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Künstliche Intelligenz

KI-Skandale, Modeberater und Bridges‘ Comeback – Fotonews der Woche 18/2026


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Es war keine gute Woche für die Jurys großer Fotowettbewerbe – und gleich zwei traditionsreiche Marken haben sich mit denselben Federn geschmückt: KI-Bilder, die niemand erkannt hat. Bei Hasselblad, einer Marke, die schon den Mond fotografiert hat, schaffte es ein Bild in die Shortlist der „Hasselblad Masters 2026“, auf dem ein Glas einer offensichtlich Coca-Cola-ähnlichen Limonadenflasche prangt – mit einem Etikett, das aussieht, als hätte ein Buchstabensuppen-Hersteller es entworfen. Das verräterische, kryptische Schriftgewirr ist mittlerweile so etwas wie das Markenzeichen generativer KI, und unter den 70 Finalisten fiel das prompt im Subreddit r/photography auf. Die Reaktion: über 600 Upvotes und entsprechend viel Spott.

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Hasselblad reagierte mit einer Stellungnahme, in der man „weitere Prüfungen“ und das Anfordern der RAW-Dateien ankündigte. Was bleibt, ist allerdings ein bitterer Beigeschmack: Die 69 anderen Finalisten – darunter etwa der Franzose Olivier Caune, dessen Stolz in den Kommentaren regelrecht untergeht – sehen sich nun reflexartigem Generalverdacht ausgesetzt. Pikant: Die Vorauswahl erfolgte intern bei Hasselblad, nicht durch die hochkarätige Grand Jury. Das macht es aber auch nicht besser.


Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

(Bild: 

heise

)

Nur zwei Tage zuvor traf es Tokina. Das japanische Objektivunternehmen kürte seinen Jahressieger 2025 – und musste ihn nach einem Reddit-Aufschrei wieder zurückziehen. Auch hier deuten Indizien auf eine KI-Beteiligung: Das Bild des omanischen Fotografen Abu Elias enthielt das unsichtbare SynthID-Wasserzeichen von Google, das immer dann eingebettet wird, wenn Googles Tools wie Gemini Nano Banana Pro oder der Magic Editor zum Einsatz kommen. Ob das ganze Bild generiert oder ‚nur‘ der Himmel ausgetauscht wurde, ist unklar – ein Video desselben Fotografen vom selben Ort zeigt jedenfalls Tageslicht statt Sonnenuntergang. Tokina hat den Preis kommentarlos an Lee Nuttall weitergereicht und gelobt, künftig „zusätzliche Kontrollpunkte“ einzuführen. Vielleicht reicht es ja schon, wenn die Juroren beim Etikett auf der Limoflasche kurz die Lesebrille aufsetzen.

Dass KI-Bilder nicht nur Fotowettbewerbe in Bedrängnis bringen, zeigt eine kuriose Geschichte aus Südkorea: Ein 40-jähriger Mann wurde verhaftet, weil er ein KI-generiertes Bild des aus dem Daejeon-Zoo entlaufenen Wolfes „Neukgu“ verbreitet hatte. Das Bild zeigte das Tier angeblich an einer Straßenkreuzung, woraufhin die Stadtverwaltung eine Notfallwarnung an die Bevölkerung verschickte und das Foto sogar in einer Pressekonferenz verwendete. Die Polizei verlegte ihre Suche – und jagte einem Phantom hinterher. Auf die Frage, warum er das getan habe, antwortete der Mann: „Aus Spaß.“ Bis zu fünf Jahre Haft sind nun möglich. Der echte Wolf wurde übrigens nach neun Tagen an einer Autobahn gefangen und ist heute Anwärter auf den Posten des städtischen Maskottchens. Vielleicht erkennt man hier den entscheidenden Vorteil echter Fotografien: Auch ein echter Wolf kann posieren, aber wenigstens lässt sich demnach prüfen, ob es ihn gibt.

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Mehr Spielwiese für die KI gibt es indessen bei Google. Der Konzern stattet Google Photos im Sommer mit einer „Wardrobe“-Funktion aus, die alle Kleidungsstücke aus der Bildersammlung automatisch katalogisiert. Tops, Hosen, Schmuck, Schuhe – die KI sortiert, was sie findet, und stellt das digitale Sortiment in einem virtuellen Kleiderschrank zusammen. Mix-and-Match-Outfits lassen sich so erstellen, mit Freunden teilen und – das ist der eigentliche Clou – virtuell anprobieren. Google möchte damit die morgendliche Suche nach dem passenden Outfit überflüssig machen.

Interessant am Rande: Da die wenigsten Menschen Produktfotos ihrer eigenen Kleidung von oben aufnehmen, dürfte Google die Pieces aus den Fotos identifizieren und dann passende Bilder aus Google Images ziehen. Ob das Tool wirklich begeisterte Anwender finden oder eher in der langen Schlange der vergessenen Google-Features enden wird, wird sich ab dem Sommer auf Android zeigen, iOS folgt später.

Die Branchenzahlen für Februar 2026 [PDF] sind da, und sie zeichnen ein vertrautes Bild. Spiegellose Systemkameras legen bei den Stückzahlen gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent zu, Kompaktkameras sogar um 26 Prozent – der Boom hält also an. DSLRs hingegen sind weiter im Sinkflug: minus 50 Prozent bei den Einheiten, minus 56 Prozent beim Wert. Bei Objektiven liegt das Verhältnis Linse zu Body bei 1,6 – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die spannendste Zahl steckt aber im Boom der Kompakten: Wer hätte vor fünf Jahren gedacht, dass die totgesagte Klasse der Kompaktkameras ausgerechnet die Generation-Smartphone zurückerobert?

Zum Wochenausklang noch eine echte Freude für Analogfans: Die WideluxX F10, das Herzensprojekt von Schauspieler Jeff Bridges und seiner Frau Susan in Zusammenarbeit mit den SilvergrainClassics-Machern Marwan El Mozayen und Charys Schulder, ist jetzt vorbestellbar. Bridges, seit Jahrzehnten bekennender Widelux-Liebhaber, hatte 2024 angekündigt, die nach einem Brand im Panon-Werk verlorene Schwenkpanorama-Kamera neu auflegen zu wollen. Nun ist es so weit: 5.200 Euro kostet eines der 350 Exemplare aus der ersten Produktionsrunde, ausgeliefert wird in sechs bis acht Monaten.

Technisch bleibt die WideluxX dem Original treu: 26mm-Schwenkobjektiv mit Blende 2,8, drei Verschlusszeiten (1/15, 1/125, 1/250 s), 140 Grad Bildwinkel, fixer Fokusbereich von 1,5 Metern bis unendlich. Auf einem 36er-Film passen rund 21 Panoramen mit jeweils 24 x 58 Millimetern. Bei einem Preis, der nur unwesentlich über dem für gut erhaltene gebrauchte F8-Modelle liegt – aber mit zwei Jahren Garantie und individueller Gravur. 15 Minuten nach dem Verkaufsstart waren bereits 50 Stück verkauft. So sieht es aus, wenn Fotografie mal nicht von KI, sondern von echtem Filmtransport bewegt wird.

Wer sich nach so viel KI-Debatten nach echter Fotografie sehnt: Die WideluxX-Geschichte selbst ist ein Long Read wert. Auf der Website von SilvergrainClassics dokumentieren die Macher den Reverse-Engineering-Prozess und die Suche nach Ersatzteilen. Es ist eine schöne Erinnerung daran, dass hinter Kameras Menschen stehen – und nicht nur Algorithmen, die Coca-Cola-Etiketten kryptisch vor sich hin halluzinieren.

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(tho)



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Medizin: Führende LLMs schlagen spezialisierte kleine Sprachmodelle klar


Eine aktuelle Studie in Nature Medicine verglich spezialisierte klinische KI-Systeme (OpenEvidence und UpToDate Expert AI) mit großen Sprachmodellen (LLMs) führender KI-Unternehmen (OpenAI, Google und Anthropic). In den verschiedenen Tests innerhalb der Studie lagen diese allgemeinen LLMs vor den spezialisierten medizinischen KI-Systemen.

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Spezialisierte KI-Anwendungen für medizinische Fragen und Recherchen werden von vielen Ärztinnen und Ärzten verwendet. Anbieter versprechen dabei, dass ihre Systeme durch domänenspezifische Trainingsdaten oder Retrieval-Augmented Generation (RAG) gezielt optimiert wurden und ideal für die Anwendung in der Medizin sind.

Ein Forschungsteam aus New York (NYU Langone Health) hat nun in einer im Fachjournal Nature Medicine veröffentlichten Studie zwei spezialisierte medizinische KI-Systeme mit Allzweck-LLMs führender KI-Unternehmen verglichen. Das Ergebnis fällt deutlich aus: In allen drei untersuchten Testbereichen waren die LLMs von OpenAI, Google und Anthropic besser als spezialisierte klinische KI.

Die untersuchten klinischen KI-Tools OpenEvidence und UpToDate Expert AI richten sich beide an medizinische Fachkräfte und sollen Fachfragen beantworten. Verglichen wurden diese mit den führenden LLMs GPT-5.2 (OpenAI), Gemini 3.1 Pro Preview (Google) und Claude Opus 4.6 (Anthropic). In einem Teil der Untersuchung wurde außerdem Google Search AI Overview als realitätsnaher Vergleich einbezogen, zumal diese Funktion im Alltag von Ärztinnen und Ärzten jederzeit zur Verfügung steht.

Das Studiendesign bestand aus drei Teilen. Im ersten Teil beantworteten die Systeme 500 medizinische Fragen im Stil der US-amerikanischen medizinischen Zulassungsprüfung (MedQA Benchmark). Im zweiten Teil folgten 500 Aufgaben aus HealthBench, einem Benchmark zur Bewertung medizinischer Antworten entlang ärztlicher Kriterien. Im dritten, besonders praxisnahen Teil entwickelten die Forscher einen „Real-Clinical-Queries-Benchmark (RCQ)“. Hierfür wurden 100 anonymisierte Anfragen verwendet, die Ärztinnen und Ärzte im Alltag tatsächlich an eine GPT-Instanz der NYU Langone Health gestellt hatten. Die Antworten auf diese realen klinischen Fragen wurden von zwölf US-amerikanischen Mediziner:innen verblindet und randomisiert bewertet. Bewertet wurden klinische Korrektheit, Vollständigkeit, Sicherheit und Verständlichkeit auf einer Skala von 1 bis 4. Insgesamt entstanden dadurch 1800 Modell-Frage-Bewertungen.

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Im klassischen medizinischen Wissensbenchmark MedQA lag Gemini mit einer Genauigkeit von 97,4 Prozent an der Spitze, während GPT-5.2 94,2 Prozent und Claude 90,2 Prozent erreichten. Die beiden spezialisierten klinischen Systeme erreichten hierbei nur 89,6 Prozent (OpenEvidence), bzw. 88,4 Prozent (UpToDate AI).

Auch im HealthBench-Test waren die allgemeinen LLMs besser. GPT-5.2 erzielte 88,0 von 100 möglichen Punkten, während Gemini 79,3 Punkte und Claude 77,0 Punkte erzielten. OpenEvidence und UpToDate Expert AI lagen mit 62,6 und 61,3 Punkten deutlich dahinter.

Die realen, anonymisierten Anfragen von Ärztinnen und Ärzten im RCQ-Benchmark konnten die allgemeinen LLMs ebenfalls besser beantworten. Sie erreichten auf der vierstufigen Bewertungsskala im Mittel 3,62 (Gemini), 3,54 (GPT-5.2) und 3,52 (Claude) Punkte, während OpenEvidence 3,24 Punkte und UpToDate Expert AI 3,17 Punkte erzielte. Google AI Overview, also die allgemeine Suchfunktion in Google mit KI-Antwort, lag mit 3,27 Punkten in etwa auf dem Niveau der medizinischen Systeme.

Die Ergebnisse widersprechen der naheliegenden Erwartung, dass medizinisch optimierte KI bei medizinischen Fragen besser sind als die allgemeineren Systeme führender Tech-Unternehmen. Die Autor:innen vermuten, dass die umfangreicheren Trainingsdaten und schnellere Entwicklungszyklen der führenden Allzweck-LLMs in vielen Aufgaben stärker ins Gewicht fallen könnten als eine nachträgliche Spezialisierung auf medizinischen Daten.

In der Beurteilung der Antworten durch die Mediziner:innen fanden sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Systemen bezüglich Sicherheit. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Antworten der spezialisierten Systeme gleich gut waren. In Freitextanmerkungen der ärztlichen Beurteiler wurden bei OpenEvidence und Google AI Overview besonders häufig unvollständige klinische Inhalte und sicherheitsrelevante Auslassungen vermerkt. OpenEvidence fiel zudem durch vergleichsweise unübersichtliche oder schwer nachvollziehbare Antworten auf.

UpToDate Expert AI verweigerte außerdem deutlich häufiger eine Antwort als die anderen Systeme. Im RCQ-Test wurden 19 Prozent der Anfragen von UpToDate Expert AI verweigert. Bei den allgemeinen LLMs lag dieser Anteil dagegen nur zwischen einem und drei Prozent.

Die Wissenschaftler:innen betonen, dass sie wegen der proprietären Architektur der Systeme nicht sicher erklären können, warum die klinischen Systeme schlechter abschnitten. Eine mögliche Erklärung ist, dass die wesentlich größeren, allgemeinen LLMs gerade bei Aufgaben, die medizinisches Wissen, Argumentation und verständliche Kommunikation kombinieren, von ihrer Größe und ihrem breiten Wissen profitieren. Die Studie sollte nicht als endgültiges Ranking aller Ansätze verstanden werden. Die Autor:innen weisen ausdrücklich darauf hin, dass stark spezialisierte Teilgebiete, komplexe lokale Workflows oder institutionseigene Modelle andere Ergebnisse liefern könnten.

Die Ergebnisse sind für Krankenhäuser und Praxen relevant, weil spezialisierte klinische KI-Produkte oft mit institutioneller Glaubwürdigkeit auftreten. Die Studie zeigt jedoch auf, dass ein KI-System nicht automatisch besser ist, nur weil es gezielt für die Medizin entwickelt wurde. Zumindest in den untersuchten Aufgaben waren die allgemeinen Modelle von OpenAI, Google und Anthropic den klinischen KI-Systemen klar überlegen.

Für Beschaffung, Erstattung und Regulierung von Gesundheits-KI ergeben sich wichtige Konsequenzen. Entscheidend sollte sein, wie gut ein System in unabhängigen Tests und auf realistischen Aufgaben funktioniert und nicht, ob es als klinisches Spezialprodukt vermarktet wird. Die Autor:innen empfehlen daher strengere, unabhängige Evaluationen, bevor KI-Systeme breit in klinische Arbeitsabläufe integriert werden.


(mack)



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Maker-Projekt: Bilder auf Platinen platzieren


In verschiedenen Projekten haben wir bereits beschrieben, wie man PCBs – Printed Circuit Boards, also geätzte Platinen – mit Onlineeditoren entwerfen und dann für kleines Geld herstellen lassen kann.

Fünf Platinen in Visitenkartengröße kosten inklusive Versand rund 5 Euro, bei größerer Stückzahl sogar unter 50 Cent pro Stück. Damit eignen sie sich auch hervorragend als Visitenkarten zum Verschenken – und genau die dienen in diesem Artikel als Beispielprojekt.

  • Platinenebenen als Gestaltungsfläche nutzen
  • Bilder in Farbkanäle zerlegen
  • Zerlegte Bilder ins PCB-Layout importieren

Checkliste

Zeitaufwand: ca. 2 – 3 Stunden

Kosten: ab 5 Euro für 5 Platinen inkl. Versand

Material

  • Platine (vom Fertiger, zum Beispiel JLCPCB)
  • SMD-LEDs (Bauform 0805 mit automatischem Farbwechseleffekt)

Werkzeug

  • Heizplatte für SMD-Löten

Software

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Wer ein Bild möglichst originalgetreu auf einer Platine benötigt, kann sich vom Platinenfertiger einfach ein mehrfarbiges Bild per Tintenstrahldrucker aufbringen lassen. Das ist aber keine Herausforderung. Viel reizvoller ist es, seine künstlerische Gestaltungsfreiheit auf die sehr begrenzte „Palette“ der Platine einzuschränken. Wer auf eine Platine „malen“ möchte, hat sich nämlich ein äußerst herausforderndes Medium ausgesucht.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Maker-Projekt: Bilder auf Platinen platzieren“.
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FBI nimmt Phishing-as-a-Service-Plattform „Outsider“ hops


Am vergangenen Wochenende hat das FBI Cleveland einen Schlag gegen Cyberkriminelle versetzt. Die chinesisch verortete Phishing-as-a-Service-Plattform (PhaaS) war seit dem Jahr 2023 aktiv. Jetzt ziert die Webseiten ein FBI-Banner, das auf die Beschlagnahme hinweist.

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Das FBI berichtet auf Linkedin von der „Operation Ghost Hook“. Demnach haben die Strafverfolger zusammen mit Google und Lumen an den Maßnahmen gegen das kriminelle Angebot gearbeitet. „Outsider“ oder auch „Outsider Enterprise“ bot als Phishing-as-a-Service-Plattform „schlüsselfertige“ Phishingseiten mitsamt Infrastruktur gegen Geld an. Die Phishing-Kits konnten komplexe Angriffe gegen Bürger der USA und mindestens 54 weiterer Länder ausführen. Alles automatisch und KI-gestützt. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Outsider-PhaaS-Plattform seit Juli 2023 mehr als 8000 einzigartige Phishing-Domains aufgesetzt hat. Die zeichnen für geschätzte 3.870.000 gestohlene Kreditkartendaten und damit verbunden rund 1,9 Milliarden US-Dollar an Verlusten verantwortlich.

Bei der gemeinsamen Aktion haben das FBI und die Partner mehrere Domains der Hauptverwaltungsserver beschlagnahmt. Außerdem eine Shopify-Geschäftsseite mitsamt Konto, die zum Testen des Phishing-Dienstes genutzt wurden. Auch 100.000 Tether (USDT) haben die Ermittler aus den Outsider-Wallets eingefroren. Tausende Phishing-Domains bei US-Providern wurden beschlagnahmt, sie zeigen nun das FBI-Banner zur Beschlagnahme im Rahmen von „Operation Ghost Hook“. Über einen „Outsider“-Telegram-Bot haben die Strafverfolger außerdem Informationen über Kunden des kriminellen Angebots erhalten.

Die Operation ist Teil der übergeordneten „Operation Riptide“, einer andauernden FBI-Kampagne, die die Drahtzieher, Infrastruktur und Finanznetzwerke hinter Cybercrime zum Gegenstand hat.

In dem Zusammenhang hat Google zudem erläutert, dass das Unternehmen gegen KI-Betrug auch mittels juristischer Schritte vorgehen will, das Ganze nennt sich grob übersetzt „proaktive Rechtsdurchsetzung“ (Affirmative Litigation). Neben dem Patchen von Sicherheitslücken und Sperren betrügerischer Konten geht das Unternehmen zusammen mit Strafverfolgern auch zivilrechtlich gegen Cyberkriminelle vor. Dazu gehört das Einklagen von Domain-Sperren, um deren Infrastruktur zu zerlegen, und das Einfrieren von Finanzmitteln.


(dmk)



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