Künstliche Intelligenz
Meta plant angeblich Gesichtserkennung für Smart Glasses
Meta will laut einem Bericht der New York Times noch in diesem Jahr Gesichtserkennung für seine Smart Glasses einführen. Die Zeitung beruft sich dabei auf mehrere mit den Plänen vertraute Quellen.
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Die Funktion werde intern „Name Tag“ (Deutsch: Namensschild) genannt und solle es Trägern ermöglichen, Personen in ihrer Umgebung zu identifizieren. Konzernchef Mark Zuckerberg wolle sich damit von konkurrierenden Produkten abheben und den KI-Assistenten der Brillen aufwerten, heißt es.
Metas Wearables entwickeln sich derzeit zum Verkaufserfolg: Brillenpartner EssilorLuxottica meldete am Donnerstag sieben Millionen verkaufte Geräte im vergangenen Jahr. Insgesamt dürfte sich die Stückzahl der Marke von zehn Millionen nähern. Für dieses Jahr ist eine massive Produktionssteigerung geplant.
Gesichtserkennung auf Meta-Nutzer beschränkt
Meta prüfe derzeit, wer durch die Gesichtserkennung überhaupt erkennbar sein soll, heißt es im Bericht der New York Times. Erwogen werde, dass nur Personen identifiziert werden, mit denen der Brillenträger auf einer Meta-Plattform vernetzt ist, oder Menschen mit einem öffentlichen Konto auf Meta-Diensten wie Instagram, die der Nutzer nicht persönlich kennt. Eine universelle Gesichtserkennung sei nicht geplant.
In einem internen Dokument, das der Zeitung vorliegt, heißt es, Meta habe die Funktion im letzten Jahr zunächst Teilnehmern einer Konferenz für Blinde bereitstellen wollen, bevor sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Dieser Schritt sei jedoch nicht umgesetzt worden. Auch die aktuellen Pläne könnten sich noch ändern.
Politische Lage einkalkuliert
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Im vergangenen Jahr berichtete The Information, dass Meta schon 2021 geplant hatte, Gesichtserkennung einzuführen, sich jedoch dagegen entschieden hätte. In jenem Jahr erschien die erste Generation von Metas Smart Glasses, die bei Konsumenten jedoch nur wenig Anklang fand. Inzwischen haben sich sowohl die Marktlage als auch die politische Situation in den USA verändert.
Letztere hat Meta angeblich einkalkuliert: „Wir werden die Einführung in einem dynamischen politischen Umfeld vornehmen, in dem viele zivilgesellschaftliche Gruppen, von denen wir erwarten würden, dass sie uns angreifen, ihre Ressourcen auf andere Anliegen konzentrieren“, heißt es in dem internen Dokument, das der New York Times vorliegt.
In einer Stellungnahme dementierte Meta die Gerüchte nicht. „Wir hören zwar häufig von einem Interesse an einer solchen Funktion – und einige solcher Produkte gibt es bereits auf dem Markt –, prüfen derzeit jedoch noch verschiedene Optionen und werden behutsam vorgehen, falls und bevor wir etwas einführen“, ließ das Unternehmen mitteilen.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Finanzierungsrunde: Chip-Start-up Rebellions sammelt 400 Millionen US-Dollar ein
Der südkoreanische KI-Chip-Hersteller Rebellions hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 400 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Die Finanzierungsrunde wurde von dem südkoreanischen Finanzdienstleister Mirae Asset Financial Group und dem südkoreanischen Staatsfonds Korea National Growth Fund angeführt.
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Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat allein der Korea National Growth Fund rund 165 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Es sei die erste Direktinvestition der Regierung in Seoul im Rahmen ihrer „K-Nvidia“-Initiative. Diese zielt darauf ab, global wettbewerbsfähige Chip-Unternehmen zu fördern, da sich angesichts des KI-Booms der Wettbewerb in diesem vom US-Chipkonzern Nvidia dominierten Sektor verschärft.
Die Finanzierungsrunde von Rebellions unterstreiche das wachsende Interesse von Investoren an Unternehmen, die Alternativen zu den marktdominierenden KI-Chipherstellern entwickeln, so Reuters. Zumal die Nachfrage nach kosteneffizienten KI-Systemen weltweit steigt. Nach der jüngsten Finanzierungsrunde wird Rebellions mit 2,34 Milliarden US-Dollar bewertet.
Rebellions mit Expansionsplänen
Erst kürzlich kündigte das südkoreanische Start-up Pläne an, seine Präsenz nicht nur in Asien, sondern auch im Nahen Osten und in den Vereinigten Staaten auszubauen. Das Hauptaugenmerk von Rebellions liegt dabei auf dem Ausbau seiner Rebel100-Plattform und auf der Vorbereitung des für dieses Jahr geplanten Börsengangs.
Rebellions wurde im Jahr 2020 gegründet. Das Unternehmen entwickelt und designt KI-Chips, deren Fertigung jedoch ausgelagert wird. Die Chips von Rebellions sind für KI-Inferenz ausgelegt, d. h. für die Rechenleistung, die KI-Modelle benötigen, um auf Nutzeranfragen zu reagieren. Das KI-Chip-Start-up erklärte gegenüber Reuters, die Nachfrage nach effizienter KI-Infrastruktur steige rapide bei Cloud-Anbietern, Telekommunikationsbetreibern und staatlich geförderten Initiativen, insbesondere in den USA. Die in der jüngsten Finanzierungsrunde eingenommenen Millionen will das Unternehmen zur Beschleunigung seiner Chip-Entwicklung und zur Produktion neuer Chips verwenden. Wie das Tech-Portal TechCrunch berichtet, kündigte Rebellions die Vorstellung zweier neuer Produkte an: der KI-Infrastrukturplattformen RebelRack und RebelPOD.
Ziel des Unternehmens sei es, „den Erfolg in Korea auf die globalen Märkte zu übertragen, um KI-Souveränität und großangelegte Inferenz aufzubauen“, sagte Marshall Choy, Chief Business Officer von Rebellions, am Montag in einem Interview mit Reuters. „Bei den Chips von Rebellions steht im Mittelpunkt, die beste Leistung bei möglichst geringem Energieverbrauch zu erzielen.“ Choy erklärte das damit, dass sich in der KI-Entwicklung der Schwerpunkt von den großen Sprachmodellen (LLMs) wie OpenAIs ChatGPT hin zu der dahinterstehenden Infrastruktur verlagert habe.
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(akn)
Künstliche Intelligenz
Erste SSD: Samsung wechselt von ARM auf RISC-V
Samsung hat auf dem China Flash Market Summit 2026 die SSD BM9K1 angekündigt. Mit Kapazitäten von 512 GByte, 1 TByte und 2 TByte sowie PCI-Express-5.0-Anbindung ist sie für Desktop-PCs und Notebooks gedacht. Die Besonderheit liegt im selbst entworfenen Controller: In ihm sitzen Kerne mit dem offenen Befehlssatz RISC-V.
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Es ist Samsungs erster SSD-Controller mit RISC-V- statt ARM-Kernen. Der Hersteller folgt damit Western Digital (jetzt Sandisk), der schon vor Jahren als erster großer SSD-Hersteller auf RISC-V in seinen Controllern wechselte. Von der BM9K1-Ankündigung berichtet die Finanzplattform BigGo Finance.
Effizienz soll steigen
Bisher setzte Samsung auf Standardkerne wie den Cortex-R8. Mit dem Architekturwechsel will Samsung den Controller stärker an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Zusammen mit Firmware-Optimierungen soll die Energieeffizienz gegenüber dem Vorgängermodell BM9C1 um 23 Prozent steigen. Details zum Aufbau verrät die Firma nicht.
Insbesondere bei SSDs mit PCI Express 5.0 ist die Effizienz wichtig, um die elektrische Leistungsaufnahme im Zaum zu halten und so bei Mobilgeräten die Akkulaufzeit zu maximieren. Die erste SSD-Generation mit PCIe 5.0 war aufgrund der hohen Abwärme von bis zu 12 Watt noch auf Kühler angewiesen.
Die restlichen Spezifikationen der BM9K1 verorten sie in der gehobenen Mittelklasse. Samsung verspricht eine Lesegeschwindigkeit bis 11,4 GByte/s. Zur Schreibgeschwindigkeit schweigt sich der Hersteller aus. Mit QLC-Speicher, der vier Bit pro Zelle speichert (Quadruple Level Cells), dürfte die Schreibleistung außerhalb eines Caches moderat ausfallen. High-End-SSDs schaffen unter optimalen Bedingungen beinahe 15 GByte/s.
Ab 2027 verfügbar
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Die BM9K1 ist primär für Komplett-PCs und Notebooks gedacht. Erfahrungsgemäß gelangen solche SSDs nur vereinzelt in den Einzelhandel. Manche OEM-Modelle bringt Samsung verzögert und unter eigenem Namen in den Einzelhandel.
Auch PC- und Notebook-Hersteller müssen allerdings eine Weile warten. Samsung will die BM9K1 erst ab 2027 verkaufen. Zum Preis äußert sich der Hersteller noch nicht. Aufgrund der Speicherkreise dürfte der noch gar nicht feststehen.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Bit-Rauschen: KI entwickelt KI-Chips | heise online
KI-Chips mit KI entwickeln: Dieses Ziel haben mehrere Firmen im Visier, nähern sich diesem jedoch auf unterschiedlichen Pfaden. Kürzlich erregte der KI-Beschleuniger HC1 der kanadischen Firma Taalas einige Aufmerksamkeit – nur teilweise aufgrund seiner technischen Eigenschaften, sondern vor allem, weil Taalas mit Tenstorrent verbandelt ist. Und der Tenstorrent-CEO Jim Keller genießt großes Ansehen als CPU-Koryphäe, der KI-Investoren noch weitere Großtaten zutrauen.
In dieser Ausgabe der Kolumne Bit-Rauschen blicken wir außerdem auf die Sorgen der deutschen und europäischen Embedded-Systems-Entwickler. Das sind Hersteller von Industriecomputern und Steuerungen für Autos, Roboter, Medizintechnik, Produktionsanlagen oder auch Rüstungstechnik. Darunter sind viele kleinere bis mittelgroße Firmen, die besonders unter der Knappheit von DRAM- und Flash-Chips zu leiden haben. Zusätzlich erzwingen neue EU-Vorgaben Änderungen an Produkten, was indirekt wiederum die Ersatzteilversorgung mancher alten Systeme gefährdet.

Die Idee, KI-Chips mithilfe von KI zu entwickeln, liegt auf der Hand. Die Fachzeitschrift Nature hatte schon 2021 ein Paper dazu veröffentlicht, das unter anderem von der damals bei Google beschäftigten Forscherin Azalia Mirhoseini stammte.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bit-Rauschen: KI entwickelt KI-Chips“.
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