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Künstliche Intelligenz

Lehramtsstudium: Mehr Pflicht in Sachen Digitalkompetenz und KI bleibt Kür


Auch heute ist es noch möglich, in Deutschland ein Lehramtsstudium ohne den Erwerb von Digitalkompetenzen abzuschließen, da dies nicht überall verpflichtend ist. Und geht es um den Erwerb von KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium, sieht es auf der Angebotsseite der Hochschulen noch dürftig aus. Selbst der freiwillige Erwerb ist momentan kaum möglich. Das geht aus dem aktuellen „Monitor Lehrkräftebildung“ hervor.

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Der Monitor ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung, des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung), der Robert Bosch Stiftung und des Stifterverbands. Dem aktuellen Factsheet zufolge gibt es zwar seit dem Jahr 2020 deutlich erkennbare Fortschritte bei der Verankerung des Themas „Medienkompetenz in einer digitalen Welt“ als verpflichtender Bestandteil des Lehramtsstudiums an den Hochschulen. Allerdings konnten im Jahr 2024 immer noch gut ein Drittel der zukünftigen Lehrkräfte ihr Studium ohne einen entsprechenden Erwerb abschließen. Im Jahr 2020 mussten sich nur zwischen 15 und 25 Prozent der Studierenden verpflichtend mit diesem Thema beschäftigen. Im Jahr 2024 lagen die Werte zwischen 64 und 74 Prozent.


Screenshot aus dem Facesheet mit Balkendiagramm und Deutschlandkarte

Screenshot aus dem Facesheet mit Balkendiagramm und Deutschlandkarte

Verpflichtende Studiumsbestandteile zum Erwerb von KI-Kompetenzen gibt es bisher kaum.

(Bild: Monitor Lehrkräftebildung)

Die Zahlen für verpflichtende Angebote für den Erwerb von KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium waren im Jahr 2024/2025 wesentlich geringer. Sie bewegten sich nur zwischen 7 und knapp 10 Prozent. Wie der Monitor angibt, waren aber auch die optionalen Angebote noch rar. Zum Zeitpunkt der Befragung gab es diese lediglich an rund einem Viertel der Standorte. Nur Rheinland-Pfalz hatte im Wintersemester 2024/2025 als erstes Bundesland Künstliche Intelligenz als Querschnittsthema im Lehramtsstudium festgeschrieben.

Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbands, kritisiert dies: „Es gibt zwar Fortschritte, dennoch sind die Ergebnisse alles andere als zufriedenstellend. Damit Schülerinnen und Schüler die Chance haben, Medienkompetenz systematisch zu entwickeln, müssen die Lehrkräfte von heute und morgen diese Kompetenzen selbst verbindlich erwerben.“ Lehrkräften komme eine Schlüsselrolle zu, damit Schülerinnen und Schüler an der digitalen Welt kompetent, kritisch und sicher teilhaben können, unterstreicht der Stifterverband. Der Erwerb von Digitalkompetenzen müsse deshalb gleichzeitig fest in den Lehrplänen der einzelnen Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften verankert werden. Dies sei bislang in dieser Form nur an 43 Prozent der Hochschulen gegeben. Dabei habe die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder, wie es im Monitor heißt, bereits im Jahr 2016 mit der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ das Ziel vorgegeben, „digitalisierungsbezogene Kompetenzen in den bildungswissenschaftlichen und fachbezogenen Inhalten in allen Lehramtsstudiengängen zu implementieren“.

In Bezug auf den Erwerb von KI-Kompetenzen erklärte Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE: „Die Daten zeigen: Bei KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium stehen wir noch am Anfang. Jetzt gilt es, das Thema dringend in die Fläche zu bringen – durch klare Rahmenbedingungen der Länder und vor allem durch den Gestaltungswillen der Hochschulen. Wenn beide Ebenen zusammenspielen, kann aus einem zögerlichen Start ein echter Entwicklungssprung werden.“

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Ein aktuelles Orientierungspapier des Forum Bildung Digitalisierung hat derweil ein negatives Bild für den Erwerb von KI-Kompetenzen bereits im Dienst befindlicher Lehrkräfte und Schulleitungen gezeichnet. Auch Fort- und Weiterbildungsangebote haben demnach deutlich aufzuholen.

Die Daten des aktuellen Monitor Lehrkräftebildung stammen aus einer Selbstauskunft der lehrkräftebildenden Hochschulen und der 16 Bundesländer im Rahmen einer Online-Befragung, die zuletzt zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 durchgeführt wurde. An der Befragung beteiligten sich 67 von 71 lehrkräftebildenden Hochschulen.


(kbe)



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Künstliche Intelligenz

Eltern ist der Online-Medienkonsum ihrer Kinder meist bekannt


Trotz aller Sorgen wegen eines problematischen Umgangs ihrer Kinder mit sozialen Medien und Online-Angeboten: Viele Eltern wissen einer neuen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge darüber Bescheid, was ihr Nachwuchs im Netz treibt. Die Hälfte der Befragten fühlt sich eher gut informiert, 24 Prozent sogar sehr gut, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergab.

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Ein Fünftel der Eltern allerdings fühlt sich schlecht darüber informiert, was ihr Kind sich im Internet ansieht, welche Spiele es spielt und was es postet. Die größte Sorge vieler Eltern ist, dass ihr Kind mediensüchtig wird. Das befürchten 53 Prozent der Befragten.

Für die repräsentative Untersuchung befragten die Meinungsforscher vom 30. Januar bis 16. Februar bundesweit 1.001 Eltern, die Kinder im Alter zwischen 6 und 18 Jahren haben. Gefragt wurde etwa: Welche digitalen Medien beziehungsweise Online-Angebote nutzt Ihr Kind regelmäßig? Wenn Sie daran denken, wie häufig Ihr Kind digitale Medien beziehungsweise Online-Angebote nutzt und was es damit alles macht: Worüber machen Sie sich dann Gedanken oder Sorgen? Welches sind für Sie persönlich im Umgang mit der Mediennutzung Ihres Kindes die größten Herausforderungen?

Die KKH zählt nach eigenen Angaben mit gut 1,5 Millionen Versicherten zu den großen bundesweiten Krankenkassen.


(olb)



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Google erleichtert Wechsel von ChatGPT & Co. zu Gemini mit neuer Importfunktion


Google hat Gemini mit einer neuen Importfunktion für Erinnerungen und vergangene Unterhaltungen mit anderen KI-Chatbots wie ChatGPT ausgestattet. Unter dem Motto „Mach den Wechsel“ soll dadurch der Umstieg von einer künstlichen Intelligenz zur anderen erleichtert werden. Denn Nutzer müssen Gemini nicht mehr neu beibringen, was andere Chatbots bereits über den Anwender und dessen Vorlieben wissen. Diese Importfunktion ist in Deutschland bislang allerdings nicht verfügbar.

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ChatGPT gehört zu den beliebtesten KI-Chatbots und kletterte im Jahr 2025 als die meist geladene iPhone-App an die Spitze der App-Store-Charts, auch in Deutschland. Doch Google Gemini war der ChatGPT-App zum Jahresende plötzlich dicht auf den Fersen und landete im Gesamtjahr bereits auf Platz zwölf unter den knapp zwei Millionen im App-Store gelisteten Programmen. Beide Chatbots erübrigen langwierige Google-Recherchen, wobei ChatGPT bei der Apple-Integration hervorsticht, wie der Vergleich von ChatGPT und Gemini zeigt.

Um Nutzer von der Leitungsfähigkeit der eigenen KI zu überzeugen, erleichtert Google nun den Umstieg von ChatGPT oder anderen KI-Chatbots zu Gemini. Denn die bisher genutzten KI-Modelle lernen durch die damit durchgeführten Befragungen und Recherchen von den Plänen und Vorlieben der Anwender. Bei Nutzung eines anderen Chatbots weiß Gemini etwa nicht, ob der Anwender Vegetarier ist und könnte unpassende Restaurants empfehlen. Solche Schwächen sollen durch Googles neue Importfunktion vermieden werden können.

Statt Gemini alles neu erklären zu müssen, können die Erinnerungen aus anderen Chatbots einfach in die Google-KI transferiert werden. Dazu hat der Datenkonzern innerhalb der Einstellungen von Gemini eine neue Importfunktion hinzugefügt. Diese empfiehlt eine bestimmte Anweisung, die der Nutzer dem bisher verwendeten Chatbot geben soll, um eine Kurzfassung dessen Erinnerungen zu eruieren. Die darauf gegebene Antwort sollte dann in Gemini übertragen werden, damit Googles KI-Modell diese analysieren und speichern kann für kommende Chats.


Import von Erinnerungen (Bild:

Google

)

Um Gemini noch detaillierter über sich selbst zu informieren, können Nutzer auch Chatverläufe des bisher genutzten Chatbots zu Gemini übertragen werden. ChatGPT & Co. können diese per Zip-Datei speichern, die wiederum zu Gemini hochgeladen werden können. Diese Datei darf allerdings maximal 5 GByte groß sein. Mit diesem Chatverlauf lassen sich frühere Konversationen mit dem bisherigen KI-Chatbot in Gemini direkt fortsetzen, schreibt Google.

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Diese Importfunktion lässt sich in Deutschland bislang allerdings nicht aufrufen, obwohl Google keine regionalen Beschränkungen nennt. In anderen Ländern wie Taiwan ist die entsprechende Information allerdings verfügbar. Wann Google die Importfunktion für Gemini auch nach Deutschland bringt, ist unklar.

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(fds)



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Russland: Immer mehr Kritik an den Interneteinschränkungen, Aufruf zu Protesten


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

In Russland nimmt die Kritik an den zunehmenden Einschränkungen des Internets zu, jetzt hat sich auch der Industriellenverband bei Präsident Wladimir Putin über die zunehmenden staatlich verhängten Sperren beschwert. Das berichtet die dpa unter Berufung auf die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Derweil hat das russische Innenministerium vor der Teilnahme an ungenehmigten Demonstrationen gegen die Internetsperren gewarnt, zu denen in kryptischen Onlinevideos für das Wochenende aufgerufen worden sei. Die Proteste sollen demnach vor allem am Sonntag stattfinden, die Aufrufe würden teilweise mit Codewörtern über TikTok verbreitet. Wer daran teilnehme oder andere dazu aufrufe, müsse mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, so die Warnung.

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„Die Einschränkungen des mobilen Internets macht der Wirtschaft wie den Bürgern das Leben schwer“, zitiert die dpa Alexander Schochin, den Chef des Industriellenverbands. Auf dessen Jahrestagung im Beisein Putins habe der versichert, dass man sich bewusst sei, dass die Interneteinschränkungen mit Fragen der Sicherheit zusammenhingen: „Doch wegen der hohen Verbreitung mobiler Technologien in unserem Alltag hoffen wir, dass eine systematische und ausgewogene Lösung gefunden wird, auch wenn wir wissen, dass dies keine leichte Aufgabe ist.“ Der Kremlchef ist demnach nicht auf die zurückhaltend formulierte Kritik eingegangen.

Hinter den indirekten Protestaufrufen steckt laut der Moscow Times eine Aktivistengruppe, die erfolglos versucht hat, Demonstrationen anzumelden. In den Clips ohne Quellenangabe werde jetzt etwa gebeten, beim Suchen nach einer Katze zu helfen – inklusive genauer Orts- und Zeitangabe. Auch der Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin habe versucht, Proteste gegen die Restriktionen anzumelden. Die seien aber ebenfalls abgewiesen worden. Die ansonsten kremltreue Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ warnte laut der dpa zuletzt noch, dass Russland sich von der Entwicklung der Internet-Ökonomie abzukoppeln drohe: „Man darf nicht den Sicherheitskräften das exklusive Recht einräumen, die Arbeit in einer für die Zukunft Russlands entscheidenden Technologie zu verbieten.“

Russlands Behörden haben das Internet zuletzt immer wieder eingeschränkt, mobile Verbindungen werden häufig gedrosselt. Angeblich geschieht das aus Sicherheitsgründen, der Kreml hat aber schon seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine versucht, die Onlinekommunikation strikter zu kontrollieren. Digitale Dienste wie bargeldloses Bezahlen, Überweisungen, Taxiruf oder Bestellungen funktionieren mobil nicht oder nur sehr unzuverlässig. YouTube-Videos sind praktisch nicht mehr aufrufbar, Anrufe per WhatsApp oder Telegram nur noch per VPN möglich. Der Geheimdienst FSB hat zudem das Recht erhalten, das Internet nach eigenem Gutdünken in bestimmten Regionen auch vollständig abzuschalten. Wie groß der Unmut darüber ist, lässt sich aber höchstens vermuten.


(mho)



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