Apps & Mobile Entwicklung
Konkurrenz für Oura: Apple soll an einem smarten „iRing“ arbeiten

Apple hat in den kommenden Jahren mit KI-Brillen, runderneuerten iPhones und MacBooks sowie einer KI-Siri im smarten Zuhause bereits viel vor. Nun soll der Konzern auch daran arbeiten, in den Markt um smarte Ringe am Finger einzusteigen und damit Oura Konkurrenz zu machen. Hintergrund könnte eine Umstrukturierung bei Apple sein.
Viele Details gibt es noch nicht, doch der für Gerüchte bekannte Nutzer Kosutami auf X hat bestätigt, dass sich ein „iRing“ in Entwicklung befinden soll. „Wenig überraschend“ nennt Kosutami das Gerücht, auch wenn es bisher nicht von anderen Quellen untermauert wird. Die Behauptung ist daher noch mit Vorsicht zu genießen.
Die Entwicklung würde jedoch gut in die Konzernstrategie passen, denn Apple soll angeblich mit KI-Brillen und AirPods mit Kopfhörern noch smarteres Zubehör für das iPhone planen. Bisher hat Apple bis auf die Apple Watch und die AirPods Pro 3 keine Hardware mit Sensoren im Programm. Die AirPods Pro 3 richten sich mit ihrer Herzfrequenzmessung sogar explizit nur an Sportler und zeichnen nachts keine Gesundheitsdaten auf.
Apple hat intern umgebaut
Hintergrund könnte auch eine Umstrukturierung im Konzern selbst sein. Im Zuge des Siri-Debakels der vergangenen Jahre hat Apple im Jahr 2025 intern einiges umgestellt. Statt des KI-Chefs kümmert sich jetzt etwa wieder der Software-Chef um Siri. In dem Zuge wurde jedoch auch die Abteilung für Gesundheit und Fitness zu Eddy Cue übertragen, der für Apples (Abo-)Dienste zuständig ist. Ein smarter Ring, der Gesundheitsdaten erzeugt, könnte ein seit längerem kolportiertes und angeblich von Cue forciertes Health+-Abo mit neuer Hardware flankieren.
Wieso könnte Apple einen Ring haben wollen?
Apple selbst hat die Pläne bisher nicht bestätigt, doch der Einstieg in den Ring-Markt würde Kunden ansprechen, denen eine Apple Watch, also ein zweites Display am Handgelenk, nicht zusagt. Ein Ring kann zudem angenehmer sein, gerade beim Schlafen, und dort auch über mehrere Nächte genutzt werden, bevor er aufgeladen werden muss. Eine aktuelle Apple Watch muss je nach Nutzung alle zwei bis drei Tage ans Ladekabel. Wie Bloomberg schon im Juni 2025 argumentierte, könnten smarte Ringe die geplanten smarten KI-Brillen passend ergänzen und damit das Ökosystem rund ums iPhone weiter ausbauen und gleichzeitig unterschiedliche Käuferschichten ansprechen.
Markt weiter in Bewegung
Der Markt ist zwar eher noch eine Nische, doch erst im Mai hat Oura, einer der bekanntesten Hersteller von tragbaren Sensor-Ringen, mit dem Oura Ring 5 den nach eigener Angabe bisher „kleinsten Smartring der Welt“ vorgestellt. Der Ring 5 kann beim Hersteller ab 409 Euro bestellt werden. Er verfügt über eine Akkulaufzeit von sechs bis neun Tagen und kann neben der Sauerstoffsättigung im Blut auch die Herzfrequenz messen sowie die Körpertemperatur und die generelle Aktivität des Anwenders.
Wie gut sich Smart-Rings im Alltag schlagen, hat die Redaktion in den vergangenen Jahren bereits mehrfach getestet.
- RingConn Gen 2 Smart Ring im Test: Starke Akkulaufzeit und viele Funktionen vereint am Finger
- Amazfit Helio Ring im Test: Das kann die Alternative zum Samsung Galaxy Ring
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Destiny 2 & Marathon: Bungie-Krise kostet hunderte Stellen

Bungie ist in der Krise angekommen. Die hatte sich zuletzt immer deutlicher abgezeichnet und fordert Tribut in Form einer großen Entlassungswelle. Das Studio sieht sich zum Streichen von hunderten Stellen gezwungen, die meisten davon beim Destiny-2-Team.
Gehen müssen entsprechend einer Anzeigepflicht im US-amerikanischen Bundesstaat Washingten 292 Angestellte und zwar bereits zum 9. Juli, darunter der Studio Head Justin Truman. Paul Tassi von Forbes spricht auf X gar von 400 Angestellten, die beim sogenannten Layoff-Call dabei gewesen sein sollen. Dies entspreche ungefähr dem halben Studio und folgt auch einen Aderlass im Jahr 2024, wo etwa 17 Prozent der Bungie-Mitarbeiter gehen mussten.
Bungie selbst sprach von der Notwendigkeit zu einer Neuausrichtung, nachdem Destiny 2 die vergangenen Jahre hinter den Erwartungen blieb und schließlich eingestellt wurde. Wie es weitergeht, wolle Bungie zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Neue Projekte seien noch einem führen Stadium, die Mitarbeiterzahl deshalb nicht sinnvoll zu halten.
Sony selbst stellte klar, dass der größte Teil des Destiny-2-Teams betroffen sei, dazu einige Entwickler von Marathon. Nach langer Evaluation sei festgestellt worden, dass eine Schrumpfung des Studios nötig sei, um „seine Ressourcen mit seinen aktuellen Prioritäten und langfristigen Zielen in Einklang zu bringen“. Bemerkenswert dabei: Die URL zur Ankündigung unterscheidet sich nur durch eine „2“ von derjenigen, mit der der Hero-Shooter Concord eingestellt und sein Entwickler geschlossen wurde.
Wenig Überraschung
Marathon bleibe indes ein wichtiger Teil des Sony-Portfolios, bekräftigte Sony, auf Season 1 und 2 solle aufgebaut werden. Vorerst zumindest. Das passt ins Bild: Das Ende von Destiny 2 war und ist ein riesiges Problem für Bungie, weil nicht rechtzeitig genug neue Projekte erfolgreich angeschoben wurden und Marathon hinter den Erwartungen bleibt. Der Extraction-Shooter ist gut, aber eher für die Nische gemacht.
Nachdem Sony zuletzt den Bilanzwert von Bungie erneut nach unten korrigieren musste, sind die Entlassungen quasi erwartbar gewesen: Es steht nichts Großes von Bungie an, Marathon läuft nicht gut genug, das Studio bleibt weiterhin unter allen Erwartungen. Damit werden tatsächlich auch seine Ressourcen nach unten korrigiert.
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Ayaneo Pocket Micro 2 vorgestellt: Snapdragon 865 sorgt für doppelte Leistung
Wie bereits vor einigen Tagen vermutet, hat Ayaneo heute den Pocket Micro 2 vorgestellt. Der Live-Stream bestätigt zugleich, dass es sich nicht um eine komplett neue Konsole, sondern um eine überarbeitete und deutlich leistungsstärkere Version des Vorgängers handelt. Dieser kann ab sofort in drei Varianten vorbestellt werden.
Neuer SoC und Besinnung auf Bewährtes
Zahlreiche von Besitzern des Vorgängers geschätzte Merkmale hat der chinesische Retro-Spezialist unverändert übernommen und nach eigenen Angaben bewusst auf Änderungen verzichtet. Dazu zählen unter anderem der Mittelrahmen aus Metall sowie das Display. Dieses misst weiterhin 3,5 Zoll, löst mit 960 × 640 Pixeln im 3:2-Format auf und galt bereits beim Vorgänger als große Stärke. Insbesondere Game-Boy-Advance-Spiele profitieren davon, da sie auf diesem in vierfacher nativer Auflösung dargestellt werden können.
Im Inneren ersetzt Ayaneo den bisherigen Helio G99 durch den im 7-nm-Verfahren gefertigten Snapdragon 865 von Qualcomm. Dessen acht Kryo-585-Kerne verteilen sich auf drei Cluster: einen Cortex-A77 mit bis zu 2,84 GHz, drei weitere Cortex-A77 mit bis zu 2,42 GHz sowie vier Cortex-A55-Kerne mit 1,80 GHz. Gemeinsam mit der Adreno-650-Grafikeinheit soll der SoC laut Hersteller für bis zu 220 Prozent mehr Leistung sorgen. Dadurch eignet sich der Handheld neben klassischen Retro-Systemen auch für anspruchsvollere Emulatoren wie GameCube, Dreamcast oder Nintendo 64 sowie für leistungsintensivere Android-Spiele.
Deutlich vergrößert hat Ayaneo außerdem den verbauten Akku. Statt bislang 2.600 mAh bietet dieser nun eine Kapazität von 3.950 mAh, was einer Steigerung um rund 52 Prozent entspricht und für viele Stunden Spielspaß sorgen sollte. Trotz des größeren Energiespeichers steigt das Gewicht lediglich von 233 auf 248 Gramm.
Neue Steuerung
Zu den auffälligsten Neuerungen zählen versenkte TMR-Analogsticks mit LED-Beleuchtung sowie neu gestaltete Schultertasten, die nun um die Gehäuseecken verlaufen und dadurch angenehmer erreichbar sein sollen. Neben dem USB-C-Anschluss verfügt der Pocket Micro 2 erstmals auch über einen nativen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss – ein Ausstattungsmerkmal, das sich viele Nutzer des Vorgängers seit Langem gewünscht haben. Für die weitere akustische Untermalung sorgen zudem zwei integrierte Lautsprecher.
Zur weiteren Ausstattung gehören Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1. Der interne Speicher lässt sich weiterhin per MicroSD-Karte erweitern. Als Software-Basis setzt der chinesische Hersteller auf das inzwischen nicht mehr ganz taufrische Android 13 samt der hauseigenen Retro-Management-Software AYASpace, dem Launcher AYAHome sowie dem Einstellungswerkzeug AYASetting.
Vorbesteller können erneut sparen
Ayaneo wird den Pocket Micro 2 in drei verschiedenen Varianten anbieten. Den Einstieg bildet eine Version mit 6 GB Arbeitsspeicher und 128 GB internem Speicher, die in den Farben Midnight Black und Frosty White für 265 US-Dollar erhältlich sein soll. Darüber rangiert eine Variante mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher, die in Midnight Black und Frosty White für 309 US-Dollar sowie in Stardust Purple für 339 US-Dollar angeboten wird.
Wie gewohnt gewährt der Hersteller auch zum jetzigen Vorverkaufsstart einen Frühbestellerrabatt, wodurch die Preise auf 239 US-Dollar, 279 US-Dollar beziehungsweise 309 US-Dollar sinken. Vorbestellungen sind ab sofort über den eigenen Onlineshop möglich, ein Termin für die Auslieferung wurde bislang jedoch nicht genannt.
Auch für passendes Zubehör ist gesorgt. So hat der Hersteller bereits eine Transporttasche, einen Standfuß aus Papier, Displayschutzfolien, ein Mikrofasertuch, neue Joystick-Kappen sowie weiteres Zubehör angekündigt. Preise dafür wurden bislang allerdings noch nicht genannt.
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Bücher für Modell-Training vernichten: Warum KI-Firmen die Bestände von Antiquariaten kaufen
Es ist eine kuriose Entwicklung, von der Antiquariatshändler laut dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) berichten: Sachbücher und Romane, die bislang Ladenhüter waren, wandern in hoher Stückzahl in die USA. KI-Unternehmen nutzen diese, um legal Trainingsdaten zu generieren.
Ein Online-Antiquariat registrierte ab Anfang Mai hohe Auftragsvolumen, die jeweils nachts zwischen 3 und 5 Uhr eingingen. Das Vorgehen wirkte automatisiert, systematisch und ist Berichten in Online-Foren zufolge kein Einzelfall. Mehrere Händler melden die Vorfälle.
Interessant ist, dass es sich bei den Einkäufen um Ladenhüter handelt. Das Interesse besteht an Kochbüchern, Biografien, Belletristik. „Gekauft wurden gezielt Non-Fiction-Titel ab 1970 mit ISBN-Nummern – angestaubte Lagerleichen, die seit Jahren niemand wollte“, schreibt ein Händler laut dem SRF. Ein Weiterverkauf wäre demnach ausgeschlossen, weil die Bücher wertlos seien und pro Titel immer nur exakt ein Exemplar erworben wird.
Bei den Mengen ist von 700.000 Büchern allein aus Deutschland die Rede, die sich in einem Lagerort nahe der tschechisch-deutschen Grenze befinden. Weltweit sind es Schätzungen der Händler zufolge rund drei Millionen.
Hinter den Käufen soll unter anderem das kanadische Unternehmen Zoom Books stecken. Das bestreitet aber, ein KI-Zulieferer zu sein. Auf Anfrage spricht des SRF erklärt das Unternehmen, ein Recycling- und Handelsmodell zu betreiben.
Warum Bücher nach dem Training vernichtet werden müssen
Aus Sicht der KI-Unternehmen ergibt es Sinn, massenhaft alte Bücher zu erwerben. Eines der ersten Urteile zum KI-Urheberrecht in einem Anthropic-Fall besagte im Sommer 2025: Bücher ohne Erlaubnis der Inhaber zu kopieren und für das KI-Training zu verwenden, ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Wenn ein KI-Unternehmen ein Buch aber besitzt und die Inhalte dann für das KI-Training nutzt, fällt das Vorgehen unter die Fair-Use-Regeln.
- Erfolge für Anthropic und Meta: Millionen Bücher für KI-Training zu verwenden, kann legal sein
- Copyright-Klagen: Wie AI-Firmen das Internet „klauen“ und womöglich damit durchkommen
Das Argument ist: Beim KI-Training mit den Buchinhalten entsteht etwas Neues, das über den ursprünglichen Nutzungszweck hinausgeht. „Sie müssen vielleicht dafür bezahlen, den Text erst einmal in den Händen zu halten. Aber es wäre undenkbar, jemanden für die Nutzung eines Buchs zahlen zu lassen; jedes Mal, wenn sie es aus dem Gedächtnis abrufen, jedes Mal, wenn sie darauf zurückgreifen, um neue Dinge in einer neuen Weise zu schreiben“, erklärte der Richter im Urteil vom Juni 2025.
Eine Vorgabe ist aber, dass das jeweilige Buch nach dem „Lesen“ – also dem Training – vernichtet wird. Damit stellen Unternehmen formal sicher, dass keine widerrechtlichen Kopien mehr im Umlauf sind, berichtete die Washington Post im Januar dieses Jahres.
Gerichtsdokumente belegten, dass Anthropic im Rahmen des Projekts Panama systematisch Bücher kauft, scannt und dann vernichtet. Bücher sind laut Aussage eines Anthropic-Mitgründers besonders gut für Trainingsdatensätze geeignet, weil Modelle anstelle von minderwertigem Internet-Sprech ein „gutes Schreiben“ beibringen. Meta bezeichnete Bücher bereits im Jahr 2024 als essenziell für das KI-Training.
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