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Kommentar zum Berliner Stromausfall: Sind jetzt alle wach?


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Am Anfang steht eine ganz grundsätzliche Frage: Wofür muss der Staat sorgen? Worauf müssen, worauf können Bürgerinnen und Bürger sich verlassen? Die Antwort darauf ist in vielen konkreten Fragen oft kompliziert. Doch wenn es einen gemeinsamen Nenner gibt, auf den sich die meisten Menschen einigen können, dann ist das die Rolle als Garant für die Überlebensfähigkeit. Der Staat muss dafür sorgen, dass Menschen grundsätzlich frei, sicher und selbstbestimmt leben können. Garantiert werden muss dafür, was nötig ist. Eine notwendige Voraussetzung: dass Kritische Infrastruktur funktioniert. Maximal heruntergebrochen also Strom, Wasser und Abwasser. Fällt nur eines dieser drei Elemente weg, werden viele andere Voraussetzungen des normalen Weiterlebens unmöglich.

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Die gute Nachricht: Die Stromversorgung ist endlich wiederhergestellt, auch für die letzten 22.000 der 50.000 betroffenen Haushalte Berlins. Die schlechte Nachricht: Viele Auswirkungen werden sich erst zeigen. Und ein Glanzstück war das, was der Staat als Garant der notwendigen Versorgung geleistet hat, definitiv nicht. Auch die beteiligten Unternehmen, teils im Landesbesitz, müssen sich vielen Fragen stellen.

Aber es geht auch um Grundsätzliches: Wie offen, wie geheim müssen wichtige Versorgungsleitungen sein? Die naheliegende Antwort für einige Akteure: Nur bei nachgewiesenem, berechtigtem Interesse sollten Infrastrukturdaten exakt herausgegeben werden. Klingt erst einmal logisch. Doch gerade die Fälle, bei denen die oder eine andere Vulkan-Gruppierung – wie viele es gibt, weiß man bislang nicht – zugeschlagen haben soll, sind Beispiel dafür, wie wenig Sinn das ergibt: Umspannwerke, der Übergang von Strommasten zu Erdkabeln oder eben auch die Querung der in Berlin zahlreichen Wasserstraßen und Schienenwege lassen sich nicht vollständig sichern. Was Politikerinnen und Politiker in diesen Tagen als Entschuldigung nutzen, ist deshalb auffallend richtig: Es kann keine absolute Sicherheit geben.

Weshalb es auf Redundanz und Resilienz ankommt. Dass ein Single Point of Failure ohne separat geführte, redundante Anbindung für Kritische Infrastruktur keine gute Basis ist, darf 2026 niemanden mehr überraschen. Natürlich ist es schwer, alle Eventualitäten zu bedenken. Denn vieles gilt heute als kritisch, was in gewisser Weise, aufgrund von Abhängigkeiten, auch korrekt ist. Doch längst nicht alles ist gleich kritisch, wie das Berlin-Beispiel ebenfalls zeigt.

Dass etwa die Fernwärmeversorgung ausfiel, lag nicht an der Fernwärme, sondern am fehlenden Strom für die Pumpstationen. Gleiches galt für die Pumpen bei Öl- und Gasheizungen: Kein Betriebsstrom heißt eben auch keine Wärme. Bei Temperaturen, die tagelang die Frostgrenze nicht überschritten, hieß das auskühlende Häuser, frierende Menschen und einfrierende Leitungen.

Besitzer von Solaranlagen mussten erleben, dass ihre Systeme keineswegs bei einem Blackout weiterlaufen: Ohne Netzsynchronisierung arbeiten viele Anlagen nicht. Nur inselfähige Systeme, die ohne externe Hilfe nach einem Herunterfahren neu starten können, konnten weiterlaufen. Etwas Linderung hatten auch solche Nutzer, die über Speicher mit Notstromsteckdose verfügen, wie bei Balkonkraftwerk-Kleinspeichern. Doch bei vier Tagen Netzausfall dürften die im Winter selten gut gefüllten Speicher bei vielen Haushalten höchstens den Kühlschrankinhalt gerettet haben.

Dass ohne Strom auch Hebeanlagen und Pumpen für Wasser und Abwasser nur begrenzt funktionieren, dürfte einigen ebenfalls jetzt erst wirklich aufgefallen sein: Kein Strom ist ein Basisproblem.

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Strom ist unerlässlich – und redundante Anbindungen sind ein Schlüssel zur Risikominderung. Ganze Generationen von Innenpolitikern hatten Bücher wie „Blackout“ dekorativ in ihren Regalen und hätten das wissen können. Auch der Vorfall in Brandenburg, der das Tesla-Werk lahmlegen sollte, hätte eine Warnung sein müssen. Dabei musste unter anderem ein Edeka-Regionallager die Arbeit einstellen – weil ohne Strom der Betrieb nicht mehr laufen konnte. Doch die Schlussfolgerungen, die gezogen wurden, waren bestenfalls mäßig. Dabei ist die einfachste: Kein Strom = funktioniert nicht. Strom muss da sein.

Das nächste Problem wird gerade etabliert: Immer mehr Systeme hängen davon ab, dass sie auch digital erreichbar sind. Der Wunsch nach intelligenten Steuerungen setzt voraus, dass ein Grundmaß an Konnektivität vorhanden ist – soweit Strom dafür zur Verfügung steht. Doch von Redundanz und Resilienz konnte auch hier keine Rede sein: Die Mobilfunkversorgung fiel ebenfalls aus, nur Notversorgung konnte sichergestellt werden. Denn die meisten Masten haben – wenn überhaupt – nur kleinere Akkus. Selbst das Festnetz fiel weitgehend aus.

Wie aber informieren sich die Menschen dann? Normalerweise gibt es dafür Kurbelradios und Ähnliches. Doch auch das klappte nur teilweise – denn der Sender Schäferberg, der Südwestberlin und Potsdam mit Fernseh- und Radiosignalen versorgt, fiel mit dem Stromausfall ebenfalls zeitweise aus. Dass dann auch noch ein Bahnstellwerk zwischen Berlin und Potsdam – offenbar nach dem Leerlaufen der Notstromversorgung – zeitweise ausfiel und dadurch eine ansonsten per Bahnstromsystem angebundene Strecke nicht mehr genutzt werden konnte, war zwar ebenfalls ein schlechtes Zeichen. Aber immerhin noch undramatisch genug, als dass der Konzern nun daraus lernen könnte. Das muss ohnehin die große Hoffnung sein, dass die Ereignisse vor allem zu schnellem Lernen führen.

Denn der Stromausfall im Südwesten der Bundeshauptstadt betraf 50.000 Haushalte. Das ist zwar eine große Menge Menschen, allerdings in einem vergleichsweise überschaubaren, relativ dicht besiedelten und gut erreichbaren Gebiet. Doch selbst unter diesen relativ guten Bedingungen dauerte es mehrere Tage, bis das Problem zumindest vorläufig behoben wurde. Vieles hat dabei funktioniert, wohl nicht zuletzt deswegen, weil Menschen in Krisensituationen doch häufiger füreinander da sind als mitunter befürchtet. An Hilfsangeboten aus dem ganzen Bundesgebiet gab es keinen Mangel.

Doch offenbar waren diejenigen, die durch die Krisenlage sicher hätten navigieren müssen, ihren Aufgaben nicht vollständig gewachsen und unterschätzten die Lage. Wer die Vorgänge bei diesem Stromausfall für ein Berliner Spezifikum hält, hat wohl nicht vollständig unrecht. Aber dass es woanders besser laufen würde, ist nicht garantiert – man denke etwa an den Beginn des Ahrtal-Krisenmanagements. Deshalb ist zu hoffen, dass nicht nur Berlin konkrete Lehren zieht.

Was wäre, wenn Russland angreifen würde? Wenn hybride Angriffe von Wegwerfagenten ausgeführt würden, angeworben über Kleinanzeigenportale und Telegram? Während bei Fragen der Verteidigungsfähigkeit, bei Raketen, Panzern, Flugzeugen und Wehrpflicht längst eine Unzahl an Lösungen präsentiert und verkauft wird, ist im Zivil- und Bevölkerungsschutz auch drei Jahre nach der Zeitenwende-Rede von Olaf Scholz wenig passiert.

Ja, Feuerwehren haben neue Zivilschutzfahrzeuge erhalten, auch das THW konnte bei seinen Hilfeleistungen auf neue Möglichkeiten zurückgreifen. Doch im Fall der Fälle könnte das THW nicht überall gleichzeitig sein, die Bundeswehr wäre für Hilfeleistungen nicht verfügbar und die Bevölkerung wäre verunsicherter als sie es heute ist. Wenn es um Resilienz geht, wenn es um Redundanzen geht, dann führt das Beispiel Berlins deutlich vor Augen: Es ist noch viel zu wenig getan.

Das hat auch damit zu tun, wie Politik mit dem Thema umgeht: Krisenresilienz ist kein Thema für Bierzelte und Marktplätze. Sie kostet Geld und wird im besten Fall nicht gebraucht. Im Bundestag zeigt sich das derzeit an der Diskussion über das Kritis-Dachgesetz. Damit soll der bessere physische Schutz Kritischer Infrastrukturen gewährleistet werden.

Das ist ein wichtiges Projekt in schwierigen Zeiten. Doch die Gefahr ist groß, dass eher dem Populismus statt nachhaltigen und wirksamen Lösungen der Weg geebnet wird, dass mehr gegen Landebahnkleber unternommen wird als für tatsächliche Redundanz und Resilienz. Wenn der Landkreistag darauf hinweist, dass mit dem Gesetz nur solche „Kritischen Einheiten“ zum Schutz verpflichtet werden sollen, die mehr als 500.000 Menschen versorgen, dann ist das deutlich: Das können wir uns kaum leisten – weder als Gesellschaft noch wirtschaftlich. Der wirtschaftliche Schaden, den der tagelange Ausfall verursacht hat, wird schwer zu beziffern sein. Viele Millionen wird er jedoch in jedem Fall betragen.

Wenn Deutschlands Zeitenwende-Politiker also tatsächlich stärkere Resilienz für die Bevölkerung meinen, die vor kriegerischen, hybriden, aber auch klimawandelbedingten Großschadensereignissen schützt, dann gehen sie diese Aufgaben 2026 ernsthaft an. Denn wer an der Gesamtsituation Schuld trägt, ist offenkundig: alle Verantwortungsträger der vergangenen drei Jahrzehnte. Schuldzuweisungen helfen deshalb wenig weiter, denn Lösungen für die Zukunft sind viel wichtiger.

Grundsätzlich zuständig sind dafür beim Zivilschutz Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), von dem so gut wie nichts in der Berliner Stromkrise zu hören war, Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU), die ebenfalls auf Tauchstation blieb, und für digitale Infrastruktur-Resilienzen Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (ebenfalls CDU). Sie hätten einiges zu tun, wenn sie es nun ernsthaft angehen wollen würden – und die Bürger nicht nur in Berlin diesen Vorfall nicht schnell ad acta legen. Bis zum nächsten Ausfall, der vielleicht noch weniger glimpflich verläuft. Derzeit jedenfalls wäre Grundverständnis für das Problem da. Selbst wenn es kostet.


(wpl)



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Mystischer Jahresanfang: Die Bilder der Woche 2


In dieser Woche wird es mystisch: Die gewählten Fotos sind vom Winterwetter geprägt. Landschaften zeigen sich ohne Blätter und wirken dadurch wie minimalistische Gemälde. Die Menschen tragen dicke Winterkleidung. Gefrorene Bläschen im Eis verstärken das Gefühl, dass die Natur in der Kälte erstarrt.

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Andererseits strahlt das Motiv einer Kerze Wärme aus und lässt uns durch ihr warmes Licht an die Weihnachtszeit zurückdenken. Ein bunter Fisch, umgeben von Korallen, gibt einen Ausblick auf die kommenden Jahreszeiten. Hier scheint der kalte Winter vergessen und der Sommerurlaub ruft verheißungsvoll.


Burg in der Oberpfalz

Burg in der Oberpfalz

Burgkapelle Heiligste Dreifaltigkeit

(Bild: Mike_FJ)

Die Aufnahme zeigt die kleine Burgkapelle „Heiligste Dreifaltigkeit“ in der Oberpfalz. Der Blick führt ruhig durch die Landschaft und lenkt die Aufmerksamkeit auf die klare Architektur aus massivem Stein. Licht trifft auf dunkle Flächen und betont Formen und Strukturen. Linien und Flächen ordnen das Bild streng und ausgewogen, mit den filigranen Ästen des Baumes als Gegenpol. Die reduzierte Farbgebung verstärkt die stille Wirkung. Der Ort selbst wirkt zeitlos und geschlossen. Das Bild vermittelt Ruhe und Konzentration. Es lädt zum Innehalten ein.


Brennende Kerze

Brennende Kerze

Träumen . . . GI – Kerzenschein

(Bild: lgfokus)

Eine Szene im warmen Schein des Kerzenlichts, das sich sanft über das Motiv legt und dessen Konturen verschwimmen lässt. Die helle Flamme bildet einen Kontrast zum dunklen Hintergrund. Durch die bewusste Reduzierung der Komposition entsteht eine intime und stille Stimmung. Es weckt Assoziationen von Ruhe und Besinnung.

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Unterwasserszene

Unterwasserszene

Die Natur in bunt

(Bild: aaliyah_NaturPix)

Ein farbenprächtiger Fisch schwimmt durch klares Wasser – vermutlich in einem Aquarium. Blau- und Violetttöne dominieren das Motiv. Die feinen Muster auf seinen Schuppen und Flossen ziehen den Blick an. Der Fisch hebt sich nur leicht von den Steinen des Hintergrunds ab. Die Komposition wirkt bewusst reduziert und das Bild erzeugt eine stille, kontemplative Stimmung.


Eisstruktur vor Mond

Eisstruktur vor Mond

Zauberberg

(Bild: Rudolf Wildgruber)

Vor einem Vollmond erhebt sich eine schimmernde Eisplatte. Ihre feinen Strukturen zeichnen sich deutlich ab, und ein Prisma zerlegt das Licht in die Farben Blau, Grün und Rot. So entsteht ein fast abstrakter Eindruck. Die Montage verbindet Natur und Experiment. Der runde Mond bildet einen Gegenpol zur kristallinen Form. Ein Bild, das mit Wahrnehmung und Maßstab spielt und dadurch magisch wirkt.


Milchstraße am Nachthimmel

Milchstraße am Nachthimmel

Spuren der Zeit

(Bild: Lightpix84)

Im Schnee steht ein abgestorbener Baum. Dahinter spannt sich die Milchstraße über den Nachthimmel, unzählige Sterne füllen das Bild. Der Baum erscheint wie eine dunkle Silhouette vor dem Licht des Alls. Die Komposition lebt vom Kontrast und die klare Trennung von Vordergrund und Himmel sorgt für Ordnung und Ruhe. So verbindet das Bild Vergänglichkeit und Dauer und regt zum stillen Nachdenken über die Zeit an.


Fassade des Paracelsus Bades in Salzburg

Fassade des Paracelsus Bades in Salzburg

Am Paracelsus-Bad

(Bild: NAlois)

Die Fassade des Paracelsus-Bads in Salzburg spiegelt sich in der glänzenden Oberfläche eines parkenden Autos. Im richtigen Moment zieht ein einzelner Passant in roter Jacke durch das Bild und setzt einen klaren menschlichen Akzent. Die Komposition dieses Street-Fotos lebt von Überlagerungen: Architektur, Fahrzeug und Figur verschmelzen zu einer Ebene. Klare Linien treffen auf weiche Verzerrungen. So wird ein alltäglicher Ort zu einer präzise beobachteten Aufnahme.


Düstere Winterlandschaft

Düstere Winterlandschaft

Linien und Flächen

(Bild: Thomas Brahtel)

Viel Raum, viel Schnee und viel Ruhe – eine weite Winterlandschaft liegt fast leer vor uns. Dunkle Überlandleitungen ziehen sich quer durch das Bild, während zwei schmale Orientierungspfosten feine Akzente im Weiß setzen. Durch die klare Reduktion wird die Landschaft zur abstrakten Komposition. In Schwarz-Weiß wirkt die Natur hier nicht romantisch, sondern streng und rätselhaft.


(vat)



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ChatGPT in der Schule: Auch Nutzung ohne explizites Verbot ist Täuschung


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In einem Beschluss vom 15. Dezember hat das Verwaltungsgericht Hamburg klargestellt, dass der Einsatz von KI-Instrumenten wie ChatGPT, Gemini oder Claude bei unbenannten Hausarbeiten und Leistungsnachweisen als Täuschungsversuch gewertet werden kann (Az.: 2 E 8786/25). Die Richter wiesen damit den Eilantrag eines Neuntklässlers ab, der gegen die Bewertung eines Lesetagebuchs mit der Note 6 geklagt hatte.

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In dem Fall sollte der Schüler eines Hamburger Gymnasiums im Fach Englisch eine Zusammenfassung eines im Englischunterricht gelesenen Buchs verfassen. Die Aufgabe durfte teils zu Hause erfüllt werden. Nach der Abgabe fiel der Fachlehrerin aber eine Diskrepanz auf: Während das Lesetagebuch eine außergewöhnlich gute Grammatik und Ausdrucksweise aufwies, lieferte der Schüler in einer unter Aufsicht geschriebenen Klassenarbeit zum selben Thema nur eine ausreichende Leistung ab.

Auf Nachfrage räumte der Betroffene dem Beschluss zufolge ein, ChatGPT zum Erstellen des „Reading Log“ genutzt zu haben. Die Schule bewertete die Arbeit daraufhin als Täuschungsversuch mit „ungenügend“. Der Vater des Jungen wehrte sich gerichtlich dagegen. Er brachte etwa vor, dass es keine klaren, schriftlich fixierten Regeln zur KI-Nutzung an der Lehranstalt gegeben habe.

Das Verwaltungsgericht folgte dem aber nicht. Die 2. Kammer unterstreicht, dass für schulische Leistungen grundsätzlich das Gebot der Eigenständigkeit gelte. Wer ein Hilfsmittel nutze, das diese Vorgabe maßgeblich beeinflusse, müsse sich dies vorab genehmigen lassen. Da ChatGPT zentrale Prüfungsaspekte wie Satzbau, Wortwahl und Grammatik übernehme, sei der Einsatz mit der Hilfe eines Dritten oder dem Abschreiben vergleichbar.

Die Richter stellten zugleich klar, dass ein Täuschungsversuch auch dann vorliegt, wenn kein explizites KI-Verbot ausgesprochen wurde. Die Anweisung, die Aufgabe mit eigenen Worten zu bearbeiten („use your own words“), reiche aus, um die Verwendung generativer KI auszuschließen. Für eine bewusste Täuschungshandlung genüge zudem der „bedingte Vorsatz“. Der Schüler musste es also lediglich für möglich halten und billigend in Kauf nehmen, dass sein Handeln unzulässig war.

Die Kammer hebt hervor: „In der achten Klasse darf zudem davon ausgegangen werden, dass auch vehement vorgetragene Auffassungen der Eltern – hier zur angeblich ‚rechtskonformen‘ Nutzung künstlicher Intelligenz in schulischen Prüfungen – kritisch hinterfragt und nicht ohne Rückfrage bei den Lehrkräften oder anderer Quellen für richtig gehalten werden.“

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Der Beschluss dürfte weitreichende Folgen für Schulen und Universitäten haben. Lehrkräfte, die bei auffälligen Leistungssteigerungen die Zuhilfenahme eines KI-Systems wittern und einschreiten, können sich damit weitgehend auf der sicheren Seite fühlen. Die Beweislast liegt zwar bei der Schule. Ein Geständnis nach Konfrontation mit einem begründeten Verdacht stellt aber eine ausreichende Grundlage für Sanktionen dar. Schüler und Eltern sollten sich bewusst machen, dass im Zweifel jede Form der KI-Unterstützung anzeige- und genehmigungspflichtig ist, sofern es um einen Teil der bewerteten Leistung geht. Das gilt etwa auch, wenn ein KI-System „bloß“ Formulierungen verbessern helfen soll.


(nen)



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Fitnessarmbänder ohne Display | c’t uplink


Das Fitnessarmband Whoop erlebt seit Jahren einen regelrechten Hype. Es trackt Körperdaten und generiert daraus detaillierte Auswertungen über die eigene Fitness und gibt Hilfestellung, wie man die Leistung verbessern kann. Neben ambitionierten Sportlern nutzen es mittlerweile auch Menschen, die einfach nur gesünder leben wollen. Viele davon bevorzugen darüber hinaus den Tragekomfort des Stoffbandes und das dezente Aussehen des Trackers. Die Kehrseite: Das Whoop ist kein Schnäppchen. Im kleinsten Abo werden pro Jahr mindestens 199 Euro fällig, das Rundum-Paket kostet 399 Euro.

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Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …

Das ruft die Konkurrenz auf den Plan. Amazfit und Polar haben mittlerweile mit dem Helio Strap für 100 Euro beziehungsweise dem Loop für 180 Euro ebenfalls Fitness-Tracker ohne Display herausgebracht. Sie zeichnen ebenfalls alle wichtigen Körperdaten auf und liefern in ihren Apps ganz ohne Abo verschiedene Auswertungen. In der heutigen Ausgabe von c’t uplink sprechen wir darüber, ob Amazfit und Polar mit einer einmaligen Anschaffung genauso tiefe und detaillierte Einblicke bieten, welche Empfehlungen sie abgeben und ob sie als günstige Alternative taugen.

Zu Gast im Studio: Nico Jurran
Host: Stefan Porteck
Produktion: Tobias Reimer

► Unsere Test der Fitnessarmbänder lesen Sie bei heise+

► sowie in c’t 25/2025

In unserem WhatsApp-Kanal sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.

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(spo)





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