Connect with us

Online Marketing & SEO

KI-Top-100: Die meistgenutzten Apps und Seiten der Welt


Im Web liegt ChatGPT weiterhin klar vorne, gefolgt von Tools wie Gemini, Canva, DeepSeek und Grok. Gleichzeitig zeigt die Liste, wie breit das KI-Ökosystem inzwischen geworden ist. Neben großen Plattformen finden sich zahlreiche spezialisierte Anwendungen für Kreativarbeit, Coding oder Produktivität. Auch im App-Ökosystem wächst der Wettbewerb. Dort zählen neben ChatGPT vor allem kreative Tools wie CapCut oder Picsart sowie KI-Funktionen etablierter Plattformen zu den meistgenutzten Anwendungen.

Dabei bleibt ChatGPT ein Schwergewicht im KI-Ökosystem: 900 Millionen Menschen nutzen den KI-Dienst inzwischen jede Woche. Mehr als zehn Prozent der Weltbevölkerung greifen damit zumindest statistisch regelmäßig auf ein einzelnes KI-Produkt zu. Trotzdem ist das Rennen um die Standard-KI längst nicht entschieden. Die folgende Übersicht zeigt die 15 meistgenutzten Gen-AI-Web-Produkte weltweit nach monatlichen Website-Besuchen und verdeutlicht, wie stark sich der Markt inzwischen ausdifferenziert hat.

Diagramm der 15 meistgenutzten Gen-AI-Web-Produkte weltweit nach monatlichen Website-Besuchen mit ChatGPT, Gemini, Canva und DeepSeek an der Spitze.
Die 15 meistgenutzten Gen-AI-Web-Produkte weltweit nach monatlichen Website-Besuchen laut Similarweb, © a16z

Denn mehr als drei Jahre nach dem ChatGPT Launch verändert sich die Struktur des Marktes deutlich. Viele der erfolgreichsten Anwendungen sind inzwischen keine reinen KI-Startups mehr, sondern etablierte Software-Produkte, die KI tief in ihre Funktionen integrieren. CapCut erreicht 736 Millionen monatlich aktive Mobile User und nutzt KI etwa für Hintergrundentfernung, automatische Untertitel oder Text-to-Video. Bei Notion verwenden inzwischen mehr als 50 Prozent der Nutzer:innen die kostenpflichtigen KI-Funktionen. Generative KI ist damit nicht mehr nur eine eigene Kategorie von Apps – sie wird zunehmend zur Infrastruktur bestehender Software.

Wer wird zur Standard-KI für Milliarden Nutzer:innen?

ChatGPT bleibt das größte Consumer-KI-Produkt. Laut a16z verzeichnet die Plattform im Web 2,7-mal so viele monatliche Besuche wie Gemini. Auch auf Smartphones liegt ChatGPT vorne und erreicht 2,5-mal so viele monatlich aktive Nutzer:innen wie die Gemini App. Bei den Consumer-Abos liegt OpenAI ebenfalls vorne. ChatGPT hat achtmal so viele zahlende Nutzer:innen wie Claude und viermal so viele wie Gemini. Doch gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb. Laut Yipit Data stieg die Zahl der zahlenden Claude-Abonnements in den USA im Januar 2026 im Jahresvergleich um über 200 Prozent. Gemini verzeichnete im selben Zeitraum 258 Prozent Wachstum bei den Abonnements.

Ein Grund dafür ist das hohe Innovationstempo der Konkurrenz. Google hat die eigenen KI-Produkte in den vergangenen Monaten stark ausgebaut. Das Bildmodell Nano Banana generierte bereits in der ersten Woche 200 Millionen Bilder und brachte Gemini zehn Millionen neue Nutzer:innen. Inzwischen gibt es bereits die nächste Version: Nano Banana 2, ein schnelleres und günstigeres KI-Bildmodell, das stärker in Suche und Ads integriert werden soll. Gleichzeitig gilt Veo 3.1 für viele Beobachter:innen als ein großer Durchbruch für KI-Video. Anthropic setzt stärker auf professionelle Nutzer:innen. Mit Tools wie Cowork, Claude in Chrome, Plug-ins für Excel und PowerPoint sowie vor allem Claude Code richtet sich das Unternehmen an Entwickler:innen und Menschen aus daten- und analyseintensiven Berufen. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Nutzung der wichtigsten KI-Assistants zwischen 2024 und 2026 entwickelt hat.

Diagramm zu Marktanteilen von KI-Assistenten mit ChatGPT, Gemini, Claude, DeepSeek, Perplexity und Grok nach monatlichen Sessions zwischen 2024 und 2026.
Entwicklung der Marktanteile führender KI-Assistants nach Anteil an monatlichen Sessions im Web und auf Mobile zwischen 2024 und 2026 laut Sensor Tower und Similarweb, © a16z

Parallel verändert sich auch das Nutzer:innenverhalten. Rund 20 Prozent der wöchentlichen ChatGPT-Webnutzer:innen verwenden innerhalb derselben Woche auch Gemini. Viele User verwenden mehrere KI-Tools parallel, statt sich nur auf eines zu verlassen. Das spiegelt sich auch in aktuellen Marktanalysen wider. Laut Apptopia sank der Anteil an den täglichen US-Nutzer:innen von ChatGPT von 69,1 Prozent im Januar 2025 auf 45,3 Prozent im Januar 2026. Im gleichen Zeitraum stieg Gemini von 14,7 Prozent auf 25,1 Prozent. Wie dynamisch dieser Wettbewerb geworden ist, zeigte sich zuletzt auch im App Store. Anfang März erreichte Claude erstmals Platz eins im US App Store, nachdem eine Kontroverse um einen Vertrag zwischen OpenAI und dem US-Verteidigungsministerium kurzfristig zu mehr ChatGPT-Deinstallationen geführt hatte. Wenige Tage später kehrte ChatGPT wieder auf Platz eins der US App Store Charts zurück, gefolgt von Claude und Gemini.

Für Plattformen geht es jedoch nicht nur um Nutzer:innenzahlen. Entscheidend ist, wer zur Standardschnittstelle zwischen Menschen und Internet wird. Genau deshalb bauen die Anbieter:innen ihre Plattformökosysteme derzeit so massiv aus.


Claude toppt App Store Charts und ChatGPT vor Boykott
– mitten im Kriegstaumel

schwarzer Mauszeiger, weißes Symbol mit Punkten an Strichen, rosafarbener Hintergrund
© Anthropic via Canva

ChatGPT will das Betriebssystem für deinen Alltag werden

Aktuell bietet ChatGPT derzeit viele Vorteile. Denn OpenAI arbeitet konsequent daran, den KI-Dienst zur Einstiegsschicht für digitale Alltagsaufgaben auszubauen. CEO Sam Altman erklärte bereits, man wolle

KI Milliarden von Menschen zugänglich machen, die sich keine Abonnements leisten können.

Deshalb experimentiert das Unternehmen inzwischen auch mit Werbung und entwickelt eine eigene Identitätsebene unter dem Namen „Sign in with ChatGPT“. Ziel ist es, ChatGPT zum Ausgangspunkt für viele digitale Aktivitäten zu machen. Schon heute können Nutzer:innen dort etwa Einkäufe starten, Reisen planen, Informationen recherchieren oder Fragen rund um Gesundheit klären.

Parallel bauen die Anbieter:innen ihre Ökosysteme rund um die KI-Assistants aus. ChatGPT bot Ende Februar bereits 220 Apps in 13 Kategorien, über die sich verschiedene Dienste direkt in den Assistants integrieren lassen. Auch Anthropic erweitert die Möglichkeiten rund um Claude. Der Dienst bietet rund 160 kuratierte Konnektoren sowie etwa 50 Community MCP Server, über die Claude mit anderen Tools und Datenquellen verbunden werden kann. Die Überschneidung zwischen beiden Plattformen ist allerdings gering. Nur 41 Integrationen gibt es sowohl bei ChatGPT als auch bei Claude. Dabei handelt es sich vor allem um bekannte Produktivitäts-Tools wie Slack, Notion, Gmail, Google Kalender, HubSpot oder Stripe. Abseits dieses gemeinsamen Kerns verfolgen die Plattformen unterschiedliche Strategien. ChatGPT erweitert das eigene Angebot stark um Alltagsanwendungen und integriert inzwischen über 85 Apps für Verbraucher:innentransaktionen wie Reisen, Shopping oder Ernährung. Claude positioniert sich dagegen stärker für professionelle Nutzung und bietet Integrationen zu Tools wie Databricks, Supabase, Snowflake oder wissenschaftlichen Datenbanken wie PubMed und Benchling.

Damit deutet der Report bereits ein mögliches Szenario für den KI-Markt an. Wenn KI-Assistants immer weiter aus ihrem Chatbot-Dasein herauswachsen und zu zentralen Tools für Arbeit und Alltag werden, könnte sich der Wettbewerb anders entwickeln als bei der Web-Suche, die aktuell noch von Google dominiert wird. Statt einer einzigen marktführenden Plattform könnten mehrere große Ökosysteme parallel bestehen – ähnlich wie im Smartphone-Markt, der heute vor allem von Android und iOS geprägt ist.

Der KI-Markt fragmentiert sich weltweit

Neben dem Plattformkampf zeigt der Bericht eine zweite große Entwicklung. Die weltweite Nutzung von KI-Tools fragmentiert sich immer stärker nach Regionen. Während ChatGPT in vielen westlichen Ländern dominiert, setzen andere Regionen stärker auf lokale Modelle und Plattformen.

Diagramm zu Marktanteilen von KI-Chatbots nach Ländern im Januar 2026 mit ChatGPT, Gemini, DeepSeek, Grok, Claude und weiteren Modellen.
Marktanteile führender KI-Chatbots nach Ländern basierend auf Web- und Mobile Traffic im Januar 2026 laut Similarweb und Sensor Tower, © a16z

Westliche Tools wie ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity haben ihre größten Märkte in den USA, Indien, Brasilien, Großbritannien und Indonesien. In China spielen sie kaum eine Rolle. Dort dominieren lokale Produkte wie Doubao von ByteDance oder Kimi. Ein Sonderfall ist DeepSeek. Der Web Traffic verteilt sich dort auf China mit 33,5 Prozent, Russland mit 7,1 Prozent und die USA mit 6,6 Prozent. Auch Russland entwickelt inzwischen ein eigenes KI-Ökosystem. Der Yandex Browser mit integriertem Assistant Alice erreicht 71 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen und gehört damit zu den Top Ten der mobilen KI-Produkte weltweit.

Um die KI-Nutzung pro Kopf vergleichbar zu machen, hat a16z einen Index entwickelt, der Website-Besuche und monatlich aktive Mobile-Nutzer:innen (MAU) pro Kopf kombiniert und eine Punktzahl von 0 bis 100 berechnet. Das Ergebnis zeigt ein neues geografisches Bild: Singapur liegt weltweit auf Platz eins, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong und Südkorea. Die USA landen trotz ihrer führenden Rolle bei der Entwicklung vieler KI-Produkte nur auf Platz 20.

Weltkarte zur KI-Nutzung pro Kopf mit einem AI Adoption Index von 0 bis 100, bei dem Singapur, die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong und Südkorea besonders hohe Werte erreichen.
Globale KI-Nutzung pro Kopf basierend auf einem Index aus Web-Besuchen und monatlich aktiven Mobile-Nutzer:innen (MAU) pro Kopf laut Similarweb und Sensor Tower, © a16z

3 Trends, die den KI-Markt außerdem neu formen

Auch bei kreativen KI-Tools verschiebt sich der Markt. Während Bildgeneratoren lange die Kategorie dominierten, rücken inzwischen Video-, Musik- und Sprach-KI stärker in den Fokus. Ein Grund dafür ist, dass große Dienste Bildfunktionen zunehmend direkt in ihre eigenen Modelle integrieren, etwa mit GPT Image in ChatGPT oder neuen Bildmodellen in Gemini. Eigenständige Tools verlieren dadurch teilweise an Reichweite und konzentrieren sich stärker auf spezialisierte Anwendungsfälle sowie kreative Communities.

Ein weiterer Trend sind KI-Agents. Tools wie Manus, Genspark oder OpenClaw Agents erledigen komplexe Aufgaben selbstständig, etwa Recherche, Datenanalyse oder das Erstellen von Präsentationen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt OpenClaw. Das Projekt sammelte innerhalb weniger Wochen 68.000 GitHub Stars und wurde Anfang März zum meistgestarrten Repository auf GitHub. Der Gründer Peter Steinberger wechselte kürzlich zu OpenAI und kommentierte den Hype rund um das Projekt mit den Worten:

The lobster is taking over the world.

Gleichzeitig verschiebt sich auch die Art, wie Menschen KI nutzen. Immer häufiger ist sie direkt in bestehende Software integriert, statt als eigenständige App aufzutreten. Browser, Desktop Tools und Workspace-Anwendungen bauen KI zunehmend in ihre Kernfunktionen ein. Beispiele reichen von KI-Features in Chrome und Office-Programmen bis zu Entwickler:innen-Tools wie Claude Code oder Codex.

Damit verändert sich auch, wo und wie Menschen KI nutzen. Viele verwenden KI heute nicht mehr nur über eigene Apps oder Dienste wie ChatGPT, sondern direkt in Programmen, die sie ohnehin im Alltag nutzen. Dazu gehören zum Beispiel E-Mail-Programme, Meeting Tools, Browser oder Code-Editoren. Das Problem dabei: Diese Nutzung taucht in klassischen Statistiken kaum auf. Rankings wie die Consumer AI Top 100 messen beispielsweise die Website-Besuche oder App-Nutzer:innen. Wenn KI aber direkt in Software integriert ist, etwa in Chrome, Outlook oder Entwickler:innen-Tools, wird sie zwar intensiv genutzt, erscheint in solchen Listen jedoch bisher kaum. Deshalb wird es zunehmend schwieriger, den tatsächlichen Einfluss von KI allein über klassische App oder Website Rankings zu messen.





Source link

Online Marketing & SEO

Studie: Hohe Verbreitung von Loyalty-Apps schmälert die Kundenbindung


Apps von Händlern befinden sich inzwischen auf vielen Smartphone-Bildschirmen. Das bringt nicht nur Vorteile mit sich.

Neun von zehn deutschen Haushalten nutzen Loyalty-Apps – oft mehrere parallel. Eine Studie von Yougov zeigt, welche neuen Herausforderungen das für Händler mit sich bringt. 

Neun von zehn deutschen Haushalten nutzen mittlerweile mindestens eine Loyalty- oder Händler-App. Doch die weite Verbreitung geht mit sinkender E

Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!

1 Monat

29 €

  • zum Testen
  • danach 36,50 € mtl.

12 Monate

329 €

  • anstatt 439 €
  • 110€ sparen

24 Monate

529 €

  • anstatt 878 €
  • 349 € sparen

HORIZONT Digital

  • Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
  • E-Paper der Zeitung und Magazine
  • Online-Printarchiv

HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team



Source link

Weiterlesen

Online Marketing & SEO

WM ohne Liverechte: Wie DAZN aus der Not ein Geschäftsmodell macht


Das letzte Testspiel für die deutsche Mannschaft verlief positiv, jetzt kann es ins Turnier gehen

DAZN hat für die WM 2026 keine Live-Übertragungsrechte für den deutschen Markt – und sieht sie als strategische Chance. Während Anstoßzeiten und Werberegeln klassische Anbieter ausbremsen, setzt der Streamingdienst auf Highlights und digitale Präsenz.

Die Rechte zum Übertragen hat man – nur kein Team: In einem der wichtigsten Fußballmärkte Europas überträgt der Stream

Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!

1 Monat

29 €

  • zum Testen
  • danach 36,50 € mtl.

12 Monate

329 €

  • anstatt 439 €
  • 110€ sparen

24 Monate

529 €

  • anstatt 878 €
  • 349 € sparen

HORIZONT Digital

  • Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
  • E-Paper der Zeitung und Magazine
  • Online-Printarchiv

HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team



Source link

Weiterlesen

Online Marketing & SEO

So stark sind Zero Click Searches auf Google 2026 gestiegen


Der Anstieg der Zero Click Searches auf Google von 2024 bis 2026 markiert das schnellste Wachstum des besorgniserregenden Phänomens im vergangenen Jahrzehnt. Die US-Zahlen sind beachtlich, doch Google hat noch ein Wörtchen mitzureden.

Googles KI-Suchergebnisse senken nachweislich die Klickrate. AI Overviews und der AI Mode sorgen dafür, dass Publisher zusehends weniger Traffic über Google erhalten. Und jetzt offenbart eine Analyse von SparkToro auf Basis von Similarweb-Daten auch noch, wie enorm hoch die Anzahl der Zero Click Searches auf Google inzwischen ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Menschen via Google dank KI-Optionen immer komplexer und immer mehr suchen.

Google Search is AI Search,

betonte Googles EMEA-Chefin Debbie Weinstein zuletzt und verwies en passant auf 2,5 Milliarden AI Overviews User und mehr als eine Milliarde AI Mode User pro Monat. Die Zahl der AI Mode-Suchen, im Schnitt dreimal länger als traditionelle Anfragen, hat sich jeden Monat seit dem Launch verdoppelt. Nach Jahrzehnten der Suche in Fragmenten, also Keywords, können wir alles suchen – in natürlicher Sprache. Und so fragen die Menschen auch mehr. Aber oft reichen die Antworten in den AI Overviews, im AI Mode oder auch im Knowledge Panel schon aus, sodass die Klicks zu Websites nicht zustande kommen. Publisher müssen sich im Widerstreit dieser Entwicklungen positionieren.


Google launcht Search Profiles:

Personalisierte Präsenz in der Suche für mehr Sichtbarkeit

Smartphone Mockup mit Google Search Profile, Follow Button, About-Text und Reitern sowie Videos vor hellem Hintegrund
© Google via Canva

Problem für SEOs: Zero Click Searches in den USA um 12,5 Prozent gestiegen

Der SEO-Experte Rand Fishkin hat mit seinem Unternehmen SparkToro erneut eine Analyse der Zero Click Searches auf Google umgesetzt. Mithilfe von Daten des Analyseunternehmens Similarweb, konkret dank des Clickstream Panels für Mobile und Desktop, wurden die Werte für die Monate von Januar bis April 2026 ermittelt. Dabei endeten 68,01 Prozent der Suchanfragen ohne Klick. Das heißt, dass die Suche beendet oder eine weitere Suche gestartet wurde, ohne dass ein User eine von drei Klickoptionen nutzt:

  1. Klicks zu organischen Ergebnissen
  2. Klicks zu Anzeigen
  3. Klicks zu Google Properties wie Google Maps, YouTube, den AI Mode und Co.

Noch im Jahr 2024 lag der Wert bei 60,45 Prozent (die Zahlen stammten damals von Datos). Demnach ist die Zahl der Zero Click Searches auf Google binnen zwei Jahren um 12,5 Prozent (und knapp 7,5 Prozentpunkte) gestiegen. Das ist laut Fishkin das schnellste Wachstum in diesem Bereich im vergangenen Jahrzehnt. Gerade der Vergleich zu vor zehn Jahren ist eindrücklich. 2026 waren die Zero Click Searches mit 45,01 Prozent noch klar hinter den Suchen mit mindestens einem Klick.

Die Entwicklung der Zero Click Searches in den USA von 2016 bis 2026, © SparkToro, Diagramm mit Farben und Zahlen
Die Entwicklung der Zero Click Searches in den USA von 2016 bis 2026, © SparkToro

Hinweise aus Europa sollen folgen

Die vorgestellten Zahlen von SparkToro und Similarweb beziehen sich auf die USA. Demnächst möchte das Unternehmen aber auch entsprechende Zahlen für Kanada, das Vereinigte Königreich und die EU nachliefern. Similarweb stellte diese ebenfalls für Rand Fishkin und SparkToro bereit. Doch bereits die Werte aus dem Google-Kernmarkt USA machen deutlich, dass Suchen ohne konkrete Klickfolge stetig und rasch zunehmen. Bedenkt man, dass in der Analyse sogar Weiterführungen zu Google Properties als Klicks zählen, ist das für Publisher besorgniserregend.

Dabei ist zu beachten, dass SparkToro lediglich die Nutzung im Browser berücksichtigt hat, nicht die in der Google App. Außerdem wurde mobil bereits nach zehn Sekunden Inaktivität das Ende einer Einzelsuche angenommen.

[…] After this point, the navigation patterns suggested entirely new user journeys rather than those related to the search,

erklärt das Unternehmen. Das Suchverhalten auf Google verändert sich unterdessen schneller denn je. Auch deshalb kann der Blick auf die Zero Click Searches nur ein Teil der Analyse von Sichtbarkeit und Discovery in der Suche sein.


Bei der Analyse von Website Traffic hilft Similarweb inzwischen ebenso mit einer neuen Integration bei der AI Answering Machine Perplexity.


Zero Click Searches sind beunruhigend, aber nur die halbe Wahrheit

Der hohe Wert von über 68 Prozent Zero Click Searches auf Google könnte bei SEOs und Seitenbetreiber:innen Alarmglocken schrillen lassen. Allerdings muss in diesem Kontext beachtet werden, dass auch die Änderung der Suchanfrage als weitere Suche gilt und damit als Zero Click Search für die erste Anfrage. Das kann in vielen Fällen sogar zutreffen, wenn User die Rechtschreibung korrigieren oder den Fokus anders setzen. Kommt es dann zum Klick, wird der nur der neuen Anfrage zugeschrieben, obwohl die Discovery Journey bei der ersten Anfrage startete. Deshalb sind die Daten zu Zero Clicks ein interessanter und zugleich fragiler Wert für die Analyse; das betonte Google in den vergangenen Jahren ebenfalls des Öfteren.

Darüber hinaus ist die Google-Suche allein von der Nutzungsweise bereits so breit gefächert, dass die Analyse der Klickwege erschwert werden könnte. User können direkt mit dem AI Mode starten oder die klassische Suche anwählen, sie können mit Bildern und per Stimme suchen und komplexere Sätze anstelle von Keywords als Anfrage stellen. Das sorgt nicht zuletzt dafür, dass Google immer mehr Suchen bedient und dabei immer neue Suchszenarien zum Vorschein kommen.

Trotz Klickverlust: Chancen für Publisher im KI-Suchzeitalter

We are living in the golden age of human curiosity,

meint Googles VP of Engineering für Search Rajan Patel. Darum eröffnen sich für Publisher und Seitenbetreiber:innen trotz der erschreckenden Entwicklung im Kontext der Zero Click Searches Discovery-Potentiale, die sie auf vielfältige Weise für sich nutzen können – obwohl sie vermutlich zuvorderst die Impressions, erst dann etwaige Klicks befeuern könnten. Derzeit bietet Google ersten Usern beispielsweise personalisierte Search Profiles an, die wie eine Bio auf Instagram wichtige Details, Artikel, Produkte und Beiträge sowie Links vereinen können. Der Follow Button darin soll Suchende zum Folgen animieren. Über diesen Bereich können Unternehmen ebenso Sichtbarkeit fördern wie mit dem Hinweis zur Einstellung von bevorzugten Quellen auf Deutsch, die jetzt ebenso in AI Overviews und im AI Mode Einzug halten.

Schließlich sollten Unternehmen und Publisher ihre Performance in den Suchergebnissen und KI-Suchergebnissen stetig analysieren – gerade nach dem jüngsten Core Update. Hierbei helfen die Kategorie Agentic Browsing für Lighthouse, mit der sich prüfen lässt, wie gut die Seiten für die Interaktionen mit Maschinen beziehungsweise Agents vorbereitet sind, und die neuen AI Performance Reports in der Search Console. Leider fehlt bei diesen noch eine wichtige Kenngröße: Klicks.


Google bringt AI Performance Reports in die Search Console

Google-Schriftzug, Ask AI Mode-Schriftzug in Suchleiste, dunkler Hintergrund
© Google via Canva

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein

Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.





Source link

Weiterlesen

Beliebt