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Künstliche Intelligenz

Meta casht ab: Mehr User schauen mehr Werbung zu höheren Preisen


Mehr Nutzer denn je schauen auf Meta Platforms Diensten mehr Reklame denn je. Gleichzeitig kann Meta dafür mehr Geld verrechnen denn je. Das geht aus Metas Finanzzahlen für das vierte Quartal 2025 hervor. Es ist ein neues Rekordquartal für den Datenkonzern.

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Durchschnittlich 3,58 Milliarden Menschen haben Ende 2025 Facebook, Instagram, Messenger und/oder Whatsapp täglich genutzt, schätzt Meta. Das ist ein Zuwachs von annähernd sieben Prozent im Jahresabstand. Jeder hat Meta in dem Quartal rechnerisch 16,56 US-Dollar Umsatz gebracht – fast ausschließlich durch Werbeeinnahmen. Die Zahl der Werbeeinblendungen ist um 18 Prozent, also ungefähr dreimal so stark gestiegen wie die Zahl der Nutzer. Gleichzeitig konnte Meta im Schnitt sechs Prozent höhere Preise verlangen.

Da überrascht es nicht, dass Meta laut eigenen Angaben den Quartalsumsatz um knapp ein Viertel auf 59,9 Milliarden US-Dollar steigern konnte. Zwar sind auch die Kosten gestiegen, um gleich 40 Prozent, doch bleibt immer noch ein um sechs Prozent gestiegener Betriebsgewinn von 24,7 Milliarden Dollar. Weil Facebook auch noch höhere Kapitalerträge hat, ist der Vorsteuergewinn um acht Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar geklettert.

Die Steuerlast ist nicht nur relativ um ein Sechstel gefallen, von zwölf auf zehn Prozent, sondern auch in absoluten Zahlen. Somit verbleibt ein um neun Prozent höherer Reingewinn von 22,8 Milliarden Dollar. Der operative Cashflow ist um 29 Prozent auf 36,2 Milliarden Dollar angeschwollen. Nach Bekanntgabe der Finanzzahlen haben Meta-Aktien im nachbörslichen Handel rund sieben Prozent zugelegt.

Sucht man ein Haar in der Suppe, kann man auf die Marge von 41 Prozent verweisen; die ist zwar enorm, war aber auch schon einmal enormer. Und natürlich die für das namensgebende Metaverse zuständige Abteilung Reality Labs: Deren Umsatz ist um zwölf Prozent auf 955 Millionen Dollar gefallen, dafür ist der Betriebsverluste um 21 Prozent auf sechs Milliarden Dollar angewachsen. Kein Wunder, dass Meta Platforms vom Metaverse Abstand nimmt.

Im Gesamtjahr 2025 hat Meta erstmals mehr als 200 Milliarden US-Dollar umgesetzt, konkret 200,996 Milliarden, ein Zuwachs von 22 Prozent. Der Reingewinn ist gegenüber 2024 um ein Fünftel auf 83,3 Milliarden Dollar gestiegen, der operative Cashflow um 27 Prozent auf 115,8 Milliarden Dollar und der Vorsteuergewinn um 22 Prozent au 85,9 Milliarden Dollar.

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Gefallen ist der Nettogewinn, um drei Prozent auf 60,5 Milliarden Dollar, was insbesondere an der von US-Präsident Donald Trump durchgesetzten Steuersenkung liegt. Das klingt verwirrend und ist dadurch zu erklären, dass Verlustvorträge und andere zukünftige Absetzposten an Wert verlieren, wenn die zukünftigen Steuern gesenkt werden.

Für das laufende Quartal erwartet das Management mindestens 26 Prozent mehr Umsatz als im ersten Quartal 2025, vielleicht sogar ein Drittel mehr. Für das Gesamtjahr stimmt Finanzchef Susan Li die Meta-Anleger auf rasant steigende Ausgaben, nicht zuletzt für Künstliche Intelligenz, ein; der Betriebsgewinn soll aber trotzdem steigen. Hier hilft, dass sich Meta mit der EU-Kommission darauf geeinigt hat, im Europäischen Wirtschaftsraum weiterhin personalisierte Werbung auszuspielen, in Form sogenannter Less Personalized Ads.

Die Betriebskosten sollen von 117,7 Milliarden auf 162 bis 169 Milliarden Dollar steigen. Das beruht vorwiegend auf Kosten für Infrastruktur in Form höherer Betriebskosten der eigenen Anlagen, höheren Abschreibungen und höheren Zahlungen an Clouddienste Dritter. Hinzu kommen jedoch auch steigende Personalkosten, insbesondere für heiß begehrte KI-Spezialisten. Die Jahressteuerquote soll sich in etwa halbieren, von 30 Prozent auf nur noch 13 bis 16 Prozent – gegenüber den zwölf Prozent von 2024 wäre das eine leicht höhere Steuerquote.

Die Kapitalausgaben sollen von 72,2 Milliarden auf 115 bis 135 Milliarden Dollar hochschnellen, tendieren also in Richtung Verdoppelung. Das werde für die Meta Superintelligence Labs, aber auch das Kerngeschäft gebraucht, sagt Li. Konzernchef Mark Zuckerberg hat vorgegeben, „personalisierte Superintelligenz für die Menschen rund um die Welt“ voranzutreiben. Da Meta zum Jahreswechsel „nur“ gut 82 Milliarden Dollar Barreserven (+5%) hatte, wird es wohl neue Schulden machen.


(ds)



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Künstliche Intelligenz

Donnerstag: Chinas Ausnahmen für Nvidia-KI, Gewinnanstieg bei Meta und Microsoft


Zunächst untersagte US-Präsident Donald Trump den Verkauf von KI-Chips, dann China den Import. Jetzt vergibt Peking Genehmigungen für drei chinesische Großunternehmen, die damit Nvidias H200-Chips kaufen dürfen, aber mit bislang unbekannten Auflagen. Bestellungen gibt es noch keine, weil die auferlegten Restriktionen angeblich zu hoch sind. Derweil hat Meta Platforms erneut die Werbepreise erhöht und dennoch mehr Reklame verkauft. Denn die Nutzerzahlen der eigenen Sozialen Netzwerke und Messenger-Dienste steigen weiter. Das beflügelt Umsatz und Betriebsgewinn. Niedrigere Steuern tun ihr Übriges. Allerdings sollen die Kosten demnächst deutlich ansteigen aufgrund höherer Cloud-Buchungen. Microsofts Cloud-Dienste könnten davon profitieren. Dabei sind Umsatz und Gewinne des Software-Konzerns bereits jetzt höher als erwartet und schon eingeplante Buchungen seitens OpenAI noch gar nicht mitgerechnet. Doch Microsofts Ausblick enttäuscht die Anleger. Die Aktie fällt, obwohl die KI-Nachfrage das Cloud-Angebot übersteigt – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Die Lieferung zweitklassiger KI-Chips an die Volksrepublik China ist nach wie vor in Schwebe. Zunächst galt ein Verbot des US-Präsidenten, vorgeblich wegen Gefährdung der Nationalen Sicherheit der USA. Nach der Aufweichung des Verkaufsverbots verbat sich die chinesische Regierung die Einfuhr zweitklassiger Chips wie Nvidias H200. Jetzt hat Peking den Konzernen Alibaba, Bytedance und Tencent die Einfuhr von insgesamt mehr als 400.000 H200-Chips gestattet. Doch sind damit Auflagen verbunden, die noch unklar sind. Quellen berichten jedoch, dass die Auflagen Pekings zu restriktiv seien. Dies sei der Grund, weshalb die drei erfolgreichen Genehmigungswerber bislang gar keine Prozessoren für Künstliche Intelligenz bestellt hätten: Vielleicht kauft China doch Nvidias H200-Chips.

Mehr Nutzer denn je schauen auf Meta Platforms Diensten mehr Reklame denn je. Gleichzeitig kann Meta dafür mehr Geld verrechnen denn je. Das geht aus Metas Finanzzahlen hervor. Es ist ein neues Rekordquartal für den Datenkonzern. Durchschnittlich 3,58 Milliarden Menschen haben Ende 2025 Facebook, Instagram, Messenger und/oder WhatsApp täglich genutzt, schätzt Meta. Das ist ein Zuwachs von annähernd sieben Prozent. Jeder hat Meta in dem Quartal rechnerisch 16,56 US-Dollar Umsatz gebracht – fast ausschließlich durch Werbeeinnahmen. Die Zahl der Werbeeinblendungen ist um 18 Prozent, also ungefähr dreimal so stark wie die Zahl der Nutzer gestiegen. Gleichzeitig konnte Meta im Schnitt sechs Prozent höhere Preise verlangen. Damit casht Meta ab: Mehr User schauen mehr Werbung zu höheren Preisen.

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Geschäftszahlen nennt auch Microsoft. Der Software-Konzern hat im vergangenen Quartal den Umsatz und die Gewinne erneut deutlich gesteigert, wobei die Cloud-Geschäfte die größten Wachstumstreiber bleiben. Die Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten übersteigt weiterhin das Server-Angebot. Zudem stehen Cloud-Buchungen im Wert von 625 Milliarden Dollar aus, die bislang nicht realisiert wurden. Das liegt überwiegend an OpenAI. Vordergründig wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen, aber es gibt Zweifel, ob die OpenAI-Buchungen umgesetzt werden, und beim Ausblick. Hier zeigt sich der Konzern beim Cloud-Wachstum verhaltener als erhofft, sodass die Microsoft-Aktie im nachbörslichen Handel einen Dämpfer bekommt: Microsoft übertrifft Erwartungen, aber Börse bestraft schwächeren Cloud-Ausblick.

Zwei Bußgeldbescheide gegen die Betreiber des Messengers Telegram wegen Verletzung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes hat das Amtsgericht Bonn aufgehoben, weil sie gegen die falsche Firma gerichtet waren. Im Oktober 2022 hat das Bundesamt für Justiz zwei Bußgeldbescheide über insgesamt 5,125 Millionen Euro gegen Telegram FZ-LLC erlassen. Der Grund: Telegram hielt sich nach Auffassung der Aufsichtsbehörde nicht an die Vorschriften des damals geltenden, höchst umstrittenen Netzwerkdurchsetzungsgesetzes. Doch im Gerichtsverfahren habe sich gezeigt, dass eine andere Firma die richtige Adressatin gewesen wäre. Der Betreiber ist die Telegram Messenger Inc., was der Datenschutzerklärung des Dienstes zu entnehmen ist. Deshalb war es ein falscher Empfänger: Millionen-Bußgeld gegen Telegram scheitert vor Amtsgericht.

Es ist eine ungewöhnliche Kapitulation vor einem Gesetz, das eigentlich als Goldstandard für den Jugendschutz im Netz geplant war. Aylo, Mutterkonzern von Angeboten wie Pornhub, YouPorn und Redtube, hat das Ende der Kooperation mit dem britischen Online Safety Act verkündet. Ab dem 2. Februar wird das Unternehmen den Zugang für neue Nutzer aus dem Vereinigten Königreich massiv einschränken. Wer bis dahin kein Konto hat und sich einer Altersverifikation unterzogen hat, soll draußen bleiben. Damit endet ein sechsmonatiges Experiment, in dem sich das Unternehmen den britischen Auflagen für Alterskontrolle gebeugt hat. Nun wirft Aylo den Briten vor, Nutzer durch die Altersprüfung auf unregulierte, oft besonders zwielichtige Plattformen zu treiben, und flüchtet aus dem System: Pornhub macht Schluss mit britischen Alterskontrollen.

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In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir unter anderem KI als Knöllchenverteiler. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordert KI-gestützte Überwachung, um Handyverstöße im Straßenverkehr zu ahnden. In den USA gibt es gar Bestrebungen, von der KI Verkehrsregeln aufstellen zu lassen. Eine gute Idee? Derweil hat sich TikTok in einem US-Verfahren auf einen Vergleich geeinigt, bei dem es um Suchtvorwürfe gegen die Plattform geht. Sind Social-Media-Apps bewusst so gestaltet, dass sie abhängig machen? Brauchen wir strengere Regulierungen wie bei Tabak? In der EU hat die Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ über 1,2 Millionen Unterschriften gesammelt. Warum verschwinden immer mehr Spiele unwiderruflich? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: KI und Verkehrsregeln, Social und Sucht, EU und Spiele.

Auch noch wichtig:

  • Hamburger Forscher haben ein System entwickelt, mit dem am European X-Ray Free-Electron Laser bessere Röntgenpulse erzeugt werden. Es winken neue Erkenntnisse dank XFELO: Neues Lasersystem am European XFEL erzeugt superscharfes Röntgenlicht.
  • Ein Raspberry Pi Pico als Modchip greift direkt in den Bootprozess der PS3 ein. Ein unpatchbarer Exploit für CFW: Raspberry Pi Pico knackt die PS3.
  • Das Berliner Musiktechnologieunternehmen Native Instruments, auch Muttergesellschaft von iZotope, Plugin Alliance und Brainworx, hat Insolvenz angemeldet: Native Instruments meldet Insolvenz an.
  • General Atomics hat das autonome Ausführen einer Mission mit verschiedenen Missionszielen mit einer MQ-20-Drohne gezeigt. Dabei wurde auch ein Jet abgefangen: General Atomics demonstriert autonome Kampfdrohne MQ-20 Avenger im Luftkampf.
  • In diesem Jahr steigt die THG-Quote an. Für Besitzer von Elektroautos heißt das, sie bekommen deutlich mehr Geld als im Vorjahr: Mehr Geld fürs Elektroauto dank THG-Quote 2026.
  • Bots sollen im großen Stil die Daten von OpenStreetMap abgreifen. Das kostet Geld und gefährdet das Projekt: OpenStreetMap sorgt sich, weil tausende KI-Bots Daten erfassen.
  • Möglicherweise sind bei einem IT-Vorfall der Forscherfabrik Schorndorf Daten von mehr als 19.000 Kundinnen und Kunden abgeflossen: Käufer wurden zu Telegram umgeleitet nach IT-Vorfall in Forscherfabrik Schorndorf.
  • Die Tracker mit UWB- und Bluetooth-Funk gehören zu den beliebtesten Apple-Produkten. Fast 5 Jahre dauerte es bis zur Generation 2. Und die enttäuscht: Apple macht bei neuen AirTags nur Dienst nach Vorschrift.
  • SK Hynix verdoppelt seinen Betriebsgewinn und schafft so ein Rekordjahr. Davon profitieren primär die Anleger: So viel verdient der Weltmarktführer an der Speicherkrise.
  • Eine Sammelklage gegen Meta behauptet, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp-Nachrichten sei nur eine Fassade. Meta weist das entschieden zurück bei dieser Sammelklage: WhatsApp-Verschlüsselung angeblich unwirksam.
  • WhatsApp integriert eine neue Funktion namens „strikte Kontoeinstellungen“, die erweiterte Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen mit einem Klick aktiviert: Meta stärkt WhatsApp-Datenschutz mit neuen „strikten Kontoeinstellungen“.
  • Das Luft- und Raumfahrtunternehmen Polaris baut ein unbemanntes Hyperschallflugzeug für die Bundeswehr. Es soll 2027 ausgeliefert werden: Bremisches Unternehmen Polaris baut Hyperschallfluggerät für die Bundeswehr.
  • Lego bringt mehr Smart Play. Zusätzlich zu den drei bisher angekündigten Sets kommen fünf weitere Star-Wars-Sets mit elektronischen Lego-Steinen in den Handel: Fünf weitere Star-Wars-Sets mit Lego Smart Play angekündigt.
  • Ein Kinoabend bei den Trumps sorgt für massive Kritik an Tim Cook, auch intern. Ein Memo des Apple-Chefs versucht, die Wogen zu glätten nach Trump-Besuch trotz Gewalteskalation: Kritik an Apple-Chef Tim Cook kocht hoch.


(fds)



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Microsoft übertrifft Erwartungen, aber Börse bestraft schwächeren Cloud-Ausblick


Microsoft hat im vergangenen Quartal den Umsatz und die Gewinne erneut deutlich gesteigert, wobei die Cloud-Geschäfte die größten Wachstumstreiber bleiben. Die Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten übersteigt weiterhin das Server-Angebot. Vordergründig wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen, aber nicht beim Ausblick. Hier zeigt sich der Konzern beim Cloud-Wachstum verhaltener als erhofft, sodass die Microsoft-Aktie im nachbörslichen Handel einen Dämpfer bekommt.

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Dabei konnte Microsoft den Gesamtumsatz in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 auf 81,3 Milliarden US-Dollar steigern. Das sind 17 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres, als Microsofts KI-Geschäfte in der Cloud den Umsatz angetrieben hatten. Branchenexperten hatten mit rund 80,3 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. Auch Microsoft selbst war im letzten Herbst noch von einem Umsatz im Jahresendgeschäft zwischen 79,5 und 80,6 Milliarden Dollar ausgegangen.

Der damit in mehrfacher Hinsicht unerwartet hohe Umsatz des im Dezember abgeschlossenen zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2026 hat dazu geführt, dass der Betriebsgewinn im Jahresabstand um 21 Prozent auf 38,3 Milliarden Dollar und der Nettogewinn um sogar 60 Prozent auf 38,5 Milliarden Dollar angewachsen ist.

Der Umsatztreiber bleibt das Cloud-Business. Hier konnte Microsoft die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf insgesamt 51,5 Milliarden Dollar steigern. Der Umsatz der sogenannten „intelligenten Cloud“ ist sogar um 29 Prozent gewachsen und stellt mit 32,9 Milliarden Dollar den größten Teil des Cloud-Geschäfts dar. Erstmals nennt Microsoft Nutzerzahlen von Microsoft 365 Copilot, dem KI-Assistenten für das Cloud-Office. Von den 450 Millionen M365-Abonnenten haben 15 Millionen die KI dazu gebucht. Hier besteht also Wachstumspotenzial.

Zudem berichtet Microsoft von ausstehenden Cloud-Buchungen im Wert von 625 Milliarden Dollar, die bislang nicht realisiert wurden. Das entspricht einem Plus von 110 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist vor allem OpenAI zu verdanken. Im Rahmen neuer Partnerschaftsregeln von Microsoft und OpenAI haben sich die KI-Entwickler verpflichtet, Azure-Dienste im Wert von zusätzlich 250 Milliarden US-Dollar zu beziehen. Fraglich ist nur, wann OpenAI diese Cloud-Kapazitäten bucht und bezahlt, sodass diese Beträge bislang nicht in den Geschäftszahlen berücksichtigt sind.

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Das Geschäft mit PC- und Gaming-Produkten stagniert dagegen. Der Umsatz mit Windows-Lizenzen und -Geräten ist nur um 1 Prozent gewachsen, bei Xbox-Inhalten und -Diensten verzeichnet Microsoft sogar einen Rückgang um 5 Prozent. Immerhin wurde der Umsatz mit der Suche (Bing) und News-Werbung um 10 Prozent gesteigert. Auch die Einnahmen des Karrierenetzwerks LinkedIn sind weiter gewachsen, nämlich um 11 Prozent.

Im Gespräch mit Investoren und Analysten gab Microsoft einen Ausblick auf die Ergebnisse des aktuell laufenden Geschäftsquartals. Laut CNBC erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden Dollar, wobei dies im Mittel der von Beobachtern prognostizierten 81,2 Milliarden Dollar entspricht. Gleichzeitig wäre dies ein Anstieg von knapp 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allerdings rechnet Microsoft mit einer Umsatzrendite von lediglich 45,1 Prozent, was unter den von Analysten erwarteten 45,5 Prozent liegt. Microsoft erwartet zudem ein Cloud-Wachstum von 37 bis 38 Prozent. Anleger könnten hier etwas mehr erhofft haben, sodass die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 6 Prozent nachgegeben hat.


(fds)



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Geschäftgeheimnisse von o9 gestohlen? SAP stellt drei Führungskräfte frei


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

SAP hat laut Bericht des Handelsblatts nach Vorwürfen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen drei Topmanager freigestellt. Demnach handelt es sich um drei ehemalige Führungskräfte des Wettbewerbers o9, die zu SAP gewechselt waren. o9 hatte SAP im November vor einem Bundesgericht in Dallas, Texas, verklagt und den Vorwurf erhoben, die o9-Führungskräfte hätten mehr als 20.000 Dateien mit vertraulichen Unterlagen von o9 heruntergeladen und diese bei ihrem Wechsel zu SAP mitgenommen.

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SAP bestätigte auf Anfrage der iX-Redaktion, dass „derzeit drei Personen aus dem Unternehmen ausscheiden“. Hinweise auf ein Fehlverhalten seitens des Unternehmens habe die bisherige Überprüfung nicht ergeben, führte SAP weiter aus. Den Grund für die Trennung ließ SAP offen. Das Handelsblatt schreibt unter Berufung auf Konzernkenner, dass der Fall im Walldorfer Softwarekonzern als heikel gilt.

Das 2009 gegründete und in Dallas beheimatete Unternehmen o9 wirft SAP vor, eine „aggressive Kampagne“ gestartet zu haben, um an seine Geschäftsgeheimnisse zu gelangen. Ferner würde SAP mit den heruntergeladenen Informationen gezielt Kunden abwerben, darunter mit dem deutschen Konsumgüterkonzern Henkel „einen ehemaligen Top-Kunden von o9“. Außerdem solle SAP kürzlich Funktionen und Marketingmaterialien für seine IBP-Lösungen (Integrated Business Planning) und andere ERP-Software überarbeitet haben, um die Angebote von o9 genau nachzuahmen. o9 ist auf Software für Unternehmensplanung und Lieferkettenmanagement auf Basis von KI und maschinellem Lernen spezialisiert, betreibt 17 Niederlassungen und hat rund 2.500 Mitarbeiter.

SAP weist laut einem Sprecher „die in dieser Klage in der Anfangsphase vorgebrachten Vorwürfe entschieden zurück“. Entsprechend hat das Unternehmen Abweisung der Klage beantragt. Laut Handelsblatt ist die Argumentation, dass das Gericht im US-Bundesstaat Texas nicht zuständig wäre, weil es sich bei den drei Managern um niederländische Staatsbürger handele, die aus o9s niederländischer Niederlassung zur dortigen SAP-Niederlassung gewechselt seien. Die drei betroffenen Manager sollen die Vorwürfe ebenfalls zurückgewiesen haben.


(axk)



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