese deshalb mitnimmt.
These SCAs are structured as take-or-pay agreements, with binding commitments to purchase specific volumes over this multi-year term.
Micron
Der typische Vertrag geht dabei fünf Jahre, die Automobilindustrie bekommt kürzere Laufzeiten von drei Jahren. Insgesamt nehmen die 16 SCAs rund 20 Prozent der gesamten DRAM-Produktion ab, sowie rund ein Drittel aller NAND-Flash-Lösungen, die in dem gesamten Zeitraum hergestellt werden. Dies allein dürfte deutlich machen, was für gewaltige Summen hier im Spiel sind.
14 der 16 Verträge haben auf Basis des ausgehandelten Minimalpreises zusammen einen Gesamtwert von rund 100 Milliarden US-Dollar. Die SCAs variieren dabei mitunter jedoch etwas, die meisten haben einen Maximalpreis und natürlich auch einen Minimalpreis. Einige setzen in diesem Bereich auf eher feste Preise, andere richten sich stärker nach dem aktuellen Marktgeschehen. Auch Neuheiten in den kommenden fünf Jahren sowie steigende Preise für schnelleren Speicher sind Bestandteil der Verträge. Am Ende hilft der Rahmen aber nicht nur Microns Planung, sondern auch der der Kunden, betont das Unternehmen.
Sichere Gelder für Forschung und Ausbau
Micron will die nun gesicherten Einnahmen in den Ausbau und die Forschung stecken. Micron hat aktuell primär den Ausbau der Fabriken in Boise, Idaho, und die Übernahme, Umrüstung und Erweiterung der Tongluo-Fabrik in Taiwan auf dem Schirm, die dann auch EUV-Systeme nutzen wird. Auch die Ausbauten in Japan und Singapur liegen im Zeitplan, erklärte Micron. Microns Mega-Projekt für den Fabrikbau in der Nähe von New York ist noch kein Thema für die nahe Zukunft, der wird über unzählige Stufen aber wohl auch bis in die 2040er Jahre reichen.
Eines machen Micron und die Daten aber auch klar und stützten dabei den Tenor, den Lenovo in dieser Woche bereits vermittelte: Es wird „nie“ mehr so günstig wie letztes Jahr.
Apps & Mobile Entwicklung
Update dringend empfohlen: Google schließt in Chrome drei schwere Sicherheitslücken

Google hat mit dem neuesten Update für Chrome drei schwerwiegende Sicherheitslücken in seinem Browser geschlossen, die allesamt als besonders kritisch eingestuft werden. Anwender sollten die Aktualisierung deshalb schnellstmöglich installieren, um potenzielle Angriffe über die Schwachstellen zu verhindern.
Update dringend empfohlen
Mit der Aktualisierung behebt Google zwei Use-after-free-Schwachstellen in den Modulen Payments und AdFilter sowie einen Integer-Overflow in der Mojo-Komponente. Beide Arten von Sicherheitslücken eignen sich grundsätzlich dazu, schadhaften Code auf ein System einzuschleusen. Dadurch könnten sensible Daten ausgelesen oder im schlimmsten Fall die vollständige Kontrolle über den Rechner übernommen werden.
Wie üblich hält sich Google auch dieses Mal mit technischen Details zu den Sicherheitslücken zunächst zurück. Entsprechende Informationen sollen erst veröffentlicht werden, nachdem ein Großteil der Nutzer das Update erhalten hat und keine Risiken mehr für andere Projekte bestehen, die auf die betroffenen Bibliotheken zurückgreifen. Eine detaillierte Übersicht über die genannten Schwachstellen liefern die Release Notes.
Google empfiehlt daher, die bereinigte Version schnellstmöglich zu installieren. Für Windows und macOS stehen dazu die Versionen 149.0.7827.200 beziehungsweise 149.0.7827.201 bereit. Linux-Nutzer erhalten Chrome 149.0.7827.200. Für Android steht ebenfalls Chrome 149.0.7827.200 zur Verfügung, während für iOS und iPadOS die Version 150.0.7871.51 verteilt wird. Für auf Chromium basierende Browser wie Microsoft Edge dürfte das entsprechende Update erfahrungsgemäß in den kommenden Tagen erscheinen.
Ab sofort erhältlich
Die meisten Nutzer dürften inzwischen eine entsprechende Update-Benachrichtigung erhalten haben. Alternativ lässt sich die neue Version wie gewohnt auch über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase beziehen. Android-Nutzer erhalten die bereinigte Version über den Google Play Store, Nutzer von iOS und iPadOS suchen hingegen den App Store von Apple auf.
Downloads
-
3,0 Sterne
Google Chrome ist der meistgenutzte Browser, bietet aber keinen nennenswerten Tracking-Schutz.
- Version 149.0.7827.200/201 Deutsch
- Version 150.0.7871.46 Beta Deutsch
- Version 109.0.5414.120 Deutsch
Apps & Mobile Entwicklung
Cybercrime-as-a-Service: Microsoft und BKA gehen gegen Amadey und StealC vor
Microsoft, das Bundeskriminalamt, Europol und weitere Partner haben Infrastruktur hinter den Schadprogrammen Amadey und StealC gestört. Die Aktion zielte nicht nur auf einzelne Server, sondern auf eine ganze Cybercrime-Maschinerie ab.
Mehr als 200 Kontrollserver im Fadenkreuz
Microsofts Digital Crimes Unit spricht von mehr als 200 schädlichen Command-and-Control-Domains und IP-Adressen, die abgeschaltet, blockiert oder anderweitig außer Betrieb gesetzt wurden. Über solche Systeme steuern Angreifer infizierte Rechner, liefern weitere Schadsoftware nach oder sammeln gestohlene Daten ein. Laut Microsoft wurden zudem mehr als 18.000 kompromittierte Computer identifiziert und von der kriminellen Kontrolle getrennt.
Die Maßnahme wurde am 24. Juni 2026 öffentlich gemacht und steht im Zusammenhang mit der internationalen Operation Endgame. Daran sind neben Microsoft unter anderem Europol, das BKA sowie weitere Polizeibehörden und Sicherheitsunternehmen beteiligt. Das BKA ordnet die Aktion als weiteren Erfolg gegen Schadsoftware ein, die von Kriminellen als Dienstleistung angeboten oder für weitere Angriffe genutzt wird.
Amadey öffnet die Tür, StealC räumt die Daten ab
Amadey und StealC übernehmen in dieser Kette unterschiedliche Rollen. Amadey gilt als Loader, also als Schadprogramm, das nach einer Infektion Zugriff auf ein System schafft und anschließend weitere Schadsoftware nachladen kann. StealC ist dagegen ein sogenannter Infostealer. Er zielt auf Passwörter, Sitzungscookies, Zugangsdaten aus Browsern, E-Mail-Programmen, Messenger-Diensten, Gaming-Plattformen oder Krypto-Wallets.
Gerade diese Arbeitsteilung macht die Programme für Kriminelle interessant. Ein Angreifer muss nicht selbst alle Schritte eines Angriffs beherrschen, sondern kann einzelne Werkzeuge mieten, kombinieren oder über Zwischenhändler verwerten lassen. Gestohlene Zugangsdaten können anschließend für Betrug, Erpressung, Ransomware-Angriffe oder den Verkauf an andere Gruppen genutzt werden.
Microsoft begründet das gemeinsame Vorgehen gegen Amadey und StealC damit, dass beide Schadprogramme zwar von unterschiedlichen Kriminellen entwickelt wurden, aber auf gemeinsame Infrastruktur zurückgriffen. In den ersten beiden Maiwochen 2026 sollen beide Malware-Familien weltweit mit mehr als 140.000 infizierten Rechnern in Verbindung gestanden haben.
KI half bei der Jagd auf die Infrastruktur
Eine Besonderheit der Aktion ist laut Microsoft der Einsatz von KI-Werkzeugen bei der Malware-Analyse. Ermittler und Sicherheitsforscher nutzten demnach unter anderem Copilot, um zerlegten Schadcode schneller auszuwerten, verschlüsselte Zeichenketten zu analysieren und fest einprogrammierte Kontrollserver zu finden. Microsoft beschreibt den Vorteil vor allem als Zeitgewinn: Verbindungen, die sonst erst nach Stunden oder Tagen sichtbar geworden wären, sollen in deutlich kürzerer Zeit erkannt worden sein.
Die technischen Erkenntnisse waren auch für das juristische Vorgehen relevant. In den USA nutzte Microsoft nach eigenen Angaben unter anderem das RICO-Gesetz, das gegen organisierte Kriminalität gerichtet ist. Dadurch sollten mehrere Beteiligte nicht einzeln, sondern als Teil einer gemeinsamen kriminellen Struktur adressiert werden.
Mehr Druck auf Cybercrime-as-a-Service
Die Aktion bedeutet mutmaßlich nicht das endgültige Aus für Amadey und StealC. Cyberkriminelle bauen Infrastruktur häufig neu auf, wechseln Anbieter oder ersetzen einzelne Werkzeuge. Wenn aber mehrere Glieder derselben Angriffskette gleichzeitig getroffen werden, steigt der Aufwand für die Betreiber.
Privatnutzer und Unternehmen sollten den Vorgang zum Anlass nehmen die eigene IT-Sicherheit zu reflektieren. Infostealer können auch private Geräte zum Risiko für Firmennetze machen, wenn dort berufliche Konten, VPN-Zugänge oder Sitzungscookies gespeichert sind. Mehrfaktor-Authentifizierung hilft, schützt aber nicht in jedem Szenario, wenn Angreifer bereits gültige Sitzungstoken erbeuten. Wichtig bleiben daher aktuelle Schutzsoftware, getrennte private und berufliche Nutzung, Passwortwechsel nach Vorfällen und ein schnelles Sperren kompromittierter Konten.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEmpfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
