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Künstliche Intelligenz

Medienanstalten beziehen Stellung in Debatte um Social-Media-Verbot


Kinder und Jugendliche werden nach Ansicht der Medienanstalten in sozialen Netzwerken nicht ausreichend geschützt. Eine Übermacht von Algorithmen und KI-Anwendungen schaffe neue Herausforderungen, heißt es. Mit Blick auf Altersbeschränkungen mahnen die Einrichtungen in ihrem „Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht 2026“ zudem an, Schutzbedürfnisse und das Recht auf digitale Teilhabe zusammenzudenken.

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Während Länder wie Australien bereits ein Nutzungsverbot für unter 16-Jährige in Kraft gesetzt haben, wird auch in Deutschland über die Notwendigkeit effektiver Zugangsbeschränkungen diskutiert. Der Bericht der Medienanstalten mahnt dahingehend ein differenziertes Vorgehen an.

Nach Angaben der Landesmedienanstalten ist die Studienlage zur Wirkung von sozialen Medien auf die psychische Gesundheit komplex. Während ein Verbot Risiken wie Cybermobbing oder die Konfrontation mit nicht altersgerechten Inhalten minimieren könnte, warnen Kritiker demnach vor einem Ausschluss von elementaren Bereichen der sozialen Teilhabe und politischer Information.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina plädiert in diesem Zusammenhang für ein gestuftes System: kein Zugang unter 13 Jahren und eine begleitete Nutzung für 13- bis 15-Jährige.

Ein zentrales Problem sehen die Autoren der Medienanstalten in der mangelnden Durchsetzung bestehender Regeln. „Altersgrenzen haben derzeit oft nur einen Effekt: Sie reduzieren das Haftungsrisiko der Anbieter“, kritisiert Eva-Maria Sommer, Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Plattformbetreiber hätten bisher wenig Interesse daran, ihre eigenen Altersvorgaben technisch effektiv zu überprüfen, obwohl verlässliche Systeme zur Altersverifikation, etwa durch KI-basierte Altersschätzung, längst existierten.

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Der Bericht beleuchtet zudem die wachsende Rolle von Influencern, die für Jugendliche oft nahbare Vorbilder und zentrale Informationsquellen seien. Problematisch ist den Autoren zufolge, dass insbesondere politische Influencer häufig emotionale und zugespitzte Kommunikationsstrategien nutzten, die journalistische Standards vermissen ließen. Feindbildkonstruktionen und Desinformation seien keine Seltenheit und könnten zur Radikalisierung beitragen.

Auch die Funktionsweisen der Plattformen selbst stehen in der Kritik. Mechanismen wie „Rage Bait“ – Inhalte, die gezielt Wut auslösen – werden demnach als Reichweitenmotoren genutzt. Hinzu kämen verzerrte Körperbilder durch digitale Beauty-Filter, die nachweislich die Unzufriedenheit Jugendlicher mit dem eigenen Aussehen verstärken könnten.

Trotz der Forderung nach strengerer Regulierung bleibt Medienkompetenz für die Medienanstalten die „zweite Säule“ eines wirksamen Jugendschutzes. Ziel sei es nicht, Jugendliche digital zu isolieren, sondern ihre Resilienz zu stärken.


(mho)



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Künstliche Intelligenz

Googles Home Speaker mit Gemini: Marktstart steht offenbar bevor


Ein gutes dreiviertel Jahr nach Ankündigung des Home Speakers, der laut Google für den neuen KI-Assistenten Gemini entworfen wurde, soll er nun tatsächlich in den Handel kommen. Ursprünglich nannte Google als Starttermin „im Frühjahr“ – das endet am 21. Juni. Gemini for Home musste wohl vorher noch runder laufen.

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Anish Kattukaran, Googles Chief Product Officer (CPO) Google Home, hat auf Reddit einen Beitrag veröffentlicht, in dem er sich bei der Google-Home-Community für das reichhaltige Feedback bedankt, das Google von den 3,5 Millionen Early-Access-Nutzern erhielt: „Das Feedback der Early-Access-Nutzer hat dazu beigetragen, dass fast alle zwei Wochen regelmäßige Updates veröffentlicht wurden, über 2.500 Fehler behoben wurden, das System auf 20 Länder in 10 Sprachen ausgeweitet wurde und das gesamte System deutlich reaktionsschneller und besser in der Lage ist, komplexe Anfragen zu bearbeiten“, schreibt er unter anderem.

Ganz am Ende seines Beitrags als P.S. schreibt er noch: „Und alle, die geduldig auf einen bestimmten Lautsprecher gewartet haben … behaltet nächste Woche euren Posteingang ganz genau im Auge. :)“

Damit bestätigt Kattukaran recht deutlich, dass Google nächste Woche zumindest ein Lebenszeichen des neuen Home-Speakers verkünden dürfte. Unklar ist jedoch, ob er dann auch direkt in den Verkauf geht. Denn Best Buy hatte in Kanada vor ein paar Wochen den 25. Juni als Termin für den Marktstart angedeutet.

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Mit dem neuen Home Speaker bringt Google nicht nur ein neues Produkt auf den Markt, sondern hebt den Einstiegspreis seiner Smart-Speaker an. Zwar wird er mit um die 99 Euro genauso viel kosten wie der 2020 eingeführte Nest Audio, der bereits vor wenigen Tagen aus dem Programm genommen wurde. Im gleichen Zuge hat Google nämlich auch die 60 Euro teure Sounddose Nest Mini gestrichen.

Beide Produkte sind im Google Store zwar noch gelistet, jedoch sind sie als „Nicht auf Lager“ markiert. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die beiden Speaker wieder in den Store zurückkehren – den Mini-Speaker hatte Google 2019 eingeführt und ist damit noch älter als der Nest Audio.

Google hat bereits bestätigt, dass der neue Lautsprecher neben der Integration von Gemini und Gemini Live auch 360-Grad-Sound bieten wird. Ferner sollen Nutzerinnen und Nutzer zwei Lautsprecher für Stereoklang miteinander koppeln können. Zudem könne der Lautsprecher ins Heimkino-Setup eingebunden werden. Ein Leuchtring soll anzeigen, wenn Gemini aktiv ist. Laut Google wird er in den vier verschiedenen Farben „Jade“, „Berry“, „Hazel“ und „Porcelain“ angeboten, dabei ist jedoch ungewiss, ob es alle Farbvarianten in Deutschland geben wird.

Beim Google Home Speaker wird es derweil nicht bleiben. Google hatte zum einen bereits einen Nachfolger des Smart-Displays im Oktober 2025 angedeutet. Zum anderen dürften im Laufe der nächsten Monate einige Fremdanbieter mit Smart-Speakern für Gemini for Home um die Ecke kommen. Denn dafür hatte Google Referenzhardware angekündigt, die andere Hersteller verwenden dürfen, um Gemini-Lautsprecher im eigenen Design zu bauen.

Es wäre nicht das erste Mal: In der Vergangenheit hat Google mit den Audiomarken Bose, Sony und JBL bei Smart-Speakern zusammengearbeitet. Wer dieses Mal dabei sein wird, ist noch unklar. Allerdings haben die Hersteller offenbar weniger Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Hardware, dafür sollen immerhin viele Gemini-for-Home-Funktionen unterstützt werden.


(afl)



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Tools für Umfragen auf deutschen und EU-Servern im Test


Sie haben es geschafft – Ihr Vortrag ist beendet. Was hat den Nerv des Publikums getroffen? Wo gehen die Meinungen auseinander? Gibt es ergänzende Aspekte? Abfragen mit Onlineformularen liefern wertvolle Rückmeldungen. Alle Besucher können sich beteiligen – jede Antwort zählt.

Viele der dazu genutzten Umfragedienste wie Google Forms, SurveyMonkey, Microsoft Forms oder Mentimeter verarbeiten und speichern alle Daten jedoch auf US-Servern und somit erhalten amerikanische Behörden Zugriff – und einige Firmen nutzen sie auch zum Trainieren ihrer KI.

  • Umfragen und Abstimmungen sind mit online arbeitenden Diensten wie MS Forms oder Mentimeter schnell durchgeführt, diese speichern aber alles auf US-Servern.
  • Wir haben sechs Alternativen getestet, die die Daten auf deutschen oder zumindest in der EU stehenden Servern verarbeiten.
  • Alle Tools unterstützen eine große Auswahl an Fragetypen und Abstimmungsformen, teils spezialisiert, zum Beispiel auf den Unterrichtseinsatz.

Wir haben sechs Alternativen getestet, deren Serverstandorte sich in Deutschland oder zumindest innerhalb der EU befinden. Alle versprechen, die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen. easyfeedback, edkimo, LimeSurvey, LamaPoll, SoSci Survey und Wooclap setzen verschiedene Schwerpunkte. Sie enthalten eine Palette von Antwortformaten: Dazu gehören Multiple-Choice-Fragen, freie Textfelder, Rankings, Skalen, komplexe Antwortmatrizen sowie das eine oder andere Spezialwerkzeug.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Tools für Umfragen auf deutschen und EU-Servern im Test“.
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Fable 5 im Test: Das kann das teuerste Anthropic-Modell


Dass Anthropic nicht nur etwas von KI-Training, sondern auch vom Marketing versteht, muss man dem Unternehmen zugestehen. Ende März wurde durch einen Leak bekannt, dass ein Modell namens Mythos in Arbeit sei, im April verkündete die Firma dann, dass dieses zu gefährlich sei, um es zu veröffentlichen. In einem Programm namens Glasswing durften es ausgewählte Unternehmen und Organisationen zur Suche nach Sicherheitslücken verwenden. Unter anderem Mozilla bewies in der geschlossenen Testphase, dass das gut funktionierte und schloss Hunderte Sicherheitslücken.

Im Juni dann die Ankündigung: Fable 5 wird allgemein verfügbar (Mythos 5 erscheint als weniger restriktive Variante für ausgewählte Nutzer), allerdings in einer Version mit eingebauten Schutzmechanismen, die verhindern sollen, dass man damit nach Zero-Day-Sicherheitslücken forscht oder gefährliche Biowaffen entwickelt. Ein Modell, so mächtig, dass man es einzäunen muss – mit einer solchen Erzählung macht man neugierig auf ein neues Produkt.

Klar ist seit der Ankündigung: Wer das Modell nutzen will, muss künftig tief in die Tasche greifen. Bis 22.6. läuft eine Testphase, in der Abokunden von Anthropic es nutzen können. Danach ist Fable nicht in den Abos enthalten, sondern wird pro Token abgerechnet – und ist doppelt so teuer wie Claude Opus 4.8. Um herauszufinden, ob sich diese Mehrkosten lohnen, haben wir das Modell in verschiedenen Disziplinen herausgefordert: Programmieren, Datenanalyse, Textproduktion und Recherche.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fable 5 im Test: Das kann das teuerste Anthropic-Modell“.
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