Künstliche Intelligenz
KI-Update kompakt: GTC-Neuigkeiten, Iran-Konflikt, Deepfakes, didacta
Nvidia zeigt Rubin-Ultra-Boards
Weiterlesen nach der Anzeige
Nvidia-Chef Jensen Huang hat auf der Hausmesse GTC 2026 die nächste Generation von KI-Rechenzentrum-Hardware vorgestellt. Auf den diesjährigen Rubin-Chip folgt 2027 Rubin Ultra mit vier statt zwei GPU-Chiplets, was die Rechenleistung grob verdoppelt und bis zu 512 GB Speicher ermöglicht. Für 2028 kündigte Huang den Feynman-Chip an, bei dem Nvidia erstmals GPU-Dies stapelt statt nebeneinander zu platzieren. Die Wärmeabfuhr wird zur Herausforderung: Feynman könnte mehr als 2000 Watt aufnehmen.
Ebenfalls 2026 erscheint der ARM-Prozessor Vera mit eigenen CPU-Kernen. Nvidia zielt damit direkt auf AMD und Intel, denn Vera kommt erstmals für reine CPU-Server und nicht mehr nur an GPUs gekoppelt. Zur Vernetzung der Server stellte Huang wie gewohnt eine Reihe neuer Netzwerkprozessoren und Switches vor.

Nvidia DLSS 5 soll Videospiele fotorealistisch machen
Nvidia will mit DLSS 5 das Spiele-Rendering grundlegend verändern: Ein KI-Modell soll aus Farben und Bewegungsvektoren eines Spiels fotorealistische Grafik erzeugen. Die Spielecommunity reagiert allerdings ablehnend. In Vergleichsbildern sehen Spielfiguren aus wie mit übertriebenen Instagram-Filtern bearbeitet, besonders die Gesichter landen tief im Uncanny Valley. Spieler befürchten, die KI könnte die künstlerische Vision der Entwickler überschreiben.
Die Kritik bezieht sich jedoch auf eine frühe Beta-Version. Nvidia betont, dass Entwickler kontrollieren können, wo und wie stark DLSS 5 eingreift. Sie könnten etwa Gesichter aussparen und die KI nur für Materialien oder Beleuchtung einsetzen. Die grundlegende Technik gilt als vielversprechend. Der Release ist für Herbst geplant.
Encyclopaedia Britannica verklagt OpenAI wegen KI-Training
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Encyclopaedia Britannica, einer der ältesten Enzyklopädie-Verlage der Welt, verklagt OpenAI. Der Vorwurf: OpenAI habe ohne Genehmigung knapp 100.000 Online-Artikel sowie Einträge von Britannica und dem Wörterbuch Merriam-Webster genutzt, um ChatGPT zu trainieren. Der Chatbot habe daraufhin nahezu wortgetreue Kopien erstellt und Nutzer von den Originalseiten abgelenkt, was Werbeeinnahmen kostete.
Britannica wirft OpenAI zudem einen Markenrechtsverstoß vor: ChatGPT habe erfundene Inhalte generiert und diese fälschlicherweise der Enzyklopädie zugeschrieben. Das schade dem Ruf der Marke. Britannica fordert Entschädigung und ein Ende dieser Praxis. Laut Reuters hatte der Verlag im vergangenen Jahr bereits eine ähnliche Klage gegen Perplexity AI eingereicht, die noch nicht entschieden ist.
KI-Fakes im Informationskrieg um den Iran-Konflikt
Die New York Times hat in den ersten zwei Wochen des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran über 110 KI-generierte Fake-Bilder und Videos auf Plattformen wie X, TikTok und Facebook gefunden. Die Fälschungen erreichten ein Millionenpublikum. Das Analyseunternehmen Cyabra ordnet die Mehrheit pro-iranischer Propaganda zu. Frei erfundene Explosionen in Tel Aviv, nie angegriffene Straßenzüge und protestierende Soldaten, die nicht existieren, sollen laut Medienforschern die militärische Stärke des Iran übertreiben.
Unabhängige Überprüfungen werden zunehmend schwieriger. Der Satellitenbetreiber Planet Labs hat die Verzögerung für hochauflösende Bilder der Region von vier Tagen auf zwei Wochen verlängert. Auch Branchenführer Maxar blockiert Aufnahmen von US-Stützpunkten. In dieses Vakuum stoßen gefälschte Accounts, die sich als seriöse Analysten ausgeben und KI-generierte Satellitenbilder als echte Aufklärung verbreiten. Die Desinformation erreicht auch deutsche Redaktionen: Der Spiegel entfernte mehrere Bilder aus seiner Iran-Berichterstattung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit KI-generiert waren.
Von Deepfakes betroffene Minderjährige klagen gegen xAI
Drei Personen in den USA haben Klage gegen xAI eingereicht, das KI-Unternehmen von Elon Musk. Dessen Chatbot Grok soll sexualisierte Deepfakes von ihnen erstellt haben, als sie minderjährig waren. Zwei der Klägerinnen sind weiterhin minderjährig. Nutzer konnten auf der Plattform X ein Bild kommentieren und Grok auffordern, die abgebildete Person nackt darzustellen. Die Betroffenen erfuhren erst davon, als die Bilder auf Discord geteilt wurden.
Der Fall könnte einer der ersten größeren Prozesse zu diesem Thema werden. Die Anwaltskanzlei wirft xAI vor, aus Profitgier gehandelt zu haben, ohne an die Betroffenen zu denken.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
OpenAI streicht Nebenprojekte
OpenAI will seine Ressourcen künftig auf Coding-Werkzeuge und Geschäftskunden konzentrieren. Fidji Simo, verantwortlich für alle Anwendungen, stellte die Pläne laut dem Wall Street Journal in einem unternehmensweiten Meeting vor. Man dürfe diesen Moment nicht verpassen, weil man sich von Nebenmissionen ablenken lasse, sagte sie. Im vergangenen Jahr hatte OpenAI zahlreiche Produkte angekündigt: den Videogenerator Sora, den Webbrowser Atlas, ein Hardware-Gerät mit Designer Jony Ive sowie E-Commerce-Funktionen für ChatGPT.
Der Auslöser ist der Aufstieg von Anthropic. Der Konkurrent hat sich mit Claude Code und Cowork zum schnell wachsenden KI-Anbieter für Unternehmen entwickelt, dabei aber bewusst auf Audio-, Bild- und Videogenerierung verzichtet.
GPT-5.4 mini und nano – schneller, besser, wie immer
OpenAI bringt zwei neue Modelle auf den Markt: GPT-5.4 nano und mini. Beide sollen effizienter und leistungsfähiger als ihre Vorgänger sein. GPT-5.4 nano ist das kleinste und günstigste Modell, gedacht für Aufgaben wie Klassifizierung, Datenextraktion und Sub-Agenten. GPT-5.4 mini zielt auf Coding-Workflows, die von schnellen Iterationen profitieren, und soll in Benchmarks durchweg besser abschneiden als GPT-5 mini.
GPT-5.4 mini ist ab sofort über die API, Codex und in ChatGPT verfügbar. Die nano-Version gibt es nur über die API.
GPT-4.5 besteht den Turing-Test – aber nur, wenn es sich dumm stellt
OpenAIs Sprachmodell GPT-4.5 hat den Turing-Test bestanden, allerdings nur mit einem Trick: Die KI musste sich absichtlich schlechter geben, als sie ist. Lässig schreiben, Tippfehler einstreuen, schlecht in Mathe sein. Mit dieser Persona hielten 73 Prozent der Studienteilnehmer GPT-4.5 für einen Menschen, häufiger als den tatsächlichen menschlichen Gesprächspartner. Ohne die Anpassung lag die Quote bei nur 36 Prozent.
Der KI-Risikobewerter Charbel-Raphaël Segerie nennt das Ergebnis ironisch: KI kann seitenlange, gut strukturierte Texte in Sekunden produzieren, und genau das muss sie verbergen, um als Mensch durchzugehen. Der Turing-Test gilt als Maßstab für KI mittlerweile als überholt.
Microsoft rudert angeblich bei KI-Plänen zurück
Microsoft rückt Berichten zufolge von seinen Plänen ab, den KI-Assistenten Copilot tief in die Windows-Oberfläche zu integrieren. Laut Windows Central wurde die Nutzung von „Copilot“ als Oberbegriff für KI in Windows kurz nach den Verzögerungen von Windows Recall pausiert. Geplante KI-Funktionen auf Systemebene für Einstellungen, Benachrichtigungen und den Datei-Explorer, vor rund zwei Jahren angekündigt, wurden gestoppt.
Anonyme Quellen geben an, Microsoft wolle Windows 11 dieses Jahr weniger mit KI aufblähen und taktvoller vorgehen, wo die Marke Copilot auftaucht. Das sei Teil größerer Anstrengungen, der Kritik von Nutzern zu begegnen, die Windows 11 Aufblähung und „Enshittification“ vorwerfen. Neue KI-Funktionen soll es trotzdem geben, sie sollen aber optional und abschaltbar bleiben.
Linux Foundation will Open Source vor KI-Slop schützen
Die Linux Foundation hat 12,5 Millionen Dollar von Anthropic, Google, Microsoft und OpenAI gesammelt, um Open-Source-Projekte zu stärken. Ein wachsendes Problem ist sogenannter KI-Slop: KI-Tools ermöglichen auch unerfahrenen Nutzern, Codebeiträge einzureichen. Die Flut minderwertiger Pull-Requests überlastet die ehrenamtlichen Maintainer. Das curl-Projekt stoppte deshalb kurzzeitig sein Bug-Bounty-Programm, GitHub kündigte Funktionen an, um schlechte Vorschläge leichter zu löschen.
Die Geldgeber sind allerdings selbst Teil des Problems, da sie die KI-Tools anbieten, die den Slop erzeugen. Gleichzeitig erkennen sie den Wert von Open Source als Fundament vieler Systeme. Die Mittel fließen über Initiativen wie Alpha-Omega und die Open Source Security Foundation.
KI-Angebote bei der didacta 2026
Auf der Bildungsmesse didacta in Köln war KI in diesem Jahr weniger Schlagwort als Selbstverständlichkeit. Statt den Begriff auf jede Oberfläche zu drucken, integrierten Aussteller KI stillschweigend in ihre Produkte. Das dominierende Thema war stattdessen die „smartphonefreie Schule“. Die Bandbreite der KI-Angebote reichte von präzisen Prompting-Anleitungen für die Differenzierung von Lernmaterialien bis zu Ein-Klick-Versprechen.
Schauspieler sollen Künstlicher Intelligenz Emotionen antrainieren
Handshake AI, ein Vermittler von Fachkräften für KI-Training, sucht Menschen mit Erfahrung in Theater, Improvisation oder Comedy. In Online-Sessions sollen sie Szenen spielen, Dialoge entwickeln und Emotionen möglichst realistisch darstellen. Die Bezahlung liegt bei rund 75 Dollar pro Stunde. Das genaue Ziel nennt die Anzeige nicht, sie deutet aber auf Trainingsdaten für Sprachmodelle hin, die Emotionen und Gespräche besser verstehen sollen.
Alibaba bündelt KI-Aktivitäten in neuer Sparte „Token Hub“
Alibaba, der chinesische Technologiekonzern, fasst seine KI-Aktivitäten in einer neuen Geschäftseinheit namens „Alibaba Token Hub“ zusammen. CEO Eddie Wu leitet die Sparte persönlich, berichtet Bloomberg. Sie vereint das Forschungsteam hinter den Qwen-Sprachmodellen, die Verbraucher-App-Sparte, die Kommunikationsplattform DingTalk und Hardware wie Smart Glasses. Alibaba plant zudem, noch diese Woche einen KI-Agenten für Firmenkunden zu veröffentlichen, der schrittweise mit der Handelsplattform Taobao und dem Bezahldienst Alipay verknüpft werden soll.
Bolt setzt für Robotaxis auf Nvidia-Technik
Der estnische Fahrdienstvermittler Bolt plant eine Zusammenarbeit mit Nvidia für den Einstieg ins Robotaxi-Geschäft. Die technische Grundlage liefert Nvidias Drive Hyperion, eine Plattform, die Hardware, Sensorik und Software für autonomes Fahren auf Level 4 bündelt. Bolt will seine umfangreichen Fahrdaten beisteuern, um die KI-Systeme zu trainieren.

(igr)
Künstliche Intelligenz
Top 8: Bester Akku-Rasenmäher im Test – Stihl vor Einhell, Gardena und Makita
Leiser, flexibler, komfortabler: Akku-Rasenmäher haben klare Vorteile gegenüber Benzin- und Kabelmodellen. Wir zeigen die besten Modelle.
Kaum sitzt man bei Sonnenschein entspannt auf dem Balkon, ertönen auch schon wieder Laubbläser, Heckenscheren und Rasenmäher. Früher lärmten die Benzin-Modelle mit viel PS und verpesteten die Luft mit blauem Dunst aus ihren Zweitaktmotoren. Die leiseren Elektro-Varianten waren wenig beliebt, weil die wortwörtlich lange Leitung stets im Weg und umständlich zu handhaben war. Das führte nicht selten dazu, dass das Rasenmähen vorzeitig endete – etwa, wenn das Kabel versehentlich durchtrennt wurde.
Seit einigen Jahren ist die Akkutechnik jedoch weit genug fortgeschritten, um damit nach den Schraubern auch akkubetriebene Trennschleifer, Bohrmaschinen, Bandsägen oder eben Rasenmäher und andere Gartengeräte mit Energie zu versorgen. Die Mäher können teilweise auch gleich mulchen, was das Entsorgen des Grasschnitts erspart, der stattdessen als feiner Dünger auf dem Rasen verbleibt.
Während die Geräte anfangs jeweils eigene Akkus hatten, die teils auch fest eingebaut waren, haben sich inzwischen austauschbare Akkus durchgesetzt, die in unterschiedlichen Geräten und mit unterschiedlicher Akkukapazität einsetzbar sind. Damit muss man theoretisch nur einen Satz Akkus und Ladegeräte für alle Geräte anschaffen und bereithalten – das spart Platz, Geld und schont die Umwelt. Wir zeigen in dieser Bestenliste die acht stärksten Modelle, die im Akku-Rasenmäher-Test überzeugen konnten.
Welcher ist der beste Akku-Rasenmäher?
Unser Testsieger ist der Stihl RMA 239 C für 417 Euro. Er vereint gute Leistung auf dem Rasen mit durchdachtem Design, das ihn zum praktischen, unkomplizierten und komfortablen Gartenwerkzeug macht.
Als Technologiesieger geht der Gardena Powermax Duo 46/36V P4A ab 299 Euro hervor. Er ist ideal für große Gärten und bringt genug Leistung mit, um auch hochgewachsenem Gras problemlos zu trotzen. Die zwei separaten Klingen sorgen zudem für einen gleichmäßigen Schnitt.
Preis-Leistungs-Sieger ist der Gardena Powermax 30/18V für 188 Euro. Er verrichtet die Arbeit zufriedenstellend und überzeugt durch seine Wendigkeit, die ihm durch den kompakten Formfaktor ermöglicht wird.
Akkus und Ladegeräte: Ein Überblick zu Akku-Systemen
Die meisten Akku-Rasenmäher werden inzwischen mit einem oder zwei Akkus betrieben, die eine Spannung von 18/20 V oder 36/40 V liefern. Es gibt auch Modelle, die mit nur einem einzelnen 36/40-V-Akku ausgestattet sind. Diese Akku-Modelle sind jedoch vorwiegend nicht mit anderen akkubetriebenen Gartengeräten kompatibel und werden deshalb nur noch selten angeboten.
Da sich ein Akku inzwischen häufig in mehreren Geräten nutzen lässt, lohnt es sich, zunächst eine Grundausstattung aus Akku (einem oder zwei, je nach Mäher) und Ladegerät anzuschaffen.
Beabsichtigt man dann im „fliegenden Wechsel“, entladene Akkus gegen frisch geladene auszutauschen, kann man weitere hinzukaufen. Diese benötigen dann keine weiteren Ladegeräte, da sie problemlos auf die bereits gekaufte Ladestation desselben Herstellers passen. Ebenfalls praktisch ist, dass man die vorhandenen Akkus gegen neue ersetzen kann, wenn diese über die Jahre ihre Ladung nicht mehr halten können.
Kauft man sich dagegen noch weitere akkubetriebene Gartengeräte derselben Marke, kann man kostensparend umgekehrt zu einer Ausführung ohne mitgelieferte Akkus und Ladegeräte greifen. Im Folgenden stellen wir mehrere Marken und deren jeweiliges Akkusystem vor:
Einhell: Power-X-Change
Eines der in Deutschland umfassendsten Systeme mit bereits über 300 akkubetriebenen Geräten hat Einhell mit dem Power-X-Change-System: Hier gibt es 18-Volt-Akkus unterschiedlicher Kapazitäten, die in den entsprechenden Geräten entweder einzeln oder paarweise – dann hintereinandergeschaltet mit 36 Volt – nutzbar sind.
Man kann sie ebenso in Spezialgeräten anderer Marken verwenden, die Teil des Systems sind. Darunter finden sich Industrie-Drehmomentschrauber, Staubsauger, kleinere E-Bikes sowie Scooter und sogar ein Kinder‑E‑Auto. Selbst Campingwagen von Knaus Tabbert lassen sich so über Nacht versorgen. Natürlich hat auch Einhell diverse Rasenmäher im Angebot:
Gardena: Power for All Alliance
Der Gartenspezialist Gardena steht dem mit einem vergleichbaren, aber zu Einhell inkompatiblen 18-V-System gegenüber. Gemeinsam mit Bosch ruft der Hersteller zur „Power for All Alliance“ auf und deckt so herstellerübergreifend über 150 Geräte und 11 Marken ab.
Neben Rasenmähern und -trimmern gibt es unter anderem Heckenscheren, Kettensägen, Baumscheren und Laubsauger. Rasenmäher können hier teilweise auch Kanten schneiden und es sind Ersatzteile für mindestens sieben Jahre erhältlich – vom Fangkorb bis zum Hinterrad. Man kann die Produkte also auch längerfristig nutzen, wenn Verschleißteile ausfallen und ersetzt werden müssen.
Gardena selbst bietet zwar keine Heimwerker-Werkzeuge an, dafür deckt Bosch diese Sparte ab. Die Akkus der Gardena-Geräte sind so auch in Staubsaugern, Hochdruckreinigern sowie aktuell 78 Elektrowerkzeugen und 50 Gartengeräten von Bosch verwendbar. Als Teil der Power-for-all-Alliance passen sie außerdem in Gartengeräte von Gloria und Flymo (gehört zusammen mit Gardena zum Husqvarna-Konzern, welcher auch mit Geräten unter eigenem Namen am Markt ist) sowie Werkzeuge, Lampen und Baustellenradios anderer Marken – darunter Rapid, Perfectpro und Wagner.
Stihl, Makita und Black & Decker
Andere Hersteller wie Makita, Black & Decker und Stihl nutzen inzwischen ebenfalls solche Bausteinsysteme. Black & Decker verwendet das Powerconnect-System mit 18-V-Akkus und 36-V-Akkus. Makita hingegen verwendet 18-V-LXT-Akkus, die entweder mit 18 V oder im 18-V-Doppelpack mit 36 V insgesamt 360 Elektrowerkzeuge und Gartengeräte des Herstellers versorgen. Das AK-System von Stihl besteht aus den drei 36-V-Akkus AK 10 (72 Wh), AK 20 (144 Wh) und AK 30 S (180 Wh). Diese versorgen neben Rasenmähern unter anderem auch Heckenscheren, Kettensägen und Laubbläser mit Strom. Auch Marken von Discountern wie Ferrex von Aldi, Parkside von Lidl oder AGT von Pearl verwenden eigene Akkus, die geräteübergreifend im jeweiligen Ökosystem funktionieren.
Man sollte sich vor der Entscheidung für ein Ökosystem ansehen, ob dieses alle Geräte zu bieten hat, die man derzeit und eventuell auch künftig benötigt. Genauso ergibt es Sinn, zu einem bestimmten Ökosystem zu greifen, wenn man bereits andere Werkzeuge daraus nutzt. Zu bedenken ist, dass nur die zwei größten Systeme von Einhell und Gardena auch zu Fremdfabrikaten kompatibel sind. Die Parkside-Akkus der Konkurrenz Lidl sehen denen von Einhell zwar sehr ähnlich, haben aber andere Anschlüsse und sind nicht austauschbar.
Die richtige Größe bei Elektro-Rasenmähern finden
Ist ein größeres Top-Modell überhaupt passend für den eigenen Garten? Wenn dieser klein ist, nicht unbedingt, da es Platz belegt, mehr Geld kostet und schlecht durch Engstellen kommt. Das kleinste Modell im großen Apfelbaumgarten ist dagegen auch fehl am Platz. Die Schnittbreiten der Mäher beginnen bei 22 cm und enden bei 50 cm. Hier kann man sich auf die Empfehlungen der Hersteller verlassen, um das zur eigenen Rasenfläche passende Modell zu finden. Es lohnt sich zudem, wenn man ein bestimmtes Gerät im Auge hat, mit dem Zollstock die Schnittbreite auf dem eigenen Rasen abzubilden. So kann man sich einen guten Eindruck verschaffen, ob einem diese ausreicht oder man doch lieber auf die nächstgrößere Variante wechselt.
Unabhängig von der Schnittbreite unterscheiden sich die Modelle der verschiedenen Hersteller auch in ihrer Ausstattung – ein Aspekt, den man vor dem Kauf unbedingt berücksichtigen sollte. Besonders relevant ist dabei die Frage der Aufbewahrung: Wer einen geräumigen Geräteschuppen besitzt, kann problemlos auch größere und sperrigere Geräte unterbringen. Steht jedoch nur wenig Platz zur Verfügung, sind kompakte, zusammenklappbare oder von vornherein platzsparend konstruierte Rasenmäher mit schlankem Design klar von Vorteil.
Manche Akku-Rasenmäher wie der von uns getestete Gardena Handymower 22/18V verfügen beispielsweise nicht über einen Auffangkorb und sind speziell für das Mulchen ausgelegt. Sie sind dafür allerdings auch deutlich platzsparender. Je nach Beschaffenheit und Aufbau des Gartens ist zudem eine Kombination mehrerer Geräte denkbar, um sowohl großflächig als auch für Engstellen das richtige Mähwerkzeug parat zu haben.
Mähen und Mulchen
Beim Mulchen entfällt das Problem, den Grasschnitt sammeln, kompostieren oder entsorgen zu müssen. Das abgeschnittene Gras verbleibt einfach auf dem Rasen. Das spart Zeit und Mühe und trägt zudem zur Rasenpflege bei.
Ein Mulchmäher schneidet die Halmspitzen ab und schreddert sie gleichzeitig klein. Bodenorganismen bauen anschließend die liegengebliebene Mulchmasse ab. Der Rasenschnitt gelangt so – als natürlicher Dünger – wieder in den Nährstoffkreislauf zurück. Im Sommer entzieht man dem Rasen zudem weniger Nährstoffe und Feuchtigkeit. Das spart Geld bei Düngung und Bewässerung.
Manche Rasenmäher, etwa von Einhell, können zwischen Normal- und Mulchbetrieb umschalten. Allerdings sind Mulchmesser normalerweise anders konstruiert als Schnittmesser – regulärer Grasschnitt ist grober – und auch das Mähdeck ist anders konstruiert. Der Grund: Das Schnittgut soll beim Mulchen möglichst lange im Mähdeck gehalten und mehrfach zerkleinert werden, bevor es auf dem Rasen landet. In einem normalen Mäher soll es dagegen möglichst schnell mit Schwung im Grasfangkorb landen und nicht den Auslass verstopfen.
Ob man lieber regulär mäht oder doch mulcht, hängt am Ende von der eigenen Präferenz sowie der generellen Beschaffenheit und Gesundheit des Rasens ab. Musste man diesen bisher regelmäßig düngen und wieder aufpäppeln, ist ein Umstieg auf die Mulch-Methode eventuell sinnvoll, da so das Düngen bereits Teil des Mähprozesses ist. Verwendet man den Rasen im Garten regelmäßig, kann der herumliegende, feuchte Mulch natürlich schnell stören.
Montage und Bedienung von Akku-Mähern
Die Mäher sind meist praktischerweise schon zusammengebaut, mit Ausnahme des Griffs, um den Transport in normalen Paketgrößen zu ermöglichen. Die Schnittmesser sind im Normalfall austausch- und nachschärfbar, bei der Lieferung aber bereits fest montiert.
Je nach System kann der Akkuwechsel knifflig sein. Es lohnt sich daher, das Einsetzen und Austauschen des Akkus vor dem ersten Einsatz auszuprobieren, um Frust zu vermeiden. Außerdem sind die Sicherheitssysteme zu beachten: Um Verletzungen zu vermeiden, lassen sich die Geräte üblicherweise nur mit zwei Händen einschalten, eine Hand betätigt den Einschaltknopf, während die andere den Sicherheitsbügel am Griff herunterdrückt. Lässt man diesen während des Mähens los, geht der Rasenmäher wieder aus.
Zusätzlich verfügen die meisten Geräte über einen Sicherheitsschlüssel, der sich oft entnehmen lässt. Ohne ihn startet der Mäher nicht – ein Schutz vor allem für spielende Kinder, die gerne die Eltern imitieren. Allerdings ist ein entnommener Schlüssel schnell verlegt, und dann steht der Mäher still. Sinnvoller und sicherer ist es daher, den Akku nach dem Mähen direkt zu entnehmen und im Haus bei Zimmertemperatur zu lagern. Das hat gleich mehrere Vorteile: Der Akku lässt sich vor dem nächsten Einsatz bequem laden und wird zugleich geschont – bei zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen verliert er sonst an Leistung oder nimmt Schaden.
Unterschiedlich komfortabel gelöst ist die Schnitthöheneinstellung. Manche Mäher bieten dafür Schiebeschalter mit etlichen Stufen, bei anderen muss man das Gerät umdrehen und die Höhe manuell an den Rädern verstellen. Im Normalfall empfiehlt sich eine mittlere Einstellung: Ein zu kurzer Schnitt schadet dem Rasen – und bei kleineren Unebenheiten auch dem Mäher selbst. Bei hochgewachsenem Gras sollte man zunächst die höchste Stufe wählen, damit sich der Mäher nicht überfordert, und erst beim nächsten Schnitt wieder auf die Normaleinstellung zurückgehen.
Fazit
Akku-Rasenmäher sind eine leise, umweltfreundliche und handliche Alternative zu Benzin-Modellen. Ohne lästige Kabel lassen sie sich leicht manövrieren. Viele Hersteller setzen inzwischen auf durchdachte Akku-Systeme, die zahlreiche Geräte und Werkzeuge eines Ökosystems betreiben können – ein klarer Vorteil für Komfort und Kostenersparnis.
In unserer Bestenliste haben wir acht Modelle aus vier Systemen getestet. Testsieger ist der Stihl RMA 239 C mit starkem Gesamtpaket, Technologiesieger der Gardena Powermax Duo 46/36V P4A und Preis-Leistungs-Sieger der Gardena Powermax 30/18V. Insbesondere Makita und Einhell punkten mit breiten Produktpaletten, Gardena mit seiner markenübergreifenden „Power for All Alliance“, die auch Bosch-Geräte einschließt.
Bei der Wahl des passenden Mähers zählen vorrangig Gartengröße und Stauraum: Große Flächen profitieren von breiteren Schnittwerken, kleine Gärten von kompakten Modellen. Wer regelmäßig mulchen möchte, sollte ein Gerät wählen, das sich auch für den Mulchbetrieb eignet.
Künstliche Intelligenz
Verbraucherschutz: Drei Chancen auf Schadenersatz von Meta Platforms
Seit Dienstag stehen drei Verbandsklagen im Namen betroffener Verbraucher gegen Meta Platforms im Verbandsklageregister des Bundesamtes für Justiz. Die drei Klagen werfen Meta jeweils unterschiedliche Rechtsverstöße vor und fordern Schadenersatz für alle, die sich rechtzeitig registrieren. Für eine der drei Klagen können sich auch Deutsche registrieren, die kein Konto bei Facebook oder Instagram haben, für eine andere auch kleine Unternehmen zugelassen.
Weiterlesen nach der Anzeige
In der neuesten Verbandsklage geht es um Datenmissbrauch zum Training von Reklame-KI sowie Online-Sucht. Die klagende niederländische Stiftung SOMI (Stichting Onderzoek Marktinformatie) wirft Meta vor, auf Facebook und Instagram veröffentliche Beiträge und Kommentare unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zum KI-Training zu missbrauche: Meta erwecke den Eindruck, die Daten zum Training großer Sprachmodelle der Llama-Familie zu verwenden; tatsächlich flössen sie jedoch in das KI-System GEM (GEnerative ads recommendation Model). Entgegen öffentlicher Angaben verarbeite Meta zudem Daten von Personen, die weder ein Facebook- noch ein Instagram-Konto haben, sowie Daten Minderjähriger.
Schadenersatz für KI-Training und Suchtförderung
SOMI fordert Schadenersatz für die Betroffenen, mindestens 1.000 Euro plus 100 Euro pro Monat seit Mai 2025, auch für kleine Unternehmen. Für Jugendliche soll der Mindestbetrag im Erfolgsfall dreifach, für Kinder fünffach. Für Betroffene ohne Facebook- oder Instagram-Konto soll es einen Zuschlag von mindestens 2.000 Euro und 200 Euro je Monat geben.
Zusätzlich wirft SOMI Meta Platforms vor, seine Systeme absichtlich suchtfördernd ausgestaltet zu haben. Dafür sollen Deutsche sowie kleine deutsche Unternehmen, die Facebook oder Instagram nutzen, mit mindestens 1.000 Euro entschädigt werden, wiederum mit höheren Entschädigungen für Minderjährige: mindestens 3.000 Euro für Jugendliche, mindestens 5.000 Euro für Kinder. Die Abhilfeklage ist am schleswig-holsteinischen Oberlandesgericht (OLG) unter dem Az. 5 VKl 1/26.
Schadenersatz für Datenernte auf fremden Webseiten
Seit November steht die Registrierung für einen juristischen Angriff auf die Meta-Business-Tools offen. Mit diesen sammelt der Datenkonzern auf abertausenden Webseiten und Apps personenbezogene Daten über alle Internetnutzer und erstellt daraus für jeden Meta-Nutzer ein Profil. Wer kein Meta-Konto hat, erhält, ob er will oder nicht, ein sogenanntes Schattenprofil. In Deutschland sind bereits tausende Klagen anhängig, mit unterschiedlichen Ergebnissen in erster Instanz. Die Oberlandesgerichte tendieren jedoch dazu, Meta zu Schadenersatz zu verurteilen.
Weil hunderttausende Einzelklagen mühsam sind, führt der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) nun Verbandsklage im Namen aller deutschen Verbraucher mit Facebook- und/oder Instagram-Konto, die sich im Verbandsklageregister eintragen. Der VSV fordert 5.000 Euro für jeden Erwachsenen, doppelt so viel für Minderjährige. Die Abhilfe- und Musterfeststellungsklage ist am hanseatischen Oberlandesgericht unter dem Az. 11 VKl 1/25 anhängig.
Weiterlesen nach der Anzeige
Verbraucherzentrale gegen Scraping und Nummernabgleich
Bereits seit Mai 2025 können sich deutsche Verbraucher, die im Zeitraum Mai 2018 bis September 2019 ein Facebook-Konto hatten, bei dem sie ihre hinterlegte Telefonnummer nicht zur öffentlichen Anzeige freigegeben hatten, einer Verbandsklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands anschließen. Er wirft Meta vor, die jeweiligen Profile trotz verdeckter Telefonnummer über diese Nummer auffindbar gemacht zu haben.
Zudem habe Meta verabsäumt, Schutz gegen massenhafte Eingabe von Ziffernfolgen einzurichten. Die Facebook-Profile wurden automatisiert abgegrast (scraping); dennoch habe Meta weder die zuständige Behörde noch die Betroffenen zeitnah informiert. Als Schadenersatz fordern die Verbraucherschützer mindestens 100 Euro für jede registrierte Person zuzüglich je 100 Euro für abgegraste E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und Wohnorte, plus 200 Euro für einen abgegrasten Beziehungsstatus. Die Musterfeststellungsklage ist ebenfalls am hanseatischen Oberlandesgericht anhängig, Az. 11 VKl 1/24.
Natürlich müssen die jeweiligen Verbandskläger ihre Prozesse erst einmal gewinnen oder Vergleiche schließen, bevor Schadenersatz fließen kann. Für Teilnehmer entsteht jedoch kein Prozesskostenrisiko. Registrierungen im Verbandsklageregister sind nur bis zum Abschluss der mündlichen Verhandlung möglich; für die beiden schon länger laufenden Klagen bleibt daher nicht mehr viel Zeit.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Snap Specs: Erste echte AR-Brille für Konsumenten kostet 2195 Dollar
Snap bringt eine Augmented-Reality-Brille namens Specs auf den Markt. Snap-CEO Evan Spiegel hat sie am Dienstag im Rahmen der Augmented World Expo 2026 vorgestellt. Specs soll ohne externe Recheneinheit auskommen und sich direkt an Endkunden richten. Das Unternehmen verspricht leistungsfähige Augmented Reality (AR) in einem alltagstauglichen Brillenformat.
Weiterlesen nach der Anzeige
Zwei Snapdragon-Chips und ein Sichtfeld von 51 Grad
Die Specs funktionieren eigenständig, ohne Kabel oder Zusatzmodule. Zusätzlich können sie für bestimmte Einsatzzwecke wie Videostreaming per USB-C-Kabel mit Zuspielgeräten wie Laptops oder Smartphones verbunden werden. Zwei nicht spezifizierte integrierte Snapdragon-Prozessoren übernehmen Umgebungsanalyse und Darstellung der Inhalte. Dadurch soll die Verzögerung zwischen Bewegung und Bildaufbau beim Handtracking auf rund sieben Millisekunden sinken.
Die Brille nutzt Waveguides und projiziert Inhalte über ein LCoS-System mit einem Sichtfeld von 51 Grad und bis zu 16 Millionen Farben. Zum Vergleich: Vollwertige Mixed-Reality-Headsets wie die Apple Vision Pro oder Meta Quest 3 haben Sichtfelder von bis zu 110 Grad, Display-Brillen von Xreal oder Viture erreichen bis zu 57 Grad. Snap vergleicht die Darstellung beim Arbeiten mit einem 24-Zoll-Monitor und beim Medienkonsum mit einer virtuellen Leinwand von etwa 115 Zoll (ca. 3 m) in drei Metern Entfernung.
Die elektrochromatischen Gläser sollen sich automatisch an die Lichtverhältnisse anpassen und binnen zehn Sekunden von vollständig getönt zu transparent wechseln. Sehstärkelinsen hat Snap ebenfalls angekündigt. Diese sollen auf Bestellung von Vertragspartnern gefertigt werden und einfach zu wechseln sein. Details zu den Preisen oder dem Bestellvorgang gibt es bislang nicht.
Neue KI-Werkzeuge für Entwickler
Das Software-Ökosystem setzt weiterhin auf interaktive AR-Anwendungen, die Snap „Lenses“ nennt. Entwickler haben mit den Spectacles 5 bereits Hunderte Lenses erstellt, etwa für Navigation, geführtes Spielen von Instrumenten oder Bildung. Neue KI-Werkzeuge sollen die Entwicklung künftig beschleunigen, unter anderem durch automatisierte Unterstützung beim Testen und Optimieren. Auch bestehende Projekte aus Unity sollen sich künftig leichter übertragen lassen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.
Snap Keynote at AWE USA 2026: Making Computing More Human with Evan Spiegel, Snap Co-Founder and CEO
Beim Datenschutz verspricht Snap, dass viele Daten direkt auf dem Gerät verarbeitet werden. Eine LED signalisiert Aufnahmen und Nutzer sollen kontrollieren können, welche Informationen gespeichert oder geteilt werden. Ob das ausreicht, um Vertrauen zu schaffen, bleibt abzuwarten – schließlich verdient Snap sein Geld hauptsächlich mit Werbung. Zudem geraten Smart Glasses aktuell immer mehr in die Kritik, da unbemerktes Filmen viel zu leicht ist.
Kompakt, aber nicht unauffällig
Im Vergleich zu vielen aktuellen Smart Glasses sind die Specs noch immer deutlich als Tech-Brille zu erkennen. Dafür sorgen vor allem die breiten Bügel. Die Hardware ist aber sichtbar kompakter geworden als bei der Entwicklerbrille Spectacles 5, die stolze 226 Gramm wiegt und Ohren verlässlich binnen kürzester Zeit nach unten drückt. Die neuen Specs kommen in zwei Rahmengrößen (47mm und 52mm) und bringen je nach Größe etwa 132 bis 136 Gramm auf die Waage.
Die Akkulaufzeit soll deutlich gestiegen sein. Snap gibt sie bei gemischter Nutzung mit bis zu vier Stunden an. Das mitgelieferte Ladeetui kann die Brille bis zu vier mal voll aufladen und soll die Laufzeit unterwegs so auf insgesamt 20 Stunden bringen.
heise online XR-Briefing abonnieren
Jeden zweiten Montag, liefern wir Ihnen die wichtigsten Entwicklungen der XR-Branche. Damit Sie alles im Blick behalten.
E-Mail-Adresse
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Konkurrenzlos teuer
Die Specs können ab sofort vorbestellt werden und sollen im Herbst in den USA, Großbritannien und Frankreich erscheinen. Der Preis: stolze 2.195 US-Dollar. Damit dürften es die Specs schwer haben, eine breite Käuferschicht anzusprechen. Immerhin ist Snap bislang konkurrenzlos. Lediglich Meta hat mit der Orion ein ähnliches Produkt in Entwicklung, dessen Veröffentlichung aber noch in den Sternen steht.
Wirtschaftlich steht Snap unter Druck. Das Unternehmen hat kürzlich rund 1000 Stellen gestrichen, um Kosten zu senken, und die Hardware-Division extra für die Specs ausgegliedert. CEO Evan Spiegel bezeichnete die kommende AR-Brille als Belastungsprobe für die Zukunft des Konzerns. Seit über zehn Jahren investiert Snap in AR-Hardware. Laut Spiegel sind bereits drei Milliarden US-Dollar in die Entwicklung geflossen.
(joe)
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEmpfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
-
Social Mediavor 3 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
