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Mannheimer Startup wird erstes Einhorn des Jahres in Deutschland


Einhorn-Status für Osapiens: Das Mannheimer Startup steigt durch seine Series-C auf eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar – als erstes deutsches Startup 2026.

Mannheimer Startup wird erstes Einhorn des Jahres in Deutschland

Ihr Startup Osapiens hilft Unternehmen dabei, gesetzlichen Nachhaltigkeitspflichten nachzukommen (v.l.n.r.): Die Gründer Matthias Jungblut, Alberto Zamora und Stefan Wawrzinek.
Osapiens

Deutschland hat ein neues Einhorn: Osapiens, ein ESG-Startup aus Mannheim, hat erfolgreich eine Serie-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das Startup steigert so seine Bewertung auf mehr als eine Milliarde US-Dollar.

Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Decarbonization Partners, einem Joint Venture zwischen den weltweit größten Finanzinvestoren BlackRock aus den USA und Temasek aus Singapur. Damit schließt sich Decarbonization Partners den bestehenden Investoren Goldman Sachs Alternatives (Serie-B-Finanzierungsrunde 2024: 120 Millionen US-Dollar) und Armira Growth (Serie-A-Finanzierungsrunde 2023: 27 Millionen US-Dollar) an.

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Mit dem frischen Geld will Osapiens Produktinnovation beschleunigen und das Wachstum in bestehenden und neuen internationalen Märkten vorantreiben. Das Ziel des Startups ist es laut Co-CEO Alberto Zamora „zum unangefochtenen globalen Marktführer im Bereich nachhaltiges Wachstum für Unternehmen jeder Größe zu werden.“

Das macht Osapiens

Die Gründer Alberto Zamora, Stefan Wawrzinek und Matthias Jungblut haben 2018 eine Plattform gebaut, über die Unternehmen Risiken innerhalb ihrer Lieferkette identifizieren, Berichtspflichten umsetzen und nachhaltigere Prozesse wie kürzere Transportwege langfristig etablieren können.

Das Kernprodukt des Unternehmens ist der Osapiens Hub: eine Kl-gestützte, cloudbasierte Plattform, die die Einhaltung internationaler ESG-Vorschriften vereinfacht. Das Tool deckt dabei Berichtspflichten wie die von der EU beschlossene Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die EU-Verordnung zur entwaldungsfreien Lieferkette (EUDR) und das EU-Lieferkettengesetz, die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) ab – laut Angaben des Unternehmens mehr als 25 Lösungen für Unternehmen. Durch KI werden Kundendaten angereichert und Prozesse automatisiert. 

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Zu den 2400 Kunden von Osapiens gehört unter anderen der Onlinekonzern Otto, die Supermarktkette Edeka und den Modehändler C&A und Coca-Cola. Das Unternehmen beschäftigt in Mannheim und weiteren Niederlassungen in Europa und den USA über 550 Mitarbeitende.



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Wir sind auf einem klaren Wachstumspfad


#Interview

„Wir sind profitabel und skalieren gerade sehr stark. Viele Projekte wurden jetzt gerade gestartet und wir sehen unser eigenes Geschäft mit sehr viel Zuversicht“, sagt Alexander Pöhler, Gründer von assemblean. Das Unternehmen konnte zuletzt 1,8 Millionen einsammeln.

„Wir sind auf einem klaren Wachstumspfad“

assemblean aus Paderborn, 2021 von Xiaojun Yang und Alexander Pöhler gegründet, entwickelt eine „Supply Chain Management Software“. Das Schlagwort dabei lautet: Production-as-a-Service. „Die Software dient zur kollaborativen Produktentwicklung sowie Planung und Organisation der kompletten Supply Chain“, teilt das Team zum Konzept mit.

Der Schweizer Investor b2venture, Archimedes New Ventures aus Bielefeld und Business Angels des Teuto Seed Clubs investierten zuletzt 1,8 Millionen Euro in das junge und profitable Unternehmen. b2venture hält derzeit rund 15 % an assemblean.

Im Interview mit deutsche-startups.de blickt assemblean-Macher Alexander Pöhler einmal ausführlich auf das vergangene Jahr zurück.

2025 ist gerade rum. Was war das Highlight in den vergangenen Monaten bei Euch?
2025 ist rum – und für uns bei assemblean war es ein Jahr voller Meilensteine. Das größte Highlight war sicherlich das Closing unserer Seedrunde, das uns den Rückenwind gegeben hat, die nächsten großen Schritte zu gehen. Direkt im Anschluss konnten wir in unsere neue, rund 5.000 Quadratmeter große Produktionshalle umziehen, ein enorm wichtiger Schritt, um unsere Kapazitäten weiter auszubauen. Mit dem zusätzlichen Raum haben wir auch unseren Maschinenpark erweitert – unter anderem um moderne Fräs- und Drehmaschinen sowie ein Hochregallager, das unsere Abläufe deutlich effizienter macht. Parallel dazu haben wir ein technologisches Kernstück live gebracht, auf das wir besonders stolz sind: den AI-Uploader, mit dem komplette Produkte automatisch ausgewertet werden können. Damit schaffen wir einen echten Sprung in Richtung vollautomatisierter Prozesse. Insgesamt merkt man 2025 sehr deutlich, dass assemblean als Firma gewachsen ist – strukturell, technologisch und kulturell. Wir sind selbst beeindruckt, wie viel in nur wenigen Monaten möglich war, und freuen uns darauf, im kommenden Jahr darauf aufzubauen.

Was lief 2025 bei Euch nicht rund?
Wir sind auf einem klaren Wachstumspfad, aber sind natürlich auch erheblich von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig. Die Konjunktur für produzierende Unternehmen war deutlich schwächer als erwartet, und das hat sich direkt auf unsere Planung ausgewirkt. Einige Projekte, die wir als sicher eingestuft hatten, wurden verschoben oder sind gar nicht zustande gekommen. Zusätzlich mussten wir einige Insolvenzen von Kunden und Partnern verkraften, was nicht nur finanziell belastend war, sondern auch operative Unsicherheiten mit sich gebracht hat.

Welches Projekt steht 2026 bei Euch ganz oben auf der Agenda?
Defense. Neben dem allgemeinen Wachstum und der Weiterentwicklung der Systeme haben wir uns als Ziel gesetzt, einer der bevorzugten Lieferanten Europas für Verteidigungssysteme zu werden. Wir haben da erste Projekte, aber wir haben uns auch viel vorgenommen. 

Mit welchen Erwartungen blickst Du wirtschaftlich auf 2026?
Wir sind profitabel und skalieren gerade sehr stark. Viele Projekte wurden jetzt gerade gestartet und wir sehen unser eigenes Geschäft mit sehr viel Zuversicht. Wir wollen auch gerade 2026 schauen, wie schnell wir assemblean skaliert bekommen. Gesamtwirtschaftlich habe ich aber derzeit nicht viel Hoffnung, dass es 2026 einen Aufschwung geben wird.

Was hast Du Dir persönlich für 2026 vorgenommen?
Ich will noch mehr einfache und repetitive Aufgaben automatisieren. Das muss nicht direkt der krasse KI-Workflow sein, sondern eher Sachen wie Buchhaltung oder Druckerpapier nachkaufen. 

Tipp: Mehr Rück- und Ausblicke findet ihr in unserem Jahresrückblick.

WELCOME TO STARTUPLAND


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Foto (oben): Valuedesk



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Deutschlands einstige KI-Hoffnung Aleph Alpha entlässt 50 Mitarbeiter


Negative Schlagzeilen beim einstigen KI-Vorzeige-Startup Aleph Alpha: Das Startup müsse etwa 50 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen entlassen.

Deutschlands einstige KI-Hoffnung Aleph Alpha entlässt 50 Mitarbeiter

Jonas Andrulis, Gründer von Aleph Alpha, trat seinen CEO-Posten Ende 2025 ab.
Getty Images

Schon wieder negative Schlagzeilen beim einstigen KI-Vorzeige-Startup Aleph Alpha: Das Startup müsse etwa 50 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen entlassen. Das entspräche rund 17 Prozent der Belegschaft. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“.

Aleph Alpha habe im vergangenen Jahr seine Strategie neu ausgerichtet. Fokus solle auf den Kunden liegen. Damit würden manche Jobprofile nicht mehr passen. Die „Wirtschaftswoche“ beruft sich dabei auf einen Investor, der anonym bleiben möchte.

Gründer Jonas Andrulis seit Oktober 2025 kein CEO mehr

Bereits im Sommer 2025 stellte Aleph Alpha seine Führungsriege neu auf: Das Heidelberger KI-Unternehmen ernannte Reto Spörri zum Co-CEO neben Jonas Andrulis. Andrulis, der das Startup 2019 mitgründete, gab seinen CEO-Posten im Oktober 2025 komplett auf. Andrulis solle zum 01. Januar 2026 – also jetzt – in den Beirat wechseln, hieß es. Ihan Scheer, bis dato Chief Growth Officer bei Aleph Alpha, übernahm im Zuge dessen die CEO-Rolle an der Seite von Spörri.

Aleph Alpha war in der Vergangenheit immer öfter in Kritik geraten: Etwa wegen unerwartet schwacher Umsätze, einer schlecht kommunizierten Mega-Finanzierung über 500 Millionen Euro, Managern, die das Unternehmen verließen und dem großen Einfluss der Schwarz-Gruppe.

Im Interview mit Gründerszene 2025 hatte der CEO Andrulis diese Kritik als großteils unberechtigt zurückgewiesen. Jetzt allerdings müssen Mitarbeitende gehen.

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