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Entwicklung & Code

Kommentar: Entwickler, wacht auf – oder verliert euren Job


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English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Noch vor wenigen Jahren galten KI-gestützte Programmierwerkzeuge als nette Spielerei. Das hat sich grundlegend geändert. Copilot, Claude, Codex und Co. schreiben heute Code, der funktioniert – nicht immer perfekt, aber in der Regel durchaus brauchbar. Sie generieren Unit-Tests, erstellen Dokumentation und schlagen Refactorings vor. Die Entwicklung beschleunigt sich rasant. Und wer glaubt, nicht betroffen zu sein, täuscht sich.

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Golo Roden

Golo Roden

Golo Roden ist Gründer und CTO von the native web GmbH. Er beschäftigt sich mit der Konzeption und Entwicklung von Web- und Cloud-Anwendungen sowie -APIs, mit einem Schwerpunkt auf Event-getriebenen und Service-basierten verteilten Architekturen. Sein Leitsatz lautet, dass Softwareentwicklung kein Selbstzweck ist, sondern immer einer zugrundeliegenden Fachlichkeit folgen muss.

Wichtig dabei: KI-Systeme arbeiten auf der Ebene von Syntax und Mustern. Sie erkennen wiederkehrende Strukturen und reproduzieren sie mit beeindruckender Geschwindigkeit. Für Standardaufgaben reicht das oft aus, beispielsweise, um eine REST-API aufzusetzen, eine Datenbankanbindung zu schreiben oder ein Formular zu validieren.

KI versteht jedoch nicht, warum etwas so ist, wie es ist. Sie kennt keine Zielkonflikte zwischen Performance und Wartbarkeit. Sie weiß nicht, welche Entscheidungen in sechs Monaten teuer werden. Sie hat kein Gespür dafür, wie eine Architektur zur Organisation passt. Und sie kennt die ungeschriebenen Regeln der Fachdomäne nicht, jene Logik, die in keinem Pflichtenheft steht, aber über Erfolg oder Scheitern eines Projekts entscheidet.

Das bedeutet, dass sich die Wertschöpfung in der Softwareentwicklung verschiebt, weg von der reinen Umsetzung, hin zur Konzeption. Das ist keine düstere Prophezeiung, sondern bereits Realität. Wer heute hauptsächlich Code runterschreibt, ohne tieferes Verständnis für das Gesamtsystem, macht sich mittelfristig ersetzbar.

Doch was bleibt, ist Architektur. Architektur bedeutet dabei jedoch nicht, UML-Diagramme zu zeichnen oder ähnliches. Architektur bedeutet, die Entscheidungen zu treffen, die später schwer zu ändern sind: Wie schneiden wir unsere Services? Welche Abhängigkeiten gehen wir ein? Wo ziehen wir die Grenzen zwischen Modulen? Diese Fragen erfordern Kontextwissen, Erfahrung und Urteilsvermögen. Das sind alles Dinge, die sich nicht aus Trainingsdaten ableiten lassen.

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Und das bedeutet: Die Zeit, sich mit Architektur zu beschäftigen, ist nicht „irgendwann, wenn ich mal Zeit habe“. Sie ist jetzt. Wer wartet, bis die KI-Tools noch besser werden, wartet zu lange.

Das heißt konkret: Abstraktionsfähigkeit entwickeln, Systemdenken üben, Domänenwissen aufbauen, statt nur Tickets abzuarbeiten. Entwicklerinnen und Entwickler müssen lernen, warum die eine Entscheidung getroffen wurde, und nicht nur, wie der Code aussieht.

Developer, die diese Fähigkeiten mitbringen, werden wertvoller, nicht weniger wert. Sie werden zu denjenigen, die KI-Werkzeuge effektiv einsetzen und deren Ergebnisse kritisch bewerten können. Sie werden die Architekten und Architektinnen sein, die Systeme gestalten, während die reine Codierung zunehmend automatisiert wird.

Mit anderen Worten: Wer als Developer seinen Job behalten will, muss sich jetzt mit Architektur beschäftigen. Ein guter Ort dafür ist die Konferenz zur Softwarearchitektur, die OOP 2026. Sie vermittelt, wie Entwicklerinnen und Entwickler Softwareprojekte strategisch gestalten, statt nur zu coden.


(rme)



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Entwicklung & Code

Neu in .NET 10.0 [13]: Kompilieren und Starten einzelner C#-Dateien


Für das direkte Übersetzen und Starten von C#-Dateien bietet Microsoft File-based Apps. Voraussetzung ist, dass das .NET Software Development Kit (SDK) Version 10.0 oder höher installiert ist.

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Eine Installation der .NET Runtime reicht dafür nicht!


Der Dotnet-Doktor – Holger Schwichtenberg

Der Dotnet-Doktor – Holger Schwichtenberg

Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.

Mit der Neuerung kann C# auch als Skriptsprache zum Einsatz kommen, beispielsweise für Skripte im Rahmen von Entwicklungsprojekten, bei denen man bisher PowerShell oder bash eingesetzt hat. Es gab dafür aber schon vorher Ansätze außerhalb von Microsoft:

C#-Scripting im .NET 10.0 SDK ist mit dem .NET-SDK-CLI-Befehl dotnet run möglich:

dotnet run .\Dateiname.cs

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Alternativ ist die direkte Ausführung einer C#-Datei auch ohne Angabe des Wortes run möglich:

dotnet .\Dateiname.cs


Start einer eigenständigen C#-Datei mit dotnet run im Terminalfenster von Visual Studio Code (Abb. 1)

Start einer eigenständigen C#-Datei mit dotnet run im Terminalfenster von Visual Studio Code (Abb. 1)

Start einer eigenständigen C#-Datei mit dotnet run im Terminalfenster von Visual Studio Code (Abb. 1)


Für Eingabeunterstützung und Debugging in Visual Studio Code für File-based Apps sollte man das passende Häkchen in den Editor-Einstellungen setzen (Abb. 2).

Für Eingabeunterstützung und Debugging in Visual Studio Code für File-based Apps sollte man das passende Häkchen in den Editor-Einstellungen setzen (Abb. 2).

Für Eingabeunterstützung und Debugging in Visual Studio Code für File-based Apps sollte man das passende Häkchen in den Editor-Einstellungen setzen (Abb. 2).


(rme)



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Entwicklung & Code

Visual Studio Code 1.110 erhält neue Features für die KI-Agenten-Konfiguration


Das Februar-Update Visual Studio Code 1.110 ist erschienen. Erneut legt Microsoft darin den Schwerpunkt auf die KI-Features seines Sourcecode-Editors. Unter anderem erhalten Entwicklerinnen und Entwickler eine tiefergehende Einsicht in Chat-Sessions. Als experimentelles Feature kann VS Code mit Agenten-Plug-ins umgehen, die den Chat mit benutzerdefinierten Einstellungen versehen.

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Bereits seit der letzten Version 1.109 können VS-Code-User mit dem Claude Agent SDK interagieren. Nun erhalten sie dafür neue Funktionen: Sie können während eines Gesprächs mit der KI weitere Nachrichten senden, um den Lösungsansatz des KI-Agenten zu verändern oder um zusätzliche Anfragen zu hinterlegen.

Als Preview-Funktion steht das Agent Debug Panel bereit, das die Chat-Aktion Diagnostics ersetzt. Im neuen Panel erhalten Entwicklerinnen und Entwickler tiefere Einblicke in Chat-Events in Echtzeit, darunter System-Prompts und Tool-Aufrufe. Sie können sehen, welche Prompt-Dateien, Skills, Hooks oder weitere benutzerdefinierte Anpassungen je Session geladen werden. Das soll das Troubleshooting der Agenten-Konfiguration vereinfachen.

Das Panel lässt sich aus der Befehlspalette aufrufen: Developer: Open Agent Debug Panel. Alternativ können Entwickler das Zahnrad-Icon im oberen Bereich der Chatansicht anklicken und Show Agent Logs auswählen.


VS Code 1.110  enthält das neue Agent Debug Panel.

VS Code 1.110  enthält das neue Agent Debug Panel.

VS Code 1.110 enthält das neue Agent Debug Panel.

(Bild: Microsoft)

Um längere Gespräche im Chat fortzuführen, steht darüber hinaus das neue Feature Context Compaction bereit. Es fasst die bisherige Konversation automatisch zusammen, wenn ein Kontextfenster seine Grenze erreicht, lässt sich aber auch manuell auslösen. Dazu geben Entwickler /compact in das Chat-Eingabefeld ein. Sie können den Befehl mit weiteren Anweisungen anreichern, um beispielsweise in der Zusammenfassung einen spezifischen Schwerpunkt zu setzen.

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Als ein experimentelles Feature lassen sich Agenten-Plug-ins nutzen. Diese sind vorgefertigte Sammlungen von Chatanpassungen. Sie können Skills, Befehle, Agenten, MCP-Server und Hooks enthalten. Entwickler können sie aus der Extensions-Ansicht heraus in VS Code installieren. Dazu geben sie @agentPlugins im Suchfeld ein oder führen aus der Befehlspalette Chat: Plugins aus.

Standardmäßig werden Plug-ins der GitHub-Repositories copilot-plugins und awesome-copilot angezeigt, doch es ist auch möglich, zusätzliche Quellen anzugeben, zum Beispiel private Repos oder lokale Verzeichnisse.


VS Code 1.110 ermöglicht das Installieren von Agent-Plug-ins.

VS Code 1.110 ermöglicht das Installieren von Agent-Plug-ins.

VS Code 1.110 ermöglicht das Installieren von Agent-Plug-ins.

(Bild: Microsoft)

Abseits von KI haben weitere Neuerungen in VS Code Einzug gehalten, etwa für eine verbesserte Barrierefreiheit. So ist das Chat-Fragen-Karussell nun für Screenreader-User komplett zugänglich. Auch spielt VS Code ein Accessibility-Signal ab und zeigt eine Benachrichtigung an, sobald der Chat eine Frage stellt oder eine Bestätigung erfordert. Diese Hinweise erscheinen auch dann, wenn sich Nutzerinnen und Nutzer gerade in einem anderen Fenster befinden.

Für das Rendering von High-Fidelity-Grafiken direkt im Terminal unterstützt VS Code nun das Grafikprotokoll Kitty. Einige Features des Protokolls sind jedoch noch nicht verfügbar, darunter Animationen und Unicode-Platzhalter.

Details zu diesen und weiteren neuen Funktionen in Visual Studio Code 1.110 bietet die Ankündigung.


(mai)



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software-architektur.tv: Splitting without Splitting | heise online


Diese englischsprachige Folge des Videocasts software-architektur.tv widmet sich der Frage, warum das klassische Aufteilen zu großer Teams nicht immer der beste Weg ist – und welche Alternativen es gibt. In der live von der Konferenz „Agile meets Architecture“ gestreamten Episode spricht Eberhard Wolff mit Tsvetelina Plummer und Pricillia Gunawan über das Thema „Splitting without Splitting“.

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Das Szenario kennen viele Entwicklungsteams: Die Gruppe ist zu groß geworden, Meetings ziehen sich, die Hälfte der Gespräche betrifft nicht mehr die eigene Arbeit, und das Sprint-Ziel lautet nur noch „alle Stories im Sprint abschließen“. Die Lehrbuchantwort auf diese Probleme und auch der Chatbot sind sich einig: Das Team muss aufgeteilt werden.

Statt diesem Standardrezept zu folgen, haben sich Tsvetelina Plummer und Pricillia Gunawan die Frage gestellt: „Was brauchen wir eigentlich, um gut zusammenzuarbeiten?“ Hintergrund sind ihre über vier Jahre gesammelten Erfahrungen mit mehreren großen Data-Science- und Engineering-Teams, die mit verschiedenen Varianten desselben Problems gerungen haben – und dabei bewusst auf ein Splitting nach Lehrbuch verzichtet haben.

Statt auf dem einen richtigen Weg zu bestehen, zeigen Tsvetelina Plummer und Pricillia Gunawan im Gespräch mit Eberhard Wolff, wie gezieltes Zuhören und bewusstes Auswählen von Lösungen Effizienz und Freude an der Arbeit zurückbringen können. Dabei geht es konkret um folgende Ansätze:

  • Verändern, wer im Team welche Aufgaben übernimmt.
  • Teamgrenzen neu ziehen.
  • Pragmatische Kombination mehrerer Organisationsmodelle wie LeSS, Team Topologies und Fluid Teams.

Die zentrale Botschaft: Statt einem perfekten Modell nachzujagen, sollten Teams etwas gestalten, das tatsächlich zur eigenen Kultur und zur spezifischen Problemdomäne passt. Tsvetelina Plummer und Pricillia Gunawan vergleichen das mit einem Maßanzug: Er müsse den Menschen passen, die ihn tragen, und nicht nur auf einem Cover gut aussehen.

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Wer mehr zum Thema erfahren und Tsvetelina Plummer und Pricillia Gunawan live auf der Bühne erleben möchte, kann sich auch ihren Vortrag am 10. März auf der Konferenz Agile meets Architecture in Berlin ansehen. Eberhard Wolff bietet dafür einen speziellen Rabattcode für seine Zuschauerinnen und Zuschauer.

Die Folge wird am Dienstag, 10. März 2026, live ab 12 Uhr von der Konferenz Agile meets Architecture gestreamt. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite einbringen.

software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, iX-Blogger und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer (Socreatory) und Ralf D. Müller (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff, Schäfer oder Müller solo. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren berichtet heise Developer über die Episoden.


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