Connect with us

Apps & Mobile Entwicklung

Kommentar: Nvidia DLSS 5 ist krass, aber vergeigt es nicht!


Kommentar: Nvidia DLSS 5 ist krass, aber vergeigt es nicht!

Bild: Nvidia
Jan-Frederik Timm

Ich war gestern gerade zu Hause, wähnte uns selbst für die GTC 2026 Keynote gut vorbereitet: Einiges hatten wir unter NDA, den Rest macht der Kollege Nicolas La Rocco schon vor Ort. Und dann meldet sich das Handy: „@Jan @Wolfgang Nvidia zeigt DLSS 5!“ – Bitte, was? Nvidia DLSS 5 ist krass, aber auf die Umsetzung kommt es an.

Die Zukunftsmusik wird schon im Herbst Realität

Neural Shader respektive Neural Rendering, das waren Schlagworte zur Vorstellung von GeForce RTX 5000 mit Blackwell Anfang 2025. Statt mit extremer Rechenlast und hohem Speicherbedarf klassisch zu rendern, sollten in Zukunft kleine Gen-AI-Programme Objekte und Effekte in Spielen erzeugen. Das klang clever, aber nach Zukunftsmusik – und in der Tat hat bis dato kein Entwickler darauf gesetzt.

Und jetzt wird aus der Zukunftsmusik schon im Herbst Realität: Denn DLSS 5 (Details) greift den Neural-Rendering-Gedanken auf und wendet ihn nicht auf einzelne Objekte, sondern auf das gesamte von der Engine mit oder ohne Super Resolution, Frame Generation und Ray Reconstruction gerenderte Bild an.

Klingt gut, aber übertreibt es nicht!

Das klingt gut und kann es auch werden, wenn Nvidia mit den Publishern dafür sorgt, dass DLSS 5 – wie versprochen – das klassische gerenderte Bild der Engine als Vorlage für den Neural-Rendering-Part nutzt und – wie versprochen – das Artwork erhalten bleibt. Nvidia nennt das „3D Guided Neural Rendering“.

Wie Hunderte Kommentare in der News zur Ankündigung zeigen, liegt in diesem Punkt allerdings das größte Potenzial für breite Ablehnung. Und ich schließe mich dem an: Sehen Spiele am Ende „wie AI Slop“ aus, wird das vielen Gamern nicht gefallen. Und auch in diesem Fall liegt die Deutungshoheit im Auge des Betrachters und nicht der Macher.

Solange DLSS 5 aber im Endeffekt „nur“ ein neues Ultra-Mega-Preset wird, wird der Gegenwind sich nicht zum Sturm entwickeln. Aber es wird ein schmaler Grat für Nvidia und für die Publisher sein, die Windstärke niedrig zu halten.

Warum zeigt Nvidia DLSS 5 schon jetzt?

Ich stelle mir am Morgen danach allerdings noch eine Frage: Warum hat Nvidia schon jetzt einen Ausblick auf DLSS 5 gegeben, die positive DLSS-4.5-Welle hätte sicherlich noch einige Monate gehalten.

Wollte CEO Huang die GTC Keynote schlichtweg auch für eine große Gaming-Ankündigung nutzen, auch weil es dieses Jahr keine neuen Grafikkarten mehr geben wird? Oder geht Nvidia davon aus, dass Microsoft und Sony mit AMD für die nächsten Konsolen etwas ähnliches planen und die Gefahr bestand, dass beide früher einen Ausblick geben?

Folgen Xbox Project Helix und PlayStation 6?

Sowohl Sony als auch Microsoft haben bei ihren bisherigen Verlautbarungen große Fortschritte beim Neural Rendering für die Next-Gen-Konsolen in Aussicht gestellt (Sony/Microsoft). Entweder entpuppen sich die nach der Präsentation von DLSS 5 jetzt als bereits veraltet, oder aber auch die Konsolen gehen in Zukunft den hybriden Weg. Ich gehe davon aus, dass der zweite Fall eintreten wird und hinter „DirectX Next“ auf der Xbox im Wesentlichen Neuigkeiten in Bezug auf Neural Rendering stecken.

Ja, es ist die Zukunft

Unabhängig davon, wer neben Nvidia wann noch zum hybriden Rendering in der Lage sein wird, steht für mich fest: Technologisch ist das die Zukunft. Ob sie mir gefallen wird, hängt dabei natürlich auch von mir und meiner Einstellung zu AI über die kommenden Monate und Jahre, aber am Ende zu einem hohen Maße wohl auch von der Umsetzung in Spielen ab.

Hinweis: Der Inhalt dieses Kommentars gibt die persönliche Meinung des Autors wieder. Diese Meinung wird nicht notwendigerweise von der gesamten Redaktion geteilt.



Source link

Apps & Mobile Entwicklung

Werbung in Videospielen: EA Advertising platziert Banner und Marken im Gameplay


Werbung in Videospielen: EA Advertising platziert Banner und Marken im Gameplay

Bild: EA

EA öffnet Spiele für Werbekooperationen. Die neue Plattform „EA Advertising“ soll es Unternehmen erleichtern, ihre Produkte in Titeln des Publishers zu platzieren. Digitale und reale Promotion-Aktionen sollen auf Wunsch Hand in Hand gehen und natürlich integriert werden. Beispiele stammen unter anderem aus dem Sports-Bereich.

Am Ende geht es darum, mehr Werbung in Spielen zu schalten und, ganz einem Videoformat, Reichweite zu vermarkten. Dass das in nette Worte gehüllt wird, ändert an diesem Umstand nichts: EA will „Marken mit hochgradig engagierten Zielgruppen“ verbinden. Mehr als 120 Millionen monatliche Spieler erreiche das Unternehmen, wirbt die Ankündigung von EA Advertising, und das an der Schnittstelle von Unterhaltung, Sport, Technologie, Musik und Kultur.

Werbung auf vielen Wegen

Der Weg dorthin sind mehr oder weniger „native“ Ads, die EA als „authentische, interaktive Erlebnisse“ bezeichnet. Diese Beschreibung speist sich aus der Einbindung der Anzeigen. Werbekunden können künftig Anzeigen dynamisch und in Echtzeit in Spielen platzieren, etwa über die Tafeln in Stadien oder durch spezielle Ingame-Inhalte. Sie sollen das Spielerlebnis nicht stören, sondern sogar „aufwerten“, findet der Publisher, und Marken zum Teil des Spiels machen. Anfangs sollen diese Optionen nur ausgewählte Partner haben.

Dazu ist die Nutzung von Ingame-Werbetafeln, Broadcast-Overlays oder Videosports in diesen Überblendungen vorgesehen, bei denen ebenfalls „reale“ Werbeplätzer einer Sportübertragung digital vermarktet werden. Der Vorteil laut EA: Werbung ist dann Teil geteilter, aufgezeichneter oder bloß als Video konsumierter Szenen.

Das Konzept dieser Ingame-Werbung denkt EA aber noch weiter. Zusätzlich stehen Werbepartnern weitere Wege zur Platzierung von Inhalten offen. EA bietet in Abstimmung mit den Kunden spezielle Ingame-Herausforderungen, besondere Ziele mit Belohnungen und spezielle Markeninhalte an, aber auch besondere Skins.

Die Produkte der Schuhmarke Vans wurden in das Skatespiel Skate eingebaut, Rucksäcke von Coach finden sich in den Sims, schreibt EA, Visa wirbt in EA Sport „dort, wo es für Spieler am wichtigsten ist: Im Karrieremodus“, so der Publisher. Ergänzt wird das Angebot von EA Advertising durch Kooperationen bei limitierten Produkten oder Gegenständen oder Live-Events. So sollen Werbekunden ihre Zielgruppe auch außerhalb des Bildschirms beziehungsweise über den Bildschirm hinaus ansprechen können.

Monetarisierung, nächste Runde

Richtig neu ist davon noch am ehesten die Idee, Werbung live platzieren zu können. Ansonsten bedient sich der Publisher an einem im Fernsehen bewährten Instrumentarium, um, das deutet die Etablierung einer ganzen Plattform an, künftig deutlich stärker Werbung in Spiele zu integrieren, sei es über Produktplatzierungen oder neue Banner. Der Unterschied zu einer Fernsehsendung ist allerdings ein deutlicher und darin liegt auch das Problem der Angelegenheit: Vermarktet wird der Spieler, der hier, anders als im Fernsehen, für das Produkt vorab zahlt und, so er Mikrotransaktionen nutzt, auch während der Nutzung bereits bezahlt. Er wird damit quasi dreifach monetarisiert.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

DRAM besser ausnutzen: AMD kauft KI-Startup MEXT für sein Data-Center-Portfolio


DRAM besser ausnutzen: AMD kauft KI-Startup MEXT für sein Data-Center-Portfolio

Bild: MEXT

AMD übernimmt mit MEXT ein KI-Startup, das sich einer effizienteren Speichernutzung im Server verschrieben hat. Indem inaktive Daten aus dem DRAM auf NAND-Flash ausgelagert und per KI-Vorhersage wieder bereitgestellt werden, soll der DRAM-Bedarf deutlich gesenkt werden. Virtuell wird der Arbeitsspeicher verdoppelt.

Die Branche befindet sich derzeit in einer Zwickmühle: Einerseits verlangen moderne Anwendungen wie KI-Modelle, HPC-Workloads, Datenanalysen und Virtualisierung nach immer mehr Arbeitsspeicher. Andererseits ist dieser durch die extrem hohe Nachfrage knapp und teuer geworden, sodass Speicher inzwischen als größter Kostenfaktor im Rechenzentrum gilt.

Was steckt hinter MEXT?

Mit MEXT übernimmt AMD ein Entwicklerteam mitsamt seiner KI-gestützten „Predictive-Memory-Technologie“. Mit dieser wird primär erreicht, dass sich im System der NAND-Flash wie DRAM verhält. Dadurch wird das Vorhandensein von mehr DRAM simuliert. Im Grunde handelt es sich also um eine Form von virtuellem Arbeitsspeicher.

In einem Beispiel wird gezeigt, wie sich per Software der Arbeitsspeicher im Server verdoppeln lässt. Auf seiner Webseite wirbt MEXT aber auch damit, dass sich die Speichermenge vervierfachen lasse. Im Gegenzug könne dieselbe Speichermenge mit nur der halben Menge (oder einem Viertel) an physischem RAM erreicht werden. Das senkt wiederum die Kosten, denn NAND-Flash ist erheblich günstiger als DRAM.

Allerdings ist NAND-Flash auch wesentlich langsamer als DRAM und eignet sich daher von allein nicht dazu, diesen zu ersetzen.

KI verwaltet Daten in RAM und NAND

Hierbei kommt die KI-Technik von MEXT ins Spiel: Die Software erkennt, welche Daten inaktiv („kalt“) sind und lagert diese vom DRAM auf den NAND-Flash aus. Zugleich liefert sie eine Prognose dafür, welche Daten eine Anwendung demnächst benötigen könnte, um diese schnellstmöglich wieder in den DRAM zu befördern. Damit wird der Geschwindigkeitsnachteil des NAND-Flash kaschiert. Zumindest ist es das, was hier versprochen wird. Inwieweit sich der Einsatz von MEXT auf die Performance im Server auswirkt, ist der Redaktion nicht bekannt.

Das Ziel ist es die steigenden Kosten für Serversysteme im Zaum zu halten und vorhandene Ressourcen effektiver zu nutzen. AMD will die Technik von MEXT fortan im eigenen Data-Center-Portfolio einsetzen. Was genau das bedeutet, bleibt abzuwarten.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Integration von „Tasks“: xAI soll an Automati­sierungs­funktion für Grok arbeiten


Integration von „Tasks“: xAI soll an Automati­sierungs­funktion für Grok arbeiten

Bild: xAI

Auch wenn xAI-Mutterkonzern SpaceX einen beträchtlichen Teil seiner Rechenleistungen mittlerweile für andere Unternehmen wie Google oder Anthropic vermietet, bedeutet das nicht, dass die Entwicklung des eigenen KI-Systems Grok auf Eis gelegt wurde. So soll dieser nun eine Automatisierungsfunktion erhalten.

Tasks sollen in neuer Funktion aufgehen

Mit der neuen Lösung soll unter anderem die bisherige „Tasks“-Funktion ersetzt und erweitert werden. Darüber hinaus sollen laut einem Bericht von TestingCatalog weitere Neuerungen geplant sein, zu denen unter anderem die Auswahl spezieller Grok-Skills sowie die freie Wahl des verwendeten KI-Modells für automatisierte Abläufe gehören sollen.

Entsprechende Hinweise haben die Experten in der aktuellen Grok-Version entdeckt. Diese deuten darauf hin, dass xAI die bestehende Task-Funktion in ein neues Automatisierungssystem überführen möchte. Die bisherigen Möglichkeiten zur zeitgesteuerten Ausführung von Aufgaben sollen dabei erhalten bleiben, Anwender könnten somit weiterhin Prompts zu individuell festgelegten Zeitpunkten automatisch ausführen lassen.

Grok soll eine neue Automationsfunktion erhalten
Grok soll eine neue Automationsfunktion erhalten (Bild: TestingCatalog)

Skills werden mächtiger

Ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung soll zudem die Integration der sogenannten Skills sein, die xAI erst Mitte Mai eingeführt hatte. Dabei handelt es sich um wiederverwendbare Pakete aus Anweisungen, Skripten und Ressourcen, die Grok ausführen kann. In Verbindung mit den offenbar ebenfalls geplanten erweiterten Steuerungsmöglichkeiten sollen Anwender künftig festlegen können, dass bestimmte Aufgaben stets auf einen definierten Skill zurückgreifen. Die wiederholte Erstellung neuer Prompts wäre damit nicht mehr erforderlich.

Auch die Skills sollen bei Grok erneuert werden
Auch die Skills sollen bei Grok erneuert werden (Bild: TestingCatalog)

In diesem Zusammenhang soll auch eine direkte Auswahl des verwendeten KI-Modells vorgesehen sein. Bislang bietet die Tasks-Funktion lediglich einen Expert-Modus, der auf ein leistungsfähigeres Modell zurückgreift. Mit dem neuen Ansatz könnten Nutzer künftig abhängig vom jeweiligen Einsatzzweck zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen und damit direkten Einfluss auf Kosten, Geschwindigkeit und Ergebnisqualität nehmen.

Das Wie und Wann ist noch unklar

Offen bleibt bislang allerdings, wie die neuen Funktionen umgesetzt werden sollen. Derzeit ist die Tasks-Funktion über das Uhrsymbol in den Grok-Webanwendungen sowie in den mobilen Apps erreichbar. Unklar ist daher, ob die künftigen Automationen ausschließlich dort integriert werden oder zusätzlich in die kürzlich aufgetauchte Desktop-Anwendung „Grok Build“ Einzug halten.

Wann die neuen Funktionen verfügbar sein werden, ist derzeit ebenfalls noch nicht bekannt. Da xAI in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Funktionen in kurzer Zeit eingeführt hat, erscheint eine zeitnahe Veröffentlichung durchaus möglich.



Source link

Weiterlesen

Beliebt