Künstliche Intelligenz
Loki: DLR entwickelt KI-Assistenten für Fluglotsen und Piloten
Wie in vielen Bereichen fehlt es auch in der Flugsicherung an Arbeitskräften. Schon heute gibt es zu wenige Fluglotsen in Europa. Die Lage wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen, wenn viele der vorhandenen aus dem Berufsleben ausscheiden. Mit Ausbildung – so viel ist klar – wird sich der Bedarf nicht decken lassen. Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig bei der Flugsicherung helfen.
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Dirc heißt der digitale Fluglotse, eine Abkürzung für Digital Interactive Reliable Controller, der künftig mit menschlichen Kollegen zusammen Dienst tun soll. Entwickelt wurde er im Projekt Loki (Kollaboration von Luftfahrt-OperateurInnen und KI-Systemen) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Zusammenarbeit mit Fluglotsen, der Industrie und den zuständigen Behörden wie der europäischen Flugsicherheitsbehörde European Union Aviation Safety Agency (EASA).
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Trustworthy Human-AI Collaboration in Aviation – The DLR project LOKI
Rund 900 Fluglotsen fehlen aktuell in Europa. 20 bis 30 Prozent der aktiven werden in den kommenden fünf Jahren in Rente gehen. Gleichzeitig hat die KI in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht.
„Durch die aufkommenden Technologien war klar, dass die Zeit reif ist, sich zu überlegen, wie wir einen digitalen Partner entwickeln können, der seinen menschlichen Team-Partner unterstützt und sicherstellt, dass der menschliche Team-Partner verantwortungsvoll seine Rolle wahrnehmen kann“, erläuterte Carmen Bruder bei der Vorstellung der Loki-Ergebnisse am 25. Juni in Hamburg. Die Psychologin am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin ist wissenschaftliche Leiterin des Projekts. „Am Ende haben wir ein Bild, wie gut jetzt schon die Zusammenarbeit mit unserem aktuellen Prototyp funktioniert und wo wir Entwicklungsbedarf für kommende Projekte sehen.“
Der Dritte im Team ist digital
Fluglotsen arbeiten immer zu zweit in einem Team. Die Idee ist, Dirc als dritten in dieses Team zu integrieren. Ziel dabei sei nicht, Menschen zu ersetzen, betont Sebastian Schier-Morgenthal, Abteilungsleiter Lotsenassistenz am DLR-Institut für Flugführung. „Der Ansatz ist, zu überlegen, welche Arbeit die KI dem Menschen sinnvoll abnehmen und welche der Mensch tunlichst weiterhin selbst erledigt.“
Wenn ein Flugzeug einen Sektor in gleicher Höhe, ohne Kursänderung oder Konflikte mit anderen Flugzeugen durchquere, könne ein KI-System dessen Betreuung übernehmen, beschreibt er. Bei einem Notfall hingegen soll weiterhin ein Mensch der Ansprechpartner für den Piloten sein.
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Dirc bilde die echte Arbeit gut nach, sagte Bruder. Das System sei dann mit Fluglotsen getestet worden: „Die mussten zwei Tage lang mit Dirc zusammenarbeiten. Wir hatten Szenarien mit und ohne Dirc und haben ganz viel gemessen: die Leistung, die Arbeitsbelastung, physiologische Variablen, Blickdaten.“ Zudem mussten die Teilnehmer Fragebögen ausfüllen.
Die Teilnahme der Nutzer sei wichtig, denn das führe zu Akzeptanz, erläutert die Forscherin. „Wenn andere Nutzer wissen, dass ihre Kollegen Teil der Entwicklungsteams waren, erhöht das ihre Bereitschaft, das System gut zu finden oder ihm zu vertrauen.“
Mehr Kapazität mit KI-Unterstützung
Der enge Kontakt zu den Nutzern hat sich offensichtlich bewährt: „Wir haben einen Sektor simuliert über Norddeutschland, fast bis Hamburg, und haben gesehen, dass wir nicht nur das Limit erreichen können, was zwei Menschen zusammen erreichen können“, erzählt Schier-Morgenthal. „Wir gehen auf 125 Prozent der Kapazität“ – also 25 Prozent mehr Verkehrsaufkommen in einem Luftraumsektor als heute. Das sei für die Luftfahrtindustrie ein großer Nutzen, „weil im Augenblick die Flugsicherung an vielen Stellen der Flaschenhals ist“.
Wann Dirc in der Praxis eingeführt werden könnte, lässt sich noch nicht sagen. Wegen der Sicherheitsanforderungen und der Zertifizierungen wird es wohl 10 bis 15 Jahre dauern, bis Dirc im Einsatz sein wird. Aber, sagt Schier-Morgenthal, es müsse ja nicht gleich das komplette System sein. „Wir haben Elemente, die wir jetzt schon auskoppeln können.“
Ein Beispiel dafür könnte eine KI-basierte Spracherkennung sein, die heute schon verlässlich funktioniert, etwa auf dem Smartphone läuft. Am Flughafen in Zürich wird ein solches System bereits getestet.
Ipas hilft Piloten
Von der KI sollen aber nicht nur Fluglotsen profitieren: Ein zweites, in Loki entwickeltes KI-System soll Piloten unterstützen. Das Intelligent Pilot Assistance System (Ipas) soll ihnen dabei helfen, eine alternative Flugroute oder einen geeigneten Ausweichflughafen zu suchen, wenn sie beispielsweise durch einen technischen Defekt zur Landung gezwungen werden.
Heute müssen sich Pilot und Copilot die nötigen Informationen aus diversen Datenbanken zusammensuchen: Wie sind die Bedingungen auf dem Flughafen, etwa die Länge der Landebahn? Wie sind die Wetterverhältnisse? Gibt es in der Nähe ein Krankenhaus, in dem der medizinische Notfall behandelt werden kann? Oft kommen dabei noch Zettel und Stift zum Einsatz, erläutert DLR-Forscherin Anne Papenfuß.

Demoversion von Ipas auf einem Tablet
(Bild: Werner Pluta / heise medien)
Ipas soll diese Informationen aggregieren und aufbereiten. Statt handschriftliche Notizen zu vergleichen, bekommt das Cockpit-Personal eine Übersicht mit in Fragen kommenden Flughäfen. Die Parameter wie Wetter und andere Bedingungen sind als Icons dargestellt, hinter denen Detailinformationen hinterlegt sind.
Nicht nur das: Ipas bewertet die Informationen auch: Je nach Eignung werden die Icons rot, gelb oder grün eingefärbt. Entsprechend der Bewertung werden die Flughäfen dann in einer Rangfolge gelistet, was den Piloten als Entscheidungshilfe dienen kann.
Da im Cockpit von Verkehrsmaschinen bereits heute eine Art Tablet, das Electronic Flight Bag (EFB), im Einsatz ist, könnte Ipas früher im Einsatz als der digitale Fluglotse Dirc.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Top 5: Der beste Rolladenmotor im Test – elektrische Gurtwickler nachrüsten
Es ist relativ einfach, einen Rolladenmotor nachzurüsten und in das eigene Smart Home zu integrieren. Wir zeigen die fünf besten aus unseren Tests.
Die meisten von uns werden unter Smart-Home-Lösungen vor allem ferngesteuerte Lampen, Heizkörperthermostate und Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit kennen, doch es gibt noch viel mehr Technik, um sich den Alltag zu erleichtern.
Ein bislang kaum beachteter Bereich sind elektrische Gurtwickler für die Rolladensteuerung. Diese Rolladenmotoren sind die smarten Nachfolger der manuellen Gurtwickler, mit denen Millionen Menschen jeden Tag ihre Rollläden hoch- oder herunterlassen. Die neuen Modelle versprechen nicht nur Komfort durch eine motorisierte Bedienung, sondern auch intelligente Funktionen und Automatisierungen im Smart Home. In dieser Bestenliste zeigen wir die fünf stärksten Geräte.
Welcher ist der beste Rolladenmotor?
Unser Testsieger ist der Meross MRS200 für 140 Euro. Er überzeugt durch eine hohe Plattformkompatibilität via Matter-Standard, einen Lichtsensor sowie einen ruhigen Lauf.
Als Technologiesieger geht der Homepilot Rollotron Classic Smart im Starter-Set für 361 Euro hervor. Er hebt sich mit Zufallssteuerung, um auch im Urlaub die Anwesenheit zu simulieren, sowie praktischer Automatisierung via Tages- und Wochenplänen von der Konkurrenz ab.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist der Homepilot Pure Smart für 125 Euro. Er hat neben dem ansprechenden Preis auch eine gute Hinderniserkennung und einen Überlastschutz zu bieten.
Warum elektrische Gurtwickler?
Die Vorteile elektrischer Gurtwickler liegen auf der Hand: kein mühsames, mitunter kräftezehrendes Ziehen am Gurt mehr, automatisierte Steuerung nach Zeitplänen oder der Sonneneinstrahlung und die Möglichkeit, die Rollläden auch aus der Ferne zu bewegen. So kann eine Anwesenheitssimulation während der Urlaubszeit erzielt werden.
Wer die Rollläden bei Sonneneinstrahlung automatisch schließt, kann die Aufheizung der Innenräume verlangsamen, was sich im Sommer spürbar auf das Raumklima auswirkt, auch wenn just niemand vor Ort ist.
Aufputz oder Unterputz – was ist der Unterschied?
Bevor man sich für ein Modell entscheidet, muss man sich kurz vergegenwärtigen, welche Montageform der vorhandene Gurtwickler hat. Das bestimmt, was als Ersatz infrage kommt.
Ein Unterputz-Gurtwickler sitzt im Mauerwerk, bündig hinter einer Blende. Das dürfte die häufigste Bauform in Alt- und Neubauten sein. Der elektrische Ersatz wird einfach in dieselbe Wandöffnung geschoben. Das Herausnehmen des alten Gurtwicklers ist kein Problem, doch dazu später mehr. Ein Aufputz-Gurtwickler, auch Schwenkwickler genannt, ist außen an der Wand befestigt – meistens seitlich neben dem Fenster. Diese Bauform lässt sich noch einfacher austauschen, weil keine Wandöffnung vorhanden sein muss.
Rolladenmotor auch in der Mietwohnung?
Ja – und das ist einer der praktischsten Aspekte dieser Gerätekategorie. Ein elektrischer Gurtwickler ersetzt den vorhandenen manuellen Wickler, ohne dass Wände geöffnet, Leitungen verlegt oder dauerhafte Eingriffe in die Bausubstanz vorgenommen werden müssen. Das Stromkabel wird zur nächsten Steckdose geführt, fertig. Natürlich sollte man den alten Gurtwickler nicht wegwerfen und ihn beim Auszug einfach wieder montieren.
Das smarte Gerät geht mit in die nächste Wohnung. Einziger Punkt, der vorab mit dem Vermieter geklärt werden sollte: das Kabel, das von der Wandöffnung zur Steckdose führt. Wer es nicht unter Putz verlegen will, führt es in einem dünnen Kabelkanal ordentlich die Wand herunter. Das ist eine Lösung, die immer noch viel besser ist als ein herabhängendes Kabel.
Installation: weniger aufwendig als gedacht
Die gute Nachricht zuerst: Ein elektrischer Gurtwickler ist kein Projekt für Fachbetriebe. Wer einen Schraubendreher halten und eine Anleitung lesen kann, kommt in den meisten Fällen selbst zum Ziel.
Vor dem Kauf des Gurtwicklers ist allerdings Messarbeit angesagt. Die entscheidenden Größen sind die Bautiefe des vorhandenen Gurtkastens, der Lochabstand der Befestigungsschrauben sowie die Breite des Gurtbandes. Auf dem Markt gibt es zwei gängige Gurtbreiten: 15 mm und 23 mm. Die Gurte selbst liegen keinem der Geräte bei, die alten Gurte werden wiederverwendet.
Am sichersten ist es, den alten Gurtwickler vor dem Kauf kurz auszubauen – in der Regel sind es nur zwei Schrauben – und die Maße direkt zu prüfen. Manche Wandausschnitte in Altbauten erfordern kleine Stemmarbeiten, wenn das neue Gerät etwas größer und vor allem tiefer ausfällt als der Vorgänger.
Wie viel Zugkraft wird benötigt?
Die Zugkraft ist das wichtigste technische Merkmal vor dem Kauf. Ist sie zu gering, schafft der Motor den Rollladen nicht – im schlimmsten Fall brennt der E-Motor dann durch.
Die benötigte Zugkraft lässt sich einfach berechnen: Breite des Rollladens in Metern × Höhe in Metern × Gewicht pro Quadratmeter des Rollladenmaterials.
Als Richtwerte für das Gewicht pro Quadratmeter gelten: Kunststoff etwa 2,8 bis 5 kg, Aluminium etwa 3 bis 4,6 kg und Holz etwa 10 bis 12 kg. Ein Kunststoffrollladen mit 1,2 Metern Breite und 2 Metern Höhe wiegt demnach rund 10 kg – für den ist jeder Standard-Gurtwickler mit 45 kg Zugkraft locker ausreichend. Wer große Holzrollläden hat, sollte dagegen nachrechnen und gegebenenfalls zur Power-Variante mit 60 kg greifen.
Wie verbindet sich ein Rolladenmotor?
In Sachen Konnektivität unterscheiden sich die Geräte am deutlichsten. Die Wahl des Funkstandards entscheidet nicht nur über die Reichweite, sondern auch darüber, welche Smart-Home-Systeme sich einbinden lassen und ob dafür zusätzliche Hardware notwendig ist.
Der Meross MRS200 setzt als einziges der getesteten Geräte auf Matter über 2,4-GHz-WLAN. Matter ist ein offener, herstellerübergreifender Standard, der eine direkte Einbindung in Apple Homekit, Amazon Alexa, Google Home und Samsung Smart Things erlaubt – ohne eigenes Gateway. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber allen anderen Ansätzen.
Der Rollotron Pure DECT von Homepilot nutzt den DECT-Funk und arbeitet direkt mit der Fritzbox zusammen. Eine separate Basisstation entfällt. Dafür ist man auf die Smart-Home-App von AVM angewiesen und muss auf Sprachsteuerung verzichten. Eine Anbindung an Alexa, Google Home oder Homekit ist nicht möglich.
Der Rollotron Classic Smart, ebenfalls von Homepilot, läuft über den proprietären 434,5-MHz-Funk und benötigt ein eigenes Gateway, das dem Starterpaket beiliegt. Über dieses Gateway lassen sich dann auch Homekit und Alexa ansprechen, allerdings mit einer Einrichtung, die unserer Meinung nach deutlich zu komplex geraten ist.
Der Schellenberg Rollodrive 65 Premium funkt auf 868,4 MHz und ist auf das System des Herstellers sowie die Magenta-Zuhause-Plattform der Telekom beschränkt. Eine direkte Einbindung in gängige Smart-Home-Systeme ist nicht vorgesehen. Wer die Magenta-Zuhause-App nutzen will, braucht einen kompatiblen Telekom-Router und für die volle Funktionalität die kostenpflichtige Pro-Version der App für knapp 3 Euro im Monat.
Automatikfunktionen – Lichtsensor, Urlaubsmodus & Co.
Die Steuerungsmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Gerät erheblich. Das Basisrepertoire umfasst bei allen Modellen einfache Zeitpläne: einmal täglich hoch, einmal täglich runter.
Interessanter wird es bei den erweiterten Funktionen. Mehrere Geräte bieten eine Astrofunktion, die die Öffnungs- und Schließzeiten automatisch an Sonnenauf- und Sonnenuntergang am eigenen Standort anpasst. Der Meross MRS200 hat als einziges Gerät einen Lichtsensor bereits im Lieferumfang. Er lässt sich per Saugnapf am unteren Bereich an der Fensterscheibe befestigen und misst die tatsächliche Helligkeit draußen. Praktisch ist auch die Zufallssteuerung: Der Rollladen fährt zu leicht variierenden Zeiten hoch und runter und täuscht damit Anwesenheit überzeugender vor als ein starrer Zeitplan.
Wer mehrere smarte Geräte im Haushalt betreibt, kann Szenen und kombinierte Aktionen einrichten – etwa Rollläden schließen, Heizung absenken und Licht ausschalten, wenn man die Wohnung verlässt. Das funktioniert allerdings nur, wenn der elektrische Gurtwickler in das gleiche Ökosystem eingebunden ist wie die anderen Geräte.
Energieverbrauch
Alle Geräte laufen im Dauerbetrieb und stehen permanent auf Empfang. Der Standby-Verbrauch liegt bei den getesteten Modellen unter 0,5 bis 0,6 W. Das ist akzeptabel. Bei älteren oder leistungsstärkeren Geräten anderer Hersteller kann dieser Wert auf über 2 W steigen.
Einen Netzschalter hat keines der Geräte. Wer den Verbrauch auf null bringen will, müsste eine schaltbare Steckdose zwischenschalten – was allerdings die Automatikfunktionen außer Kraft setzen würde und somit nicht wirklich zielführend ist.
Die getesteten Modelle im Überblick
Der Meross MRS200 ist das technisch modernste und hat dank Matter-Standard die flexibelste Plattformunterstützung. Der beigelegte Lichtsensor ist ein echter Mehrwert. Schwachpunkt ist die anfänglich fehleranfällige Einrichtung.
Der Rollotron Classic Smart von Homepilot bietet den größten Funktionsumfang in der App, fordert aber Geduld bei der Einrichtung. Die optionale Power-Variante mit 60 kg Zugkraft ist ein Vorteil für schwere Rollläden.
Der Rollotron Pure Smart ist das günstigste der von uns getesteten Modelle und weiß dank Hinderniserkennung und Überlastschutz zu überzeugen. Eingeschränkte Automatikfunktionen in Kombination mit dem Gateway-Premium sowie eine fehlende Programmierung am Gerät schmälern den Eindruck jedoch.
Der Schellenberg RolloDrive 65 Premium ist solide gebaut und funktioniert zuverlässig, bindet den Nutzer aber stark an das eigene Ökosystem. Wer keine Telekom-Hardware hat und keine Abonnementkosten möchte, sollte zu einem anderen Gerät greifen.
Ähnlich sieht es beim Rollotron Pure DECT aus: Er überzeugt zwar durch die unkomplizierte Integration über die Fritzbox ohne zusätzliche Hardware, allerdings funktioniert er ohne Fritzbox auch nicht. Wer jedoch keine Sprachsteuerung braucht und eine Fritzbox hat, bekommt einen zuverlässigen elektrischen Gurtwickler ohne Abhängigkeit von Cloud-Diensten.
Was kostet ein Rolladenmotor?
Die Preise für elektrische Gurtwickler mit Smart-Home-Anbindung reichen von etwa 125 bis über 200 Euro pro Stück. Dazu kommen bei manchen Systemen noch Kosten für Gateways, optionale Sensoren oder Premium-Funktionen in der App via Abonnement. Wer sein ganzes Eigenheim nachrüsten möchte, kommt je nach Anzahl der Fenster hier schon gerne mal auf über 1000 Euro.
Fazit
Wer nur einen oder zwei Rollläden automatisieren will und in einem bestehenden Smart-Home-Ökosystem zu Hause ist, fährt mit dem Meross MRS200, unserem Testsieger, derzeit am besten. Wer eine Fritzbox besitzt und auf die Sprachsteuerung verzichten kann, sollte den Rollotron Pure DECT in Betracht ziehen. Für größere Installationen mit mehreren Geräten und dem Wunsch nach tieferer Integration empfiehlt sich das Homepilot-System, wie bei unserem Technologiesieger Rollotron Classic Smart mit Basisstation.
Künstliche Intelligenz
Solarmodul zerlegt Plastikmüll in Wasserstoff und andere Chemikalien
Rohstoff aus Müll: Ein Team der Universität Cambridge hat ein Verfahren entwickelt, um mithilfe von Sonnenlicht aus Plastikmüll Wasserstoff zu gewinnen. Die Forscher haben nach eigenen Angaben einen Demonstrator gebaut, der für die kommerzielle Anwendung skaliert werden kann.
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Der Reaktor, den das Team um Ariffin Bin Mohamad Annuar in der Fachzeitschrift Nature Chemical Engineering beschreibt, besteht aus Solarmodulen, die jedoch keinen Strom erzeugen. Stattdessen initiieren sie eine chemische Reaktion, die Kunststoff zerlegt, wobei Wasserstoff und andere wertvolle organische Chemikalien gewonnen werden.
Der Reaktor besteht aus einer Glasplatte mit einer Kantenlänge von einem Meter. Darauf werden verschiedene Beschichtungen aufgesprüht. Unten befindet sich eine lichtabsorbierende Schicht. Darüber liegt eine Katalysatorschicht, die unter anderem Kobalt und Zirkonium enthält.

Das Team der Uni Cambridge mit seinem Solarmodul
(Bild: University of Cambridge)
Die Herstellung ist denkbar einfach: Die Schichten werden aufgesprüht, mit einem Gerät ähnlich einer Farbspritzpistole für den Haushaltsbedarf. Der Reaktor funktioniert bei natürlicher Sonneneinstrahlung, wie das Team auf dem Campus der Traditionsuniversität bewiesen hat: Es platzierte die Glasplatte in einem Behälter, in dem sich eine Lösung mit vorbehandeltem Kunststoff befand, und stellte diese in die Sonne.
Auf dem Campus der Universität getestet
„Es hat mich überrascht, wie es Ganze nach all den Optimierungen war“, sagte Mohamad Annuar. „Wir nehmen einfach diese große Platte, sprühen unseren Katalysator darauf, tauchen sie in unsere Lösung, stellen sie in die Sonne, und schon produziert sie Wasserstoff und andere wertvolle Chemikalien, aus Plastikmüll.“
Das Verfahren sei damit dafür qualifiziert, dass es unter realen Außenbedingungen eingesetzt werden könne und auch skalierbar sei, teilte das Team mit. Es arbeitet schon länger an dem Verfahren. Die bisherigen Prototypen funktionierten jedoch nur im Labormaßstab und erforderten hohe Temperaturen, aggressive Chemikalien oder komplizierte Herstellungsprozesse.
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Mit dem Verfahren lassen sich nach Angaben der Forscher verschiedenste Materialien zerlegen, von Zellulose bis hin zu PET, aus dem gängige Plastikflaschen hergestellt werden. Es ist zwar zum Patent angemeldet. Bevor es sich für den großtechnischen Einsatz eignet, müssen die Forscher jedoch noch die Haltbarkeit und die Effizienz der Reaktoren verbessern.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Nvidia bringt 5,5 Jahre alte Grafikkarte zurück
Nvidia-Chef Jensen Huang stellte sie bereits in Aussicht, jetzt kommt sie tatsächlich zurück: Deutsche Händler listen erneut erste Herstellerkarten der GeForce RTX 3060. Asus’ Doppellüfter-Version „Dual“ ist die günstigste Variante ab etwa 335 Euro.
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Listungen bei zahlreichen großen Händlern, darunter Galaxus, Computeruniverse, Mindfactory, Cyberport und Alternate, beweisen, dass hier keine Restbestände aufgetaucht sind. Laut Asus handelt es sich um neue Lieferkontingente. Modelle von MSI und Gigabyte kosten noch etwas mehr, weitere RTX-3060-Grafikkarten sind mit Preisen jenseits der 500 Euro völlig überteuert.
Über ein halbes Jahrzehnt alt
Nvidia stellte die GeForce RTX 3060 Anfang 2021 vor. Fast 5,5 Jahre hat die Grafikkarte inzwischen auf dem Buckel, was sich auch an der Technik bemerkbar macht: Die zugrundeliegende Ampere-Architektur bekommt längst nicht mehr alle KI-Funktionen fürs Spiele-Upscaling, zudem ist die GPU mit Samsungs 8-Nanometer-Fertigungstechnik heutzutage nicht mehr effizient.
Die GeForce RTX 3060 hat einen einzigen Vorteil gegenüber den meisten anderen Grafikkarten dieser Preisklasse: Sie kommt mit 12 GByte Speicher. Die durchschnittlich viel schnellere und effizientere GeForce RTX 5060 hat nur 8 GByte RAM, was manchen Spielen nicht mehr reicht und daher Ruckler verursachen kann.
Die günstigste aktuelle Nvidia-Grafikkarte mit mehr als 8 GByte Speicher ist die GeForce RTX 5060 Ti 16 GByte, die aber erst bei 530 Euro startet. Bei AMD ist es die Radeon RX 9060 XT 16 GByte für vereinzelt unter 400 Euro. Als Alternative gibt es die Intel Arc B580 mit 12 GByte ab etwa 260 Euro. In dieser Preisregion bewegte sich 2025 auch noch die GeForce RTX 3060.
Tom’s Hardware macht derweil auf eine Rückkehr der GeForce RTX 3060 in Nordamerika aufmerksam. Die Wiedereinführung scheint damit groß angelegt zu sein.
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(mma)
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